23
Apr 2021

Final Thoughts: THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER

Themen: Film, TV & Presse |

Ich halte mich kurz, weil mein Zeitplan heute angemessen gefüllt ist. Wer es noch nicht getan hat, sollte vielleicht erst meine Kritik zur ersten Folge lesen.

In der Tat endet FAWS nach sechs Folgen fulminanter Action und globaler Hightech-Abenteuer als angemessener Epilog sowohl der ENDGAME-Story als auch als gelungene Fortschreibung des sich wandelnden Mythos um die Figur Captain America, die von immer neuen Charakteren mit immer neuen Idealen gefüllt werden muss. Es ist eine komplexe Miniserie, der es weniger um den Kampf Gut gegen Böse geht, sondern um Versöhnung, Verantwortung und Vertrauen.

Die Probleme, Action und Plot unter einen Hut zu bekommen, die ich am Piloten noch bemäkelt habe, wurden souverän ausgeschliffen – Zeit für hochoktane Prügeleien und dynamische Verfolgungsjagden ist immer. Anthony Mackie und Sebastian Stan gelingt es vorbildlich, aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht zu treten und fast 300 Minuten Premium-Entertainment zu liefern. An keiner Stelle wirkt die Produktion um des Budget willens runtergeschraubt. Das hier ist Vollgas.

Keine Frage: zwei Tage im Schneideraum und man hätte aus FAWS einen coolen zweieinhalbstündigen CAPTAIN AMERICA: EPILOGUE Kinofilm schneiden können, der völlig nahtlos in das MCU gepasst hätte. Sollte man vielleicht auch mal machen – als proof of concept und Scheibenbonus.

TV has come a long way, baby.

KLEINERE SPOILER VORAUS!

Ich komme aber nicht umhin, eine gewisse moralische Desorientierung zu kritisieren, die Marvel 2021 vermutlich als Ambivalenz verkaufen wird. Besonders in der letzten Episode wird es nicht nur sehr kitschig-suppig, wenn lautstark "black lives matter" inszeniert wird (innerhalb eines Subplots, der wirklich gar nichts zur Handlung beiträgt) – auch die Rehabilitierung des Supergegners hinterlässt einen extrem schalen Nachgeschmack.

Man kann generell diskutieren, dass Karli Morgenthau von Anfang kein guter Antagonist war. Ein junges, permanent emo-schmollendes Mädchen ohne körperliche Präsenz oder Charisma, von der wir glauben sollen, dass sie eine weltweite terroristische Bewegung hinter sich scharen kann mit Anhängern, die selbst nach Sätzen wie "dann müssen wir die Geiseln halt töten" nicht abwinken und sagen "that’s it, I’m outta here". Die nie wirklich plausibel erklären kann, was ihr Plan ist oder warum er Menschenleben fordern darf. Die nie über ihren "inner circle" hinaus mit dem Rest der "Flagsmasher" zu kommunizieren scheint.

Wir haben sechs Folgen lang erlebt, wie Karli (immer wieder auch ohne Not "for the cause") Menschen ermordet und unsere Helden bis aufs Blut bekämpft hat. Und trotzdem sollen wir sie für eine missverstandene Anti-Heldin halten, für das "angry woke girl", dessen wirre Ideen der Weltverbesserung durch Gewalt und Zwang schon irgendwie gerechtfertigt sind. Ein finaler "I’m sorry"-Atemzug reicht zur Vergebung und ihr Ableben wird pathetisch inszeniert, als hätte sich Black Widow geopfert:

Und dann verlangt Falcon allen Ernstes, dass man Leute wie sie nicht als Terroristen bezeichnen darf. Sie! War! Nichts! Anderes! Das ist umso absurder, da Buckys gesamter Charakterbogen die Suche nach Vergebung ist für Taten, die er unter Fremdsteuerung begangen hat. Marvel scheint hier seine Bösewichte mit deutlich mehr Milde zu zeichnen als seine Helden.

Das ist leider symptomatisch: Die letzte Episode von FAWS gibt sich alle Mühe, eine "sowohl als auch"-Schiene zu fahren und die Gegner als lediglich fehlgeleitet darzustellen. Nur leider widerspricht das allen vorherigen Geschehnissen, bei denen sie sich wie die klassischen eiskalten Überleichengeher eines typischen Superheldenfilms verhalten haben. Ich kann ja verstehen, dass Marvel (auch mangels Alternativen) versucht, seine Antagonisten und Antagonismen etwas vielschichtiger zu gestalten, aber das funktioniert hier so wenig wie mit Maxwell Lord und Barbara Minerva bei WONDER WOMAN 1984.

Das biblische "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" (1. Johannes 2,1-6) gilt nicht mehr, es reicht völlig aus, nebulöse "gute Absichten" zu haben. Das erinnert dann natürlich auch wieder an die letzte Staffel DISCOVERY, in der Tillys gesamte Eignung zum Captain aus einem "sie wird sich bestimmt doll anstrengen" besteht.

So ist FAWS immer dann am Besten, wenn er sich auf die Marvel-Standards konzentriert, wenn er auf Action setzt, Geschwindigkeit, große Locations, ein komplexes Weltbild mit Dutzenden Charakteren und präzise innere wie äußere Konflikte. Der Versuch, in ein Comic-Universum, das in der Nachkriegszeit von jüdischen Nerds entwickelt wurde, die aktuellen Minderheitenbelange zu stopfen, klappert zumindest hier noch in allen Teilen. Stan Lee was never black.

Schön aber, dass FAWS am Ende auch genug neue Türen aufmacht und neue Figuren einführt, um die Marvel-Serien mittelfristig zu einer Art TV-MCU zu entwickeln und zu verzahnen. Mal sehen, ob diese Einblendung im Nachspann eine Art Resümee oder das Versprechen einer Fortsetzung ist:

Aber genug gemäkelt: Unter dem Strich ist das hier immer noch "kick ass" und beste Unterhaltung für Fans des MCU, die anscheinend nie genug kriegen können. Und darum hadere ich auch nicht damit, dass es nach sechs Folgen schon vorbei ist, sondern freue mich auf:

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Und den hier muss ich ja auch noch nachholen:

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25 Kommentare
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Marcus
Marcus
23. April, 2021 21:21

Unterschrieben.

Auch ich bin insgesamt ziemlich entertained, sehe aber auch die Probleme ähnlich wie du.

(Milde Spoilerwarnung und so….)

1) Die ganze Chose dauert vieeeeel zu lange, um in Wallung zu kommen. Mindestens die ersten beiden Folgen hätte man zu einer raffen müssen. Und bei nur sechs Folgen noch Längen drin zu haben, muss man auch erstmal schaffen.

2) Das ganze politische Anliegen der Flag Smasher habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Die Welt war während des Blip irgendwie besser, weil alle zusammengehalten haben (weil…?), danach war das irgendwie nicht mehr so (weil…), dann gab es auf einmal ganz viele Flüchtlinge (weil…?), die dann mit Gewalt in ihre Länder zurückgebracht werden sollen (weil…?), weil es jetzt auch wieder Länder wie davor gibt (weil…), was früher nicht so war (weil…?), was natürlich alles ganz schlecht ist (weil…?). Ich kann nicht mal sagen, ob das alles keinen Sinn ergibt, oder ob es einfach nur beschissen erklärt wurde.

3) Weil ich das Anliegen nicht verstehe, lässt mich auch Karli vollkommen kalt. Ich kann ihre Wut nicht nachvollziehen, kann nicht mal ansatzweise sehen, warum man ihr wenigstens ein bisschen recht geben könnte, und deshalb ist da so gar keine Ambivalenz vorhanden. Sie ist eine Terroristin, die gestoppt werden muss, und die aufgrund ihres eigenen gnadenlosen Vorgehens selber keine Gnade verdient.

4) Dass sie halt zusätzlich noch ne selten nervige, selbstgerechte schmollende Kackbratze ist, hilft halt auch nicht.

5) John Walker schwankt von Szene zu Szene zwischen "guter Mann, nur etwas fehlgeleitet" und "Vollpsycho". Für die Zukunft entscheide man sich für eins oder schreibe ihn raus.

6) "I was texting and just heard 'black guy with stars & stripes'." I feel ya, Bucky. Ich konnte Sams fünfminütigem Geschwurbel am Ende auch nicht folgen. War sicher total sozialkritisch und woke und so gedacht, kam aber so rüber, als hätte er sich an Glückskeksen überfressen und würde jetzt geballt die ganzen Zettel mit den Weisheiten daraus erbrechen. Das hätte man schon im Drehbuchstadium merken, wegschmeißen und halb so lang und doppelt so auf den Punkt neu schreiben müssen.

7) *spoiler* sagt am Ende… was? wieso? WTF?

8) Doofe Nickeligkeit am Schluss – Sams neues Kostüm sieht ein bisschen albern aus, finde ich. Und dafür, dass wir nun einen schwarzen Cap haben, ist es viel weißer als vorher. 😀

Naja, dafür war die Action gut, die Interaktion zwischen Sam und Bucky toll, Zemo hat auch gut reingepasst, und die wahre Übergabe des Schilds ist geschafft. Passt scho. 7/10.

Selle
Selle
23. April, 2021 22:25

"An ihren Quellen sollt ihr sie erkennen" – auch wenn 1. Johannes 2,1-6 von Google schon im Autovervollständigen angeboten wird steht der Satz dort nicht mal so ähnlich sondern eigentlich nur in Matthäus 7, 20. (Hab ich gegoogelt, wusste ich nicht auswendig). Und jetzt weiter im Text.

jimmy1138
jimmy1138
23. April, 2021 22:30

Mich persönlich interessiert als nächste Marvel Projekte eigentlich nur Doctor Strange 2 und der nächste "Spiderboy Homeirgendwas".
All das (FATWS, BW, Shang-Chi, Loki) sieht nicht unbedingt nach "Essential Viewing" aus.
Darüberhinaus wundere ich mich, was mit "The Eternals" ist. Der Film ist im Kasten, soll im November (angeblich) rauskommen und die Regiesseurin hat einen gefeierten Oscarmitfavoriten abgeliefert. Das wäre naiv gedacht eigentlich ein Projekt, das Marvel nur so pushen müßte. Tatsächlich gibt’s aber mehr oder minder Funkstille. Trailer, Teaser, Bilder? Fehlanzeige.

Dizoneros
Dizoneros
23. April, 2021 23:12
Reply to  jimmy1138

Mittelmäßige Serie für mich. Ein spannungsarmer Plot ohne wirkliche Wendungen. Die Schurken waren Ziffern, Zemos Bedeutung verpuffte, selbst den Wimmer Soldier könnte man ersatzlos streichen. Hat man eigentlich auch, wenn man’s recht bedenkt.

Ersatz-Cap Walker irrlichtert in seinen sechs Szenen, um die Figur irgendwie zum Endpunkt USAgent zu schaffen – wirft dabei aber alles über Bord, was die Figur hätte interessant machen können. Das Russell-Kind spielt zudem wie Knäckebrot. Das Schlimmste ist Woke-Cap, der in seiner absurd langen und lächerlich doofen Rede fix mal undankbar auf seinen Vorgänger ein Häufchen macht ("no blonde hair, no blue eyes"). Immerhin: am Ende kann er weiter auf dem ollen Kahn Krabben pulen. Das war für mich spannendste Frage der Serie: Muss das Schiff verkauft werden? Es musste nicht. Kann man aufatmen.

Dann flutscht auch das Woke-Zäpfchen besser rein. Craptain America im potthässlichen neuen Kostüm trägt engelsgleich den "misguided teenager" Karli herab und demonstriertnicht nur ratzfatz, warum Falcon bei den Avengers nie die Reden halten durfte, sondern auch seine moralische Armseligkeit. Das arme Ding. Klar, Greta hat ’ne Folge vorher diverse Leute gesprengt, Familien zerrissen, Kinder zu Waisen gemacht und den Zweit-Token gekillt – aber drauf geschissen, sie hatte ja Recht (womit?).

Nee, not my Cap.

Dizoneros
Dizoneros
24. April, 2021 14:31
Reply to  Torsten Dewi

Bei aller Kritik darf man nicht übersehen, dass das finale Produkt nicht dem entspricht, was ursprünglich mal gedreht werden sollte. Der als unpassend entfernte, zentrale Arc um ein bedrohliches Virus (ein aerosoles Supersoldaten-Serum?) hätte die Flag Smasher vielleicht packender gemacht.

Vielleicht hätten Sam und Bucky dabei auch einen Arc gehabt, der sich ein bisschen mehr verzahnt, vielleicht gar interessant-konfliktreich spiegelt. Dito für Walker. So bleiben es disparate Stränge, die einen etwas seltsam aussehenden Strauß ergeben.

Alles kein Beinbruch. Hier greift dann für mich die letztliche Stärke des MCU – die hochgetakte Produktionsmaschine. Als Knirps fand ich z.B. das Artwork von John Buscema grottig. Die Hefte blätterte ich schnell durch, im Wissen, dass die nächste Interpretation mir höchstwahrscheinlich wieder gefallen würde. So wird es auch hier sein. "Loki" … habe da ein sehr gutes Gefühl. Und bei "What if…?" auch…

Alles gut im Staate Marvel.

Dinozeros
Dinozeros
25. April, 2021 05:58
Reply to  Torsten Dewi

Oh ja, da warten noch einige Schätzchen. Das Prime Age ist da.

Denkt man zurück… Hasselhoff-Fury, Manimal, Die Spezialisten unterwegs. Die JLA. So viele obskure Versuche. Tapfer. Meist mit mehr Liebe als Möglichkeit.

Man staunte, verzieh milde, skalierte hoch. Nie hätte man geglaubt, dass dem Heldengenre eine solch breite Akzeptanz bevorstehen würde. Ich jedenfalls nicht. Never.

Die drehen eine teure TV-Serie über Caps öde Harrys? Öh, klar. Als Teil eines Multi-Milliarden-Gesamtkonzeptes. Budget ist da, weil Marvel jetzt zu Disney gehört. Star Wars auch. Und Indy. Nee, is' klar.

Ich hoffte auf Nick Fury Teil 2. Mit Matt Salinger als Cap, Rex Smith als Daredevil. Nielsen als She-Hulk und Lundgren als Punisher. Red Skull: Ralf Möller. Regie: Mark Goldblatt oder Pyun. Yee-ha!

Damals das kaum vorstellbare Maximum.

Good times.

Last edited 4 Monate zuvor by Dinozeros
Dietmar
25. April, 2021 20:11

Wenn ich richtig verstehe, ist da also eine junge Frau, die meint, die Thanos-"Lösung" war prima, und kämpft jetzt mit Terror-Methoden dagegen an, dass die verlorenen Menschen (und Tiere und Bäume und Pilze etc.) wieder da sind. Dass sie besiegt wird, ist aber irgendwie ambivalent, findet Falcon – und damit der geneigte Zuschauer.

Vielleicht beantwortet die Serie ja die Frage, die sich mir aufdrängt: Die Menschen sind ja nun wieder da. Sie gehen nicht einfach so weg, und dann ist alles so, wie es die junge Dame wieder haben möchte. Was will sie eigentlich erreichen; und mit ihr ihre Anhänger?

Eine zweite Frage drängt sich mir noch auf: Scarlett Johansson ist nicht nur umwerfend sexy sondern auch überragend intelligent, fähig und glaubwürdig darin, Kämpfe siegreich zu führen. Was ist es, das die Casting-Leute nicht verstehen lässt, dass man genau solche Frauen für solche Rollen braucht? Stattdessen werden immer wieder unglaubwürdige Mädchen für Action-Rollen gecastet. Hätten sie die Möglichkeit – und die darstellerische Durchschlagskraft – für eine glaubhafte Entwicklung wie Linda Hamilton über einen langen oder Sigourney Weaver über einen kurzen Zeitraum, wäre das ja in Ordnung. Aber, so verstehe ich das jetzt, hier kommt ein Mädchen aus dem Nichts, ist voll ausgestattet mit ihren Skills, dabei aber leider unglaubwürdig.

Last edited 4 Monate zuvor by Dietmar
jimmy1138
jimmy1138
26. April, 2021 08:55
Reply to  Dietmar

Die Motiovation der Antagonistin zeigt für mich eigentlich nur, daß man in Superheldenuniversen nicht allzu sehr über Mechanik und Nachwirkungen von Ereignissen wie "Snap" oder "Blip" (und Kollateralschäden des Superheldenrambazamba im Generellen) nachdenken sollte. Das geht in meinen Augen so gut wie immer schief und funktioniert eigentlich nur als Dekonstruktion a la "The Boys".
Gerade was "Avengers Endgame" angeht. Der Kernpunkt von "Civil War" war, daß Superhelden nicht einfach herumlaufen und tun sollten, was sie wollen – v.a. wenn das verheerende Konsequenzen haben kann. Die Weltbevölkerung praktisch zu verdoppeln – wie geht sich das u.a. mit Nahrungsmitteln aus? Was die Avengers da in "Endgame" getan haben, war im Grunde genommen hochgradig fahrlässig und im Fall von Tony Stark egoistisch.

jimmy1138
jimmy1138
26. April, 2021 10:46
Reply to  Torsten Dewi

Aus der Sicht prä-"Snap" mag das stimmen, post-"Snap" hat sich aber ein neuer Status Quo etabliert – wo es in etwa nur mehr die halbe Weltbevölkerung gibt und dementsprechend sich die Infrastruktur, Nachfrage und Produktionsabläufe geändert haben, daß das plötzliche Wiederauftauchen von Milliarden Menschen vermutlich zu Millionen an Todesopfern führt. Alles, damit Tony Stark seine Tochter retten konnte.
Aber wie gesagt: Aus diesen Gründen sollte man darüber nicht allzusehr nachdenken – Superheldenfilme benötigen eine gesunde Portion "suspension of disbelief" und daher sollte in dem Genre eher vermieden waren, daß der Zuseher sein Gehirn allzusehr einschaltet.

Gwildor
Gwildor
26. April, 2021 11:09
Reply to  jimmy1138

Tony Stark mußte seine Tochter aber nicht retten da sie nach dem snap auf die Welt kam. Tony lebte ja ziemlich nett mit Frau und Kind am Haus am See, bis Cpt Amerika und Black Window ankamen und um Hilfe gebettelt haben.

Dinozeros
Dinozeros
26. April, 2021 13:08
Reply to  jimmy1138

Sollte man schon darüber nachdenken, denn genau aus dem Grund sind die Flag Smashers nicht zu greifende Ziffern, bleibt ihre Mission unklar und ist die Serie ohne emotionalen Aufhänger – abgesehen von der Kutter-Frage.

Personen, die anderen Personen ihre Existenz nicht gönnen, können keine Helden sein. Auch keine Antihelden.

Dizoneros
Dizoneros
26. April, 2021 16:04
Reply to  Torsten Dewi

Exakt. Darum habe ich auch offen gesagt nicht verstanden, was Karli und Co. genau wollen. Sie verkörpern eindimensional den "Wir vs. Institutionen"-Trend, den Generation Z gerade lebt (einreißen ist immer leichter als aufbauen). Auch Falcons Rede geht in die Richtung. Aber wo ist das Fleisch?

Wieso sind Institutionen schuld daran, dass die Hälfte der Menschheit doch nicht tot ist? Und: wieso überhaupt schuld? Sollte so etwas nicht gefeiert werden, und nicht geflagsmasht? Was haben Grenzen damit zu tun, die fallen sollen? Was will Karli nun – das globale Dorf, in dem alle gleich sind (also jeder gleich wenig hat), oder doch die Umverteilung des Vorhandenen auf die Hälfte der Population (die dann wieder herbeigeführt werden müsste – siehe das Virus, das wohl der Original-Plot war). Ich denke, der Original-Plot wäre fühlbarer gewesen. (Wenn auch nicht zwingend sympathischer…)

Darum fehlt der Serie für mich das emotionale Fundament. Ich fühle bei ihr nichts. Falcon verdient sich den Titel auch nicht. Er fordert nur laut. Wimmer Soldier jammert laut. Walker dreht sich im Kreis. Magermilch.

Last edited 4 Monate zuvor by Dizoneros
Dinozeros
Dinozeros
26. April, 2021 17:04
Reply to  Torsten Dewi

Lustig, dass du das sagst. Mein Verdacht ehedem war, dass Zemo eine Art Baader mit Kräften (oder zumindest Superbrain) sein würde. Die Flag Smasher seine nichts ahnenden Super-Drohnen. Um das System zu stürzen, das seine Familie gefordert hat.

Kennt man, funktioniert aber.

Stattdessen hat Zemo jetzt seine Pudelmütze wieder. Und tanzt.

Yippie.

Anyway. Mehr Glück in S2.

jimmy1138
jimmy1138
26. April, 2021 17:50
Reply to  Dinozeros

Gibt es eine zweite Staffel? Ich dachte ja eher, daß die Marvel Serien alle "one and done" sind bzw "proof of concept" für einen Film – die Serienmacher dürfen ja "Captain America 4" drehen.

Dinozeros
Dinozeros
26. April, 2021 18:30
Reply to  jimmy1138

Denke, das schließt sich nicht aus. Da Disney+ offensiv bestückt wird, braucht es Output. Und mit Draw, bald kommen die Helden, deren Comic-Reihen schnell wieder eingestellt werden. Da braucht es ein, zwei richtige Zugpferde.

jimmy1138
jimmy1138
26. April, 2021 20:13
Reply to  Dinozeros

Zynisch gesagt: She Hulk, Miss Marvel und ?Ironheart? sind von den Darstellern her wesentlich billiger zu produzieren…
Und bei Sebastian Stan bin ich gespannt, ob der tatsächlich mal als Luke Skywalker gecastet wird.

Marko
25. April, 2021 20:23

"New Mutants" hat mir besser gefallen als befürchtet, von dem hatte ich viel negatives gehört im Vorfeld, aber tatsächlich fand ich den deutlich unterhaltsamer als den letzten "richtigen" X-Men-Film "Dark Phoenix". Im Grunde hängt "New Mutants" auch eher mit "Logan" zusammen als mit den "normalen" X-Men-Filmen und ist ein schöner Auftakt für neue Abenteuer von, naja, neuen Mutanten halt. Die jungen Schauspieler hat man alle schon mal gesehen ("Game of Thrones", "Stranger Things", "Queen’s Gambit") und machen ihre Sache gut. "New Mutants" ist für sich ein kleiner, feiner Horrorfilm, den ich am ehesten als liebevolle Hommage an "Nightmare on Elm Street" bezeichnen würde – jede Wette, dass die Macher Fans von Freddy sind. Ich glaube, so richtig gut gelaufen ist "New Mutants" aber nicht, so dass ich befürchte, es wird zu keiner Fortsetzung kommen. Schade.

Last edited 4 Monate zuvor by Marko
Heino
Heino
26. April, 2021 07:45
Reply to  Marko

Volle Zustimmung, der war bis auf das etwas gehetzte Ende deutlich besser als Dark Phoenix und Apocalypse. Leider hatte er das Pech, zu Beginn der zweiten Pandemiewelle veröffentlicht zu werden, weswegen er beim Box Office so gar keine Chance hatte. Und ob Disney Interesse an einer Fortsetzung hat, ist mehr als fraglich

Thomas G. Liesner
Thomas G. Liesner
27. April, 2021 14:02
Reply to  Heino

Ich glaube nicht unbedingt, dass es an der Pandemiewelle lag – der war schon x Mal verschoben worden, so gering wurde sein Potential gesehen. Und dass Disney die X-Men in der Form nicht weiterführt, ist eigentlich sicher – nur Deadpool ist beliebt genug, dass er tatsächlich fortgeführt werden soll.

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12. August, 2021 16:55

[…] war eine exzellente Meditation über Wirklichkeit und Wahrheit in der Realität der Superhelden, FALCON & WINTER SOLDIER eine krachend-kompetente Fortschreibung des Captain America-Mythos, und LOKI erst neulich eine […]