07
Sep 2021

Kino Kritik: DUNE (1)

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

USA 2021. Regie: Denis Villeneuve. Darsteller: Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson, Oscar Isaac, Zendaya, Jason Momoa, Josh Brolin, Stellan Skarsgård, Dave Bautista, Sharon Duncan Brewster, Stephen McKinley Henderson u.a.

Story: Nach 80 Jahren überträgt der Imperator des Universums die Herrschaft über den Spice-Planeten Arrakis an das Haus Atreides. Die dabei abservierten Harkonnen schmieden schnell Pläne, sich das Spice und damit die Macht zurück zu erobern. Inmitten der Ränkespiele steht Paul Atreides, der Thronfolger seines Hauses, der von einem seltsamen Mädchen träumt und von der endlosen Wüste und ihren Gefahren fast magisch angezogen wird.

Kritik: Das schon mal vorab – mit dem (1) im Titel tue ich euch den Gefallen, auf etwas hinzuweisen, was die Produzenten eher beiläufig behandeln: Das hier ist nur ein erster Teil eines mindestens Zweiteilers. Und wir reden nicht von einem Zweiteiler, bei dem die Teile für sich stehen – der hier bricht in der Mitte ab. Und im Gegensatz zu Netflix muss man im Kino länger als eine Woche warten. Sollte der hier floppen, womöglich bis zum Sankt Nimmerleinstag. Das sollte man einpreisen – ein "to be continued" wird am Ende nämlich nicht eingeblendet.

That said – DUNE ist eine Franchise mit einem Haufen Ballast. In den 70ern scheiterte Alejandro Jodorowsky mit den Plänen für ein Epos, das sich aberwitzig anhörte und vor ein paar Jahren erst Gegenstand einer faszinierenden Dokumentation war. In den 80ern setzte David Lynch den Stoff dann um – von Kritik und Publikum weitgehend abgestraft, hat sich die in vielen Versionen vorliegende Adaption mittlerweile einen recht guten Ruf verdient, den ich absolut gerechtfertigt finde. Die zwei Miniserien, die Syfy dann Anfang der 2000er produzierte und an denen ich peripher beteiligt war, sind hingegen miserabel gealtert und nur noch als Produkt ihrer Zeit zu rechtfertigen (Produzent Rubinstein und Regisseur/Autor Harrison bekommen hier Producer-Credits – augenscheinlich waren ihre Rechte an dem Stoff noch nicht vollständig ausgelaufen). Über andere Versuche, dem Roman Herr zu werden, kann man hier etwas nachlesen.

Daran, dass Denis Villeneuve der ideale Regisseur sein würde, um die Neuverfilmung zu stemmen, konnte es nach BLADE RUNNER 2049 kaum Zweifel geben – dieser mag zwar etwas zu mäandernd und autistisch gewesen sein, er präsentiert aber in seiner Bildgewalt eine gute Vorlage für das, was DUNE immer schon hätte sein sollen.

Es wird ja auch nicht gekleckert, sondern geklotzt: 165 Millionen Dollar Budget und einen gewohnt fetter Hans Zimmer-Score für zweieinhalb Stunden Wüsten-Melodram, das gerade mal die Hälfte des ersten Romans der ersten Trilogie abdeckt: Von der Wachablösung auf Arrakis bis zur Flucht Pauls zu den Fremen.

Und, wie isser denn nun geworden?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Für sich genommen verdient dieser DUNE alle Lobpreisungen aus Cannes und alle Superlative, mit denen er in der Presse beworfen wird. Ein visuell unfassbar üppiges Schlachtengemälde, das selbst die größte Kinoleinwand bis in die kleinsten Ecken füllt, das Armeen im Schatten gigantischer Raumschiffe zu Ameisen degradiert und den Spagat schafft, Frank Herberts Magnum Opus gleichzeitig ausführlich und straff zu erzählen.

Das Römische Reich und der 30jährige Krieg, Kreuzzüge, die US-Invasion in Afghanistan und die brutale Unterwerfung Südamerikas durch die Conquistadores – alles klingt hier an, kompakt verpackt in eine Art galaktische Soap Opera mit zentraler Liebesgeschichte. Ein exzellenter Cast, eine unaufgeregte Regie, ein sehr erwachsenes Drehbuch – das Urteil kann nur lauten: besser lässt sich DUNE nicht verfilmen. Im Vergleich mit den bisherigen Versionen kann ich mir nicht vorstellen, dass die nächste Generation Filmemacher das noch mal steigern kann.

Das hier ist nicht EINE DUNE-Adaption – es ist DIE DUNE-Adaption.

Nein, an der Perfektion hakt es nicht. Es ist die Vertrautheit des Stoffes, die es mir teilweise etwas schwer machte, total einzusteigen. Ich kenne die Handlung, und das in gleich mehreren Versionen. Villeneuve erzählt DUNE ja nicht radikal neu, man weiß also nicht nur, wer die Figuren sind – man kennt auch ihr Schicksal. Das zieht sowohl den "Überraschungen" als auch den "schockierenden Wendungen" ein wenig den Zahn (pun intended, you know what I mean). Teilweise sind sogar einzelne Dialogzeilen übernommen. Ich beneide die neue Generation Kinogänger, die den Stoff hier das erste mal "frisch" entdecken kann.

Und wenn ich sage, dass der Film den Roman perfekt umsetzt, dann sagt das nichts über den Roman aus. Ich bestreite nicht den Platz, den Frank Herberts DER WÜSTENPLANET in der Geschichte der SF-Literatur einnimmt. Der ist mehr als gerechtfertigt. Aber der Roman ist eben auch 1965 erschienen und geht damit stramm auf das Rentenalter zu. Er ist weniger interessiert an technischen Details als an Mystik, Ränkespielen, Weltenbau. Für sich genommen absolut in Ordnung, aber das Genre hat sich weiterentwickelt, und der Film greift das nicht auf. Die Fixierung auf Mechanik, auf die Elemente, auf feudale Intrigen fühlt sich mitunter etwas altbacken an. Wir befinden uns 8000 (!) Jahre in der Zukunft – und dennoch in einer Welt, in der man weder mit Software umgeht noch auf Hieb- und Stichwaffen verzichtet. Diese Darstellung der Zukunft wirkt anachronistisch, weil sie die realen Entwicklungen der aktuellen Vergangenheit ignoriert.

Was bei Jacksons HERR DER RINGE völlig legitim war, weil Fantasywelten in einer Blase leben, ist in einem Universum wie DUNE etwas nachlässig, weil hier ja die tatsächliche Geschichte der Menschheit erzählt wird. Das schlägt sich auch in den Frauenbildern und der wenig ambivalenten Darstellung der Häuser nieder. Gut und Böse sind hier unangemessen klar voneinander abgegrenzt. Allerdings hat Villeneuve schon angedeutet, im zweiten Teil mehr Fokus auf die Figur Chanis zu legen – was ich für eine übereifrige Vorwegnahme einer möglichen Kritik an ihrer Reduktion auf eine Traumfigur in diesem Film halte.

Und schließlich: DUNE ist ein Film, der (wie die Romane) seine Welt sehr abstrakt erzählt. Sämtliche Figuren stammen aus klar definierten Gruppen, die wie Schachfiguren hin und her geschoben werden. Die Bene Gesserit, die Harkonnen, die Fremen – es sind nie mehr als Bestandteile einer Geschichte mit spezifischen Funktionen. "Normale Menschen", eine bevölkerte Welt außerhalb der erzählten Konflikte, wird weder behauptet noch bebildert. Das kann manchmal regelrecht frustrierend sein. Die Häuser, der Imperator, die Armeen – das alles sind doch nur Repräsentanten gigantischer Menschenmassen, die irgendwo leben, lieben, lachen, arbeiten, sterben. WO? SIND? DIE?

Aber vielleicht habe ich auch nur deswegen zu viel über solche Sachen nachgedacht, weil ich die Geschichte und die Figuren schon ausreichend kannte.

Der SF-Event dieses Jahres – nur echt im Kino.

Fazit: Eine in ihrer Epik und erzählerischen Breite kaum zu verbessernde, aber natürlich auch sehr staubtrockene und pompös-bierernste Verfilmung eines großen pompös-bierernsten Romans, dessen Themen unserer Zeit allerdings schon etwas hinterher hinken.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

P.S.: Wo sind die Jungs von Asylum, wenn man sie mal braucht?!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 



Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
32 Kommentare
Älteste
Neueste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Thomas Hortian
7. September, 2021 20:24

"Wir befinden uns 8000 (!) Jahre in der Zukunft – und dennoch in einer Welt, in der man weder mit Software umgeht noch auf Hieb- und Stichwaffen verzichtet."
Man muss dazu aber auch sagen, dass das Universum von Dune eines ist, in dem sich die Menschheit schon gegen künstliche Intelligenz behaupten musste, wobei sie beinahe untergegangen ist und seitdem diese komplett verbannt hat. Aber natürlich hätte man hier für einen modernen Film vielleicht ein Anpassung oder Annäherung plausibel einbauen hätte können. Ich freue mich trotzdem schon auf den Kinobesuch nächste Woche. 🙂

Tante Jay
Tante Jay
10. September, 2021 20:32
Reply to  Thomas Hortian

In bestimmter Weise IST ja die Annäherung eingebaut worden. Seit Butler’s Jihad gab es die Mentaten.

Die iX experimentieren mit Gholas und auch mit Computern – offensichtlich. Werden dafür aber halt auch von den anderen Völkern verachtet.

Torsten, es ist mir nie so aufgegangen, aber ja, wenn du in Dune in einer Gruppe bist, kannst du nicht wechseln. Irulan hat es versucht – und ist gescheitert.

Alia gehörte nie zu einer Gruppe – und ist dann ebenso gescheitert.

Könnte man was draus machen.

Martzell
7. September, 2021 22:28

Danke. Den muss ich sehen. Die Romane von Frank Herbert sind etwas besonderes.

»Im Großen und Ganzen bewegen wir uns in Der Wüstenplanet um das Jahr 23 400 nach Christus.« Das weiß man aber nur aus den unsäglichen Kevin J. Anderson Dune-Büchern mit denen er zusammen mit Brian Herbert seit der Jahrtausendwende Millionen verdient. Ansonsten:

Die Handlung spielt in den Jahren 10176 bis 10192 n. G. – nach Gründung der Gilde. Diese sorgt immer noch für stabile Verhältnisse und wurde nach Butlers Dschihad gegründet. Frank Herbert deutet nur an dass Butlers heiliger Krieg die Menschheit unabhängig von Maschinen gemacht hat. Außerdem heißt es mehrmals Maschinen dürfen niemals etwas leisten was auch Menschen können. Ein strenges Dogma in dieser Gesellschaft. Deswegen gibt es keine Aufzüge, Autos, Computer oder auch nur Schreibmaschinen (aber Ornithopter und Raumschiffe).

Du hast völlig Recht. Auch in den Dune Romanen gibt es keine normalen Menschen und auch sehr wenig normale Alltagssituationen und die breite Masse der Menschen ist nicht sichtbar.

Last edited 19 Tage zuvor by Martzell
Vineyard
Vineyard
8. September, 2021 07:02
Reply to  Martzell

".« Das weiß man aber nur aus den unsäglichen Kevin J. Anderson Dune-Büchern mit denen er zusammen mit Brian Herbert seit der Jahrtausendwende Millionen verdient."

Ja, die "McDune" Romane (wie sie im Fandom oft verächtlich genannt werden) sind furchtbar. Immer nur wieder eine neue "Trilogie" und die Nächste ist ja schon wieder in Arbeit.

jimmy1138
jimmy1138
8. September, 2021 08:48

Im Lynch-Dune ist Paul Atreides so ziemlich der schlimmste Gary Stu aller Zeiten – der kann alles quasi sofort und alle müssen dauernd sagen, wie toll er doch ist.
Ist das auch in dieser Version so?
Wobei das ja z.T auch in den Büchern so ist, da kommt sozusagen die Pointe quasi erst mit dem zweiten und dritten Buch…

Kai
Kai
9. September, 2021 11:02
Reply to  Torsten Dewi

Nun, er wurde ja auch extra dafür gezüchtet. 😉

Besser gesagt, Paul sollte ja eigentlich ein Mädchen sein und erst (mit Feyd Rautha Harkonnen als Vater) den "Chosen One" aka Kwisatz Haderach gebären. Was schief ging ist, dass er sozusagen zu früh kam und nicht mehr kontrolliert werden konnte.

Last edited 17 Tage zuvor by Kai
Kai
Kai
9. September, 2021 11:11
Reply to  Kai

….abseits davon (und ich glaube kaum dass das im Film erwähnt werden wird), das Motiv des "Chosen One" ist ja hier absichtlich gefaked. Paul und Jessica bedienen sich bei den Fremen der Missionaria Protectiva, einem religiösem "Framework" das die Bene Gesserit in praktisch allen Völkern des Imperiums platziert haben. Sollte eine Bene Gesserit dann bei einem Volk stranden, kann sie sich der mythischen Elemente davon bedienen um dieses zum eigenen Vorteil zu manipulieren. Super geschickt eigentlich. 😀

Die "seherischen" Fähigkeiten Pauls sind ja wie gesagt genetisch bedingt.

Last edited 17 Tage zuvor by Kai
Annonym
Annonym
15. September, 2021 02:58
Reply to  Torsten Dewi

Science-Fiction ist jüdisch geprägt. Die Juden sehen sich als auserwählt und kontrollieren Hollywood. Aber warum erzähle ich das? Das weist du doch selber, da Mitglied im Film-Bereich, wenn auch nur in den unteren Rängen.

Matts
Matts
8. September, 2021 11:44

Was die seltsam anachronistische Zukunft angeht: Ich denke bei SF muss man immer unterschieden zwischen Science Fiction und Science Fantasy (manchmal auch Space Fiction genannt). Ersters haben wir mit Franchises wie STAR TREK und THE EXPANSE und letzteres mit STAR WARS (obwohl das ja eigentlich "vor langer, langer Zeit" spielt) und eben DUNE. "Ernsthafte" Science Fiction haben ja schon 1965 viele, viele Autoren seit vielen, vielen Jahren geschrieben, also scheint Herbert ja bewusst in eine andere Richtung gegangen zu sein.
Von daher finde ich es legitim, wenn der Film in der Hinsicht der Vorlage treu bleibt.

Ich scharre jedenfalls schon gewaltig mit den Hufen, und kann es gar nicht mehr erwarten, den endlich im Kino zu sehen!

Tante Jay
Tante Jay
10. September, 2021 20:43
Reply to  Torsten Dewi

Wobei, jein. Der Imperator regiert über ein faschistoides Universum, die Bene Gesserit sehen sich als Zünglein an der Waage, die, je nach ihren eigenen Interessen, mal hier helfen, mal da.

Sie sind Fanatiker, die ihre Organisation über alles stellen. Selbst der absolute Alleinherrscher Shaddam kann nicht ohne die Bene Gesserit oder die Navigatoren-Gilde herrschen, beide Gruppen sind von der Außenwelt hermetisch abgeriegelt.

Dieser religiöse Fanatismus, der imho bei Herbert kritisiert wird, wird bei zu vielen wieder salonfähig.

SO überaltert dann halt doch nicht.

Tante Jay
Tante Jay
10. September, 2021 21:03
Reply to  Torsten Dewi

Ich glaube, soweit musst du nicht zurück.

Die Kirchen sind nach wie vor vielerorts die eigentlichen Machthaber oder beeinflussen die Regierungen so, wie sie es brauchen. Der Einfluss ist aber eher passiv.

Die Bene Gesserit sind aber viel aktiver als das. Sie greifen aktiv in die Feudalherrschaft ein, z.b. indem sie eine Atreides-Tochter mit Feyd verheiraten wollten.

Ja, der Kwisatz Haderach wäre dann wahrscheinlich entstanden, aber der zweite Grund war Frieden zwischen Haus Harkonnen und Haus Atreides, indem man die Häuser mittels Heirat zusammenlegt.

Und jetzt hab ich mich in meinen eigenen Gedanken verlaufen…. mist.

Tante Jay
Tante Jay
12. September, 2021 20:18
Reply to  Torsten Dewi

Ich sagte ja, ich hab mich verlaufen. ^^

marcel
marcel
16. September, 2021 08:04
Reply to  Torsten Dewi

Ich fand schon vor über 30 Jahren den DUNE Stoff nicht etwa altmodisch, im Gegenteil, eher visionär. Dass technische Entwicklung nicht ewig linear weitergehen muss haben schon die Römer erfahren müssen.

Zeddi
Zeddi
8. September, 2021 20:51

Ich interessiere mich für SF, und bin auch eigentlich recht grob bewandert.

Trotzdem hab ich weder die Romane gelesen noch eine der bisherigen Filmadaptionen komplett geschaut, obwohl ich es versucht habe.

Villeicht liegt es daran das ich etwas jünger bin und mit anderen Geschichten großgeworden bin, als ich geboren wurde war der erste Star-Wars Film schon einige Jahre veröffentlicht. Der Roman hat mich nicht gepackt, die bisherigen Verfilmungen auch nicht.

Andererseits hab ich immer wieder das Gefühl hier eine "Bildungslücke" zu haben – selbst so sind für mich diverse Anspielungen kaum zu übersehen.

Sollte ich es hier noch mal wagen?

marcel
marcel
16. September, 2021 08:41
Reply to  Zeddi

Im Prinzip JA 😉

Andreas
Andreas
8. September, 2021 22:36

Danke für den Bericht. Ich werde ihn mir mit meinem Brüdern ansehen.

Freue mich übrigens auch über den 60 Geburtstag von Perry Rhodan. Auch wenn ich erst mit den NEO Geschichten eingestiegen bin.

Last edited 18 Tage zuvor by Andreas
Kai
Kai
9. September, 2021 11:19

Eins muss ich noch loswerden. "In den 80ern setzte David Lynch den Stoff dann um – von Kritik und Publikum weitgehend abgestraft, hat sich die in vielen Versionen vorliegende Adaption mittlerweile einen recht guten Ruf verdient…"

Soso, tut man das. 😉 Nun, ich bin ein "Veteran" der ersten Verfilmung. Ich war 1984 im Kino und ich habe es gehasst! Ich mag David Lynch sehr, aber das werde ich ihm nie verzeihen. Niemals!

Mein Mantra ist und bleibt, "Dune wurde bisher noch nie verfilmt. Noch nie! Bis jetzt." In diesem Sinne ist das hier die erste. 😀

jimmy1138
jimmy1138
13. September, 2021 10:06
Reply to  Kai

Ist die Kinofassung von Dune eigentlich mehr ein David Lynch oder ein Dino de Laurentiis Film?
Bzw die aufgelegte Frage – die Kinoversion, diverse "offizielle" erweiterte Cuts oder einer der Fan Edits?
V.a. als Buchleser ging es mir in der Lynch/DdL-Verfilmung in der zweiten Hälfte viel zu schnell…

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos
13. September, 2021 15:34

Mag das Universum seit den Spielen für Amiga/Mega Drive/PC, hab aber die Bücher nie gelesen und erst letztes Jahr den wüsten Lynch-Film gesehen (der trashig-charmant war). Bin also sehr auf den Film gespannt und freu mich auf das IMAX nächste Woche 😍 vielen Dank für die Warnung, dass es ein Zweiteiler ist – das verhindert eine etwaige Enttäuschung („was, schon rum?“)

marcel
marcel
16. September, 2021 07:46

Ich hoffe doch sehr, dass wir uns in 8’000 Jahren nicht mehr mit Software herumschlagen müssen.

sergej
sergej
16. September, 2021 15:28
Marcus
Marcus
18. September, 2021 08:58

Ich sag mal 10/10.

Der Hausherr liegt in ein paar Details falsch, aber dazu haben meine Vorredner schon alles gesagt.

Fairerweise noch dazu: ich war mit einer Freundin drin, die davon vorher gar nichts wusste. Sie war schon irgendwie fasziniert, aber auch sehr frustriert, weil der Film für sie zu sparsam mit Erklärungen war und sie deshalb ab einem gewissen Punkt nicht mehr richtig folgen konnte. Der grundsätzlichen Handlung ja, aber die ganzen Zusammenhänge dahinter kamen für sie nicht rüber.

Vielleicht muss man meiner Wertung daher ein "… wenn man das Buch kennt" hinzufügen.

Jake
Jake
20. September, 2021 10:38
Reply to  Marcus

Vielleicht muss man meiner Wertung daher ein "… wenn man das Buch kennt" hinzufügen.

Och, nicht zwingend. Ich war letzte Woche im Kino, habe das Buch nie gelesen und würde ebenfalls eine 10/10 geben. Meisterwerk.

Marcus
Marcus
20. September, 2021 22:28
Reply to  Jake

Wie so oft, die einen sagen so, die anderen anders. Ich habe von Nicht-Kennern des Buchs mittlerweile auch schon beides gehört. Wenn er dir gefallen hat, ist das doch prima.

Dizoneros
Dizoneros
22. September, 2021 17:38

Ein Film, dessen einzige Schwäche ist, dass er nicht vier Stunden dauert – was letztlich keine kleine Schwäche ist, da er nur die Hälfte des ersten Buches erzählt. Schwelgerische Bilder und immersives Worldbuildung entschädigen dafür.

Aristokraten mögen etwas verstockt sein. Dennoch hätte ich Paul etwas mehr Puls gegeben. Soll er meinetwegen die Dünen am Strand lieben, und philosophieren, wie sich die Sanddünen anfühlen werden. Lasst ihn einen Regenwurm ausgraben, betrachten und wieder in den Sand entlassen. Irgendwas, das ihm einen Herzschlag verleiht – neben dem Anbeten seiner Sandschönheit.

Ein paar mehr Szenen der Mentaten und generellen "dunklen Seite" hätte ich mir zwecks Erhellung der Abläufe auch gewünscht. Aber da ich eh jede Pointe (und eigentlich jeden Satz) kannte, hätte das nichts geändert.

So war es ein bildgewaltiger Besuch in einer mir bekannten Welt, die mir künfig hoffentlich ein paar Überraschungen mehr bieten wird. Denn mein Kino war nachmittags halbvoll, was mich in Sachen Einspielergebnis sehr optimistisch stimmt.

Dietmar
22. September, 2021 19:51
Reply to  Dizoneros

Dieser Kommentar macht Appetit auf den Film!