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Sep. 2025

Fantasy Filmfest 2025 (32): HI-FIVE

Themen: Fantasy Filmf. 25, FFF: grün, Film, TV & Presse |

Südkorea 2025

Regie: Kang Hyeong-cheol

Darsteller: Lee Jae-in, Ahn Jae-hong, Ra Mi-ran, Kim Hee-won, Yoo Ah-in, Oh Jung-se, Park Jin-young, Shin Goo u.a.

Offizielle Synopsis: Gerade lag sie noch im Krankenhausbett, jetzt springt die Jugendliche Wan-seo über Hochhäuser. Ja, diese Herztransplantation bewirkte Wunder! Auch der eigenbrötlerische Ji-seong verfügt nach einer Lungenverpflanzung über überirdische Kräfte: Er pustet einfach alles weg. Schnell begegnen sie drei weiteren Personen, denen eine Organspende besonders gut bekommen ist: Ki-dong (neue Augenhornhaut) kontrolliert elektromagnetische Wellen, Yak-sun (Leber) regeneriert Verletzte durch Handauflegen und Sun-nyeo (Niere) ist in der Lage, die Fähigkeiten der anderen zu übertragen. Mit großer Kraft kommt große Verantwortung – mit gebündelter Kraft noch größere: Die fünf schließen sich zusammen, denn gemeinsam muss ihre Stärke grenzenlos sein! Zumal sie noch eine weitere Vermutung haben: Wo es Superheld:innen gibt … da gibt es auch einen Superschurken, der ihnen ans Leder will! Zumindest gibt es eine machtgierige, jahrtausendealte Sekte, und deren Gott Young-chun ist gerade wiedergeboren und plant, die Weltherrschaft zu übernehmen.

Kritik: Es macht Sinn, das Festival am ersten Tag mit einem Koreaner aufzupumpen und am letzten Tag damit zu schließen. Mögen die Filme – gleich welchen Genres – auch von wechselnder Qualität, so kann man selten monieren, dass es an bunter Action oder dem Mut zu überdrehten Effekten mangelt. Korea liefert fast immer Entertainment und oft genug die Festival-Highlights.

So auch im Fall von HI-FIVE, einer komplett durchgeknallten, bonbon-bunten Komödie über grundverschiedene Koreaner, die ihre Superkräfte diversen Organtransplantationen verdanken. Die Regeln für das weitere Vorgehen können sie sich vage zusammen reimen: Superhelden müssen ein "Team" bilden, brauchen coole Heldennamen – und werden früher oder später auf einen ebenfalls mit Superkräften ausgestatteten Bösewicht stoßen. Weil: isso.

HI-FIVE geht sehr schnell in die Vollen, macht uns seine Figuren sympathisch und die Situation verständlich: Wie "geht" Superheld? Zumal bei einigen "Kollegen" erstmal abgeklärt werden muss, welcher Natur ihre Kräfte sind.

Nach einem rasanten ersten Akt beruhigt sich die Dramaturgie etwas und die Handlung tritt ein wenig auf der Stelle, bis der Bösewicht und seine Absichten identifiziert sind. Zum Finale gibt es dann Superprügel mit Sachschaden satt.

Die CGI ist dabei nicht immer standfest und überzeugend, aber was an Expertise fehlt, gleichen die Macher durch Dynamik und Spielfreude aus. Es macht schlicht Spaß, dem Heldennachwuchs bei der Werdung zuzuschauen.

Das Programmheft erwähnt es und ich kann es nur wiederholen: Allein der Soundtrack mit vielen Hits der 60er, 70er und 80er Jahre pumpt das Geschehen mit guter Laune auf – rickrolled!

Kein großes Epos, kein "must see", aber ansteckend in seiner Begeisterung für das Genre. Meet the Korean Teen Titans!

Fazit: Eine Teenager-Superheldenkomödie mit viel Herz, K-Energie und einem großartigen Pop-Soundtrack. Könnte etwas fokussierter sein, aber als Festival-Rausschmeißer waren das schon zwei verdammt unterhaltsame Stunden. 9 von 10 Punkten für die gute Laune.

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2 Kommentare
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Matts
Matts
18. September, 2025 11:16

Für mich auch ein absolut launiger Abschlussfilm. Man merkt, da war nicht so viel Budget vorhanden wie bei Marvel, aber HI-FIVE macht das mit Charme und coolen Ideen mehr als wett.
Wobei: Korean Teen Titans? Teenager ist ja nur eine von denen. Hm, welche Namen gibt es noch? Korean Fantastic 4(+1)?

Marcus
Marcus
26. September, 2025 15:19

So nämlich. 8/10.