02
Nov 2020

STAR TREK vs. STAR WARS: Von Helden & Heulsusen

Themen: Film, TV & Presse |

Disclaimer: HERE BE SPOILERS!

Ich hätte über die neue STAR TREK DISCOVERY-Episode nichts geschrieben. Im begrenzten Rahmen der Serie schafft Folge 3 etwas holperig das, was schon Folge 1 der dritten Staffel hätte schaffen müssen: das "neue" Universum wird etabliert, die Crew schafft angepasste Strukturen für das Leben in der Zukunft, erste Bösewichte und mögliche Alliierte werden vorgestellt. Nicht gut, aber auch nicht so schlecht, dass man sich ellenlang drüber auslassen müsste.

Dann aber machte ich den Fehler, direkt im Anschluss die erste Folge der neuen Staffel THE MANDALORIAN anzuschauen. Und auf einmal schien mir das, was STAR TREK macht, so hilflos, trübe und vergebens, dass ich DISCO im Nachhinein noch mal deutlich runter stufen musste. Und ich entschied mich, doch drüber zu schreiben, weil die Betrachtung der Trek-Episode "People of Earth" im direkten Vergleich mit "The Marshal" sehr erhellend ist.

Der Inhalt bei Star Trek: Burnham ist wieder auf der Discovery, hat aber nach einem Jahr in der Zukunft als "free trader" Probleme, sich in die Strukturen einzupassen. Mit Booker im Schlepptau macht man sich auf den Weg zur Erde, die sich mittlerweile vor galaktischen Feinden abschottet und konstanten Angriffen eines Piratentrupps ausgesetzt ist, der Dilithium raubt. Saru und Burnham versuchen in der Sache zu vermitteln.

Der Inhalt bei Star Wars: Din Djarin reist mit Baby Yoda im Gepäck nach Tattooine, wo sich in der fast verlassenen Minenstadt Mos Pelgo ein weiterer Mandalorian aufhalten soll, der ihm vielleicht bei der Suche nach den Verwandten von Baby Yoda helfen kann. Doch die kleine Gemeinde wird von einem gigantischen Krayt Drachen belagert, der nur gemeinsam besiegt werden kann.

Oberflächlich sind das beides Plots, aus denen man eine knappe Stunde gut bestücken kann. Es gibt auch Ähnlichkeiten im Aufbau – besonders in der Tatsache, dass unsere Helden als dritte Partei zwischen Streithähnen vermitteln müssen, damit diese gemeinsam mehr erreichen können.

Die Art jedoch, wie unterschiedlich diese Idee angegangen wird, könnte typischer und erhellender kaum sein. Während bei Star Trek schlicht Burnham, Saru und die anderen den Konfliktparteien erklären, dass es doch doof wäre, immer weiter zu streiten, baut THE MANDALORIAN eine übergroße externe Gefahr auf, einen gemeinsamen Gegner, der die bisherigen Feinde zusammen zwingt. Das ist ungleich logischer und spannender.

Aber der Reihe nach.

Fangen wir mit Star Trek an, wo man einen beeindruckenden Teil der Laufzeit darauf verschwendet, sich wieder mal mit Michael Burnhams verkorksten Gefühlshaushalt zu beschäftigen. Ihre Beziehung zu Tilly, ihre Beziehung zu Saru, ihre Beziehung zu Georgiou, ihre Beziehung zu Booker – DISCO ist immer auch Gruppentherapie, und wenn Burnham noch ein wenig Zeit zum vor sich hin leiden braucht, dann nimmt die Galaxis selbstverständlich Rücksicht. Group hug! Dementsprechend wenig Raum bleibt für den tatsächlichen Plot der Folge, in dem sich sowohl die Earth Defense als auch die Piraten extrem dumm anstellen müssen, damit das Einschreiten der Discovery als diplomatische Großleistung durchgehen kann. Die Botschaft der Episode ist allen Ernstes: wäre super, wenn Leute wieder mehr miteinander reden würden.

Dabei werden die Konstruktionsfehler der dritten Staffel weiter ausgebaut: Die Erde sieht nach tausend Jahren verdächtig wenig weiter entwickelt (oder alternativ: zerstört) aus, was ich vielleicht noch hätte durchgehen lassen, wenn die Discovery nur 100 Jahre in die Zukunft gesprungen wäre. Der Spore Drive erlaubt der Discovery Sprünge über gigantische Entfernungen, was dem Prinzip des TREK in STAR TREK einen Stock zwischen die Beine wirft. Bei Star Trek war immer der Weg das Ziel, es ging um Reisen zu den Sternen, nicht Sprünge. Das sollte man vielleicht lieber DOCTOR WHO überlassen.

Auch die Idee, dass ohne die Föderation alles scheiße außer Mutti ist, wird tapfer weiter behauptet, ohne dass je eine Begründung dafür geliefert wird. Die naheliegende Idee, einfach eine neue galaktische Friedensordnung anzustreben, die ohne den Ballast der untergegangenen Machtverteilung auskommt, ist für die Crew der Discovery augenscheinlich unvorstellbar. Um eine historische Parallele zu nennen: Man hat die UNO ja auch nicht wieder Völkerbund genannt.

Ich hatte in meinem letzten Beitrag schon ausgeführt, dass die Figur Burnham massiv darunter leidet, dass sie keine konkrete Beziehung zum titelgebenden Raumschiff besitzt. In der neuen Episode wird das ausgiebig thematisiert – weil es noch schlimmer geworden ist. Burnham und die Discovery sind keine Einheit, da spürt man keine Liebe, keinen Respekt. Ich glaube, dass Burnham die Discovery augenblicklich opfern würde, wenn es ihre momentane Gefühlslage verlangt.

Besonders krass auffällig ist in "People of Earth", dass sich die gesamte Crew der Discovery bereitwillig den nicht mehr existenten Machtstrukturen unterwirft. Ohne funktionierende Föderation gehört die Discovery genau genommen niemandem. Ränge sind wertlos. Es gibt keine Befehlshaber mehr. Sarus Position als Captain hat keinerlei Legitimation – und schon gar nicht, wenn sie von Burnham ausgesprochen wird. Who died and made her boss?

Bonuspeinlich: Tilly ist ein wortwörtlicher "tree hugger"!

Natürlich ist all das wieder mit einem maximalen Mangel an Begeisterung erzählt, ohne jeglichen "sense of wonder" oder Vorwärtstrieb, der Star Trek traditionell auszeichnet. Kern der Serie ist Burnham vages Gefühl der Verlorenheit und ihre Suche nach einer konkreten Bestimmung – und wer mir erzählen will, dass aus so etwas gute Science Fiction-Serien gestrickt werden, dem hätte ich ein prima Space Shuttle zu verkaufen.

Kommen wir von der Serie, in der Leute ständig über ihre Gefühle reden müssen, zu der Serie, in der der Held niemals über seine Gefühle redet.

Im Gegensatz zu DISCO hat THE MANDALORIAN nicht vergessen, dass Science Fiction sich primär aus dem Wunsch nach Abenteuer und "sights unseen" speist. Dass SF ein zutiefst pubertäres Genre ist, in dem klassische Action-Genres wie Western und Ritterdrama ein neues Setting finden. Der Mandalorian hat eine klare Aufgabe, ein klares Ziel, eine klare Philosphie – und ausreichend Firepower, diese auch durchzusetzen. Er fährt ein Speederbike so, wie ein Cowboy sein Pferd reitet, er sitzt am Lagerfeuer der Tusken Raider wie der Cowboy bei den Apachen, und wenn er einen Saloon betritt, wird es augenblicklich still.

Das sind Archetypen und Tropen, die existieren, weil sie funktionieren. Der Mandalorian schafft mühelos, woran Michael Burnham seit drei Staffeln scheitert: er ist cool. Man möchte der Mandalorian sein, wie man früher Han Solo sein wollte, James Bond, oder eben auch Captain Kirk. Einer, der Probleme nicht hat, sondern löst. Einer, der agiert, statt nur zu reagieren. Selbst- statt fremdbestimmt.

Din Djarin ist nicht nur eine Alternative zu Michael Burnham, er ist der sprichwörtliche Gegenentwurf. Sie muss ständig über ihre Gefühle reden, er lässt es bleiben. Der Helm ist mehr als nur Teil seiner Uniform – er ist die Abschottung seiner Person und seiner Emotion. Burnham ist in komplexen Strukturen aus Freunden und Kollegen gefangen, während der Mandalorian als "free agent" nur sich selbst verantwortlich ist und dem Credo der Mandalorianer. Vor allem aber: im Gegensatz zu Burnham ist Din Djarin ein Entscheider, der sein Schiff selber steuert und sein Schicksal selbst in der Hand hat. Trotz seines reduzierten Umfelds hat man nie das Gefühl, er sei weniger empathisch oder bewusst als Burnham – er ist nur deutlich angekommener in seinem Leben.

Sprechen wir auch mal kurz über das "world building".

THE MANDALORIAN ist klug genug, nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Star Wars-Universum zu zeigen, der sich einfach und geradeaus erzählen lässt. Zwar werden die größeren Ereignisse der Filme immer wieder hübsch referenziert, aber man lässt sich nicht von ihnen ablenken oder leiten. Während STAR TREK versucht, die immer gleichen Konstrukte und Konstellationen in den Mittelpunkt zu stellen, was zwangsläufig in totalem Chaos endet, weiß man bei Disney offensichtlich, dass das Universum der Franchise groß genug ist, um Figuren und Geschichten voneinander abzukoppeln. Wie schon in SOLO – A STAR WARS STORY (und sogar den TV-Filmen der 80er wie KARAWANE DER TAPFEREN) gibt es ausreichend Raum, um nicht permanent obskure Schnittmengen bauen und erzählen zu müssen. Während man bei DISCO ohne hinreichende Kenntnis der Franchise nicht mal den Pilotfilm versteht (und ein späterer Einstieg praktisch aussichtslos ist), kann man THE MANDALORIAN auch jedem Neuling zeigen.

Natürlich kann man argumentieren, dass diese Art der Geschichte und diese Art von Figuren eher was für Jungs ist und dass Science Fiction größere Ideale anstreben sollte als "wir müssen das Monster in die Luft jagen". Dem würde ich nicht mal widersprechen. Aber die Science Fiction sollte in meinen Augen zuerst einmal unterhalten, insbesondere im Kino und auf dem Bildschirm. Es ist die "prime directive". Alles andere ist Bonus: Moral, Anspruch, Message, Diskurs.

Bei THE MANDALORIAN merkt man auch die Herkunft der Franchise aus dem Kino: Während bei DISCO die Effekte immer sehr aufdringlich wirken, weil STAR TREK nie von den Effekten leben musste/konnte, kann STAR WARS in die Vollen greifen, weil ein elementarer Bestandteil des Appeals immer war, uns mit Budenzauber staunen zu machen. STAR WARS zeigte uns nicht pro Woche ein paar Aliens im Overall mit komischen Kräuseln auf der Nase, sondern alle zwei Jahre eine aus den Nähten platzende Galaxis, in der wir auf Welten Zwischenstopps machten, die für sich genommen eigene Filme wert gewesen wären. Und THE MANDALORIAN führt das fort, ist angefüllt mit Ausflügen, Verweisen und Nebenfiguren, die ein pralles, spannendes Universum bilden. Die Schauwerte sind hier kein Bruch mit der bisherigen Franchise-Formel, anders als bei DISCO.

Man kann auf DISCO zeigen und legitim fragen: "Ist das noch Star Trek?"

Niemand kann auf THE MANDALORIAN zeigen und ernsthaft fragen: "Ist das noch Star Wars?"

Um es wieder auf einen präzisen Nenner zu bringen. DISCO ist verloren gegangen, die Serie wie das titelgebende Schiff. Where is the way? What is the way? Who knows the way? THE MANDALORIAN hat keine solchen Probleme, sitzt selbstsicher im Sattel wie Mando auf seinem Speederbike. This is the way.

Vielleicht trennt sich an dieser Stelle auch das Fandom: DISCO ist was für Fans von Gruppenarbeit, für Zuschauer, die gerne Kommandos geben, erhalten und im Team arbeiten. MANDALORIAN ist was für die Easy Rider, die einsamem Wölfe. Born to be wild.

Mag sein, dass STAR TREK einfach ehrenhaft versucht, der Science Fiction neue Zielgruppen zu eröffnen, sie weicher, komplexer und empathischer zu machen. Aber ich gehöre zur alten Zielgruppe und fühle mich deshalb bei THE MANDALORIAN prima aufgehoben.



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Jake
Jake
2. November, 2020 09:27

Ich bin alles andere als ein STAR WARS-Fan, aber MANDALORIAN ist einfach eine sensationell gute Serie. Bezüglich DISCO ist bei mir der Ofen aus. Selbst nach zwei Anläufen habe ich es nicht geschafft, die erste Folge der aktuellen Staffel zu beenden. Alleine, wenn ich oben das Bild von der heulenden Burnham und der Bäume umarmenden Tilly betrachte, haut’s mir schon wieder die Schrauben aus der Mütze…

Last edited 26 Tage zuvor by Jake
Kai
Kai
2. November, 2020 12:47
Reply to  Torsten Dewi

Ich will eine Serie nur über den badass "Mandalorian Armorer" in Staffel 1. Oder sie soll zumindest in Staffel 2 wieder auftauchen. 🙂

Moepinat0r
Moepinat0r
2. November, 2020 20:17
Reply to  Kai

Au ja, da wär ich auch für. Ich denke es wird definitiv ein Wiedersehen geben, schon weil das Schicksal der mandalorianer in der ersten Staffel nicht aufgeklärt wurde. Denke mal die haben sich in die Kanalisation auf einen anderen Planeten verkrochen. I have spoken!

Bartjäger
Bartjäger
2. November, 2020 10:08

So langsam dürfte es auch jeder Blinde mit Krückstock begriffen haben, dass Star Trek bei dir in seiner "modernen" Reinkarnation keinen Blumentopf gewinnen kann. Warum das Ganze also noch so breit treten? Staffel 1 und 2 waren dir doch auch nur jeweils einen Artikel wert.

Ich finde Discovery trotz aller Unbeholfenheit höchst unterhaltsam; Gleiches gilt für deine Artikel. Allerdings muss ich nicht unbedingt jede Woche hier lesen müssen wie sehr ich doch unter Geschmacksverirrung leide. 😉

Baumi
Baumi
2. November, 2020 12:07

Ich habe keine der beiden Serien gesehen, insofern kann ich mich nur an Deinen Beschreibungen orientieren. Die klingen für mich eher so, als ob Discovery die dramaturgisch schwierigen Aspekte von Star Trek noch weiter ins Zentrum gerückt hat:

ST hat ja spätestens seit der Next Generation regelmäßig auf Diplomatie und Verständigung zur Konfliktlösung gesetzt. Einerseits, weil es dem Geist der Franchise entspricht, andererseits weil es billiger ist als Weltraum-Action. Verlangt aber natürlich auch nach feiner ausgearbeiteten Geschichten, weil eben die Schauwerte fehlen. (Und der „Trek“-Aspekt war eigentlich immer nur dann wichtig, wenn er in die Geschichte passte. Es gibt zahllose Episoden, in denen Reisen zwischen Punkt A und B entweder nicht vorkommen oder mit einem Schnitt übersprungen werden.)

Starke TNG-Ära-Geschichten funktionierten oft so, dass diese philosophisch-humanistische Ebene (Völkerverständigung, etc.) auf eine Realität traf, die diese Herangehensweise in Frage stellte. Und je nach Geschichte fanden unsere Helden entweder einen unerwarteten Ausweg, oder sie mussten zähneknirschend Dinge tun, die ihren Prinzipien widersprachen, weil das die einzige Rettung war.

Discovery scheint nun vor diesen letzten Schritten zurückzuscheuen. Es klingt so, als sei hier der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit nicht Ausgangspunkt eines größeren Dramas sondern das bereits Anfang und Ende des Konflikts: Die Welt ist nicht so, wie sie sein sollte. Das ist schlimm.

Wie gesagt, ist eine reine Meta-Analyse anhand Deiner Kritiken. Kann sein, dass ich total daneben liege.

Michael
Michael
2. November, 2020 12:11

Schade, dass sie DISCO nicht hinbekommen haben und werden.

Ich finde es aber witzig, wie sie drüben bei serienjunkies.de DISCO über den Klee loben. Die Kommentare unter den "Rezensionen" dort sind deutlich unterhaltsamer als die Serie selbst – auch wenn die Kommentatoren bisweilen aneinander vorbei zuschreiben scheinen.

Christian Siegel
2. November, 2020 12:20

Habe letzten Freitag das gleiche Double Feature gemacht, und neben dem qualitativen Unterschied fand ich vor allem die konträren Zugänge auffällig: Während "Discovery" – nicht nur vom Setting her – bemüht ist, sich soweit als möglich von der Vergangenheit zu entfernen, und meint, das Rad unbedingt neu erfinden zu müssen, ist "The Mandalorian" ganz eindeutig im "Star Wars"-Universum verankert, und bezieht einen großen Teil seines Reizes aus der Nostalgie. Und ist damit eben dort erfolgreich, wo "Discovery" scheitert, weil es mittlerweile eben weitaus bessere "moderne" Science Fiction Serien gibt, die nichts mit "Star Trek" am Hut haben, aber alles wesentlich besser machen als "Discovery"; nicht zuletzt "The Expanse".

Vereinfacht ausgedrückt: Wenn ich "Star Trek" einschalte, will ich auch "Star Trek" sehen. Das gleiche bei "Star Wars". "The Mandalorian" liefert genau das. "Discovery" nicht.

Dietmar
Dietmar
2. November, 2020 20:21

"…Erde, die sich mittlerweile vor galaktischen Feinden abschottet und konstanten Angriffen eines Piratentrupps ausgesetzt ist, der Dilithium raubt."

Allein das killt schon jede Lust in mir, mir das anzuschauen. Wurde nicht oft genug gesagt: Star Trek = Zukunftshoffnung. Da möchte man hin. Durch das Weltall düsen, Gutes tun.

Ach, das Leben ist so öde, so leer, so hoffnungslos…

comicfreak
comicfreak
3. November, 2020 12:21
Reply to  Dietmar

GENAU_DAS!
Ich drück dich ganz fest!

takeshi
takeshi
3. November, 2020 19:02
Reply to  Dietmar

’nuff said.

Last edited 25 Tage zuvor by takeshi
Teleprompter
Teleprompter
2. November, 2020 21:14

Kein Wort zu dem angeblich ersten "non binären Charakter" in Star Trek ? Ich fand das ja einen extremen Sturm im Wasserglas, Trills sind ja auch SOOO neu im ST-Universe.
Aber vielleicht ist das ein Punkt, der gleichzeitig Stärke und Schwäche im Vergleich zum Mandalorian und dem SWverse ist. Wer heutige Problembereiche und Verhaltensmuster in eine mögliche Zukunft extrapoliert will, eckt auch mal an. Und muss sich da wahlweise vorwerfen lassen, zu fortschrittlich oder zu mutlos zu sein. Wer das Thema einfach nicht anspricht oder ignoriert, sich ganz auf das alte Schema Boy meets Girl (oder Sternenkrieger meets Prinzessin) verlässt, die gemeinsam in Action sind und das Böse plätten, umschifft das natürlich. Und erntet die Lorbeeren, weil der Unterhaltungswert schlicht größer ist.

P.S. Dass die Erde + 900 Jahre ziemlich unfortschrittlich aussieht, fand ich auch. Muss gelegentlich mal den DeLorean anwerfen und mich im Jahr 1120 umsehen. War vielleicht doch moderner dort, als wir immer dachten.

jimmy1138
jimmy1138
3. November, 2020 17:59
Reply to  Teleprompter

Die Person, die die Figur darstellt, ist "non binary", bei der Figur hab ich das nicht mitbekommen. Abgesehen davon, daß es wenn ich mich nicht komplett irre Spezien in Star Trek gab, die keine Geschlechter hatten.
Das erinnert mich irgendwie ans Black Panther Marketing, wo Black Panther als erster schwarzer Superheld verkauft wurde (ebenso jüngst in Nachrufen von Chadwick Boseman).

Jake
Jake
9. November, 2020 10:41
Reply to  Torsten Dewi

DC muss sich nach dem überwältigenden Erfolg der "New Warriors" natürlich ranhalten und jetzt ebenfalls diverser werden.

Dirk-Martin Scheel
Dirk-Martin Scheel
6. November, 2020 17:00

Etwas frustriert über Disco hab ich jetzt mal The Orville Staffel 2 durchgeschaut.
Das fühlt sich mehr wie Trek an als Trek selbst. Hoffe es gibt bald ne 3. Saffel…