Filmverbrechen-Fotostory (3): KAMIKAZE 1989 oder: Kein Gremm Koks zu wenig
Themen: Film, TV & Presse, Fotostory, Neues |Vorab: Die schöne Version von KAMIKAZE 1989, auf der meine Fotostory basiert, ist noch bis zum 28.8. auf arte zu besichtigen. Solltet ihr reinschauen. In der FAZ gab es auch eine sehr oberflächliche Huldigung des Streifens, von der ich kackfrech unterstelle, dass sie von diesen Beiträgen initiiert wurde.
Und damit sind wir auch schon wieder in Düsselin… oder Berldorf. Jansen sind alle relevanten Informationen zu den Tatverdächtigen und dem ominösen 31. Stockwerk weitgehend in den Schoß gefallen, weil die tatsächlichen Mechanismen des Krimi-Genres Regisseur Gremm weniger interessieren als die Huldigung seines Hauptdarstellers.
Und was findet Jansen hinter der ominösen Tür (wobei wir nie genau wissen, ob die nun im 31. Stockwerk liegt oder nicht)?
Nix. Oder besser gesagt: Eine gelangweilte Frau an ein paar Maschinen. Jansen macht sich nicht mal die Mühe, sie zu fragen, was und wo und wie. Er rennt angepisst auf das Dach des Gebäudes und flucht eine Runde:
Fun fact: Der oben verlinkte FAZ-Artikel hält es für ein amüsantes Detail, dass das LVA-Hochhaus tatsächlich die vom Roman vorgegebenen 31. Stockwerke besitzt. Nach meinen Recherchen sind es je nach Quelle aber nur 28 oder 29.
Auch der neu erbaute Fernsehturm macht aus Düsseldorf nicht Los Angeles und aus KAMIKAZE 1989 nicht BLADE RUNNER. So durchgehend schöne Aufnahmen hätten den Film aber wenigstens auf ein anderes Level gehoben.
Außer Spesen also nix gewesen. Verschwendete Lebens- und Laufzeit.
Bei der Fahrt mit dem Aufzug bleibt der Aufzug plötzlich zwischen zwei Stockwerken hängen. Von draußen kreischt eine Stimme mal wieder "Krysmopompas!". Ich vermute, dass Jansen/Fassbinder zu Boden stürzen sollte, als die Kabine rumpelnd wieder anfährt, aber leider wirft er sich schon hin, als noch alles ruhig ist. Erst danach geht die Fahrt weiter.
Jansen zieht übrigens immer beim kleinsten Geräusch oder der minimalsten Störung den Revolver, obwohl (so ich mich erinnere) im Film niemand ihn jemals direkt angreift. Ein wenig "trigger happy", der gute Polizeileutnant?!
Weil ihm der Fahrstuhl nun zu unheimlich ist, wechselt Jansen in einen Paternoster – und nein, ich habe nicht die geringste Ahnung, wieso der Megakonzern plötzlich einen völlig veralteten Paternoster braucht. In Düsseldorf konnte man so etwas eigentlich nur noch im "Persil-Gebäude" drehen (echte Rheinländer wissen, welcher Bau am Rande der Altstadt damit gemeint ist):
Der Grund für diesen Wechsel? Gremm möchte gerne die Größe und damit die Allmacht des Konzerns bebildern und mit dem Paternoster kann Jansen in die verschiedenen Stockwerke schauen, ohne dass man das erklären müsste.
Es ist (nicht) nur deshalb eine Scheiß-Idee, weil die Räume nie wie Stockwerke eines Hochhauses aussehen, an denen man mit einem Paternoster vorbeikäme. Hier muss man wirklich alle Gehirnzellen in Standby schicken.
Ein Raum mit Telex(?)-Maschinen.
Ein Fernsehstudio.
Eine Kongresshalle.
Noch mehr Kongresshalle.
Eine Druckerei.
Vermutlich eine Schaltzentrale der Druckerei.
Noch eine Schaltzentrale.
Nochmal: Alle diese Lokalitäten befinden sich in DIESEM Gebäude und werden durch einen Paternoster miteinander verbunden:
Klar kann man sagen: boah, ist der Dewi kleinlich. Film muss man auch mit Fantasie schauen, man muss sich einlassen, nicht alles buchhalterisch auf die Goldwaage legen. Es ist ein Film, keine Dokumentation. Fiction, not fact!
Dem würde ich entgegenhalten: Ja, als Zuschauer muss man sich einlassen, muss auch Pappkulissen und Perücken als Teil des filmisches Traums respektieren. Aber es macht doch einen Unterschied, ob ich krasse Störungen der Kino-Wirklichkeit als gewollte oder nötige erzählerische Mittel respektiere oder einfach unterstelle, dass es den Machern komplett wurscht war, wie es rüberkommt.
Es folgt eine von vier "Actionszenen", die nicht aus dem Roman stammen, von Gremm mit erschütternder Stümperhaftigkeit inszeniert sind, und seinen Protagonisten in ein denkbar schlechtes Licht setzen.
Irgendso ein Proko-Clown rennt vor Jansen im Papierlager davon und schreit hysterisch "Krysmopompas". Ich erinnere noch einmal daran, dass wir nie erfahren werden, was das eigentlich soll.
Weil man einen Polizeibeamten in dieser Welt offensichtlich nicht anschreien darf, schießt Jansen gleich mal scharf:
Bei der Verfolgungs"jagd" kommt es zum vermutlich einzigen gelungenen "meta moment" des Films: Jansen will dem Spinner durch das Labyrinth aus Papierrollen folgen, ist aber schlicht zu fett dafür.
Nun versucht der "Rebell", den Polizisten mit einer Papierrolle von einem seeehr langsamen Gabelstapler zu erdrücken, wofür Jansen ihn abknallt.
Generell sollte man in der Polizeischule schon die Faustregel nach Chandler gelernt haben: tote Zeugen singen nicht. Scheint Jansen aber komplett egal zu sein. "tot ist tot", wie Ivan Drago wenige Jahre später sagen würde. Ist ja nicht so, dass es einen Fall zu lösen oder eine Deadline zu beachten gäbe…
Darauf erstmal wieder eine Runde Squash in der Polizei-Disco!
Jansen bekommt Besuch vom Konzernchef, der ihm dringend rät, die Sache auf dich beruhen zu lassen. Jansen lehnt das ab, weil es schlecht für seinen Ruf wäre. Das halte ich für die schlechtest mögliche Reaktion, denn der Konzernchef weiß den Minister hinter sich und hat Informationen, dass Jansen Alkoholiker ist. Er könnte ihn leicht abservieren lassen. Aber das wäre vermutlich wieder ein Level zu durchdacht für diesen Film.
MK1 Anton versucht seinen Kollegen zu belabern, aber Jansen hat wie üblich keinen Bock drauf. Der findet das ätzend und ist voll abgetörnt, als er auf seinem Auto-Bildschirm sieht, dass offensichtlich jemand in seiner Bude rumschnüffelt.
Sorry für den sprachlichen Rückfall in die 80er – uncool. Jansen springt aus dem Auto, weil sich der Wagen rein zufällig gerade neben dem Notausgang des Tunnels befindet, in dem der Aufzug zu seiner Wohnung wartet. What?!
Ich kann mich nicht erinnern, dass im Roman oder im Hörspiel zwei androgyne Gestalten mit Fliegerbrillen, Skimasken und Strapsen auftauchen, die Jansens Wohnung durchwühlen und ihn dann zusammenschlagen:
Was genau die Prokos (?) bei Jansen überhaupt suchen? Schickt mir Vorschläge auf einer Postkarte – der Film hüllt sich mal wieder komplett in Schweigen.
Die Einbrecher flüchten, Jansen rappelt sich auf und schießt mit seinem Penisersatz erstmal willkürlich durch die Gegend:
Jansen und Anton verfolgen die Einbrecher auf einen Dachgarten, der mit Sicherheit nicht zur "Schlange" gehört und an keiner Stelle so aussieht, als habe man die Szene auch nur in der Nähe von Jansens Wohnung gefilmt.
Der Rebell der ZUKUNFT!!! trägt Reizwäsche – the more you know…
Auch MK1 Anton darf mal abdrücken, denn so sieht für Gremm Action aus:
Wenn ich den etwas wirren Ablauf richtig interpretiere, gelingt dem weiblichen Einbrecher die Flucht in einem Auto, während der männliche Einbrecher von Jansen mit einem Art Leitplanke was übergebraten bekommt:
Der einzig nennenswerte Stunt des Films – ihr habt ihn im "Making of" gesehen:
Und schwupp – wieder einer, den man nicht mühsam verhören muss.
Ich betone nochmal, dass diese "action" extrem holperig inszeniert ist und wir nie erfahren werden, wer diese Leute sind/waren (wobei die Theorie valide ist, dass es sich bei der Frau womöglich um Elena Farr handelt),
Es folgt eine weitere konfuse Szene, die uns vor allem belegt, dass MK1 Anton die gesamte Polizeiarbeit unter hohem eigenen Risiko leistet, während Jansen nur faul rumsitzt und Leute zusammenscheißt.
Verwirrung – Anton behauptet einen Proko zu kennen, der Jansen alle Fragen beantworten kann. Jansen stürmt Alex Zerlings Wohnung mit Getöse und gezogener Waffe. Es ist der Farbenbart, der "sie wohnt hier nicht mehr" grummelt.
War Jansen also WIEDER auf der Suche nach Elena Farr? War sie die Proko-Kontaktperson, mit der Anton gesprochen hat? Druckt das aus und legt es in den Aktenordner mit der Beschriftung "unbeantwortete Fragen".
Weil kein Blogger sich für seine Leser die Finger derart blutig recherchiert wie ich, habe ich für euch das Superman-Comic identifiziert:
Und ja, auch das ROTER BLITZ-Comic, obwohl ohne Cover:
Tadaaa!
Zerling ist wieder mal einer, der behauptet, er wüsste alles und würde Jansen endlich die Wahrheit sagen, aber er redet hauptsächlich Dummfug. Interessant scheint mir angesichts des schmierigen Frauenbildes des Films allerdings dieser Austausch der beiden Männer:
Jansen: "Sie sagten etwas von Vergewaltigung."
Zerling: "Wenn der Leiter des Konzerns es tut, dann wird es Ranmachen oder Eskapade genannt. Aber ich würde es Vergewaltigung nennen! All diese unschuldigen kleinen Mädchen mit ihren süßen kleinen Ärschen, und ihren kleinen Titten…"
Vielleicht wurde für solche Dialoge der Begriff "cringe" erfunden…
Handzeichen, wenn ihr glaubt, die Verfehlungen des Konzernchefs würden irgendwann noch mal aufgegriffen oder thematisiert!
Zerling steht auf Jansens Liste derer, die die Urkunde erhalten haben, auf der womöglich der Drohbrief geklebt wurde. Zerling verspricht, diese zu holen, verschwindet aber erstmal unauffällig.
Auf der Suche nach Zerling schaut Jansen in diverse, komischerweise unverschlossene Wohnungen in dem runtergekommenen Mietshaus, was wohl irgendwie einen schnellen Überblick über die Randgruppen dieser Gesellschaft geben soll, ähnlich wie die Fahrt mit dem Paternoster. Es wird natürlich nichts erklärt, nichts in Kontext gesetzt, nichts für die Handlung gewonnen.
Nachdem die "Freakshow" vorbei ist, stellt Jansen fest, dass Zerling sich der weiteren Befragung durch Selbstmord entziehen will, was kompletter Unfug ist, da er unschuldig ist und nichts zu befürchten hat. Er wirft ein Bettlaken über einen Dachbalken und erhängt sich damit.
Jetzt bitte nicht lachen – Jansen durchschießt den Knoten im Bettlaken!
Zerling überlebt – was auch wieder komplett wurscht ist.
Ein Mädchen gibt Jansen die Urkunde. Sie ist vollständig. Und der Film hat wieder fünf Minuten Laufzeit sinnfrei verblödelt.
Wir halten noch mal fest: Das, was hier als Polizeiarbeit verkauft wird, hätte jeder Praktikant des Polizeireviers erledigen können. Einfach die Liste der Verdächtigen durchgehen und sich die Urkunde zeigen lassen. Bei wem die erste Seite fehlt, der ist es gewesen. Wo ist das Problem?
Im Roman war das auch nicht viel cleverer konstruiert, aber es ging Wahlöö ja auch weniger um die Ermittlungen als um die Darstellung einer kommerziell korrumpierten und lethargisierten Gesellschaft, die sich als Utopie verkaufen lässt, was in Wahrheit eine Dystopie ist. Gremm hat diesen Anspruch nicht, sein "world building" ist eine rudimentäre Skizze aus Bruchstücken der Vorlage.
Die Mauer. Ich schätze also mal: in Berlin gedreht.
Wieder einmal ergeben Zeit und Raum keinen Sinn. Jansen hält vor einem Zirkus und man hört ihn im Off noch sagen "warten Sie auf mich, Anton"…
… einen Schnitt weiter steht er vor einer mondänen Vorstadtvilla.
Meine Vermutung: Es gab diverse Sachen, die Gremm nicht (mehr) gedreht und deren Löcher man im Schneideraum zu stopfen versucht hat. Oder es gab einen deutlich längeren Rohschnitt, den man um der Vermarktbarkeit von KAMIKAZE 1989 willen zusammen gekürzt hat. Gremm hat ihn mit ins Grab genommen.
Jansen will nun mit der schon gezeigten Super-Moderatorin Barbara sprechen, die von Nicole Heesters gespielt wird, der Tochter des legendären Johannes.
Sie scheint die gleichen Gene wie der Papa zu haben, der 108 Jahre alt wurde – auch mit 88 Jahren ist sie immer noch im Fernsehen zu sehen.
In KAMIKAZE 1989 liefert sie eine schrille, groteske Darstellung, die völlig unerklärlich bleibt und damit wieder genau zum Film passt.
Barbara redet ausschließlich in hohlen, pathetischen Phrasen, was die Zuschauer im Kino verwirrt haben dürfte. Kein Wunder, hat Gremm doch wieder mal nicht verstanden, was Sinn und Zweck der Übung sein sollte – im Roman ist Barbara die Chefredakteurin eines edlen Klatschmagazins, weshalb sie sich die Sprache dieser Hefte zu eigen gemacht hat. Hier und so ergibt das natürlich keinen Sinn.
Barbara hat eine geschmacklose Villa mit einer geschmacklosen Panorama-Fotowand. Diese wird runtergefahren, um den Blick in den Garten freizugeben.
Und wer taucht da plötzlich mit Gemüse im Arm auf? Elena Farr.
Wäre ja auch zu viel verlangt gewesen, wenn Jansen (bester Polizist!) sie hätte ausfindig machen müssen.
Auffällig ist über den ganzen Film hinweg, wie wechselnd heruntergekommen Fassbinder/Jansen aussieht. In dieser Szene ist er entspannt, geduscht, gekämmt und schweißfrei, was fast den Schluss zulässt, dass er da noch in relativ guter Verfassung war.
Die Szene tritt auch wieder in gleich mehrere Fettnäpfchen. Zuerst einmal wird impliziert, dass Elena Farr die Assistentin von Barbara ist, was an anderer Stelle widerlegt werden muss, weil sonst gar nichts mehr passt. Und es gibt Hinweise, dass Elena und Barbara ein lesbisches Paar sind, was erklären würde, warum… nein, es erklärt nichts. Natürlich nicht.
Selbst gepflanztes Gemüse ist in dieser Welt aus unerklärten und unerklärlichen Gründen illegal (?).
Und schließlich ist da noch die Stimme von Elena Farr – aber das erkläre ich in einem Super Sonder Extra Bonus-Beitrag, wenn wir mit dem Film durch sind.
Barbara informiert Jansen, dass Elena ihre Urkunde daheim hat. Warum? Weil der Film einen Grund braucht, damit Jansen Elena daheim besuchen kann.
Schaut euch mal an, wie Fassbinder in der Szene aussieht, die direkt danach spielt:
Nächste "Actionszene": Auf einer für diese Sequenz komplett freigeräumten Brücke (?) werden Jansen und Anton von einem der Prokos mit einem BMW verfolgt, der über und über mit Comicfiguren beklebt ist, u.a. Captain America und die "all new Ms. Marvel!".
Ich brauchte zwei Sichtungen, um ihn zu identifizieren, weil der Film es nicht tut – es ist der Neffe des Konzernchefs:
Es wird gerumpelt, die Bremsen quietschen, aber in Sachen "vehicular combat" war man 1982 schon mit EIN COLT FÜR ALLE FÄLLE besser bedient:
Ich kann nur vermuten, dass bei den Dreharbeiten mächtig was schiefgegangen sein muss, denn den Crash des Neffen sehen wir gar nicht. Hatte man versehentlich die Kameras nicht mitlaufen lassen?
Okay, so viel zu Richy Müller. Ob der Neffe nun ein Proko war oder das nur eine weitere Ablenkung darstellte? Warum er Jansen töten (?) wollte, wenn er doch in den Augen der Prokos der ersehnte "Krysmopompas" ist? Keine Ahnung.
Jansen ficht das alles nicht an: "Ich brauche ein Boot."
Wozu er ein Boot braucht? Weil Elena Farr in Düsseldorf an der Spree wohnt. Und die Anfahrt ermöglicht uns einen kurzen Blick auf genau das, was Gremm augenscheinlich an der Figur (pun intended) am meisten interessiert:
Es wird findigeren und kundigeren Filmwissenschaftlern überlassen bleiben herauszufinden, warum auch in dieser Wohnung der Spruch "saufen ist schön" an die Wand gesprüht wurde.
Elena kocht gerade Spaghetti, was wohl eine ziemlich undergroundige Sache ist, die wir nicht erklärt bekommen. Sie sagt nun, sie sei die Assistentin und Geliebte des Konzernchefs und den Vorwurf der Vergewaltigung spielt sie runter.
Ach ja: sie zeichnet. Besonders gerne Jansen.
I shit you not:
Es ist wirklich albern, wie sehr der Film hier eine Chemie zwischen den Figuren erzwingen will, die einfach nicht da ist. Die äquivalente Figur im Roman konnte übrigens zeichnen, weil sie "art directorin" war. Das machte Sinn, aber Sinn hat in diesem Film keinen hohen Stellenwert.
Elena ist im Besitz einer Aufnahme, die belegen soll, dass der Konzern seine Gegner mit sensiblen Informationen erpresst, was wir schon längst wissen.
Barbara steht wohl auch schon auf der Abschussliste:
Kiss her, you fool!
Erfreulicherweise nicht. Jansen macht sich einfach wieder vom Acker. Elena muss ihn sogar daran erinnern, dass er noch die Urkunde von Barbara sehen wollte – und die ist leider vollständig.
Auch hier könnte übrigens Material fehlen, denn es gibt Pressefotos des Films von Momenten, die definitiv nicht gezeigt werden:
Egal. Jansen fährt heim, fertig und frustriert. Er besäuft sich. Same procedure as every day. Es ist keine Szene, die uns irgendwas sagt, irgendwas erklärt.
Im Fernsehen läuft der "Lachwettbewerb" auf sein Finale zu. Der neue Weltrekord ist zum Greifen nah. Und niemanden schert’s. Echt. Niemanden.
Ich bin nun in einer Zwickmühle. Der Film läuft noch 20 Minuten. Ich habe bereits 16.000 Zeichen für diesen Teil geschrieben. Ziehe ich das durch oder gehe ich in die Verlängerung?
Verlängerung it is.
Diese Fotostory wird also unerwartet unfassbare vier Teile PLUS Sonderbeilage (exklusiv für Abonnenten!) umfassen. Ich schenke Gremm mehr von meiner Lebenszeit, als er verdient. Anders als bei den LISA-Filmen bin ich nach diesem einen Film mit ihm aber wenigstens fertig. Ein Gremm ist Gremm genug.
Wir sehen uns voraussichtlich übermorgen zum großen Showdown!
Hach, schön. Ich fand den Film bei Erstsichtung wirr. Aber da FASSBINDER mitspielte musste das natürlich an meiner Unbedarftheit liegen.
Bei dem Blick aufs Schauspielhaus habe ich auch sehr gegrinst. Ein nettes Gefühl ist es, wenn 30 Jahre später jemand Geschätztes genau das schreibt.
Nicht nur im Marxhaus gab es einen öffentlichen Pasternoster, sondern auch im Finanzamt an der Harkortstraße. BTDT 1993.
Ahhh, ein Kenner. Marxhaus fiel mir nicht mehr ein, ich wusste aber noch, dass wir Kinder das Ding wegen der Lichtreklame immer Persilhaus genannt haben.
Wie ist da der Zusammenhang? Für die gefragt, die zu jung sind.
Auf dem Dach ist eine riesige, changierende Lichtreklame für PERSIL installiert gewesen. Das war immer eine Art Leuchtturm und das Tor zur Altstadt.
Besten Dank.
Woran man merkt, dass man schon zu lange diesem Blog folgt?
Wenn man beim Begriff "LVA-Hochhaus" tatsächlich als Erstes denkt, dass es doch eigentlich "LvA-Hochhaus" heißen müsste.
Dabei aber übersieht, dass ich das stickum von WestLB-Hochhaus geändert habe, als ich meinen Fehler bemerkt habe. In einem anderen Kontext habe ich gestern übrigens recherchiert: Der Begriff LvA für meine Frau entstand am Heiligabend 2010 hier.
Jetzt musste ich auch noch "stickum" nachschauen.
Man lernt nie aus.
btw: Das zweitelige Hörspiel "Mord im 31. Stock" steht bei der ARD-Audiothek bei "Kein Mucks" immer noch zur Verfügung
Hatte ich im ersten Beitrag schon verlinkt.
sry übersehen.
Keine Entschuldigung nötig.
Die Szene mit dem Paternoster hätte mich in einer Komödie schon zum Lachen gebracht. Ich bin aber auch leicht zu amüsieren
Eigentlich schade. Die Welt aus dem Roman klingt sehr interessant und hätte eine ordentlich Verfilmung wohl verdient. Ich setze "Mord im 31. Stock" mal auf meine Leseliste.
Der Dachgarten befand sich übrigens auch auf dem ICC. Heute ist davon leider nichts mehr übrig: Foto
Wäre ich noch in dem Geschäft, würde ich längst eine Neuverfilmung für Amazon oder Netflix vorschlagen.
Ist halt auch eine der vielen Sachen, die der Film vergisst zu erwähnen: Im Jahr 1989 hat die Wissenschaft bereits die Pocket Dimensions möglich gemacht!
Nein nein, der Paternoster ist von der Firma TARDIS in Mönchengladbach.
Ob bei der Produktion ein weisses Pulver in ausreichender Menge zur Verfügung stand…
Dieser Film ist ansonsten nicht erklärbar…
Achja die Achtziger!
Eim Freude für Chiropraktiker, wegen die Leutz, die vor lauter Kopfschütteln ein Schleudertrauma davon getragen haben.
Verschwörungstheorie;die Chiropraktiker haben extra solche Filme machenlassen damit sie Arbeit bekommen!
Nicht nur ist der Dachgarten der ICC, wie korrekt genannt, auch das Parkhaus ist daher. Und das Stadion ist mitnichten ein solches sondern der gleiche (absolut gigantische) Konferenzsaal des ICC, der auch im Bild vorher gezeigt ist.
Korrigiert, danke.
Okay, ich fürchte, ich werde diesen Film trotz der ausführlichen, informativen und interessanten Fotostory nicht kapieren. 🙂 Aber auf den vierten Teil freue ich mich natürlich trotzdem …
Teil 5 ist gerade online gegangen.