20
Aug 2021

Digitaler Dreisprung: Analog adieu

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

Nach einer notwendigen Pause im Bestreben, mein Leben (oder zumindest meine Administration) komplett zu digitalisieren, bin ich nun wieder voll dabei. Es war nicht geplant, aber es hat sich so ergeben, dass ich dabei von drei Seiten aus diverse Eckpfeiler meines täglichen Lebens in den Cyberspace verlegen konnte.


Digitaler Briefkasten: You’ve got mail!

Schon vor mehr als 10 Jahren habe ich euch an dieser Stelle berichtet, dass ich den täglichen Papiermüll aus dem Briefkasten konsequent eingedämmt habe. Keine Kundenzeitschriften mehr, keine Prospekte, Kataloge, Werbung. Kostete mich nur ein paar Anrufe und Emails. Sollte ich wider Erwarten wissen wollen, was es bei Tchibo, LIDL oder Beate Uhse gibt, kann ich deren Webseiten ansurfen.

Aber es geht noch viel mehr. Startschuss und Initialzündung war sicher das Online-Banking, das bei mir 2003 den Versand von Kontoauszügen und Überweisungen schlagartig beendete. Die Online-Bank war der erste "natürliche" Ort für ein reines Online-Postfach zur Kommunikation zwischen Konzern und Kunde.

Mittlerweile sind aber viele Unternehmen dazu übergegangen, ihren Kunden statt postalischer Verschickung von Auszügen und Abrechnungen ein eigenes Digital-Schließfach anzubieten, in dem Unterlagen und Verträge eingesehen und aktuelle Schriftsätze geladen werden können. Und so habe ich die letzten Wochen damit zugebracht, alle meine Versicherungen zu checken, dazu Behörden, Organisationen und diverse Ketten, mit denen ich regelmäßig verkehre.

Siehe da: es gab genau ZWEI Partner, bei denen ich vor die Wand lief – eine Hypothekenbank bedauerte, man "sei noch nicht soweit", und das Presseversorgungswerk sieht anscheinend keinen Anlass, so weit zu sein.

Davon abgesehen habe ich eine eigene Favoriten-Leiste im Browser, die mich zu meinen digitalen Postfächern führt, die ich immer wieder abrufe und aus denen ich neue Post direkt in meinen digitalen Aktenschrank überführe. Ganz ohne die unnötigen Zwischenschritte Ausdruck – Versand – Scan – Abfalleimer.

Damit ist praktisch alles, was ich regelmäßig geschickt bekommen hätte, in die Digitalsphäre umgeleitet. Es kommen nur noch "Ausreißer" per Postbote: dann und wann eine Karte von Bekannten, eine (sinnlose) Abmahnung eines Online-Wüterichs, eine Spendenquittung. Hochgerechnet vielleicht 5 Prozent dessen, was vor 15 Jahren meinen Briefkasten verstopfte. Und so sehr ich mich vor 15 Jahren über Post gefreut habe, so zufrieden bin ich heute, wenn der Gang zum Kasten ergebnislos bleibt. Wenn keiner was von mir will, will mir auch keiner was.

Und das bringt uns schon ganz prima zum nächsten Thema.


Digitaler Aktenschrank: Von der Wiege bis zur Bahre

Mein digitaler Aktenschrank ist ein Langzeitprojekt. Wer sich schon immer mal gefragt hat, warum ich so penibel mit meiner digitalen Korrespondenz bin, dem gestehe ich: ich bin ein gebranntes Kind. Durch die 90er war ich so katastrophal in der Bearbeitung und Beantwortung meiner Post (inkl. Rechnungen, Steuern und Mahnungen), dass ich mehrfach im Chaos zu versinken drohte: Stapel mit ungeöffneten Umschlägen lagen herum, das Finanzamt hing mir im Nacken – und zweimal hatte ich sogar den Gerichtsvollzieher daheim. Nicht, weil ich Geld nicht zahlen konnte. Ich hatte schlicht verdrängt, die entsprechende Post zu öffnen.

Die Wende war eine Freundin, die mich in München besuchte und während meiner Arbeitszeit auf die Idee kam, sich die Stapel, Kartons und Ordner mal genauer anzuschauen. Dabei entwickelte sie einen sportlichen Ehrgeiz und am Abend war alles in drei Bereiche aufgeteilt: "ordentlich abheften", "wegschmeißen" und "zur Ansicht". Ich schäme mich, aber ich habe sie blöd angepampt, wie sie dazu käme, einfach an meine Akten zu gehen. Heute weiß ich: sie hat mir damit den Arsch gerettet und die Weichen gestellt.

Nach diesem Erlebnis hatte ich zumindest erstmals Struktur in meinen Unterlagen und machte mich in den folgenden Jahren daran, immer konsequenter zu ordnen und auszumisten. Allerdings bin ich in diesen Dingen ein Hoarder, es durfte also nichts wegkommen. Akten sind Geschichte, sie erzählen mein Leben besser, als ich es tun könnte – davon bin ich so überzeugt wie Rattelschneck:

Die Lösung: Scans. Alles Papier in den Multifunktionsdrucker werfen und in PDF umwandeln. Schon kann man den Altpapiercontainer füttern, ohne auf die Dokumente verzichten zu müssen. Und vor ein paar Jahren konnte ich euch stolz zeigen, dass sich mein Chaos auf fünf unzerstörbare Aktenordner reduziert hat:

Es gab nun zwei "Aktenschränke": den analogen und den digitalen. Ich stellte schnell fest, dass damit ein fast zwangsläufiger Prozess seinen Anfang nahm: hatte ich erst nur die wichtigsten Dokumente online, kam die aktuelle Briefpost schnell dazu. Irgendwann war der digitale Aktenschrank besser gefüllt als der analoge. Und tatsächlich nutzte ich bald die Leitz-Ordner praktisch gar nicht mehr – ich heftete nur noch in ihnen ab. Ein totes, statisches, undynamisches Archiv.

Die unbestreitbaren Vorteile des digitalen Aktenschranks spielten mir dagegen schnell und oft in die Hände: so konnte ich bei einer Eigentümerversammlung in Düsseldorf augenblicklich am Handy einen Kostenvoranschlag für einen neuen Aufzug raussuchen und damit belegen, dass das Thema seit 12 Jahren von Termin zu Termin verschoben wird. Auf die Papier-Version des Dokuments hätte ich gar keinen Zugriff gehabt.

Den digitalen Akten kann ich außerdem problemlos Bilder (z.B. bei Immobilien) beipacken, in manchen Fällen sogar Videos (Entkalkung der Kaffeemaschine direkt beim PDF der Anleitung), was einen klaren Mehrwert darstellt.

Die Aktenordner verlieren auch deswegen an Bedeutung, weil ich (siehe Punkt 1) immer mehr Post digital geschickt bekomme und ich nicht so wahnsinnig bin, das dann auszudrucken und abzuheften. Was papierlos kommt, bleibt papierlos.

Seit vier oder fünf Jahren liegt mein digitaler Aktenschrank dergestalt in der Cloud und auf die Festplatte gespiegelt, natürlich mit Passwort gesichert:

In den Unterordnern wird nach Versicherungen und Banken unterteilt, darunter dann die Unterlagen zum aktuellen Jahr. Alles, was nicht mehr für die Steuer relevant ist, kommt in "alt", um die Übersicht nicht zu gefährden. Das ist MEINE perfekte Aufteilung, eure würde sicher eine andere sein.

Vielleicht noch wichtig zu wissen: Ich scanne "roh" in 150 dpi, schwarzweiß, Farbe nur wenn explizit nötig. Ich verwende kein OCR und keine Management-Software, alles wird händisch sortiert und mit Dateinnamen versehen. Sicher nicht die effizienteste Methode, aber sie hat sich bei mir bewährt.

Letztlich entpuppt sich die Dopplung analog/digital irgendwann als redundant, als Übergangsphase. Klar, auf ein paar "echte" Dokumente will und kann man nicht verzichten: Urkunden, Kaufverträge, Originalpläne. Das Testament vom Opa, die Heiratsurkunde und der Notarvertrag zum ersten eigenen Haus. Das muss bleiben. Aber alles andere kann eigentlich weg, wenn man seine digitale Organisation gut genug im Griff hat.

Also habe ich heute "Nägel mit Köppen" gemacht und alles bis auf die "Unverzichtbaren" aus den Ordnern gezerrt und durch den Scanner gejagt. Aus fünf Ordnern sind zwei geworden. Mehr Papier braucht mein Büro nicht.

Der digitale Ordner umfasst gerade mal 300 Megabyte, ich habe größere Konvolute zu Sammel-PDF zusammen gefasst, z.B. alle Steuerbescheide von 1991 bis 2015 oder die gesammelten Gehaltsabrechnungen meiner Zeit bei ProSieben. Neben der leichteren Durchsuchbarkeit des Bestands schätze ich besonders die Möglichkeit, alle Dokumente jederzeit nicht nur am Macbook, sondern auch auf dem Tablet und dem Smartphone abrufen zu können.

Ich bin überzeugt, dass ich ohne das energische Einschreiten meiner Freundin 1999 niemals so weit gekommen wäre – und dafür bin ich heute noch dankbar.


Digitale Brieftasche: Kleingeld auf Knopfdruck

Ich bin kein Smartphonoholiker. Ich muss das Gerät nicht habituell alle fünf Schritte aus der Tasche ziehen, rede im Restaurant lieber mit der LvA, als auf Facebook zu chatten. Es mag auch meiner Sozialisierung geschuldet sein, dass ich aus dem Handy mehr raushole als reinstecke: ich lese Emails, schreibe aber keine. Ich käme nicht auf die Idee, größere Texte zu tippen, selbst kurze Kommentare auf Facebook sind mir zu mühsam. Ich zeige Tickets für Bahn, Theater und Pakete vor, würde aber keine Tickets für Bahn, Theater und Pakete am Handy kaufen. Ich checke meinen Kontostand, tätige am iPhone aber keine Überweisungen. Das ist mir alles zu klein und fummelig. Da ich den Großteil des Tages am Rechner sitze, kann ich dort viel bequemer tippen. Sogar WhatsApp läuft bei mir übers Macbook.

Kurz gesagt: das Smartphone war für mich nie unverzichtbarer Wegbegleiter, sondern immer nur die linke Hosentasche hinten zur rechten Hosentasche hinten der Geldbörse.

Andererseits: wenn ich so ein Gerät habe, meldet sich auch irgendwann die Neugier mal zu sehen, was damit so alles geht. Auf meinem ersten Smartphone vor 10 Jahren hatte ich einen Kompass ebenso installiert wie einen Währungsrechner, eine Wasserwaage, ein digitales Bier und UKW-Radio. Alles nie benutzt und beim nächsten System-Update runter geschmissen.

Mittlerweile habe ich von der Firma ein iPhone gestellt bekommen und man hört ja immer wieder, dass man im Rahmen der Apple-Biosphäre aus dem Smartphone so eine Art digitalen Knecht machen kann, der tatsächlich das Leben erleichtert. Die ersten Schritte hatten sich ja bereits ergeben: das iPhone erlaubt mir den Zugriff auf meinen digitalen Aktenschrank in der Cloud. Fürs Online-Banking ist es notwendig, weil der QR-Scanner die TAN-Liste ersetzt hat. Und tatsächlich nutze ich immer wieder die Taschenlampe, wenn ich nachts auf der Terrasse nach den Katzen schaue.

Aber da geht noch mehr und im Rahmen meiner Digitalstrategie 2020 überwand ich mich, mal über das absolut Notwendige hinaus die Möglichkeiten des Smartphones auszutesten. Und siehe da: wenn man sich einlässt und dem Handy vertraut, kann man damit durchaus den Alltag smarter und flüssiger gestalten.

So hatte ich ja schon letztes Jahr erzählt, dass das iPhone meine Kundenkarten bündelt und die lästige Suche nach Parkgroschen überflüssig macht. Endlich nicht mehr die METRO-Karte vergessen oder auf den IKEA Family-Rabatt verzichten müssen. Und wenn ich doch mal zu McDonalds will, kann ich unterwegs schon bestellen und muss nur noch abholen – Gutschein inklusive. Die DHL-App ist mein persönlicher Liebling – Handy-Porto und QR-Codes, mit denen man die Adressaufkleber an der Packstation ausdrucken kann, sind konkrete Erleichterungen meiner täglichen Büroarbeit.

Aber selbst das ist nur Kleinkram. Eine der herausragenden Fähigkeiten von iPhones ist wallet, die digitale Geldbörse auf dem Handy. Dort habe ich mittlerweile meine AmEx- und meine EC-Karte eingepflegt (Symbolbild):

Ich gestehe, dass diese Funktion für mich eher geil als unverzichtbar ist. Ich habe ja sowieso IMMER meine Geldbörse dabei und ob ich nun kontaktlos mit der EC-Karte aus der Börse oder der EC-Karte auf dem Smartphone bezahle, macht keinen nennenswerten Unterschied. Es ist beides gleich toll schnell. Rein theoretisch könnte ich nun aber in den meisten Fällen auf das Portemonnaie verzichten.

Für Reportagen ist das gepimpte Handy auch sehr praktisch: Zug- und Flugtickets, Mietwagenbuchungen, Hotels – ich trage alles papierlos in der Hosentasche mit mir rum. Obendrein habe ich den Produktionsplan dabei, mache Fotos von relevanten Nebenaspekten der Produktionen und nutze das iPhone als Diktiergerät. Es speichert meine Interviews automatisch mit Zeit und Ortsangaben.

Und dann ist da noch die Sache mit der Krankenkasse. Ich habe für 2020 und 2021 erstmals überhaupt wieder Belege eingereicht, weil meine Infektion und meine Operation doch ziemlich teuer waren. Ist auch alles kein Problem, wurde anstandslos erstattet. Aber erst im Verlauf des Vorgangs wurde ich darauf hingewiesen, dass sich das Prozedere radikal vereinfachen lässt – die Barmenia hat nämlich eine App fürs Smartphone, mit der man Rezepte und Rechnungen einfach abfotografiert und auf Knopfdruck an die Kasse zur Erstattung weiterleitet. Das ist fast zu praktisch, um zu funktionieren – aber es funktioniert:

Nur ein Nebenaspekt ist das Handy bei der Fahrt ins Parkhaus. Der Großteil der deutschen Parkimmobilien gehört Conti oder Apcoa. Beide bieten Möglichkeiten, nicht jedes Mal ein Ticket ziehen und dann am Automaten bezahlen zu müssen. Ich habe mir erstmal die Chip-Karte von Apcoa angeschafft. Die klebe ich vorne auf das Armaturenbrett und im Parkhaus in den Riem-Arcaden wird mir wie von Zauberhand geöffnet. Und auch beim Wegfahren muss ich nix machen. 10 Sekunden später habe ich dann in der Apcoa-Flow-App die exakte Abrechnung als Email-Dokument. So und nicht anders muss das sein.

Klar kann man einwerfen: "Aber wozu das alles? Ist das wirklich eine Erleichterung oder nur digitaler Schnickschnack". So kann man argumentieren. Alles, was das Handy kann, kann ich auch ohne Handy. Und ich bin sehr gut 50 geworden, ohne das iPhone als permanenten digitalen Assistenten dabei zu haben. Der Effekt ist eher ein psychologischer: es gibt mir das Gefühl größerer Kontrolle, besserer Übersicht, schnellerer Abwicklung. Parkuhren, Bankgeschäfte, Porto, EC-Karte, S-Bahn-Ticket – wahrlich, das iPhone kann eine ganze Menge, wenn man es lässt. Das Android-Handy natürlich (?) auch, aber davon habe ich gerade keins da.


Wunschliste

Ich darf in aller Bescheidenheit sagen, dass ich gut vorangekommen bin. Jeder nimmt so etwas anders auf, aber die digitale Ordnung hat für mich etwas sehr Beruhigendes und Befreiendes. Der Ballast ist weg. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon in den 90ern in der Lage gewesen, das so im Griff zu behalten. Es hätte mir viel Druck und Stress erspart.

Es fällt auch auf, dass die verschiedenen Fronten sich digital befruchten: meine Aktenordner als digitales Büro auf dem Handy, das Handy als digitale Kundenkarten-Sammlung, und schließlich die digitalen Kundenkonten als virtueller Briefkasten. Das greift ineinander, das hat mittlerweile einen sexy Flow, mit dem mich keine Nachfrage meines Steuerberaters mehr schrecken kann. Der bekommt meine Unterlagen für das Jahr 2021 übrigens auch nur noch digital – die Zeiten, in denen ich über 200 Seiten Kontoauszüge und Amazon-Rechnungen ausgedruckt habe, sind endgültig vorbei.

Abgesehen von ein paar letzten Bücherstapeln und ein paar Kartons mit Zeitschriften, die ich noch scannen muss, bin ich damit soweit fertig. Was ich tun konnte, habe ich getan. Dennoch gibt es noch ein paar kleinere Defizite, die nicht ich, sondern die Gegenseite zu verantworten hat.

Ich hätte z.B. gerne ein "Behörden-Postfach", eine zentrale staatliche Datenbank, die meine relevanten Informationen vorhält, die ich bei Ämtern freigeben kann, über die ich Formulare und Dienstleistungen beziehe, Rentenansprüche einsehe, Urkunden vorhalte (Geburt, Hochzeit, etc.), etc. Im Grunde genommen meine digitale "Basis-Existenz" für den Fall, dass mal tatsächlich das Haus abbrennt und ich nicht Wochen damit verbringen will, Anträge zu stellen. Ein neuer Personalausweis? Drei Klicks und eine Email-Erinnerung, wann ich ihn im Bürgerbüro abholen kann.

Dass Ärzte in der Lage sein sollten, E-Rezepte auch digital zu verschicken und dass man diese als Kunde in Online-Apotheken einlösen können sollte, ist eine Binsenweisheit – aber daran wird ja wohl schon gearbeitet.

Nicht schlecht wäre, im iPhone auch einen rechtlich sicheren digitalen Personalausweis und einen ebenso legitimen digitalen Führerschein mitführen zu können. Dann wäre man nämlich endgültig von der Geldbörse unabhängig – so lange dem Handy nicht der Saft ausgeht.

Und schließlich: Ich würde auf meiner EC-Karte, mit der ich ca. 90 Prozent meiner Einkäufe tätige, gerne meine Email-Adresse abspeichern können, damit ich bei jedem Einkauf nur "Rechnung auf Email bitte" murmeln muss, um den Kassenbon zu vermeiden. Nicht nur würde das eine Zettelwirtschaft in meiner Hosentasche verhindern – es würde meinen Gmail-Account auch zu einem automatischen Archiv meines Kaufverhaltens machen, das sowohl beim Geldfluss als auch bei Rückgabe und Streitfragen helfen könnte. Bei der Metro z.B. geht das ja schon.


Bonus-Content für alle, die bis hierher gelesen haben

Einige Leser werden sich erinnern, dass ich auch meinen Bücherschrank mittlerweile fast vollkommen von Papier auf Bytes umgestellt habe. Das war gar nicht so schwer, wenn man bei der Wahl der Mittel nicht… na ja… wählerisch ist. Darüber hinaus ist es aber auch hier mein Ziel, die Sammlung nicht nur ins Digitale zu transferieren, sondern auch zu perfektionieren. Es gilt, Lücken zu füllen und in der physischen Welt schwer zu ergatternde Werke aufzuspüren. Einem Facebook-"Freund" (ich tue mich mit der Bezeichnung immer noch schwer) ist es nun zu verdanken, dass ein echtes Schätzchen hinzu gekommen ist:

Viele von euch werden damit nichts anfangen können – das hier ist die Zeitschrift VAMPIR, die von den frühen 70ern bis in die frühen 80er den sicher größten Umbruch des phantastischen Genres für deutsche Fans begleitet hat. Ein direkter Vorläufer der PHANTASTISCHE ZEITEN und der MOVIESTAR und gerade so weit vor meiner Zeit, dass ich sie nur aus Erzählungen kannte. Jetzt nicht mehr! 18 von 25 Ausgaben habe ich Seite für Seite gescannt und die restlichen Ausgaben sollten ebenfalls irgendwann hier eintrudeln. Es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn ich darüber nicht einen längeren Blogbeitrag schreiben könnte…



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takeshi
takeshi
21. August, 2021 12:02

Wichtig ist vor allem – und das kann man jedem nur eindringlich einschärfen – unbedingt parallel aktuelle Offline-Backups aller online gespeicherten Daten in Reserve zu haben.

Es gibt inzwischen in die tausende zählende Fälle von Usern, die plötzlich keinen Zugriff mehr auf ihre Online-Daten hatten; von Apple über Google bis Microsoft.

Und wer möchte schon, dass es ihm z. B. so ergeht:

https://www.borncity.com/blog/2021/06/24/microsoft-kontensperre-ein-exemplarischer-fall-und-microsofts-fail/

Deshalb gilt immer: "Daten, von denen kein Backup existiert, können als gelöscht betrachtet werden."

Last edited 1 Monat zuvor by takeshi
Andreas
Andreas
22. August, 2021 09:21
Reply to  Torsten Dewi

Backup & Sync und Google File Stream, werden ja bald durch Google Drive für Desktop ersetzt, dann geht das wieder. Bzw. hast du dann wieder die Wahl.

Joris
Joris
21. August, 2021 16:15

Aus harten Erfahrungen mit nun zehn Jahren Fotokarriere auf dem Buckel:
Immer ein dreifach Backup haben. Gerade bei Daten wie scans, die auch mal auf einen USB Stick passen, ist es eigentlich kein Problem, drei aktuelle Backups am Laufen zu halten.
Auch ein RAID fähiger NAS-Server (z.B. Synology Diskstation) ist eine gute Idee, wenn man sich da reinarbeiten möchte.
MMn eine große Bereicherung, da man auf eigentlich alle aktuellen Modelle auch über das Handy zugreifen kann um z.B. einen alten Vertrag aufzurufen.
Die erlauben auch mal, eine kaputte Festplatte "on the fly" auszutauschen, ohne Daten zu verlieren.

Selle
Selle
21. August, 2021 18:22

Der Charme von Google/Apple Pay ist ja, nicht wie beim normalen kontaktlosen bezahlen ab x Euro oder nach y Zahlungen eine PIN eingeben zu müssen, für mich ist das ein Killer-Kriterium pro Handy und nach etwas Gewöhnung lässt man den Geldbeutel entspannt zu hause.

Die staatliche Datenbank ist als "Datenraum" gerade als ein Fraunhofer-Projekt (Gaia X Possible) gestartet, das dauert aber sicher noch Jahrzehnte bis da die erste Geburtsurkunde drin liegt…

Martzell
21. August, 2021 21:17
Reply to  Selle

Apple Pay ist sicherer als physische Karten und PIN.

Martzell
21. August, 2021 21:14

Geil.

Frank
Frank
21. August, 2021 21:40

Wie macht ihr Digital-User das eigentlich in einem Notfall?
Beispiel ihr hattet einen Unfall o.ä. und die Ehefrau oder Verwandte müssten an bestimmte Papiere = Digi-Daten?
Da müsste doch dann eine Liste eurer Zugangspasswörter greifbar sein.
Vermutlich auf Papier in einem Tresor, also the old school. 😉

PabloD
PabloD
23. August, 2021 09:23

Als jemand, der sein monatliches Einkommen maßgeblich der Existenz und Verbreitung von Online-Portalen verdankt, sehe ich wohlwollend das Logo eines unserer Kunden in deiner Favoriten-Liste 🙂

Rainbow Warrior
Rainbow Warrior
23. August, 2021 12:54

Interessant, wie wenig das anscheinend im Einzelfall eine Generationenfrage zu sein scheint.

Ich bin jünger als du, zahle aber nur auf drei Arten:

  • bar (kleinere Beträge, Supermarkt, Gastronomie)
  • EC-Karte (größere Beträge "offline", oder wenn kein Bargeld da)
  • PayPal (online)

Letztens waren wir in Münster in einem Biergarten. Einloggen per Luca-App: gerne, auch wenn für draußen eigentlich nicht erforderlich. Getränkekarte per QR-Code aufrufen: ungern. Online bestellen: nein, eigentlich nicht, aber man sitzt ja doch schön hier. Zahlen: Per ApplePay und ähnlichem, nicht bar, nicht mit EC-Karte: Tschüs. Wir waren nicht die einzigen, die wieder gegangen sind, und auch nicht die Ältesten.

Frank
Frank
23. August, 2021 19:53

Das ist mMn völlig irrsinnig.
Wo soll in Zukunft eigentlich der Strom für eine komplette Digitalisierung der gesamten Weltbevölkerung herkommen?

Frank
Frank
24. August, 2021 10:29
Reply to  Torsten Dewi

Das sehe ich komplett anders.
Alleine die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zur Digitalwelt frisst Ressourcen ohne Ende. Beispiel nur mal die Erzeugung von Digitalwährungen.
Von 3. und 4. Welt gar nicht zu reden.
Digitalisierung macht für mich in Teilbereichen sicher Sinn, hat aber ganz klare Grenzen.
Außerdem halte ich Daten in Clouds für absolut unsicher und der ständigen Gefahr von Missbrauch ausgesetzt.

dermax
dermax
24. August, 2021 08:45

Sorry, aber dass ein Lokal weder bar noch EC akzeptiert, halte ich für eine Geschichte ausm… "wait for it"… Paulanergarten!

Luc
Luc
24. August, 2021 11:12

Sorry 4 OT, aber:

Sky Sharks Kritik wann? Die Macher pöbeln auf facebook schon gegen die ersten Kritiker, bitte bitte steig in den Ring Torsten! 😀

Luc
Luc
24. August, 2021 18:21
Reply to  Torsten Dewi

Aus der sicher leicht parteiischen Sicht der mutmaßlich meisten Blogleser hier ist das gar keine Frage 😉

tokra
tokra
24. August, 2021 16:31

Ich war ja bis vor kurzem auch eher Bargeld-Fanatiker, aber seit ich mehr aus einer Laune heraus eine AppleWatch habe, merke ich wie leicht das kontaktlose Zahlen damit ist: Zweimal Klicken, einmal dranhalten, fertig. Keine PIN, kein Rauskramen von Karte oder Handy. Das ist für mich das eigentliche Killer-App-Feature der Uhr. So Sachen wie GoogleMaps-Navigation beim Radfahren auf der Uhr sind auch "nice-to-have". Wieder so eins von diesen Geräten, wo man nicht weiß warum man sie braucht (weil alles auch irgendwie so geht), aber wenn man sie hat, nicht mehr ohne will.