08
Nov. 2025

"Der Horror, der Horror!" oder:
Wem gehört die Vergangenheit?

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Es sollte Einigkeit herrschen: Raubkopien sind mangels Alternativen gut, Originale im Zweifelsfall besser. Vor allem, weil sie legal sind. Davon profitieren alle.

Soweit die Theorie. In der Praxis ist es allerdings so, dass Raubkopien oft den Originalen überlegen sind, weil sie mangels rechtlicher Bindung komplett auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten werden können, ohne Einschränkungen, von Fesseln und Fehlern befreit. Sie sind nicht nur kostenlos, sondern besser.

Aktuell gibt es wieder ein schönes Beispiel, wie schwer es Fans gemacht wird, sich für die legale Seite zu entscheiden.

Auf Kickstarter ist dieser Tage ein Projekt aufgetaucht, das ich vollumfänglich unterstützen möchte, das aber auch eine Diskussion im Kontext verdient.

Es geht um eine Hardcover-Ausgabe zum legendären Horror-Magazin FANGORIA, zu der Unterstützer noch ein komplettes Archiv aller Hefte bekommen:

Das hier spricht mir aus dem Herzen:

We’re living in a time when human storytelling and the printed word are depreciated on nearly all fronts. This project is about preserving the history of FANGORIA, and we need your help to do it.

Obwohl ich eigentlich keine physischen Bücher mehr kaufe, bin ich schwer versucht – FANGORIA war auch Teil meiner Nerd-Jugend. Vielleicht nicht in dem Maße, wie ich die neusten Ausgaben von STAR-LOG und CINEFANTASTIQUE verschlungen habe, aber dennoch. In der Fango, wie sie liebevoll genannt wurde, konnte man all die herrlichen Splatter-Effekte sehen, die in deutschen Videofassungen rausgeschnitten wurden. Man blickte hinter die Kulissen, lernte Sam Raimi, John Carpenter, und George Romero lieben. FANGORIA war Pflichtlektüre der Prä-Internet-Ära.

Ich bin mit meiner Begeisterung augenscheinlich nicht allein – die angestrebten 25.000 Dollar sind mit aktuell 340.000 Dollar fast verfünfzehnfacht worden. Und die Kampagne läuft noch drei Wochen. Da geht was.

Also alles eitel Sonnenschein? Leider nein.

Stephen Bissette, selbst bekannt und respektiert als Comic-Autor und Zeichner (u.a. SWAMP THING), hat früher für FANGORIA und das Schwesterblatt GOREZONE geschrieben. Seine Beiträge werden vermutlich im Buch, zwangsläufig aber im kompletten Archiv der Hefte enthalten sein. Und dazu schreibt er auf Facebook:

FANGORIA, by my experience as a contributor to FANGO and columnist for GOREZONE, never had contracts. They have no rights to reprint anything of mine in such a compendium or digital format ("electronic rights" and media rights that were not requested, negotiated, secured, contracted, or paid for), period.
As a fan, researcher, I’d love this; as a freelancer and former contributor, this is nothing I can abide without negotiation, payment, comp copies (plural).

Er trifft den Nagel auf den Kopf. Man mag begeistert sein, dass die Geschichte und das gesamte Konvolut der FANGORIA für die Nachwelt kuratiert und erhalten wird, aber es hängen nun mal die Rechte der Beteiligten dran, die man klären muss.

Der Haken: Wir reden teilweise von Rechten, die es bei Erscheinen der Magazine gar nicht gab. Selbst wenn der Verlag in den 80ern Verträge über die Abtretung aller Rechte an Nachdrucken und Reprints gemacht hätte, wäre dabei nicht explizit von digitaler Verbreitung die Rede gewesen, was sie sofort anfechtbar macht.

Auch auf dem deutschen Markt wurde ich mit dem FANGORIA-Dilemma bereits konfrontiert. Es ist bekannt, dass das legendäre Genre-Magazin SPLATTING IMAGE zu den Zeitschriften gehört, die ich für mein privates Archiv scanne. Gäbe es alternativ professionell kuratierte PDF-Ausgaben mit OCR, hätte ich keine Hemmungen, dafür auch Geld auszugeben. Eine kurze Anfrage beim SI-Team wurde allerdings abschlägig beschieden: man habe leider keine Rechte an vielen der abgedruckten Texte und diverse Autoren würden es vorziehen, heute nicht mehr mit der SPLATTING IMAGE assoziiert zu werden. Das macht einen digitalen Reprint praktisch unmöglich.

Das Problem ist nicht neu. In den 90ern stellten viele Filmverleiher fest, dass sie zwar brav Verträge über den Vertrieb in Kinos und auf Video gemacht hatten – die noch nicht erfundene DVD war aber im Kleingedruckten nicht Thema. Und schon waren diese auf einmal sehr lukrativen Rechte wieder verfüg- und verhandelbar. Es gab viele Klagen.

Die von den Rechteinhabern veröffentlichten lizensierten Versionen bergen allerdings noch andere Fußfallen, die Nutzer dann doch wieder zu den Raubkopien treiben können. "veröffentlichen" heißt nämlich oft genug nicht "freigeben". Rechteinhaber tun sich notorisch schwer loszulassen. Da werden Archive nur über hermetisch abgeriegelte Webportale oder proprietäre Software zugänglich gemacht, DRM drauf geklatscht, und oft genug mit Formaten hantiert, deren Lebenszeit von vorne herein beschränkt ist.

Man kann Inhalte kaufen und nutzen, wird sie aber letztlich nicht besitzen.

So veröffentlichte Tim Lucas, der "spiritus rector" der akademisch interessierten Filmfans, vor Jahren eine komplette Sammlung seines grandiosen Magazins VIDEO WATCHDOG. Leider tat er das im Rahmen einer Archivsoftware, die es Käufer unmöglich machte, einzelne Ausgaben für ihre Zwecke z.B. als PDF zu laden. Wie lange der Zugriff darauf technisch möglich sein wird? Ich weiß es nicht.

Kosten sollte der Spaß obendrein satte 549 Dollar!

Kein Wunder, dass Wald & Wiesen-Fans dann doch wieder zu grauen, aber wenigstens kostenlosen und unreglementierten Alternativen greifen.

In diesem Zusammenhang sei das oben beschriebene FANGORIA-Archiv ausdrücklich gelobt, denn wenn ich die Beschreibung richtig verstehe, kann man alle alten Hefte auch unbehindert von DRM-Beschränkungen als simple PDFs auf die Festplatte laden. So muss es sein – es treibt mich allerdings die nicht unberechtigte Frage um, ob der Publisher dafür der Einfachheit halber auf die schon vor Jahren erstellten, qualitativ hochwertigen Scans aus dem Graumarkt zurückgegriffen hat.

Aber das ist ein Nebenkriegsschauplatz.

Oft genug steckt nicht mal Gier oder die Unfähigkeit, eigene Produkte in die Wildnis zu entlassen, hinter den hier beschriebenen Problemen. So kaufte ich vor bestimmt schon 20 Jahren eine frühere Ausgabe dieser Prachtbände mit den schönsten Cartoons des NEW YORKER. Der Bonus: eine beigelegte CD mit all den Cartoons, die nicht in den Büchern zu finden waren. Ein echter historischer Schatz. Das Problem: die Cartoons waren ganz im Stil der frühen 2000er miserabel aufgelöst und in eine Archiv-Software eingebettet, aus der ich sie allerdings herauslösen konnte.

Heute habe ich kein CD-Laufwerk mehr, das diese Scheibe lesen könnte. Alte QuickTime-Videos kann selbst der Apple-eigene Player QuickTimePlayer nicht abspielen. Die Produzenten solcher Medien haben schlicht nicht daran gedacht, dass Dateien (im Gegensatz zu gedruckten Büchern und Zeitschriften) eine begrenzte Lebensdauer haben können. Oder vielleicht haben sie genau darauf spekuliert – so kann man den Content jeder Generation in neuen Formaten neu verkaufen. Auch ein Geschäftsmodell.

Raubkopierer haben solche Probleme nicht – die upgraden ihre Scans, wandeln Filmclips in neue Formate um, orientieren sich am Archiv-PDF-Format, das die Dateien auf Jahrzehnte lesbar machen soll. Wenn eine Webseite geschlossen wird, sind die Uploads nicht verloren – es findet sich immer eine Alternative, eine Kopie. Der Fan kann sich die grauen Scans auf die Festplatte und in die Cloud laden und muss nicht mehr fürchten, dass die Quelle abgeschaltet oder das Dateiformat obsolet wird. Allerdings alles in einer rechtlichen Grauzone.

Gibt es keine Lösung, die allen Seiten gerecht wird?

In einer perfekten Welt würde man das Copyright-Konstrukt endlich mal reformieren, Inhalte jenseits der z.B. 30 Jahre bedingungslos freigeben und damit dafür sorgen, dass die Szene der fleißigen Scanner und Digitalisierer auf rechtlich sicherem Boden arbeiten kann. Ich respektiere den Anspruch der Autoren, Grafiker, Layouter, Übersetzer – aber letztlich zählt, dass Kultur nicht verloren geht, weil Einzelpersonen auf den Rechten hocken wie die Henne auf dem Ei.

The needs of the many outweigh the needs of the few – or the one.

In meinem Fall heißt das (auch): Die FANGORIA habe schon seit Jahren in meiner Cloud liegen. Perfekt gescannt, im lesefreundlichen .cbr-Format. Die kann mir keiner nehmen, da reklamiert keiner Rechte dran.

Und ihr so?



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Martzell
8. November, 2025 14:11

Als ich erfuhr dass fast alle Stummfilme verloren sind, sogar die original Star Wars Filme beschädigt waren und aufwendig restauriert werden mussten und die BBC die Monty Python Anfänge nicht archiviert und deswegen  Fanmitschnitte angefragt hatte dachte ich mir spontan naiv:

Statt Privatkopien zu kriminalisieren („Raubkopien“) sollten diese erlaubt und evtl. sogar gefördert werden um Kulturgut zu bewahren.

Schwierig konkret umzusetzen. Vielleicht alles was nicht einfach kopierschutzfrei zu kaufen ist als nicht illegal verbreitbar einstufen.

Baumi
8. November, 2025 23:48
Reply to  Martzell

Ich glaube, bei der BBC vermischst Du zwei ähnliche Dinge: Die Sache mit den Fan-Mitschnitten gab es bei ganz alten Doctor-Who-Episoden (von denen noch immer eine ganze Reihe verschwunden sind oder nur als Audio-Mitschnitt existieren). Allerdings wäre es den Monty-Python-Sketchen tatsächlich beinahe genauso ergangen – m.W. wurden sie durch Terry Gilliam gerettet, der sie dem Sender abkaufte, als er von der geplanten Löschung hörte.

Ändert aber natürlich nichts an Deinem Argument. Tatsächlich gibt es bereits gewisse urheberrechtliche Ausnahmeregelungen für Bibliotheken, Archive und Museen, um den Erhalt von Werken in Kopie zu erleichtern. Die greifen aber natürlich erst, wenn etwas als kulturell wertvoll genug angesehen wird, um ihm diese Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. (Vom leidigen DRM-Thema mal ganz abgesehen.)

Martzell
9. November, 2025 16:44
Reply to  Baumi

Monty Phyton startete als BBC Radioshow die unzureichend archiviert wurde und über Fanmitschnitte wiederhergestellt wurde.

Baumi
9. November, 2025 19:06
Reply to  Martzell

@marttzell Der Name "Monty Python" wurde für die Fernsehreihe erfunden. Allerdings kannten sich die Ensemble-Mitglieder alle schon vorher und waren auch schon in verschiedenen Kombinationen in diversen anderen Comedy-Shows der BBC aufgetreten, von denen viele entweder gar nicht mehr oder nur noch teilweise erhalten sind. Am bekanntesten sind wohl "Do Not Adjust Your Set" und "At Last The 1948 Show".

Daneben gab es im Fernsehen z.B. "The Frost Report", an dem fast alle späteren Python-Mitglieder (bis auf Terry Gilliam) vor und/oder hinter der Kamera beteiligt waren; wenn auch z.T. nur als Gastdarsteller oder -autoren und im Rahmen eines größeren Ensembles. Da ist die zweite Staffel nur in Form von Fan-Audioaufnahmen erhalten.

Ein anderes Beispiel ist "Broaden Your Mind" (ebenfalls Fernsehen), für das – neben anderen Autoren – sämtliche Pythons geschrieben haben, und das nur noch in Form von Audio-Mitschnitten existiert, weil alle Sendebänder gelöscht wurden.

Im Radio fällt mir jetzt nur "Sorry, I’ll Read That Again" ein, das aber überraschenderweise tatsächlich vollständig erhalten geblieben ist. Keine Ahnung, ob das Zufall ist, oder ob die Archivierungs-Philosophie bei BBC Radio grundsätzlich anders war als beim Fernsehen.

Aber, wie gesagt, "Monty Python" ist das alles noch nicht; nur Projekte, an denen spätere Pythons mitgewirkt haben.

noyse
noyse
8. November, 2025 14:15

anderer Kontext, aber ähnliches passiert ja mit den ganzen DDR Zeitungen/Zeitschriften. Wenn es nicht die nimmer müden Sammler geben würde, die da fleissig einscannen. Insbesondere die ganzen Filmzeitschriften sind zum Teil für immer verloren. Da scheint es aber auch generell kein Bedürfnis zu geben, das erhalten zu wollen.

Last edited 1 Monat zuvor by noyse
Lars
Lars
8. November, 2025 14:47
Reply to  noyse

Das Problem ist sogar noch etwas größer, da auch reine Online-Inhalte nicht vor dem Vergessen geschützt sind. Ganz aktuelles Beispiel aus dem IT-Bereich ist AnandTech, die jahrelange eine absolute Instanz waren und auch viele Grundlagenartikel geschrieben haben. Letztes Jahr wurde die Redaktion aufgelöst und die Seite war nur noch ein Archiv. In diesem Jahr wurde das ganze Archiv offline genommen und alle Artikel sind auf offiziellem Weg verschwunden. Und das Internetarchiv mag momentan eventuell noch eine Rettung sein, aber wie lange die noch existieren, weiß auch niemand (da gibt es ja auch schon Versuche, die einzuschränken bzw. dichtzumachen).

Ich könnte mir vorstellen, dass es in 500 Jahren nur noch wenige Artefakte aus unserer Zeit gibt, und sehr viel verloren sein wird (und das, obwohl es jetzt mehr Bilder, Videos und Texte als je zuvor gibt).

Vineyard
Vineyard
8. November, 2025 15:53
Reply to  Torsten Dewi

Das erinnert mich an Diskussionen auf Ask Historian zur Bibliothek von Alexandria.

Im Gegensatz zum Mythos ist wahrscheinlich damals lang nicht so viel verloren gegangen wie behauptet, da es in anderen Bibliotheken so gut wie sicher Kopien gab.

Oder um zu ziteren:

"Sachen gehen nur verloren ,wenn sie nicht mehr vervielfältigt werden".

Deshalb gingen wahrscheinlich mehr Quellen beim Umstieg von Schriftrollen zu Codexi verloren (weil es sich oft auch nicht wirtschaftlich und zeitlich gelohnt hat ALLES zu kopieren) als beim legendären Brand.

Vineyard
Vineyard
8. November, 2025 19:56
Reply to  Torsten Dewi

Yep, siehe der BBC Vergleich.

Und im Prinzip bestätigt es ja mein obriges Zitat. Denn von Webseiten exisiteren ja (von einigen Webarchive Snapshots mal abgesehen) keinerlei Kopien.

Ist die Seite weg, ist sie für immer weg.

Vineyard
Vineyard
8. November, 2025 15:49

Blöde Frage, aber gibt es für Quicktime nicht irgendeinen (inoffiziellen) Emulator?

Immerhin gibt es ja für sonst quasi für alles einen.

sven
sven
8. November, 2025 21:54
Reply to  Vineyard

VLC spielt es im Zweifel ab

jens
jens
9. November, 2025 09:12

Danke für den Link zu den Video Watchdogs, war mir nicht bekannt. Leider nur ein kleiner Teil der Gesamtausgaben, aber vielleicht tut sich da ja noch was.
Ich besitze fast alle Printausgaben, habe damals auch das Projekt der Digitalisierung finanziell unterstützt, wäre aber trotzdem happy alle Ausgaben auch als pdf zu haben.

heino
heino
9. November, 2025 10:50

Mir ist das Problem im Musikbereich begegnet. Als Hobbygitarrist habe ich lange die Magazine aus dem PPV-Verlag gesammelt, diese aber aus Platzgründen vor meinen vorletzten Umzug entsorgt. Es gab ja das Online-Archiv mit allen Heften und Sounddateien zum Nachkaufen. Das wurde dann aber letztes Jahr infolge der Pleite von PPV ganz plötzlich vom Netz genommen und nun ist alles futsch. Die Hefte gebraucht zu kaufen, ist aufwändig und teuer, mal ganz vom fehlenden Platz in der Wohnung abgesehen. Von wegen "das Internet vergisst nichts "

2KopfPuffin
2KopfPuffin
9. November, 2025 14:39

Ist immer wieder frustrierend wenn einzelne Leute auf den Rechten hocken und dadurch digitale Veröffentlichungen verhindern. Von John Sinclair gibt es z.B. alle Hefte auch als eBook. Von Kollege Zamorra erst ab Nummer 1000. Von Maddrax erst ab 200(?).

Ebenfalls schlimm finde ich es aber wenn einzelne Rechte bei einem Produkt auslaufen und dann eine veränderte Variante neu veröffentlicht wird. So hat Charmed zum Beispiel nicht mehr die markante Titelmusik. Oder bei DVD Boxen zu alten Serien wird gleich der komplette Soundtrack ausgetauscht. Schon schön wenn Serien aus den 90ern keine Musik aus den 90ern mehr enthalten. Auch bei den älteren GTA Spielen wurde wohl nach und nach der Soundtrack ausgetauscht. Also selbst Dinge die eigentlich noch verfügbar sind, sind nicht mehr Original und damit zumindest entwertet.

Baumi
9. November, 2025 15:59
Reply to  Torsten Dewi

Siehe dazu auch die Querelen um die DVD-Ausgaben von WKRP in Cincinnati (spielt in einem Radiosender; Musik ist oft zentraler Bestandteil der Geschichten) und The Wonder Years (nutzt bekannte 60er-Jahre-Songs, um die Atmosphäre zu setzen). Es hat jeweils mehr als ein Jahrzehnt, gedauert, die Musikrechte für die Home-Video-Auswertug zu klären, und selbst dann musste immer noch einiges durch generische Tracks ersetzt werden.

(Der "No Stairway"-Gag aus Wayne’s World ist dafür anscheinend auf der aktuellen BluRay wieder restauriert.)

Pascal
Pascal
9. November, 2025 22:25
Reply to  Baumi

Ich meine mich dunkel daran erinnern zu können das wir das Thema so ähnlich schon mal hier hatten. Ein Beispiel aus der alten Diskussion war, glaube ich, ,,RTL Samstag Nacht“. Die fünf, sechs Darsteller haben ihre Gags natürlich nicht selbst geschrieben, dafür gab es Redaktionen. Und auch die haben international eingekauft wenn ihnen nichts einfiel. Ohne an DVD-Rechte zu denken. So dass irgendeine DVD-Sammlung aller ,,Samstag Nacht“ Sendungen zwangsläufig recht dünn sein würde, da der eine oder andere Lieblingsgag leider nach Ausstrahlung nicht ohne nochmaligen Aufwand erworben werden konnte.

Thomas
Thomas
10. November, 2025 12:04

Seit ich damals die Premiere der ersten Folge auf ProSieben gesehen hatte, war ich Fan der Serie "Scrubs".
Eine Sache, die in der Serie immer sehr wichtig war, war die Musik, die lustige / emotionale Szenen deutlich erhöht hat. Leider hatte man sich damals nicht die Musikrechte fürs Streaming gesichert – weil Netflix damals ja noch DVDs verschickt hatte.
Hier kommt noch dazu, dass die Serie nur in niedriger Auflösung gesichert wurde (gefilmt vermutlich schon – kenne mich nicht aus).
Als "Raub"kopie bekommt man FullHD-Versionen der Folgen (mit KI von den DVDRips hochskaliert) mit den Original-Songs. Da ist die Entscheidung recht leicht… Ich glaube, dass Bill Lawrence (Creator) mal dran war, das alles händisch zu machen, aber keine Ahnung, was daraus geworden ist.
Vielleicht wird ja jetzt mit der neuen Staffel was präsentiert.