Filmverbrechen-Fotostory (NSFW): POMMES ROT-WEISS (1) oder: Titten, Tresen, Temperamente
Themen: Film, TV & Presse, Fotostory, Neues |Heute habe ich eine echte Schmier-Bulette für euch. Ihr denkt vielleicht, der wird euch nicht scheren. Aber ihr irrt. Das hier ist ein filmischer Rohrkrepierer deluxe.
Anders als bei anderen Fotostorys macht es in diesem Fall Sinn, die Vorgeschichte tatsächlich an den Anfang zu stellen, damit ihr den Kontext versteht. Das Geflecht aus Personen, Firmen und Abhängigkeiten ist mit KAMIKAZE 1989 vergleichbar.
Alles beginnt mit einem Artikel Anfang der 90er in einem schlecht beleumundeten Revolverblatt – ich würde mit dem Finger auf die NEUE REVUE zeigen, aber leider war es mir trotz intensiver Recherche nicht möglich, den Beitrag aufzutreiben.
Es ist zu lesen, dass Filmemacher Michael Schey das erste TV-Movie für RTL gedreht habe. Mit dabei und dank ihrer Nacktfotos sicher der primäre Grund für die bebilderte Aufmachung der Meldung: das polnische Busenwunder Danuta. Tatsächlich handelt es sich wohl eher um ein preiswert produziertes Independent-Projekt, von dem man nur hofft, es an den Kölner Sender verhökern zu können.
Der Titel des als freche Komödie avisierten Films: POMMES ROT-WEISS.
Aus irgendeinem Grund merke ich mir diese Nachricht und den Titel. Er fällt mir sporadisch immer mal wieder ein – z.B., als RTL den tatsächlichen ersten TV-Film aus eigener Produktion präsentiert, STICH INS HERZ mit Ursela Monn. Das ist drei Jahre später – von POMMES ROT-WEISS keine Spur.
Ein Kumpel, der sich mit den Untiefen des deutschen Filmwesens erheblich besser auskennt als ich, steckt mir, dass RTL abgewunken hat, als der Regisseur Michael Schey seinen erheblich bekannteren Künstlernamen preisgab: Harry S. Morgan. Immerhin einer der erfolgreichsten deutschen Produzenten von Hardcore-Pornografie der unappetitlichen Sorte und Pionier der "wir zeigen echte Paare erstmals auf Video!"-Ferkeleien, die in den 80er und 90er Jahren populär wurden.
Nun ist RTL um 1990 wahrlich nicht prüde, sendet haufenweise Softsex im Nachtprogramm, startet Tutti-Frutti und den Strip um Mitternacht. Aber vermutlich ist man in Köln nicht erpicht, mit einem Hardcore-Pornographen assoziiert zu werden, der gerade DIE SPRITZSTATION, WILLIGER SCHLUND und BIZARRE GUMMISPIELE auf den Markt geworfen hat.
Michael Schey entschließt sich deshalb, den Film auf eigene Kappe und Kosten "direct to video" zu veröffentlichen. Die Idee, dass er den "Skandal zum Film" aus Marketing-Gründen selber fabriziert, liegt wahrlich nicht fern, denn aus seiner Zeit bei der BILD hat Schey/Morgan sicher noch ausreichend Kontakte zum Springer-Blatt, das 1991 prompt so aufmacht:
Der Aufhänger: Als Hauptdarstellerin für POMMES ROT-WEISS hatte Schey die brave Synchronsprecherin und TV-Ansagerin Marion Hilgers angeheuert:
Sie ist als souveräne Fotografin "Katja" zwei- oder dreimal dem Helden des Films "Jonas" zu Willen, bzw. möchte es sein – es kommt aus verschiedenen Gründen zu keinem Koitus und mehr als nackte Schultern und Dessous gibt es von Frau Hilgers es nicht zu sehen. Das reicht der BILD zur medienwirksamen Empörung (YouTube-Video zu eurer Erbauung von mir eingefügt):
Bild am Sonntag, 24.03.1991
Sex-Skandal um TV-Ansagerin
Sie hat ihre Kleider ausgezogen. Nur in Dessous, seidenen Strümpfen und hochhackigen Schuhen liegt sie auf einer Motorhaube, ihre Gesichtszüge sind lustverzerrt. Zwischen ihren Beinen steht ein Mann in scheinbar eindeutiger Pose. Darf sich eine deutsche Fernsehansagerin so fotografieren lassen, auch wenn es nur für einen Film ist? Mit dieser Frage muss sich jetzt der NDR ("Das Beste am Norden") beschäftigen. Wie der Sender reagiert, was Kolleginnen von Marion Hilgers (28) dazu sagen, wie es zu dem Skandal kam.
Der NDR macht RTLplus den Ruf als Sex-Sender Nr. 1 streitig: Es gibt schon wieder einen Sex-Skandal! Für den ersten hatte NDR-Dame Heidrun von Goessei (47) gesorgt, als sie auf Udo Lindenbergs Stöhnplatte "Renate von Stich" den Wetterbericht verlas: "Heute abend Hodenfrost".
Jetzt zeigte sich Ansagekollegin Marion Hilgers (28) im Kinofilm "Pommes Rot Weiß" in aufreizend sexuellen Posen. Die Verantwortlichen im Sender sind darüber nicht so recht glücklich. Alexander von Sellwitz (Referent des NDR-Programmdirektors) sagt: "Wir können die Erwerbstätigkeiten unserer freien Mitarbeiter zwar nicht reglementieren, es gibt aber Grenzen des guten Geschmacks, und die dürfen nicht überschritten werden."
In der Woche nach Ostern wird sich die freizügige Marion Hilgers bei der Programmdirektion verantworten müssen: "Jemand, der vom Bildschirm bekannt ist, darf diesen Bekanntheitsgrad nicht missbrauchen", kritisiert Herr von Sellwitz, "das Gesicht von Frau Hilgers ist beim Zuschauern mit dem Namen der ARD verbunden, und die ARD steht für Seriosität und Qualität. Wir senden ja auch keine Pornofilme."
Helle Empörung über die freizügige Darstellerin herrscht bei ihren TV-Kolleginnen.
Petra Schürmann über die Paarungsszene auf der Kühlerhaube: "So ein Verhalten zeigt nur mein Hund, wenn er eine läufige Hündin sieht. Ich muss sagen: Dieses Auftreten schadet dem Ansehen aller deutscher Programmmoderatorinnen. Ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag in Einklang zu bringen ist. In diesem Fall lässt sich über Geschmack nicht streiten."
Jürgen Grenz, der Produktionssprecher des Films mit der B-Klasse-Besetzung (u. a. Busenstar Danuta, Lou-van-Burg-Tochter Angie, Birgit Schrowange-Ex-Freund Werner Schüssler) sagt: "Wir haben mehrfach mit Frau Hilgers über die umstrittene Szene gesprochen: Sie hatte zu keinem Zeitpunkt Einwände. Außerdem zeigt die Autoszene nur einen vorgetäuschten Sexualakt. Frau Hilgers sollte zur heißen Tangomusik ihren Partner doch nur ein bisschen aufgeilen."
Nun könnte man meinen, diese Meldung wäre ein Sturm im Wasserglas, der kaum tausende von notgeilen NDR-Zuschauern in die Videotheken treibt, um die adrette Ansagerin mal "lustverzerrt" zu sehen. Aber Schey ist clever genug, das Maximum an PR daraus zu quetschen, in dem er die Schlagzeile einfach zum Covermotiv der VHS-Veröffentlichung von POMMES ROT-WEISS macht – I shit you not:
Kein Wunder aber, dass POMMES ROT-WEISS schon seit damals auf der Liste meiner gesuchten Kuriositäten steht und sich als Kandidat für eine Fotostory förmlich aufdrängt. Vor ein paar Jahren wurde der Film bei Amazon samt Cover eingestellt, stand aber nie zum Verkauf. Bei der Internet Movie Database ist er mit wenig Infos gelistet, allerdings unter dem Porno-Pseudonym seines Regisseurs.
Vor einem Monat schließlich bot ihn ein VHS-Sammler an – für unbotmäßige 150 Euro. Ich machte ein Gegenangebot: 50 Euro für eine Woche "Ausleihe", um den Film zu digitalisieren. Der Deal wurde gemacht und ein Freund im Norden der Republik rettete POMMES ROT-WEISS endlich in die digitale Sphäre, bevor die Kassette wieder an den Besitzer zurück ging.
Ich habe ihn! Ich habe ihn! Ich habe ihn!
Und ihr habt keine Ahnung. Glaubt mir, das hier ist ein Film voller Überraschungseier. In jedem siebten Ei Brüste.
Ich bin bisher in keiner meiner Fotostorys einem oberflächlich so unbekannten Cast begegnet, der sich bei näherer Betrachtung derart als Kuriositätenkabinett entpuppte.
83 Minuten Netto-Laufzeit, in Farbe und bunt! Alle Fragen werden beantwortet, alle Geheimnisse gelüftet! Nackte Tatsachen! Der Skandal – uncut!
Vorher müssen wir uns allerdings durch einen satte fünf Minuten (!) langen Trailer quälen, der unfassbar redundant das Frühwerk GREETINGS von Brian de Palma an den Mann zu bringen versucht, anscheinend erstmals (und miserabel) für den deutschen Markt synchronisiert.
Zuerst hatte ich vor, GREETINGS mit ein paar launigen Bildern abzufeiern, aber wenn ich mich durch dieses dröge Teil quälen musste, gibt es keinen Grund, euch das zu ersparen – Vorhang auf für einen SEHR jungen Robert De Niro!
Ich bin jetzt bei knapp 8000 von 10.000 Zeichen – der Punkt, an dem ich gerne einen Break zum nächsten Teil setze. Aber das kann ich euch nicht antun, wir sind ja noch nicht einmal bei POMMES ROT-WEISS angekommen!
Gehen wir also in die Verlängerung und schauen uns an, was Elfra (damals wohl im Besitz von Schey/Morgan, später mehrfach verkauft) zu bieten hat:
Schaut man sich online um, wird relativ klar, dass POMMES ROT-WEISS in dieser Form auf Kassette keine große Auflage vergönnt war – ich schätze maximal 500 Kopien, da mögen mich Experten eines Besseren belehren. Googelt man die anderen Releases dieser Firma, stößt man primär auf solche "Bonbons":
Ich greife nicht vor, wenn ich verrate, dass das wie die Faust aufs Auge passt…
Frau Hilgers bekommt "top billing" noch vor dem Titel – Schey hat ja mittlerweile kapiert, wie sich der Film vermarkten lässt:
Na, na… ?!
Harry S. … Michael Schey!
Wir kommen noch darauf zu sprechen, aber ich habe wirklich keine Ahnung, warum der Film POMMES ROT-WEISS heisst. Er spielt zwar im Ruhrpott, aber das wenige Duisburger Lokalkolorit könnte man auch bei einem Nachdreh reingedengelt haben. Wollte man von der Popularität von Schimanski und MANTA MANTA profitieren? Ich kann es nur vermuten.
Falls ihr es schon vergessen haben solltet:
Obwohl sich da eine junge Frau an und auf einem Sportwagen lustverzerrt (?) räkelt, handelt es sich nicht um Frau Hilgers, sondern um die Tänzerin Mireille Reyes. Wenn mich meine Recherche nicht täuscht, trat sie immerhin auch bei den Salzburger Festspielen 1991 auf. Das ergibt Sinn, denn ihr Parter Andoni Aresti-Laura tanzte ebenfalls lange an der Salzburger Oper.
Kommen wir zu unserem "Helden" und wahrlich – selten habe ich außerhalb von Thommy Ohrner dieses Wort so gerechtfertigt in Anführungszeichen gesetzt:
Lesch dürfte euch bekannt vorkommen. Er hat seit den 80er Jahren in extrem vielen Seicht-Produktionen des deutschen Fernsehens mitgespielt und konnte kurz nach POMMES ROT-WEISS eine Hauptrolle in der Serie FREUNDE FÜRS LEBEN ergattern. Später wurde er sogar DER FAHNDER. 2017 war er zuletzt im TV aktiv und lebt heute mit seiner Frau (der Ex von Roland Kaiser) in Thailand.
Zu Werner Schüssler komme ich, wenn wir ihn im Bild haben.
In den Nebenrollen als "Redakteur" versteckt: Rolf Hendriks, der Autor des Films, über den ich leider nichts herausfinden konnte. Bestenfalls möglich, dass er zu der Zeit ein Autor und Übersetzer von Kinderbüchern ist. Könnte aber auch eine Namensdopplung sein. Das ist dünnes Eis.
Einen echten Knaller, der in Cast ganz am Ende gelistet wird, enthalte ich euch vor, weil er im Kontext der Handlung erheblich mehr Wumms besitzt.
Steigen wir in den Film "proper" ein – warum tanzt hier ein Pärchen in einer von der Nebelmaschine vergifteten Fabrikhalle rund um eine rote Corvette? Drehen die ein Musikvideo? Nein, wir sehen nie ein Kamerateam. IST es ein Musikvideo? Nein, das werden wir gleich erfahren. Tanzen die beiden einfach gerne in Fabrikhallen? Nein, dazu bräuchte es keinen Nebel.
Zu dieser Szene ertönt der schon auf dem Cover erwähnte Song "Tango in the night" von Bo Shannon, einer seit mindestens 35 Jahren fleißig die kleineren Säle, Vergnügungsparks und Kreuzfahrtschiffe beschallende Sängerin:
Gestört wird die Performance der Tänzer von unaufgeforderten Schnitten in die "Redaktionskonferenz" einer Duisburger Tageszeitung, was natürlich keinen Sinn ergibt, weil die Ereignisse mindestens 12 Stunden auseinander liegen.
Sei’s drum – das hier ist der Chefredakteur "Renz":
Im wirklichen Leben handelt(e) es sich um Wolfgang Schüssler, einen WDR-Moderator, der primär als Entdecker und Förderer von Birgit Schrowange bekannt wurde und in der Branche bestens verdrahtet war. Pressebilder von Gala-Veranstaltungen zeigen ihn mit dem RTL-Chef Thoma – auch ein Grund, warum Schey glaubte, den Film an den Sender verkaufen zu können? Als Freundschaftsdienst?
1990 hatten sich Schrowange und Schüssler gerade getrennt – und nun spielt er hier neben einer weiteren TV-Ansagerin. Kann das alles Zufall sein? Wobei: von "spielen" möchte ich hier nur bedingt sprechen. Wie eigentlich alle Textaufsager abgesehen von Hilgers und Lesch ist Schüssler schauspielerischer Laie – und es ist offensichtlich. Er nuschelt, macht unangebrachte Pausen, wirkt ständig, als könne er sich nur vage an den vereinbarten Text erinnern. Es ist schmerzhaft anzusehen.
Wenigstens passt Schüssler optisch zur Rolle des Chefredakteurs. Beim Rest der Redaktion wurde augenscheinlich gecastet, wer gerade am Set rumstand (das hier rechts könnte der Drehbuchautor sein).
Egal, Renz will von seinen Leuten Top-Themen für den Aufmacher hören und ist entsprechend frustriert, dass er nur verschüchtert "da müsste ich noch mal rumtelefonieren" und "die aktuellen Modetrends" angeboten bekommt.
Die Redakteuse, die frech verlangt, sich zu letzterem Thema "auch mal einbringen zu dürfen", verblasst natürlich neben der aufgebrezelten Sekretärin von Renz in ihrem erkältungsfördernden Minikleidchen. Houston, we have Danuta!
Zu ihr später mehr. Renz nimmt sich mangels brauchbarer Schlagzeilen noch die Zeit, den Kollegen anzuscheißen, weil er sich immer auf das Faxgerät stützt.
Es regt sich der Verdacht, dass Regisseur Schey auch deshalb die eigentlich getrennten Sequenzen Tanz und Konferenz ineinander geschnitten hat, um wenigstens den Anschein von Leben in die Bude zu bringen. Dem wollüstigen Pärchen droht nämlich ein böses Ende, als ein Fremder ihre Performance aus dem Gestänge beobachtet:
Peng, du bist tot! Und du auch!
Der Chefred hat die Bilder der beiden Toten bereits vorliegen und entscheidet – nur der abwesende Top-Reporter Jonas kann diesen Doppelmord angemessen ausschlachten. Sein Kollege reagiert auf die Anweisung, er möge die Pressekonferenz besuchen, mit einem Gesichtsausdruck, der ihn auch nicht als Schauspieler ausweist:
Sekretärin Lucy ruft derweil Jonas an, dass seine Expertise gebraucht wird. Und was macht der gerade? Hängt mit der Sonnenlampe im Lotterbett:
Natürlich hat Jonas rosé-goldene Seidenbettwäsche und einen gekippten Spiegel, um sich selber bei der rhythmischen Matratzengymnastik bewundern zu können – nur auf Arbeit hat er gerade voll keinen Bock. Da steht er drüber.
Wie es aussieht, war er in der Nacht ja auch ausreichend anderweitig beschäftigt:
Die Nachricht vom Doppelmord ist nur begrenzt geeignet, um Jonas' in die Puschen zu treiben. Aber der gelangweilte Blick durch die schwarzen Jalousien (80er!) enthüllt ein viel größeres Verbrechen:
Jonas geht von 0 auf 100 und schmeißt völlig hysterisch auch die kesse Blondine raus, die ihm noch fluchend "Scheiss-Reporter!" mit auf den Weg gibt.
Das ist keine Beleidigung – im Fall von Jonas ist das eine korrekte Berufsbezeichnung.
Natürlich begibt sich Jonas nicht in die Redaktion, sondern in das Studio der Fotografin Katja, die praktischerweise seine Lebensgefährtin ist.
Jonas kennt aktuell kein anderes Thema als seinen geklauten Wagen und Katjas Assistentin (?) reagiert angemessen mit einem ungläubigen "waaaas?!":
Wo ist Katja? Ach so hier: Sie zeigt dem auffällig schmierigen Autohändler Hugo Heerhausen ihre Arbeit in Vorbereitung eines größeren Werbeauftrags.
Jonas hat keine Probleme, in das Meeting zu platzen und aufgeregt von seiner gestohlenen Corvette zu faseln. Die beruflichen Bedürfnisse von Katja sind ihm dabei scheißegal – wie ihre anderen Bedürfnisse auch.
Wahrlich, man hat sich ausreichend Mühe gegeben, Marion Hilgers zur rassigen Femme Fatale zu schminken, was angesichts ihrer sinnlichen Stimme und ironischen Attitüde durchaus hinkommt:
Die Hilgers bringt tatsächlich einen gewissen natürlichen Charme mit, auch wenn die nicht erkennbare Regie es ihr mitunter schwer macht, im richtigen Augenblick die richtige Emotion abzurufen. Ein paar Jahre später war sie in einer gänzlich anderen Rolle bei DR. STEFAN FRANK zu sehen:
Für alle, die noch nicht bemerkt haben, dass wir es hier mit dem Bösewicht des Films zu tun haben, riecht Heerhausen auffällig arrogant an seiner Zigarre:
Jonas bekommt davon nix mit, er versucht ja immer noch die Bundeswehr zur breit angelegten Suche nach seiner Corvette zu mobilisieren:
Man achte mal auf den neckischen und hautengen Samt-Bodysuit von Katja, vermutlich nicht die übliche Berufsbekleidung einer arrivierten Fotografin:
Jonas ist angesichts dieser Unflätigkeit empört – was angesichts seiner eigenen moralischen Defizite der Lacher des Films sein dürfte.
Schnitt.
Wir landen bei Enzo, dem schon erwähnten Restaurateur. Es dreht sich wieder mal alles um Jonas' geklaute Corvette. Für mehr ist in seiner Birne kein Platz.
Ich verstehe es wirklich nicht. Jonas ist in der Pizzeria mit Katja verabredet. Er muss also einfach nur auf sie warten, um mit ihr dann die Fotos zu schießen. Stattdessen wird er hektisch und sagt Enzo, er müsse nun sofort los und Katja könne ihn in der Redaktion erreichen.
Und was macht er nun eilends? Er rennt zur… Pommesbude, richtig.
Jetzt haben wir die 19.000 Zeichen-Marke geknackt und es sind gerade mal 12 Minuten Film rum. Das wird wieder eine lange und weilige Geschichte. Aber wartet nur, bis ihr herausfindet, wer in der Imbissbude am Frittierkorb steht!
Bleibt geduldig – ich verspreche hoch und heilig, in Teil 2 mehr Danuta zu liefern!
Bevor Michael Lesch seine Freunde fürs Leben fand, war er Tierarzt in "ein Heim für Tiere". Sowas weiß ich, weiß aber nicht, was ich vor einer Woche gekocht habe. Scheiß Gedächtnis.
Ich habe den ersten Absatz gelöscht – der ist eine Pointe im letzten Teil, die nicht versaut werden soll.
,,Bleibt geduldig – ich verspreche hoch und heilig, in Teil 2 mehr Danuta zu liefern!“
I‘m so excited,
I just can‘t hide it!
I’m about to lose control
and I think I like it!
,,,And i know, I know, I know …“
In diesem Sinne, Teil 2.
Sill wu plä! Zack Zack!
Geduld ist die Tugend der Wortvögel. Wo bleibt denn sonst die Spannung?
Ich habe versucht mich in Geduld zu üben…hat mir zu lange gedauert.
Pommes sind kein Lutschbonbon.
Ein großes Wort, gelassen ausgesprochen.
Ich würde auf Brigitte "Drei Damen vom Grill" Mira tippen. Das würde einfach passen.
Sollte man meinen, aber da kommste nicht drauf.
Wunderbar!
Ein Anime-YouTuber, den ich immer wieder gerne sehe, hat da einen Brauch: Immer wenn er den Trash des Jahres präsentiert, tituliert er sich als Maître bei "Chez Garbáge".
In diesem Sinne nehme ich an meinem Tisch Platz und freue mich auf ein Festmahl.
Das wäre der perfekte Soundtrack zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=sq16BXn4INo&list=RDsq16BXn4INo&start_radio=1
Ach du scheiße, Harry S. Morgan! Den hab ich mal kennengelernt, als er einen Gastvortrag an der Uni gehalten hat. Keine Ahnung, wann das war, wahrscheinlich kurz vor seinem relativ frühen Tod 2011. Mein Eindruck war, dass er ziemlich intelligent war – und ein Soziopath, der exakt das erzählt hat, was die Leute hören wollten.
Dass der Film im Ruhrgebiet spielt, dürfte einfach damit zu tun haben, dass Schey dahin eine enge Bindung hatte. Der wurde in Essen geboren, hat da studiert, und auch seine Porno-Firma war dort ansässig. Immerhin das war an ihm also vermutlich authentisch.