Fantasy Filmfest 2025 (8): THE HOME
Themen: Fantasy Filmf. 25, FFF: grün, Film, TV & Presse, Neues |
Regie: James DeMonaco
Darsteller: Pete Davidson, John Glover, Ethan Phillips, Bruce Altman, Marilee Talkington, Matthew Miniero
Offizielle Synopsis: Max hat keine Wahl: entweder Gefängnis oder vier Monate Sozialdienst in der Green Meadows-Altersresidenz. Aquafitness, Theatertruppe, rauschende Kostümpartys – den Senior:innen scheint es hier prächtig zu gehen. Doch schon ab der ersten Nacht in dem labyrinthartigen Anwesen wird Max von Albträumen gequält. Und immer wieder diese unheimlichen Schreie, die vom vierten Stock kommen, dessen Zugang ihm strengstens verwehrt ist. Als ihm die freundliche Norma erst zuflüstert, er sollte dringend von hier abhauen, und am nächsten Morgen dann direkt vor seinen Augen in den Tod stürzt, ist er geschockt. Aber ihre letzte Botschaft lässt ihn nicht los: „Find the marked ones!“
Kritik: Der erste von zwei Filmen, die heuer THE HOME heißen – und einer von dreien, die HOME im Titel führen. Seltsam? Aber so steht es geschrieben…
Ich bin hin- und hergerissen, was Pete Davidson angeht. Als Komiker bei SATURDAY NIGHT LIVE fand ich ihn deutlich schwächer als Kollegen wie Andy Samberg, Bill Hader oder Jason Sudeikis. Schlagzeilen machte der immer sehr kränklich aussehende Davidson primär durch eine Reihe von Freundinnen, die zur Top-Liga der begehrtesten Frauen der USA gehören: Ariana Grande, Kate Beckinsale, Margaret Qualley, Kaia Gerber, Phoebe Dynevor, Kim Kardashian, etc. Ich habe nie verstanden, was die Mädels ab diesem bleichen lethargischen Blödel finden, der immer wie ein bipolarer Junkie aussieht. Gilt bei Frauen die Regel "don’t stick your dick in crazy" (unter umgekehrten anatomischen Vorzeichen natürlich) nicht?
Es lässt sich allerdings nicht bestreiten, dass Davidsons schauspielerische Karriere bisher beeindruckt, auch wenn er auf Grund seiner Physis nie der neue Batman-Darsteller werden wird. Erst im März hatte er eine kleine, aber exzellent umgesetzte Rolle in der Gangster-Dramedy RIFF RAFF.
THE HOME, der neue Film vom Schöpfer der PURGE-Reihe, ist ganz auf ihn zugeschnitten und profitiert massiv von Davidsons schrägem Charme. Ein nach üblichen Maßstäben attraktiver Darsteller wäre kein Gewinn gewesen.
THE HOME schafft, was selten funktioniert: Er führt den Zuschauer auf eine komplett falsche Fährte und zieht dann einen einzigen großen Twist aus dem Ärmel (aber nicht den, an den ihr nun vermutlich denkt). Dieser Twist ändert nicht nur die Richtung der Handlung, sondern die ganze Tonalität des Films, und erlaubt eine gehörige Menge Katharsis auf der Zielgeraden.
Ist das alles bis ins letzte Detail glaubwürdig? Vielleicht nicht. Bedient DeMonaco wieder mal ein paar niedere Instinkte, um das Publikum für sich einzunehmen? Sicher tut er das. Aber erlaubt ist, was gefällt, und THE HOME hat mir als kompetenter Grusler, der eben nicht feige "eigentlich ist das kein Gruselfilm, es geht eher um…" beteuert, sehr gut gefallen.
Keine Ahnung, wieso man den in einem relativ "toten" Slot am Freitagmittag versteckt hat, statt ihn in die Primetime des Programms zu nehmen.
BILD DES TAGES
Die ADDAMS FAMILY auf der Hallervorden-Bühne – das hätte ich mir glatt angeschaut:
Der andere HOME wird definitiv besser, glaub mir …