Fantasy Filmfest 2025 (11): WE BURY THE DEAD
Themen: Fantasy Filmf. 25, FFF: grün, Film, TV & Presse |
Regie: Zak Hilditch
Darsteller: Daisy Ridley, Brenton Thwaites, Matt Whelan, Mark Coles Smith, Kym Jackson, Deanna Cooney, Holly Hargreaves, Salme Geransar, u.a.
Offizielle Synopsis: Ein verhängnisvolles Militärexperiment vernichtet innerhalb von Sekunden eine halbe Million Menschenleben. Ava meldet sich als Freiwillige für ein Bergungsteam und kämmt gemeinsam mit Teampartner Clay Haus für Haus nach Leichen durch. Insgeheim hofft sie jedoch, ihren Mann zu finden. Denn schockierenderweise gelingt es manchen Toten, wieder aufzuwachen. Zunächst sind die schwer deformierten, wandelnden Leichen noch wenig mobil, aber ihre Anzahl und Agressivität nimmt rapide zu. Und manche von ihnen scheinen ein Ziel zu verfolgen.
Kritik: Same procedure as every year – die letzte Zeile ist mit Vorsicht zu genießen, denn sie impliziert eine zielgerichtete Handlung sowohl bei den Zombies als auch im Film. Tatsächlich ist es so, dass die Zombies teilweise Ziele haben, persönliche und damit nicht gefährliche. Es ist nicht so, dass sie das Kapitol stürmen wollen.
Auf den hier hatte ich mich wirklich gefreut, weil ich für Regisseur Hilditchs Film THESE FINAL HOURS vor ein paar Jahren voll des Lobes war:
Ein bescheiden produzierter, aber inszenatorisch absolut überzeugender Film vom Ende der Welt und dem Anfang der Hoffnung. Sehr emotional, sehr berührend.
Jetzt hat Hilditch etwas mehr Geld zusammen bekommen und mit Daisy Ridley und Brenton Thwaites zwei arrivierte Darsteller. Das Ergebnis ist… okay?
Angekündigt wurde WE BURY THE DEAD als "anderer" Zombie-Film, aber ehrlich – über 20 Jahre nach dem Beginn des Zombie-Revivals mit 27 DAYS LATER gibt es keinen "anderen" Zombie-Film mehr. Jede mögliche Variation wurde probiert, mit wechselndem Erfolg. Wir hatten Zombie-Komödien, Zombie-Katastrophenfilme, Zombie-Liebesgeschichten, Zombie-Familiendramen, Zombie-Roadmovies, Zombie-Tiere, Zombie-Soldaten, und Toiletten-Zombies.
Und so ist der Ansatz von WE BURY THE DEAD, dass es mehr um die Überlebenden und ihr Bemühen geht, die emotionalen Bande zu den Toten zu kappen, wahrlich nicht neu – ich nenne nur beispielhaft MAGGIE mit Arnold Schwarzenegger.
Weil das nicht neu ist, ist es auch nicht der super überraschend. Aber manchmal kommt mir so ein Brot & Butter-Streifen genau recht, gerade nach dem Reinfall mit CRUSHED. Der holt mich wieder runter.
BILD DES TAGES
Nacht fällt über Berlin:
Da mag der Schock vom Film davor nachgewirkt haben.
Den kann man weglassen.
Ridleys Schauspieltalent sucht man weiterhin vergebens und zwischen Szenen fehlen gerne mal die Übergangsmomente.
Gelegentlich darf mal einer in die Kamera monologisieren und sonst bleibt man beim recht oberflächlichen "Oh wie tragisch, oh wie schlimm. Oh, die beißen ja!"
Dann noch ein paar sentimental Momente aus der Retorte und eine Beziehung zum Ehemann, die keinen schert.
Auch wenn es oft für betroffene Blicke sorgt – das Zombie-Revival begann seinerzeit mit „Resident Evil“, „28 Days Later“ kam erst später in die Kinos… 😁
Ich halte RE aber nicht für den Auslöser. Das war in meinen Augen 28DL.