12
Feb. 2026

Filmverbrechen-Fotostory (2):
BOH EH… MANNI! oder:
Vorfahrt für Vokuhila!

Themen: Film, TV & Presse, Fotostory |

Vorab: Ich bin schwer begeistert, dass sich mit Ursula Dettlaff die Darstellerin der "Uschi" in den Kommentaren zu Wort gemeldet hat.

Welcome back, Otter!

Wir befinden uns gleich zu Beginn des zweiten Teils in einer Durststrecke – es gibt diverse Szenen, die irgendwelche Konflikte etablieren, aber für einen Film namens BOH EH… MANNI! mangelt es verdächtig an… Manni.

So suchen Roy Sanders und seine Uschi Uschi die Managerin des Rockabilly-Sängers auf, die ihnen den Song eines anderen Sängers vorspielt, der angeblich voll viel besser sei als alles, was Roy ins Mikrofon säuselt.

Ich würde widersprechen, stelle mich aber in Loyalität an die Seite des Performers, weil er gleich von beiden Seiten in die Zange genommen wird: Uschi und die Agentin sind sich primär einig, dass Roy eine lahme Nuss ist. Das Gespräch artet in eine Paartherapie mit dem Tenor "Roy ist an allem Schuld" aus.

Ich erinnere mich düster daran, dass meine eigenen Agenten eigentlich immer dazu da waren, mich zu motivieren und voran zu bringen – nicht dafür, mich zusammen zu scheißen. Und meine Partnerin sollte auch hinter mir stehen. Für so etwas habe ich die LvA schließlich (keine Beschwerden an dieser Front, btw).

Die Agentin stellt Roy ein Ultimatum, das bescheuerter nicht sein könnte:

"Sollte nicht innerhalb von drei Monaten wenigstens genau so ein Song wie der von Dirk Anders, aber von dir und in deutscher Sprache, auf dem Markt sein, dann hast du ein Verfahren am Hals, bei dem du alles verlierst. Und wenn du dann ohne Geld bist, wird auch deine Uschi das Weite suchen."

Sie baut noch subtil vor, was der Plot sein sollte – Ray wird mit Manni den perfekten Komponisten seines nächsten Hits finden:

"Ich tu keinen Pfennig mehr raus für Schickimicki-Texter oder Komponisten."

Nun tauchen Lydia Menn auf und… wer? Das wird nicht so ganz klar.

Der kurze Dialog zwischen dem Biedermann und Roys Uschi ist aber bemerkenswert in Sachen "haben die von unterschiedlichen Skriptseiten abgelesen?":

Typ: "Und… ääähhh… wo kann man dann etwas für die Figur tun?"

Uschi: "Ich muss dich unbedingt sehen. Roy, komm!"

Ich erwähne es nochmal, weil es wichtig werden wird – der Film hat eine Story. Er wird sie nicht bedienen, aber sie ist etabliert. Anders als in POMMES ROT-WEISS wurde hier nicht willkürlich irgendwas gefilmt und Daumen gedrückt.

Manni ruft derweil seine Schwester an und bittet sie, bei Petra für ihn zu "covern", dass er bei der Probe sei – er hat nämlich wieder mal eine Perle klar gemacht.

Es wird außerdem klar, dass Mannis Schwester Ricki mit Öczan zusammen ist und keine Ahnung hat, dass dieser einen schweineteuren Manta kaufen will.

Die Menschentraube im Hinterhof vergrößert sich unaufhaltsam – ein Phänomen, das seinerzeit im Gravitationsfeld von Mantas durchaus zu beobachten war.

Es wird wieder telefoniert. Diesmal lernen wir Wolfi kennen, den Schlagzeuger von Mannis Band (?).  Seine Suche nach Manni wäre etwas glaubwürdiger, wenn er nicht einen Meter neben der Stelle stehen würde, an der gerade Mannis Telefonat gefilmt wurde. Er benutzt sogar offensichtlich das gleiche Telefon!

Wie der rosa Schal schon böse ahnen lässt: Wolfi ist "der Schwule" in BOH EH und muss nicht nur nasal säuseln, sondern auch "total frech" sein. Es wird peinlich, das kann ich jetzt schon mal "versprechen".

Ausdrucksleere Gesichter von Statisten – immer eine Nahaufnahme wert:

Es wird offensichtlich, dass der am Ende des ersten Teils präsentierte "Super-Manta" das KFZ ist, auf das Öczan scharf ist. Dafür hat er fünf Jahre gearbeitet und gespart. Ein Mann ohne Manta ist ja quasi nur ein Ta.

Adleraugen wird auffallen – alle Beteiligten haben plötzlich andere Klamotten an.

Auch Wolfi macht sich auf den Weg zur Hinterhof-Clique. Weil "die Homos" natürlich keinen Sinn für geile Karren haben, fährt er Vespa – und ich klage das an.

Ricki kommt dazu und ist mächtig sauer, dass Öczan sein Geld verplempern will:

Der Grund? Sie ist natürlich schwanger und die sauer verdiente Kohle muss nun in eine gemeinsame Wohnung investiert werden.

Zugegeben: auch DAS ist authentisch. So funktionierte die Lebensplanung in den 80er Jahren. Man ging miteinander, irgendwer wurde schwanger, puff, Hochzeit!

Öczan reagiert mit einem herzhaften "ohne mich" und gibt Fersengeld.

Und die Beteiligten so – boh eh!

Uschi und Roy Sanders laufen im Fitnessstudio ein und ich hätte zuerst Geld drauf gewettet, dass da jemand seinen Partykeller als mühsam hergerichtete Kulisse zur Verfügung gestellt hat. Andererseits: ich war in den 80ern in Fitnessstudios im Rheinland, und das waren in der Tat sehr schrabbelige Lokalitäten.

Vielleicht erinnert sich Ursula Dettlaff noch, wo gedreht wurde?!

In der "Bar" des Studios sitzt kurioserweise auch die Golfer-Braut Heike und macht Roy Sanders sofort schöne (?) Augen:

Uschi geht fuchsteufelswild dazwischen und die Romanze muss auf die lange (Hantel)Bank geschoben werden.

Mooo-ment! Heike und Roy? Ich dachte, Heike und Manni?

Don’t worry. All will be revealed…

Wolfi kommt nun zur Hinterhof-Clique und geht Petra gleich mal an die Möpse:

"Hallo Schawester! Gut siehste aus. Hast du deine Titten liften lassen? Nur deinen Kopf, den musst du noch bei Woolworth umtauschen lassen."

Es ist nicht nur bezeichnend, dass die Filmemacher das 1990 noch für "normales" homosexuelles Verhalten hielten – auch dass Petra das komplett entspannt hin nimmt. "Der ist halt so" scheint ja auch bei Manni ihre Maxime.

Ganz eklig, um es klar zu sagen.

Andererseits: Wie ich gestern feststellen musste, wurde genau diese Sorte "Witz" auch in angeblich wertigeren Sitcoms der 90er noch gebracht:

Wolfi wiederholt, was er auch schon "Mudder" Kowalski erzählt hat: Er hat einen Tipp bekommen, wo Roy Sanders seinen Body stählt. Das wäre doch die ideale Gelegenheit für Manni, sich als Komponist anzubiedern.

Wir gehen wieder zurück ins Fitnessstudio und es ist schmerzhaft offensichtlich, dass hier nahtlos von der vorherigen Szene weitergedreht wurde. Die Personen sind förmlich noch in der Bewegung, in der wir sie verlassen haben.

Roy bittet die "Bardame" (?), ihm die Telefonnummer von Heike zu geben, was diese mit einem "machen wir eigentlich nicht, aber hier" quittiert. Uschi ist überraschenderweise wenig begeistert, dass ihr Lover vor ihren Augen anderen Weibern nachsteigt und macht stante pede mit ihm Schluss – natürlich nur auf privater, nicht auf geschäftlicher Ebene. Seine Managerin will sie bleiben.

Es ist der vermutlich witzigste Moment im Film, als die stinksaure Uschi allein am Tresen steht und der schnauzbärtige Typ neben ihr sein Bierglas hebt und entspannt "prost!" sagt.

Ahhh, das Erbe der 80er – schrabbelige Kompaktanlagen und Plastik-Videohüllen im Buch-Look in der Schrankwand! So many memories…

Ich hatte schon angedroht, dass Mudder Kowalski ebenfalls künstlerische Ambitionen hat. Und so müssen wir uns damit abfinden, dass sie im heimischen Wohnzimmer ihren ersten Hit "Ich wohne an der Autobahn" probt:

"Ich wohne an der Autobahn
nanu, nanu, nanu,
da fahr’n die Wagen ja so schnell,
was sagst denn du dazu?
Mit 160 Sachen rasen die an mir vorbei,
denn jeder will hier schnell ans Ziel,
so kann es doch nur sein."

Mein Vorschlag, um die Strophe etwas knackiger zu gestalten:

"Mit 160 Sachen rasen die an mir vorbei,
das Tierheim wird schon skeptisch,
meine Katzen sind ständig Brei."

Ricki und Petra geben sich "begeistert":

Man kann Mudder Kowalski nicht böse sein. Sie fragt die Mädels, ob sie einen Kaffee wollen, und schickt sie dann zu Tchibo.

Petra redet Ricki ins Gewissen – klar, der Öczan mag ein Arsch sein, aber er ist gar nicht so viel Arsch wie die meisten anderen Ärsche. Sie kritisiert vorsichtig, dass Ricki ja "Schutzmittel" hätte nehmen können. Ricki erklärt, dass sie die Pille nicht verträgt und Öczan Präser hasst – so funktionierte Familienplanung in den 80ern.

Manni trifft sich derweil mit der vierten oder fünften Ische, der er seine "wahre Liebe" gesteht und eine Hochzeit in Aussicht stellt. Ich bin wahrlich kein Befürworter von "lookism", aber… :

Er stellt außerdem in den Raum, dass er beabsichtigt, sich den "Super-Manta" zu krallen, den eigentlich Öczan haben will. Weil – die Karriere als Komponist von Roy Sanders (den er bisher nicht mal getroffen hat) ist ja nur noch Formsache.

Öczan spricht sich derweil mit Petra aus, die als Mittlerin zwischen ihm und Ricki fungieren will. Der kurz gewachsene Super-Manta-Träumer lässt gar nichts aus. Großzügig erklärt er, dass das Baby natürlich wichtiger sei als das Auto, auch wenn Ricki in Sachen Verhütung "besser hätte aufpassen können".

Mit ordentlich Bier im Blut verkündet Öczan, er habe sich für Ricki und das Kind entschieden und man werde heiraten.

Aufmerksame Leser werden bemerken: Ricki ist wie Karl, der Käfer – sie wurde nicht gefragt. Aber auch das kreiden wir dem Zeitgeist an.

In einem bizarren Bruch der Realität erzählt Manni in diesem Manta-Film seiner neusten Eroberung nun einen…. Helmut Kohl-Witz?! Ich würde ihn für euch dokumentieren, aber er ist komplett doof und pointenfrei.

Erlaubt ist, was funktioniert – bekanntermaßen führt der Weg zum Schlüpfer einer Frau durch ihr Zwerchfell. Die "Verlobung" muss beknutscht werden:

Nächstes Telefonat (wurde der Film von der Deutschen Bundespost gesponsort?). Im Ruhrpott gab es augenscheinlich nur ein einziges Telefon-Modell in einer einzigen Farbe. Wir erfahren beiläufig, dass der cholerische Golfer "Mike" heißt. Er versucht erneut, bei Heike seine Qualitäten ins rechte Licht zu rücken:

Sein sinnfreies Gebrabbel, bei dem er Heike keine Pause gönnt, um etwas erwidern zu können, präsentiere ich euch natürlich wieder "uncut":

"Heike? Mike hier. Komm, leg nicht gleich auf. Brauchst dich nicht aufregen. Übrigens, ich weiß, wie der Penner heißt, mit dem Manta. Wie, du weißt, dass der Manni heißt? Woher weißt du das denn? Wie, der hat dich angemacht? Spinnt der? Wie, der wollte dich nach fünf Minuten heiraten? Na ja, watt willste von so einem Manta-Fahrer auch verlangen? Ja ne, datt is… ich bin ganz ruich. Ich mein, datt merkste ja auch. Normal hätte ich dir ja schon wieder watt an den Kopp geworfen. Wie? Der rennt überall nach Fernsehleute hin und bietet sich an als Komponist? Der ist doch total bescheuert. Der hat echt ’ne Macke. Eh, watt ist denn jetzt? Wollen wir uns mal wieder treffen in der Kneipe? Einmal vernünftig reden, ohne Streit und so. Ja echt, verspreche ich dir, ich bin ganz vernünftig. Ja? Ja, wann? Ja, is okay? Ja, sagen wir bis heute Abend. Ja? Ciao."

Ich lasse mal die Frage außen vor, woher Mike das alles wissen will. Und wann Manni Heike getroffen hat, um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Oder wann Manni sich "Fernsehleuten als Komponist angeboten hat".

Meine Arbeitsthese: all das war geplant und stand schon im Drehplan. Es ist ja auch eine konsequente Fortschreibung des angedachten Plots – Manni buhlt um Heike, macht Karriere als Komponist, etc.

Es wurde nur nie gedreht. Aus einem Grund, den ihr euch in euren wildesten Fantasien nicht vorstellen könnt. Wartet ab, das sprengt eure Fontanellen.

Weil augenscheinlich nichts in diesem Film Sinn machen oder Kontext haben muss, gönnen wir uns einen Blick in den Stadtwald, wo Uschi und der Typ aus dem Büro der Agentin im Mercedes eine wollüstige Nummer schieben:

Wollüstig ist dabei natürlich ein relativer Begriff: der Wagen wackelt, der Schlüssel klimpert, es wird angestrengt gestöhnt. Zu sehen ist absolut nix.

Ich bin angemessen verwirrt. Uschi und der Typ sind erwachsene Menschen mit bereits offen gelegten beruflichen Perspektiven. Warum vögeln die im Wald wie Teenager, die Papas Auto geliehen haben?! Haben die keine Wohnungen? Soll das Heimlichtuerei sein? Aber Uschi hat sich doch lautstark von Roy getrennt.

Mein Tipp an das "Liebespaar": Trefft euch auf eine Pizza beim Italiener, glüht mit drei Flaschen Chianti vor, und rammelt dann in einer anständigen Wohnung, bis der Nachbar mit dem Schuh an die Wand klopft und mit der Polizei droht. Wie es sich für die 80er, das Alter, und so alberne "Komödien" gehört.

In BOH EH scheinen übrigens alle mit jedem befreundet zu sein und es gibt keine Aktivität, die irgendwie auf gewisse Zirkel beschränkt ist (außer der Autobums im Wald). So treffen sich sämtliche männlichen Charaktere nun mit sämtlichen weiblichen Charakteren zur Leibesertüchtigung im Fitnessstudio.

Ich würde es verstehen, wenn es um Mannschaftssport ginge. Aber die gesamte Clique will nur Eisen stemmen. Macht man das nicht üblicherweise allein, maximal zu zweit? Und haben die alle keine Jobs, die ihre Anwesenheit verlangen?

Auf der einen Seite möchte ich darauf verweisen, dass in US-Komödien und LISA-Filmen der Standard "Mädchen ziehen sich in der Umkleide um" meist deutlich sexier und frecher dargestellt. Auf der anderen Seite: das hier ist der blanke Realismus und auch das kann man loben.

Um den zu früh verstorbenen Sean Lock zu zitieren: that’s a challenging wank.

Die Dialoge sind in diesen Szenen mal wieder willkürlich improvisiert und für die Handlung von keinerlei Bedeutung. Es fällt auch auf, dass die Damen immer mal wieder in Richtung Kamera schielen – wann ist denn endlich fertig?

Trotzdem glaubst BOH EH zu wissen, was er uns schuldig ist – eine bisher nicht aufgetretene junge Dame erbarmt sich, ihre "girls" zu lüften:

Das ist der komplette "sexy" Content des Films. Wir wissen nicht, wer sie ist, wir werden sie auch nie wiedersehen. Sie hat sich geopfert und wir sind dankbar (?).

Uschi und ihr Galan sind fertig mit der hastigen Nummer im Mercedes und natürlich muss nun geraucht und geredet werden:

Aha, der "Italiener" (?) ist verheiratet, darum war seine Wohnung keine Option. Und Uschi hat keine eigene Bleibe? Ich werde gerade auch unsicher: ich das wirklich der Typ aus dem Büro der Managerin? Oder ist es der Moderator aus dem ersten Teil? Sind beide dieselbe Person? Die Kamera gönnt uns zu wenig Nahaufnahmen und zu wenig Namen, um die Figuren eindeutig zu identifizieren.

Nein, das gestreifte Hemd verrät ihn – es ist der Typ aus dem Büro der Agentin.

Auf jeden Fall will Uschi, dass der Typ Roy Sanders einen Hit liefert, wie er es auch für seine Frau tut (Lydia Menn?). Warum sie das will?

"Roy ist zwar dämlich, aber er hat zumindest eine Ausstrahlung."

Ich gehe davon aus, dass die LvA ähnlich von mir redet.

Uschi ist frustriert – hat sie sich womöglich umsonst (und offensichtlich auch kostenlos) prostituiert? Der Stecher beruhigt sie:

"Ich glaube, ich kenne da jemanden. Das ist so eine Bekloppten, der seit Monaten den Sender verrückt macht."

Es ist wieder Zeit für ein Telefonat. Roy Sanders hat sogar einen eigenen Apparat, auch wenn ich den Verdacht nicht los werde, dass wir uns erneut im selben Wohnzimmer befinden wie bei Mudder Kowalski und Wolfi.

Roy fragt völlig bar jeder Logik beim Fitnessstudio nach, wo die süße Heike sich denn abends so rum treibt. Als würde das zu den Dingen gehören, die Angestellte von Fitnessstudios über ihre Kunden wissen. Und als hätte er sich nicht die Telefonnummer von Heike geben lassen, weshalb ein direkter Anruf bei ihr kein Problem sein sollte.

Der "hot spot" der Blondine ist übrigens die Kneipe "Zur alten Kastanie" in der Hagebuttenstraße, falls jemand checken möchte, ob sie heute noch da hockt

Ich muss nochmal fragen – kann das wirklich ein authentisches Fitnessstudio im Ruhrpott der 80er gewesen sein?

Immerhin muskelt da einer, der garantiert Poster von Arnold Schwarzenegger in seinem Kinderzimmer hängen hatte:

Es bleibt völlig offen, was die Szene soll oder was hier erzählt wird. Wenigstens haben die Jungs was zu gucken (?), auch wenn ich nicht weiß, was das sein soll.

Nachdem ihr Kumpel an vielleicht 30 oder 40 Kilo gescheitert ist, kommt ein kleines pummeliges Mädchen und stemmt das Gewicht ohne jeden Stress:

Da guckt der Muskelmann aber dumm:

Wir sollen das witzig finden. Weil es eine Komödie ist. Lacht gefälligst!

Nach 48 Minuten Laufzeit tritt BOH EH… MANNI! schon massive auf der Stelle. Witze, Mantas, Autorennen? Alles nur in der Theorie. Die Praxis? Man sitzt zusammen, redet dummes Zeug, trinkt Bier, und telefoniert.

Ich könnte das als "Anti-Film" kritisieren, aber auf einer bezaubernden Meta-Ebene ist BOH EH damit nicht weniger authentisch als die Ruhrgebiets-Trilogie von Adolf Winkelmann. Und die gilt immerhin als Sternstunde des Neuen Deutschen Films….

16.000 Zeichen sind geschrieben, BOH EH halb rum, da nehme ich mir das recht, die nächste Pause auszurufen.

In Teil 3 kommen wir zum Nexus-Punkt, dem Moment, der BOH EH definiert und der alle Fragen klärt, die man haben kann. Ihr könnt nicht drauf kommen – und ihr werdet entgeistert sein. Da bin ich mir sehr, sehr sicher…



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Sergej
Sergej
12. Februar, 2026 10:43

Das manche Szenen keinen Sinn ergeben, und vieles improvisiert wirkt (was bei vielen Amateurfilmen der Fall ist), frei nach Otto: Ich hatte kein Geld für Schauspieler und Drehorte und keine Ahnung, wie’s weitergehen sollte.

Pascal
Pascal
12. Februar, 2026 20:50
Reply to  Torsten Dewi

Nicht die dumme deutsche Steuergeldfinanzierung die für blöde Projekte nach Hollywood fließt sondern ein Sponsoring der Sparkasse Wanne-Eikel weil der Sparkassenchef was mit der Tochter vom Regisseur hatte? 😉 Und mittendrin brach alles zusammen?

Pascal
Pascal
13. Februar, 2026 06:56
Reply to  Torsten Dewi

Drei lebensältere Soziologiestudenten im 24. Semester wollten für eine Studie ,,dem Volk aufs Maul schauen“ und haben realen Personen nur minimalste ,,Regieanweisungen“ gegeben und schauten wohin sich das alles entwickelt? Alles unter dem Deckmantel ,,Ihr spielt im besten Manta-Film mit!“

Sergej
Sergej
13. Februar, 2026 09:55
Reply to  Pascal

Ein Hund hat das Drehbuch gefressen.

Peter Krause
Peter Krause
12. Februar, 2026 14:12

Wenn ich mich recht entsinne, gab es zu der Zeit tatsächlich nur 5 postzugelassene Telefonmodelle, die – abgesehen vom aus "Wetten Dass" bekannten Micky-Maus-Modell – die designerische Bandbreite einer Currywurstschale hatten: Wählscheibe oder Tasten, Wand oder Stand, Aufpreis für Farbe. Sie mussten ja auf den Registersockel und unter die Brokathaube passen.

"[…] kann das wirklich ein authentisches Fitnessstudio im Ruhrpott der 80er gewesen sein?"
Muss es wohl. Andernfalls müsste man unterstellen, dass mehrere Hantelbänke extra für diese Produktion in einem Raum versammelt wurden, was mir noch unwahrscheinlicher erscheint. Es sei denn, der versprochene und mit Spannung erwartete Nexus-Punkt wirft da noch ein neues Licht drauf.

Last edited 24 Tage zuvor by Peter Krause
Baumi
Baumi
12. Februar, 2026 18:31
Reply to  Torsten Dewi

Bei meiner Mutter steht genau die Variante heute noch im Wohnzimmer. Ich weiß noch, wie blöd ich es als Kind fand, dass meine Eltern kein Tastentelefon genommen hatten.

Inzwischen ist das Gerät allerdings nur noch als zusätzlicher Annahmepunkt für ankommende Gespräche brauchbar, weil die aktuelle Telefonanlage m.W. nicht mehr mit Wählscheiben-Pulsen umgehen kann. Fürs Raustelefonieren gibt’s längst ein Schnurloses neuerer Bauart.