20
Apr. 2026

Fantasy Filmfest Nights 2026 Berlin (18): KINKI

Themen: FF Nights 2026, Film, TV & Presse |

JAPAN 2025. Regie: Kôji Shiraishi. Darsteller: Eiji Akaso, Miho Kanno, Atom Shukugawa

Offizielle Synopsis: Herr Sayama ist verschwunden. Noch am Tag zuvor versprach der Redakteur des Ultra-Mystery-Magazins die Story seines Lebens, eine Enthüllung, die alles Bisherige in den Schatten stellen sollte. Die jungen Journalist:innen Chihiro und Ozawa begeben sich auf die Suche nach ihrem Kollegen und graben sich dafür tief durch Sayamas Archiv im Keller des Verlagsgebäudes. Sie stoßen auf kryptische Zeichnungen, haarsträubende Videoclips und eine okkulte Legende, die in die finstersten Ecken der Region Kinki führen. Dann verschwindet auch Ozawa.

Kritik: "J-Horror in seiner intensivsten Form: bedrohlich, bedrückend, nervenzehrend." , wait, what? In what movie? This one? Surely not…

Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Asiaten es mit dem Rausschmeißer noch mal krachen lassen würden. Einen Weckruf hätte das Festival zum Ausklang wirklich gebrauchen können. Andererseits kann man den Veranstaltern keine mangelnde Konsequenz vorwerfen – auch im Subgenre des asiatischen Geister-Horrors ist KINKI bestenfalls gemächlich erzählte B-Ware und passt damit zum Rest des ausgesucht drögen Programms.

Alle Standards werden bedient: Ominöse Todesfälle (die komplett ohne Polizei auszukommen scheinen), urbane Legenden, tragische Flüche, Geraschel, Geraune, Gezeter. Im Hintergrund tauchen Schatten auf, Zahlenmagie muss entschlüsselt werden, und was man nicht googeln kann, findet sich in alten Aktenordnern.

Obwohl KINKI für asiatische Verhältnisse nur straffe 101 Minuten dauert, fühlt sich der Film doppelt so lang an, weil er sich über weite Strecken jeder Bewegung verweigert. Wir verbringen nervig viel Zeit damit, Chihiro und Ozawa dabei zu beobachten, wie sie im Archiv hocken und Videokassetten anschauen, Mp4-Filme von USB-Sticks kopieren, und in alten Artikeln Satzfragmente anstreichen.

Als KINKI endlich mal damit anfing, seine losen Teile in eine mäßig stimmige Form zu bringen, hatte ich schon jedes Interesse verloren – oder nie entwickelt? Als jemand, der sich durchaus für derart okkulten Grusel begeistern kann, ist mein Mangel an Enthusiasmus für das Geschehen ein ganz schlechtes Zeichen.

Maybe I AM getting too old for this shit…

Fazit: Ein sehr typischer, aber zu langsam und über zu viele Sekundärmedien erzählter Gruselfilm ohne wirklichen Kern. Asiaten, die auf Videos starren. Vielleicht was für die beinharte RINGU-Fanfraktion, aber nicht für mich. 5 von 10 Punkten.

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