Fantasy Filmfest Nights 2026 Berlin (11): MAG MAG
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Offizielle Synopsis: In der Kunsthochschule treibt ein Gespenstermädchen ihr Unwesen: Mag Mag – übergroß, zotteliges Haar, faule Zähne, Fußfehlstellung – ist auf Männerjagd! Jeder, in den sie sich verliebt, findet den qualvollen Tod. Und Mag Mag verschenkt ihr Herz in Windeseile! So macht eine ganze Riege an wechselnden Protagonisten Bekanntschaft mit dem liebestollen Geisterwesen und seinem tragischen Schicksal.
Kritik: "eine geistreiche und clever verschachtelte Geschichte voll unvorhersehbarer Wendungen" – and monkeys fly out of my butt.
Wir hätten gewarnt sein können. Die Regisseurin ist eigentlich Komikerin und nennt sich Yuriyan Retriever. Ihre Videobotschaft war in einem Maße schrill überzogen, dass wie zweifelten, ob die uns veräppeln will, oder vielleicht wirklich so aufgedreht ist. Ich weiß nicht, welche Antwort mich mehr beunruhigen würde.
Hatte ich anfangs noch gehofft, das in diesem Jahr nur mangelhaft vertretene Asia-Kino würde das Festival aus der Lethargie reißen, musste ich schon nach ein paar Minuten einsehen, dass MAG MAG primär als pubertäre Farce gedacht ist, die eine Stunde lang erstmal willkürliche Szenen und Figuren aneinander reiht, um dann in der zweiten Stunde so etwas wie einen roten Faden zu finden, der an keiner Stelle irgendeinen Sinn macht und teilweise das vorher Gesehene konterkariert.
MAG MAG will beides sein: Geisterdrama und die Parodie auf Geisterdramen. Ständig wird in Richtung Publikum gezwinkert, was uns aus jeder filmischen Realität reißt und keinerlei echte Bindung zu den Figuren aufbaut. Teils überforderte Darsteller und ein erkennbar niedriges Budget machen die Sache nicht besser.
Ich habe das Gefühl, dass irgendwo in den knapp zwei Stunden ein stringenter, solider Geister-Mythos mit Anfang, Mitte, und zufrieden stellendem Ende versteckt ist – Yuriyan Retriever hat ihn nur einfach nicht gefunden.
S-Man sieht das so: Ich gestehe asiatischen Filmen unheimlich viel Inhalt zu, den ich nicht verstehen mag, weil ich die Kultur nicht vollständig verstehe. Aber egal, wie sehr ich es auch versuchte, spätestens bei der Musical-Nummer war ich raus, auch nur ansatzweise verstehen zu wollen, geschweige denn zu können, was ich mir da anschaue. Und doch kann ich einen gewissen Grad des Entertainments bei abgeschaltetem Hirn nicht abstreiten.
BILD DES TAGES
Ich würde so gerne, darf aber nicht…:
Schade, denn dieser Film ist einer der GANZ wenigen, die mich aus dem Programm wirklich interessieren. Aber es ist in Japan wohl ähnlich wie im "Westen", wenn ein Gruselfilm lustig sein soll. Zumeist ist er dann nämlich WEDER gruselig, NOCH lustig.
"Ich würde so gerne, darf aber nicht…:"
Wenn du es nicht postest, ist es nie passiert…
Noch schlimmer als euch zu belügen wäre es, mich selbst zu belügen!
Das Licht und n Würstchen in der Werbung… Ich würde weiter gehen….