Es ist bezeichnend, dass ich angesichts bevorstehender Wahlen, Brexit-Chaos und Fantasy Filmfest kein dringenderes Thema habe als meinen kürzlichen (doppelten) Versuch, Hosen zu kaufen. Es scheint ein Kennzeichen der 50er zu sein, dass zu meinen #whitepeopleproblems und #richpeopleproblems nun auch #oldpeopleproblems kommen. Ich sollte mich nicht aufregen – aber ich tu’s.

Wer mein Blog und meine Diät-Anstrengungen verfolgt hat, der weiß, dass mein Gewicht fluktuiert. Letztes Jahr war ich soweit, dass ich 36er Levi’s 501 tragen konnte. In die muss ich mich derzeit wieder rein pressen. Ein unangenehmes Gefühl, besonders an warmen Tagen in einem heißen Sommer. Zwar werde ich mir die Kilos wieder abhungern, aber ich wollte halt doch JETZT auch mal wieder passende Beinkleider haben, gerade wenn ich auf Reportagereise bin. Idealerweise keine Jeans, weil die bei langen Autofahrten nerven.

Nun hatte ich nie Probleme, passende Hosen zu finden. Marken, Schnitte und Größen gibt es wahrlich genug. Konnte ich Mitte der 90er noch 31er-Bundweite tragen, oszilliere ich mittlerweile zwischen 36 und 38 bei Beinlänge 32. In traditioneller Kleidungsgröße also 54 bis 56. Über viele Jahre habe ich meine Hosen in den USA und in England gekauft. Ausgetauscht wird üblicherweise erst, wenn was „durch“ ist.

Der erste Aufreger war vor drei Wochen nach einer Reportage in Kölner der Versuch, in meiner Heimatstadt Düsseldorf zwei neue Shorts für die Abende und Wochenenden im heimischen Garten zu kaufen. Ich hatte zwar noch zwei von Esprit (?), aber die hatten diese albernen aufgesetzten Cargo-Taschen auf den Oberschenkeln. Sieht doof aus und ist scheiße zu bügeln. Ich wollte lieber klassischen Jeans- oder Chino-Schnitt, also eine lange Hose „in kurz“.

Es wurde ein Debakel. Kaufhof, Primark, C&A und H&M schienen sich einen Spaß daraus zu machen, mir trotz großem Angebot genau die Hosen zu verweigern, die mir passten und gefielen. So hatte der Kaufhof ein großes Angebot, aber 90 Prozent der Shorts hatten genau die Cargo-Taschen, die ich vermeiden wollte. Die anderen 10 Prozent gab es nur bis Größe 36, die ich kaum über die Knie bekam, obwohl ich an dem Tag eine 36er trug. Ich habe mich früher schon mal drüber beschwert, aber – eigentlich sollte eine Angabe in Zoll weder kleiner noch größer ausfallen können. Es ist ein absoluter, kein relativer Wert wie die Größen S, M und L.

Primark schaffte es, dass ich selbst in Hosen Größe 40 aussah wie eine Presswurst. Dass die Shorts dazu noch miserabel geschnitten waren, machte den Deckel drauf. Bei C&A schienen die Größenangaben ungefähr dem zu entsprechen, was im Bund stand – aber es gab wieder keine einzige Hose jenseits 36. Pants for ants?

Lange Rede, kurzer Sinn: für einen Hosenkauf, für den ich 15 Minuten angesetzt hatte, brauchte ich anderthalb Stunden. Am Ende war ich stinksauer und selbst mit der einen Leinenhose, die ich in der Tüte hatte, nur mäßig glücklich.

Falls ich das wiederholen muss: ich bin kein Fettarsch und selbst wenn ich einer wäre – sollte es nicht auch für Fettärsche Hosen geben?! Ich wäre ja wahrlich nicht der Einzige.

Ich hakte das ab. Zwar war ich wütend, aber nicht wütend genug für einen Blogeintrag. Das änderte sich diesen Mittwoch.

Ich war in Regensburg. Halbzeit einer fünftägigen Reportagereise. Ich hatte für Freitag geplant, in München (Ende der Reportagereise) eine weitere lange Hose zu kaufen. In der Stadt kenne ich schließlich alle vielversprechenden Läden. Aber wir waren relativ früh im Hotel und direkt gegenüber sah ich vom Fenster aus die Regensburg Arcaden mit gleich einem halben Dutzend Klamottenshops. Also machte ich mich nochmal auf – der Gedanke, die nächsten zwei Tage eine 501 zu tragen, trieb mich.

Erste Station: Mustang. Die passen mir eigentlich ganz gut, aber erwartungsgemäß gab es nur Jeans. Sonst gerne. Danach zu H&M. Vielleicht 20 Prozent der Ladenfläche waren Herrenmode zugedacht, ich entdeckte auch nach mehrfacher Suche genau zwei Displays mit Herrenhosen. In den Schnittformen „skinny“ und „slim fit“.

Da hatte ich eigentlich schon die Schnauze voll. Schlimm genug, dass die Größen in den letzten so weit runter definiert wurden, dass ein L-Träger von 1999 im Jahr 2019 mindestens XL kaufen muss, um nicht in Atemnot zu geraten – oft genug reicht nicht mal das. Und besonders hippe und jung orientierte Läden machen nach oben bei L dann Schluss. Als Ergebnis kann man(n) dort nicht mal theoretisch ein Hose finden, wenn man nicht gebaut ist ein 14jähriges Mädchen mit Essstörung.

Ich rief frustriert und sauer meine LvA an. Die seufzte: „Dann geh halt nicht immer in Läden für junge Leute. Du bist doch auch keine 20 mehr.“

Die erste Aussage empfand ich als belehrend, die zweite als beleidigend. Ich konnte meine Hosen schon IMMER in Läden für junge Leute wie mich kaufen. Ich brauche nicht zu… zu… zu einem Laden wie WÖHRL da gegenüber zu gehen, wo allenfalls Rentner und Abteilungsleiter ohne Geschmack einkaufen!

WÖHRL da gegenüber.

Seufz.

Es stimmt zwar nicht, aber um der Narrative willen behaupte ich nun, dass ich mich verstohlen in das Modehaus geschlichen habe, allen hämischen Blicken junger Arcaden-Besucher ausweichend. Gottseidank kennt mich hier keiner!

Nun haben Mode- und Kaufhäuser den Vorteil, dass sie Kleidung verschiedener Marken leicht vergleichbar anbieten – und siehe, ich fand 38/32-Kombinationen in Hülle und Fülle von Brax, Camel, etc. Erfreut schnappte ich mir zwei davon (eine rostbraun, eine khaki) und suchte die Umkleidekabine auf.

Bin ich eigentlich der einzige Mensch, der Umkleidekabinen mit zunehmendem Alter zunehmend zum Kotzen findet?! Schuhe aus, Hose aus, Kleingeld fällt aus der Tasche, Sitzbank zu schmal, neue Hose mit oder ohne Schuhe begutachten. Geh mir wech.

Das Ergebnis der Anprobe: beide Hosen obenrum zu eng, die Camel am Bein anliegend wie eine zweite Haut. DAS sollte 38/32 sein? Wollten die mich veralbern?! Ich wechselte wieder in meine ursprüngliches, mit 36/32 problemlos passendes Beinkleid und war schon wieder drauf und dran, empört schwadronierend den Laden zu verlassen.

Dann entdeckte ich weiter hinten einen Bereich mit Herrenhosen, der sich von der Sektion, die ich bisher durchstöbert hatte, in einer einzigen Tatsache unterschied: hier waren die Größen nicht in S, M oder L angegeben, auch nicht in 34, 36 oder 38 – hier wurde noch in klassischen deutschen Größen 52, 54 und 56 ausgezeichnet. Typischerweise das Merkmal von Anzügen oder Rentnerware. Ich glaube, mein letztes Kleidungsstück in (damals) 52 habe ich um die Jahrtausendwende gekauft. Uncool.

Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und trägt auch Hosen mit „Elastikanteil“.

Ich fand Hosen einer Firma namens Meyer. MEYER. Alter Falter, hätten die sich nicht gleich Hallmackenreuther nennen können?! Im Bund ein florales Muster. Gut, das sieht keiner, vor dem ich nicht die Hosen runterlasse. Und bereits eingefädelt: zur Hose passende Gürtel. Ich kenne kaum etwas Spießigeres als Hosen, die in Kombi mit einem passenden Gürtel kommen. Doch: Hemden, die man mit passender Krawatte kauft.

Auf der Haben-Seite: Die Hosen sahen genau so unauffällig aus, wie ich es mochte, das Exemplar in leicht ausgewaschenem jeansblau gefiel mir. Also nahm ich eine Hose von Meyer (!) und schlurfte zur Umkleide. Letzter Versuch vor dem tragischen Amoklauf.

Die Hose passte. Obenrum gut anliegend, ohne  straff zu sein, an den Beinen bequem, generell sehr weich. Ich stand vor einem Spiegel, in einer Hose von Meyer (!) – und mir gefiel, was ich sah. Sollte das nicht schon Grund zur Sorge sein?

Egal. Vogel got pants! Und weil ich nicht vorhatte, das Spiel in den nächsten Tagen zu wiederholen, schnappte ich mir vom Stapel auch noch ein Exemplar in khaki.

Als wollte mich das Schicksal für die Entscheidung belohnen, war eine der Hosen auch noch rabattiert, was den Gesamtpreis für beide unter die für mich akzeptable Grenze bei Freizeithosen drückte. Das gefiel auch der LvA, dich ich für eine selbstgefällige Erfolgmeldung anrief: „Gottseidank. Ich hatte schon nachgeschaut, was wir bei Ebay verhökern könnten, wenn du 20 Euro mehr hättest bezahlen müssen.“

Das Verhältnis zur Trennung von Barguthaben (ich: „sparsam!“, sie: „geizig!“) ist ein liebevolles Spannungsfeld in der Kuschelsphäre unserer perfekten Beziehung.

Hosen von Meyer. Deren Werbespruch ist laut Webseite übrigens „Trousers for a perfect fit“. Ich kann dem nicht mal widersprechen.

Die schöne neue Welt mit 3D-Scannern und dementsprechend perfekt passenden Hosen in Wunschfarbe und Wunschstoff kann für mich nicht schnell genug kommen.



avatar
13 Comment threads
5 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
16 Comment authors
MarselDietmarMartin Dänikenheinofrater mosses von lobdenberg Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste
Benachrichtige mich zu:
Philipp Seeger
Philipp Seeger

Ich finde das erschreckend. Ich meine, dass jemand mit meiner Figur Probleme beim Hosenkauf hat – und vor Verzweiflung halt immer alles kauft, was irgendwie ansatzweise passt, geschenkt. Das sehe ich ein, was bin ich auch so dick?

Aber du bist nun wirklich – wenn auch mit Schwankungen – im normalen Bereich.

Comicfreak
Comicfreak

Mit junior immer zu c&a….
Er hat einen spießigen Geschmack, keine Geduld und will eigentlich immer die gleiche Hose und nach zwanzig Minuten möchte ich ihn auch erschlagen…
Zum Glück finden wir dort innerhalb dieser Parameter immer zwei Paar

Tante Jay
Tante Jay

Ich trage NUR Jeans. Wenns edel sein soll in schwarz. T-Shirts müssen passen und nicht gut aussehen. Mir ist es seit Jahrzehnten Wumpe, wie ich aussehe, solange das Zeug sauber und heile ist.

Klamottenkäufe sind für mich ein Alptraum. In der XXL-Sektion, die ich derzeit brauche, findest du Kitschzeug im Dutzend billiger. Hosen sehen aus als wären sie direkt aus dem Schredder.

Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.

ich kann dass hier absolut nachvollziehen. „Einkaufserlebnis“. *grmpf*

Kaio
Kaio

Ich hatte letztens eine sehr ähnliche Erfahrung mit Hemden. Bin jede Woche 4 Tage beim Kunden im Hotel und Montags bei der Anreise geht mein Koffer verloren (ob es meine Schusseligkeit war oder er geklaut wurde lässt sich nicht mehr rekonstruieren). Ziemlich bescheidene Situation, aber hey, kann ja nicht so schwer sein. Mache ich Abends ne Stunde früher Schluss und kauf mir nochmal 3 neue Hemden und sonstige Essentials für die Woche.
Das ganze war in Stuttgart, ich bin ins Milaneo, eine große Mall mit einem dutzend Kleidungsgeschäften (Primark, C&A, H&M, etc). Es war… schon etwas beleidigend. Meine letzte Ladung Hemden musste ich in „Comfort Fit“ kaufen. Das ist um den Bauch rum großzügig geschnitten. Nach einer langen Behandlung mit Cortison war ich wie eine Qualle aufgegangen, früher war ich immer rank und schlank. Das Bäuchlein geht langsam wieder weg, aber die Hemden passen noch. Also suche ich solche Hemden im Milaneo aber scheinbar herrscht dort eine Diktatur von McFit Abonnenten die normale Körper nicht akzeptieren (ich bin wirklich noch sehr weit von „dick“ entfernt). Ich war in einem halben dutzend Läden die Hemden ausschließlich in „Slim Fit“ hatten.

Der einzige Laden wo ich fündig wurde war Walbusch. Da bin ich als letztes hin weil mir eigentlich zu teuer. Das positive an der Sache: Ich habe dort gemerkt dass ich immerhin „Regular Fit“ wieder anziehen kann. Walbusch hatte beides. Aber das viele Läden ausschließlich Slim Fit verkaufen hat mich schon schockiert. Wenn ich mich in den Büros bei unseren Kunden umschaue würde man sich damit locker 2/3 der potentiellen Kundschaft versperren. Aber irgendein Marketing Mensch wird da einen Business Case durchgerechnet haben warum das andere Drittel da eher kauft weil es uns eklige normalos nicht beim Shoppen ertragen muss oder sowas…

Howie Munson
Howie Munson

Ich kann euch alle trösten: auch wenn man von 40 Inch auf 32 Inch den Bauchumfang veringert, passt einem „Schlimm Fit“ immer noch nicht…
Und bei C&A kann man nicht mal sicher sein, das zwei identisch benannte und aussehende Jeans auch wirklich gleich gut passen, falls man welche der wenigen Exemplare gar mehrfach entdekt die straight, regular oder gar comfort sind…

kikujiro
kikujiro

Same experience here.

Ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und trainiere auf Kraft und Ausdauer. Deshalb sehe ich nicht wie eine Bohnenstange aus, ohne andererseits aufgepumpte Muskelpakete mit mir herumzuschleppen. Kräftig, aber nicht dick, Ernährung weitestgehend fleischfrei mit viel Salaten und Gemüse. Positiv für die Gesundheit, verheerend beim Klamottenkauf.

In den meisten Kleiderläden wird man als Mann inzwischen offenbar als aussterbende Spezies betrachtet, der man deshalb auch nur – freundlich geschätzt – maximal 25% der Verkaufsfläche mit Erzeugnissen zur Verfügung zu stellen braucht.
Aber das bin ich auch von Zuhause gewöhnt. Mein Anteil im heimatlichen Schlafzimmer-Kleiderschrank liegt locker bei der Hälfte, aber mehr brauche ich auch nicht. 😉
3 – 4 Exemplare von jedem Wäschestück, die sich wiederum voneinander nicht großartig unterscheiden, so dass man sich nicht lange entscheiden muss. Bevorzugt (aber nicht ausschließlich) in dunklen Farben, sprich Schwarz. 😉

Drei Umstände nerven nun seit einiger Zeit beim Kleiderkauf.
1. Wie Howie Munson richtig schreibt: Ob bei C&A, H&M oder anderen Kleiderläden findet man nur schwer etwas im Schnitt „regular“, „straight“, „comfort“, „texas“ oder ähnlichen bequemen Schnittformen. Dagegen gibt es haufenweise Stapel und Regale mit „skinny“, „slim fit“ und ähnlichen Schnitten, die dem Träger eigentlich ersparen, zur Anprobe in eine Umkleidekabine zu gehen, weil ein Besenstiel ausreichen würde, hinter dem er die Sachen anprobieren könnte.

2. Verschärfend kommt hinzu, dass der größte Anteil an ausgelegten Kleidergrößen, dann entweder zu klein, sprich S oder M, oder dann gleich wieder XXL oder gar XXXL ist. Im „Normalbereich“ L und XL ist meist kaum etwas zu finden.

3. Diese unsäglichen Aufsätze, Applikationen, Aufdrucke, Farbmuster.
Man findet kaum noch eine Hose oder ein T-Shirt ohne irgendeinen störenden Firlefanz.
Das gleiche Problem hatte ich letztens, als ich durch 6 verschiedene Läden gezogen bin, um eine einfarbige Reisetasche/Sporttasche ohne irgend einen Aufdruck zu kaufen. Überall waren Aufschriften, Logos, Labels auf die Taschen draufgepappt/ eingewirkt.

Kein Wunder, dass man irgendwann fast alles nur noch beim Online-Händler seines Vertrauens *hust*Amazon*hust* kauft.

Volker
Volker

Ich kann zum Thema Kleidungskauf wirklich nur empfehlen, die großen Einkaufszentren zu meiden und in kleineren Läden einzukaufen. Den etwas höheren Preis muss man dafür leider in Kauf nehmen. Dafür gestaltet sich der ganze Prozess wesentlich entspannter und man ist später zufriedener. Die Verkäufer sind keine gesichtstätowierten Millennials sondern haben wirklich Ahnung von der Materie und können einem zb bei den Größen gut weiterhelfen. Ich habe Hemden, die mir in S passen und welche in L. Japanische und britische Marken fallen eher klein aus, Labels aus den USA eher groß etc. Da kann man alleine vor der Kleiderstange ja nur verzweifeln.
Wenn es doch ein großes und preiswertes Modehaus sein soll: die japanische Kette Uniqlo kommt insgesamt etwas klassischer und weniger trendy daher als H&M und C&A. Würde ich den letzten beiden vorziehen.

Mencken
Mencken

Bei Uniqlo ist die Umwelt- und Sozialbilanz leider sehr problematisch. Generell kann ich nur raten, in klassischen deutschen Größen zu kaufen, da passt es in Regelfall eigentlich immer und 50-54 (also m-xl) ist auch stets vorhanden. Die Qualität ist meist auch noch besser, aber das sollte man immer im Einzelfall überprüfen.

heino
heino

Ich habe bei Uniqlo absolut nichts gefunden, was mir auch nur im Ansatz passen würde. Und ich bin von eher normaler Statur und auch nur durchschnittlich groß

Thomas
Thomas

Als sehr schlanker, nicht sonderlich großer Mann hat man es mindestens genau so schwer bei den Klamotten. Bspw. gibt es bei Discountern Unterhemden o.ä. fast immer erst ab „M“. Auch in den Kaufhäusern sind die kleineren Größen oft nicht vorhanden oder schnell vergriffen, insbesondere Hosen. Was geht, wird online gekauft. Wenn ich von einer Marke Schnitt und Größe zu Hause habe kann ich da leicht was bestellen.

Mein Schwager nimmt einen dieser Dienste in Anspruch, die nach dem Ausfüllen eines umfangreichen Formulars Klamotten zuschicken. Was passt und gefällt wird behalten, der Rest wird zurückgeschickt und auf Grund der Rückläufe wird die nächste Aussendung angepasst. Ich brauche nicht oft Klamotten und mir ist das insgesamt zu teuer aber vielleicht was für dich?

Halbblut
Halbblut

Es ist ein Elend, auch für zwergenhafte Frauen wie mich. Downsizing macht mich fertig – brauchte ich für Kleider vor 10 Jahren eine Konfektionsgröße 34/36, bin ich mittlerweile bei 32 angekommen. Theoretisch könnte ich in der Kinderabteilung kaufen, aber da ist das allermeiste furchtbar, furchtbar bunt. Jeans lasse ich mir mittlerweile aus den US of A mitbringen, da es hier extrem selten eine Bootcut in meiner Grösse gibt. Von dem verzweifelten Versuch, seit einem halben Jahr einen passenden BH zu kaufen, will ich hier gar nicht erst anfangen… Das hat doch alles doofe Ohren!

Marsel
Marsel

Dass 32″ nicht gleich 32″ sein können ist tatsächlich ein absolut unverständliches Ärgernis – abgesehen davon, dass Zoll eh seit Jahrzehnten schon keine zeitgemässe Masseinheit mehr ist. Hat man tatsächlich eine passende/gefallende Hose gefunden, hat es allerhöchstens eine, man kann nicht 5 Stück kaufen und dann eine Weile seine Ruhe haben.
Deswegen plane ich auch schon seit Jahren jeweils mind. 2 Stunden ein für so eine anspruchsvolle Aufgabe wie Hosen kaufen…

Btw: Cargo-Taschen an der Seite sind super. Eine für’s Handy, eine für den Geldbeutel. Ich habe auch kaum noch Rückenschmerzen, seit ich nicht mehr so einseitig/krumm auf meiner dicken Brieftasche sitze. Kann ich nur empfehlen. Nur für Leute mit eh schon dicken Oberschenkeln ist das natürlich nichts.

frater mosses von lobdenberg

Ich kaufe meine Sommershorts immer bei EMP. Mit passendem Gürtel (aber ohne Krawatte ;-). Und mit ausreichend Taschen, so ab sechs Stück aufwärts. In 7XL sind die auch ausreichend luftig im Schritt.

Martin Däniken
Martin Däniken

https://www.youtube.com/watch?v=kFrYwG-cdjA
Ein Klassiker
„Die Hose hebt sich im Schritt.“
„Wie weit haben Sie es denn nach Hause?“

Ich persönlich trage teilweise 36 oder 38 Jeansgrösse
(Weihnachten etwas weiter,wieso weiss ich auch nicht?!)
bei 1,88 ca100cm Bundweite 32/ Beinlänge34
trage aus dem Netz bestellt Arcteryx/ Helikontex/5.11/UnderarmourUfpro …
Die erstgenannten zwei Firmen haben auch mit unauffällige Seitentaschen ausgestattete-Cargopants
mit und ohne Klett Arcteryx x-funktional Pants
sehe immer klompimenterwertweise gut aus!
Aber die beste Hose ist nix wert wenn der Gürtel nix taugt!
Und ich mags garnicht wenn der(im Zweifelfall-meiner) Bauch über dem Gürtel hängt 😉

Dietmar

Ich kaufe seit Jahrzehnten nur noch Hosen per Versand. Sieht so aus: Meike bestellt, ich probiere an, sie sagt passt oder passt nicht, ich finde, es passt nie, halte mich an ihr Urteil und trage Hosen, die mir eigentlich nicht gefallen. Die letzte Jeans, die mir gefiel, habe ich mit Mitte 20 gekauft.

Das ist ein Experiment, das für mich gerade einen gewissen Charme entwickelt: Mal sehen, ob ich noch Jeans kaufen kann wie früher einmal. 🙂