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Sep. 2025

Diätenerhöhung: Der Wortvogel gibt Wasserstandsmeldung

Themen: Diet Diary, Neues |

Seit ca. fünf Wochen bin ich auf Diät: mehr bewegen, besser essen, hart fasten. Weil der ständige Blick auf die Waage so gefährlich ist wie der ständige Blick auf die Aktienkurse, protokolliere ich die Fortschritte nur unregelmäßig. Auch wieder wie bei den Aktien: meistens dann, wenn ich auf ein positives Ergebnis hoffe.

Wie es läuft? Es läuft gut. Mir war klar, dass die von mir gewählte Kombi aus Bewegung, Fasten und Menüwahl nicht immer perfekt durchzuhalten sein würde. So kann ich es mir auf dem Fantasy Filmfest in Berlin acht Tage lang schlicht nicht leisten, jeden zweiten Tag hangry meine Kritiken zu schreiben.

Die Alternative? Hauptsächlich von Äpfeln, Bananen, Nüssen, Protein-Riegeln und Wasser leben, mit Ausnahme dreier kompletter Menüs mit Freunden. Dazu 10 Kilometer marschieren jeden Tag – vom Hotel zum Kino und zurück. Das hat mir richtig gut getan, denn es bläst erfolgreich den Kopf frei.

Letzte Woche waren wir in Marburg. Praktisch jeden Abend essen in guten Restaurants mit Freunden. Da wähle ich nicht den Salat. Also kräftig zugelangt und versucht, den Rest des Tages kaum etwas zu essen. War sicher nicht ganz so zielführend, aber mein Leben darf sich nicht der Diät unterordnen müssen.

Wegen des nachlassenden Wetters werde ich in den nächsten Wochen vermehrt auf das Laufband steigen. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die bei strömendem Regen im Gummistiefel spazieren, um sich etwas zu beweisen. Die gelaufenen Kilometer dienen ja auch primär dazu, meine Muskulatur in Schwung zu halten. Um den Aufbau kümmere ich mich, wenn das Gewichtsziel erreicht ist und die Ferse operiert (dazu nach Rücksprache mit meinem Orthopäden mehr).

Ein echter Gamechanger ist meine Motivationsflasche – als jemand, der notorisch zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, freue ich mich über die 2 Liter am Henkel. die ich sogar mit ins Kino nehme. Spätestens am Nachmittag ist sie leer und ich kann beruhigt sein. Besonders an Fastentagen beugt das Frust vor.

Auch der Airfryer entwickelt sich zum Helfershelfer, weil ich mit ihm viele Gerichte knusprig, aber weitgehend fettarm zubereiten kann (z.B. Röstkartoffeln).

Ich will nicht bestreiten, dass ich auf den Trendzug aufgesprungen bin und relativ viele Proteinprodukte zu mir nehme. Neben Skyr ist das vor allem ein Protein-Riegel, der auch gegen den Heißhunger auf Schokolade hilft. Und aufbackbare Proteinbrötchen schmecken mir erheblich besser, als ich dachte.

Seit ein paar Wochen haben wir eine Ninja Creami im Haus:

Nun könnte man das freundlich "kontraproduktiv" nennen – eine Maschine, die primär Eis, Shakes, Smoothies und andere Kalorienbomben herstellt. Dem ist aber nicht so. Es stellt sich nämlich heraus, dass das Gerät auch sehr einfach aus einem langweiligen Nahrungsmittel eine Delikatesse macht.

So sehen zwei Bananen aus, nachdem man sie zerdrückt mit einem Schuss Milch gefroren und vom Creami hat häckseln lassen:

Um eine Werbung aus den 80ern zu paraphrasieren: Bananen sind wie Beton – es kommt darauf an, was man daraus macht.

Leckeres Speiseeis produziert die Creami natürlich auch

Tatsächlich gelingt es bis hierher sehr gut, mir auch an den Non-Fastentagen nicht den Wanst vollzuschlagen. Ich gestehe allerdings, dass alternierendes Fasten niemals eine dauerhafte Lösung sein kann. Meine Lebensfreude schwindet, die LvA ist genervt, die Motivation leidet. Der Abend vor dem Fernseher ist am schlimmsten – auch wenn ich nach dem Schlaf dann wieder keinen so großen Hunger habe. Fastentage sind keine Spaßtage. Und ich brauche meine Spaßtage.

Was das mittelfristige Ziel ist? Das alternierende Fasten bis zum Urlaub in drei Wochen durchzuziehen, danach eventuell noch bis zum Advent. Langfristig möchte ich mich endlich klar zweistellig einpendeln, was die Kilos angeht.

Und jetzt kommt der Teil, auf den ihr alle gewartet habt – was spricht die Waage?

Anfang August 2025: 110,1 Kilo.

Ende September 2025: 102,4 Kilo.

7,5 Kilo abgenommen. Ungefähr die Hälfte dessen, was ich anpeile.

Das entspricht dem, was mir die KI für die ersten acht Wochen vorhergesagt hat und macht mich auch ein wenig stolz. Die Gewichtsabnahme wird nun etwas stagnieren, weil der Abbau des Kohlenhydratspeichers der ersten zwei Wochen nicht mehr dazu kommt. Das kenne ich schon, das stresst mich nicht.

Na also – läuft doch! Prost!



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5 Kommentare
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Comicfreak
Comicfreak
23. September, 2025 13:49

Ich hoffe dass der Urlaub das vorherige Leiden für für bEva wett macht.

Markus
29. September, 2025 12:36

Ihr wart hier? Da bleibt man doch allein schon durch den Aufstieg in die Oberstadt in Form. 🙂 Weiterhin viel Erfolg!

Markus
30. September, 2025 15:38
Reply to  Torsten Dewi

Na gut, Touris dürfen mogeln.