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Okt 2022

Virtual Insanity: Hollywoods Cyber-Phantasien der 90er

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Cyberspace. Das war in den frühen 90ern ein magisches Wort, eine Mischung aus Technik und Fantasy, die uns den Eintritt in neue Welten versprach – mittendrin statt nur dabei. Teil des Spiels, Teil der Welt, Teil der neuen Realität sein. Ein Leben zwischen Bits & Bytes, weitab von der schnöden Realität mit Regen und schmerzenden Knien.

Weil das Thema Cyberspace (meistens austauschbar mit Virtual Reality verwendet) so sexy visuell ist, stürzte sich Hollywood mit seinem gesamten Gewicht darauf – und produzierte eine Menge an unfassbarem Blödsinn, der oft genug nicht mal die grundlegenden Prinzipien der Computerwelten verstanden hatte.

Ich dachte mir, es könnte mal lustig sein, die frühen fiebrigen Vorstellungen vom Cyberspace Revue passieren zu lassen – dieses Subgenre der Science Fiction (gerne auch an andere Genres gekoppelt) erlebte seinen Boom in den frühen 90ern und dominierte das Jahr 1995, um danach rasant abzubauen. Das Internet zeigte uns dann nämlich, dass Reisen in die virtuelle Welt für jedermann möglich, aber wahrlich keine audiovisuelle Extremerfahrung sind. Der Cyberspace entpuppte sich letztlich doch als sehr banaler Ort.

Für den Vorreiter der Welle müssen wir etwas weiter zurück gehen – der grandiose und in seiner Vorreiterrolle unübertroffene TRON machte uns erstmals mit der Idee vertraut, dass man den Speicherinhalt eines Computers und seine ablaufenden Programme als reale Orte und Personen darstellen kann:

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Von Cyberspace kann hier allerdings nur sehr bedingt die Rede sein, denn den Begriff erfand der Science Fiction-Autor William Gibson erst ein paar Jahre später. Auch das Konzept “virtual reality” sollte vorerst noch nicht im Lexikon stehen.

Deutlich ernster – und noch nicht in Computergrafik verliebt – ging Douglas Trumbulls BRAINSTORM das Thema “virtuelle Phantasien” ein Jahr später an:

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Zwei weitere Jahre später tauchte MAX HEADROOM auf den Bildschirmen auf – er präsentierte zwar keine geschlossene digitale Welt, aber die Figur selbst war eine “virtual persona”, der sprichwörtliche “ghost in the machine”. Aus Kostengründen war Max allerdings keine CGI, sondern der mit Latex verklebte Schauspieler Matt Frewer vor einer Video-Leinwand.

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Und damit springen wir in die 90er. Das Jahrzehnt war bekanntermaßen geprägt von Extremen, es war bunt, laut, Plastik und Elektronik. Eine Kakophonie als Lifestyle. Cyberspace gehörte dazu wie Energy-Drinks und Skateboards.

Ein früher Versuch, den Cyberspace nicht als Science Fiction, sondern als konkrete Fortentwicklung aktueller Techniken darzustellen, war DER RASENMÄHER-MANN, ein schrottiger “Thriller”, der sich frech an den Namen einer Geschichte von Stephen King hängt, mit der er aber nichts zu tun hat. Ich kann versichern – dieser Mumpitz wurde schon damals im Kino ausgelacht:

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Das Horror-Genre ist ja immer gut darin, Trends aufzugreifen, um kleine Schocker daraus zu pressen. Die Unsicherheit der Menschen, was es mit diesem “Cyberspace” auf sich hat, lässt sich prima in Furcht ummünzen. GHOST IN THE MACHINE machte das für seine Zeit gar nicht mal schlecht:

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Genau genommen kann man den Film als die erste Studio-Produktion des Genres betrachten, denn er wurde von Twentieth Century Fox in die Kinos gebracht. Da sich Aufwand und Ertrag in Grenzen hielten, bin ich da aber eher kritisch.

Eine der beeindruckendsten Auseinandersetzungen mit dem Thema Cyberspace verdanken wir dem Fernsehen. Oliver Stone produzierte 1993 die aufwändige Miniserie WILD PALMS, die konsequent durchdenkt, was eine Kollision von tatsächlicher und virtueller Welt für Konsequenzen haben könnte:

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Leider ist die Miniserie (zu der auch in Deutschland eine aufwändige Graphic Novel veröffentlich wurde) extrem opak und es heißt, dass nicht einmal die Darsteller verstanden haben, worum es letztlich geht. Trotzdem ein deutlich spannenderes Relikt seiner Zeit als z.B. DER RASENMÄHER-MANN.

Natürlich ließ sich auch B-Movie-Produzent Charles Band nicht lange bitten – er ließ von Albert Pyun, der üblicherweise mehr zu Cyborgs als zu Cyberspace neigt, den Film ARCADE inszenieren. Weil das Budget für aufwändige CGI nicht ausreichte, versuchte man es in der internationalen Version mit verfremdeten Video-Effekten. Das sah aber unsagbar peinlich aus, weshalb für den US-Release dann doch noch ein wenig Computergrafik produziert wurde, um zu retten, was nicht zu retten war:

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Im Jahr 1994 war es erneut das Fernsehen, das einen mutigen Schritt nach vorne machte: Die kanadische Kinderserie REBOOT wurde komplett in CGI produziert und spielt vollständig in einem Computer, in dem Security-Software im ewigen Clinch mit Viren und anderen digitalen Bösewichten liegt. Ich habe es geliebt!

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Mittlerweile sprangen immer mehr Produzenten von “direct to video”-Schrottware auf den Cyber-Zug auf. Beliebige Kombinationen von Begriffen wie cyber, virtual, zone, combat, grid, world und fighter sollten die Allesgucker in die Videotheken locken. Da man oft genug weder das Geld noch die Expertise für echte oder gar angemessene CGI hatte, beschränkte sich der Cyber-Anteil meistens auf das intensive Starren auf antiquierte Monitore mit wild herum purzelnden Grafiken:

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Ein ziemlich großer Erfolg unter den Actiongurken war CIRCUITRY MAN, der sogar ein Sequel bekam. Bösewicht “Plughead” ist leider auch hier nicht annähernd so cyber-präsent, wie Konzept und Artwork versprechen:

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Ich könnte noch ein Dutzend weiterer Beispiele bringen, aber VIRTUAL COMBAT ist einfach die Krönung und damit auch der Abschluss dieses Subgenres – schon im Trailer ist alles drin, alles dran:

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Lediglich ein trendiger Nebenaspekt war die Virtual Reality im POWER RANGER-Abklatsch VR TROOPERS – alles very 90s:

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Damit kommen wir auch schon zum Jahr 1995 – und das Thema Cyberspace/ Virtual Reality explodierte förmlich. Kein Studio, kein Sender, mochte außen vor bleiben. Zuerst einmal bekamen wir die von wirklich niemandem gewünschte Fortsetzung RASENMÄHER-MANN 2 mit MAX HEADROOM Matt Frewer in der Hauptrolle. Ihr gelang das Kunststück, noch schlechter als der Vorgänger zu sein, auch wenn die CGI sich in den letzten drei Jahren deutlich weiter entwickelt hatte:

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Die Umbesetzung war nötig, weil Jeff Fahey anderweitig beschäftigt war – der Cyberspace-Film hatte nämlich das Thema Sex für sich entdeckt:

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VIRTUOSITY (vom RASENMÄHER-MANN-Regisseur Brett Leonard) war meines Wissens nach der erste große Studio-Film, der sich an das Thema Cyberspace heran wagte. Mit Denzel Washington hatte Paramount einen etablierten Star an Bord und mit Russell Crowe einen bis dahin unbekannten australischen Schauspieler, den man zum Star machen wollte (was mittelfristig ja auch gelang). Allerdings ist der Film weder besonders gut noch besonders erfolgreich gewesen:

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MGM wollte sich nicht lumpen lassen und brachte einen Monat später einen eigenen Cyberspace-Thriller ins Kino. HACKERS sollte uns die Subkultur der Computer-Kids näher bringen – stattdessen liegt sein historisches Verdienst eher darin, dass er erstmals eine hinreißende Angelina Jolie dem breiten Publikum näher brachte. Wir waren alle spontan ein bisschen verknallt:

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Ich gestehe, dass ich HACKERS damals gar nicht so schlecht fand. In seiner Darstellung virtueller Welten ist er allerdings auch keinen Deut besser als VIRTUAL COMBAT. Die Hauptfiguren haben samt und sonders Hacker-Codenamen, die wie Energy-Drinks klingen: Acid Burn, Crash Override, Phantom Freak, Cereal Killer, Zero Cool. Ich sagte es schon: Es waren die 90er.

An dieser Stelle dürfte euch auffallen, dass die Grenzen verwischen: HACKERS visualisiert zwar mit viel CGI die Vorgänge im Computer, aber die Figuren selber bleiben konsequent in unserer Welt. Ähnlich STRANGE DAYS von Kathryn Bigelow – hier werden Träume und Phantasien als ladbare Visionen präsentiert:

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JOHNNY MNEMONIC hat mir 1995 durchaus gefallen. Hölle, er gefällt mir immer noch! Der Proto-MATRIX mag nicht perfekt sein, aber hat einen Haufen wilder Gastauftritte (Ice-T! Henry Rollins! Dolph Lundgren!) und visualisierte das damals noch völlige Neuland Internet auf faszinierende und verführerische Weise.

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Mittlerweile wollten auch die großen US-Networks ein Stück vom Cyber-Kuchen abhaben. Der erste Versuch war gleich ein Totalausfall – und dreht das Prinzip um: hier kommen die Bösewichte aus den Spielen in die reale Welt. DEADLY GAMES wurde von Leonard “Spock” Nimoy produziert und von den produzierten 13 Episoden wurde die letzte gar nicht erst ausgestrahlt:

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Etwas seriöser ging die Paranoia-Serie VR.5 an die Sache ran. Hier war man sehr offensichtlich vom Erfolg der X-FILES inspiriert und erzählte eine große Verschwörungsgeschichte rund um das Thema Virtual Reality. Von den 13 produzierten Episoden wurden aber wieder nur 10 ausgestrahlt:

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Aus Kostengründen verzichtete man bei VR.5 wie schon bei ARCADE weitgehend auf “echte” CGI, sondern verfremdete im Studio gedrehte Szenen mit Fehlfarben – war damals scheiße, ist heute auch noch scheiße:

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Kleine Randnotiz: Die Einstellung der Serie führte zum ersten echten “shit storm” von Geeks im Internet. Die Bewegung nannte sich “virtual storm” und verlangte die Fortsetzung von VR.5. Der von dieser Protestform überforderte Sender versprach die Entwicklung eines Kinofilms, um die Handlung ordentlich zu Ende zu bringen. Wie üblich wollte man damit nur die Gemüter beruhigen, bis Gras über die Sache gewachsen war. Einen VR.5-Film hat es nie gegeben.

Nachdem so ziemlich alles gefloppt war, was als “die nächste heiße cyber-sheice” gehyped worden war, kühlte sich die Begeisterung für Cyberspace sehr schnell ab, zumal mit dem Internet eine neue Spielwiese gefunden wurde, die zwar visuell nicht so spannend, aber technisch deutlich einfacher zu realisieren war.

THE NET mit Sandra Bullock dürfte einer der ersten größeren Studio-Filme gewesen sein, dem “online” wichtiger war als “virtual”, und der aus dem Zauber des Internets einen groß angelegten Thriller bastelte:

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Natürlich gab es in den darauf folgenden Jahren immer mal wieder einzelne Filme und Serien, die ihre Figuren in virtuelle Welten entführten. Es wurde ja auch immer preiswerter zu produzieren. Das war dann auch gerne mal Kunst:

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Aber der große Reiz der Begriffe “cyber” und “virtual reality” war verflogen. Ende der 90er kam es zu einem letzten Duell der Cyberspace-Filme mit EXISTENZ, 13TH FLOOR und MATRIX. Darüber habe ich ja neulich erst geschrieben.

Ich finde es passend und bezaubernd, das Thema mit der vielleicht deppertsten X-FILES-Episode aller Zeiten abzuschließen, an deren Drehbuch ausgerechnet William Gibson beteiligt war – der Erfinder des Begriffs Cyberspace:

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P.S.: Ja ja, WELT AM DRAHT. Ihr mich auch.



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Marcell
Marcell
1. Oktober, 2022 19:58

Mir fällt noch die Gurke „Virtual Weapon“ mit Terence Hill ein.

https://m.youtube.com/watch?v=v4SEm76Bj9g

jimmy1138
jimmy1138
2. Oktober, 2022 09:39

Fiel “Strange Days” nicht auch im weitesten Sinne unter die Thematik? Der ist meines Wissens nach auch um 1995 herum erschienen…

heino
heino
2. Oktober, 2022 10:40
Reply to  jimmy1138

Der spielte aber nicht im Cyberspace, da ging es um direkt vom Gehirn gezapfte Erinnerungen

lostNerd
lostNerd
3. Oktober, 2022 23:08
Reply to  Torsten Dewi

Was ist mit der Verfilmung von “Ghost in the Shell”? Die ist auch von 1995, aber da ging es ja eher um künstliche Intelligenz und Transhumanismus.

Last edited 2 Monate zuvor by lostNerd
Vetter Itt
Vetter Itt
2. Oktober, 2022 13:35

für unbedingt erwähnenswert zur Thematik halte ich “Enthüllung”, der 1994 eher mäßig erfolgreich versuchte, die in Basic Instinct etablierte Erotikthriller-credibility von Michael Douglas zu melken.
Was in Erinnerung geblieben ist: die zähe Aktensuche im virtuellen Archiv.

Zeddi
Zeddi
2. Oktober, 2022 18:11

Fällt da auch “Tek War” mit William Shatner drunter oder ist das zu viel SF und zu wenig Cyber?

Ich war damals ja in meiner Jugend und natürlich war “Cyberspace” ein großes Thema.
Andererseits kannten wir uns halt alle son bisschen mit der Technik aus, jeder älter als 10 hatte mitte der 90er zugriff auf einen Computer, oft sogar einen “eigenen” und sich irgendwie für die Technik interessiert – da viel natürlich sehr schnell auf wenn das Technisch absoluter unfug ist.

Ich glaube “unser” Film, auf VHS rege getauscht ende der 90er dann war “Ghost in the Shell”

heino
heino
2. Oktober, 2022 18:27

“Ghost in the machine” hat mir als Film ganz gut gefallen, auch wenn der inhaltlich natürlich völliger Quatsch ist. Bei “Tekwar” fand ich die Filme ganz okay, aber die Serie lausig. “Johnny Mnemonic” ist der vermutlich bis heute beste Cyberpunk-Film. “Tron” läuft außer Konkurrenz, der Rest ist Käse.

Lothar
Lothar
2. Oktober, 2022 21:52

> P.S.: Ja ja, WELT AM DRAHT. Ihr mich auch.

“Simulacron” ausgesprochen wie “Mariacron”. Herrlich.

Martzell
3. Oktober, 2022 00:34

Angelina Jolies Brüste sind in Hackers übrigens zu sehen. Das blieb mir in Erinnerung. Damals in der Kindheit sah ich Rasenmähermann im Kino und war völlig geflasht und begeistert von dem Film. Als ich Jahre später in den im TV reinschaltete verstand ich nicht mehr warum und konnte mir das gar nicht anschauen so schlecht ist der.

Wild Palms, Max Headroom und viele weitere so Computerfilme haben mich als Kind fasziniert obwohl ich nix verstanden habe und auch nur einzelne Teile sehen konnte.

takeshi
takeshi
3. Oktober, 2022 08:30
Reply to  Martzell

“Angelina Jolies Brüste sind in Hackers übrigens zu sehen. Das blieb mir in Erinnerung.”
So erging es mir bei “Pushing Tin” aka “Turbulenzen und andere Katastrophen” von 1999. 😉

“Wild Palms, Max Headroom und viele weitere so Computerfilme haben mich als Kind fasziniert obwohl ich nix verstanden habe und auch nur einzelne Teile sehen konnte.”
Es ist sehr schade, dass “Wild Palms” hierzulande nie über eine Auswertung auf VHS hinaus kam. Die 2020 erschienene US-BD sieht allerdings fein aus und “Wild Palms” hat imho bis heute nur wenig von seiner Faszination verloren.

Last edited 2 Monate zuvor by takeshi
HenrX
HenrX
3. Oktober, 2022 11:56
Reply to  takeshi

gab es nicht auch noch in den 90ern die VR Troopers. Cyberspace und Tokusatsu Serie in einem 😀

HenrX
HenrX
3. Oktober, 2022 11:57
Reply to  HenrX

oh, wie ich gerade in den Kommentaren lese sind die VR Troopers schon genannt. schande über mein Haupt 😀

Gast
Gast
4. Oktober, 2022 02:00
Reply to  takeshi

“Wild Palms” kommt am 11.11.22 von Pidax auf DVD!

Thies
Thies
4. Oktober, 2022 16:11

Ebenfalls zum Genre passt zumindest halbwegs “Brainscan” von John Flynn mit Edward Furlong und Frank Langella. Furlong probiert ein virtuelles Spiel aus in dem er in die Haut eines Killers schlüpft, aber auf mysteriöse Weise werden die Morde real. Er wird von einer Figur des Spiels namens “Trickster” dazu angehalten immer weiter zu spielen, obwohl die Morde immer weiter in seine Richtung zielen. Dessen sarkastische Kommentare sollten wohl einen ähnlichen Ton treffen wie Freddy Krüger – kein Einzelfall in den frühen 90ern. Da der Film sich auch nicht richtig für Spiel, Traum oder Realität entscheiden konnte blieb ein eher mittelmäßiger Eindruck bestehen.

Tim
Tim
4. Oktober, 2022 22:24

Ich gestehe, ich fand “Den Rasenmähermann” nicht schlecht und habe ihn zwei oder dreimal gesehen. Würde es auch heuer wieder tun.
Wenn zum Schluss alle Telefone klingeln … geil uncanny.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos
6. Oktober, 2022 08:27

Spannendes Thema und ein paar Highlights gibt es ja sogar in der Aufzählung (Strange Days, eXistenz), aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass gerade im Anime-Bereich in dem Zeitraum recht viel zu dem Thema erschienen ist. Oder dann gleich direkt in die dystopische Cyberpunk-Richtung weitergedacht.

Inzwischen wird das Thema ja meist über die „Second Life“-Schiene abgearbeitet (Amazon‘s „Upload“-Serie z.B. oder die ganzen „Ich rutsche mit meinem Avatar in eine MMORPG-Welt und kämpfe – mitsamt eines Harems – gegen böse Monster“-Animes…)

Daniel Rehbein
13. Oktober, 2022 23:18

Ich habe irgendwann Ende der 80er oder Anfang der 90er im Fernsehen eine fiktive Story gesehen, was an das heutige Google Street View erinnert. Da hatte man eine Stadt (oder vielleicht auch nur einzelne Straßenzüge) als 3D-Abbildung nachgebaut und konnte sich mit einer Art Joystick dort hindurchbewegen.

Ich erinnere mich, daß es da eine Wiese gab, um die Häuser gruppiert waren. Und während eine Gruppe von Anwendern vor dem Rechner mit dem Joystick eine Art Kamerafahrt über diese Wiese durchführte, ging gerade ein ahnungsloser Spaziergänger über diese Wiese. Als nun die Kameraperspektive genau der aktuellen Augenposition dieses Spaziergängers entsprach, rastete das System quasi bei diesem Spaziergänger ein, und durch die weiteren Joystick-Bewegungen wurde der Spaziergänger gegen seinen Willen umherbewegt. Er wurde dann auch in die Luft gehoben und zappelte dort herum.

Ich weiß nicht mehr, in welcher Sendung das war, ich erinnere mich auch nur noch an diese Fragmente. Vielleicht war es ein Fernsehspiel, vielleicht war es aber auch nur eine diese kleine Episode als Einspieler in irgendeinem Magazin im Dritten Programm.

Vielleicht sagt meine Beschreibung jemandem etwas, und jemand erinnert sich an mehr als ich dazu?

Tim
Tim
14. Oktober, 2022 21:17

Gerade drüber gestolpert: Das Video zu Amazing von Aerosmith, ist geradezu prototypisch für den 90er VR-Hype. https://www.youtube.com/watch?v=zSmOvYzSeaQ