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Feb. 2026

L’Impasto-Pizza/Pinsa-Böden: Weniger ist mehr – oder?

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Neulich stolperte ich beim lokalen HIT-Supermarkt über dieses Display:

Pizza- und Pinsaböden, handgefertigt und so clever eingeschweißt, dass sie auch ungekühlt wochenlang haltbar sind. Dem Vernehmen nach nicht nur für Privatpersonen gedacht, sondern auch für kleine Bistros und ähnliche Betriebe, die keinen Platz in der Kühlung haben und nicht ständig aufs Verfallsdatum schielen wollen.

Um es mit Hardy Krüger zu sagen: Ich schlage vor, wir schauen uns das mal an!

Zuerst veranstalteten die LvA und ich mit den Pizzaböden einen gepflegten italienischen Abend. Sie eine "bianco", ich ganz klassisch mit Salami, Schinken, Bacon Bits, Röstzwiebeln und Ei. Meatlover nennt man das.

Urteil: Sehr kross mit einem dennoch fluffigen Rand. Dünn genug, um nicht zu brotig zu wirken, aber dick genug, um nicht durchzusuppen. Passt.

Beim aktuellen Besuch vom Frankster zur Filmverbrechen-Sichtung gab ich eine Runde Pinsen aus, die wir uns wieder sehr klassisch belegten:

Das Urteil fällt äquivalent zu den Pizzen aus: der etwas dickere Boden schmeckt prima und etwas handfester nach "Brotzeit", weder an der Konsistenz noch an der Größe lässt sich mäkeln. Sehr knusprig obendrein.

Alles im grünen Bereich demnach? Ich tue mich tatsächlich ein wenig schwer, die L’Impasto-Produkte vollumfänglich zu empfehlen. Fakt ist ja, dass wir den größten Teil der Arbeit (Pastasauce, Käse, Toppings) selber machen mussten und die Kosten dafür auf den Preis aufgeschlagen werden. Bedenkt man, dass die Pizza/Pinsa-Böden regulär für 4,99 Euro verkauft werden, kommt man locker auf 6 oder 7 Euro, je nach Belag. Dafür kann man auch eine echte Premium-Pizza fertig im Supermarkt kaufen oder von einer Wald & Wiesen-Pizzeria liefern lassen.

Bei ALDI waren gerade etwas kleinere (130 vs. 240 Gramm) Pinsa-Böden für 1,19 Euro (!) im Angebot. Ein Fladenbrot beim Türken kostet oftmals keinen Euro:

Klar, die sehen nicht so perfekt aus wie das L’Impasto-Äquivalent:

Auch beim Geschmack kommt die ALDI-Pinsa nur auf den zweiten Platz. Von der Rezeptur her geben sich beide aber wenig:

Und es ist ja nicht so, dass es schwierig wäre, sich einen Fladen selber zu backen, wenn man es unbedingt "handmade" möchte. Mehl, Wasser, Salz, Hefe, Öl – es sind keine elitären Zutaten nötig. Die Böden von L’Impasto fallen damit in ein Limbo zwischen "selber machen" und "fertig kaufen".

Ich vermute, die angepeilte Zielgruppe dieser luftdicht verpackten Pizza/Pinsa-Böden sind demnach anspruchsvolle Käufer, die im Supermarkt auch zu Trüffeln und Manuka-Honig greifen. Völlig in Ordnung, wenn man es sich leisten kann/möchte. Muss man aber nicht.



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4 Kommentare
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Moepinat0r
Moepinat0r
26. Februar, 2026 16:18

Klingt interessant, mich würde ein Vergleich mit meinem zu-faul-zum-selber machen-und-kein-bock-auf-Lieferdienst-oder-Restaurant go-to, ich nenn ihn mal "Fertigteigbollen", von Lidl interessieren. Der ist minimal aufwendiger, da man ihn erst ausrollen muss, dafür aber vermutlich frischer und mit 3€ etwas billiger. Nachteil ist natürlich, dass er nicht haltbar wie diese Pinsa ist und somit im Fall der Fälle tendenziell nicht im Haus vorrätig wäre.
Hast du vielleicht schon Erfahrung mit dem gemacht? Wenn nicht müsste ich mal die Märkte abklappern und schauen ob es die Pinsa auch bei Edeka und Co. gibt und selbst einen Vergleich wagen.

Last edited 10 Tage zuvor by Moepinat0r
Moepinat0r
Moepinat0r
4. März, 2026 10:20
Reply to  Torsten Dewi

Ach stimmt ja! Wie mein Lateinlehrer schon zu sagen pflegte wenn er was vergessen hatte, man wird halt alt und dapped.

Silke König-Bär
Silke König-Bär
5. März, 2026 11:23

.. Bei der Pinsa werden ja mehrere Mehlsorten gemischt. Da ich nicht immer alle griffbereit daheim habe, hab ich mir ein paar Backmischungen Pinsa von Ruf ins Regal gestellt für je 500g fertigen Teig, Packung zu 1,99

Test steht noch aus