USA/Spanien 2019. Regie: Sophia Takal. Darsteller: Carly Chaikin, Suki Waterhouse, Kirby Howell-Baptiste, Melissa Bergland u.a.

Offizielle Synopsis: Alexis lädt ihre Jugendfreundinnen für Silvester zu sich ein. Unter ihnen ist auch die inzwischen berühmte Bloggerin Danielle, die schon länger keinen Kontakt mehr zur Clique hatte. Was zunächst als ausgelassener Partyabend beginnt, entwickelt sich schnell zur Katastrophe. Angestaute Aggressionen, abscheuliche Geheimnisse und unorthodoxe Bündnisse brechen einen gefährlichen Zickenkrieg vom Zaun, der die Freundinnen für immer verändern wird.

Kritik: Na super, jetzt produziert Blumhouse auch noch Horror-TV-Serien. Die verstopfen langsam alle Kanäle mit ihren sauber gefilmten, aber zumeist entsetzlich in Klischees watenden Gruselgeschichten. Das ist mir zu Fließband, zu meh.

Die Idee hinter INTO THE DARK ist nicht schlecht: jeder der Filme (denn genau genommen ist es eine Reihe von Filmen) dreht sich um einen Feiertag in dem Monat, in dem die Episode veröffentlicht wird. Das kann Neujahr sein, Weihnachten, Halloween.

Man wiederholt auch nicht den Fehler der MASTERS OF HORROR-Serie, die Episoden mit einer knappen Stunde zu kurz für verschiedene Vermarktungskanäle zu halten. Die Folgen von INTO THE DARK können (wie auch hier beim FFF) durchaus als eigenständige Film für Festivals und Silberscheiben freigegeben werden. Am Ende der Staffel haben Blumhouse und HULU damit Zugriff auf 12 „richtige“ Filme.

Aber es braucht halt nicht nur eine gute Idee, es braucht auch eine gute Umsetzung.

Ich habe keine anderen Episoden außer NEW YEAR, NEW YOU gesehen, aber wenn DAS der Maßstab ist, reicht mir das auch. Sind Blumhouse-Kinofilme schon selten üppig aufwändig, so hält man das Budget bei INTO THE DARK geradezu empörend gering, in dem man das Quartett von Mädels erstmal geschlagene 40 Minuten rumsitzen und reden lässt. Das ist die Hälfte der Laufzeit. Dann gibt es einen mäßig interessanten Twist, der die hektische Rumrennerei und Schreierei der zweiten Hälfte einläutet.

Was soll das? Was IST das? Ein Thriller? Dafür scheren uns die Mädels zu wenig, dafür sind deren Cliquen-Konflikte einfach zu banal. Und ein bisschen Rumgefuchtel mit Küchenmessern ist NICHT Suspense. Wirklich elementare Fragen über die Motivation der Figuren werden nicht gestellt, psychologisch ist das alles Oberfläche. Gegen Ende wird das auch immer hanebüchener. Das „ironische Ende“ blows.

Blumhouse, so wird das auch nix mit uns.

Fazit: Endloses Girlie-Gelaber als Grusel-Geschichte für die Influencer-Generation. Braucht zu lange, um für zu wenig Ergebnis in die Pötte zu kommen. 3 von 10 Punkten.

Phillip meint: „Solide Stangenware mit recht plausiblen Charakteren. Kann man sich gut anschauen.“

Der Fairness halber sei erwähnt, dass es sich um eine kostenlose Vorführung im Namen des Senders AXN handelte.



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Kostenlos hin, kostenlos her, aber da der Film in Hamburg am Sonntag mittag läuft, werde ich ihn auslassen und lieber in Ruhe frühstücken.

Von Blumhouse hatte mir neulich „Happy Death Day“ ganz gut gefallen. Kurzweilige Mischung aus Murmeltiertag-Szenario und Slasher-Film.