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Okt 2022

Vergessene Fantasy- und Science Fiction-Franchises (2): Highlander, God’s Army, Tales from the Crypt

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Nach der Action-SF widmen wir uns in unserer zweiten Rückschau heute mal der üppigen Fantasy, von der eigentlich nur HERR DER RINGE und HARRY POTTER den meisten Zuschauern als umfangreiche Franchises präsent sind.

Ich bin angetreten, das zu ändern!


Highlander

Klar kennen wir alle HIGHLANDER. Russel Mulcahy lässt Christopher Lambert Köppe abhacken, dass es Blitze schlägt. Ein Klassiker. It’s a kind of magic.

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Es hat eine gewisse Ironie, dass ein Film mit der Tagline “There can be only one” eine so breit gestreute Mischung von Ablegern hervor bringen sollte.

Da war zuerst einmal die direkte Fortsetzung der Story, die sich mit Händen und Füßen jeder Fortsetzung widersetzt. HIGHLANDER 2 ist ein fast schon legendäres Debakel, das sich an einer Erklärung von Dingen versucht, deren Unerklärlichkeit ihren Reiz ausmachte. Auch wenn man Regisseur Mulcahy ein gewisses Stilgefühl weiterhin nicht absprechen kann, hätte der hier nie entstehen dürfen:

 

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Ich war seinerzeit in München bei der Weltpremiere im alten Mathäser-Kino dabei, habe Virginia Madsen interviewt und bin am besoffenen Lambert gescheitert. Die Atmo nach dem Screening war ein gepflegt angemessenes “what the fuck!?”.

Chronologisch müsste ich nun mit der TV-Serie weitermachen, aber der Übersichtlichkeit zuliebe haken wir nun erstmal die Kinofilme ab. HIGHLANDER III ging wieder “back to the basics”, war aber kaum mehr als ein lauwarmer Aufwasch des Originals von einem Regisseur, der Mulcahy nicht das Wasser reichen konnte:

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Kein Zweifel: HIGHLANDER war zumindest auf der Kinoleinwand eine Franchise mit nachlassendem Reiz. Wie sehr, das kann ich gut daran dokumentieren, dass mir gar nicht mehr klar war, dass es noch ZWEI weitere Filme gab. Ich hatte nur noch einen in der verblassenden Erinnerung.

In HIGHLANDER IV (bleiben wir mal bei der Nummerierung) kommt es zum lang erwarteten (eigentlich erneuten) Aufeinander der MacLeods, denn mittlerweile bestand die Franchise aus zwei verschiedenen Highlandern. Dazu gleich mehr.

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2007 war bei HIGHLANDER V das internationale Interesse bereits so gering, dass der Film in den USA und in vielen anderen Schlüsselmärkten nicht mal mehr einen Kinostart bekam. Ich erinnere mich nur dunkel, dass ich den Film visuell schick, aber katastrophal inszeniert fand:

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Wer sich die HIGHLANDER-Filme getrennt anschaut, der mag durchaus legitim fragen, warum es nach dem zweiten Streifen noch Fortsetzungen gegeben hat. Die Antwort: Die Franchise hatte 1992 den Sprung ins Fernsehen gewagt und zeigte sich dort erheblich erfolgreicher und potenter als auf der großen Leinwand. Mehr noch – die Serie gab den Machern die Chance, den Highlander-Mythos mit Augenmaß und ausreichend Zeit zu erweitern. In Adrian Paul hatten man dazu noch den perfekten TV-Highlander gefunden:

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Auch hier war ich bei der Weltpremiere der ersten beiden Episoden dabei, diesmal im Arri-Kino. Aus Frankreich wurden Grußbotschaften der Produzenten eingespielt. In den ersten Folgen tauchte Christopher Lambert noch mal auf und es wurde versucht, den Stil der Filme zu kopieren – was vernünftigerweise danach immer mehr in den Hintergrund geriet. Ich geb’s zu: ich bin ein Fan und es war toll, ein paar Jahre später mit Adrian Paul durch London zu reisen und ihn näher kennen zu lernen.

Der Erfolg der Serie ist auch der Grund, warum es zu HIGHLANDER IV und V kam – es war die Staffelübergabe von Christopher Lambert an Adrian Paul und sollte die Franchise eigentlich durch eine neue Trilogie tragen.

Satte sechs Staffeln mit 119 Episoden, die abwechselnd in Frankreich und Kanada gedreht wurden, schaffte HIGHLANDER: DIE SERIE. Eigentlich hatte man schon nach der fünften Staffel Schluss machen wollen, aber die Planungen für den gewünschten Spinoff zogen sich länger hin als erwartet. Wenn ich mich recht erinnere, produzierte man vier Episoden der letzten Staffel mit möglichen weiblichen Spinoff-Charakteren (u.a. Claudia Christian aus BABYLON 5), nur um dann schließlich auf die sowieso zum erweiterten Cast gehörende Elizabeth Gracen zu setzen.

Pro7 war damals als Koproduzent von HIGHLANDER: THE RAVEN mit an Bord und ich kann mich gut an ein Meeting erinnern, bei dem ich entnervt meinen Kugelschreiber auf den Tisch warf und knurrte: “Warum zu Hölle machen wir einen HIGHLANDER-Spinoff, wenn es dabei nicht mehr um Flashbacks und Schwert-Duelle gehen soll?!”

In der Tat – THE RAVEN gehört zu den dämlichsten Spinoffs, die ich kenne, denn er verweigert sich genau den Elementen, die das Original erfolgreich gemacht hatten.

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Die erste Staffel war vorfinanziert – dass es keine zweite gab, dürfte niemanden wundern. Die letzte Folge trug den schicksalsträchtigen Titel “dead on arrival”.

Der Erfolg der HIGHLANDER-Serie brachte aber noch andere Ableger hervor – so entstand 1994 eine 40teilige futuristische Zeichentrickserie über die Abenteuer des bis dato unbekannten Quentin MacLeod:

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Und weil man nie genug MacLeods haben kann, rekrutierte man Colin MacLeod 2007 für ein Anime-Soloabenteuer:

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Das ist schon eine ganze Menge, aber längst nicht alles. Was hier wie eine krude Fan-Animation aussieht, wurde 2000 von den HIGHLANDER-Produzenten tatsächlich als offizieller Spin-Off ins Netz gesetzt:

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Die Kirsche auf der Sahnetorte? Highlander – Die Oper. I shit you not. Ich hatte sogar die offizielle CD. Man hätte bei der Musik von Queen bleiben sollen:

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Fazit: 5 Kinofilme, 2 TV-Serien, 1 Zeichentrickserie, 1 Anime, 1 Web-Serie, 1 Oper. Und natürlich ist von einer Neuauflage die Rede…


God’s Army / The Prophecy

Kommen wir von einer sehr großen zu einer relativ überschaubaren Franchise – GOD’S ARMY nehme ich eigentlich nur deshalb rein, weil die Reihe wie HIGHLANDER aus der Feder von Gregory Widen stammt, einem Mann, dessen Talent zur Erschaffung großer Fantasy-Universen in meinen Augen nie ausreichend gewürdigt wurde.

Den ersten GOD’S ARMY hat Widen 1995 nicht nur geschrieben, sondern auch gedreht. Der hat uns damals ziemlich geflasht:

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Abgesehen davon, dass es sich um einen großartigen Okkult-Horrorfilm handelt, der mit Schauspielern weit über seiner Gewichtsklasse aufwarten kann, ist GOD’S ARMY auch – wie HIGHLANDER – ein faszinierendes Fantasy-Universum, über das wir augenblicklich mehr wissen wollen. Der Krieg der Engel um die Seele der Menschen – wie geil ist das denn?!

Teil 2 war etwas schwächer, was sicher auch daran lag, dass Christopher Walkens Erzengel Gabriel noch mehr in den Mittelpunkt geschoben wurde und es an starken Darstellern als Gegenparts fehlte. Trotzdem immer noch sehr sehenswert:

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Was für Teil 2 gilt, gilt auch für Teil 3 – sicher nicht der große Wurf, aber dem üblichen Rotz in den Videotheken weit überlegen. Ein schöner Abschluss:

Aber es war eben nicht der Abschluss. In den frühen 2000er kam es zu einer Welle günstiger “direct to video”-Sequels, gedreht in Osteuropa, die sich oft genug nur vage an den Vorgängern orientierten: THE PULSE 2 & 3, MIMIC 2, HOLLOW MAN 2, DRACULA II & III, HELLRAISER: HELLWORLD. Treibende Kraft dahinter war Joel Soisson. Da Soisson schon an der GOD’S ARMY-Trilogie beteiligt war, initiierte er gleich mal eine Fortführung ohne die bisher Beteiligten.

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Praktischerweise bricht GOD’S ARMY IV mitten in der Handlung ab, denn Soisson hatte GOD’S ARMY V gleich mitgedreht:

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Schade. Die letzten beiden Filme erreichten an keiner Stelle mehr die Qualität der Originale. Es fehlt (nicht nur) Christopher Walken.

Fazit: 3 Kinofilme und zwei “direct to video”-Fortsetzungen.


Tales from the Crypt

Das hier wird jetzt noch mal eine größere Nummer. Selbst Horror-Anfänger wissen, dass TALES FROM THE CRYPT auf die Comics des EC-Verlags zurück geht. Viele kennen auch die TV-Serie mit dem markanten “Crypt Keeper”, die bei uns (stark gekürzt) auf SAT.1 lief, oder deren Kino-Spinoffs. Als Franchise ist TALES FROM THE CRYPT aber ungleich größer.

1972 drehte die Hammer-Konkurrenz Amicus einen ersten Spielfilm mit dem Titel, verzichtete aber auf zu comic-eske Elemente zugunsten klassischen Grusels:

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1989 startete HBO dann mit großem Staraufgebot vor und hinter der Kamera die Serie, die bis heute als Maßstab für Horror-Anthologien gelten darf. In sieben Jahren wurden 93 hochklassige Episoden produzierte, darunter u.a. das Regie-Debüt von Arnold Schwarzenegger.

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Noch während die Liveaction-Serie lief, startete mit TALES FROM THE CRYPT KEEPER ein Zeichentrick-Ableger für das jüngere Publikum:

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Als wäre es noch nicht bizarr genug, aus einer Horror-Anthologie eine Trickserie für Kids zu schmieden, stemmten die Produzenten als nächstes eine Gameshow (!) mit dem Crypt Keeper als Host:

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Und 2000 wurden verschiedene der Episoden als Radio-Hörspiele für das “Seeing Ear Theatre” des SyFy-Channels adaptiert:

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Nun lag es auf der Hand, zu TALES FROM THE CRYPT Spinoffs zu produzieren, hatte doch das Comic schon diverse Schwester-Titel am Markt: VAULT OF HORROR (auch von Amicus 1973 adaptiert), TWO-FISTED TALES, WEIRD SCIENCE.

Zuerst versuchte man es mit TWO-FISTED TALES als TV-Film, der drei Geschichten erzählt. Wirklich begeistern konnte sich dafür niemand, weshalb die Geschichten dann später einzeln im Paket als Episoden von TFTC verkauft wurden.

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WEIRD SCIENCE konnte man nicht direkt adaptieren, weil es bereits eine Serie dieses Namens (basierend auf einem Kinofilm von 1985) gab. Also nannte man das Projekt PERVERSIONS OF SCIENCE. Ich habe vor acht Jahren schon drüber geschrieben:

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Nach zehn Folgen war allerdings schon wieder die Luft raus.

Auf dem Höhepunkt des Erfolges der Serie TALES FROM THE CRYPT wurde außerdem beschlossen, es mit Kino-Ablegern zu versuchen, die mit mehr Geld und mehr Splatter punkten sollten. TFTC: DEMON KNIGHT machte das auch ganz gut und spielte allein in den USA 21 Millionen Dollar an den Kinokassen ein:

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Ableger Nummer 2, BORDELLO OF BLOOD, konnte diesen Erfolg allerdings nicht wiederholen und brachte nur noch 5 Millionen:

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Fairerweise muss man einpreisen, dass diese Sorte Film den Großteil ihres Gewinns über die Video-Märkte generierte und ich bin sicher, dass BORDELLO OF BLOOD am Ende kein Verlustbringer war.

Nun wird es etwas kompliziert, also macht euch Notizen: TFTC: RITUALS wurde als dritter TALES-Film gedreht. Nach dem Flop von BORDELLO OF BLOOD bekam man allerdings kalte Füße, schnitt die Crypt Keeper-Segmente raus und brachte den Film international ohne jeglichen Bezug zur Originalserie heraus – was auch Sinn macht, denn er basiert weitgehend nicht auf den Comics, sondern auf dem Tourneur-Klassiker I WALKED WITH A ZOMBIE:

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In den USA kam der Film erst 2006 (!) auf den Markt, in einer restaurierten Fassung samt des Crypt Keeper-Intros:

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Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

Und damit sind immer noch nicht am Ende. 2016 verkündete ausgerechnet M. Night Shyamalan, dass er für den Sender TNT an einer Neuauflage der Serie arbeite. Es gab sogar ein Promo zur ersten Staffel:

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Leider stellte sich erst hinterher raus, dass die Rechte an den TALES FROM THE CRYPT ziemlich kompliziert verteilt sind und nicht alle Inhaber an Bord waren. Das Projekt wurde auf halber Strecke sang- und klanglos eingestampft.

Fazit: 1 Original-Kinofilm, eine TV-Serie, eine Spinoff-Serie, eine Zeichentrickserie, eine Gameshow, Radio-Hörspiele, drei Kino-Ableger, ein TV-Ableger, ein abgesagter Reboot.


Das war jetzt, wie man so schön sagt, eine ganze Menge Holz. Weil Hollywood ein inzestuöses Loch ist, hat alles, was ich hier präsentiert habe, ein verbindendes Element, nämlich den bereits erwähnten Gregory Widen. Der hat nämlich nicht nur HIGHLANDER und GOD’S ARMY erfunden, sondern auch eine Episode der Serie TALES FROM THE CRYPT geschrieben.

Nächstes Mal gibt es dann was auf die Fresse. Aber so richtig!



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12 Kommentare
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Lutz
Lutz
22. Oktober, 2022 16:06

Die ganzen Animations-Projekte bei Highlander waren mir komplett unbekannt. Die Franchise war allerdings auch nie mein Ding.

Der Vollständigkeit halber sollte bei „Tales from the Crypt“ noch die Fortsetzung des Originalfilms „Vault of Horror“ (1973) (deutsch: „In der Schlinge des Teufels“) erwähnt werden, der aus einer weiteren Sammlung aus den Comics erstellt wurde.

Als Randnotiz sind da noch „The Frighteners“ von Peter Jackson. Jackson hatte die Idee Robert Zemeckis vorgestellt, der daraus zunächst einen weiteren Film in der „Tales from the Crypt“-Reihe machten wollte und es bei Jackson und Fran Walsh zur weiteren Entwicklung in Auftrag gab. Schon nach Vorlage des Drehbuchs (und vermutlich auch durch den nachlassenden Erfolg der Reihe beeinflusst) wurde jedoch beschlossen, den Film eigenständig weiterzuentwickeln. Was den finanziellen Erfolg des Films angeht, war das am Ende wohl unerheblich.

Last edited 1 Monat zuvor by Lutz
Lutz
Lutz
22. Oktober, 2022 16:09

Argh, gerade gesehen, dass du „Vault of Horror dich erwähnt hattest. War bei mir irgendwie untergegangen, dass der Trailer fehlt.😊

Matts
Matts
22. Oktober, 2022 17:17

Ich weiss tatsächlich noch genau, wie begeistert ich HIGHLANDER: THE ANIMATED SERIES damals auf Pro7 geschaut habe. Für mich als jungen Bub hatte die Serie echt alles: Schwertkämpfe, eine abgefahrerne Endzeitwelt und verrückte Gestalten.

Volker
Volker
22. Oktober, 2022 22:14

Ich weiß, dass du dich hier nur auf Kino und TV beziehst, möchte aber trotzdem Highlander: The Board Game nicht unerwähnt lassen. https://youtu.be/SVp0vwjymx8

Die Serie habe ich damals geliebt und denke, dass sie ihren teils schlechten Ruf nur den Film-Fortsetzungen zu verdanken hat. Würde sie eigentlich gerne nochmal sehen aber bei fast 120 Folgen ist das leider nicht mal eben so gemacht. Vor ein paar Monaten habe ich mir aber mal die ersten 3 Episoden angesehen. Machen auch heute noch Spaß.

jimmy1138
jimmy1138
23. Oktober, 2022 08:52

“HIghlander” ist tatsächlich der Beweis, daß man in Hollywood bei Erfolg aus allem eine Franchise machen will. Ein toller Film mit einer runden, abgeschlossenen Handlung, die maximal Prequels zuläßt.
Deshalb bin ich schon sehr auf das neue Highlander Reboot gespannt – denn der wird mit Henry Cavill in der Hauptrolle sicherlich als Franchise-Starter konzipiert sein.

Thies
Thies
23. Oktober, 2022 14:15
Reply to  jimmy1138

Der erste Highlander war aber in den USA dem Boxoffice nach kein großer Hit. Es muss der europäische Erfolg gewesen sein, der die Franchise am Leben hielt.

Die Doppelnacht mit Teil 1 und 2 würde ich als eine der schlimmsten Kino-Erfahrungen meines Lebens einordnen. Die Kopie vom ersten Teil war derart zerstört, dass jemand der den Film nicht schon kannte wahrscheinlich garnichts kapiert hätte. Und danach kam der zweite. WTF indeed.

Den dritten hatte ich auf Video gesehen und besser als den zweiten gefunden. Aber wahrscheinlich hätte ich damals auch eine 90 Minuten dauernde Aufzeichnung des Testbilds besser gefunden als Teil 2.

Das Anime war Teil der leider nie wiederholten FFF-Asia-Nights. Obwohl der Regisseur vorher mit “Vampire Hunter D” verdammt gut abgeliefert hatte, konnte er diesem Franchise kein neues Blut injizieren.

Volker
Volker
24. Oktober, 2022 10:25
Reply to  Thies

Ich habe als Fan der Serie sogar Endgame im Kino gesehen und mir damals irgendwie schöngeredet. Kann auch Teil 2 und 3 irgendwas abgewinnen. Wenngleich mir keine Fortsetzung dennoch lieber gewesen wäre. Richtig hart wird es mit The Source. Der ist wirklich allallerunterste Schublade.

Vader Ryderwood
Vader Ryderwood
23. Oktober, 2022 22:13

Ich kann mich daran erinnern, dass ich nach dem Sehen von God’s Army eine Zeit lang versucht hatte, wie Christopher Walkens Figur auf allem möglichen Oberflächen nicht zu sitzen, sondern zu hocken 🙂

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos
24. Oktober, 2022 10:51

Der Highlander-Anime ist eigentlich ganz launig und dürfte (abseits des Originals) mit dem Rest der Franchise den Boden aufwischen.
God‘s Army hatte ich ganz cool in Erinnerung, fand den bei einer Neusichtung vor ein paar Jahren aber recht lahm. Walken und das Thema sind halt der Knaller, der Rest eher naja…
Gibt es „Tales of the Crypt“ denn digital irgendwo? Ich meine, dass es mal eine (recht teure) DVD-Veröffentlichung gab, aber die dürfte inzwischen vergriffen sein.

Dinozeros
Dinozeros
26. Oktober, 2022 15:23

Dungeon Siege, Dungeons & Dragons, Beastmaster und Conan (nur echt mit Ralf Möller) voraus, nehme ich mal an – freue mich schon.

Alexander Freickmann
Alexander Freickmann
27. Oktober, 2022 11:04

Highlander:
Filme: Ich habe nicht einmal den ersten Highlander Film wirklich gemocht – abseits der Musik. Ist OK, aber nicht mehr. Teil 2 und 3 sind absolut komische Produkte. Teil 4 hatte es schwer bei mir, da es in einer Zeit kam, wo ich jegliche Hoffnung in das Franchise verloren hatte, dafür hatte es den speziellen Platz in meinem Herzen, weil er damals im September 2000 in den US Kinos war, als ich im Schüleraustausch war. Als Fortsetzung der Highlander Filme funktioniert er aber null, als Film zur Serie funktioniert er dafür besser.
Serie: Die erste Staffel hatte ich damals auf RTL verschlungen, sie war echt gut (zumindest für mich als Steppke). Leider ist die Serie doch eine qualitative Achterbahnfahrt und findet erst mit Methos auftauchen einen qualitativen Ankerpunkt. Endgame hatte ich dann auch erst verstanden (und meinen Frieden mit gefunden), nachdem ich die Serie nachgeholt hatte damals auf VOX in 200x.
Zeichentrickserie: Nur Franzosen können auf die Idee kommen, eine Serie um eine Serie zu machen, die näher an Highlander 2 als alles andere im Franchise ist. Der Ton der ganzen Serie ist einfach nur mit “französisch” zu beschreiben. Es gab dann sogar noch ein Videospiel zur Trickserie, das ist aber dann schon fast so berüchtigt wie zb Superman 64.

God’s Army 2+3 hatte ich als richtig gut empfunden als Teenager. Teil 4 war dann schon eine Enttäuschung, hatte aber immer Kari Wuhrer (dank Command & Conquer Red Alert 2 Teenager Crush). Das sie dann aber im Grunde nur durch Bukarest die ganze Zeit rennt, hatte wahrlich nicht geholfen, die Film zu rechtfertigen. Teil 5 wirkte dann nochmals schlimmer, dass es mich nicht wundern würde, dass das einfach nur wegen des “stupid german money” produziert wurde.

Tales from the Crypt: Da ich viel zu jung war, wusste ich nie, dass die Zeichentrickserie überhaupt auf echt brutalen Realfilmen basiert. Als Kindergrusel funktioniert die Serie aber auch wirklich gut, die Geschichten sind teils gut geschrieben und auch guter, jugendfreier Grusel.
Damals als junger Teenager hatte ich aber auch gerne die Gespenster Geschichten Comics gelesen.