14
Dez 2022

Das LENSA-Experiment: Next Level

Themen: Neues |

Die Medien sind dieser Tage voll davon – die App LENSA ist “talk of the town”. Wer es genauer wissen will, aber längere Texte scheut:

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tl;dw: LENSA ist kein Filter, der existierende Fotos manipuliert. Stattdessen errechnet die App aus 10-20 Selfies ein digitales Modell, das in alle möglichen Situationen und Kontexte übertragen wird – natürlich steckt KI dahinter.

Logo, dass ich das gleich mal selber ausprobieren musste.

Vorab: LENSA kann man nicht kostenlos testen, man muss die digitalen Avatare im Paket kaufen. Ich habe 6,99 Euro investiert, um 50 Variationen zu bekommen. Und selbst das ist eingeschränkt: ohne Abo gibt es nur eine Standardauflösung von 1024 x 1024, als bezahlender Abonnent bekommt man die Bilder in 4k.

Ich habe der KI relativ willkürlich zehn Selfies aus meinem iPhone-Speicher zum Fraß vorgeworfen. Die Ergebnisse werden vermutlich deutlich besser, wenn man eine Serie professioneller Bilder in verschiedenen Posen füttert.

Nichtsdestotrotz bin ich von der Qualität einiger generierter Bilder überrascht, die in verschiedene Kategorien aufgeteilt werden (mystical, sci-fi, stylish, anime, etc.).

To the stars!

Schön cyberpunkig auch diese Version:

Ich habe noch nie so gut ausgesehen:

Stilistisch sehr sympathisch:

Das hier wird mein neues Bewerbungs”foto”:

Genauso interessant wie das, was funktioniert, ist natürlich immer auch das, was schiefgeht. Das hier bin einfach nicht ich:

Und auch in diesem Herrn finde ich mich nicht wieder:

Ist das ein pakistanischer Mittelständler?!

Seriously, what the hell?!

Mich überrascht, dass die KI bei diversen Bildern davon ausgeht, ich hätte einen Schnauzbart. Man sieht auch wie bei so vielen aktuellen KI-Experimenten: es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber wer nach Perlen taucht, findet auch welche.

Wahrlich, KI-Anwendungen umzingeln uns gerade – auf jeder Ebene füttern wir die Computer, um eine digitale Form von Kreativität zu gestalten. Was heute noch Spielerei ist, dürfte sehr schnell konkrete und kostensparende Anwendung finden.

Zu eurem Entertainment hier noch eine großartige Verknüpfung verschiedener KI-Tools – ChatGPT denkt sich fremde Welten aus, die Midjourney in Bilder umsetzt und die dann von einer Speech-Engine beschrieben werden:

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In zwei, drei Monaten schreibt so ein Ding PERRY RHODAN-Romane…



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el flojo
14. Dezember, 2022 13:52

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Meine erste Assoziation war Alan Ruck.

martzell
15. Dezember, 2022 22:43

Brillen sind verbesserungswürdig. Gerne sind Brillen und Augenbrauen zusammengewachsen.

Matthias U
Matthias U
20. Dezember, 2022 13:00

https://stableboost.ai/ macht dasselbe. Wäre evtl. interessant, die Resultate der beiden zu vergleichen.

“In zwei, drei Monaten schreibt so ein Ding PERRY RHODAN-Romane…”

Eine KI mit der PR-Gesamtausgabe zu trainieren dürfte nicht allzu schwer sein, pseudo-Denglisch inklusive.

Ich wette, das Ding schüttelt dann – egal welches Szenarium es sich ausdenkt oder man ihm vorsetzt – eine der in Vergessenheit geratenen Superwaffen aus dem ersten Heftjahrzehnt aus dem Ärmel , die das aktuelle Problem sofort nachhaltig lösen würde …

Ihm das abzugewöhnen – mit fünf Heftseiten pro Ausgabe wäre der Leser wohl eher nicht so ganz zufrieden – wäre wahrscheinlich die größte Herausforderung an dieser Idee. *g*

Moepinat0r
Moepinat0r
22. Dezember, 2022 17:53

Beeindruckend! Als langjähriger Leser erkennt man dich in einigen der Bilder recht eindeutig. Andere sind aber, wie du schon sagtest, eher „verbesserungswürdig“. Übrigens, hast du schon gewusst, dass lensa ganz doll rassistisch und sexistisch ist? Doch, doch, kannste hier nachlesen: https://www.polygon.com/23513386/ai-art-lensa-magic-avatars-artificial-intelligence-explained-stable-diffusion
Hat schon bento-Niveau, das ganze.

Comicfreak
Comicfreak
2. Januar, 2023 17:21

Beeindruckend.