MacOS, Android, Google: Das Leben zwischen den Blasen
Themen: Neues |Haltet durch, dieser Artikel braucht eine längere Einführung. Danach geht es dann um die Frage, welche Hardware man will vs. welche Hardware man braucht.
Es war eine der legendäreren Geschichten aus der Frühzeit dieses Blogs – 2010 stieg ich von Windows-Laptops auf Macbooks um – anfänglich aus beruflichen Gründen, dann aber aus Überzeugung. Ich bin mittlerweile ein Fan der langlebigen Apple-Hardware und weiß zu schätzen, dass auch das neue MacOS Lake Tahoe 26 weitestgehend so aussieht und zu bedienen ist wie die Vorgänger. Bei MacOS muss man sich nicht ständig mit GUI-"Revolutionen" herumschlagen. It just works.
Ich bin allerdings nie in die Apple-Biosphäre aus iTunes, iCloud, Mail, etc. eingestiegen. So perfekt diese Bubble sich auch präsentiert: sie ist ein goldener Käfig, der in den meisten Fällen die Benutzung von Non-Apple-Hardware ausschließt. In meinem Fall sind das u.a. die Android-Smartphones, die ich immer gerne genutzt habe. Ich wäre auch nicht zufrieden damit, in Internet-Cafés auf PC-Systemen keinen Zugriff auf meine Apple-Strukturen zu haben.
Die "goldene Lösung" war für mich immer Google. Das gesamte Angebot lässt sich Plattform-unabhängig nutzen. Ob Email, Kalender, Notizen, Office-Software, Cloud – selbst wenn ich nicht auf meiner eigenen Hardware unterwegs bin, kann ich über einen beliebigen Webbrowser darauf zugreifen. Null problemo.
Im Laufe der letzten Jahren bin ich allerdings in Sachen Hardware deutlich tiefer in die Apple-Biosphäre gerutscht. Mein letzter Arbeitgeber stattete mich neben den Macbooks auch mit iPhones aus. Von der LvA habe ich zu Weihnachten eine Apple Watch SE geschenkt bekommen. Passt, wackelt, hat Luft.
Jetzt habe ich allerdings eine ganze Sackladung an Problemen, die ich momentan nicht lösen kann und die eventuell einen neuen Ansatz in Sachen Hardware verlangen. Oder auch nicht. Vielleicht könnt ihr helfen.
Also: Meine Apple-Hardware hat Probleme. Sie ist zwar weitgehend unkaputtbar, aber die Akkus haben naturgemäß eine begrenzte Lebenszeit. Außerdem stellt Apple irgendwann den Support ein, dann gibt es auch keine neuen Betriebssysteme mehr. Die Software altert das Gerät, nicht die Hardware.
So bin ich nun an dem Punkt, an dem ich die Geräte gerne benutze und auch keine unerfüllbaren Ansprüche habe, aber auf der Stelle trete. Mein iPhone xs von 2019 bekommt das neue Betriebssystem nicht mehr. Mein Macbook pro von 2020 hat es noch bekommen, aber viele der neuen Funktionen bleiben außen vor.
Kurioser noch: Auch meine neue Apple Watch bekommt das Update (derzeit) nicht, weil mein iPhone zu alt ist, um es aufzuspielen – und der Versuch, es direkt in die Uhr einzuspielen, eine Fehlermeldung produziert.
Hinzu kommt: Das Macbook läuft auf Akku noch maximal drei Stunden und wirft seit dem Upgrade auf Lake Tahoe zu oft den Lüfter an. Das iPhone tut sich schwer, selbst bei mäßiger Nutzung einen Tag durchzuhalten.
Was tun? Ich sehe drei Szenarien, die ich nun mit euch besprechen möchte. Vorab: Geld ist nicht das primäre Problem – ich bin nicht arm, nur geizig. Von Macbooks rücke ich jedoch nicht ab. Alles andere ist verhandelbar.
DIE SIMPLE LÖSUNG
Es heißt ja gerne "never touch a running system" bzw. "if it ain’t broke, don’t fix it". Meine Geräte funktionieren, ich bin mit ihnen vertraut, sie sind allen Aufgaben gewachsen, die ich ihnen stelle. Die genannten Probleme kann ich mit relativ einfachen "workarounds" beheben, als da wären:
- Das Macbook hat das neuste Betriebssystem und daheim habe ich es sowieso immer an der Steckdose, da ist die Akku-Laufzeit kein Problem
- Beim iPhone sehe ich keine Notwendigkeit, das Betriebssystem unbedingt updaten zu müssen. Kein "must have". Und auf Ausflügen und Reisen packe ich halt eine Powerbank in den Rucksack, um Energie zu tanken
- Die Apple Watch bleibt, wie sie ist
Der Vorteil dieser Strategie: Ich kann den gesamten Hardware-Park noch ein, zwei Jahre nutzen, gebe kein Geld aus, und muss auch nichts neu einrichten.
Der Nachteil dieser Strategie: Ich arbeite mit veralteter Hard- und Software, verzichte auf Funktionen wie Apple Intelligence, und muss immer den Ladezustand von Macbook und iPhone im Auge behalten. Es ist auch nicht sexy.
DIE TEURE LÖSUNG
Eine Runde Upgrades. Das Macbook Air mit M4-Prozessor und eine für mich mehr als ausreichenden Ausstattung gibt es aktuell für 888 Euro. Entscheide ich mich für die 15 Zoll-Variante, sind es 1100 Euro. Damit habe ich nicht nur Zugriff auf alle neuen Funktionen, sondern auch ein Laptop, das unfassbare 16 Stunden auf Akku läuft. Beim Fantasy Filmfest in Berlin hätte ich damit in der ganzen Woche nicht an die Steckdose gemusst.
Ein iPhone der neusten Generation wäre mir definitiv zu teuer, da ich für dessen Leistung auch keine Verwendung habe. Ein iPhone 16e könnte ich allerdings für 550 Euro schießen, das iPhone 15 wäre aktuell etwas teurer.
Der Vorteil dieser Strategie: Ich bekomme für insgesamt ca. 1450 bzw. 1650 Euro weitgehend aktuelle Hardware, kann die Vorteile der neuen Betriebssysteme nutzen und muss mich nicht groß umstellen. Apple zu Apple gesellt sich gern.
Der Nachteil dieser Strategie: Ich gebe 900 Euro für ein Laptop und 550 Euro für ein Smartphone aus, obwohl mir diese Preise gegen den Strich gehen und meine aktuelle Hardware ja durchaus noch ihren Dienst versieht. Besonders die Preisgestaltung der iPhones sehe ich als jemand, der noch nie ein Smartphone für mehr als 300 Euro gekauft hat, extrem kritisch.
DIE SMARTE LÖSUNG
Für die smarte Lösung habe ich mich von perplexity.ai gut (wie ich finde) beraten lassen. Sie basiert auf der Annahme, dass ich mit meinem Macbook noch eine Weile klar komme und auch die Apple Watch kein Upgrade braucht. Der Flaschenhals ist derzeit das veraltete iPhone mit der nachlassenden Batterie.
Was, wenn ich nicht auf ein anderes iPhone umsteige, sondern wieder zu Android wechsle? Eine kurze Suche lässt mich das Motorola Edge 50 Neo sehr sexy finden:
Das bekommt man aktuell für 280 Euro und es ist dem iPhone in den meisten Kategorien weit überlegen. Es wäre das Upgrade, das ich brauche, um bessere Bilder zu machen und mich unterwegs nicht zu ärgern, wenn der Akku schwächelt.
Der Vorteil dieser Strategie: Die Ausgaben bleiben (vermeintlich) auf 280 Euro beschränkt und ich kann mit diesem Hardware-Mix noch zwei, drei Jahre arbeiten.
Der Nachteil dieser Strategie: Jetzt kommt’s – meine Apple Watch ist damit praktisch wertlos, weil sie relativ eng an das iPhone gekoppelt ist und Apple keinerlei Interesse zeigt, watchOS auch für den Android-Markt zu öffnen. Wenn ich das mit der Watch ernst nehme, dann müsste ich sie mit hohem Verlust verkaufen und eine ebenfalls auf Android basierende Smartwatch kaufen, die mit dem Edge 50 Neo problemlos kommunizieren kann und an mein schmales Handgelenk passt. Perplexity.ai empfiehlt dafür die Samsung Galaxy Watch 8:
Mi diesem Mix – Macbook, Edge 50 Neo-Smartphone, Galaxy Watch 8 – wäre ich gut für die vorhersehbare Zukunft ausgestattet und müsste dann nur irgendwann mal das Macbook gegen ein aktuelleres Gerät austauschen.
Der Haken: Ich bekomme zwar ein Smartphone für knapp 300 Euro, muss dann aber auch eine neue Smartwatch für den gleichen Preis kaufen. Damit sind wir wieder bei 600 Euro – wofür ich das iPhone 16e bestellen könnte.
Aus meiner Apple-Blase ausbrechen wäre mit Risiken verbunden – aber das Edge 50 Neo und die Galaxy Watch 8 reizen mich schon, zumal ich glaube, dass ich mit der Smartwatch auf Android-Basis ganz andere Sperenzchen machen kann…
Damned if you do, damned if you don’t.
Ihr seht: Es gibt wieder mal nicht die eierlegende Wollmilchsau bzw. die Lösung, die sich preislich wie praktisch anbietet. Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Die Preisunterschiede zwischen den Varianten sind enorm, aber der Zugewinn an Komfort und Leistung im Zweifelsfall auch.
Es ist ja nicht so, dass ich genau diese Dilemmas (Dilemmi? Dilemata? Diluminati?) nicht kennen würde – sowohl unseren BMW (Kilometerstand 200.000+) und meine Vespa (20 Jahre+) würden wir gerne durch moderne, effiziente und umweltbewusste Alternativen ersetzen, aber immer wieder grätscht uns das Argument "die sind doch noch in Ordnung!" in die guten Absichten.
Ich hadere schwer. Einerseits denke ich, ich sollte einen klaren Strich ziehen und gleich morgen das neue Macbook Air und das iPhone 16e kaufen. Dann denke ich wieder: mit der jetzigen Hardware ging es über fünf Jahre problemlos (auch wieder beim Fantasy Filmfest), warum also am status quo rütteln?
Die ganze alte Hardware muss dann ja auch wieder verkauft werden…
Ich gebe mein Zaudern damit mal an euch weiter – es gibt unter meinen Lesern bekanntermaßen absolute Apple-Jünger und Android-Verteidiger. Habe ich in meinen Szenarien oben was übersehen? Gibt es bessere Alternativen (in den gleichen Preisklassen) zum Motorola Edge 50 Neo oder dem iPhone 16e?
Seid meine Weisheit der Massen!
Als jemand, der auch zu Apple gewechselt ist, kann ich noch folgende Gedanken beisteuern (was es nicht einfacher macht 😇)
Der Wechsel auf ein MacBook mit M Prozessor ist gigantisch. Das ist ein enorm wahrnehmbarer Komfortgewinn im Vergleich zu der Intel Version. Gleichzeitig ist das MacBook nach deiner Beschreibung auch das einzige, was nicht sofort geupgradet werden muss.
Dagegen sollte das iPhone schon gewechselt werden, ich persönlich finde aber das sich da nicht so viel tut. Klar bessere Bilder, besser Akku, bisschen schneller, aber selbst über mehrere Jahre eher Evolution als Revolution. Apple Intelligenz ist noch nicht richtig existent. Aber kommt ja vl noch. Das 16e ist auf jeden Fall denke ich eine gute Wahl, auch was die langfristige Verwendung angeht aufgrund des aktuellen Prozessors. Und straßenpreise sind ja auch schon etwas unter 600. das wäre wahrscheinlich der beste Weg, wenn mit Apple soweit zufrieden.
Wenn Plattform egal und Zeit vorhanden kann man auch den Markt beobachten- es gibt bestimmt auch auf der android Seite Bundles mit Uhr plus phone. Man muss nur einkalkulieren, das die Lebensdauer bei Androiden kürzer ist.
Also iPhone upgrade nötig, aber wahrgenommene Veränderung nicht so groß. MacBook noch nicht sofort nötig, wahrgenommene Verbesserung aus meiner Sicht sehr groß.
Alles richtig. Mich reizt am Android-Phone primär die Möglichkeit, erheblich tiefer im System rumzufummeln und das Gerät für mich zu individualisieren. Ja, das Macbook reicht noch, aber aktuell springt wie gesagt der Lüfter erheblich zu oft an. Das ist seit Lake Tahoe so und darf kein Dauerzustand sein.
Für mich war immer entscheidend, dass ich diese Geräte ausgiebig nutze. Ich habe das Telefon bestimmt 2-3 Stunden am Tag in Benutzung, am Mac arbeite ich auch viele Stunden. Wenn ich dann den Preis pro Stunde rechne, kann ich das schon rechtfertigen, auch mal für 1200 Euro ein Telefon zu kaufen. Das Apple Ökosystem
Ist nach der Pareto-Regel bepreist: Für die 20%, die es durch die tighte Integration besser ist als die anderen, werden halt 80% Aufpreis fällig. Das ist die Grundsatzentscheidung, ob man das ertragen kann. MMn hängt das direkt davon ab, wie oft und wofür man die Hardware dann benutzt.
Egal wie du dich entscheidest, nochmal der Hinweis: Gebraucht kaufen ist bei Apple kein Ausweg. Das Zeug ist erstaunlich wertstabil im Vergleich, du zahlst für ein iPhone 13 beim Händler immer noch gut 350 Euro, und da ist dann nichts refurbished.
Sehr interessante Betrachtungen. Demnach wäre das Macbook auf jeden Fall fällig, denn damit arbeite ich am Tag mindestens acht Stunden (inkl. abends Videos gucken). Das iPhone ist wiederum nur "basic" – telefonieren, Emails lesen, Bilder machen. Da geht auch eine einfachere Variante. Relevant ist der Akkuverbrauch und da hat wohl das Motorola die Nase vorn. Wertstabilität kommt ins Spiel, wenn wir dann diverse Geräte verkaufen: iPhone, mindestens drei Macbooks, etc. Die LvA will nämlich jetzt ihr Macbook (12 Zoll) von 2017 gegen ein Macbook Air M4 15 Zoll tauschen.
Das Air 15 Zoll würde ich auch kaufen, wenn ich ein MacBook wollte. Ich habe mich für die Kombination sauteures iPad Pro (Comics lesen und Filme schauen auf einem OLED ist super) und billigen Mac mini entschieden, nur um die Variante auch mal zu erwähnen. Ist sehr nischig, aber wenn du viele PDF konsumierst, eine Überlegung vielleicht wert. Der Mac Mini M4 kostet halt 500 Euro bei Amazon und kann relativ einfach für 200 Dollar auf 1-2 TB Speicher gehoben werden.
Kauft doch am Besten erst das Air für deine Frau und spart nicht am RAM. Ich würde mich nicht wundern, wenn das Gerät dann zu dir spricht und du zügig merkst, ob es das für dich ist. Im Vergleich zur Intel-Zeit sind das jetzt halt wirklich wahnsinnig gute Teile. Klar, wahnsinnig teuer, aber siehe oben.
Ich bin selber in der Apple Welt. Ich muss Jan Recht geben, die MacBooks mit dem M-Prozessor sind wirklich sehr gut. Preis-Leistung stimmt aber nur bei den Einstiegsmodellen. Aber wenn Apple keine Updates mehr für dein MacBook liefert, gibt es immer noch Möglichkeiten, diese einzuspielen:
https://de.wikipedia.org/wiki/OpenCore_Legacy_Patcher?useskin=vector
Wie lange das jetzt aber noch für Intel Prozessoren funktioniert weiß ich nicht.
Wenn ein neues IPhone würde ich das iPhone 17 nehmen. Du bekommst noch lange Updates und fast alle aktuellen Funktionen wie das Pro.
Wenn es nicht Apple sein soll würde ich mir auf jeden Fall Nothing mal anschauen:
https://de.nothing.tech/collections/shop-all
CMF ist die Einstiegsmarke, das 2 Pro hat gute Bewertungen bekommen. Die Nothing Smartphones sind wegen des Äußeren Geschmackssache, wenn man eine Hülle drum macht sieht es keiner. Außerdem gibt es sehr viel Zubehör wie günstige Smartwatches und vernünftige Kopfhörer für kleines Geld. Bei Amazon gibt es auch immer wieder gute Angebote.
Motorola hat leider keine gute Vergangenheit bei Softwareupdates. Da würde ich mir lieber ein Einstiegssmartphone von Samsung holen.
Danke für die Tipps. Meine Frau ist seit 2018 mit preiswerten Motorola-Modellen sehr zufrieden. Ein iPhone für knapp 1000 Euro kommt mir nicht ins Haus.
Kann ich völlig nachvollziehen.
Vielleicht noch ein Tipp wenn es um Android geht. Das aktuelle Fairphone 6 ist nicht wirklich günstig, aber wenn man ein Telefon lange benutzen will wohl eine sehr gute Wahl. Man kann sehr viele Komponenten auf der Homepage bestellen und selber wechseln. Die Tests sind auch gut, man kann es auch direkt mit einem Custom Rom bestellen. Gab es gerade bei Heise einen Test zu, ist aber hinter der Paywall. Funktioniert wohl erstaunlich gut.
Das ist nichts für mich. Ich will ein neues Gerät, das fünf Jahre funktioniert und bei dem ich einmal im Jahr das Betriebssystem update. Mehr Aufwand ist mir das Handy nicht wert. Mein Anspruch ist dafür zu gering.
Aufgepasst: Apple Intelligence (sofern in Europa überhaupt verfügbar) erfordert ein iPhone 16 oder neuer oder iPhone 15 Pro. iPhone 15 ist raus. Das ist es mir nicht wert. Ich habe aktuell ein refurbished iPhone 12 für 300 Euro mit neuem Akku gekauft.
Und das sehe ich halt nicht ein – ein iPhone von 2020, noch dazu refurbished, für mehr als das nagelneue Edge 50 neo?!
Im Herzen bin ich ja auch jemand, der gerne an Geräten rumfrickelt und optimiert. Aber am Ende im "Real Life" soll der ganze Kram einfach nur funktionieren. Wenn Du ohnehin schon im Apple-Universum gelandet bist, macht es meiner Meinung nach am meisten Sinn, jetzt auf das IPhone 16E oder 15 zu wechseln. Ich weiß nicht, wie es aktuell bei Android-Handys ist, aber ich glaube alles außer Pixel bekommt nur deutlich kürzer Updates als die IPhones und so rechtfertigt man sich dann den höheren Preis, weil man nur alle 5-6 Jahre sein Gerät updaten muss.
Ich hab mir das inzwischen zeitlich so eingerichtet, dass ca. alle 2 Jahre immer das älteste Gerät aus dem Apple-Fundus (Fon, Watch, Pad) erneuert wird, dann hat man immer am meisten "Lustgewinn" an neuer Hardware und der Umstieg ist schnell über die Cloud gemacht.
Nachvollziehbar. Aber gerade Motorola gibt fünf bis sieben Jahre Support man kann mit mindestens Android 19 planen.
Selbst wenn nicht. Die Geräte sind ja nicht alle nutzlos, nur weil sie kein neues OS mehr bekommen. Das ist übrigens auch nicht (nur) vermeidbare planned obsolescence, du musst halt, wenn du das nicht auslaufen lässt, irren Aufwand für Testing und Legacy Libraries betreiben. Das könnte sich Apple finanziell zwar locker leisten, aber es würde sie auch sehr langsam machen.
Ich bin da zwiegespalten. Bei Android verstehe ich die "Alterung" der Systeme, meine aber, dass die großen Player sich hier eine Lösung teilen könnte, die alte Smartphones lauffähig hält – sie haben nur kein Interesse daran. Für Apple wäre es sogar noch einfacher, weil man die Hardware komplett kontrolliert und nur für wenige Geräte "legacy support" anbieten müsste – auch hier fehlt es an Interesse, die alte Hardware funktionstauglich zu halten, weil man neue Geräte verkaufen will. So war ich vor zwei Jahren stinksauer, als ich erfahren habe, dass Apple keine Akkus für das Macbook meiner Frau von 2017 mehr anbietet – dabei ist das Gerät davon abgesehen noch absolut tauglich.
Ich bin nach 15 jahren zurück zu windows weil die apple rechner (fest verlötet) nicht genug Festplatte anbieten (persönliche Präferenz). Ich nutze seit Markteinführung iTunes täglich, mein iPhone und watch werde ich auch auf keinen fall auf ein anderes System wechseln. Mein aktueller Dell schlägt die Apple Modelle um Längen und so schön und bequem die Apple Notebook Zeit war, wenn es das Gerät was ich brauchr physisch nicht mehr gibt dann eben nicht. Der Umstieg war jedenfalls leichter als erwartet.
ich weiss das war nicht die Frage aber es ging ja auch um persönliche Erfahrungen.
jegliche Cloud und „you own nothing…“ Lösungen kommen auf gar keinen Fall jemals in Frage (für mich)
Ja, da sieht man wieder, wie unterschiedlich die Ansprüche sind. Mein altes Macbook hat 512 GB und die brauche ich nicht. Die 256 GB des neuen Macbook Air sind mehr als genug, weil ich das alle beizeiten auf externe Festplatten und in die Cloud schiebe.
Hm, wirklich schwierig, weil alle Optionen ihr Für und Wider haben. Volle Zustimmung natürlich zum Lob der M-Prozessoren – schon der M1 war damals ein echter Quantensprung, mit dem M4 (und dem mittlerweile gottseidank verdoppelten RAM im Grundmodell) wird daraus in deiner Situation eine komplett neue Arbeitserfahrung im Vergleich zu deinem alten Laptop. Geschwindigkeit, Akkulaufzeit, dazu silent dank gar nicht erst vorhandenem Lüfter. 😉
Also eigentlich ein No-Brainer, aber das mit der Uhr ist dann natürlich wieder verzwickt, wenn du telefonisch auf Android wechseln willst. Mein letztes eigenes Android ist eine Weile her (ich nutze das Handy hauptsächlich zum Arbeiten, weswegen mir die Indiviualisierung der Oberfläche nicht sehr wichtig ist), aber ich habe meiner Mutter damals auch das Motorola (neo 40, also der Vorgänger) geschenkt, weil es zumindest vor etwa zwei Jahren preis-leistungsmäßig das beste Angebot war und sie natürlich nun auch nicht mehr die Jüngste ist.
Vielleicht kannst du ja auch mal ein Auge auf das kleinste neue Google-Pixel-Modell werfen, die waren zumindest von der Kamera her auch immer ziemlich gut und du sagst ja selbst, dass du viel im Google-Universum unterwegs bist.
Ich selbst nutze immer noch ein altes iPhone 13, aber im Apple-Universum ergibt das für mich am meisten Sinn und ist (für mich) einfach enorm arbeitserleichternd, vor allem was den nahtlosen und direkten Dateitransfer via Airdrop oder eben das automatische Copy & Paste zwischen beiden Geräten angeht.
TL;DR: Neues Macbook wäre ein Quantensprung-Upgrade. Neo 50 finde ich gut, kann aber nur meine positive Erfahrung mit dem Neo 40 meiner Mutter teilen. Watch: Keine eigene Erfahrung. Kommt auch drauf an, wofür du sie am meisten benutzt. Inzwischen gibt es wohl vergleichsweise günstige Smartwatches, vielleicht muss es auch hier nicht das teuerste Modell sein?
Meine Frau hat eine Smartwatch für 50 Euro, die erstaunlich viel kann – aber ich will am Armband was haben, das was taugt. Und die Galaxy Watch 8 gefällt mir. Man wird sehen – vielleicht wird es doch ein iPhone und ich behalte die Apple Watch. Time will tell.
Ich weiss nicht, ob es schon wer gesagt hat, aber Samsung hat z.B. oft ganz nette Trade-Ins. Für die Galaxy Watch kann man z.B. irgendein altes Telefon für €80 eintauschen. Da die noch recht neu ist, dürfte man da unter den Strassenpreisen landen. Kleiner Tipp: Falls nicht selbst vorhanden, fragt mal Bekannte, ob deren Arbeitgeber in der Corporate Benefits Plattform ist, ist nicht gerade wenig vernreitet.
Zum Thema: Da halte ich mich raus, wir haben bei uns jeweils das eine und andere Ökosystem, gehen tut beides (nur das normale IPad hat keine PLV Konkurrenz bei Android).
wir standen letztens vor einem ähnlichem Problem. Das MacBook pro von meiner Frau tut noch brav was es soll aber es bekommt ein bestimmtes Update nicht mehr weswegen sich auch MS Office nicht mehr aktualisieren lies. Sie hat auch ein Iphone und eine Watch, so dass ein neues Macbook eigentlich logisch wäre. Aber in der Grösse wie das jetzige ist es wirklich ziemlich teuer. jetzt ist es ein samsung book 5 geworden. bisher kein problem. ich persönlich kann mich nicht so mit den Apple Sachen Anfreunden. Bisher immer windows und Android Handys – aktuell Pixel. Als Smartwatch kommt bei mir Momentan nur die Garmin fenix 7x in Frage. über drei wochen laufzeit durch das dualdisplay, lässt sich super ohne touch bedienen. und ich mag die komplette offline navigation auf der Uhr 😉
"Das MacBook pro von meiner Frau tut noch brav was es soll aber es bekommt ein bestimmtes Update nicht mehr weswegen sich auch MS Office nicht mehr aktualisieren lies. Sie hat auch ein Iphone und eine Watch, so dass ein neues Macbook eigentlich logisch wäre. Aber in der Grösse wie das jetzige ist es wirklich ziemlich teuer. "
Halte ich für unwahrscheinlich. Das Macbook müsste demnach schon sehr alt sein und definitiv noch eins aus der Intel-Generation. Das wird ja schon vom günstigsten M1-Air elegant zur Seite geblasen … von der neuen Generation gar nicht mehr zu reden.
kommt ja immer darauf an was man damit tut. bisschen office, mails lesen, surfen, und viki und netflix gucken. kann man alles prima mit machen. der akku hält tätsichlich auhc noch einbisschen durch 😉
Selbst mit dem ersten MacBook Air der LvA (von 2010!) kann man heute noch alle normalen Sachen machen.
"Ich muss ein neues Handy kaufen, damit ich meine arschteure Armbanduhr noch richtig weiterbenutzen kann" würde mich auf so tiefgreifender Ebene annerven, dass der Wechsel zu Android für mich klar wäre.
Samsung hat übrigens eine eigene Software, um von Handy zu Handy zu migrieren. Die hat bei meinem Wechsel vom Samsung S9 auf das S20 (letztes Samsung mit SD-Karten-Slot, für mich sehr wichtig) sehr gut funktioniert.
So generell: Schau bei Android-Handys unbedingt, ob dir die Kamera von der Bildqualität als auch von der Bedienung gefällt. Ich mag die Samsung-Sachen sehr, kriege aber beim Sony-Handy meiner +1 jedes Mal die Krise, weil mir die Kamera viel zu langsam ist.
Ja, das mit der Watch hat mich auch geärgert. Aber die ist nun mal als Ergänzung zum iPhone entwickelt worden. Hätte ich das durchdacht, hätte ich die nie gekauft/mir schenken lassen.
Ich kann mal meine Einschätzung geben, bin aber als Blogleser gespannt zu hören wie Du dich dann entscheiden wirst.
Ich würde an Deiner Stelle erstmal zu warten wenn Deine Hardware im Moment funktioniert würde ich diese weiterverwenden. Es ist auch davon auszugehen das jetzt demnächst bei den Prime Days und im November zum Black Friday sowohl die Apple Hardware mit M3/M4 nochmal günstiger wird ebenso wie die Smartphones älter als die 16er wenn Apple die M5 Macbooks vorgestellt/eingeführt hat und die neuen iPhones in allen Märkten Deutschlands angekommen sind. Auch die Android Smartphones werden dann sicher nochmal günstiger. Du kannst ja dann zuschlagen wenn ein gutes Angebot kommt.
Beim Motorola Edge 50 neo würde ich aber abraten, das ist zwar ein sehr gutes Preis/Leistungsgerät aber der Nachfolger (zum Start vermutlich auch nur 50-100€ teurer) steht unmittelbar vor der Tür und da es dieses Jahr die EU-Verordnung gab das auch Android Hersteller Ihre 5 Jahre Updates bringen müssen wäre das Edge 60 neo deutlich zukunftssicherer als das Edge 50 (bei dem mit Android 16 Schluss wäre, damit hättest Du also beim Handy im nächsten Jahr das gleiche Problem wie beim iPhone jetzt). Eine alternative die jetzt schon verfügbar ist wäre das Motorola 60 Fusion, das kam dieses Jahr, bekommt damit auch schon länger Updates und ist vom Preis auch schon recht gefallen. Bei den Samsunguhren würde ich auch immer zu der Generation die ein Jahr älter ist greifen, die bekommen fast genau so lange Updates (Weil Samsung nur alle 2-3 Generationen einen grossen Sprung beim Prozessor macht) und sind in der Regel 100€ günstiger (im aktuellen Fall wäre es die Watch 7 die etwa 150€ kostet im Vergleich zur 8er mit 250).
Hier würde ich vielen Details widersprechen. Mein MacBook pro wäre weiterhin mein "device of choice" geblieben, wenn es mit Lake Tahoe nicht so hadern würde. Der Lüfter nervt und dem Akku tut diese nicht nachvollziehbare Überbelastung nicht gut. Es ist Zeit für den Umstieg. Das Macbook Air M4 IST ja gerade sehr deutlich rabattiert – 28 Prozent. Mehr gibt es bei Apple NIE, auch nicht bei Prime Days oder am Black Friday. Die Firma sorgt dafür, dass "Schnäppchen" eher selten sind. Recht hast du natürlich mit dem Black Friday, was Android-Geräte angeht. Wenn es soweit kommt, werde ich bis zum 7. Oktober warten.
Das Edge 50 neo wird nach Aussagen von Motorola vermutlich sieben Jahre (mindestens bis Android 19) mit Updates versorgt. Das Argument "das nächste Modell hat aber längere Updates" gilt IMMER und ist damit irrelevant. Klar, wenn ich in 10 Jahren ein Gerät kaufe, kann ich das auch in 15 Jahren noch benutzen. Das hilft mir aber JETZT nicht.
Generell suche ich im Smartphone- und Smartwatch-Bereich in einer Preisklasse, bei der ich mir auch die aktuellen Geräte leisten kann. Gerade das ist es ja, was ich der Apple Watch und den iPhones ankreide.
Ein kleiner Punkt noch, den du in deiner Kalkulation nicht drin hast (oder ich hab es übersehen, was auch sein kann): Mit Aplpe Hardware hast du normalerweise deutlich bessere Wiederverkaufswerte. Ok, beim iPhone Xs dürfte der wirklich nicht mehr so hoch sein, aber für das MacBook könntest du schon noch Geld bekommen. Das kannst du dann gegen den Preis vom neuen gegenrechnen.
Und wie schon andere geschrieben haben, der Wechsel auf ein M-MacBook ist ein Quantensprung, was Leistung und Energieverbrauch angeht. Ich habe ein inzwischen 4 Jahre altes M1 MBP (3 Jahre 11 Monate um genau zu sein), und rein leistungstechnisch gibt es keinen Grund, ein Update zu wollen. Das läuft immer noch phantastisch. Und das aktuelle Air ist ein tolles Gerät, mit dem du auf lange Zeit alles erledigen kannst. Du hast aktuell halt Pech, dass du in den Wechsel der Hardware-Architektur von Apple reingefallen bist, weshalb sie Intel gerne loswerden wollen und nicht mehr so lange supporten.
So sehe ich das auch. Unsere Apple-Hardware ist allerdings zu veraltet, um noch nennenswert Geld zu bringen. Ich spiele auch mit dem Gedanken, mein Macbook pro zu behalten, um ein Zweitgerät für Notfälle zur Hand zu haben (was ich aber bisher nie gebraucht habe).
Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich hier was zu schreiben soll oder nicht. Meine sehr feste Meinung zu Apple-Kram kennt der Hausherr glaube ich: Ich persönlich halte Apple für rausgeschmissenes Geld. Absolut gar keine Frage, die Hardware, egal ob Laptop oder Handy, ist sicherlich sehr wertig und um die Kamera beneide ich jeden iPhone-Nutzer. Aber die damit einhergehende Politik, der Vendor-Lockin, die genommenen Freiheit auf Nutzerseite und die großen Drangsalierungen auf Entwicklerseite (Kaufen Sie ein neues irre teures Gerät, damit Sie ihre freie OpenSource-App weiterhin bei uns in den Store kippen können, wofür wir Ihnen übrigen 100$ im Jahr berechnen) sowie die völlig absurde Preispolitik lassen mich auf Lebzeiten die Finger davon weghalten.
Bei Laptops bin ich der festen Überzeugung, dass man für halb so viel Geld, etwas ähnlich wertiges bekommt. Ich jedenfalls habe seit 20 Jahren keinen Rechner oder Laptop deswegen abgegeben, weil er kaputt war oder nicht wie am ersten Tag geschnurrt hat. Es ist immer nur eine Frage, wie man ihn pflegt – und damit meine ich vor allem den Blick auf die Software. Alle meine Systeme liefen immer mit Windows – und nein, ich installiere Windows nicht jede Woche neu. Dass Microsoft mit Windows 11 in die gleiche Richtung driftet wie Apple, indem es einem vorgaukelt, man bräuchte dringend einen neuen Rechner um upzugraden, stellt mich jedoch vor ein Problem.
Ich kann allerdings jedem Otto-Normal-User raten, sich im aktuellen Linux-Bereich umzuschauen. Es gibt viele tolle, inzwischen wirklich gut, flüssig und intuitiv laufende Systeme und Gefrickel gibt es nicht mehr, insbesondere, wenn man am Ende nur die üblichen Sachen macht: Browser, Office, Videos schauen. Ich persönlich konnte nur deswegen noch nicht von Windows weg, weil ich 2 sehr spezielle Anwendungsfälle habe, die bisher noch nicht unterstützt sind, das primäre davon ist mein (zugegeben veraltetes) Grafik-Tablet.
Was die Hardware betrifft, habe ich letztes Jahr das Experiment gewagt, mir meinen Laptop bei Framework (frame.work) zusammen zustellen. Wer das Fairphone kennt: Das ist das gleiche Prinzip, nur für Laptops. Da ich Laptops immer nur weggegeben habe, weil da RAM oder Festplatte zu klein war, und ich eigentlich dagegen bin, deswegen den Rest gleich mitentsorgen zu müssen, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, sie gefunden – und bin zu 90% zufrieden. Die letzten 10% sind gut verkraftbar und wieder für den Otto-Normal-User sicherlich nicht festzustellen.
Was das Handy betrifft, wird meine Antwort schwerer. Ich selbst lege sehr viel Wert auf eine bestmögliche Kamera, da ich gern fotografiere, aber es hasse eine Spiegelreflexkamera und sämtlichen Krimskrams mit mir herumzuschleppen. Das bringt mich immer in folgende Auswahl: iPhone Pro, was Chinesisches (Huawei, Honor, etc.), Google Pixel Pro, Samsung Galaxy Ultra. Seit dem Wegfall von MicroSD-Slots brauche ich mindestens 512GB Speicher, da ich kein Spotify habe und will, sondern meine eigene Musiksammlung mit mir rumtrage. Überhaupt empfinde ich die Entwicklung bei Smartphones leider als rückgängig und bevormundend. Ich hätte gern die Wahl, einen Klinkenstecker zu haben und meinen Speicher zu erweitern, dabei aber nicht auf eine gute Kamera zu verzichten. Gibt es nicht. Also sind alles irgendwie Kompromisse bei sehr teuren Taschencomputern. Die restliche Hardware? Bumsegal. Ich habe seit 10 Jahren nicht das Gefühl, das mir irgendein wasweißich für Prozessor irgendeinen Unterschied gemacht hat, das ist reines Marketing für alle, die keine Hardcore-Gamer auf dem Smartphone sind. iPhone? Siehe oben. Bei den Chinesen bin ich wohlgemerkt immer mal wieder dran, es zu versuchen, weil die Kameras ganz großartig sein sollen. Doch leider sind da wegen US-Sanktionen keine Androiden mehr zu finden. Deswegen haben die Eigenentwicklungen, die durchaus nicht schlecht sein sollen, doch tatsächlich habe ich keine Lust, meine eigenen iOS/Android-Apps nochmal auf ein drittes System zu portieren; die würde ich schon vermissen. Bleibt Google Pixel oder Samsung Galaxy. Die nehmen sich, glaube ich, bei meinen Kriterien nix mehr, und dann bleibe ich bei Samsung, weil die Portierung von alten Generationen auf neue so schön einfach ist.
Am Ende muss, glaube ich, jeder selbst entscheiden: Zu aller Erst: WAS will ich eigentlich wirklich mit dem Gerät machen? Es soll vor allem der Arbeitserleichterung dienen. Und dazu zählen auch Fragen wie: Will ich flexibel sein? (Mit Blick auf Apple – oder der Möglichkeit, auch außen herum zu schauen) Danach kommt es erst zu: Welche Software kann mir das bieten, was ich will. Danach: Welches System kann diese oder eine ähnliche Software unterstützen. Und danach kann man schauen, was der Markt hergibt. Was kostet das und was ist es mir wert? Und: Wie oft wird es mich was kosten? (aka: Wie zuverlässig ist es voraussichtlich?) Was für mich gar nicht geht: Ein Hersteller eines kleinen Nebengerätes (SmartWatch) zwingt mich, den Rechner XYZ zu kaufen. Damit wäre der von vornherein raus, denn ich würde lieber in Kauf nehmen, ein neues, passenderes, und (weil ich habe daraus eine Lehre gezogen) flexibleres Gerät kaufen, als mich bei der Auswahl meiner Hauptarbeitsgeräte davon beeinflussen zu lassen. Genau das ist die Apple-Politik (und ja, sie ist nicht mehr ausschließlich Apples, aber das macht es nicht besser), die ich so furchtbar verabscheue. Ich bin ein freies Individuum, ich will mein Geld dorthin stecken, wo ICH für am Besten halte, nicht was mir irgendein Konzern einredet.
"und sämtlichen Krimskrams mit mir herumzuschleppen."
Denk doch mal über eine Bridgekamera nach.
Ich habe die Lumix fz2000 und bin hochzufrieden.
Danke dir für den Hinweis, in der Tat eine Idee, um sie bspw. im Urlaub mitzuführen. Da kann ich mal drüber nachdenken. Allerdings trifft es meinen Anwendungsfall nicht, selbst meine gute PowerShot ist mir zu groß, um sie dauerhaft mitzunehmen. Ich mag Handyfotografie sehr, eben weil ich das Gerät in jedem Fall dabei habe. Ich muss nicht jedes Mal überlegen: Nehme ich jetzt noch was zusätzliches mit, kommt vielleicht nachher eine Möglichkeit, sie einzusetzen? Wo packe ich sie hin, dass sie mich sonst nicht stört, etc. Auch mag ich es, die Bilder direkt im Anschluss nachzubearbeiten, das alles bietet mir ein Handy, jedes, insbesondere große, zusätzliche Gerät würde auf Dauer wieder dazu führen, dass ich es zu Hause lasse. Die schönsten Fotos entstehen leider immer in den Situationen, in denen man am wenigsten damit rechnet. Und direkt auf Fotosafari gehe ich auch sehr selten. Und meiste endete das am Ende mit Enttäuschungen: Das Licht war nicht so, wie man es erwartete, das Vögelchen hatte sich nicht gezeigt, es waren zu viele andere Personen vor dem Gebäude, etc. pp. Eine zusätzliche Kamera in der Tasche ist für den Urlaub sinnvoll, aber zumindest nicht für mich im Alltag.
Eine generelle Ablehnung von Apple… nun, lehne ich ab. Ich bin mit Hard- und Software bisher sehr zufrieden und hatte auch dank Google keine Notwendigkeit, mich in die Apple-Biosphäre saugen zu lassen. Das aktuelle Problem rührt von der Umstellung auf ein neues Betriebssystem aller Apple-Produkte her (OS 26) und den Wegfall einiger Geräte beim Support desselben. Die Apple Watch ist halt als "companion piece" zum iPhone entwickelt worden. Eine Verkettung unglücklicher bis ärgerlicher Umstände.
Viele deiner Kritikpunkte sind nachvollziehbar, aber eben nur für dich, wie du ja auch selber erkannt hast: "WAS will ich eigentlich wirklich mit dem Gerät machen?" – ich fotografiere relativ wenig, schleppe keine riesigen Sammlungen mit mir auf dem Smartphone rum, brauche nur wenige Funktionen der Smartwatch. Mein Dreh- und Angelpunkt ist das Laptop, bei dem ich den Komfort und die Haptik von Hard- und Software bei Apple genieße – weshalb ich gestern Abend auch für 863 Euro das MacBook Air M4 bestellt habe. Die "kleine" Festplatte von 256 GB stört mich null, weil ich meine großen Archive auf externen Platten und der Cloud lagere. Ich habe schon aus vielen Gründen neue Rechner gekauft – mangelnder Platz gehörte nie dazu.
An Linux habe ich schlicht kein Interesse. Bei der Watch muss es dann in der Tat Android/WearOS sein – NOCH ein OS kommt mir nicht ins Haus.
So muss jeder seinen "use case" finden – und die Hard- und Software dazu.
Deswegen meinte ich auch, dass es mir generell schwer fällt, dazu zu antworten. Ich habe bewusst, meine Entscheidungskriterien zu meiner Hardware genannt, einfach nur um zu zeigen, wie bei mir Entscheidungen vonstatten gehen. Das ist natürlich höchst individuell, aber kann ggf. helfen, seinen Entscheidungsbaum davon abzuleiten 🙂
Ich habe keine Entscheidungsbäume. Ich bin ein Mann der Tat!
Unter den problemlos erhältlichen Chinesen mit guter Kamera kann ich noch Xiaomi (die Ultra-Reihe, aber auch die nicht Ultras sind da sehr gut) und Oneplus in den Raum werfen (gehört zu Oppo), S-Man. Android wird leider auch mehr und mehr zum Walled Garden, Sideload künftig nur noch für verifizierte Apps, Bootloader-Unlock und Root wird immer schwieriger und auch externe Launcher werden immer weiter eingeschränkt (Stichwort Gesten). Da nähern sich die Konzerne leider nach und nach an einander an. Apple zum Guten (insbesondere durch den Druck der EU), Android bedenklicherweise zum Schlechten.
Dennoch bleiben mir Customizability (auch schon bei der individuellen Hardware-Wahl) und Innovation auf der Androidseite zu wichtig, um da auf absehbare Zeit zu wechseln (Stichwort Foldables, noch funktioniert Sideloading, generell mehr Mut, etwas zu wagen – Nothing hatte ja hier schon jemand erwähnt).
Vom früheren Dogmatismus bin ich aber längst weg. Es entscheiden allein die Anforderungen.
Was die China-Hobel angeht:ich habe ein Xiaomi Redmi Pro 10 und das hat Android. Da es schon fast 5 Jahre auf dem Buckel hat, ist es Android 12 (keine Ahnung, was da die aktuelle Version ist und ob Xiaomi immer noch Android nutzt), aber das Ding läuft nach wie vor wie eine 1, die Kamera ist klasse und der Akku ist der Hammer, der hält selbst nach 5 Jahren mit fast pausenloser Nutzung nach wie vor den ganzen Tag durch
Ich habe ähnlich lange schon ein Redmi Note 10S. Meine Erfahrungen mit dem Akku sind vergleichbar.
Obwohl mir sonst schon schwant, dass mittelfristig mal ein neues fällig ist und ich inzwischen den Chinesen nicht mehr traue. Vielleicht muss ich doch mal auf die dunkle Seite des Apfels.
ich habe als erste mal die MiCloud deaktiviert, die sonst alles ungefragt abspeichert. Aber die Google Cloud ist da nicht viel besser, es ist unfassbar umständlich, da z.B. Fotos zu entfernen
Interessant. OneDrive war immer meine Ablage für die Unmengen an Fotos. Dann bin ich auf GoogleDrive umgestiegen, weil ich die Fotos-Sektion sehr leicht kuratierbar finde. Das bietet OneDrive mittlerweile aber wohl auch. Inwiefern findest du es umständlich, Fotos zu entfernen?
Man kann das nicht am Handy machen, sondern muss dafür an den PC. Und um sicher zu gehen, dass das auch funktioniert (sonst spielt die Cloud z.B. gerne ungefragt Bilder auf dem Fernseher ab), muss man dafür die SIM-Karte aus dem Handy nehmen. Ich wollte das erst nicht glauben, aber diverse Anleitungen aus dem Netz haben mir das so erklärt, nachdem es vorher nie klappte
Ich habe einfach die Synchronisation deaktiviert und dann am Rechner direkt in der Cloud alles gelöscht. War tatsächlich recht simpel.
Hat bei mir so nicht funktioniert. Und generell sollte es auch möglich sein, sowas direkt über die App zu erledigen, ohne dafür den Rechner nutzen zu müssen
Gut, ich organisiere alle Fotos grundsätzlich am Rechner, deswegen betrifft mich das nicht. Generell finde ich die Fotos-Funktion von Google sehr gut mit den Alben und der Möglichkeit, Fotos auch nach Inhalten zu finden. Auch die Bearbeitungsfunktionen sind sehr ordentlich.
Am Ende ist es wie immer persönliche Präferenz ob man sich für Apple oder Android entscheidet. Ich selber fahre Mischbetrieb. iPhone, iPad, Applewatch und Airpods Pro, aber PC als Desktop. Mir ist die Aufpreispolitik und die fehlende Nachrüstbarkeit bei Macs irgendwann zu sauer aufgestoßen, für unterwegs reicht mir das iPad, aber ich bin auch kein Heavy-User.
Den besten Deal bei iPhones macht man normalerweise wenn man ein iPhone der Vorgeneration kauft wenn ein neues erscheint. Die technologischen Sprünge sind heutzutage lächerlich gering finde ich. Die letzten Features, die ich als echten Mehrwert wahrgenommen habe waren FaceID und ApplePay, aber da haben andere Leute evtl. andere Prioritäten.
Ich habe für mein altes XS auf Kleinanzeigen noch 175 € bekommen vor 2 Monaten, ein iPhone 16 liegt aktuell bei knapp 650 € bei ebay neu. Dann ist der Nettopreis konservativ 500 € für das Gerät, das 3-4 Jahre hält und wahrscheinlich noch Restwert hätte.
Kannst du die Uhr nicht im Laden updaten lassen und beim iPhone einfach den Akku tauschen? Das wäre die preiswerteste Lösung, wenn die alten Geräte noch funktionieren 😅
Dann bekommt das iPhone aber trotzdem kein Update und Probleme in der Synchronisation mit der Watch sind absehbar. Die Idee, die Watch im Laden zu updaten, ist allerdings exzellent und wird heute gleich mal getestet!
Du hast dann keine Probleme mit der Synchronisation, es gibt einfach keine mehr. Apple hat die Health-App neulich zwar auf das iPad, aber immer noch nicht auf den Mac gebracht. Du kannst deine Daten dann nur auf der Uhr sehen.
Man wird sehen. Der Apple Store konnte auf jeden Fall auch nicht helfen.
Ich würde, in deiner Situation, lediglich das Smartphone tauschen.
Wäre, wenn dir ein neues iPhone zu teuer ist, ein "refurbished" Modell eine Option?
Darüber wurde ja schon mehrfach gesprochen. Ich habe aktuell evtl. ein gutes Angebot. Ende der Woche weiß ich mehr.
Zufälligerweise grade heute diese Meldung https://heise.de/-10666537 Erster Absatz:
Wird interessant zu sehen was daraus wird. Könnte sein, dass sich Dein Android-Apple-Watch-Problem klärt, aber bisher ist Apple bei der Einhaltung der EU-Regeln eher durch das aufgefallen, was der Ami "malicious compliance" nennt.
Bitte beachten: Samsung Galaxy Watch hat einige Gesundheitsfunktionen die nur mit einem Samsung Handy funktionieren. Habe selbst Kombination Macbook, GoogleWorkspace, Samsung Handy A Serie und Samsung Watch
Guter Hinweis!
Die Frage ist was du mit der Apple watch machst. Alternativ wäre noch das Motorola zu kaufen und dazu die huawei watch fit 4 die ist beim Tracking ebenfalls sehr gut kann Nachrichten anzeigen (unter Android auch beantworten) und wäre mit beiden Betriebssystemen (Android und iOS) kompatibel solltest du doch zurück zum iPhone wechseln. Ist auch günstiger als die Samsung watch. Dazu kommt eine wirklich lange Akkulaufzeit. Die über gibt es auch als pro Variante mit Saphirglas. So als Anregung für ein weiteres mögliches Szenario.
Klingt spannend. Die schaue ich mir mal an!
Wie gesagt kommt drauf an was sie bei der Apple watch wichtig ist. Die Tracking Features bei der Apple watch sind einfach extrem gut, aber die huawei sind ebenfalls gut. Wenn’s dich interessiert kannst du Mal bei YouTube nach "The quantified scientist" suchen. Der testet SmartWatches extrem gründlich und macht nicht eine Werbeveranstaltung daraus wird die meisten anderen Reviewer
Da ich mich mit Mac nicht gut auskenne ausser das sie sehr zuverlässig sind ich aber finanziell nicht deren Zielgruppe bin, bin ich da raus.
Zum Smartphone aber ein Gedanke, ich nutze seit langem nur noch die Pixelgeräte, kostenlos bei einem Anbieter meiner Wahl, bei Vertragswechsel alle 2 Jahre. Zuletzt vor ein paar Monaten das Pixel 9a über Congstar.
Es muss aber kein Pixel sein, der vornehmliche Grund ich schaue welche Geräte von LineageOS offiziel unterstützt werden. Das gibt für mich den Ausschlag.
Ich habe mein altes Pixel 4a5g damit auf eine aktuelles Android gebracht und als nächstes wird das Pixel 7a dran sein.
Das 7a nutzt aktuell meine bessere Hälfte und das 4a ist mein Zweit-, Dienst-, Ersatzsmartphone.
Bei Smartwatches hat man ja im Adroidbereich viel Auswahl.