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Mrz 2019

Kino Kritik: Captain Marvel

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

USA 2019. Regie: Anna Boden und Ryan Fleck. Darsteller: Brie Larson, Samuel L. Jackson, Jude Law, Clark Gregg, Annette Benning, Gemma Chan, Lashana Lynch u.a.

Story: Vers ist eine Kämpferin der Kree, einer galaktischen Supermacht, die seit Jahren im Krieg mit den gestaltwandelnden Skrull liegt. Als die Suche nach einem Überlichtantrieb sie auf die Erde bringt, trifft sie den SHIELD-Agenten Nick Fury – und bekommt Einblick in die eigene Vergangenheit, die sie schon lange vergessen hatte.

Kritik: "Captain Marvel" ist der Film, an den ich einen guten Teil meiner cineastischen Unschuld verloren habe – und das mit 50. Der Film hat mir die Augen geöffnet und das bewiesen, was ich ein Leben lang bestritten habe: männliche Geeks (vorwiegend in den USA) sind arschlöchrige Weicheier, die plärren und mit Sand schmeißen, wenn man ihnen ihr Schippchen wegnehmen will. Drama wie bei den Mädchen – und eine Menge an Hass, die ich kaum für möglich gehalten hätte. Und das alles nur, weil Marvel nicht nur eine starke neue Superheldin einführt, sondern weil die Darstellerin tatsächlich meint, man hätte das Feld des Blockbusters-Kinos zu lange den Männern überlassen. Und diese SCHLAMPE, dieses MISTSTÜCK, diese BASIC BITCH soll im zweiten Teil des Avengers-Abschlusses womöglich die etablierten Helden aus der Scheiße holen!

OMG! Frevel! Betrug! Verrat! Holt die virtuellen Mistgabeln und Fackeln raus!

Fuck you, fanboys!

Besonders hervorgetan hat sich dabei die Webseite Cosmic Book News, die seit Wochen garantiert, dass "Captain Marvel" eine schmerzhafte Bauchlandung erwarte für den Versuch, das Superheldenkino zu gendern. Momentan hadert man dort schwer mit der Tatsache, dass der Film mit über 150 Millionen Dollar sehr gut gestartet ist und hofft inständig auf einen Einbruch in Woche 2. Ja, die sind SO scheiße.

Ich habe mich aus diesen Diskussionen rausgehalten, die meisten Artikel dazu nicht mal gelesen, weil ich mir den Film nicht vorab kaputt machen wollte. Aber natürlich steckt das in einem drin, wenn im Saal das Licht ausgeht. Ist "Captain Marvel" der #metoo-Film des Marvel-Universums, die personifizierte Rache am Superhelden-Patriarchat, Weckruf für den feministischen Blockbuster?

Bull und shit.

"Captain Marvel" ist schlicht eine solide erzählte, sehr sympathische und in der Figurenführung erfreulich sichere Origin Story irgendwo zwischen "Iron Man" und "Thor", der es sehr gut gelingt, dem übervölkerten (aber kürzlich ausgedünnten) Marvel-Universum eine interessante neue Figur hinzu zu fügen. Das macht er ohne massive Überraschungen, aber wie üblich auch ohne nennenswerte Fehler – und mit einer starken wie sympathischen Hauptfigur, die von einer starken und sympathischen Hauptdarstellerin getragen wird.

Der Film, der strukturell wie optisch mit wenigen Änderungen auch ein Green Lantern-Abenteuer sein könnte, nimmt sich die Zeit, seine Heldin vorzustellen und dabei ein paar falsche Fährten auszulegen. Es dauert bis weit in den zweiten Akt, bis wir erkennen, wer Vers WIRKLICH ist – und wie ihre Flashbacks und Fähigkeiten zusammen passen. Der Krieg zwischen den Kree und den Skrull ist ihre Reifeprüfung – und die Reifeprüfung für die Erde, die sich darauf vorbereiten muss, künftig immer wieder mal schwer bewaffneten Besuch aus dem All zu kriegen. Denn das ist sicher einer der clevereren Schachzüge von Marvel: "Captain Marvel" spielt Mitte der 90er und damit VOR den Abenteuern von Cap, Iron Man und Co. Das gibt unserer Heldin Raum, erlaubt die Interaktion mit einem jüngeren Nick Fury und umschifft die Frage, warum die Avengers oder die X-Men nichts von der Invasion der Skrull mitbekommen. Außerdem sorgt es für Reminiszenzen an die "radical 90s" in Sachen Mode, Technik und Musik.

In seiner Erzählgeschwindigkeit erinnert "Captain Marvel" ebenfalls an die 90er, springt nicht von Mega-Action zu Mega-Action, funktioniert nicht als Spektakel-Schaulaufen. Er muss weder die Gag-Dichte von "Guardians of the Galaxy" noch die Superlative von den "Avengers" übertreffen. Im Marvel-Kanon ist er damit fast schon erstaunlich oldschool. Gleichzeitig nimmt er sich die Freiheit, verschiedene Plot-Standards zu unterlaufen, erwartbare Konfrontation umzudrehen und zu variieren. Das ist erfrischend.

Und dann ist da Brie Larson. Mir ist egal, ob sie Feministin ist und Thor die Eier abschneiden möchte, um sich selber zur Imperatorin des Marvel-Universums aufzuschwingen. Fakt ist: Sie ist großartig. Ihre latent spöttisch-sarkastische Art ist perfekt geeignet, die Überlegenheit der Kree gegenüber den Menschen zu dokumentieren. Da reicht oft eine hochgezogene Augenbraue, ein kritischer Blick – Menschen sind für sie erschütternd alberne, dem galaktischen Maßstab nicht angemessene Wesen. Und doch ist da in ihr eine Verbindung zu Erde, die sie nicht bestreiten kann. Diese Dualität, aus der ihr innerer Konflikt erwächst und ihre letztliche Autonomie reift, wird von Larson (die mir vor diesem Film weder positiv noch negativ aufgefallen ist) perfekt dargestellt.

Ich gehe einen Schritt weiter: "Captain Marvel" ist als "starker Frauen-Film" deutlich besser als "Wonder Woman". So erfreulich "Wonder Woman" auch gewesen sein mag und so perfekt Gal Gadot die Hauptrolle gespielt hat – am Ende wurde doch der "male gaze" bedient und die klassischen Klischees: Wonder Woman trägt Miniröckchen und Bustier, in den Kampfszenen sieht man den halben Hintern und natürlich trägt sie auch mal ein atemberaubendes, rückenfreies Abendkleid – mit den Pfunden von Supermodel Gadot wird ausreichend gewuchert. Und NATÜRLICH hat sie eine Liebesgeschichte mit einem klassisch männlichen Helden, den sie fragt, wie’s denn die sterblichen Männer so mit Sex haben.

Auf all das verzichtet "Captain Marvel" erfreulicherweise. Diese Heldin braucht weder ein figurbetontes Kostüm noch einen Boyfriend, sie ist nicht niedlich und nicht sexy – und dennoch sehr attraktiv. Damit ist Captain Marvel deutlich näher an Sarah Connor und Ellen Ripley als an der Prinzessin von Themyscira. Was sie erreicht, ist hart erarbeitet – anders als z.B. bei der Protagonistin der neuen Star Wars-Filme, der alles in den Schoß zu fallen scheint. Der ganze Furor der Fanboys ist nicht nur unangebracht, er ist peinlich – diese Superheldin hat sich ihren Platz neben Iron Man, Captain America und den Guardians wirklich verdient. Wer damit ein Problem hat, sollte besser weiter in seinem Jugendzimmer hocken und zu Bildern von Scarlett Johansson masturbieren.

Was bleibt? Ein Film, der im Marvel-Universum ordentlich mitspielt, ohne sich aufzuspielen und bei den Origin Stories der Reihe sogar zu den besseren gehört. Es ist wichtig, dass er weltweit gut abschneidet – um den pubertären Plärrern übers Maul zu fahren und zu beweisen, dass eine Superheldin genau das gleiche Potenzial hat, die Milliardengrenze zu knacken, wie ihre testosterongeschwängerten Kollegen.

Sitzen bleiben: Es gibt zwei Nachspann-Sequenzen – eine mittendrin, die ist wichtig. Und eine hintendran, die ist lustig.

Fazit: Hochwertige Comic-Action, solide Mittelklasse im MCU-Kanon, vor allem aber – Kickass-Einstand für eine neue/alte Heldin des Marvel-Universums.

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Markus
10. März, 2019 20:58

Yep. Unterschreibe ich alles. Wobei die X-Men von den Skrull nix mitbekommen, weil es sie im MCU (noch) nicht gibt. Und gut, dass du den sexistischen Fanboys eins mitgibst (hab ich ausgelassen): http://www.sitzkartoffel.de/?p=1445

Heino
Heino
10. März, 2019 21:01

Freut mich zu lesen. Und da der Film weltweit schon 455 Millionen USD eingespielt hat, dürfte der Rest nur noch Formsache sein

Thomas Liesner
Thomas Liesner
10. März, 2019 22:39

"Wer damit ein Problem hat, sollte besser weiter in seinem Jugendzimmer hocken und zu Bildern von Scarlett Johansson masturbieren."

Ich akzeptiere dein Urteil zum Film ohne Probleme, aber was soll sowas? Wenn ich die US-Kritiken – auch die wohlwollenden – lese/anschaue, ist der Film eher unterer Durchschnitt im Vergleich zu seinen Vorgängern, wobei Drehbuch (Mary Sue-Syndrom) und Brie Larson die Hauptkritik abgekommen, während Samuel L. Jackson, der Bösewicht und die Katze anscheinend sehr gemocht werden.

Die Debatte zum Film war extrem von beiden Seiten, Attacken wie da oben kommen aber eigentlich nur in einer Richtung vor. Brie Larson hat genug unpassendes geäußert, Rotten Tomatoes hat sich mehrfach verbogen, um dem Film zu helfen (zuletzt mal eben 54.000 Kritiken gelöscht) und die Marke Marvel ist so stark, dass auch noch schlechtere Kritiken keinen finanziellen Flop bewirkt hätten.

Mich selber stört u.a. das Gender-Bending von Mar-Vell, die lächerliche Art, die zu Nick Furys Einäugigkeit führt und ich habe Sorge, dass eine zu wichtige Rolle von Captain Marvel in Endgame den Schwanengesang der alten Garde ernsthaft entwerten kann, Androhungen eines komplett weiblichen Avengers-Teams durch Larson finde ich auch keine tolle Idee.

Was gerne vergessen wird, wenn Sprüche wie der da oben fallen – Sarah Connor, Ripley, Alita Battle Angel, Buffy, Wonder Woman, die Resident Evil Reihe, die Underworld-Filme und zig weitere starke Frauenfiguren haben unter den Kritikern von Captain Marvel reichlich Fans, wirkliche Kritik haben nur sehr spezielle Projekte in der Art bekommen – der extrem unterwältigende Ghostbuster 2016, The Last Jedi und eben jetzt im Vorfeld Captain Marvel, die Gemeinsamkeit ist die politische Agenda der jeweiligen Macher.

Man kann wie du den Film als komplett unpolitisch bewerten, die Sympathie zur Hauptdarstellerin ist eh subjektiv, aber es gibt laut zahlreichen detaillerten Reviews genug Momente und Motive, welche als feministisch gesehen werden können und vermutlich auch so empfunden werden sollen.

Wortvogel
Wortvogel
10. März, 2019 22:41
Reply to  Thomas Liesner

a) Du hast den Film anscheinend noch nicht gesehen, darum sollten deine Ausführung eigentlich keine Reaktion meinerseits rechtfertigen, aber
b) "es gibt laut zahlreichen detaillerten Reviews genug Momente und Motive, welche als feministisch gesehen werden können und vermutlich auch so empfunden werden sollen" – na und?

Thomas Liesner
Thomas Liesner
10. März, 2019 23:02
Reply to  Wortvogel

a) Korrekt erkannt

b) Der intersektionale Feminismus, dem Larson und die Regisseure anhängen, hat mit dem Wunsch nach Gleichberechtigung nichts zu tun, sondern es geht um Gleichstellung durch aktive Diskriminierung, Betonung der ewigen Opferrolle etc pp. In Film gegossen sorgte es bislang zuverlässig für weibliche Charaktere, die keine Hilfe durch Männer zu brauchen haben, keine Fehler aufweisen dürfen, zumindest jedem Mann überlegen zu sein haben und "umgekehrten" Sexismus für ok halten…
Nach entsprechender Lesart ist für Captain Marvel das Patriarchat der eigentliche Feind, sobald sie entdeckt hat, dass sie sich dem nicht beugen muss, kann sie endlich die unüberwindliche Heldin sein, die sie eigentlich schon immer war. Das klingt für mich nicht interessant, daher spare ich mir den Kinobesuch.

Offensichtlich wirkt es auf dich deutlich anders, allerdings habe ich schon öfter erlebt, dass unsere Meinungen nicht übereinstimmen, den Japan-Batman fand ich nicht gelungen, umgekehrt hast du auch schon einiges verrissen, was ich als durchaus gelungen sehe, bei etlichen anderen Werken kann ich deine Wertungen wiederum sehr gut teilen.

Bei den Marvelfilmen hast du in den letzten Jahren eine gewisse Müdigkeit durchscheinen lassen, während ich mich bislang immer auf den nächsten gefreut habe, auch wenn Black Panther eher ok als Oscar-Material war, dafür war Infinity War ein unglaubliches Erlebnis für mich und meine mittlere Tochter, welche die Kombi Alita und später Shazam statt Captain Marvel völlig ok findet und sich heute zu ihrem Geburtstag sehr über eine Black-Widow-Figur gefreut hat.

Marcus
Marcus
10. März, 2019 23:20
Reply to  Thomas Liesner

Hättest du den Film gesehen, wüsstest du, dass all das, was du da aus offensichtlich selbst befangenen Quellen zusammenphantasierst, nix mit irgendwas im Film selbst Vorkommenden zu tun hat.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 08:39
Reply to  Thomas Liesner

Thomas, ich wünsche hier keine albernen Phantom-Debatten. Entweder du hast dem Film gesehen und diskutierst darüber – oder du lässt es. Als Grundlage der eigenen Meinung ausschließlich Fremdkritiken anzuführen (die man sich ja nach eigenem Gusto auswählen kann), ist unredlich und nicht zielführend. Die Abwertung von CM ausschließlich basierend auf anti-feministischen Vorurteilen ist albern, der Film erfolgreich – und die offizielle Kritik laut Meta-Critic und Rotten Tomatoes dem Film durchaus gewogen.
Was für Loser die Fanboys sind, kann man exemplarisch an so etwas erkennen: "I have heard that that main actress of this film has no interested in the opinions of my kind, but ill give it anyway… Basically the whole movie is a paint by numbers, cookie cutter action hero film, drenched with ideological politics, designed to indoctrinate young girls into a culture of men hate and excess self importance (modern day feminism) it dosent make for a good film and its the first step in the end of the MCU. "

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 09:04
Reply to  Wortvogel

Auch "offizielle" Kritiken sind subjektiv, in manchen Fällen politisch geprägt und zumindest RT vertraue ich nach deren jüngsten Manipulationen nur wenig, die Link-Auswahl enthält bewusst verschiedene Standpunkte und natürlich ist dein Zitat eine extreme Meinung, die in der Form dem Film wohl nicht gerecht wird – ich selber warte erstmal Endgame ab und hoffe das beste. Unredlich fand ich die Links nicht, nicht zielführend kann man so sehen, Wirtschaftlich erfolgreich ist CM offensichtlich, was aber keine Garantie ist, dass es mir später mal gefallen wird.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 09:21
Reply to  Thomas Liesner

Es ist fast schon erschütternd, dass jemand sich so sehr mit einem Film auseinander setzt, ohne ihn anzuschauen. Sprachrohr für Sekundärmeinungen zu sein, wäre mir als Filmfan zu wenig.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 10:12
Reply to  Wortvogel

Mir geht es mehr um das MCU als um den EInzelfilm.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 10:20
Reply to  Thomas Liesner

Irrelevant. Du redest hier ausschließlich von CM – den du nicht gesehen hast. Und du kannst auch keinerlei qualifizierte Aussage über die Auswirkungen von CM auf das MCU treffen. Ist dir das nicht selber einen Tacken peinlich? Ich rede üblicherweise nur über Sachen, die ich tatsächlich kenne.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 10:48
Reply to  Wortvogel

Nein, mir ist daran nichts peinlich. Dir ist es ja offensichtlich auch nicht peinlich, von fiktiven Fanboys zu sprechen, die in ihren Jugendzimmern zu Bildern von Scarlett Johansson masturbieren. Ich selbst bin übrigens 49, verheiratet, 3facher Vater und Softwareentwickler.

Hättest du dich auf den Film beschränkt – den du kennst – und nicht zusätzlich die Debatte drum herum – die du offensichtlich nur ansatzweise kennst – höhnisch kommentiert, hätte ich mir meinen Erstkommentar geschenkt.

Erfahrungsgemäß kann ich aus genügend diversen Fremdreviews genug rausholen, um einschätzen zu können, was ich von einem Film prinzipiell halten kann, wie gewichtig die einzelnen Punkte für mich sind, stelle ich dann beim späteren Sehen fest. Ghostbusters 2016 habe ich z.B. erst jetzt auf RTL gesehen, er war genauso bescheiden wie erwartet.

Bei CM weiss ich, welche Stellen mein Vergnügen schmälern werden, kenne den Plot im Detail und habe eher geringe Erwartungen an die Hauptdarstellerin, die auf mich in diversen öffentlichen Auftritten und Interviews, in zwei älteren Rollen und in den Trailern ziemlich unsympathisch wirkte.

Ich hatte weiter oben gesagt, dass das mein letztes Kommentar ist – allerdings hatte ich nicht mit persönlichen Spitzen gegen mich gerechnet, da es dir ja nur um den Film geht.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 10:49
Reply to  Thomas Liesner

"Erfahrungsgemäß kann ich aus genügend diversen Fremdreviews genug rausholen, um einschätzen zu können, was ich von einem Film prinzipiell halten kann" – dann kann ich dich nicht ernstnehmen.

Marcus
Marcus
11. März, 2019 19:10
Reply to  Wortvogel

Torsten, nicht zu vergessen:

"Bei CM weiss ich, welche Stellen mein Vergnügen schmälern werden, kenne den Plot im Detail und habe eher geringe Erwartungen an die Hauptdarstellerin, die auf mich in diversen öffentlichen Auftritten und Interviews, in zwei älteren Rollen und in den Trailern ziemlich unsympathisch wirkte."

D.h. da hat einer offenbar weitaus mehr Zeit damit verbracht, Infos und (sorgfältig vorsortierte) Meinungen zu einem Film zu konsumieren und sich darauf basierend eine eigene Haltung zum Film zurechtzulegen, als es gedauert hätte, den Film selbst einfach zu gucken. Nur um sich dann zu weigern, genau das am Ende zu tun und damit aus seiner Haltung entweder eine fundierte Meinung zu machen oder eben zu merken, dass er sich dummes Zeug hat einreden lassen. Wer sich für einen Film nicht interessiert, der macht sich so einen Aufwand normalerweise nicht. Da liegt doch nahe, dass ihm seine vorgefertigte Haltung irgendwie reicht, dass sie ihm…gefällt.

Und trotzdem will er uns verkaufen, dass er kein Teil von exakt dem Teil des "Fandoms" ist, den du oben angeprangert hast. Ja nee, is klar…

hilti
hilti
11. März, 2019 00:12

Liest sich gut. Bestätigt mein Vorhaben vor Avengers auch Captain Marvel zu schauen. Ich hab nur ein Problem mit dem Film. Soweit ich verstanden hab ist Captain Marvel das Gegenstück zu Superman. Und Superman finde ich, entschuldige bitte Torsten, langweilig, weil er zu mächtig ist. Ist das ein Problem im Film?

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 08:30
Reply to  hilti

In diesem Film nicht. Ob das in Avengers so ist, wird man sehen.

hilti
hilti
11. März, 2019 00:15

Ach ja, da wollte ich letztens schon https://reallifecomics.com/comic.php?comic=february-27-2019 verlinken.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 00:32
Reply to  hilti

Basiert auf der Lüge, dass es jemals möglich gewesen wäre, Reviews vor Release-Date auf Rotten Tomatoes zu veröffentlichen. Die Überschrift "Do you want so see the movie?" mit den Antworten "Yes" und "No" und einem optionalen Kommentar war eigentlich sehr verständlich formuliert. Es war schlicht ein Meinungs-Poll bzgl. des Interesses, das RT-User für Film X haben. Politisch wurde der Poll, als er – reagierend auf Brie Larsons Pressetour – innerhalb von zwei Wochen von 96% auf 26% abstürzte.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 08:30
Reply to  Thomas Liesner

"Politisch wurde der Poll" – und damit wertlos.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 09:16
Reply to  Wortvogel

Nicht prinzipiell wertlos, aber in den Augen der Verantwortlichen wohl geschäftsschädigend. Ich empfande es sehr unredlich, wenn der Sachverhalt von Rotten Tomatoes und den größeren Medienseiten bewusst falsch dargestellt und von "Fake-Review-Bombing" fantasiert wurde. Hat mit der Qualität oder Nicht-Qualität des Filmes selber natürlich nichts zu tun. Wobei es zumindest nach der Premiere genug "Fake-Reviews" gab mit genau 1 oder genau 10 Punkten bei IMDB. Inzwischen dominieren Wertungen mit 7 und 8 Punkten, die deutlich näher an der Mehrheitsmeinung sein dürften.

Luc
Luc
11. März, 2019 10:42
Reply to  Wortvogel

Der Poll von rt fragt lediglich ab, ob jemand einen Film sehen will oder nicht. Ob dahinter gute oder schlechte Gründe stehen, ist überhaupt nicht relevant. Wir würden den Poll ja auch nicht für wertlos erklären, wenn viele Schwarze bei Black Panther nur deshalb Yes geklickt hätten, weil er einen hauptsäclich schwarzen Cast hat. Der Poll soll nur ein Meinungsbild liefern, und das tut er. Man kann ihn natürlich für insgesamt Quatsch erklären, weil er über die Qualität des Films naturgemäß nichts aussagen kann, aber das ist etwas anderes.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 10:48
Reply to  Luc

"Ob dahinter gute oder schlechte Gründe stehen, ist überhaupt nicht relevant." – natürlich ist das relevant. Dieser Poll wurde eingerichtet, um ein halbwegs plausibles Stimmungsbild abzubilden. Wenn er von Massen von Troll missbraucht wird und ein völlig verzerrtes Bild der tatsächlichen Stimmungslage gibt, ist er wertlos (und gleichzeitig Werkzeug der anti-feministischen Propaganda). Das ist vergleichbar mit Online-Abstimmungen, in denen jeder beliebig oft klicken kann und die damit zwangsweise überproportional die Leute gewichten, denen das Thema am Herzen liegt.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 11:07
Reply to  Wortvogel

Man kann pro Account nur einmal abstimmen, es waren also über 30.000 RT-Account-Inhaber negativ eingestellt. Und natürlich gibt es nur Stimmen von Leuten, die überproportionales positives oder negatives Interesse haben. Hälst du die Besucher von RT für zu dumm, einen Wert von 27% richtig einzuordnen?

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 11:19
Reply to  Thomas Liesner

"Hälst du die Besucher von RT für zu dumm, einen Wert von 27% richtig einzuordnen?" – eine Non-Aussage. Wenn jede Zahl basierend auf angeblichen Beeinflussungen interpretierbar ist, verliert sie jeden Wert. Weil die Zahl das Gegenteil der Interpretation sein soll. Schon wir beide würden die Zahl ja völlig unterschiedlich interpretieren.

Luc
Luc
11. März, 2019 10:26

Der Darstellung der Vorab-Kontroversen rund um den Film kann ich ehrlich gesagt auch nicht zustimmen. Schon der naheliegende Vergleich mit Hit-Girl, Wonder Woman oder Rogue One zeigt doch, dass das "Geweine" bzgl. Captain Marvel innerhalb der Fanszene nicht daran gelegen haben kann, dass Geekboys einfach nicht mit starken weiblichen Hauptfiguren klarkommen.

Der offensichtliche Grund sind die stark identitäts-feministischen Einlassungen von Brie Larsson im Vorfeld. Die Erfahrungen insb. mit Last Jedi und dem Ghostbustbusters-Remake bzgl. identitäts-feministischer Motive von Filmemachern machen es auch nicht völlig unplausibel zu befürchten, dass auch Captain Marvel eine weitere Mary Sue wird und der Film reihenweise Seitenhiebe auf inhärent böse Männlichkeiten verteilt. Dass Marvel ein besseres Gespür für dieses Thema haben würde als der eigene Mutterkonzern konnte man im Vorfeld jedenfalls nicht ohne Weiteres annehmen.

Innerhalb der durch den Culture War stark polarisierten Gesellschaft der USA ist der Backlash deshalb überhaupt kein Wunder. Übertreiben es einige dabei grotesk, gerade im Internet? Geschenkt. Aber "alle Geekboys sind männliche Heulsusen, die im Keller masturbieren" ist das genau Gleiche, nur von der anderen Seite.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 10:40
Reply to  Luc

Alles falsch. Es geht nicht um die Frage, ob Captain Marvel "feministische Tendenzen" haben könnte. KÖNNTE? Ja. Es geht um die Frage, ob man basierend auf der schieren Annahme eine Trollarmee auf Review-Webseiten loslässt, um den Film a priori kaputt zu schreiben. Das ist nicht nur scheiße und kindisch, sondern in der Form sonst auch noch nie dagewesen. Hättest du so entspannt reagiert, wenn Armeen von Arschlöchern vorab versucht hätten, "Black Panther" kaputt zu schreiben, weil der "einen Angriff auf das weiße Patriarchat" darstellt? Hättest du die dann auch verteidigt? Zu behaupten, der Blacklash sei wegen des Culture Wars kein Wunder, ist eine widerliche Zirkelargumentation – hätten sich die Juden im Dritten Reich auch nicht wundern dürfen, weil angesichts der nationalistisch aufgeheizten Atmosphäre…? Godwin’s Law, schon klar.
Doch doch, das "Geweine" der Fanboys hat schon was mit starken Frauenfiguren zu tun. Wonder Woman hat sich brav hinter Batman und Superman aufgestellt, Röckchen getragen und sich in den Boyfriend verknallt. Captain Marvel aber droht, als erste Heldin des MCUs deutlich stärker zu sein als viele der Muskelspacken. DAS geht ja nun gar nicht – lieber einen Solo-Film mit der völlig ohne Superkräfte auskommenden, arschwackelnden Scarlett.
Nochmal: wer meint, einen Film abstrafen zu müssen, den er nicht gesehen hat, weil ihm Aussagen der Macher im Vorfeld auf den identitären Zeh getreten sind, ist ein Würstchen. Und das sage ich als stolzer Verfechter des Männertums.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 11:01
Reply to  Wortvogel

Der Film wurde NICHT a priori kaputtgeschrieben, es gab nur einige 10.000 Stimmen, welche die Frage "Willst du den Film sehen?" mit "Nein" beantwortet haben. Der passende Vergleich ist "Ghostbusters" 2016, in dem ein YouTuber von den Machern angegriffen wurde, weil er öffentlich erklärt hat, trotz zahlreicher Anfragen nach dem Filmstart kein Review abzuliefern, da er an dem Film kein Interesse hat. Und in dem die Kritik am unterirdischen Trailer als Angriff auf Frauen bewusst fehlinterpretiert wurde. Und dass die ersten CM-Trailer keine Begeisterung hervorriefen, ist sicher die Schuld der "Trolle". Warum du "Wonder Woman" runtermachst, verstehe ich nicht wirklich, hast du auch mit Mad Max Fury Road, Kill Bill, Buffy, Alita, Jean Grey, Maleficent, Resident Evil oder Underworld ähnliche Probleme? Sind jeweils auch allen Männern überlegen und kommen größtenteils ohne Romanze aus. Ein Black Widow oder Scarlet Witch Film würde mich interessieren, Fan-Service ist dabei nicht nötig. Einen Deus Ex Machina will ich in Endgame nicht haben, ob mit Vagina oder Penis spielt dabei keine Rolle, Filme sind für mich keine Mastrubationsvorlagen.

Luc
Luc
11. März, 2019 11:27
Reply to  Wortvogel

Ich übergehe mal den Godwin und antworte sachlich 😉

Ich würde keine Leute verteidigen, die BP vor Release dafür angreifen, dass er „einen Angriff auf das weiße Patriarchat“ darstellt. Das wäre völliger Quatsch, ist aber auch kein auch nur irgendwie passender Vergleich zum Backlash bzgl. Captain Marvel. Denn die, die behaupten, es gäbe ein weißes Patriarchat, sind gerade die Brie Larssons dieser Welt, und nicht die amerikanschen Geekboys.

Die Geekboys haben auch keine Trollarmee losgelassen, sondern es gibt schlicht offensichtlich viele Marvel-Geeks, denen die Einlassungen von Larsson so gegen den Strich gingen, dass sie den Film deshalb nicht sehen wollten. Das kann man gern albern finden, aber diese moderne Tendenz, jede Meinungsäußerung von Gruppen im Internet, die man nicht teilt, als "Troll" zu bezeichnen, führt wirklich nirgendwo hin.

Ich meinte auch nicht feministische Tendenzen aka den Feminismus, den man aus den 70ern kennt, sondern gerade den identitätspolitischen Feminismus derzeitiger Prägung vor allem in den USA, für den die westliche Welt ein Patriarchat darstellt, in welchem weiße (alte, heterosexuelle) Männer alle anderen "Gruppen" unterdrücken, und man diese Gruppen u.a. entlang von Rassenmerkmalen (!!!) bestimmen sollte, um ihre Opferherarchie zu bestimmen.

Aus diesem Feminismus stammen Filmteile wie zB der gesamte Subplot des supergeheimen Plans der Stellvertreterin von Leia aus Last Jedi, gegen den Poe Dameron rebelliert, weil er als Mann einfach einer kompetenten Frau nicht vertrauen will. Dass jetzt Geeks aus den Äußerungen von Larsson schließen, Captain Marvel könnte eine ähnliche Welle reiten, ist, ich wiederhole mich, jedenfalls nicht völlig unplausibel, und die Geeks machten ihrer Ansicht Luft, dass das auf keinen Fall passieren sollte, und es waren anscheinend genug, um auf rt ordentlich Wind zu machen.

Im Übringen: Dass sich Wonder Woman brav hinter Batman und Superman einsortieren würde, stimmt doch so auch nicht. Sie wird als weit mächtiger dargestellt als Batman, und ihre entry scene in DOJ kann man wohl kaum mit "brav zurücktreten" beschreiben. Dass erstere beliebter sind und bisher mehr im Fokus bei DC standen ist natürlich richtig, gilt für das MCU mit Iron Man & Co aber genauso.

Schließlich kurz zur Frage, wer wem jetzt in Endgame den Arsch rettet. Ich höre da eigentlich nur gute Argumente dafür, warum der Einsatz einer über-Captain Marvel unangemessen wäre, und nichts davon hat damit zu tun, dass Geekboys es nicht ertragen, wenn starke Frauen stark sind. Es geht stattdessen darum, dass Endgame am Ende einer über zehnjährigen, im Kino einmaligen Geschichtenentwicklnug steht, und es reichlich unterwältigend wäre, wenn man nicht den Figuren, mit denen man seit 10 Jahren fiebert, den heroischen Sieg über Thanos lässt (und sie dabei ggf. endgültig sterben lässt). Gerade als erfahrener Autor müsstest du den Punkt doch vollständig nachvollziehen können?

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 11:36
Reply to  Luc

"Captain Marvel könnte eine ähnliche Welle reiten, ist, ich wiederhole mich, jedenfalls nicht völlig unplausibel" – wer sowas schreibt, disqualifiziert sich selbst. Was wurde aus der Geek-Ehre, erst zu beurteilen, was man gesehen hat?! Ich halte mal fest: sehr erfreulich, dass die kompletten angeblichen Marvel-Fanboys selbst geballt keinen Einfluss nehmen können. Ihre Macht ist nicht nur virtuell, sondern auch hypothetisch. Eine interessante Parallele zu dem, was ich über die Perry Rhodan-Fans in Sachen Verfilmung gesagt habe.

Luc
Luc
11. März, 2019 12:05
Reply to  Wortvogel

Ja, es ist sehr erfreulich, wenn Marvel nicht den Disney-Last-Jedi-Weg gegangen ist, und in der Tat wären Leute verblendet, die jetzt trotzdem weiter auf Captain Marvel eindreschen. Ob ich deine inhaltliche Filmbewertung teilen kann, erfahre ich heute Abend (ich kommentiere hier nur deine Stellungnahme zum politischen Drumrum).

Aber deine Aussage zur Geek-Ehre passt hier mE überhaupt nicht. Es ist nunmal ein Fakt, dass sich Leute wie Kathleen Kennedy hingestellt und gesagt haben, sie wollten ihre Entscheidungsmacht dafür gebrauchen, die Beliebtheit von etablierten Kino-Franchises zu nutzen, um identitätsfeministische Botschaften zu verbreiten. Dass viele Hardcore-Fans ihre jeweiligen Universen vor einer solchen Vereinnahmung schützen wollen ist doch überhaupt kein Wunder. Dass sie nach Erfahrungen wie Ghostbusters und Last Jedi mittlerweile auch schon vor Veröffentlichung kritisch sind, sobald eine Hauptdarstellerin unter offensichtlichem Einverständnis von Marvel sich über den Film entlang identitätsfeministischer Tropen äußert, finde ich nachvollziehbar (die üblichen grotesken Übertreibungen selbstverständlich ausgenommen).

Diese Auseinandersetzung haben ja nicht die Geeks angezettelt, sondern die Leute in Hollywood, die beliebte Franchises für ihre ideologischen Botschaften verwenden wollen.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 13:00
Reply to  Luc

"um identitätsfeministische Botschaften zu verbreiten" – warte, ich suche mir mal schnell eine Tischplatte…

Luc
Luc
11. März, 2019 14:47
Reply to  Wortvogel

Ich hoffe du findest eine, die es mit deinem Dickschädel aufnehmen kann 🙂

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 14:56
Reply to  Luc

Man kann sich seine Leser und seine Kommentatoren leider nicht aussuchen.

Goran
Goran
11. März, 2019 14:58
Reply to  Wortvogel

Blog und Komentarsektion könnten ohne Probleme passwortgeschützt unter Einladung gesetzt werden.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 15:14
Reply to  Goran

Das halte ich für nicht zielführend. In 13 Jahren hat sich über weite Strecken die administrative Konsequenz bewährt.

Luc
Luc
11. März, 2019 15:30
Reply to  Goran

@Goran:

Ja das ginge, aber das will hier eigentlich keiner, am wenigsten Torsten. Aus den gelegentlichen Reibereien hier sind ein paar der brilliantesten Momente dieses Blogs entstanden (Kammermeier, Vorlander, Katusin, …).

Als treuer, meist stiller Leser von mehr oder weniger Beginn an, der sämtliche Layout-Updates mitgemacht hat, lehne ich mich mal etwas aus dem Fenster und diagnostiziere, dass man manche seiner Einlassungen über Kommentatoren, die man sich nicht aussuchen könne, eher im Zusammenhang von Torstens Hang zur Sportrhetorik betrachten muss. 😉

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 15:33
Reply to  Luc

"Sportrhetorik" – das gefällt mir. Du bist rehabilitiert.

Goran
Goran
11. März, 2019 15:46
Reply to  Wortvogel

Ups, das hab ich wohl den Smiley vergessen.

Mir ist die offene Diskussion auch lieber.

invincible warrior
invincible warrior
13. März, 2019 06:00
Reply to  Luc

Ja, ich gebe dir Recht, die amerikanisch linksliberalen Kräfte in Hollywood haben diesen "Krieg" begonnen, aber die Geeks haben zeigen ihre Nibelungentreue zu der alten Struktur indem sie eben zurückschießen, anstatt das einzig richtige zu machen und das ganze zu deeskalieren. So haben wir aber eine Situation wie im 1. Weltkrieg – alle Seiten sind scheiße und wollen nur ihre Agenda verteidigen und keine Seite will nachgeben. Hoffen wir, dass sich das alles irgendwie selbst klärt, ich habe jedenfalls keine Ahnung wie sich das klären soll, vielleicht wenn ne neue Sau durchs Dorf getrieben werden kann.

Kathleen Kennedy hat sicherlich die Entscheidung, Rey zur Mary Sue zu machen, mitgetragen und auch ihr "The force is female" Aktion war sicherlich nicht die klügste Aktion (in der Durchsetzung). Aber imo ist Kennedy zu unrecht als eine der Grundübel ausgemacht worden. Da hat doch Paul Feig und Ghostbusters 2016 eine weitaus schlimmere Vorlage geliefert.
Bei Star Wars war ja zB Rose Tico von den Geeks erwählt, den JarJar der neuen Trilogie zu sein. Dabei war Rose imo eigentlich nicht so schlecht in Episode 8, allerdings waren die Sequenzen mit ihr (viel zu lange Canto Bight, die Vermasselung der Opferszene) die schwächsten im Film. Da fand ich die Kritik an Holdo weit mehr berechtigt, das hätte man auch sehr gut mit Leia und Ackbar umsetzen können.

Luc
Luc
13. März, 2019 09:01

Ja, Rose Tico hat sicher die undankbarsten Szenen im ganzen Film abbekommen, aber ein Symbol für den Culture War ist sie auch in meinen Augen nicht.

Inwieweit Kennedy verantwortlich ist für den Schlamassel namens Last Jedi, wer weiß. Sie ist natürlich letztverantwortlich, und steht vor allem deshalb (und wegen ihrer Aussagen und Aktionen wie "the force is female") im Zentrum der Ablehnung. Aber wie stark sie auf die Entstehungsprozesse des Films tatsächlich Einfluss genommen hat kann jedenfalls ich nicht beurteilen. Mein Eindruck aus dem, was ich seit 2017 darüber gelesen habe, ist eher ein aktives Mitmischen und Bestimmen, als ein Mittragen, aber wer weiß.

Zum "Krieg" muss ich gestehen, dass ich die Schuld recht einseitig verteile. Denn die Erzählung der Progressiven in Hollywood ist ja nicht einfach, dass man mehr starke Frauenrollen unterstützen will. Sondern dass weiße Männer ein Problem sind, und zwar alle, als Gruppe, die Privilegien besitzen, die sie aus Eigennutz oder schierer Bösartigkeit einfach nicht abgeben wollen, und dass man sich deshalb in einem heroischen Kampf gegen das Patriarchat et al. befindet, um u.a. die starken Rollen für Frauen gegen alle Widerstände durchzusetzen (ich übertreibe nur leicht).

Wenn man jetzt ein weißer Geek-Mann ist, dessen Biographie im Zweifel von solchen Privilegien keine Spur enthält, und für den sein jeweiliges Comic/Film/etc-Universum ein Teil seines Lebens ist, dann finde ich es zunächst irgendwie nachvollziehbar, dass man sich nicht von hochbezahlten, tatsächlich privilegierten Hollywood-Menschen zum Problem stilisieren lassen will, nachdem man jahrzehnte lang der Letzte war, der mit starken Frauen in seinem Universum irgendein Problem hatte.

Das ist natürlich nur der Ausgangspunkt. Aus den Reihen der Geeks ist seit Beginn dieser Auseinandersetzung reichlich übles Zeug gekommen. Das ist auch nicht zu entschuldigen! Aber es ist mE zu erklären: wie man in den Geek-Wald hineinruft, so schallt es heraus.

Wortvogel
Wortvogel
13. März, 2019 11:01

" die amerikanisch linksliberalen Kräfte in Hollywood haben diesen „Krieg“ begonnen, " –
ich sage das einem altgedienten Kommentator nur ungern und verpacke es deshalb in ein Zitat aus "Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon": Du hast wohl einen Schuss durch die Socke, wa?

Oibert
Oibert
11. März, 2019 11:47

Also erstmal stimme ich dem Wortvogel absolut zu seiner Kritik zu. Ich war gestern in dem Film und wurde blendend unterhalten.
Neben mir saß ein Mädel – ich tippe auf auf späters Teenageralter – die den Film die ganze Zeit abgefeiert hat und dann am Ende zu mir noch gemeint hat – This was so awesome (war in der OV).
Und das hat mich ziemlich gefreut, dass eben auch solche Leute jetzt das MCU abfeiern können und sich da repräsentiert sehen.

Aber war natürlich auch klar, dass unter so einem Review sofort die ersten MRAs auftauchen werden, die den Film ungesehn kacke finden werden, mit zum Teil hahnebüchenen Begründungen.
Normalerweise kommt dann – wenn man die Diskussion etwas im Netz verfolgt – sofort, das Alita – Battle Angel doch der viel bessere Film sei und man bitte den sehen sollte und nicht den doofen Captain Marvel.
Wundert einen wenn man sich etwas mit 4chan und Konsorten beschäftigt hat nicht wirklich, da die ganzen Anti-Feministen und Incels da meistens einen ausgeprägten Animeefetisch haben…

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 11:57
Reply to  Oibert

Bei Alita kommt ja noch hinzu, dass die äußerlich Mädchenklischees bedient und eben auch nur ein Mädchen darstellt. Da muss man sich nicht gleich so bedroht von fühlen.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:15
Reply to  Wortvogel

Und bei Mad Max Fury Road, Kill Bill, Buffy, Jean Grey, Maleficent, Lara Croft, Resident Evil oder Underworld? Zu sexy und somit Matrubations-Vorlage? Und Sarah Connor und Ripley?
Du bedienst momentan den linken Mainstream, der abweichende Meinungen direkt mit "Troll", "Nazi", "Incel" etc pp abwertet und alle Klischees zusammenpackt. Sprüche wie "Bedrohung der fragilen Männlichkeit" sind schlicht sexistische Kacke.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 12:47
Reply to  Thomas Liesner

"Du bedienst momentan den linken Mainstream" – Alter, du hast massiv einen an der Waffel. Und ja, das soll eine persönliche Beleidigung sein. Extra für dich.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:53
Reply to  Wortvogel

Eine Antwort auf den ersten Absatz hätte mich mehr interessiert, deine Meinung über mich kenne ich schon seit einigen Kommentaren, zu subtil bist du nicht, keine Sorge.

Markus
11. März, 2019 14:07
Reply to  Wortvogel

@Torsten: Kaboom. Danke im Namen aller Nicht-Trolle. 🙂

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:06
Reply to  Oibert

MRAs … ungesehn kacke … hahnebüchenen Begründungen … Anti-Feministen … Incels … ausgeprägten Animeefetisch

Ja, gegen den aktuellen intersektionellen Feminismus habe ich viel, ich bin für Gleichberechtigung und somit logischerweise gegen Gleichstellung, Animes mag ich durchaus, auch wenn der Anteil davon in meinem Filmregal bei unter einem Prozent liegen dürfte. Alita wird genannt, weil es noch im Kino läuft, von der Kritik massiv runtergeschrieben wurde, von Zuschauern extrem gut bewertet wird und er auch eine sehr starke Frauenfigur enthält, "Drachen zähmen leicht gemacht 3" wäre thematisch keine wirkliche Alternative zu CM. Und ein Werturteil zu CM habe ich noch nicht, ich erwarte auch nicht, ihn "kacke" zu finden, sondern eher "meh" aufgrund von Urteilen von Leuten, deren Geschmack ich besser als den eines "Oibert" einschätzen kann.

Oibert
Oibert
11. März, 2019 12:12
Reply to  Thomas Liesner

Das war jetzt nicht speziell auf die bezogen, sondern allgemein auf die Kommentarspalten unter Artikeln zu dem Film.
Aber getroffene Hunde bellen…

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:20
Reply to  Oibert

Steh bitte wenigstens zu deinen Schmähungen: "Aber war natürlich auch klar, dass unter so einem Review sofort die ersten MRA…". Da es hier exakt mich und inzwischen Luc gibt, die sich zu der der einseitig dargestellten Debatte um CM äußern, kannst du dich nur auf mich oder uns bezogen haben und das war schlicht plump und "unerwarteterweise" argumentationsfrei.

Luc
Luc
11. März, 2019 12:11
Reply to  Oibert

@Oibert:

Dafür, dass du dich anscheinend für einen rationalen und empathischen Menschen hältst, ist dein Statement hier eine ziemliche Aneinanderreihung von dämlichen Schmähungen. Es kannn doch nicht ernsthaft jemand glauben, erst mit Captain Marvel könnten Teenagermädels Gefallen am MCU haben. War das dein erster MCU-Kinobesuch?!

Oibert
Oibert
11. März, 2019 19:08
Reply to  Luc

Nein, natürlich glaube ich nicht, dass es nicht vorher auch Mädels gab, denen das MCU gefallen hat, aber es ist halt einfach etwas anderes, sich dort auch repräsentiert zu sehen.
Und ich war tatsächlich in allen Marvel Filmen im Kino, nicht nur MCU. Und das war halt schon immer ein ziemliches Sausage Fest…

comicfreak
comicfreak
11. März, 2019 12:29

..okay, jetzt muss ich ein Kino in der Nähe finden, wo der im Original läuft..

Ich finde es faszinierend, dass von einigen Kommentatoren völlig ignoriert wird, dass du WonderWoman begeistert gefeiert hast. Weil dui hier sagst, dass CM ein bisschen feministischer ist, wird gleich aufgeheult dass du WonderWoman schlecht machen würdest 😀

Luc
Luc
11. März, 2019 12:35
Reply to  comicfreak

@comicfreak

Bei sowas bin ich wirklich immer ratlos. Man kann ja einiges sagen und gern auch kritisieren an der hier laufenden Debatte, aber wirklich niemand hat gesagt oder gar "aufgeheult", Torsten würde Wonder Woman schlecht machen. Er selbst hat gesagt, sie reihe sich brav hinter Superman und Batman ein und sei u.a. deshalb keine starke Frauenfigur im engeren Sinne, und ich habe präzise diesem einen Punkt widersprochen. Wie man das falsch verstehen kann ist mir ein vollständiges Rätsel.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:40
Reply to  comicfreak

"Wonder Woman hat sich brav hinter Batman und Superman aufgestellt, Röckchen getragen und sich in den Boyfriend verknallt."

Findest du diese Darstellung korrekt? In BvS war sie das einsame Highlight und hat sich hinter niemandem aufgestellt. "Wonder Woman" hat ein missglücktes Finale, aber weder wird da der "male gaze" relevant bedient, noch halte ich es für negativ, wenn der weibliche oder männliche Star eines Filmes eine heterosexuelle Romanze hat. Störte mich nicht in Iron Man oder Captain America oder Hulk oder Thor oder bei den Guardians oder bei Dr. Strange oder Deadpool oder diversen Batman-Verfilmungen oder Lara Croft oder oder oder… – wenn ein Film ohne Romanze auskommt, ist das genauso ok, aber einen Fortschritt an sich kann ich daran nicht erkennen.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 12:44
Reply to  Thomas Liesner

Du verstehst nix, aber das gut. Komm wieder, wenn du CM gesehen hast.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:51
Reply to  Wortvogel

Was hatte dieser Punkt mit CM zu tun? "BvS" und "Wonder Woman" habe ich (mehrfach) gesehen. Ebenso alle Filme der Aufzählung bzgl. Romanze. Wird eine Figur in deinen Augen schwach, wenn sie Gefühle für andere zeigt? Kommst du bei Gelegenheit auch mal wieder ohne persönliche argumentations-befreite Angriffe ("Du verstehst nix") gegen mich aus?

jimmy1138
jimmy1138
11. März, 2019 12:31

"Thor" ist mMn kein Origin Film, denn er erzählt nicht, wie Thor zu Thor wird – am Anfang des Films hat Thor im Prinzip dieselben Kräfte wie am Ende. Was so z.B. wohl auch auf Black Panther zutrifft.
Echte Origin Filme sind in meinen Augen dagegen: Iron Man, Captain America, Ant-Man, Doctor Strange, Spiderman-Homecoming, Captain Marvel.
Das Problem, das die Origin Filme immer hatten, war für mich, daß nach der ersten Hälfte, wo der Held zu seinen Kräften kommt und in die Rolle wächst, dann nicht mehr genügend Zeit ist für einen vernünftigen Plot, wo sich der Held dem Bösewicht stellt.
Krassestes Beispiel ist da wohl Captain America, wo nach der großartigen ersten Hälfte Red Skull und HYDRA (wie im MCU generell) kriminell verschenkt sind.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 12:44
Reply to  jimmy1138

Den Begriff "origin story" kann man so und so definieren – im Fall von Thor wird aus dem arroganten Schlagetot der empathische Krieger, der als Teil zu den Avengers passt.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 12:45
Reply to  jimmy1138

Bei Thor hast du an sich recht, wobei es aber zumindest der Origin des "Superhelden Thor" ist ausgehend von einem arroganten "Gott". "Spiderman-Homecoming" ist dann aber genausowenig eine Origin-Geschichte, er hat seine Kräfte, Ben ist vermutlich (!) auch wie bekannt gestorben und sein Anzug ist zwar nicht sehr schick, aber schon mit Netzdüsen und allen bekannten Merkmalen versehen. Auch hier geht es eher um die Verfeinerung seiner Figur, aber nicht um die Entstehung.

Markus
11. März, 2019 14:08
Reply to  Thomas Liesner

@Thomas: Du nervst.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 14:39
Reply to  Markus

Unter diversen anderen Beiträgen hätte ich das verständlicher gefunden, was störte dich an dieser Antwort? Und Troll ist bei dir jemand mit anderer Meinung, der auf Einwände eingeht und versucht ad hominem Attacken zu vermeiden?

Markus
11. März, 2019 15:01
Reply to  Thomas Liesner

Ein Troll ist jemand, der sich episch, selbstverliebt und in mehreren Threads zu einem Thema auslässt, zu dem er mangels Vorkenntnissen eigentlich nichts zu schreiben hat. Und das "du nervst" bezog sich nicht auf einen deiner Kommentare, sondern auf deren Summe. Aus genannten Gründen. Aber das war’s dann auch an Fütterungszeit, sorry.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 15:18
Reply to  Markus

Ich habe so knapp wie möglich formuliert, halte mich zumindest nicht annähernd für so wichtig wie du dich, und die meisten Kommentare bezogen sich nicht auf den Inhalt von CM, sondern auf den Umkreis, bei dem ich genug Kenntnisse habe. In praktisch allen Threads habe ich dem Hausherrn das letzte Wort gelassen. Troll/Fütterungszeit – ich neige nicht zu solchen entmenschlichenden Kommentaren, aber jeder wie er mag.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 15:25
Reply to  Thomas Liesner

Für jemanden, der schon mehrfach zu kommentieren aufgehört hat und anderen "das letzte Wort" lässt, bist du auffällig lästig.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
11. März, 2019 16:08
Reply to  Wortvogel

Dann belästige ich dich und Markus nicht mehr, ausser du reagierst noch auf irgendwelche Rückfragen im Thread, mir geht es um inhaltliche Diskussionen und nicht um Rechthaberei oder Zank. Werde ich wieder zum stillen Leser, der ich die letzten Jahre auch meistens war.

Wortvogel
Wortvogel
11. März, 2019 16:10
Reply to  Thomas Liesner

Du bist IMMER NOCH hier?!

DJ Doena
DJ Doena
11. März, 2019 18:45

Ich hatte auch viel von den Kontroversen um den Film mitbekommen, weil ich sehr viel Youtube in Bezug auf Serien und Filme gucke.

Unabhängig davon waren wir gleich Donnerstag Abend im Kino (2D, Synchro).

Von Captain Marvel weiß ich nur, dass es eine im Marvel und einen im DC-Universum gab (aka Shazam), weil ich das von der 2013er TBS-Doku Superheroes: A Never-ending Battle gelernt habe.

Den Film selbst fand ich ok, aber nicht weltbewegend. Direkt beim Gucken aufgefallen waren mir drei Dinge.

Spoiler
1) Kampfszene auf dem Zug. Dieser hatte am Anfang eine Oberleitung und einen Stormabnehmer, dem einer der Skrull zu nahe kam. Als es aber plötzlich in den Tunnel ging, war kaum eine handbreit Platz über dem Zug.
2) Worüber ich mehrfach nachgedacht habe, war diese ganze Überlichtantriebsgeschichte. Keine Ahnung, ob das unterschiedliche Antriebskonzepte sein sollten, aber die Kree-Schiffe fliegen doch jetzt schon offensichtlich mit einem Antrieb, der zwei Punkte im dreidimensionalen Raum so verbindet, dass die Reisezeit weniger als Lichtgeschwindigkeit*Strecke im 3D-Raum ist. Was war jetzt das besondere an diesem Antrieb? Das kam für mich nicht aus dem Film hervor, aber vielleicht hab ich es auch verpasst.
3) Ich fand die Begründung, für die Skrull eine neue Heimat zu suchen, sehr schwach dafür, dass sie in keine der bisherigen Erdinvasionen aufgetaucht ist.

Eine Frage, die mir nicht selbst aufgefallen war, sondern die ich in einem Review laß, die aber nichtsdestotrotz berechtigt ist, ist die danach, was Annette Benning eigentlich auf der Erde gemacht hat. Sie als Kree hat sich einer Erdarmee angeschlossen (anscheinend hat sich sich gut durch jede Blutprobe gemogelt) um was genau zu erreichen, was sie auf ihrem unsichtbaren Superlabor im Erdorbit nicht erreichen konnte?

Und dann gabs da noch eine gewisse Namensverwirrung für mich. Soweit ich das mitbekommen habe (weil, auf sowas wartet man ja) wurde Danvers im ganzen Film nicht einmal "Captain Marvel" genannt, als Testpilotin wurde sie meiner Erinnerung nach (die täuschen kann) mehrfach "Ace" gerufen, wobei das eigentlich Fliegern vorbehalten ist, die eine gewisse Anzahl von Abschüssen nachweisen können. Aber warum war ihr Callsign

Spoiler
- und Inspiration für Furys Teamnamen – dann eigentlich "Avenger", wenn sie doch gar keine Kampfpilotin war?

Oibert
Oibert
11. März, 2019 19:11
Reply to  DJ Doena

Zum ersten Spoiler:

Spoiler
ja das mit dem Lightspeed hat mich auch gestört, das war auf Englisch auch nicht besser, Sinn gemacht hat das auf jeden Fall nicht

Marcus
Marcus
11. März, 2019 19:42
Reply to  DJ Doena

Spoiler

Zu 1) Gute Frage. 🙂

Zu 2.) Nicht drüber nachdenken. Wie schnell die normalen Antriebe auf den Schiffen der Kree, der Guardians etc sind bzw wie weit voneinander alle bisher gesehenen Planeten entfernt sind, wurde ja nie thematisiert. Der "neue" Antrieb von Mar-Vell ist der einzige, mit dem man völlig neue Territorien erschließen kann, das ist der wichtige Punkt.

Zu 3.) Das liegt daran, dass die Skrull in den bisherigen Filmen nie auf der Erde gewesen sind. Die Aliens in Avengers 1 waren die Chitauri, aka die Fußtruppen von Thanos.

DJ Doena
DJ Doena
11. März, 2019 19:55
Reply to  Marcus

@Marcus: Die Antwort zu 3) versteh ich nicht.

Spoiler
Fury hat Marvel im Einsatz gesehen und wie sie alleine eine ganze Alienflotte davon gejagt hat, wie es der Doktor nicht besser hätte machen können. Beim Avengers-Film verlässt sich dann Fury aber auf ein "unkontrollierbares Rage-Monster", einen Mann mit Aluhut, einen genetisch aufgepumpten Supersoldaten, der gerade 70 Jahre Eis-Koma hinter sich hat und einen Wikinger-Gott von dem im Film selbst gesagt wurde, dass nicht sicher sei, ob er überhaupt auftauchen würde. Warum sollte da Fury nicht die Notrufnummer wählen?

Marcus
Marcus
11. März, 2019 20:44
Reply to  DJ Doena

Spoiler

Weil er a) "seinen" Avengers, die er extra für diesen Fall rekrutiert hat, vertraut, und b) zwischen der Erkenntnis, dass Loki eine Alienarmee auf NYC loslassen will und der Öffnung des Wurmlochs vielleicht 24 Stunden liegen und er sich ausrechnen kann, dass Carol, selbst wenn sie sofort kommen kann, nicht rechtzeitig kommen wird.

Marcus
Marcus
11. März, 2019 20:45
Reply to  DJ Doena

Spoiler

Missverständnis – ich hatte dein "sie" auf die Erklärung bezogen und nicht auf Carol selber.

invincible warrior
invincible warrior
13. März, 2019 05:29
Reply to  DJ Doena

Spoiler
1)comment image Also die Ubahn fährt anscheinend in LA wirklich in den Tunnel, für den Film wurde die Szene da aber natürlich bearbeitet, da die ansonsten wohl elektrifiziert worden wären, da die Leitung ja runtergeht. Ansonsten hatten die wohl aber genug Platz dort zu kämpfen (https://www.youtube.com/watch?v=2w8qI45xTKU) Für mich akzeptabler Filmfehler.
3)Man sieht ja in der ersten End-Credit Szene, das Marvel auftaucht. Dabei sind die schon alle wieder im Hauptquartier der Avengers in New York und auch Furys Pager wurde entdeckt und schon inspiziert. Selbst wenn die via Thor rübergebeamt worden wären, muss mindestens 1 Tag vergangen sein, aber von den gewechselten Sätzen her würde ich doch eher von ausgehen, dass das schon mehrere Tage nach Avengers 3 ist.

Matts
Matts
13. März, 2019 11:11
Reply to  DJ Doena

[spoiler title="]Zu der Sache mit dem Antrieb: Ich habe das so verstanden, dass die meisten Raumschiffe in diesem Setting nur zwischen gesetzten Sprungpunkten reisen können. Diese Sprungpunkte werden im Film mehrmals erwähnt. Auch in den Guardians-Filmen scheint das so zu funktionieren. Der Clou an dem neuen Überlichtantrieb ist also, dass die Skrulls damit einfach ins Blaue fliegen können. Und deshalb können die Kree sie auch nicht finden

kaio
kaio
11. März, 2019 21:19

Boah, die Einleitung von dir verbietet ja praktisch jede Kritik, weil wer kritisiert ist gleich ein macho Arsch. Erinnert mich unschön an die "Debatten" um das Ghostbusters Remake wo auch nur eine Meinung von oben akzeptiert wurde…

Ich habe ihn mir gestern ziemlich unbefleckt was die Vorgeschichte und die Stimmung im Netz angeht angesehen und war ziemlich enttäuscht. Der Film ist nicht wirklich schlecht (dafür ist Marvel dann doch zu kompetent). aber für mich landet er leider klar im letzten Drittel der MCU Filme.

Dem Film fehlen Schauwerte und Gegner die der Heldin irgend etwas anhaben können. Zum ersten kann ich nur sagen dass die Kräfte von Carol leider einfach visuell sehr langweilig sind. Sie kann aus ihren Händen Licht schießen… und das wars. Sowas konnte Iron Man in leicht abgewandelter Form auch schon, nur gab es da zusätzlich Raketen, er war viel dynamischer am rumfliegen und der Anzug hatte auch sonst das eine oder andere Gimmick zu bieten. Bei CM gibt es sehr handzahme Martial Arts und ab und zu ein paar Lichtblitze aus der Hand. Das als Vergleich oben herangezogene Wonder Woman hatte abseits des überfrachteten CGI Endkampfgewusels ein paar richtig coole Szenen, besonders in der Weltkriegsschlacht in der Mitte. Die Szene in der WW mit erhobenem Schild durch das Maschinengewehrinferno schreitet werde ich in 10 Jahren noch zitieren. Bei CM habe ich bis auf die Gags mit der Katze eigentlich jetzt schon alles vergessen. Da ist nicht ein Bild drin was hängen bleibt in dem Film.

Zum zweiten Punkt, CM fehlt ein würdiger Antagonist. An keiner Stelle im Film hat man das Gefühl sie ist in Gefahr oder muss sich jetzt mal richtig anstrengen um nicht zu sterben. Einmal wird sie betäubt weil sie überrascht wird, ein anderes mal ergibt sie sich um Zivilisten nicht zu gefährden. Sonst verprügelt sie einfach alles und jeden ohne Mühe. Wo soll da Spannung aufkommen?

Dass der Film ein paar Twists hat oder Erzählkonventionen entgegenläuft, naja. Der wichtigste Twist mit den Kree ist leider keiner wenn man Agents of Shield schaut (der Cameo von Coulson war btw die schönste Überraschung), da wurde das schon vor Jahren thematisiert.

Tut mir leid, aber für mich war der Film im MCU der schwächste seit Thor 2 oder so. Mir ist egal was die Hauptdarstellerin in ihrer Freizeit über Politik auf Twitter ablässt, ich hätte einfach gerne eine besseren Film gehabt.

Marcus
Marcus
12. März, 2019 06:56
Reply to  kaio

Deinen ersten Abschnitt zu löschen wäre alles gewesen, was du hättest machen müssen, um hier eine vollkommen legitime Meinung zum Film abzugeben. Eine, die viele hier nicht geteilt hätten, für die du aber keineswegs kritisiert worden wärst – Geschmäcker sind verschieden, es ist gut und richtig, dass jeder gewisse Aspekte für sich selbst anders bewertet oder gewichtet.

Alternativ hättest du Torstens ersten Abschnitt richtig lesen sollen. Er beschreibt sehr genau, welche Art von Kritik am (oder besser gesagt: Reaktion auf den) Film denjenigen, der es äußert, als antifeministische Torfnase disqualifiziert. Deine fällt da eigentlich nicht drunter.

Wortvogel
Wortvogel
12. März, 2019 09:21
Reply to  Marcus

Ganz genau – Kaios Kritik ist für sich genommen völlig in Ordnung, auch wenn ich sie nicht teile. Eine wichtige Voraussetzung: er hat den Film tatsächlich gesehen. Ich kann diverse Punkte nicht ganz nachvollziehen, aber das ist ja okay. Z.B. die Sache mit den Kräften: ich habe mehrfach geschrieben, dass ich es für eines der Probleme des MCU halte, dass die meisten Helden wenig interessante Kräfte haben, sondern nur stark und fast unverwundbar sind, was im Effekt auf austauschbare Keilereien hinausläuft – siehe Cap, Hulk, Thor, Drax etc. Captain Marvel ist mit ihren Iron Man-esken Kräften da nicht besser oder schlechter. Mit den Twists meinte ich auch nicht die Kree, sondern Klischees wie "leg die Waffe weg und wir klären das im Zweikampf". Und schließlich: kein würdiger Antagonist? Siehe beide Ant-Man-Filme, Thor Dark Kingdom, Iron Man 2, etc.

luc
luc
12. März, 2019 09:49
Reply to  Marcus

@Marcus:

"Deinen ersten Abschnitt zu löschen wäre alles gewesen, was du hättest machen müssen … Alternativ hättest du Torstens ersten Abschnitt richtig lesen sollen."

Das ist doch jetzt aber genauso Quatsch. Ich zB habe (offensichtlich ;-)) Torstens Intro eher so verstanden wie kaio. Willst du jetzt letztgültig entscheiden, wer was wie zu verstehen hat und unter welchen Umständen eine Filmkritik als valide anzusehen ist? Torsten hat sich entschieden, zu den politischen Kontroversen Stellung zu nehmen und macht dabei keine Gefangenen. Selbstverständlich kann man zu diesem Teil seiner Filmkritik genauso anderer Meinung sein wie zum inhaltlichen Teil, ohne dass das die Filmkritk auch nur irgendwie entwertet (wenn man den Film wie kaio denn gesehen hat). Ich denke es täte der Diskussionskultur wirklich gut, das anzuerkennen und auch dort zu sagen, man einigt sich notfalls, sich nicht einig zu sein, und Ende, anstatt plötzlich mit "deine Meinung ist objektiv falsch du hast bloß nicht richtig gelesen!1" zu kommen. Aber das ist natürlich auch wieder bloß meine Meinung 😀

Wortvogel
Wortvogel
12. März, 2019 10:31
Reply to  luc

Ich habe im ersten Absatz Kritik an einer klar definierten Sorte Fanboys geübt – ob du dich denen zurechnest oder nicht, ist a) deine Entscheidung und b) abhängig davon, was du hier postest. Ich habe niemandem abgesprochen, den Film scheiße zu finden, vielleicht sogar aus genderpolitischen Gründen (auch wenn ich das nach wie vor nicht nachvollziehen kann) – aber wer gegen den Film wettert, ohne ihn gesehen zu haben und dann auch noch versucht, durch die Manipulation von News und Ratings einen Flop herbei zu beschwören, der verdient nur Häme.

luc
luc
12. März, 2019 10:59
Reply to  Wortvogel

Volle Zustimmnug zu deinem letzten Punkt. Ich fand es nur nicht richtig, dass Marcus die Legitimität von kaios inhaltlicher Filmkritik mit seiner Stellungnahme zu deiner Einleitung verknüpft ("lösch deinen ersten Abschnitt, um eine vollkommen legitime Filmkritik abzugeben"). Ich will das jetzt aber auch nicht zu hoch hängen! 🙂

Mencken
Mencken
12. März, 2019 13:00
Reply to  kaio

Ich komme da grundsätzlich zu einer ähnlichen Bewertung, bin allerdings generell nicht sonderlich an Superheldenfilmen interessiert, was eine Rolle gespielt haben mag (ich glaube, der zuletzt im Kino gesehen Film war Thor, den ich ziemlich mies fand). Als Spektakel hat der Film wenig zu bieten, wobei die genannten Kräfte und die offensichtliche Überlegenheit der HKauptfigur / Abwesenheit eines ernstzunehmenden Gegners da sicherlich eine gewichtige Rolle gespielt haben. Die Martial-Arts-Szenen fand ich sogar ganz ok, dafür fand ich den Charakter selbst mit seiner sarkastisch-überheblichen Art eher anstrengend. Mag aber auch sein, dass das der Vorlage entspricht. Die Handlung empfand ich hingegen als typisch und arg vorhersehbar, wobei dies vermutlich bei allen Marvelfilmen gelten kann. Wenn der Film wirklich als "erfrischend" im Vergleich zum Rest gelten kann, dann wirft dies zumindest kein gutes Licht auf das gesamte Filmuniversum.
Von den Kontroversen hatte ich vorab nichts mitbekommen, Raum dafür gibt der Film meines Erachtens auch nicht wirklich her, letztendlich ist es einfach "nur" eine weitere Comicverfilmung.

invincible warrior
invincible warrior
12. März, 2019 09:45

Mit der Geekheulerei muss ich dir echt recht geben. Dank Discovery bin ich irgendwie in die Filterblase dieser Trolle geraten, einige machen es sehr offensichtlich (Doomcock, Mecha (eine Frau btw) und Nerdrotic), andere sind dagegen nicht so offensichtliche Hater wie MidnightEdge (imo gefährlicher). Die hatten Discovery schon abgesetzt bevor es anlief, gerne mit Beweisen, doch – oh Wunder – die Serie wurde verlaengert. Es wird auch viel an der Serie rumgemeckert, was immerhin teilweise gerechtfertigt ist (Michelle Yeoh beschwört ihren inneren Nicholas Cage, Burnham ist immer noch zu präsent).
Jedenfalls fings dann vor paar Wochen mit dem Kaputtreden von Captain Marvel an, wo die wirklich keine Chance ausgelassen haben, den Film schlecht zu reden. Zum Beispiel war da die Situation mit den "Will ich sehen" Rating auf Rottentomatos, was die erst zum Anlass nahmen sich bestätigt zu sehen, dass niemand an dem Film interessiert ist, da er ja eh nur ein Propagandafilm wäre. Die hatten so getan als wäre es ein Rating und deswegen hatte dann eben Rottentomatos reagiert und das deaktiviert. DAS hatten die dann wiederum groß aufgebauscht als ob sie komplett unschuldig an der Reaktion gewesen wären. Und ich will gar nicht über die Einnahmevoraussagen reden, wo die wirklich alles überanalysiert hatten. Und jetzt geben einige eben immer noch nicht auf, warten auf den großen Einnahmeeinfall.

Ich kann ja verstehen, dass man über einige Hollywoodentscheidungen unglücklich ist. Bin ich auch, ich finde auch einige zum kotzen. Aber die Hater wollen halt immer ihr Recht haben und bekommen, es gibt kein zurück. Besonders schlimm finde ich das persönlich ja bei den Leuten, die sich Fans von Star Trek nennen. Denn deren Einstellung ist gegen alles, was Star Trek ausmacht.

Wortvogel
Wortvogel
12. März, 2019 10:21

Ich glaube mittlerweile, dass das auch System hat, weil die Empörung Klicks bringt.

luc
luc
12. März, 2019 11:04

Das hat sicher teilweise System, weil es sich lohnt, das denke ich auch. Schon allein wie hart manche Titel Geclickbaite sind spricht ja Bände.

Dass Discovery verlängert wurde ist allerdings kein Argument in meinen Augen, denn mittlerweile ist ja bekannt, dass Netflix für Staffel 1 derart viel bezahlt hat, dass CBS kein eigenes Risiko mehr hatte.

AlphaOrange
AlphaOrange
12. März, 2019 15:32
Reply to  luc

Discovery wurde mittlerweile aber für S3 verlängert und die Leute, die über die vergangenen Wochen beharrlich berichteten, dass die Serie insgeheim bereits abgesetzt sei, sind dieselben, die auch die Monate vorher beharrlich berichteten, dass Netflix seine Zuschüsse drastisch gekürzt hätte und die Serie nicht mehr rentabel sei. Raum für Ausreden bleibt da so viel jetzt nicht mehr.
Ich hab wahrlich so meine Problem mit Discovery und mich zu so einigen Gelegenheiten ordentlich ausgelassen, aber was da von einigen Seiten an negativ aufgeladenem Schein-Enthüllungsjournalismus betrieben wird ist reinste Trollerei und ist insbesondere an inhaltlicher Auseinandersetzung auch gar nicht mehr interessiert. Da geht es nicht mehr um die Diskussion, warum etwas schlecht ist, sondern nur um das Herbeireden des Scheiterns und den hämischen Triumph, wenn man irgendwann Recht behält.

Luc
Luc
12. März, 2019 20:06
Reply to  AlphaOrange

Dass einige keine inhaltliche Auseinandersetzung mehr führen, würde ich voll unterschreiben. Teilweise, siehe oben, sicher auch schlicht, weil das Drama-Geclickbaite funktioniert. Ist auf youtube letztlich nicht anders als bei Buzzfeed..

invincible warrior
invincible warrior
13. März, 2019 04:53
Reply to  Luc

Ja, das clickbaiting ist mir bewusst, habe das auch freundlich angeprangert (nicht das die mit ihren Heugabeln zu mir kommen). Aber wie ich sagte, mache ich mir auch sorgen, dass da einige der Hater das sehr gut verstecken unter ihrem seriösen Anschein. MidnightEdge macht im Grunde nix anderes als die anderen, aber er wirkt viel seriöser, da er eben mit angeblichen Beweisen und geheimen Information arbeitet. Dabei ist das im Grunde alles bestenfalls sehr einseitig. Aber das hat anscheinend in den USA ja Methode, wie man z.B. an der Michael Jackson Debatte sieht (die Doku blendet ja auch angeblich alles widersprüchliche aus).
Das war mir bei ihm zum ersten Mal bei seinem Bericht über Discovery sei basierend auf der Paramount-Lizenz, was totaler Humbug ist, wenn man sich mal genauer mit CBS Star Trek Lizenzen beschäftigt, aber in seinem Bericht wirkte das schon schlüssig. Aber irgendwie wollen die halt auf Teufel komm raus das mit Paramounts Lizenz verbinden, da die halt unter Fans (imo zu Recht) einen schlechten Ruf hat. Ich bin aber doch stark überzeugt, dass das alles einfach nur bewusste Designentscheidungen sind, weil die eben im Grunde das gleiche Team wie bei den Paramount Filmen einsetzen, die eben ihre Ästhetik mögen. Ganz offensichtlich wurde es dann eben als es um die Verlängerung um Staffel 2 ging.

Wo sie aber wohl mit Recht haben: Netflix war definitiv angepisst, da die bei Discovery über den Tisch gezogen wurden. Aber das ist auch wenig verwunderlich, wenn der CBS Boss sich öffentlich hämisch darüber äußert (https://variety.com/2016/biz/news/leslie-moonves-star-trek-netflix-nil-1201865908/). Und deswegen werden die Short Treks auch von Netflix mehr als stiefmütterlich behandelt. CBS hat die 100% nur produziert um kurzfristig an Kohle zu kommen, unter anderem um die All Access Kunden zu halten (wäre die Serie unerfolgreich, würde das ja nicht helfen) und das dann an Netflix zu verkaufen. Netflix hat da aber nicht angebissen und wohl am Ende einen Deal ausgehandelt, dass die pro x Zuschauer bezahlen. Das hat CBS natürlich akzeptiert, nichtsahnend, dass Netflix die dann schön unter Trailer versteckt.

Dietmar
12. März, 2019 19:36

Hui! Hier ist ja etwas los! Mann, wie ich bedauere, dass ich nicht mehr selbständig bin und mir meine Zeit einteilen kann! Feste Arbeitszeiten und volle Kanne abliefern – dann ist man abends platt und will noch etwas für seinen ehemaligen Beruf tun.

Also ohne mich auf die Debatte einzulassen: Ich habe nur am Rande mitbekommen, dass der Film ganz schlecht und die Hauptdarstellerin eine extrem unsympathische Schlunze sein soll, was mit entsprechenden Bildern und Clips dokumentiert wurde. Gal Gadot oder Scarlett Johannsson fand ich auf Anhieb sympathisch, Brie Larson nicht. Und nun? Logisch: Warten, bis der Kritiker meines Vertrauens etwas dazu sagt!

Was er nun hier tat und nein: Das bist nicht Du, @Thomas Liesner 😉

Ohne den Wortvogel hätte ich nicht einen einzigen der Superhelden-Filme gesehen. Nicht einen! Iron Man?! Was soll das für ein lächerlicher Quatsch sein?! Guardians of the Galaxy?! Mit sprechendem Waschbären?! Meike und ich waren uns einig: So einen Schwachsinn gucken wir nicht! Und immer schießt der Torsten quer…

Also ist klar: Familie wird eingepackt, der Film wird geguckt.

Zum Feminismus-Gedöns: Ja, diese Form des Feminismus geht auch mir auf den Zwirn. Insbesondere, wenn ein grottiger Film wie der neue "Ghostbusters" ("Ghostbustiers"! Hihihi! Von mir! Bruahaha!) kritisiert wird und diese Kritik dann als Frauenfeindlichkeit diskreditiert wird. Ob Larson Hardcore-Feministin ist oder nicht, ist dem Film egal. Der soll nur gut sein. Ich finde den Batman nach Bale auch hochgradig bescheuert, obwohl Affleck als Batman fantastisch aussieht (der beste Batman-Look von allen, wie ich finde) und nicht weil Affleck ein undifferenziert babbelndes Großmaul ist, wie man an seiner "Debatte" mit Sam Harris und Bill Maher sehen konnte.

Der Schauspieler, männlich wie weiblich, ist nicht die Rolle, und was diese Person sagt und meint, hat nicht mehr Gewicht als das, was irgendein Sänger sagt oder meint.

Sollte Brie Larson als Mensch mir unsympathisch sein, wäre das schade. Aber egal, wenn sie toll spielt und mir der Film gefällt.

So einer bin ich: Popcorn mampfend im Kino abhängen und der Debatte den Stinkefinger zeigen.

Luc
Luc
12. März, 2019 20:01
Reply to  Dietmar

„Ghostbustiers“
Du übler Sexist! Verbrennt ihn! 😀

Dietmar
12. März, 2019 21:20
Reply to  Luc

Danke, danke, danke! *verbeug*

Wortvogel
Wortvogel
12. März, 2019 20:23
Reply to  Dietmar

You da man!

Dietmar
12. März, 2019 21:21
Reply to  Wortvogel

Danke, danke, danke! *verbeug*

Thomas Liesner
Thomas Liesner
12. März, 2019 20:46
Reply to  Dietmar

Ich wünsche dir ganz ehrlich einen angenehmen Kinobesuch – ob er dich wie Torsten ernsthaft begeistert oder nur halbwegs unterhält, mit Familie dürfte es in beiden Fällen keine vertane Zeit sein.

Dietmar
12. März, 2019 21:26
Reply to  Thomas Liesner

Die Übereinstimmungsquote ist erfahrungsgemäß sehr hoch. Aber es gibt Ausreißer. Beispielsweise habe ich "Star Trek Beyond" ausgelassen. Begründung: "Also Torsten schreibt ja, der ist nicht so gut." Family: "Pöh! Wir geh´n trotzdem." Ich saß schmollend zuhause und sie hatten Spaß. Wird mir heute noch vorgehalten.

Ist aber auch das Einzige, was sie mir vorhalten können. Mehr gibt´s da nicht. Nahezu unfehlbar ich. Echt jetzt.

Grundsätzlich gilt aber: Egal was, mit Familie ist immer schön.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
12. März, 2019 21:31
Reply to  Dietmar

Mit Tochter hatte ich auch mit einem der Schlumpf-Filme und Justice Leaque Spass. Demnächst wird Shazam angepeilt, der Trailer macht zumindest Laune. Und in letzter Zeit haben wir Alita, Spiderman A New Universe und die 2018er MCU-Filme genossen, von denen im nachhinein Black Panther der schwächste war…

invincible warrior
invincible warrior
13. März, 2019 05:00
Reply to  Dietmar

Der neue Ghostbuster war bei weitem nicht so schlecht wie er gemacht wurde. Grade der Anfang ist wirklich gut… bis die dann zu Melissa McCarthy kamen. Der Rest ist aber auch immer noch zumindest unterhaltend, solange keine Männer auftauchen (alte Ghostbuster sind ne Schande an vergeudeten Cameos, Hemsworth ist so blöd, da hätte man sich sogar in den 80ern drüber beschwert, wenns ne Frau gewesen wäre)
Aber definitiv Ghostbuster ist ein Beispiel wo die andere Seite, die der angeblich liberalen durchgedreht ist und viel viel falsch gemacht hat, Captain Marvel ist definitiv ne Reaktion darauf und nur der Beweis, dass beide Seiten einfach nur Scheiße sind und die tiefere Gräben haben als in Verdun.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
13. März, 2019 08:37

Den habe ich erstmalig vor ca 2 Wochen im TV gesehen – neben deinen berechtigten Kritikpunkten hatte ich das Problem, dass der Humor bei mir nicht funktionierte, die Action Videospiel-like war, zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkam und die klare Einteilung gut (Frau)/böse oder Idiot (Mann) etwas zu plump daher kam. Aber es war sehr farbig und die Musik ist mir auch nicht negativ aufgefallen und bei mindestens einer Darstellerin weiss ich, dass sie mir in einem anderen Feige-Film als Ersatz-Spionin sogar gut gefallen hat .

heino
heino
13. März, 2019 12:38

ich habe den letztens nochmal im TV gesehen (ich war damals auch dafür im Kino) und finde den leider sehr lahm. Besonders der Humor – den ich sonst bei Paul Feig in der Regel mag – ging hier völlig an mir vorbei. Hemsworth fand ich trotz des peinlichen Klischees noch am besten, McKinnon ging mir auf die Nerven und die Rolle der schwarzen Darstellerin war ein übler Rückfall in rassistische Stereotype, den ich so zuletzt in "Evolution" gesehen habe.

Mencken
Mencken
13. März, 2019 22:14

Doch, der neue Ghostbusters war und bleibt ein miserabler Film. Wird mittlerweile anscheinend auch quer durch alle politischen Lager hindurch so gesehen. Daher bin ich auch nicht sicher, ob man Captain Marvel wirklich als Reaktion betrachten kann. Habe das nicht wirklich verfolgt und jetzt erst in Nachhinein ein paar Kommentare gelesen, aber mir scheint, wenn Verbindungen gezogen werden, dann doch eher zu Star Wars.

Matts
Matts
13. März, 2019 11:06

Oho, Stimmung hier!
Zunächst mal bin ich doch sehr dankbar, dass Torsten hier deutliche Worte findet, was für ein Haufen Bockmist diese "Kontroverse" ist. Die Geek-Community wird scheinbar wirklich immer giftiger…
Es ist ja schon ein bisschen peinlich, dass das MCU 20(!) Filme gebraucht hat, um mit einem Eintrag daher zu kommen, in dem eine weibliche Figur aus dem Canon die Hauptrolle übernehmen darf. Das DCEU hat das nach 2(!) gemacht.
Und es ist ein guter Marvel-Film dabei herausgekommen. Nicht der beste – aber wohl wirklich einer von den besseren Origin-Filmen. Ich finde auch nicht mal, dass er zu lange braucht, um actionmäßig in den Tritt zu kommen. Allgemein war das Pacing für mich sehr gefällig. Und Brie Larson macht ihre Sache deutlich besser, als ich erwartet hatte (ich hab das Gefühl, die haben nur die schlechtesten Szenen mit ihr in die Trailer gepackt). Wirklich weggeblasen hat mich der verjüngte Samuel L. Jackson. Vor allem nachdem er, im Gegensatz zu jüngeren Versionen in anderen Filmen, viel Sreentime hat. Und gut so: Sein Zusammenspiel mit Captain Marvel gehöt ebenfalls zu den Pluspunkten hier.
Ein paar Sachen, die mir nicht gefallen haben: Die finale Klopperei zu dem No-Doubt Song hat mir echt nicht gefallen. Da wurde schlecht versucht den Vibe der Guardians-Filme einzufangen. Und die Geschichte, wie Fury sein Auge verloren hat, fand ich extrem lame.
Also bin ich jetzt gespannt, wie sie "Endgame" aufziehen. Es wäre schon langweilig, wenn Captain Marvel das Kind allein schaukelt. Nach der bisherigen MCU-Qualität kann ich mir also nicht vorstellen, das sie diesen Weg gehen. Vielleicht machen sie es wie mit Vision in "Infinity War", wo er ja gleich am Anfang massiv geschwächt wurde. Aber das wäre wieder auf eine andere Art billig…

Thomas Liesner
Thomas Liesner
13. März, 2019 11:17
Reply to  Matts

Marvel hat relativ wenig halbwegs bekannte und beliebte Superheldinnen, die meisten sind Teamplayer (Susan Storm, diverse X-Women) oder "Derivate" von den Originalen (She-Hulk etc). Allerdings wäre ein Black Widow-Film schon lange fällig und vermutlich auch erfolgreich gewesen, aber da gab es meiner Erinnerung nach auch eine Blockade von dem, der die TV-Seite macht und damals noch mehr Einfluss auf die Filme hatte.

Bei DC ist dagegen die Trinity aus Superman, Batman und Wonder Woman schon seit langem legendär, wobei Supergirl immerhin schon der 3. (?) DC-Film war und vor dem offiziellen DCEU immerhin 7 Batman- und 5 Superman-Film im Kino waren, da war Wonder Woman eine angenehme Abwechslung.

Matts
Matts
13. März, 2019 13:55
Reply to  Thomas Liesner

Ich kenn mich mit den Comics sehr wenig aus, also will ich nicht abstreiten, dass du damit recht haben könntest.
Aber was den Bekannt- und Beliebtheitsgrad angeht: Keine Sau außerhalb der Comic-Community hat sich für Iron Man interessiert, bevor der Film das ganze MCU eröffnet hat. Ich zumindest definitiv nicht.
Nebenbei gefragt: Musst du nicht langsam mal ein bisschen Software entwickeln? ; )

Thomas Liesner
Thomas Liesner
13. März, 2019 14:06
Reply to  Matts

Mit Iron Man hast du recht, der war auch in meinen Augen zweit- bis drittklassig, wobei meine aktive Comic-Zeit auch bald 30 Jahre zurückliegt. Allerdings hatte Marvel ja keinen Zugriff auf Spider-Man, die X-Men, die Fantastic Four und auch etliche Solo-Helden waren geblockt, die Avengers waren daher das nächstbekannte und mit Robert Downey Jr. hat man den Jackpot erwischt.

Aber immerhin hatte Iron Man meines Wissens nach genauso eine Soloserie wie die anderen Phase 1-Helden und war relativ bodenständig, also durchaus eine brauchbare Grundlage.

Wirklich mutig fand ich später die Guardians – von denen hatte ich auch noch nie was gehört, bzgl. Captain Marvel habe ich eigentlich nur mal das Sonderheft über den Krebstod von Mar-Vell gelesen, alles weitere habe ich mir auch erst letztes Jahr grob angelesen, um die Figur einordnen zu können.

Zum Nebenbei: Auf dem Hauptmonitor ist die SAP-VPN-Verbindung zu meinem aktuellen Hauptkunden offen und ich analysiere nach dieser Antwort die Statusgeschichten in der Artikelübersicht weiter – Remote-Arbeit hat ihre Vorteile, auch wenn ich mich hier beiteilige, ist das immer noch ein voller Arbeitstag.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos
13. März, 2019 11:42

Hier geht’s ja ab 😀 Über 100 Kommentare gab es schon lange nicht mehr (auch nicht zu weitaus spannenderen Themen als den x-ten Marvel-Film). Vielen Dank fürs Review, liest sich ja so, als ob der Film ganz brauchbar wäre. Leider läuft der zumeist ja wieder nur in 3D, hoffentlich folgen in den nächsten Wochen noch ein paar 2D-Vorstellungen (zumindest am Nachmittag…).

Gibt es denn – falls möglich ohne Spoiler – eine halbwegs plausible Erklärung, warum Cpt. Marvel dann bis zu (vermutlich) Endgame verschwunden bleibt und niemand sie bis dahin (abseits von Fury) kennt?

Wortvogel
Wortvogel
13. März, 2019 11:46
Reply to  Rudi Ratlos

Es gibt eine vage Andeutung – die hat in anderen Teilen der Galaxis zu tun (was durch den Film durchaus gedeckt wird).

Knulf Spakkenhauth
Knulf Spakkenhauth
13. März, 2019 12:31

Ich habe CM am Starttag gesehen, und weil ich mir nicht gerne was vorwegspoilere, habe ich die komplette Berichterstattung ignoriert – entsprechend im Vorfeld auch absolut nichts von dieser befremdlichen politischen Debatte mitbekommen.

Spoiler
Ich mochte den Film nicht besonders. Im Rahmen des MCU kommt er schlicht zur falschen Zeit – wäre der einer aus Phase 1 gewesen, dann wäre der Rückgriff auf CM in Avengers: Endgame ein großartiger, unerwarteter Payoff. So hingegen wirkt er wie ein reingeklemmter Deus (bzw. Deam) ex Machina, um sich aus einer Drehbuch-Sackgasse zu befreien. Ich guck mir gerne erst mal Endgame an, bevor ich das wirklich bewerte, aber ahne nichts Gutes.
Brie Larson macht auf mich den ganzen Film über den Eindruck, als wüsste sie nicht genau, was sie mit der Rolle anfangen soll. Gelegentlich schimmert mal ein bisschen echte Spielfreude durch, aber meistens eiert sie irgendwie herum. Die Schuld sehe ich beim Drehbuch, das mal eine Fish-out-of-water-Geschichte sein will, dann Sci-Fi-Action, dann einen Gestaltwandler-Paranoia-Plot andeutet, aus dem leider nicht viel wird, und so weiter. Mir war das zu viel. Weil die Hauptfigur für mich nicht funktioniert, funktioniert für mich entsprechend auch die Montage im Finale nicht, in der sie immer wieder aufsteht, ohne dass diese Sequenzen vorher genutzt worden wären, um wirklich etwas über ihren Charakter zu erzählen. Mich hat das völlig kalt gelassen, weil der Film hier behauptet, etwas über das menschliche Wesen an sich zu erzählen, ohne dass diese Botschaft über den Film hinweg von einem menschlichen Wesen (…also Carol halt) getragen worden wäre.
Was der Film gut macht: er erzählt eine verdammt komplexe Geschichte nachvollziehbar in letztendlich sehr kurzer Zeit, er spart sich Szenen, in denen die Kamera Carols Körper entlanggeifert, und er verzichtet auf ein auf deibelkommraus reingequetschtes Love Interest (ich hatte allerdings während des Films gewettet, dass es eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihrer Piloten-Freundin gibt – die Andeutungen sind da, aber das wäre den Disney-Bossen vermutlich zu heikel gewesen).
Unterm Strich bestimmt nicht der schlechteste Marvel-Film (das dürfte immer noch Iron Man 2 sein), aber irgendwie ist – zumindest für mich – die Luft raus. Mit zehn Jahren Routine sind die Dinger mittlerweile perfekt durchgetaktet und derartig ohne Ecken und Kanten, dass ich keine Freude mehr daran habe. In Doctor Strange, Thor 3 und Infinity War hab ich mich ziemlich gelangweilt (Guardians of the Galaxy 2 war hingegen ein völlig unerwarteter Ausreißer nach ganz weit oben). In sechs Wochen gibt’s noch Endgame, und dann (so zumindest mein Plan) werde ich dem MCU den Rücken kehren. War schön, aber man muss auch wissen, wann’s reicht.

Wortvogel
Wortvogel
13. März, 2019 12:51

Ich hatte auch immer drauf gewartet, dass sich die beiden Freundinnen "outen".

OnkelFilmi
OnkelFilmi
14. März, 2019 19:09
Reply to  Wortvogel

Ich empfand das nicht wirklich so. Liebe ja, aber keine romantisch-sexueller, sondern familiärer Natur. Wir sehen in einem Flashback ja bereits Maria und Carol als kleine Mädchen, und Maria unterstreicht später innerhalb eines Dialogs, dass Carols biologische Familie, oder besser gesagt ihr Vater, ihr keine Liebe gab, und sie erst durch Maria und ihre Eltern eine richtige Familie bekam. Weshalb Monicas "Aunt Carol" dann auch eine stärkere Bindung als die einer reinen "Nenn-Tante" impliziert. Für die Kurze ist Carol die Schwester ihrer Mutter.

Spoiler
Ich bin übrigens gespannt, ob Monica nicht vielleicht bereits in ENDGAME wieder auftauchen wird. Ob jetzt bereits als PHOTON (denn der CAPTAIN MARVEL-Titel ist ja erstmal vergeben) oder einfach nur als Monica Rambeau sei mal dahingestellt. So wie es aussieht, bekommen wir durch den Zeitsprung (oder eine Zeitreise?) ja anscheinend sowohl Cassie Lang/STATURE (die Rolle wurde mit einer 18jährigen neu besetzt) und Kate Bishop/HAWKEYE (hier wahrscheinlich zu Clints Tochter geretconned) zu sehen. YOUNG AVENGERS ick hör' Dir Phase 4en…

Thomas Liesner
Thomas Liesner
14. März, 2019 21:08
Reply to  OnkelFilmi

Clints Tochter – die kam aber bislang doch höchstens in der Hüttenszene in Avengers 2 vor, oder? Passt das dann irgendwie altersmäßig? Wobei ich die von dir genannte Comic-Figur nicht wirklich kenne, dürfte eher in den letzten 20 Jahren Marvel-Comics aufgetaucht sein, nehme ich an…

heino
heino
16. März, 2019 18:13

So , eben gesehen und jetzt kann ich auch mitreden. Inhaltlich stimme ich dir voll und ganz zu, der Film ist äußerst solide (und tricktechnisch deutlich besser als der letzte Thor oder Black Panther), hat viel Humor, ohne peinlich zu werden, hat einen guten 90er -Soundtrack (sogar die mir verhassten No Doubt kann ich da mal akzeptieren) und funktioniert an der wichtigsten Stelle, nämlich den Charakteren, hervorragend. Lashana Lynch hat mir noch einen Ticken besser als Brie Lrson gefallen, weil sie aus ihren wenigen Szenen alles herausgeholt hat. Und auch mich hat er sehr an die besseren animierten GL-Filme erinnert, die Ähnlichkeiten zwischen den Figuren sind einfach zu deutlich. Mit den Änderungen gegenüber dem Comic-Kanon kann ich gut leben, nur Jude Law sollte endlich mal selbst eine Rolle als Superheld bekommen, der Mann ist einfach zu gut, um immer nur die zweite Geige zu spielen. Es ist auch richtig erschreckend, wie gut Marvel inzwischen die digitale Verjüngerung der Schauspieler beherrscht. Nur die Begründungen für Furys fehlendes Auge und den Teamnamen der Avengers fand ich etwas zu platt. Insgesamt abgesehen von infinity War für mich der beste MCU-Film seit Doctor Strange, mit dem er auch den ungewöhnlichen Showdon teilt.

Marcus
Marcus
7. April, 2019 10:35
Reply to  heino

"sogar die mir verhassten No Doubt kann ich da mal akzeptieren"

WAAAAAAAAAAAAAAS? 😮 🙁

Pascal
Pascal
17. März, 2019 08:52

So, gestern auch gesehen und für sehr gut befunden. Da passte alles

invincible warrior
invincible warrior
19. März, 2019 04:55

Jetzt versuchen die Trolle auch noch den Erfolg von Captain Marvel dadurch zu rechtfertigen, dass Disney Kinositze aufkauft. Erst dachte ich, dass das komplett schwachsinnig wäre, immerhin verlieren die dadurch massiv Geld. Allerdings muss man dann auch bedenken, dass die morgen, am 20. den Fox Deal abschließen und damit immerhin 40% der Fox-Aktieninhaber pro Fox Aktie 38USD an Disneyaktien geben. Da ist es natürlich wichtig, dass der Kurs möglichst weit oben ist und ein Flop mit Captain Marvel hätte dem bestimmt geschadet.
Aber andererseits ists halt auch lächerlich, da ja wie gesagt, Geld ausgegeben werden muss um das zu machen. Zudem ist ja nach Aussage der Verschwörungstrolle alles weit im Voraus gebucht worden, was imo nicht viel Sinn macht, da man so ja der Laufkundschaft die Karten wegnimmt.

Ansonsten nehmen die Trolle auch die Zweitwochenergebnisse auseinander wie ich sonst noch nie erlebt habe. Alles, damit die sich doch noch irgendwie bestätigt fühlen. Lächerlich und erbärmlich.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
19. März, 2019 10:23

Warum "Trolle"? Ich halte die Kinositz-Aufkauf-Theorie auch für sehr fragwürdig und einige You-Tuber (John talks, StarwarsGirl) haben sich in das Thema extrem verrant, aber den Begriff halte ich trotzdem für übertrieben. Das zweite Wochenende ist insoweit interessant, dass viele Schrottfilme spätestens dann brutal abschmieren, aber Captain Marvel ist bzgl. Besucherrückgang gegenüber dem Startwochenende sogar im eher oberen Marvel-Bereich angesiedelt (im positiven Sinne). Disney hat den Film gepushed wie noch keinen vorher – Startfenster, Rotten Tomatoes, Google-News-Definition für Larson/Captain Marvel – aber spätestens jetzt muss auch jeder Larson-Hasser akzeptieren, dass die breite Masse den Film zumindest als solide einstuft.

Ich werde ihn trotzdem erst von Scheibe nachholen und hoffe erst mal, dass Endgame den alten Helden noch ihren finalen Sieg gönnt. Captain Marvel ist ja offensichtlich mit von der Partie, aber eine zu wichtige Rolle für sie im Endkampf wäre dramaturgisch wirklich schade, dazu ist sie mE einfach zu spät eingeführt worden.

Wortvogel
Wortvogel
19. März, 2019 10:46
Reply to  Thomas Liesner

Es steht dir zu, die Leute nicht für Trolle zu halten – wir tun das.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
19. März, 2019 12:35
Reply to  Wortvogel

Dann haben wir vermutlich eine andere Begriffsdefinition. Aus alten Usenet-Tagen kenne ich den Begriff für Leute, die bewusst für Aufregung sorgen, ohne selber an das zu glauben, womit sie Aufregung erregen. Besagte YouTuber sind vielleicht verbohrt und im Ton teilweise unangemessen, aber mE authentisch. Aber natürlich kannst du das gerne anders sehen.

Was mich aber interessieren würde – kannst du die Sorge verstehen, dass die Einbindung von Captain Marvel für Endgame zu dramaturgischen Problemen führen kann, und ich es lieber hätte, wenn z.B. Nebula eine entscheidende Rolle spielt?

Wortvogel
Wortvogel
19. März, 2019 12:48
Reply to  Thomas Liesner

Nein. Weil Nebula niemals die Kraft sein könnte, die Thanos besiegt. Ich halte es für nur konsequent, wenn man nach dem Scheitern der gesamten MCU-Riege etabliert, dass ein neuer, bis dato unbekannter Held gebraucht wird, um zusammen mit den übrige gebliebenen Recken die Sache rumzureißen – und ich glaube, das hätte niemand in Frage gestellt, wenn es dabei nicht um einen Frau, sondern um einen Mann gegangen wäre.
Was die Troll-Definition angeht: für mich ist jeder ein Troll, der aggressiv Meinungen pusht, die gegen alle Fakten stehen und die mehr einer Agenda als der Realität geschuldet sind. In diesem Fall gilt das besonders, weil hier eine kleine Minderheit nicht nur versucht, die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren – man will Captain Marvel zum Flop zwingen. Das ist nicht aufgegangen – und die Trolle versuche nun Beweise zu finden, dass sie betrogen wurden, dass die Einspielzahlen manipuliert wurden, etc.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
19. März, 2019 12:56
Reply to  Wortvogel

Das Geschlecht ist mE NICHT das Problem, die Liste der von mir geliebten starken Frauenfiguren führe ich nicht noch mal an, aber i agree to disagree.

Wortvogel
Wortvogel
19. März, 2019 13:25
Reply to  Thomas Liesner

Du unterschlägst einen wichtigen Punkt bei deiner Auflistung der starken Frauenfiguren – die Figuren waren nie Aufhänger der Franchise: es hieß "Terminator", nicht "Sarah Connor". "Alien", nicht "Ripley". Die Frauen waren erfolgreich als Protagonistinnen einer Franchise – hier IST die Frau die Franchise. Bei Filmen wie "Lara Croft" war die weibliche Heldin schon etabliert und bei den Fans beliebt, da war der Sprung auch nicht so groß.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
19. März, 2019 13:57
Reply to  Wortvogel

Indiana Jones 1 hiess auch noch "Raiders of the Lost Ark", Rambo 1 hiess "First Blood", nicht jedes Männer-Franchaise hat als Titel den Namen des Hauptdarstellers. Dass die Tribute von Panem eine weibliche Hauptrolle haben, wird nicht gerade geheim gehalten, aber dann sind natürlich auch Resident Evil und Underworld raus. Gilt Maleficent? Jackie Brown? Ist Buffy als TV-Serie per se irrelevant?

Das Argument bei Lara Croft gilt für jeden Superheldenfilm oder Adaption einer bekannten Vorlage. Die Bekanntheit von Cat-Woman oder Supergirl dürfte nicht kleiner gewesen sein, da waren die Filme selber aber misslungen…

Ich lege an Rollen nur einen Massstab an – spricht mich die Figur an oder nicht. Geschlecht und Rasse sind mir dabei egal. Und bei vielen Kritikern von Captain Marvel scheint mir das genauso auszusehen, wenn ich in deren Historie die Urteile über andere Filme sehe,

Wenn jemand einen schlechten Film mit einem weissen Mann in der Hauptrolle zerreisst, ist das ok, bei einer Frau kommen leicht Unterstellungen, bei farbigen Figuren scheint es zumindest in den USA auch kritisch zu sein. Ich finde Blade besser als Black Panther und bei Wonder Woman stört mich eigentlich nur das schwache Finale, zum Captain habe ich noch kein eigenes Urteil.

Wortvogel
Wortvogel
19. März, 2019 14:46
Reply to  Thomas Liesner

" zum Captain habe ich noch kein eigenes Urteil" – wie wäre es dann, wenn du – wie oft vorgeschlagen – die Klappe hältst, bis du ihn gesehen hast? Auch das gehört zu Definition von Troll.

Howie Munson
Howie Munson
20. März, 2019 00:54
Reply to  Wortvogel

hmmmm, ich finde, er ist eher ein flooder oder baiter… *duck*
https://www.ipredator.co/troll/

Thomas Liesner
Thomas Liesner
20. März, 2019 09:55
Reply to  Howie Munson

Falls ich mit "er" gemeint bin – interessante Liste, kannte ich noch nicht, allerdings weiss ich weder, auf welches Lieblingsthema ich jedes Thema zurückbiege, noch welche Aussage ich 1000x wiederhole. Mich stört nur, wenn mir falsche Motive unterstellt werden.

Ismael
Ismael
31. März, 2019 12:48
Reply to  Thomas Liesner

Und haben (hast) Sie (Du) den Film "CM" endlich angeschaut?

Thomas Liesner
Thomas Liesner
31. März, 2019 14:22
Reply to  Ismael

Reicht mir von Silberscheibe, dauert also noch einige Monate.

invincible warrior
invincible warrior
20. März, 2019 08:04
Reply to  Wortvogel

Naja, ich persönlich bin jetzt kein großer Anhänger von Deus Ex Machina Auflösungen. Aber mal schauen wie das aufgelöst wird in Endgame. Irgendwie muss ja Tony zumindest wichtig sein, weil ja Strange sich für ihn geopfert hat.

hilti
hilti
21. März, 2019 23:33

War grade drin und hat mir gefallen. Wie schon vom Vogel erwähnt das Erzähltempo erfreulich unhektisch. Schön, wenn die Helden nicht atemlos die Plotpunkte abhaken müssen. Humor in der richtigen Dosis und nicht gezwungen und hatte seine Momente, die bei mit alten Sack gut funktioniert haben ( "Hach ja, Altavista"). Der jüngere Nick Fury ist sehr gut gelungen, aber der jüngere Coulson sah aber in meinen Augen irgendwie falsch aus.

Meine Befürchtung, dass sie zu stark sei trifft für den Film nicht zu. Wobei der Kampf gegen die Kree am Schluss schon sehr schnell und leicht war und ich bin gespannt wie sie es in Endgame lösen, dass CM nicht zur Deus ex Machina wird.

invincible warrior
invincible warrior
22. März, 2019 04:21
Reply to  hilti

Ja, Jackson war echt gut getroffen. Bin mir da aber auch nicht sicher, ob das nur so überzeugend aussah, weil man durch den dunklen Teint die Effekte nicht so stark sah oder es einfach daran liegt, dass man von Jackson aus diesen Jahren genug Material in HD hat um den Computer zu trainieren. Ich vermute ein Mix aus beidem, aber das verfügbare HD Material hilft sicherlich viel. Das sah man ja imo schon sehr gut bei Ant-Man 2, wo sowohl Michelle Pfeifer als auch Michael Douglas sehr gut rüberkamen, aber da waren es auch meist dunkle Szenen.

Clark Gregg dagegen war nur ein Nebendarsteller in den 90ern und die Filme, die in HD vorliegen sollten sind auch eher mau. Durch das fehlende Referenzmaterial muss das weit schwerer sein und deswegen sieht er auch so künstlich aus. Dachte auch, dass Gregg eigentlich zu alt aussieht für die 90er, aber wie man in der Werbung von 1992 sieht, hat er sich echt nicht mehr groß verändert in all den Jahren: https://www.youtube.com/watch?v=d5CO8VefSNE

KuangGm2
KuangGm2
25. März, 2019 08:45

Ich habe mir den Film nun auch angeschaut.
Diese ganze Gender-War Thematik wirkt auf mich so merkwürdig.
Der Film ist mMn ein gefälliger Marvel Blockbuster der sich qualitativ irgendwo in der oberen Hälfte der Marvel Franchise ansiedelt.
Vers ist sympathisch und ihr Charakter gut definiert.

Die "feministische Agenda" besteht aus zwei, drei Minuten "girl-power" lip service der in den 90ern genauso gut in einem Film mit einer weiblichen Protagonistin hätte auftauchen können wie heute.

Diese eigenradikalisierung die man aktuell dank Youtube und Twitter online beobachten kann ist echt erschreckend.
Den Film nicht zu schauen und dann Stunden damit zu verbringen sich darüber aufzuregen weil Youtuber xy einem sagt dass das alles eine linke Verschwörung ist finde ich richtig traurig.
Das sind doch Leute die sich selbst sicher als skeptisch und rational bezeichnen würden.
Die sich aber ihre Meinung dann aber schön vorgefertigt abholen.

Dietmar
6. April, 2019 21:58

Jou, mal wieder nicht geschafft. Arbeite einfach zu viel.

Dietmar
11. April, 2019 00:36

Unser kleines Kino hat den nicht mehr laufen, also sind wir in die Großstadt gefahren:

Zeit verging wie im Flug. Wir fühlten und prächtig unterhalten.

Vor allem muss gesagt werden: Wir fanden Brie Larson großartig! Die spielt toll und sie kommt sehr sympathisch rüber. Mag ja sein, dass sie als Person nicht so ist, aber im Film ist sie toll. Emotionen schwingen immer mit und schwappen gelegentlich über. Das ist ihr Charakter und kommt perfekt an. Nicht eine Sekunde, in der ich ihr die Gefühle nicht abnahm.

Passt 100 % ins Heldenuniversum und die Vorfreude auf "Endgame" und ihre Rolle darin ist groß.

Nach Sichtung also: "Fuck you, fanboys!" unterschreiben wir.

Thomas Liesner
Thomas Liesner
25. April, 2019 17:49

Zu Captain Marvel und End-Game – sie ist dabei, aber der Focus liegt zum Glück bei den Ur-Avengern, die Endcredit-Szene von Captain Marvel kommt in End-Game selber nicht mal vor, sondern wird dort als bekannt vorausgesetzt.