Fantasy Filmfest 2025 (12): HER WILL BE DONE
Themen: Fantasy Filmf. 25, FFF: gelb, Film, TV & Presse |
Regie: Julia Kowalski
Darsteller: Maria Wróbel, Roxane Mesquida, Wojciech Skibiński, Przemyslaw Przestrzelski, Kuba Dyniewicz, Jean-Baptiste Durand, Raphaël Thiéry, Eva Lallier u.a.
Offizielle Synopsis: Nawojka lebt völlig isoliert in einem ländlichen Provinzkaff, eingesperrt zwischen Kuhstall und Küche. Ihr kontrollsüchtiger Vater führt den Familienhof mit eiserner Hand, die fiesen Brüder machen ihr das Leben noch schwerer. Dann wird die Zwanzigjährige plötzlich von blutigen Visionen heimgesucht, eine mysteriöse Fremde taucht in der Nachbarschaft auf und die Kühe sondern eine eigenartige, schleimige Substanz ab. Doch dies sind nur die Vorboten von etwas Dunklem, das selbst Bolzenschussgerät und Jagdgewehr in den Schatten stellt.
Kritik: Das Programmheft nennt HER WILL BE DONE einen "kraftvollen Genremix". Das "kraftvoll" möchte ich in diesem Fall gar nicht bestreiten, denn obwohl sich der Film primär auf das trübe und trostlose Tagewerk polnischer Bauern in der französischen Provinz konzentriert, bleibt er permanent spannend und beunruhigend (diverse Tiertötungen inklusive). Die Welt dieser Menschen ist geprägt von Trieben, von Sex und Suff, von harter Arbeit und Völlerei – archaisch und für Nawojka das ganz falsche Umfeld.
Es ist die Formulierung "Genremix", mit der ich ein Problem habe. Ja, Nawojka versichert uns bereits in der "opening narration", dass sie wie ihre Mutter einst vom Teufel besessen sei. Jede Nacht müht sie sich krampfhaft, dem Gehörnten nicht die Macht über ihre Seele zu überlassen. Jeder Kontrollverlust könnte sie kippen lassen, könnte einen CARRIE-esken Ausbruch verursachen. Je weniger sie bekommt, was sie will, desto näher rückt die Katastrophe.
Nur leider ist das Kappes. Schaut man hinter die Kulissen, erzählt HER WILL BE DONE lediglich die Geschichte eines psychisch auffälligen Mädchens, das offensichtlich mit seinen religiös wie familiär unterdrückten lesbischen Neigungen nicht umgehen kann und diese in Aggression und Selbsthass kanalisiert.
Nawojka ist keine Hexe und gegen Ende müht sich der Film auch gar nicht mehr, diese ständig geteaserte Wendung zum "Genremix" einzulösen. Der Film bleibt ein Drama, das sich das Label "Horror" lediglich als Vorwand kapert.
BILD DES TAGES
Hier dürften auch zur IFA 2025 gerade noch ein paar Zimmer frei sein:
Kurzer Schlenker: Hast du auch die Zeit und Möglichkeit zur IFA zu gehen?
WANN DENN?!
Ehrlich gesagt fehlt mir der Einblick, wie viel Zeit man dafür veranschlagen müsste. Aus der Reaktion lese ich: Mal schnell mit zwei Stunden am Vormittag ist es damit wohl nicht getan?
Und wer schreibt dann die Reviews?
Die KI?
Das wäre doch mal eine Experiment. Man gibt der KI grob die positiven und negativen Punkte vor und lässt sie machen.