06
Feb. 2026

Textkritik: TAGESTHEMEN 1984 – MTV als des Spießers Alptraum

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Ich warne vor – das hier wird einer dieser obskuren Beiträge, bei denen ich einen banalen Aufhänger gefunden habe, der im Rahmen der weiteren Recherche völlig außer Kontrolle geraten ist. Wenn euch Themen wie die Sex & Gewalt-Diskussion in den 80ern oder die "satanic panic" nicht scheren, dann ist das hier blanke Zeitverschwendung und ich rate von der Lektüre ab.

Andererseits: lustig is' scho.

Ich schaue bekanntermaßen gerne Retro-Kanäle. Die Vergangenheit ist ein "safe haven" angesichts einer Gegenwart, die auseinander bröselt wie schlecht gemischter Beton. Aber wie ich immer gerne sage: Nostalgie ist ein Album, in dem man tendenziell und verfälschend meist nur die goldenen Seiten liest. Die 70er waren ABBA, nicht das Seveso-Unglück. Die 80er waren Zauberwürfel, nicht der Neue Heimat-Skandal.

Es sollte manchmal daran erinnert werden, wie borniert, spießig, giftig und einseitig die bunte Zeit unserer Jugend war, wie sehr sie noch vom "oben nach unten"-Denken und einer arroganten Autoritätshörigkeit sie geprägt war. Neues war zuerst einmal abzulehnen, ob in der TAGESSCHAU oder im SPIEGEL. Unterhaltung um der Unterhaltung willen? Schwer verdächtig.

Denkt denn keiner an die Kinder?!

Auf einem der gut kuratierten YouTube-Kanäle, die ich gerne preise, stieß ich dieser Tage auf einen unvollständigen Ausschnitt der TAGESTHEMEN (ARD) von angeblich 1984 (ich vermute 1985), bei dem mir besonders ein Beitrag ins Auge sprang. Glaubt mir – das hier sind vier Minuten, die sich wirklich lohnen:

Keine Überraschung: Die TAGESTHEMEN verabscheuen Sex & Gewalt, sehen MTV als Inkubator präpubertärer Massenmörder und Vergewaltiger – und Mick Jagger scheint gerne Frauen zu verspeisen. Who knew?!

Ich werde diesen wirklich geballten Unfug gleich auf zweierlei Weise auseinander nehmen. Zuerst einmal werde ich den gesamten Text des Beitrags Stück für Stück zerpflücken. Und danach wenden wir uns mal dem hier präsentierten "Experten" zu. Ihr habt ja keine Ahnung…

Auf geht’s!


Zum Abschluss ein Thema, das im Rufe steht, breite Massen zu unterhalten und große Wirtschaftsimperien zu ernähren. Sex und Crime, zwei wichtige Bestandteile des Erfolgsrezepts einer gewissen Unterhaltungsbranche, die inzwischen natürlich auch ins Fernsehen eingedrungen ist. In Deutschland in geradezu noch dezenter Weise – verglichen jedenfalls mit dem, was in Amerika schon alles möglich ist.

Man kann den Widerwillen und den kaum unterdrückten Ekel zwischen den Zeilen hören (schiefes Bild, ich weiß). Die "gewisse" Unterhaltungsbranche, so so…

Wo wir bei 1984 und Sex & Crime sind: In diesem Jahr strahlte die ARD im Dritten Programm das Horrorvideo THRILLER von Michael Jackson ungeschnitten aus und man startete eine Reihe teuer eingekaufter James Bond-Filme in deutscher Erstausstrahlung. Aber 007 ist ja unverdächtig, was Sex & Crime angeht.

Fernsehzeit in Amerika. Der Normalbürger verbringt pro Tag durchschnittlich fünf bis sechs Stunden vor dem Gerät und vor allem Minderjährige sorgen dafür, dass dieser Weltrekord gehalten wird. Bis zu seinem 15. Lebensjahr erlebt das amerikanische Kind am Bildschirm 10.000 Morde. In seinem ganzen Leben, selbst im schlimmsten Großstadt-Ghetto, wird es nicht so viel Gewalt sehen wie an einem einzigen Fernsehabend.

Ich halte solche Zahlen für absurd, aber es gibt Studien. Dennoch möchte ich die Schlussfolgerung, dass Kinder dadurch gefährdet und zur Gewalt erzogen werden, in Frage stellen. Bedenkt man, dass die Gewaltdarstellung im Fernsehen und in Videospielen seit den 80ern massiv zugenommen hat (ebenso der Zugang zu Pornografie), dann müssten wir es mit einer Generation von permanent sexuell erregten Massenmördern zu tun haben.

Seit einigen Jahren sind Kinder noch dazu die bevorzugte Zielgruppe des neuen Musikfernsehens. 24 Stunden am Tag laufen Videoclips von bekannten oder weniger bekannten Stars und Gruppen, ausgestrahlt von 3000 Stationen im ganzen Land.

Das ist so nicht wahr. MTV setzte von Anfang an auf Teenager, weil diese bereits "disposable income" besaßen und es für Schallplatten (fragt eure Eltern) und Videokassetten (dito) ausgeben konnten. Kinder hatten sich mit den Cartoons am Samstagvormittag und im Kabelfernsehen zufrieden zu geben um dann bei der Mama wegen der Zucker-Cornflakes aus der Werbepause zu betteln.

Zucker übrigens auch die Erwähnung der "3000 Stationen", die wohl einen Tsunami von Videoclips implizieren soll. Vermutlich wusste der Redakteur schlicht nicht, dass die US-Networks (die genau deshalb Networks heißen) ihr Programm von lokalen Sendern ausstrahlen lassen, die es lizensiert haben. Anders als in Deutschland gibt es keine zentral gesteuerte Ausstrahlung.

Eine in jüngster Zeit zunehmende Welle von Sex und Gewalt soll junge Zuschauer verführen, hinzuschauen und zu kaufen. Im Musikfernsehen ist Schluss mit sexueller Prüderie, die ansonsten das amerikanische Fernsehen bestimmt. Pornografie, Vergewaltigungen, Hinrichtungen, weggesprengte Schädel, Satanskult, Horror in allen Spielarten rund um die Uhr. Jeder kann dabei sein, auch kleine Kinder.

Holla, die Waldfee! MTV als permanente Dreckschleuder von"Pornografie, Vergewaltigungen, Hinrichtungen (…), Satanskult, (und) Horror in allen Spielarten"! Ich muss damals ein anderes MTV geschaut haben – und bin jetzt stinksauer, meine Jugend an verrauschte Raubkopien von TANZ DER TEUFEL und die Produktionen von Teresa Orlowski verschwendet zu haben.

Ohne Scherz: Was hier als Dauerschleife von MTV misrepräsentiert wird, waren die paar Heavy Metal- und Hardrock-Videos, die spät abends liefen, wenn die ganze Pop-Sauce aus Michael Jackson, Wham, Dire Straits, und Debbie Gibson durch war.

MTV war auch nie und mitnichten eine Gegenentwurf zu der "sexuellen Prüderie, die ansonsten das amerikanische Fernsehen bestimmt". MTV zeigte genau so wenig Nippel wie die COSBY SHOW und kein Moderator ließ sich je ein gepflegtes "fuck" entlocken. Vergewaltigt wurde bestenfalls der Musikgeschmack der Zuschauer. The revolution was not televised.

Was sind die Wirkungen vor allem auf Kinder?

Nun gut, die TAGESTHEMEN sind entschlossen, den Angriff auf den jungen Konkurrenten um die kaufkräftige Zielgruppe bis zum bitteren Ende zu reiten.

"Die Hemmschwelle bei Gewalt, gerade sexueller Gewalt, wird gesenkt", sagt der Psychologe Professor Radecki. "Gewalt, noch mit Musik untermalt, erscheint als nichts Außergewöhnliches mehr, wird für das eigene Leben zunehmend als normal hingenommen. Wenn die Rolling Stones z.B. eine Frau aufschneiden und verzehren, dann ist das eben nicht mehr ungeheuerlich und fremd."

Ich musste das selber erst recherchieren: Radecki bezieht sich wohl auf diesen Song und dieses obskure Video der Altrocker rund um Mick Jagger:

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Eine ziemlich geile Nummer, die ich bisher nicht kannte – und die auf MTV mit Sicherheit nicht zur besten Sendezeit in Dauerrotation lief.

Radecki war übrigens Psychiater, kein Psychologe. Aber dazu gleich mehr.

Verzückt hat mich an dieser Stelle, dass die ARD ihren Zuschauern dieses Video augenscheinlich nicht zumuten wollte – um die "aufgeschnittene und verzehrte Frau" zu illustrieren, zeigte man die weitaus harmlosere Szene aus Tom Pettys "Don’t come around here no more", in der Alice im Wunderland als Kuchen serviert wird.

Von 1100 Rock-Videos, die der Psychologe untersucht hat, zeigte die Hälfte brutale Gewalt. Einige Clips sind etwa in Großbritannien und Australien verboten. Die Einschaltquoten des US-Marktführers MTV steigen unaufhaltsam.

Sehr bequem: man schaut sich sowieso nur Rock-Videos an und lässt vermutlich die harmloseren Pop-Clips außen vor. Und wer definiert schon "brutale Gewalt"? Darf geschubst werden? Eine klassisch vage Methode, um das gewünschte Ergebnis zu erzwingen. "Die Einschaltquoten (…) steigen unaufhaltsam" soll wohl als Non Sequitur irgendwie sinister klingen.

"Das sind tolle Videos", sagt der neunjährige Jim, "und deshalb schau ich mir die an. Und die Gewalt der Sex? Nein, das macht mir nichts aus", meint er.

Wir erfahren gar nicht erst, von welchen Videos Jim redet. Aber irgendwie scheint der Redakteur zu meinen, es sei ein Zeichen der Verrohung, dass sie dem Jungen eben nichts ausmachen.

Der gleichaltrige Frederick – sieht er gerne Gewalt? "Ja, manchmal."

Der fünfjährige Alexis: "Wenn ich das so sehe, dann möchte ich auch gerne stark sein und die Tür einschlagen, wenn mich meine Mutter einsperrt."

Der kleine Alexis möchte stark sein und die Tür einschlagen können. Meine Vermutung: er hat das hier gesehen:

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Radecki: "Neuste Forschungen in den USA haben ohne Zweifel gezeigt, dass diese Musikdarstellungen auch bei normalen Schülern und Kindern vermehrt zu Gewalttätigkeiten führen."

Tun sie das? Meinem Kenntnisstand nach ist das auch nach 40 Jahren zumindest unbewiesen und weiterhin schwer umstritten. Schaut man sich die Generation, die in den 80ern aufgewachsen ist heute mal an (yours truly included), dann wirkt sie weder tendenziell dümmer noch gewalttätiger.

Das kocht natürlich die längst widerlegten Argumente von Dr. Frederic Wertham auf, der mit den gleichen Ansichten und Warnungen in den 50er Jahren die gesamte Comic-Industrie kastrierte und damit nachhaltig schädigte.

Hat sich irgendjemand die Mühe gemacht, nach den Quellen von Radecki zu fragen, nach Belegen, nach Gegenpositionen? Natürlich nicht. Der Mann war Professor und vertrat damit die Wissenschaft. Das sticht von Haus aus die sowieso verdächtige "neue Welle aus Sex & Gewalt". Man bekommt bestätigt, was man denken möchte.

Nun behaupten die Produzenten, es handele sich nur um harmlose Trickfilme. Was meinen Sie dazu?

Trickfilme? Hier muss ich unterstellen, dass man aus Zeitgründen und um des Schockeffekts wegen verschiedene Aspekte des Themas "Gewalt im Fernsehen" wild gemischt hat. Ist ja auch alles irgendwie dasselbe.

Radecki: "Einige sind natürlich auch harmlos, aber viele fordern geradezu zu Sadismus und Gewalt auf. Das ist äußerst gefährlich und es gibt bisher keine Schutzbestimmungen. Führende Aggressionsforscher sind mit mir der Meinung, dass Musikvideos schwere Schäden anrichten können."

Radecki schwenkt in einem Absatz von den Cartoons wieder zu den Musikvideos. Das hat doch alles kein Hand und Fuß!

Und nun zum Finale, zur Zielgerade, zum Pièce de résistance:

Musikvideos erobern auch die Diskotheken. Ein beliebtes Etablissment in New York ist ausgerechnet in einem ehemaligen Gotteshaus untergebracht. Kirchen, Wissenschaftler und Frauengruppen protestieren gegen diese Art Unterhaltung ohne Erfolg. Sex und Gewalt kommen an. Vergnügen bei Rockmusik und Gräuelbildern aus dem Vietnamkrieg.

What the what now?! Alder, da läuft BODY DOUBLE von Brian de Palma in der Disco! Und gegen welche "Art von Unterhaltung" protestieren "Kirchen, Wissenschaftler und Frauengruppen" (together at last!) denn da? Wir werden es nie erfahren…

Kurzum: dieser Beitrag ist ein einziger Verhau, Ausdruck einer vagen Ablehnung des neuen Fernsehens, der neuen Jugendkultur, und jeder Form dessen, was man bis in die 70er schmerzfrei "Schmutz & Schund" betitulieren durfte. Es ist die Geisteshaltung, mit der man noch 1965 Micky Maus-Comics verbrannte.

Unsäglich und ein weiterer Beweis, dass der freie Zugang zu Medien und Informationen durch das Internet auch die Befreiung von oberlehrerhafter Arroganz derer war, die immer am besten wissen, was "gut für uns ist" – nämlich das, was ihnen selber in der lange vergangenen Jugend keine Angst gemacht hat.

Die TAGESTHEMEN sollten sich heute noch für solche Beiträge schämen.

Aber das ist ja – wie angekündigt – nur die Hälfte der Geschichte…


Als ich den Beitrag gestern gesehen habe, fiel mir sofort auf – den "Experten" kenne ich. Professor Thomas Radecki. Irgendwie hatte ich im Kopf abgespeichert, dass dessen Hackfresse immer dann auf dem Schirm erschien, wenn es die Jugend zu schützen galt. Wohlgemerkt, nicht vor pädophilen Priestern und Hausmeistern mit Haschisch, sondern vor allem, was man irgendwie als Unterhaltung bezeichnen könnte: Fernsehen, Musik, Videospiele.

Und richtig – Radecki gehörte als Mitbegründer der National Coalition on Television Violence zu den lautstarken Maulhelden, die vor dem Kongress und der Presse gegen "He-Man" ebenso wetterten wie gegen "Dungeons & Dragons":

Das ist aus heutiger Sicht so unfassbar blöde, so unfassbar… unfassbar. Aber es lässt sich nicht bestreiten, dass es bis in die 90er starke Lobby-Gruppen gab, die sich – auch vor christlichem Hintergrund – als institutionalisierte Spaßbremsen verstanden. Denen alles suspekt war, was sie nicht verstanden, was nicht ihrer Kontrolle unterlag. Variationen gibt es auch heute noch.

Man kann leider nicht davon ausgehen, dass die Mitarbeiter der TAGESTHEMEN für ihren Gift & Galle-Beitrag mal recherchierten, wem sie da wertvolle "screentime" einräumten. Ich habe es getan:

Thomas Edward Radecki (born 1946) is an American former psychiatrist, founding member of the National Coalition on Television Violence, and convicted criminal. He is known for his controversial views on the effects of portrayals of violence on teens and his opposition to depictions of violence in any form. He was later convicted of abusing his position as a doctor to commit sexual offenses; he was accused of trading prescription of opioids in exchange for sex with female patients. He is serving an 11 to 22 year prison sentence.

Klar – vieles davon konnte man damals noch nicht wissen, weil es noch nicht passiert war. Aber Radecki war nicht schwer als Scharlatan zu erkennen.

Radecki war zeitlebens ein Aufschneider, der seinen akademischen Werdegang prima zu frisieren wusste und seine "Beweise" für die Gefährlichkeit von Rollenspielen der Einfachheit halber fälschte. Vor Gericht hatten seine Aussagen keinen Bestand. Seine Lizenz als Arzt verlor er, als er anscheinend unangemessen eine Patientin pimperte.

2012 war Radecki für die Vergabe von Ersatzdrogen an Heroinabhängige zuständig – und nutzte die Position, um Frauen als Gegenleistung zum Sex zu nötigen.

"Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche." (F.W. Bernstein)

Und weil’s so schön ist, schauen wir uns zum Abschluss an, wie Thomas Radecki wegen seiner Verbrechen in den Knast gebracht wurde – wo er immer noch und vermutlich bis an sein elendes Ende vor sich hin rottet:

Das ist der Experte, von dem sich die TAGESTHEMEN über die Gefahren der gewalt- und sexverherrlichenden Musikvideos von MTV hat aufklären lassen…

Es würde mich mehr aufregen, wenn die Sache im historischen Rückblick nicht gut ausgegangen wäre – auch die ARD konnte die neue Freiheit in Sachen Medienkonsum nicht aufhalten und der mündige Bürger blieb vorerst Sieger…

P.S.: Kann mich irgendwer mal dafür loben, dass ich Begriffe wie Pièce de résistance und Non Sequitur kenne und korrekt verwende?

Ich bin Gesamtschüler – das ist nicht selbstverständlich!



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Hairy Ass Truman
Hairy Ass Truman
6. Februar, 2026 11:32

In der Zukunft wird man über die aktuelle Berichterstattung genauso urteilen wie hier über die 80iger. So lange wird es allerdings nicht dauern.

Hairy Ass Truman
Hairy Ass Truman
7. Februar, 2026 10:40
Reply to  Torsten Dewi

Natürlich ist das unbeweisbar, da es aber mit Generationswechseln bis jetzt immer so war ( die Renaissance kommt genau so verlässlich) habe ich hier nicht gerade eine wilde neue Theorie aufgestellt. Das hat mit den Tagesthemen nichts zu tun. Eine „ öffentliche Meinung“ zu steuern geht in jedem Jahrzehnt etwas anders aber gesteuert wird fleissig.

saiki
saiki
6. Februar, 2026 13:30

Obskurer Beitrag? Nein, wieder so ein tolles Stück von dir 🙂 Habe es sehr genossen als Kinder der 80er 🙂 Danke für das Teil.

Für mich ein Pièce de résistance*.

*"Der aktuelle Duden kennzeichnet das Wort als veraltet." meint Wikipedia. Tja Torsten, wir werden alt 😀

Marko
6. Februar, 2026 13:37
Reply to  saiki

Veraltet?! Das halte ich für hanebüchenen Humbug, fürwahr!

Last edited 1 Monat zuvor by Marko
minkymietze
minkymietze
7. Februar, 2026 10:04
Reply to  Marko

Mussw es nicht hanebüchen Humbug oder hanebüchener Humburg heißen

Lothar
Lothar
6. Februar, 2026 14:03

> Der fünfjährige Alexis: "Wenn ich das so sehe, dann möchte ich auch gerne stark sein und die Tür einschlagen, wenn mich meine Mutter einsperrt."

Die Tagesschau so: "Oh Gott, die Kinder werden gewalttätig wegen Videos und wollen Türen einschlagen"
Ich so: "Warte, deine Mutter sperrt dich ein?"

S-Man
S-Man
7. Februar, 2026 01:18
Reply to  Lothar

Check, das war auch mein Gedanke: Warte, das strahlen sie einfach so aus, anstatt das Jugendamt einzuschalten?

Thomas Bunzenthal
Thomas Bunzenthal
6. Februar, 2026 16:12

Ich erinnere mich an einen Herrn Glogauer, der beim Bayrischen Rundfunk Gewehr bei Fuß stand, wenn es um Heavy Metal/Satanismus/allgemeine Kinderverderbung ging.

lostNerd
lostNerd
6. Februar, 2026 19:30

Bei dem Thema muss ich immer daran denken, dass nichts mich als Kind so sehr verängstigt/verstört hat wie die Folge von "1000 Meisterwerke" über "Der Triumph des Todes" (Pieter Bruegel der Ältere). Das ist eine Produktion des WDR, lief damals aber ausgerechnet im Bayrischen Rundfunk. Ein Monat MTV im Jahre 1984 zeigte bestimmt weniger Gräuel als dieses eine Gemälde.

Last edited 1 Monat zuvor by lostNerd
Hairy Ass Truman
Hairy Ass Truman
7. Februar, 2026 10:47
Reply to  Torsten Dewi

Oh, Chapeau !! Stenkelfeld ist generell ganz erstaunlich gut gealtert. Selbst Sketche über ISDN funktionieren nach wie vor 30 Jahren wenn man es auf andere Technologie überträgt.
und Ralf Sögel
das Blues Festival
der Weihnachtsbeleuchtungskrieg
Baustellendeutsch
Computerkurs für Senioren „ da steht ich bin über 18 und mit Allem einverstanden, soll ich da draufdrücken?“
usw.

Last edited 1 Monat zuvor by Hairy Ass Truman
lostNerd
lostNerd
7. Februar, 2026 12:52
Reply to  Torsten Dewi

Stenkelfeld habe ich in den letzten Monaten für mich wiederentdeckt. Höre ich gerne bei der Arbeit.

Frank B.
Frank B.
6. Februar, 2026 16:17

Ich meine, dass es bereits wissentschaftlicher Usus ist, dem Konsum von Gewaltdarstellungen keine Spiegelfunktion zu unterstellen. Allerdings kann es wohl bei Kindern mit bereits vorhandenem (hohem) Aggressionspotential zu einer Verstärkung desselben kommen.

Vineyard
Vineyard
6. Februar, 2026 17:26

Da muß ich gleich an diesen legendären Clip denken.

https://www.youtube.com/watch?v=VUj4UQ1swnA

Ab Minute 3.50 Min. ^^

Marcus
Marcus
6. Februar, 2026 18:29

Erstens, brav gemacht, Torsten, dass du dich beim Gebrauch hochwertigen Vokabulars nicht desavouierst (ha!).

Zweitens, sehr unterhaltsamer Beitrag, danke. Der Typ war mir noch nicht untergekommen.

Drittens, nach dem ersten Absatz habe ich natürlich die Ohrstöpsel reingetan und den Rest stilecht zu Iron Maiden’s "The Number of the Beast" gelesen. Ich geb euch Satanic Panic, do!

Endstille
Endstille
9. Februar, 2026 08:23

1996 – ich war 20 Jahre alt.
Headbangers ball
Satyricon – Mother North
irgendwoher haben wir uns dann auch das ungeschnittene Video besorgt.
https://youtu.be/dqudgD035d8?si=gO7Ip4GmUCDeXmdn

Und heute immer noch hörenswert:
Satyricon Mother North Live At The Opera – 2015
https://youtu.be/pwU22xcDiJ4?si=rU0ZD8lGTm9djmUm

Last edited 1 Monat zuvor by Endstille
Marko
9. Februar, 2026 15:58
Reply to  Endstille

Klassiker! Gute Musik und schöne Bilder.

Maximilian Frömter
Maximilian Frömter
9. Februar, 2026 13:17

Die erste LP, die ich in meinem Leben gekauft habe, war tatsächlich von "Twisted Sister". Wahrscheinlich ist das der Grund für mein verkorkstes Leben. Der perverse Halbglatzenpsychiater aus dem Video hatte wohl doch irgendwie recht. 🙂

Skeletor's Mine
Skeletor's Mine
17. Februar, 2026 15:10

MTV = Masonic TeleVision