Das war eine sehr kurzfristige Aktion: Eben ruft eine junge Dame von Antenne 1-Radio Baden Württemberg an. Sie fragt, ob ich mit dem Moderator Martin Baum heute Nachmittag ein kurzes Interview über "Cloud Atlas" machen könne. Klar kann ich. Sie fragt mich, wann es passt. Ich sage "jederzeit". Sie stellt mich gleich zu Baum durch. Erst nach ein, zwei Minuten wird mir klar, dass wir hier gar nicht einleitend plaudern, sondern dass der gute Mann schon mitschneidet. Bevor ich mich sortieren kann, sind wir auch schon fertig. Tschüss und auf Wiedersehen.
Gegen 15.10 Uhr wird das Interview gesendet. Über… [weiterlesen]
Samstag bekam ich einen Newsletter von der Agentur, die in Deutschland "Cloud Atlas" betreut. Kein Wunder: der Film ist am Wochenende in den USA angelaufen und man gibt sich Mühe, für den bevorstehenden Deutschlandstart zu trommeln.
Aber auch wenn man bedenkt, dass es hier um PR geht und dass der Sturm Sandy das Kino-Wochenende beeinträchtigt hat – der "disconnect" zwischen den Zahlen und ihrer Interpretation ist erstaunlich.
Fangen wir damit an, dass "Cloud Atlas" der einzige Big Budget-Film ist, der dieses Wochenende anläuft. Der bisherige Chart-Topper "Argo" läuft schon seit zwei Wochen und "Silent Hill: Revelation" war nie eine… [weiterlesen]
USA / D / Singapur 2012. Regie: Tom Tykwer, Andy Wachowski, Lana Wachowski. Darsteller: Tom Hanks, Hugo Weaving, Halle Berry, Susan Sarandon, Jim Broadbent, Ben Whishaw, Jim Sturgess, Hugh Grant u.a.
Story: Sechs Geschichten aus sechs Epochen – Sklaverei und Befreiung, Dandy-Liebeleien, Atom-Skandal, Nervenheilanstalt, Robotopia und die Post-Apokalypse wechseln sich ab, springen in- und zueinander, mit wechselnden und bleibenden Darstellern, erzählen von Helden und Feiglingen, deren Karma durch die Jahrhunderte wirkt und die einander prägen, ohne sich je gesehen zu haben.
Kritik: Ich sage das nicht, um ihn zu ärgern oder einen billigen Lacher zu bekommen, aber:… [weiterlesen]
Die 90er Jahre könnt ihr hier nachlesen.
Es waren gute Zeiten, das lässt sich nicht bestreiten. Raubkopien aus dem Internet saugen war noch keine Option, Streaming unbekannt, und eine gesunde Menge an Studios und Verleihern pumpte nicht nur viel Geld in Filme, sondern auch in deren Vermarktung. So bekam man 1998 zu LOST IN SPACE diese geile Uhr geschenkt:
MATRIX war der Film, der uns ins neue Jahrtausend brachte – und es sollte sich einiges in Sachen Pressevorführungen ändern. Vieles davon wurde von den Nerds unter den Journalisten heftig kritisiert, muss aber faktisch als Verbesserung angesehen werden.
Zuerst… [weiterlesen]
HERETIC
Story: Die Mormonen-Schwestern Barnes und Paxton klingeln bei Mr. Reed, um ihn von ihrer Religion zu überzeugen. Reed ist freundlich, den jungen Mädchen aber auch rhetorisch und intellektuell weit überlegen. Was anfänglich noch wie ein zynisches Spiel mit den Zweifeln an jedweder Form von Religion aussieht, nimmt aber immer grausamere Züge an. Wer ist Reed? Und was hat er mit den jungen Missionarinnen vor?
Kritik: HERETIC
Es ist ein halbes Aufatmen: Mit 220 Millionen Dollar (US, weltweit, plus Streaming) ist BLACK WIDOW der erste wirkliche Post Corona-Blockbuster. War ja auch eine super Idee, sich innerhalb des sonst so ernst-actionlastigen Marvel Universe mal an einer romantischen Komödie zu versuchen:
Kleiner Scherz. Sei erlaubt. 220 Millionen. Das ist fett. Die erste Reaktion sollte Erleichterung sein – das Kino hat die Pandemie überlebt, und selbst beim Angebot des gleichzeitigen Streamings über Disney+ gehen die Leute eher ins Kino, als vor dem Fernseher zu hocken. Die Befürchtung, die Menschen hätten den Ausgehdrang verloren, scheint sich nicht zu bestätigen…. [weiterlesen]
Story: Kleinkünstler Kling bekommt eines Tages einen unerwarteten Mitbewohner: ein sprechendes Känguru. Dessen große Klappe und politisches Klassenbewusstsein wird schnell zum Katalysator im Streit mit dem Baulöwen und Rechtspopulisten Jörg Dwigs, einer Mischung aus Donald Trump und Robert Geiss. Der will nämlich den bequemen Altbau-Kiez für ein Hochhaus abreißen lassen.
Kritik: Das deutsche Film-Feuilleton, es ist ein parasitäres, rückgratloses und feiges Volk. Hilflos hasst es sich selbst, verneint die Existenz deutschen Humors und verweist dann auf die ein… [weiterlesen]
Ich habe früher gerne gegen die BILD geschossen. Irgendwann wurde mir das zu einfach und seitdem die keine Browser mit Adblocker mehr durchlassen, schaue ich nicht mal aus mildem Interesse mehr auf deren Webseite. Aber es ist leider so, dass auch "Qualitätsmedien", die gerne als Beispiel für die Unverzichtbarkeit einer professionellen Papierpresse genannt werden, mitunter krasse Aussetzer produzieren. Einige erinnern sich vielleicht noch an den Versuch der ZEIT, den Flop von "Cloud Atlas" Raubkopierern in die Schuhe zu schieben – oder an die halbgaren Breitseiten des SPIEGEL gegen ALDI. Vom SPIEGEL-Kindergarten bento mag ich gar nicht reden…. [weiterlesen]

So, das Festival ist in "full swing", teilweise muss ich fünf Filme am Tag stemmen (außerdem war ich eben noch bei einer Anti Chemtrail-"Großdemo", aber dazu dieser Tage mehr). Ich fürchte, ich komme mit den ordentlichen Reviews nicht nach. Aus diesem Grund verkürze ich das Prozedere und versuche, die schon gesehenen Filme in zwei bis drei Absätzen kompakt zusammen zu fassen. Wer auf den Titel klickt, bekommt weitere Informationen auf der FFF-Webseite.
Ein "Cloud Atlas" vom Ansatz her nicht unähnlicher Film: große Literatur (Lems "Der futurologische Kongress") wird mit großen Stars (Harvey Keitel, Robin Wright)… [weiterlesen]
Alles klar soweit? Schön.
Bereits der Anreißer gibt die Marschrichtung vor:
"Der Produzent Stefan Arndt hat mit "Cloud Atlas" den teuersten deutschen Film aller Zeiten herausgebracht. Er braucht Zuschauer, die Kinokarten und DVDs kaufen. Das Geschäft funktioniert – bis Piraten illegale Kopien des Films ins Internet stellen."
Die Kausalkette ist klar: "Cloud… [weiterlesen]