First Look: STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE
Themen: Film, TV & Presse |Ich gestehe: ich bin ein Fan von BIG BANG THEORY und finde den mittlerweile trendigen Backlash gegen eine der besten Sitcoms des neuen Jahrtausends albern.
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Es mag allerdings daran liegen, dass Kaley Cuoco so unwiderstehlich ist.
ABER: Ich bin kein Freund des Konzepts eines BIG BANG ETVU (extended television universe). Von YOUNG SHELDON habe ich gerade mal die Pilotfolge gesehen:
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Und auch der nächste Spinoff GEORGIE & MANDY’S FIRST MARRIAGE hat mich nicht die Bohne interessiert:
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Da bin ich Purist.
Aber im Fall von STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE mache ich eine Ausnahme. Der "cast of characters" rekrutiert sich direkt aus dem Original – und es ist eine post-apokalyptische Science Fiction Comedy:
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Inhaltlich geht es darum, dass Sheldon, Howard und Leonard durch ein missglücktes Experiment eine Anzahl von Parallel-Universen geschaffen haben. In einer besonders verunglückten Version unserer nahen Zukunft existiert der Comicladen-Besitzer Stuart als einzige Hoffnung, die Ereignisse wieder in die richtige Bahn zu lenken.
Natürlich kann man das kritisieren.
Genau genommen ist SFTSTU so sehr oder so wenig ein Sequel zu BIG BANG THEORY wie eine Variation von FUTURE MAN:
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Es bräuchte wenig Anpassungen, um aus dem einen das andere zu machen.
Davon ab: das ist schon sehr unterhaltsam. Das Tempo ist hoch, die Figuren angemessen schräg, und das Team aus Chuck Lorre, Zak Penn und Bill Prady weiß, wie man Pointen setzt, running gags etabliert, und bizarre Ellipsen baut.
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Das beginnt schon beim Vorspann, der sich der eigenen Überflüssigkeit bewusst ist und den Zuschauer ködert, trotzdem nicht vorzuspulen.
Es ist zwar vorläufig nicht davon auszugehen, dass SFTSTU die Hauptdarsteller von BBT rekrutieren kann, aber trotzdem wird mit vielen Verweisen und Gaststars die DNA des Originals ausreichend bedient. Die Effekte sind dabei erstaunlich gut für eine Comedy-Serie und es ist schön, dass hier die Nebenfiguren von BBT mal die Gelegenheit bekommen, Hauptrollen zu spielen. Sie schlagen sich beachtlich.
Nach den ersten 25 Minuten ist das zwar schwer zu sagen, aber ich vermute mal: kein neues "must see TV", aber das perfekte Futter für zwischendurch, wenn man für längere oder komplexere Serien gerade keinen Nerv hat.
Und weil wir im Jahr 2026 leben, hier die erste Folge des offiziellen Podcasts zur Show, moderiert von Wil Wheaton und Felicia Day:
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Ich bin leider einer von denen, die "Big Bang" nicht zu Ende geschaut haben. Aber ich war auch einer, der die ersten Staffeln glühend verehrt hat – weil sie zu einer Zeit rauskamen, als Nerds noch nicht wirklich im Mainstream angekommen waren. Das war damals™ wirklich erfrischend. Die Serie hat mich verloren (ja, schlagt mich dafür), als jeder der Maingang eine Freundin bekam.
Aber eigentlich wollte ich nur sagen: Ich hab in "Stuart" noch nicht reingeschaut, aber ein TikTok gesehen, in dem Stuart auf Raj trifft. Ich denke schon, dass auch die anderen Hauptdarsteller ihre Nasen mal zeigen werden, wenn vermutlich auch nur kurz.
Man muss nicht ALLES gut finden, um ETWAS gut zu finden. Ich fand die späteren Staffeln von BBT aus den von dir genannten Gründen schwach, die letzte Staffel sogar komplett überflüssig. Ich bleibe dabei: allenfalls Howard und Leonard werden vielleicht noch einmal auftauchen, wenn die Serie erfolgreich ist. Und auch das nur in kurzen Gastrollen. Es ist sicher kein Zufall, dass "nur" das Haupt-Trio für die Malaise verantwortlich ist.
Ich bin nicht trendig, ich fand TBBT schon scheiße, bevor es cool wurde.
Hier liegt eine ad hominem-Unterstellung nahe, die ich mir lieber verkneife.
Dann musst Du sie Dir wohl doppelt verkneifen. Ging mir nämlich absolut genauso wie Marcus: Ich habe damals kurz nach dem US-Serienstart die erste Folge im Original gesehen und gleich gemerkt: Das ist nicht meins. Wann immer ich später mal reingeschaut habe, hat sich dieser Eindruck bestätigt.
Spalter.
Ich finde BBT auch heute noch größtenteils großartig, sie lässt halt wie alle lang laufenden Serien irgendwann nach, verliert aber nie ihren Kern. Young Sheldon ist recht lahm, G&M komplett uninteressant, aber auf SFTSTU freue ich mich, weil Stuart und Bert tolle Figuren sind und die Trailer sehr schräg aussehen.
Jim Parsons hat übrigens gesagt, dass er für kein Geld der Welt mehr Sheldon spielen wird. Man wird sehen, ob das Bestand hat
Für mich ist TBBT immer noch eine klasse Serie, weil sie 2007 etwas radikal Neues in die Sitcom-Welt gebracht hat: eine witzige, warmherzige und außerdem auch noch kluge Hommage an Nerd- und Wissenschaftskultur. In der Form und Reichweite gab es das doch bis dahin noch nie. Andere Shows haben Nerds bestenfalls als Karikatur auftreten lassen, aber TBBT hat sie ernstgenommen, obwohl man über sie (und mit ihnen) lachen konnte. Keine andere Show hat Themen wie Physik, Comics, Videospiele, Sci-Fi zum Kern der Handlung gemacht hat und dabei auch noch gezeigt, wie echte menschliche Beziehungen und Freundschaften entstehen und wachsen. TBBT hat für jeden was gehabt: Insider-Witze für Geeks, universelle Gags für ein Massenpublikum – und das mehrere Jahre lang ohne echte Konkurrenz.
Und auch die Nebenfiguren konnten einem ans Herz wachsen. Deshalb gebe ich Stuart, Denise, Bert und Kripke auf alle Fälle eine Chance.
PS: Für mich war TBBT auch aus einem anderen Grund herausfordernd. Seit ca. 20 Jahren bin ich O-Ton-Fan und sehe mir englischsprachige Filme und TV-Serien nur noch im Original, meist ohne, manchmal mit Untertiteln an. Bei TBBT waren die subs aber ein muss. Im Gegensatz zu den meisten anderen Sitcoms, bei denen ich den Inhalt auch ohne Untertitel gut verstehe, ist TBBT so voll von wissenschaftlichen Anspielungen, Nerd-Referenzen und Wortspielen, dass ich sie mit Untertiteln sehen muss – und genau das macht sie für mich intellektuell so anregend.
Interessanterweise war das nicht mein Problem. Ich hadere eher mit aktuellen Streaming-Serien aus dem Bereich Drama, weil da die Dialoge zu nuschelig abgemischt sind. Wir schalten aktuell z.B. bei PARADISE (Staffel 2) die Untertitel ein.
Mal sehen, ob die subs nächstes Mal noch erforderlich sind. Ich glaube fast, nicht. Das letzte Mal habe ich TBBT vor 6 Jahren komplett gesehen. Wenn ich demnächst mit "The Americans" durch bin, steht anschließend noch mal TBBT als Kontrastprogramm auf der Watchlist. bei den Americans waren die subs für die russischen Parts erforderlich. Da habe ich trotz 5 Jahren Russisch-Unterricht nur Bruchstücke verstanden.
Zwei Dinge des Lebens sind mir ziemlich rätselhaft: 1. Wieso man Speiseeis liebt. 2. Wie man TBBT NICHT lieben kann. Deshalb fand ich die Idee, die wunderbaren side kicks aus der Serie, eben Stuart, Bert, Kripke etc. in ein neues Spinoff zu packen, sehr charmant. Ich werds mir sicherlich anschauen, Danke für den Hinweis!
Du musstest es mit "1." kaputt machen, oder?
Hab Big Bang seinerzeit nach der vierten Staffel abgebrochen, aber hier jetzt mal reingeschaut. Wirkt ein wenig wie eine (billo) TV-Version von „Good luck, have fun, don‘t die“ und die erste Episode war nett, aber sonderlich witzig war die Angelegenheit bisher noch nicht. Aufgrund der Lauflänge bleib ich mal dran, im Zweifelsfall eine klassische „Mit dem Handy was nebenbei mach“-Serie.
" „Mit dem Handy was nebenbei mach“-Serie" – so etwas kenne ich nicht und ich mag das auch nicht gutheißen.