toogoodtogo: gut speisen, Geld sparen, Gutmensch sein?
Themen: Neues |Keine Sorge wegen des Vorschaubilds: Ich habe die Diät nicht abgebrochen und mich der Völlerei hingegeben. Auch wenn ich mich schwer tue, das Plateau von 97,5 Kilo nach unten zu durchbrechen, bleibe ich weiter fastend dran.
Ich wollte euch stattdessen von einer Plattform berichten, die es schon länger gibt und die einige von euch vielleicht schon kennen: toogoodtogo. Klingt im ersten Augenblick wie Die Tafel für Selbstabholer: Lebensmittel, die übrig geblieben sind oder nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum stehen, werden günstiger abgegeben, meistens in Form von Mystery-Boxen und Überraschungstüten.
Würde ich nicht machen. Wir produzieren selber genug Reste und ich möchte niemandem etwas wegnehmen, der es dringender braucht als ich. Ich hatte bei Groupon zudem ein paar Mal das Erlebnis, dass man beim Einlösen der Gutscheine behandelt wurde wie ein Bittsteller. Brauche ich nicht.
Dann postete ein Facebooker das Bild einer Box, die er günstig geschossen hatte:
Nun wurde ich doch neugierig. Ich erzählte der LvA davon – und kassierte eine ordentliche und verdiente Schelte:
Die App habe ich mir letztes Jahr installiert und dir davon begeistert erzählt. Du fandst das doof und dann habe ich es gelassen!
Zuhören und mitdenken ist ein Schlüssel für eine ausgeglichene Beziehung!
Wenigstens ist die LvA nicht nachtragend und wir schauten uns beide mal an, was toogoodtogo so alles zu bieten hat. Ich bin übrigens baff und enttäuscht, dass die ihr Angebot nicht 2good2go genannt genannt haben.
Bevor ich zum Selbsttest komme, zeige ich euch erstmal, mit was für einer Auswahl man in einer Stadt wie München rechnen kann.
Das hier sind die neuen "Überraschungstüten" in meiner Umgebung:
Es lassen sich auch die Angebote aus bestimmten Abholfenstern filtern – Zimmerpflanzen von OBI für ein Drittel des Preises gefällig?
Ehrlich? Das ist schon sensationell und hätte viel früher erfunden werden müssen.
Je mehr man drüber nachdenkt, desto zwingender ist das Konzept. Die permanente Verfügbarkeit gerade von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft bedingt, dass die Büffets nie leer werden, die Regale nie verwaisen. Wer fünf Minuten vor Ladenschluss in der Bäckerei einkauft, erwartet ein volles Angebot.
Daraus ergibt sich: bei Ladenschluss bleibt viel übrig. Oder um 10.00 Uhr, wenn das Hotel sein Büffet beendet. Oder wenn der Baumarkt am Abend sein Gartencenter schließt. Gute Ware ohne Makel – aber morgen schon nicht mehr verwertbar. Ein knappes Fenster, bevor aus den Überbleibseln teurer Müll wird.
Warum also nicht günstig an Leute verkaufen, die schnell mit dem Fahrrad vorbei kommen und es vielleicht sogar genießen, nicht am Herd stehen zu müssen?
Keine Frage: das wollten die LvA und ich unbedingt mal probieren. Man geht ja kein Risiko ein. Die App kostet nix, es gibt kein kostenpflichtiges Abo.
So haben wir am ersten Wochenende gleich drei Versuche gestartet.
Vorab: Ich werde die Preise für eine Portion nennen und aufrunden, wenn es knapp wird. Konkrete Lieferanten nenne ich nicht. Die Bilder sind teilweise von KI farbkorrigiert, aber ansonsten authentisch.
ERSTER VERSUCH: Indisches Essen
Wir bestellen bei einem nicht mehr als grundsoliden Inder in der Nähe zweimal Mittagessen, um es zum Abend aufzuwärmen. Vor Ort werde ich gefragt, ob ich es scharf oder weniger scharf mag. Ich bekomme zwei verschweißte Schaumstoff-Tabletts. Der Inhalt entpuppt sich als vollwertige Mahlzeit mit Beilagen:
Nan-Brot, Linsen-Dal, Basmati-Reis, und indisches Tofu in würziger Sauce. Schmeckt absolut in Ordnung und die LvA schafft ihre Portion gar nicht ganz.
Angeblich um die 20 Euro normal, in dieser Form 7 Euro pro Person.
ZWEITER VERSUCH: Frühstück vom Hotel-Büffet
Hotels haben immer eine Menge Essen übrig, wenn die Büffets geschlossen werden. Auch hier macht toogoodtogo absolut Sinn. Wir bestellen bei einem Kettenhotel in einem Gewerbe- und Rotlicht-Gebiet, wo primär LKW-Fahrer und Handwerker absteigen. Viel erwarten wir nicht – aber es wird viel:
Wieder Styropor und Alufolie. In jeder Box: Rührei, Salami, Fleischwurst, Käse, gebratener Schinken, Vollkornbrötchen, Weizenbrötchen, Mini-Frikadellen, Mini-Croissants, Mini-Würstchen, Hash Browns, Gurke, Tomate.
Ingesamt mehr, als zwei Personen essen können.
Qualitativ? Discount-Kettenhotel-Standard. Muss man natürlich teilweise aufwärmen (3 Min. Airfryer), aber das macht es nicht signifikant schlechter.
Frühstück kostet in dem Hotel 16 Euro. Dafür, dass man Getränke selber beisteuern und auf Joghurt verzichten muss, kostet es hier 4 Euro pro Person.
DRITTER VERSUCH: Backwaren aus der Boulangerie
Es ist Sonntag, man muss gönnen können. Wir suchen uns eine Edel-Boulangerie in einem Trendviertel aus, die zum Abend die unverkaufte Ware (ich mag nicht von Resten reden, das würde es abwerten) in schicke Papiertüten packt und günstiger verkauft. Auch hier werde ich extrem freundlich und ohne Standesdünkel behandelt. Als wir die Tüten daheim öffnen, werden uns schon die Augen groß:
Eine Laugenstange mit Radieschen und Gurke, ein Pastéis de Nata, eine kleine Quiche, ein kleines Eclair mit Karamell-Füllung, ein kleines Pain au Chocolat, und eine Tüte mit sechs hausgemachten Madeleines.
Das ist ganz großes Tennis und diverse der Einzelteile wären schon den Preis der Tüte wert, die für erstaunliche 4,80 Euro verkauft wird!
Kassensturz: Wir haben zu zweit üppig gefrühstückt, zu zweit üppig indisch gegessen, und hätten zum Kaffee noch Nachbarn einladen können, die mit den Leckereien aus der Edel-Boulangerie glücklich geworden wären. Für 27 Euro.
Das ist eine win-win-win-Situation, wie man sie sich besser nicht wünschen könnte.
Der Preis ist dabei natürlich ein Köder, für mich aber nicht ausschlaggebend. Ich mag an toogoodtogo vor allem die Tatsache, dass man günstig etwas bekommt, das sonst ein Fleck auf der Weste der Wohlstandsgesellschaft geworden wäre.
Heute bin ich dann noch mal losgezogen und habe zum Feierabend eine Tour mit drei Anlaufzielen (eins davon spontan) durchgezogen. Das Ergebnis:
Die fünf Boxen mit Salaten (Linsen, Bulgur, etc.) in der Mitte? Habe ich gleich dreimal bekommen. 15 Boxen, weitgehend verteilt unter dankbaren Nachbarn.
Gesamtkosten aller drei Packages: 12,50 Euro.
Hier zeigen sich zumindest ein paar Ecken und Kanten im System: Panini und Käsekuchen vom Café sind sicher nicht das Super-Schnäppchen gewesen, bei der Kühlware muss man auf das MHD achten, und bei dem Angebot eines "Früchtehauses" hatte ich etwas anderes erwartet als 15 Schalen mit Salaten.
Aus ökologischen wie ökonomischen Gründen macht es Sinn, nicht jeden Tag durch die Stadt zu gondeln, sondern sich an einem Tag eine effiziente Tour zu organisieren, bei der man mehrere Stationen abfährt.
Einen Bonus-Tipp habe ich auch noch: Auf Facebook gibt es viele lokale Gruppen, die sich mit Fotos austauschen, was es wo abzuholen gibt. Dadurch bekommt man ein besseres Gefühl, was sich lohnt. Ich habe euch ein paar der in den letzten Tagen für München veröffentlichten Angebote mit Preisen in eine Galerie gepackt:
Für diverse dieser Boxen würde sich auch eine weitere Anfahrt lohnen, für die man den Standort in der App entsprechend anpassen kann. Das empfiehlt sich auch, wenn man in der Stadt unterwegs ist – einfach mal schauen, was spontan in Fußweite angeboten wird. You might be surprised.
Mein Fazit? Es ist ein Angebot ohne schlechtes Gewissen, ohne Risiko, und mit freundlichen Interaktionen. Man hat wirklich das Gefühl, die Mitarbeiter in den Filialen freuen sich, die Waren nicht in den Biomüll schmeißen zu müssen.
Nächstes Wochenende versuchen wir das gleich noch mal mit einem anderen Konzept: bei einem hervorragenden höherwertigen Kettenhotel in der Nähe kann man sich für 4,50 Euro am Büffet seine Box selber füllen. Count me in!
Es gibt auch für mich höchst gefährliche Angebote, das kann ich nicht bestreiten – satte sieben Donuts von DUNKIN DONUTS für gerade mal sechs Euro:
Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt kann ich toogoodtogo nur das höchste Lob aussprechen, zu dem ich in der Lage bin. Ich empfehle die App und den damit verbundenen Service aus ganzem Herzen.
But wait – there’s more! Man kann sich über toogoodtogo auch von diversen großen Anbietern reduzierte Überraschungspakete schicken lassen, von Schokolade über Gewürzmischungen bis Tierfutter:
Wir freuen und jetzt schon, das Angebot bei unserem nächsten Ibiza-Urlaub auszuprobieren. Und ich könnte mir vorstellen, auch beim Fantasy Filmfest in Berlin mal die App anzuwerfen.
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr schon bei toogoodtogo? Werdet ihr es mal versuchen? Lehnt ihr das grundsätzlich ab? Wenn ja – warum? Gibt es regionale Unterschiede? Vorteile oder Nachteile Land vs. Stadt?
P.S.: Groupon haben wir seit 10 Jahre nicht mehr genutzt. Die Angebote zu nischig, die Rabatte oft nur behauptet, und viele Anbieter sind dann sehr patzig.
P.P.S.: Es kann zu Missverständnissen kommen, wenn man bei einer französischen Boulangerie in Brest Backwaren bestellt und Pimmelkekse bekommt:
Haben wir seit längerem, aber in unserer Umgebung nimmt nur ein Backshop in einer Tankstelle daran Teil, den wir immer frequentierten, um uns für Reisen zu versorgen. Alles andere ist aber von uns Recht weit entfernt, deshalb nutzen wir das sonst nicht.
Ja, ich denke, in dünner besiedelten Gegenden ist das Konzept schwerer attraktiv zu gestalten. Ich würde zudem auch sagen, dass in München 50 Prozent des Angebots aus Back-Shops von Tankstellen besteht. Auf Ibiza ist die Auswahl auch nicht prall.
Wie kam denn nun eigentlich der Sinneswandel von "niemandem etwas wegnehmen, der es dringender braucht als ich" zu tolle Sache für dich?
In dem Zwiespalt finde ich mich auch. Eigentlich klingt das nach ner tollen Sache. Aber ich hab zB eine Freundin, alleinerziehend, Gelegenheitsjobs, nutzt gerne Toogoodtogo, um über die Runden zu kommen. Und dann denke ich mir schon: muss Ich nun wirklich die billigen Schnäppchen schlagen, obwohl ich mir anderes leisten kann? Und Menschen, für die die paar Euro weniger viel bedeuten, gibt es hier halt doch ziemlich viele.
Das ist kein Sinneswandel. Das Angebot bei 2good2go ist so umfangreich, dass man niemandem etwas wegnimmt. Die Leute stehen nicht Schlange und man drängelt sich vor. Die Alternative wäre nicht "es bekommt jemand, der es dringender braucht", sondern "es wird weggeworfen". Und da darf man auch ein Gutverdienender einhaken.
Dafür habe ich es jetzt ehrlich gesagt nicht gut genug beobachtet. Mein Eindruck war, soo riesig ist das Angebot nun auch nicht, definitiv geringer als die Menge der Menschen, die es gut gebrauchen könnten (aber es dann eben auch nicht tun). Das wird aber sicher lokal sehr unterschiedlich sein.
Wer drüber drunter leider sind die Tafeln, weil viele Waren, die früher dorthin gegeben wurden, nun noch für geringen Betrag verkauft werden. Aber daran können wir weiterhin auch nichts ändern.
Well.. ich würde es zumindest niemandem ankreiden, ein Angebot, das es gibt, auch zu nutzen.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Tafeln darunter leiden. Nach meinen Informationen sind die mit Waren extrem gut versorgt – das Problem ist der massive Anstieg von teilweise fragwürdigen Besuchern der Tafeln. Es wäre womöglich sinnvoll, da eine Form von Bedarfskontrolle einzuführen. Was die Läden angeht: ich kann kommerziellen Läden, die vom Verkauf ihrer Waren leben, nicht vorwerfen, dass sie lieber günstig verkaufen als verschenken. Und schließlich: gäbe es Erkenntnisse, dass Bedürftige durch meine Nutzung von 2good2go benachteiligt werden, würde ich das sofort lassen.
DANKE für diesen Kommentar. Ich war ein paar mal bei den "Tafeln". Wir brauchen dringend eine Bedarfskontrolle, nur das die Menschen bei dem Wort "Kontrolle" halt meistens Abwehrmechanismen triggern.
Das liegt irgendwo in der Mitte – bei dem Kram, den man sich abholen kann, leiden Tafeln kein Stück drunter, allerdings schon bei den Lebensmitteln, die man sich schicken lassen kann. Da ist schon Einiges darunter, was normal dem Tafeln gespendet worden ist. Wobei da ja 2GTG nicht der einzige Anbieter ist, gibt ja noch deutlich mehr Restpostenverkäufer bei Lebensmitteln.
was da eher problematisch ist, ist die Tatsache, dass die Bestückung von Supermärkten auch Dank KIs in den letzten Jahren deutlich optimiert wurde, aber das ist ja ein anderes Kapitel.
Das sehe ich etwas anders – wenn durch KI die Bestückung der Supermärkte optimiert wird, ist das absolut positiv. Müllvermeidung ist immer besser als Verwertung. Dann liegt es am Staat, die Tafeln anders auszustatten.
Sehr toller und wichtiger Beitrag, Torsten. Danke dafür. Als "Foodie" dem es NOCH einigermaßen gut geht, umtreiben mich häufig ähnliche Gedanken. Es ist wohl kein Zufall das dieses Konzept gerade jetzt greift, wo es sowohl Konsumenten als auch vielen Gastronomen zunehmend schlechter geht. Mit "Groupon" habe ich übrigens bereits vor vielen Jahren sehr sehr schlechte Erfahrungen gemacht, und zwar auf "beiden" Seiten, weil ich auch mal für ein Unternehmen tätig war, das auf Anbieterseite von Groupon Gebrauch machte. Unmögliches Publikum, grauenvolle "Gäste". Wer das nötig hat ist sowieso bald pleite, so meine Erfahrung. Aber dieses "toogoodtogo" finde ich großartig. Als Fan Indischen Essens bin ich regelrecht "neidisch" auf Deine 7€ Portion. Und ich bin KEIN "Schnäppchenjäger". Super auch die Backwaren, deren Preise ja leider auch hoffnungslos explodieren.
Ich nutze die App seit knapp einem Jahr und habe mittlerweile meine üblichen Verdächtigen und bin sehr zufrieden damit.
Ein Asiate bei uns z.B. bietet Reste seines Buffets für 9€ statt 27€ an. Wenn man da zum Abholen hin kommt, kratzen die grade die letzten Warmhaltekanister aus. Also wirklich Reste, die wahrscheinlich sonst in den Müll gehen würden und auch keine Tafel nehmen könnte. Davon kann ich 3 Tage lang mindestens Mittag essen.
Ein der vielen Bäcker hier allerdings übertreibt es komplett, weswegen ich das dort nicht mehr in Anspruch nehme / bestelle. Man bekommt dort für 4€ mindestens eine riesen Tüte voller gemischter Brötchen / Teilchen, 2 Brote und wenn die grade gut drauf sind, nochmal ne riesen Tüte mit normalen Brötchen. Das hole ich mit einer der großen blauen Tüten von Ikea ab, sonst bekäm ich das nicht weg.
Das Ganze hab ich ne Zeit lang immer mit ner Freundin geteilt und wir bekamen das nicht auf.
Das ist einfach zu viel zum Verbrauchen innerhalb von 2-3 Tagen, wenn man keine 6köpfige Familie ist. Und dann stehen bei der Abholung mindestens 10 Tüten davon – also für 10 Abholer – bereit. Das sind keine Reste mehr, das ist ein Geschäftskonzept und bestimmt kein sinnvolles. Die Bäckerkette macht das wohl nicht nur mit der Filiale bei uns, sondern auch in anderen. Das schreckt mich eher ab und lässt mich nicht mehr dahin gehen, weil das wirklich krasse Verschwendung ist.
Zum Glück gibts noch andere Bäcker, die auch ein Angebot haben, was mich nicht so überwältigt zurück lässt.
Ich hab das viel genutzt als es neu war, inzwischen ist das aber für die meisten Anbieter hier in der Region einfach ein zusätzlicher Vertriebskanal. Am deutlichsten bei den Bäckern: Früher gab es da wirklich eine bunte Mischung von allem, was am Ende über war, jetzt sind das uniforme Mischungen günstiger Brötchen bei denen ich sicher bin, dass sie in der Menge von vorneherein für TGTG gebacken wurden. Oder Kaffee… Finde die Idee nach wie vor gut, aber in der Praxis klappt es nicht mehr so recht.
Ist top, kommt aber sehr auch auf das Einzugsgebiet an. Ich hab die App in Portugal entdeckt, allerdings hielt sich in der Ecke, in der ich gewohnt habe, das Angebot sehr in Grenzen.
Ganz anders hier in Nürnberg – Hotel in Laufnähe mit einer irrsinnigen Frühstücksbox, Nordsee, Starbucks, Kochlöffel, Buffetasiate, Dunkin‘ Donots, zig Döner und Backshops, und, und, und. Sogar eine Edelkonditorei, bei der das Angebot allerdings keine 10 Sekunden online ist.
Anders allerdings schaut das bei den Boxen aus, die man bei 2GTG direkt bestellen kann. Da stimmt der Inhalt oft nicht mit der Beschreibung überein, auch kommt es oft zum Bruch, weil der Kram sehr lieblos verpackt wurde.
Dennoch eine coole App, auch wenn manche Restaurantbetreiber das Teil eher kritisch sehen.
Leider hat in unserem Umfeld das Angebot ziemlich abgenommen. Von den Tankstellen Paketen haben wir Abstand genommen weil das meist wirklich knochenharte Brötchen vom Morgen waren. Im Ausland machen wir uns oft den spass bei 2g2g mal was bestellen. In Rimini gab’s zb was vom Tennis Klub café 😉
Das muss diese bayrische Lebensfreude sein. Im Rest der Republik wird man aus der Bäckerei gelacht, wenn der Bäcker um acht aufmacht und man um neun vorsichtig fragt, ob es vielleicht noch ein Frühstücksbrötchen gibt. Brötchenknäste im Supermarkt sind auch in der Regel schon eine Stunde vor Schluss weitestgehend geleert.
Meine persönliche Erfahrung mit 2good2go, in einer norddeutschen Großstadt: mixed bag (hahaha). Teilweise echt gute Sachen, teils unerwartetes, gerade von "Sekundärverkäufern" (Supermarkt etc) auch mal nur Schrott. Das einzige, was wirklich negativ heraussticht: Hier oben geben die sich manchmal nicht so wirklich Mühe, sinnvoll zu packen. Dann kriegt man zB ne 5-Euro-Tüte vom Backshop mit sieben Broten. Guter Preis etc, aber: Was soll ich denn mit sieben Broten?? Und dann schmeißt man es am Ende selber weg, was ja nicht Sinn der Sache sein sollte.
Von deiner Backwaren-Tüte bin ich aber schwer beeindruckt.
Es mag in der Tat an Bayern liegen, aber hier ist in der Tat eigentlich immer alles verfügbar (wertfrei gemeint).
Lustigerweise hatten wir das Thema am Wochenende bei den Schwiegereltern im tiefsten Osten und da war die Auswahl (1x Aral Backshop und 1x Fleischer, jeweils 10 km entfernt) doch sehr überschaubar.
In Frankfurt (Main) klappt das Konzept hingegen schon wesentlich besser, bei einer Bio-Bäckerei hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, weil ich für 5€ Unmengen an Teilchen, Brötchen und anderen Leckereien selbst aussuchen durfte 😅.
Ich hatte neulich mal 3 Kilogramm Weintrauben in der Obst- und Gemüsetüte ^^ Das war eine Herausforderung, aber so habe ich gelernt, Trauben-Chutney herzustellen. Sonst ist das Angebot des Marktes aber auch vielfältiger in den Tüten 😉 Ich find’s großartig und nutze TGTG gerne.