Das Futter unserer Katzen ist vermutlich besser als meine Fritten. Und ihr Streu entspricht auch höheren Anforderungen als mein Toilettenpapier. Was will man machen? Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

Fakt ist – wir kaufen eigentlich immer das hier:

Das ist öko, klumpt toll, riecht nicht und gefällt Rufus so gut wie Becky. Wichtig auch: die Hinterlassenschaften der Katzen können direkt in die Toilette entsorgt werden. Nicht gerade billig mit Ungefähr 37 Euro für den 40 Liter-Sack, aber es hält ja auch eine Weile vor. Und dank Amazon wird das Zeug bis vor die Wohnungstür geschleppt.

Am 10. April stellte ich mal wieder Mangel fest und drückte auf den entsprechenden Dash-Button meiner Amazon-Käuferseite. 36,47 Euro für 40 Liter. Avisierte Ankunft: Binnen 48 Stunden.

Aber es kam nix. Nicht nach 48 Stunden, nicht nach 144, nicht nach 432. Laut Tracking brauchte der Sack satte fünf Tage, um überhaupt aus dem Versandzentrum ausgeliefert zu werden. Verwirrenderweise soll er zwei Tage DANACH den „Amazon-Standort“ verlassen haben. Einen weiteren Tag später traf er in Bruchsal ein – das ist gerade mal 60 Kilometer von Baden-Baden entfernt und mit dem Auto über die A5 in weniger als einer Stunde locker zu schaffen.

Doch am 18. April, nach der Lieferung des Sacks Katzenstreu in Bruchsal, verliert sich seine Spur. Weiter verarbeitet oder gar ausgeliefert wurde er nie. Ich wartete fünf, sieben, zehn Tage. Vergeblich. Kein Katzenstreu für Herrn Dewi und Anhang.

Da ich meinen Katzen keine unhygienische Toilette zumuten wollte, entschied ich mich letzte Woche, doch bei der örtlichen Fressnapf-Filiale einen kleineren Vorrat einzukaufen, auch wenn der erwartungsgemäß etwas teurer sein würde.

Aber was sehen meine müden Augen?

Zwar nur 30 Liter statt 40, aber dafür in einer dieser tollen Tonnen, in denen vor Erfindung von Konzentrat und Kügelchen gerne das Waschmittel transportiert wurde. Und mit 19,99 Euro auch deutlich günstiger ohne qualitative Abstriche: öko, klumpend, geruchsfrei, etc.

Ich nahm die Tonne mit, stornierte aber erstmal die Amazon-Bestellung nicht, weil – sollte ja eh gleich um die Ecke lagern und ist mittelfristig haltbar. Da kann man sich einen Vorrat anlegen, auch wenn er sich als etwas teurer rausgestellt hat.

Aber Amazon lieferte nicht. Das automatisierte System des Versandhändlers merkte auch, dass etwas hakte, schickte erst eine Entschuldigung und gestern dann das Angebot, den Kaufpreis zu erstatten. Es sei nicht auszuschließen, dass die Lieferung verloren gegangen sein. Und ich stornierte.

Das alles ist noch nicht wirklich sonderbar – allenfalls, dass ich bei Fressnapf ein deutlich billigeres Streu als bei Amazon bekommen habe. Aus reiner Neugier beschloss ich, die Kosten des Amazon- und des Fressnapf-Streus mal auf einen Liter runter zu rechnen. Dazu rief ich die Webseite des Online-Händlers noch mal auf. Was sehe ich?

21,99 Euro statt 36,47 Euro. Ein fast halbierter Preis, und damit rein rechnerisch sogar wieder günstiger als beim Fressnapf. Da war ich froh, die vorherige Lieferung storniert zu haben und bestellte sofort erneut. Soll morgen ankommen.

Gibt es momentan starke Verwerfungen im Streumittelsektor? Fluktuierende Preise an den Rohstoff-Börsen? Wurden neue Vorkommen in Afrika entdeckt? Entbrennt ein Preiskrieg der Anbieter auf dem Milliardenmarkt der klumpenden Kügelchen?

Nein. Wie sich im Nachhinein herausstellt, hat der Dash-Button von Amazon mich gelinkt – er hat den letzten Sack Streu nicht bei Amazon, sondern bei einem externen Anbieter bestellt. Und zwar deutlich teurer. Alle Säcke davor hatten ebenfalls um die 22 Euro gekostet. Ich finde es sehr fragwürdig, dass mir hier per Dash ein deutlich überteuertes Angebot untergejubelt wurde, nur weil ich es nicht nachprüfte (das ist ja Sinn und Zweck der Dash-Buttons). Es gilt also weiterhin: Augen auf beim Online-Kauf!



avatar
2 Comment threads
1 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
3 Comment authors
Howie Munsonfrater mosses von lobdenbergcomicfreak Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste
Benachrichtige mich zu:
comicfreak
comicfreak

..auf die Idee, dass der Butto korrumpierbar ist, wäre ich auch nicht gekommen

frater mosses von lobdenberg

Naja, wie der Herr Katzenbutler schon schrieb: Das ist ja Sinn und Zweck der Dash-Buttons.
😉

Howie Munson
Howie Munson

hmm steht irgenwo in den AGB vom DASH-Button was passiert, wenn der Artikel bei Amazon selbst nicht lieferbar ist?