SUPERMAN: Mega Playlist and Super Spoiler Zone!
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Okay, nach einer Woche im Kino unterstelle ich, dass die wirklichen Fans SUPERMAN mittlerweile gesehen haben. Wir können also drüber reden.
Incoming!
Ab hier gilt – Spoiler voraus, Eintritt auf eigene Gefahr!
Ich hatte in meinem Review bereits geschrieben, dass ich SUPERMAN nicht perfekt, aber dennoch ziemlich großartig finde. Natürlich gibt es Sachen, bei denen ich mich am Kopf gekratzt habe. Sachen, die ich komisch / falsch / unnötig fand. Ich liste mal ohne Rangfolge eine ganze Sackladung davon auf.
Clark zieht sich nie um
Klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber bei genauer Betrachtung schon seltsam – der Wechsel von Clark zu Superman war immer eine ikonische Szene der Filme. Danke an Florian Breitsameter von SF-Fan.de für den Hinweis.
Das Kostüm
Ich finde es gut. Ja, die "Unterhose" hätte eine Nummer kleiner sein können, aber was wichtiger wiegt: Das Material verlangt keinen Bodybuilder. Klar muss Corenswet athletisch und durchtrainiert sein, aber die absurde Muskelmasse, die sich Henry Cavill für die Rolle aufgepumpt hat, steht hier nicht im Fokus. Es geht nicht um die fast schon faschistoide Verehrung des Körperlichen, der Huldigung Supermans als das Ideal.
Lex Luthors Kampfkommandos
Und gleich nochmal Florian: Es mag sein, dass Lex Luthor alle möglichen Kampfstrategien von Superman analysiert und damit negiert hat. Aber dass er die "moves" ausrufen muss wie ein Auktionator, damit seine Handlager diese in Rechner tippen, die sie dann an Ultraman weiterleiten – das ist schon sehr "cringe". Letztlich ist es das Problem der meisten Science Fiction-Serien, in denen der Captain eine Schlacht kommandiert, die jeder Taschenrechner schneller und besser analysieren könnte.
Das Taschenuniversum
Ich hadere mit der Idee des Taschenuniverums – das scheint nicht nur die Macht von Lex Luthor maßlos zu übertreiben, es injiziert auch eine große Willkürlichkeit in die Handlung, weil dort alles passieren kann. Sonderlich spannend visualisiert ist es auch nicht – ich fühlte mich an das Quanten-Universum bei ANT-MAN 3 erinnert. Ich würde allen Filmemachern gerne die Faustregel einbläuen: es ist praktisch aussichtslos, das Unvorstellbare vorstellbar machen zu wollen.
Supermans Haare fliegen im Wind
Was mir bei den Flugszenen sehr gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Gun sehr nah ran geht, dass wir Supermans Cape flattern und die Haare wirbeln sehen. Das gibt uns ein Gefühl für die Geschwindigkeit und die Tatsache, dass Superman sich nicht im luftleeren Raum bewegt.
Luthors Plan
Was will Lex Luthor eigentlich? Superman töten? Das wäre im Taschenuniversum absolut kein Problem und es gäbe weder Zeugen noch eine Leiche. Macht über die Hälfte von Jarhanpur? Ergibt keinen Sinn – mit der ihm zur Verfügung stehenden Technologie könnte er leicht einen großen Teil der Welt ganz ohne Tricks erobern.
Die Videobotschaft von Krypton
Eigentlich finde ich die Idee, dass Superman immer nur halb verstanden hat, was seine Eltern von ihm erwarteten, sehr spannend. Aber es macht auch ein Wespennest auf. Schon eine einzige Ausstrahlung der gesamten Nachricht scheint die gesamte Welt (!) gegen Superman aufzubringen – den Superhelden, der seit 30 Jahren die Menschheit vor allen möglichen Gefahren rettet. Keine Fanboys, keine differenzierten Meinungen? Und ebenso funktioniert es dann andersrum – am Ende dreht sich die Weltmeinung wieder binnen Minuten.
Überhaupt: War die Nachricht nun Fake oder nicht – und wenn sie echt ist, welche Konsequenzen hat das dann für den Kanon? Sind die Kryptonier damit nicht komplett neu zu bewerten, inklusive Supergirl?
Logistik
Mir ist vollkommen klar, dass man dieser Sorte Film nicht mit Logik kommen darf, aber als der große Riss auf Metropolis zurast, scheint die Stadt binnen zehn Minuten evakuiert worden zu sein. In zehn Minuten evakuiert man in Wirklichkeit nicht mal eine U-Bahn-Station. Und ausgerechnet das Viertel, aus dem Lois stammt, ist nicht vollständig evakuiert? Woher weiß sie das überhaupt?
Imp from another dimension?
Der große Fight der "Justice Gang", der sich komplett im Hintergrund abspielt, ist eine hübsche Idee. Superman erwähnt, dass es sich dabei um einen Kobold aus einer anderen Dimension handelt. Mr. MXYZPTLK?
Mr. Terrific braucht eine Backstory
Während Green Lantern als Gimmick-Charakter für Comic Relief zuständig war und Hawkgirl kaum mehr als ein Cameo absolvierte, durfte Mr. Terrific eine größere Rolle spielen – und genau deshalb hätte es mir gefallen, wenn man ihm etwas mehr Background gegeben hätte. Im Gegensatz zu den anderen Figuren kann man nicht unterstellen, dass der Wald & Wiesen-Kinogänger ihn kennt.
Eine Lantern im Dienst von Maxwell Lord?
Wir bekommen die ganz klare (und etwas seltsame) Ansage, dass die "Justice Gang" von Maxwell Lord (Pedro Pascal in WONDER WOMAN 1984, hier Sean Gunn) finanziert wird. Das wirft für mich ein moralisches Dilemma auf: kann, darf, sollte eine Green Lantern, die von den Weisen von Oa zum Polizisten dieses galaktischen Sektors bestimmt wurde, in Festanstellung für einen Industriellen arbeiten? Ist das nicht ein massiver Interessenkonflikt?
Supermans Kräfte
Ich finde es sehr gut, dass Supermans Kräfte mal wieder etwas zurückgeschraubt wurden. Er ist verletzlich (auch sein Kostüm wird dreckig), er blutet, er kann nur mit Mühe ein Hochhaus vor dem Einsturz bewahren. Auch Hitzeblick und Eisatem sind wohl nur begrenzt. Der Hinweis, er könne eine Stunde die Luft anhalten, lässt zumindest vermuten, dass er nicht ungehindert durchs Weltall fliegen kann.
Eine Frage hätte ich aber: Wenn Supermans Kräfte am Anfang durch die gelbe Sonne nur zu 83 Prozent aufgeladen werden – hat er demnach eine messbare 100 Prozent-Ladung wie ein Akku? Endet die Wirkung der gelben Sonnenstrahlen dann automatisch wie bei einem Netzteil, das keine Spannung mehr aufnimmt?
Der Engineer war blah
Ich hatte in meinem Review schon darauf hingewiesen, dass Gunn mal wieder einen Haufen Nebencharaktere einführt, die nichts wirklich zum Film beitragen. So hätte es ein "Neuinterpretation" von Eve Teschmacher als Influenzer-Tussi nicht gebraucht. Aber es ist "The Engineer" (gespielt von María Gabriela de Faría), auf die ich problemlos hätte verzichten. Es ist das langweilige Klischee der weiblichen Kriegerin, die für den Bösewicht die Drecksarbeit macht – wann hat uns das letzte Mal überrascht, dass eine Frau diese Fights übernehmen kann? Ich finde es super langweilig und die Figur hat außer "hochtechnisierter Bodyguard" wirklich keine Funktion.
Wenn Guy Gardner Lantern ist – wo ist Hal Jordan?
Wo wir gerade bei der "Justice Gang" sind – ich verstehe die Zusammensetzung nicht ganz. Hawkgirl, aber kein Hawkman? Mr. Terrific, aber kein Flash? Und Guy Gardner lebt hier noch die Rolle als Lantern und nicht seine spätere Identität als Warrior. Was ist demnach mit Hal Jordan? Mit Kyle Rayner? Gunn wird noch aufklären müssen, exakt welchen Kanon er bedienen will. Zumindest zu Hal Jordan erwartet uns ja demnächst eine Fernsehserie.
Die irdischen Eltern
Ma und Pa Kent sind diesmal sehr unglamourös besetzt worden, ohne Starpower. Nicht nur das fällt auf – Pa Kent ist nicht der weise, starke Vater, sondern ein verletzlicher, liebender Mann, der immer wieder zu weinen beginnt, wenn es um das Wohlergehen von Clark geht. Ma Kent ist der resolute Mittelpunkt der Familie. Diese Umkehrung der Kräfteverhältnisse fand ich sehr erfrischend.
Supersex
Der Film impliziert, dass sich Clark und Lois seit drei Monaten in einer Beziehung befinden, die längst nicht mehr nur platonisch ist. Ein echtes Wespennest, wie uns das Essay "Man of Steel, Woman of Kleenex" von SF-Autorenlegenden Larry Niven sehr plastisch vor Augen führt.
Keine Kollateralschäden beim wachsenden Monster?
Lex hat ein Monster erschaffen, dass binnen zwölf Stunden zu einer hausgroßen Bedrohung für Metropolis heranwächst. Zuerst einmal – warum sieht das Monster anfänglich aus wie Stitch von LILO & STITCH? Ich glaube Gunn keine Sekunde, dass das Zufall ist/war. Und als das Monster dann voll ausgewachsen (?) ist, sehen wir es im Park in Metropolis stehen – ohne jegliche Zerstörung drum herum. Wie ist es dorthin gekommen ohne Schäden an Mensch und Material?
Die Liebe zu Krypto
Ich war nicht sicher, dass Krypto eine gute Idee ist – in der Umsetzung finde ich ihn allerdings großartig. Wichtiger scheint mir aber die Szene, in der Superman Luthor aufsucht, weil er fürchtet, der Bösewicht könnte dem Hund etwas angetan haben. Die Wut, die Verzweiflung – jeder Tierbesitzer kann das nachvollziehen. Es macht Superman nochmal menschlicher. Siehe John Wick.
Die Abwesenheit der Politik
Auch wenn SUPERMAN die Invasion eine osteuropäischen Landes durch einen militärisch aufgerüsteten Nachbarstaat thematisiert (*hüstelrusslandhüstel*), ist das nicht mehr als Augenwischerei. Die amerikanische Seite der Politik bleibt völlig außen vor und Gunn wirft dem Zuschauer lediglich diskussionswürdige Brocken hin (Immigration, Integration, Intervention), ohne eine klare moralische Einrodnung vorzunehmen. Wie gewaltsam man dieses Blockbuster-Wischiwaschi über-denken kann, zeigt dieser Kollege, der gleichzeitig eloquent und ahnunglos ist, sich aber für schlauer als den ganzen Rest hält der Kritikerschar hält:
Merke: Du bist immer der Idiot, wenn dein Ausgangspunkt lautet "was alle außer mir anscheinend nicht verstanden haben…"
Der Superman-Klon wird geopfert?
Nun können wir ja sagen, was wir schon geahnt hatten: Ultraman ist ein etwas depperter Klon von Superman, der zum Ende des Fights relativ unspektakulär dem Taschenuniversum geopfert wird. Das fand ich… wenig. Und… unbefriedigend. Und… empathielos. Superman versucht nicht einmal, mit seinem Klon zu sprechen, ihn zu überzeugen. Er macht keine großen Anstalten, ihn zu retten. Und er scheint auch keinen Moment zu trauern, obwohl hier jemand gestorben ist, der "of his own flesh" war.
Das besoffene Supergirl vs. die hyperbrave Helen Slater
Ich gebe zu: DIESES Supergirl hatte ich nicht erwartet. Milly Alcock hinterlässt schon in der kurzen Szene im Nachspann einen bleibenden Eindruck, gerade weil sie der totale Gegenentwurf zu den hyperbraven Supergirls Helen Slater und Melissa Benoist darstellt. Auch die Tatsache, dass Krypto eigentlich ihr Hund ist, hat mir gefallen. Da freue ich mich tatsächlich auf ihren eigenen Film.
Meine Bitte an James Gunn
Zum Abschluss ein kleiner Wunsch. James Gunn hat gerade mit THE SUICIDE SQUAD und SUPERMAN bewiesen, dass er Superhelden mit dem ganz großen Pinsel malen kann. Mit den GUARDIANS OF THE GALAXY hat er bewiesen, dass er "Science Fiction" auf galaktischem Format beherrscht. Wäre es zu viel verlangt, dass er sich langsam mal an die längst überfällige Adaption der LEGION DER SUPERHELDEN gibt?
Und nun kommen wir zur Mega Playlist, die auch dabei helfen kann, eure Erinnerung aufzufrischen, was an den vielen bisherigen Superman-Filmen schlecht, falsch und oft einfach blöd war. Ich bin mir bewusst, dass viele Fans mit den "Everything wrong with…"- und "Honest Trailer"-Videos hadern, sie für pedantisch und teilweise hämisch halten. Ich sehe das nicht so. Ich finde sie extrem unterhaltsam und habe genug Vertrauen in meinen eigenen Geschmack, um mir von ihnen nicht in die Suppe spucken zu lassen.
Das hier sind hours of fun…
Wer bis hierhin durchgehalten hat, verdient ein Leckerchen zum Abschluss:
Also mich hatte der Film leider quasi schon nach 10 Minuten verloren:
Wir lernen im Intro, dass Superman vor 3 Minuten seine allererste Niederlage einstecken musste. Er heilt sich auf 83% hoch, fliegt wieder in den Kampf, verliert erneut, ohne jede Chance! Cut zum nächsten Tag, Clark und Lois albern auf der Arbeit beim Daily Planet rum, wenig später stellt Clark sich in die Küche um seine Freundin mit einem 'Dinner' zu überraschen. Alle tun so, als wenn es ein normaler Dienstag wäre und nichts gewesen ist!? Gleichzeitig wird die Gelegenheit die Beziehung der beiden für den Zuschauer als romantisch/liebevoll zu etablieren (wir lernen sie sind erst seit 3 Monaten zusammen) dadurch massiv untergraben dass Lois es für eine tolle Idee hält ihn auf unangenehmste Art und Weise in einem spontanen und empathielosen Exposition-Interview zu grillen.
Stellt Superman danach sich selbst oder seine Beziehung in Frage? Zweimal Pustekuchen. Happy Go Lucky Superman in allen Ehren, aber das hättest du doch ohne Fanboy-Brille normalerweise jedem Drehbuchautor um die Ohren gehauen. Klar muss es nicht immer der durch Zweifel zerrissene Snyder-Supi sein, aber gezeigte Handlungen sollten schon in irgendeiner Art nachvollziehbare Konsequenzen haben.
Dazu gesellen sich ein riesen Blumenstrauß an unnötigen und karikativen Nebencharakteren (z.B. die ganze Daily Planet Redaktion) sowie unsymphatische Metahumans, die alle stärker rüberkommen als Superman selbst (dessen wahres Kryptonit scheint zu sein, dass er sich moralisch verpflichtet fühlt auch noch jedes Streifenhörnchen zu retten).
Letztlich hat mich in diesem Film leider lediglich Nicholas Hoult überzeugen können, der gibt wirklich alles.
Ich halte deine Gewichtung für grundfalsch. Ich hatte darauf hingewiesen, dass man bei Gunn-Filmen immer eine gewisse "Überladung" einpreisen muss und eine Hektik, mit der von Szene zu Szene gesprungen wird. Es kommt nur darauf an, wie hoch man das wertet.
Stimme zu, der erste Akt strotzt vor Unlogik. Wenn das wirklich Supis erste Schlappe war, geht er damit sehr (zu) entspannt um und scheint auch keinerlei Gedanken dran zu verschwenden, warum die Gegner plötzlich von ihm ablassen.
Aber dem vorletzten Absatz widerspreche ich, weil es in Supermans Natur liegt, dass er alle schützen will, was gleichzeitig Stärke und Schwäche ist. Deshalb gabs ja zurecht die Kontroverse zum Finale von "Man of Steel", wo er den Bösewicht killt.
Hat Superman nicht eher Eisatem und Hitzeblick, statt Eisblick?
Oder so. Korrigiert, danke.
Mich hat überrascht, dass Gunn sich offensichtlich auch bei "Smallville" bedient hat. So stammt die Idee des Vaters, der in kal-El den rechtmäßigen Herrscher über die Menschen sieht von dort und das dortige Supergirl hat auch so gar nichts mit den Versionen von Slater und Benoist zu tun.
Ich hatte die Einleitung nicht so verstanden, dass Superman schons eit 30 jahren aktiv ist. Dann müsste er ja schon um die 60 sein, was so gar nicht zu seiner Naivität und seinem doch sehr jungen Aussehen passt.
Das Taschenuniversum ist als Idee natürlich nicht besonders originell, aber mir hat gefallen, dass Luthor hier nicht nur als den Geschäftsmann gebenden Gauner, sondern auch als Mad Scientist portraitiert wird, was ja von Beginn an in den Comics so war und sich erst in den 70ern/80ern änderte.
Luthor hat doch am Ende klar gesagt, worum es ihm ging. Er hat das alles nur getan, um Superman töten und der Menschheit beweisen zu können, dass er von Anfang an Recht hatte. Im Taschenuniversum konnte er das nicht, weil die Regierung sonst Lunte gerochen hätte.
Dass die Justice Gang von maxwell Lord finanziert wird, hat mich unangenehm an die Avengers und ihre Abhängigkeit von tony Stark erinnert. Aber wenn eine Green Lantern kein Problem mit moralischen Dilemmata haben dürfte, dann wohl Guy Gardner. Wo Hal Jordan eigentlich war, ist eine gute Frage. Vermutlich auf Oa oder so. Persönlich würde ich gerne mal Kyle Rayner sehen, den fand ich in den Comics als das Greenhorn der JLA sehr spannend.
Die Legion der Superhelden (gab es in Ansätzen ja auch in Smallville) fände ich nicht so gut, da es einfach zu viele Figuren sind, aber eine ordentliche Unsetzung der Teen Titans würde mir sehr gefallen
Ich meine im Intro hieß es
"vor 30 Jahren auf der Erde gelandet" und
"vor 3 Jahren revealed bzw. als Superman aktiv geworden"
Das "bzw." ist jetzt aber fleißig dazu gedichtet worden, gelle?
Warum so aggressiv? Ich habe den Film auf englisch gesehen und den exakten Wortlaut der Einblendungen auch nicht mehr im Kopf, bin mir aber sehr sicher bzgl. der Zahlen. Deshalb "ich meine" und "bzw.", habe aber wohl die falsche Art von Anführungszeichen verwendet.
Wie erinnerst du sie denn?
Ich bin nicht aggressiv, nur sarkastisch.
300 years ago, the world discovered metahumans.
3 years ago, Superman revealed himself to humanity.
3 hours ago, Superman lost his first battle.
(verkürzte Version)
Das Problem bei den Lanterns ist, nicht, dass Gardner das machen würde – die Guardians würden ihm was pfeifen. You can’t serve two masters.
Klar will Luthor Superman töten – aber was soll schon bedeuten, dass Regierungen "Lunte riechen"? Luthor hat die Möglichkeit, den ganzen Planeten zu beherrschen – besonders, wenn Superman einmal unter der Erde ist. Und genau das meine ich: Mit Luthors Macht braucht er keine Allianzen und keine Rückendeckung mehr.
Das Supergirl aus SMALLVILLE war eine SEHR freie Interpretation der Figur, vermutlich weil die nicht die Insignien haben durfte, die auch Clark nicht haben durfte.
Die Teen Titans hatten wir mit TITANS schon, jetzt sollte erstmal die Legion dran sein. Und man kann den Cast ja durchaus auf die drei Gründungsmitglieder, Superman/Superboy/Supergirl und viel "background characters" reduzieren.
Es wird im Film eindeutig von ihm gesagt, dass er Superman noch nicht töten kann, weil er sonst von der Regierung einkassiert wird. Und seine Macht gründet sich ja hauptsächlich auf seinem Geld, für das Taschenuniversum braucht er den Nerd und ohne seine Schlägertruppe (ich habe den Namen vergessen), die ja auch von der Justice Gang besiegt werden können, bleibt ihm nicht viel.
Klar war Supergirl in Smallville eine äußerst freie Interpretation, aber basierend auf der kurzen Sequenz im Film und dem wenigen, was ich aus den Comics über sie behalten habe, sieht es für mich danach aus, als würde Gunn, das sehr ähnlich halten.
Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Du findest die Legion besser, ich halt die Titans. Wir werden beide nicht bekommen, was wir gerne hätten..
Ich bekomme IMMER, was ich will – MWAHAHAAAA!!!
Ein Problem für die Figur Superman sehe ich darin, daß wir in den letzten Jahren zwei populäre Serien hatten, die Superhelden und insbesondere Superman dekonstruierten – The Boys und Invincible.
Gerade das mit Jor El erinnert an Omniman.
Jein. Omniman entspricht nicht Jor-El, sondern Kal-El. Und die Dekonstruktion einer Superman ähnlichen Figur in den genannten Serien spricht ja eher für Gunns hoffnungsvollen Ansatz.
Ich habe schon immer mit der Figur des Superman gehadert. Quasi unschlagbar (außer man hat einen lächerlichen Stein) und stets absolut humorlos brauchte es immer irgendwelche Überkatastrophen oder -gegner um überhaupt in die Nähe einer interessanten Story zu kommen. Deswegen habe ich reine Supermangeschichten bald links liegen gelassen. In meiner Welt tauchte er ab da an nur noch als nerviger Cameo in Gotham auf oder hatte hoffentlich viel Offtime bei der JLA. Und doch habe ich jeden Film gesehen und wie du bei jedem Mal gehofft, dass er mir gefallen würde.
So auch hier. Ich WOLLTE den Film toll finden, wirklich. Und in meinem Ranking muss ich sogar sagen: Für mich der beste DC Film jenseits von diversen Batmans und Watchmen. Aber das spricht leider weniger für den Film als vielmehr gegen DC-Filme. Ja, der Film hatte wirklich tolle Momente. Krypto hatte mich schon im Trailer, der Schauspieler sieht nicht ganz nach Milchbubi aus (auch wenn er als Superman gegen Cavill nicht ankommt), spielt einen tollen Superman UND Kent, und Luthor ist ebenfalls gut gelungen. Und der Einsatz von John Williams-Musik stimmte mich milde.
Aber es gab einfach zu viel, was mich wieder genervt hat. Allen voran diese Unterhose! Vieles Nervige hast du bereits genannt und über genau diese Sachen mag ich einfach nicht hinweg sehen. Das größte Problem ist aber, dass der Film einfach zu viel wollte. Haufenweise Nebencharaktere, und hier noch ein Kampf und dort noch ein Problem und da NOCH ein Kampf (ja, es ist ein Superman-Film, da muss reines Geprügel vorkommen, was kann man von einer unbesiegbaren Figur sonst erwarten?), ah, das Kryptonit, und noch ein Charakter, noch ein und noch ein Kampf. Wenn ich mich im Kino dabei ertappe, dass ich daran denke, wann das endlich vorbei ist, ist das ein ganz übles Zeichen. Und das war bei Kampf 1023 dann auch so weit. Wir wissen alle, dass Superman nie ernsthaften Schaden nimmt und selbst beim Kryptonit wissen wir, dass da drüben das Baby sitzt und deswegen der Papa ganz sicher kooperieren wird. Wir haben also nie wirklich Angst um ihn und glauben Zwickmühlen nicht.
Und dann ist da noch Guy Gardner. Leute, ehrlich? Ihr führt ernsthaft die erste Lantern seit 20 (?) Jahren ins Kino ein und dann nehmt ihr diesen Schwachkopf Gardner, um der Welt Green Lantern schmackhaft zu machen? GL ist neben Batman seither mein Liebling unter den Superhelden gewesen. Und ich fiebere seit jeher, wie du beim Superman, einer guten Umsetzung entgegen (einige Animationsfilme sind da schon auf gutem Wege). Aber DAS? Was ist mit Jordan? Was ist mit Raynor? Ehrlich, Gardner? Also bitte! Chance vertan. Das gleiche gilt übrigens auch für Supergirl, die ich schon in den paar Sekunden nur peinlich fand, wie ich jede Besoffene in der U-Bahn peinlich finde. Kein Interesse.
Nochmal, ja, er hatte seine Momente. Mehr als man von DC-Filmen gewohnt war bisher. Und ja, die Richtung stimmt. Aber im Fazit leider: So ganz das Wahre wars dann doch wieder nicht. Vielleicht liegt es an mir, vielleicht an der Figur: Vielleicht kann man eigentlich keinen guten Superman sehen, wenn man schon auf Kriegsfuß mit der Grundidee ist.
Naja, immerhin war er letztlich nicht so enttäuschend wie der Jurassic World 4 vor ein paar Tagen. Es geht also wieder aufwärts!
Es liegt an dir 😉
Dann… bin ich ja beruhigt… oder so 😀
Was bei mir nicht funktionieren will ist Supergirl und die Botschaft von Jor-El. Kara war ja schon Teenager zu der Zeit, sollte also eigentlich genau wissen, wie ihre Familie so tickt. Wenn sie in einer vermeintlich so toxischen Gesellschaft groß geworden ist, wieso sollte sie das Kal-El nicht sagen? Oder ist sie echt das schwarze Schaf der Familie, das jetzt ihre Schuldgefühle mit Suff versucht auszugleichen?
Würde erwarten, dass die Nachricht am Ende einfach falsch interpretiert wurde – jeder der mit Übersetzungen arbeitet weiß, dass es da Feinheiten gibt. Das Lex hier natürlich die wählt, die ihm genehmer ist, wäre ja einfach zu erklären.
Das mit dem Herrscher über die dummen Erdbewohner ist sicherlich einfach zu fixen, das mit dem Harem schon schwerer. Aber der Planet wurde ja vernichtet, das die Eltern da eine "sei fruchtbar und mehre dich" Botschaft mitgibt, ist jetzt nicht zu weit hergeholt.
Siehe: "Überhaupt: War die Nachricht nun Fake oder nicht – und wenn sie echt ist, welche Konsequenzen hat das dann für den Kanon? Sind die Kryptonier damit nicht komplett neu zu bewerten, inklusive Supergirl?"
Mir sind zwei Dinge noch aufgefallen: zu "Der Superman-Klon wird geopfert?" ansonsten stirbt onscreen genau noch Mali (?) per Execution weil Luthor aus Superman Infos rauspressen will, darüberhinaus scheint der Dimensionsgraben und die ganzen Monsterkämpfe in der Innenstadt ja ohne Verlust von Menschenleben abzugehen.
Klar, die Menschheit kennt Meta-Geschöpfe seit einiger Zeit, die Entspanntheit, mit der die Leute im 60.Stockwerk eines Wolkenkratzers den Kampf zwischen Supi und Monstern beiwohnen, fand ich trotzdem etwas absurd.
Wie in anderen ähnlichen Fällen ist mir der Informationsfluss aufgestossen: hat Superman echt keinen Weg, sofort zu erfahren, wenn jemand in die Eisfestung reinmarschiert und die auch noch zerlegt? Und als Terrific und Lois in das Camp eindringen und das Portal nutzen, geht auch keinerlei Alarm oder ähnliches los, der das Camp verlässt?
Das sind alles absolut korrekte Beobachtungen.