Im Auftrag von Apple:
mein Mac-Dreamteam
Themen: Neues |
Ich dachte mir, ich gebe mal ein finales Update zu meinem Struggle mit der Anschaffung neuer Hardware. Dann kann ich das Thema abschließen.
Ausgangspunkt waren die Probleme, die ich damit hatte, meine eigentlich noch sehr gut funktionierende Kombo aus Macbook pro, Apple Watch SE, und iPhone xs zuerst auf die neuste Version ihrer Betriebssysteme zu hieven und dann zur weiteren Zusammenarbeit zu bewegen. Es hakte an allen Ecken und Enden und angesichts des Alters der Hardware (sechs Jahre beim iPhone, sieben Jahre beim Macbook) entschied ich mich widerwillig, Geld in neue Geräte zu investieren. Ich wollte dabei auch die Chance nutzen, in Sachen Smartphone und Smartwatch in die Google-Sphäre zurück zu kehren.
Das stellte sich als frustrierendes und nicht zielführendes Experiment heraus. Die Smartwatch war gar nicht smart und das Smartphone war zwar extrem schick, sexy, und für den Preis ein Schnäppchen, aber von massiven Defiziten in Sachen Kommunikation und kontaktloses Bezahlen behindert.
Sehr desillusioniert habe ich dann doch ein neues Macbook Air (M4) und das iPhone 16 SE angeschafft. Generell alles viel zu teuer – nur innerhalb der Apple-Bubble würde man 863 bzw. 600 Euro als "günstige Einstiegspreise" bezeichnen.
Angemerkt sei, dass ich bei Ebay für das alte Macbook 250 Euro und für das iPhone 75 Euro bekommen habe. Demnach 325 Euro Abzug. Rundum hat mich die ganze Aktion einen geraden Tausender gekostet.
Es ist kein wirklicher Trost, aber zumindest eine beruhigende Erkenntnis – ich habe schon für meine PC-Notebooks vor über 20 Jahren viel mehr Geld rausgehauen, als ich dachte. So kostete mich dieser ALDI-Schlepptop (!) 2001 lockere 1500 Euro:
Das sind inflationsbereinigt fast 2400 Euro! Unfassbar. Im Vergleich dazu ist das Macbook Air schon wieder ein Schnäppchen…
Sei es, wie es sei – das Zeug steht jetzt hier und übt sich in Teamwork:
Das neue iPhone und das neue Macbook sehen ihren Vorgängern so ähnlich, dass ich äußerlich keinen Unterschied erkenne, abgesehen von der nun fehlenden Touchbar. Auch die neuen Versionen der Betriebssysteme sind die bei Apple erwartbaren Evolutionen, nicht Revolutionen. Sie erfordern keine Eingewöhnungszeit, triggern aber auch keinen Wow-Effekt. Business as usual. Manchmal fragt man sich schon, warum man über 1400 Euro ausgibt, um letztlich eine nur minimal verbesserte "experience" zu haben.
Das iPhone ist ein "Dienst nach Vorschrift"-Handy, wie ich es selten in der Hand hatte. Größe, Maße und Gewicht entsprechen so sehr dem sechs Jahre alten Vorgänger, dass man meinen könnte, Apple hätte die äußerliche Weiterentwicklung seiner Geräte weitgehend aufgegeben. Die Fotos waren schon beim xs so gut, dass ich jetzt keinen direkt erkennbaren Unterschied feststelle. Nichts, was ich auf dem Handy mache, hätte mein altes iPhone überfordert.
Auf Schnickschnack wie 3D-Effekte beim Hintergrundbild könnte ich verzichten.
Der Umzug war allerdings wieder einmal ein Traum und nach dem Update auf die neusten OS-Versionen tauschen sich die Geräte komfortabel untereinander aus. Kontaktloses Bezahlen mit allen Karten ist mit dem iPhone wie mit der Apple Watch kein Problem, die Watch entsperrt auch mein Macbook, wenn ich sie trage.
Auf Ibiza lernte ich ein besonders cooles Feature kennen. Während mein iPhone sich per QR-Code problemlos mit dem Router in unserer Ferienwohnung verband, sperrte sich mein Macbook hartnäckig, obwohl ich das Passwort fehlerlos eingetippt hatte. Aber plötzlich meldet sich das iPhone mit der Frage, ob es seinen WLAN-Zugang direkt mit dem Macbook teilen solle. Coole Sache, wirklich.
Ich habe auch erstmals das "shared clipboard" genutzt, von dem ich bisher nur vage gehört hatte. Es ist wirklich idiotensicher: Wenn ich auf dem Macbook oder dem iPhone etwas markiere (Texte, URL, Codes), kann ich es auf dem jeweils anderen Gerät mit cmd+v übernehmen. Das ist praktischer, als man meinen sollte.
Airdrop ist ein bei uns Zuhause ebenfalls oft genutztes Features, mit dem ich der LvA Dateien ohne den Umweg über Email oder Cloud schicken kann.
Hin- und hergerissen bin ich, was den neuen (alten) Magsafe-Anschluss angeht, mit dem das Macbook Air geladen wird. Klar ist die magnetische Verbindung klasse, weil man damit das Risiko von Schäden minimiert. Aber es ist halt doch wieder ein Apple-Eigengewächs, für das man ein spezielles Kabel dabei haben muss. Apple-Apologeten werden einwerfen, dass man das Macbook auch per USB-C-Kabel laden kann. Das stimmt, aber warum hat man dem Laptop dann nicht statt des Magsafe-Anschlusses einen dritten USB-C-Port gegönnt, idealerweise auf der ansonsten relativ ungenutzten rechten Seite? Das wäre allemal multifunktionaler gewesen.
Im Rahmen meiner Neuinstallationen habe ich auch ein paar neue Apps entdeckt, mit denen ich sehr zufrieden bin. Da ist zuerst einmal AIRFLOW:
"the ultimate way to watch your videos on Chromecast and AirPlay enabled TV’s" ist in diesem Fall keine Übertreibung – es ist die bislang reibungsloseste Möglichkeit, Videos von meiner Festplatte direkt auf den Fernseher zu übertragen, ohne sie vorab per Cloud oder USB-Stick kopieren zu müssen. Beherrscht Untertitel, erkennt die logisch nächste Datei, erlaubt die Steuerung mit der Fernbedienung, hat keine Aussetzer oder Ruckler. Spielt brav mit dem AirPlay unseres Wohnzimmer-TV und mit dem Chromecast im Schlafzimmer. Endlich kein nerviger Workaround mehr.
Da ich sehr viele Serien auf meinen externen Festplatten sammle, um sie auch unterwegs dabei haben zu können, nervte mich irgendwann die kryptische Namensgebung vieler Dateien. Auch mit Renamer-Apps ist es ein Schlauch, das von Hand zu vereinheitlichen. Das übernimmt für mich nun FileBot:
Man schmeißt einfach einen Ordner mit Dateien rein, lässt aus einer Datenbank die korrekten Titel raussuchen – und FileBot benennt alles nach Vorgabe um. Über den Daumen gepeilt habe ich damit an einem Nachmittag um die 20.000 Dateien neu benannt und sortiert. Eine Vereinheitlichung, die Komfort schafft.
Die mittlerweile unverzichtbaren Helfer Hazel, Alfred und Popclip erwähne ich gar nicht mehr. Ohne sie wäre meine "Mac experience" nur halb so perfekt.
In einer Beziehung bleibe ich allerdings ein Geizkragen – die neuen Schutzhüllen für mein iPhone habe ich genauso wie meine Armbänder für die Apple Watch bei Temu gekauft. Für das iPhone ist eine solche Hülle absolut empfehlenswert, weil sie den "Buckel" der Kamera ausgleicht und man das Handy stressfreier auch auf raue Flächen legen kann. Meine primäre Hülle ist nun diese hier:
Weil zwei Kreditkarten, Führerschein, oder Parkausweise in die Rückseite gesteckt werden können, verzichte ich mittlerweile gänzlich auf eine Portemonnaie. Für 4,47 Euro ist das ein erstaunlich robustes Schnäppchen.
Für Urlaube habe ich ebenfalls vorgesorgt – bei dieser Variante kann ich mehr Karten separat mitnehmen und diese magnetisch am Smartphone anpappen:
Das hält erstaunlich sicher und "verdickt" das iPhone nur minimal. 6,69 Euro.
Ebenfalls bewährt haben sich die Armbänder für meine Apple Watch – ich besitze edle Magnet-Metallbänder für gehobene Anlässe, dünne Denim-Bänder für den Urlaub, und vor allem mehrere Stoff-Stretch-Bänder, die zur Kleidung passen:
Es gibt mehrere Dutzend Armbänder für Preise zwischen 2 und 5 Euro.
Insgesamt kann ich sagen, dass sich der Umstieg auf die neue Apple-Hardware gelohnt hat, meinen Arbeitsalltag zu streamlinen. Größtenteils sind die Abläufe aber die gleichen geblieben und es gibt bestenfalls bei Video-Kodierung oder Dateiverwaltung einen spürbaren Leistungszuwachs. Ich sehe das positiv: es spart Zeit und Nerven, dass sich eben nichts grundlegend geändert hat.
Das System läuft, wie es soll. Und das darf es gerne bis mindestens 2030.
Trotzdem werde ich dem Motorola Edge 60 Fusion noch eine Weile nachtrauern. Es hat mir gezeigt, wie sexy ein Smartphone sein kann – für den halben Preis des mageren "Einstiegs-iPhones" von Apple. Aber es sollte nicht sein…
Das ist der goldene Käfig, von dem Android Nutzer immer bei Apple reden. Aber wenn man ehrlich ist, klar kann man Android Geräte und Windows Laptops verwenden, die spielen aber einfach nicht so sauber zusammen. Falls du noch keine in der Hand hattest empfehle ich AirPods Pro, in meinen Augen das beste Apple Produkt der letzten Jahre.
Ich habe ein paar ältere AirPods hier liegen, aber für mich sind die relativ unwichtig, da ich mit meinen "in ears" nur Podcasts auf Spaziergängen höre. Da reichen Redmi Buds 6 Play für 11 Euro allemal.
Neben Universal Clipboard und WLAN-Kennwort einfachst weitergeben weitere praktische Applenettigkeiten:
Apple Continuity heißt die einzigartig gut funktionierende Appleintegration:
https://www.apple.com/de/macos/continuity/
Alles gut und schön – brauche ich nur nicht.
Apple Watch Tipp: Standardmäßig springt die Apple Watch nach 2 Minuten zum Ziffernblatt zurück. Damit im Supermarkt die Einkaufsliste geöffnet bleibt in den Apple Watch Einstellungen, in der zugehörigen iPhone App: Allgemein » Zur Uhr zurück » App: Erinnerungen » Nach 1 Stunde.