USA 2019. Regie: Anna Boden und Ryan Fleck. Darsteller: Brie Larson, Samuel L. Jackson, Jude Law, Clark Gregg, Annette Benning, Gemma Chan, Lashana Lynch u.a.

Story: Vers ist eine Kämpferin der Kree, einer galaktischen Supermacht, die seit Jahren im Krieg mit den gestaltwandelnden Skrull liegt. Als die Suche nach einem Überlichtantrieb sie auf die Erde bringt, trifft sie den SHIELD-Agenten Nick Fury – und bekommt Einblick in die eigene Vergangenheit, die sie schon lange vergessen hatte.

Kritik: „Captain Marvel“ ist der Film, an den ich einen guten Teil meiner cineastischen Unschuld verloren habe – und das mit 50. Der Film hat mir die Augen geöffnet und das bewiesen, was ich ein Leben lang bestritten habe: männliche Geeks (vorwiegend in den USA) sind arschlöchrige Weicheier, die plärren und mit Sand schmeißen, wenn man ihnen ihr Schippchen wegnehmen will. Drama wie bei den Mädchen – und eine Menge an Hass, die ich kaum für möglich gehalten hätte. Und das alles nur, weil Marvel nicht nur eine starke neue Superheldin einführt, sondern weil die Darstellerin tatsächlich meint, man hätte das Feld des Blockbusters-Kinos zu lange den Männern überlassen. Und diese SCHLAMPE, dieses MISTSTÜCK, diese BASIC BITCH soll im zweiten Teil des Avengers-Abschlusses womöglich die etablierten Helden aus der Scheiße holen!

OMG! Frevel! Betrug! Verrat! Holt die virtuellen Mistgabeln und Fackeln raus!

Fuck you, fanboys!

Besonders hervorgetan hat sich dabei die Webseite Cosmic Book News, die seit Wochen garantiert, dass „Captain Marvel“ eine schmerzhafte Bauchlandung erwarte für den Versuch, das Superheldenkino zu gendern. Momentan hadert man dort schwer mit der Tatsache, dass der Film mit über 150 Millionen Dollar sehr gut gestartet ist und hofft inständig auf einen Einbruch in Woche 2. Ja, die sind SO scheiße.

Ich habe mich aus diesen Diskussionen rausgehalten, die meisten Artikel dazu nicht mal gelesen, weil ich mir den Film nicht vorab kaputt machen wollte. Aber natürlich steckt das in einem drin, wenn im Saal das Licht ausgeht. Ist „Captain Marvel“ der #metoo-Film des Marvel-Universums, die personifizierte Rache am Superhelden-Patriarchat, Weckruf für den feministischen Blockbuster?

Bull und shit.

„Captain Marvel“ ist schlicht eine solide erzählte, sehr sympathische und in der Figurenführung erfreulich sichere Origin Story irgendwo zwischen „Iron Man“ und „Thor“, der es sehr gut gelingt, dem übervölkerten (aber kürzlich ausgedünnten) Marvel-Universum eine interessante neue Figur hinzu zu fügen. Das macht er ohne massive Überraschungen, aber wie üblich auch ohne nennenswerte Fehler – und mit einer starken wie sympathischen Hauptfigur, die von einer starken und sympathischen Hauptdarstellerin getragen wird.

Der Film, der strukturell wie optisch mit wenigen Änderungen auch ein Green Lantern-Abenteuer sein könnte, nimmt sich die Zeit, seine Heldin vorzustellen und dabei ein paar falsche Fährten auszulegen. Es dauert bis weit in den zweiten Akt, bis wir erkennen, wer Vers WIRKLICH ist – und wie ihre Flashbacks und Fähigkeiten zusammen passen. Der Krieg zwischen den Kree und den Skrull ist ihre Reifeprüfung – und die Reifeprüfung für die Erde, die sich darauf vorbereiten muss, künftig immer wieder mal schwer bewaffneten Besuch aus dem All zu kriegen. Denn das ist sicher einer der clevereren Schachzüge von Marvel: „Captain Marvel“ spielt Mitte der 90er und damit VOR den Abenteuern von Cap, Iron Man und Co. Das gibt unserer Heldin Raum, erlaubt die Interaktion mit einem jüngeren Nick Fury und umschifft die Frage, warum die Avengers oder die X-Men nichts von der Invasion der Skrull mitbekommen. Außerdem sorgt es für Reminiszenzen an die „radical 90s“ in Sachen Mode, Technik und Musik.

In seiner Erzählgeschwindigkeit erinnert „Captain Marvel“ ebenfalls an die 90er, springt nicht von Mega-Action zu Mega-Action, funktioniert nicht als Spektakel-Schaulaufen. Er muss weder die Gag-Dichte von „Guardians of the Galaxy“ noch die Superlative von den „Avengers“ übertreffen. Im Marvel-Kanon ist er damit fast schon erstaunlich oldschool. Gleichzeitig nimmt er sich die Freiheit, verschiedene Plot-Standards zu unterlaufen, erwartbare Konfrontation umzudrehen und zu variieren. Das ist erfrischend.

Und dann ist da Brie Larson. Mir ist egal, ob sie Feministin ist und Thor die Eier abschneiden möchte, um sich selber zur Imperatorin des Marvel-Universums aufzuschwingen. Fakt ist: Sie ist großartig. Ihre latent spöttisch-sarkastische Art ist perfekt geeignet, die Überlegenheit der Kree gegenüber den Menschen zu dokumentieren. Da reicht oft eine hochgezogene Augenbraue, ein kritischer Blick – Menschen sind für sie erschütternd alberne, dem galaktischen Maßstab nicht angemessene Wesen. Und doch ist da in ihr eine Verbindung zu Erde, die sie nicht bestreiten kann. Diese Dualität, aus der ihr innerer Konflikt erwächst und ihre letztliche Autonomie reift, wird von Larson (die mir vor diesem Film weder positiv noch negativ aufgefallen ist) perfekt dargestellt.

Ich gehe einen Schritt weiter: „Captain Marvel“ ist als „starker Frauen-Film“ deutlich besser als „Wonder Woman“. So erfreulich „Wonder Woman“ auch gewesen sein mag und so perfekt Gal Gadot die Hauptrolle gespielt hat – am Ende wurde doch der „male gaze“ bedient und die klassischen Klischees: Wonder Woman trägt Miniröckchen und Bustier, in den Kampfszenen sieht man den halben Hintern und natürlich trägt sie auch mal ein atemberaubendes, rückenfreies Abendkleid – mit den Pfunden von Supermodel Gadot wird ausreichend gewuchert. Und NATÜRLICH hat sie eine Liebesgeschichte mit einem klassisch männlichen Helden, den sie fragt, wie’s denn die sterblichen Männer so mit Sex haben.

Auf all das verzichtet „Captain Marvel“ erfreulicherweise. Diese Heldin braucht weder ein figurbetontes Kostüm noch einen Boyfriend, sie ist nicht niedlich und nicht sexy – und dennoch sehr attraktiv. Damit ist Captain Marvel deutlich näher an Sarah Connor und Ellen Ripley als an der Prinzessin von Themyscira. Was sie erreicht, ist hart erarbeitet – anders als z.B. bei der Protagonistin der neuen Star Wars-Filme, der alles in den Schoß zu fallen scheint. Der ganze Furor der Fanboys ist nicht nur unangebracht, er ist peinlich – diese Superheldin hat sich ihren Platz neben Iron Man, Captain America und den Guardians wirklich verdient. Wer damit ein Problem hat, sollte besser weiter in seinem Jugendzimmer hocken und zu Bildern von Scarlett Johansson masturbieren.

Was bleibt? Ein Film, der im Marvel-Universum ordentlich mitspielt, ohne sich aufzuspielen und bei den Origin Stories der Reihe sogar zu den besseren gehört. Es ist wichtig, dass er weltweit gut abschneidet – um den pubertären Plärrern übers Maul zu fahren und zu beweisen, dass eine Superheldin genau das gleiche Potenzial hat, die Milliardengrenze zu knacken, wie ihre testosterongeschwängerten Kollegen.

Sitzen bleiben: Es gibt zwei Nachspann-Sequenzen – eine mittendrin, die ist wichtig. Und eine hintendran, die ist lustig.

Fazit: Hochwertige Comic-Action, solide Mittelklasse im MCU-Kanon, vor allem aber – Kickass-Einstand für eine neue/alte Heldin des Marvel-Universums.



avatar
24 Comment threads
110 Thread replies
1 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
25 Comment authors
Thomas LiesnerDietmarMarcusIsmaelKuangGm2 Recent comment authors
  Subscribe  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Markus

Yep. Unterschreibe ich alles. Wobei die X-Men von den Skrull nix mitbekommen, weil es sie im MCU (noch) nicht gibt. Und gut, dass du den sexistischen Fanboys eins mitgibst (hab ich ausgelassen): http://www.sitzkartoffel.de/?p=1445

Heino
Heino

Freut mich zu lesen. Und da der Film weltweit schon 455 Millionen USD eingespielt hat, dürfte der Rest nur noch Formsache sein

Thomas Liesner
Thomas Liesner

„Wer damit ein Problem hat, sollte besser weiter in seinem Jugendzimmer hocken und zu Bildern von Scarlett Johansson masturbieren.“

Ich akzeptiere dein Urteil zum Film ohne Probleme, aber was soll sowas? Wenn ich die US-Kritiken – auch die wohlwollenden – lese/anschaue, ist der Film eher unterer Durchschnitt im Vergleich zu seinen Vorgängern, wobei Drehbuch (Mary Sue-Syndrom) und Brie Larson die Hauptkritik abgekommen, während Samuel L. Jackson, der Bösewicht und die Katze anscheinend sehr gemocht werden.

Die Debatte zum Film war extrem von beiden Seiten, Attacken wie da oben kommen aber eigentlich nur in einer Richtung vor. Brie Larson hat genug unpassendes geäußert, Rotten Tomatoes hat sich mehrfach verbogen, um dem Film zu helfen (zuletzt mal eben 54.000 Kritiken gelöscht) und die Marke Marvel ist so stark, dass auch noch schlechtere Kritiken keinen finanziellen Flop bewirkt hätten.

Mich selber stört u.a. das Gender-Bending von Mar-Vell, die lächerliche Art, die zu Nick Furys Einäugigkeit führt und ich habe Sorge, dass eine zu wichtige Rolle von Captain Marvel in Endgame den Schwanengesang der alten Garde ernsthaft entwerten kann, Androhungen eines komplett weiblichen Avengers-Teams durch Larson finde ich auch keine tolle Idee.

Was gerne vergessen wird, wenn Sprüche wie der da oben fallen – Sarah Connor, Ripley, Alita Battle Angel, Buffy, Wonder Woman, die Resident Evil Reihe, die Underworld-Filme und zig weitere starke Frauenfiguren haben unter den Kritikern von Captain Marvel reichlich Fans, wirkliche Kritik haben nur sehr spezielle Projekte in der Art bekommen – der extrem unterwältigende Ghostbuster 2016, The Last Jedi und eben jetzt im Vorfeld Captain Marvel, die Gemeinsamkeit ist die politische Agenda der jeweiligen Macher.

Man kann wie du den Film als komplett unpolitisch bewerten, die Sympathie zur Hauptdarstellerin ist eh subjektiv, aber es gibt laut zahlreichen detaillerten Reviews genug Momente und Motive, welche als feministisch gesehen werden können und vermutlich auch so empfunden werden sollen.

hilti
hilti

Liest sich gut. Bestätigt mein Vorhaben vor Avengers auch Captain Marvel zu schauen. Ich hab nur ein Problem mit dem Film. Soweit ich verstanden hab ist Captain Marvel das Gegenstück zu Superman. Und Superman finde ich, entschuldige bitte Torsten, langweilig, weil er zu mächtig ist. Ist das ein Problem im Film?

hilti
hilti

Ach ja, da wollte ich letztens schon https://reallifecomics.com/comic.php?comic=february-27-2019 verlinken.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Basiert auf der Lüge, dass es jemals möglich gewesen wäre, Reviews vor Release-Date auf Rotten Tomatoes zu veröffentlichen. Die Überschrift „Do you want so see the movie?“ mit den Antworten „Yes“ und „No“ und einem optionalen Kommentar war eigentlich sehr verständlich formuliert. Es war schlicht ein Meinungs-Poll bzgl. des Interesses, das RT-User für Film X haben. Politisch wurde der Poll, als er – reagierend auf Brie Larsons Pressetour – innerhalb von zwei Wochen von 96% auf 26% abstürzte.

Luc
Luc

Der Darstellung der Vorab-Kontroversen rund um den Film kann ich ehrlich gesagt auch nicht zustimmen. Schon der naheliegende Vergleich mit Hit-Girl, Wonder Woman oder Rogue One zeigt doch, dass das „Geweine“ bzgl. Captain Marvel innerhalb der Fanszene nicht daran gelegen haben kann, dass Geekboys einfach nicht mit starken weiblichen Hauptfiguren klarkommen.

Der offensichtliche Grund sind die stark identitäts-feministischen Einlassungen von Brie Larsson im Vorfeld. Die Erfahrungen insb. mit Last Jedi und dem Ghostbustbusters-Remake bzgl. identitäts-feministischer Motive von Filmemachern machen es auch nicht völlig unplausibel zu befürchten, dass auch Captain Marvel eine weitere Mary Sue wird und der Film reihenweise Seitenhiebe auf inhärent böse Männlichkeiten verteilt. Dass Marvel ein besseres Gespür für dieses Thema haben würde als der eigene Mutterkonzern konnte man im Vorfeld jedenfalls nicht ohne Weiteres annehmen.

Innerhalb der durch den Culture War stark polarisierten Gesellschaft der USA ist der Backlash deshalb überhaupt kein Wunder. Übertreiben es einige dabei grotesk, gerade im Internet? Geschenkt. Aber „alle Geekboys sind männliche Heulsusen, die im Keller masturbieren“ ist das genau Gleiche, nur von der anderen Seite.

Oibert
Oibert

Also erstmal stimme ich dem Wortvogel absolut zu seiner Kritik zu. Ich war gestern in dem Film und wurde blendend unterhalten.
Neben mir saß ein Mädel – ich tippe auf auf späters Teenageralter – die den Film die ganze Zeit abgefeiert hat und dann am Ende zu mir noch gemeint hat – This was so awesome (war in der OV).
Und das hat mich ziemlich gefreut, dass eben auch solche Leute jetzt das MCU abfeiern können und sich da repräsentiert sehen.

Aber war natürlich auch klar, dass unter so einem Review sofort die ersten MRAs auftauchen werden, die den Film ungesehn kacke finden werden, mit zum Teil hahnebüchenen Begründungen.
Normalerweise kommt dann – wenn man die Diskussion etwas im Netz verfolgt – sofort, das Alita – Battle Angel doch der viel bessere Film sei und man bitte den sehen sollte und nicht den doofen Captain Marvel.
Wundert einen wenn man sich etwas mit 4chan und Konsorten beschäftigt hat nicht wirklich, da die ganzen Anti-Feministen und Incels da meistens einen ausgeprägten Animeefetisch haben…

Thomas Liesner
Thomas Liesner

MRAs … ungesehn kacke … hahnebüchenen Begründungen … Anti-Feministen … Incels … ausgeprägten Animeefetisch

Ja, gegen den aktuellen intersektionellen Feminismus habe ich viel, ich bin für Gleichberechtigung und somit logischerweise gegen Gleichstellung, Animes mag ich durchaus, auch wenn der Anteil davon in meinem Filmregal bei unter einem Prozent liegen dürfte. Alita wird genannt, weil es noch im Kino läuft, von der Kritik massiv runtergeschrieben wurde, von Zuschauern extrem gut bewertet wird und er auch eine sehr starke Frauenfigur enthält, „Drachen zähmen leicht gemacht 3“ wäre thematisch keine wirkliche Alternative zu CM. Und ein Werturteil zu CM habe ich noch nicht, ich erwarte auch nicht, ihn „kacke“ zu finden, sondern eher „meh“ aufgrund von Urteilen von Leuten, deren Geschmack ich besser als den eines „Oibert“ einschätzen kann.

Oibert
Oibert

Das war jetzt nicht speziell auf die bezogen, sondern allgemein auf die Kommentarspalten unter Artikeln zu dem Film.
Aber getroffene Hunde bellen…

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Steh bitte wenigstens zu deinen Schmähungen: „Aber war natürlich auch klar, dass unter so einem Review sofort die ersten MRA…“. Da es hier exakt mich und inzwischen Luc gibt, die sich zu der der einseitig dargestellten Debatte um CM äußern, kannst du dich nur auf mich oder uns bezogen haben und das war schlicht plump und „unerwarteterweise“ argumentationsfrei.

Luc
Luc

@Oibert:

Dafür, dass du dich anscheinend für einen rationalen und empathischen Menschen hältst, ist dein Statement hier eine ziemliche Aneinanderreihung von dämlichen Schmähungen. Es kannn doch nicht ernsthaft jemand glauben, erst mit Captain Marvel könnten Teenagermädels Gefallen am MCU haben. War das dein erster MCU-Kinobesuch?!

Oibert
Oibert

Nein, natürlich glaube ich nicht, dass es nicht vorher auch Mädels gab, denen das MCU gefallen hat, aber es ist halt einfach etwas anderes, sich dort auch repräsentiert zu sehen.
Und ich war tatsächlich in allen Marvel Filmen im Kino, nicht nur MCU. Und das war halt schon immer ein ziemliches Sausage Fest…

comicfreak
comicfreak

..okay, jetzt muss ich ein Kino in der Nähe finden, wo der im Original läuft..

Ich finde es faszinierend, dass von einigen Kommentatoren völlig ignoriert wird, dass du WonderWoman begeistert gefeiert hast. Weil dui hier sagst, dass CM ein bisschen feministischer ist, wird gleich aufgeheult dass du WonderWoman schlecht machen würdest 😀

Luc
Luc

@comicfreak

Bei sowas bin ich wirklich immer ratlos. Man kann ja einiges sagen und gern auch kritisieren an der hier laufenden Debatte, aber wirklich niemand hat gesagt oder gar „aufgeheult“, Torsten würde Wonder Woman schlecht machen. Er selbst hat gesagt, sie reihe sich brav hinter Superman und Batman ein und sei u.a. deshalb keine starke Frauenfigur im engeren Sinne, und ich habe präzise diesem einen Punkt widersprochen. Wie man das falsch verstehen kann ist mir ein vollständiges Rätsel.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

„Wonder Woman hat sich brav hinter Batman und Superman aufgestellt, Röckchen getragen und sich in den Boyfriend verknallt.“

Findest du diese Darstellung korrekt? In BvS war sie das einsame Highlight und hat sich hinter niemandem aufgestellt. „Wonder Woman“ hat ein missglücktes Finale, aber weder wird da der „male gaze“ relevant bedient, noch halte ich es für negativ, wenn der weibliche oder männliche Star eines Filmes eine heterosexuelle Romanze hat. Störte mich nicht in Iron Man oder Captain America oder Hulk oder Thor oder bei den Guardians oder bei Dr. Strange oder Deadpool oder diversen Batman-Verfilmungen oder Lara Croft oder oder oder… – wenn ein Film ohne Romanze auskommt, ist das genauso ok, aber einen Fortschritt an sich kann ich daran nicht erkennen.

jimmy1138
jimmy1138

„Thor“ ist mMn kein Origin Film, denn er erzählt nicht, wie Thor zu Thor wird – am Anfang des Films hat Thor im Prinzip dieselben Kräfte wie am Ende. Was so z.B. wohl auch auf Black Panther zutrifft.
Echte Origin Filme sind in meinen Augen dagegen: Iron Man, Captain America, Ant-Man, Doctor Strange, Spiderman-Homecoming, Captain Marvel.
Das Problem, das die Origin Filme immer hatten, war für mich, daß nach der ersten Hälfte, wo der Held zu seinen Kräften kommt und in die Rolle wächst, dann nicht mehr genügend Zeit ist für einen vernünftigen Plot, wo sich der Held dem Bösewicht stellt.
Krassestes Beispiel ist da wohl Captain America, wo nach der großartigen ersten Hälfte Red Skull und HYDRA (wie im MCU generell) kriminell verschenkt sind.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Bei Thor hast du an sich recht, wobei es aber zumindest der Origin des „Superhelden Thor“ ist ausgehend von einem arroganten „Gott“. „Spiderman-Homecoming“ ist dann aber genausowenig eine Origin-Geschichte, er hat seine Kräfte, Ben ist vermutlich (!) auch wie bekannt gestorben und sein Anzug ist zwar nicht sehr schick, aber schon mit Netzdüsen und allen bekannten Merkmalen versehen. Auch hier geht es eher um die Verfeinerung seiner Figur, aber nicht um die Entstehung.

Markus

@Thomas: Du nervst.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Unter diversen anderen Beiträgen hätte ich das verständlicher gefunden, was störte dich an dieser Antwort? Und Troll ist bei dir jemand mit anderer Meinung, der auf Einwände eingeht und versucht ad hominem Attacken zu vermeiden?

Markus

Ein Troll ist jemand, der sich episch, selbstverliebt und in mehreren Threads zu einem Thema auslässt, zu dem er mangels Vorkenntnissen eigentlich nichts zu schreiben hat. Und das „du nervst“ bezog sich nicht auf einen deiner Kommentare, sondern auf deren Summe. Aus genannten Gründen. Aber das war’s dann auch an Fütterungszeit, sorry.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Ich habe so knapp wie möglich formuliert, halte mich zumindest nicht annähernd für so wichtig wie du dich, und die meisten Kommentare bezogen sich nicht auf den Inhalt von CM, sondern auf den Umkreis, bei dem ich genug Kenntnisse habe. In praktisch allen Threads habe ich dem Hausherrn das letzte Wort gelassen. Troll/Fütterungszeit – ich neige nicht zu solchen entmenschlichenden Kommentaren, aber jeder wie er mag.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Dann belästige ich dich und Markus nicht mehr, ausser du reagierst noch auf irgendwelche Rückfragen im Thread, mir geht es um inhaltliche Diskussionen und nicht um Rechthaberei oder Zank. Werde ich wieder zum stillen Leser, der ich die letzten Jahre auch meistens war.

DJ Doena
DJ Doena

Ich hatte auch viel von den Kontroversen um den Film mitbekommen, weil ich sehr viel Youtube in Bezug auf Serien und Filme gucke.

Unabhängig davon waren wir gleich Donnerstag Abend im Kino (2D, Synchro).

Von Captain Marvel weiß ich nur, dass es eine im Marvel und einen im DC-Universum gab (aka Shazam), weil ich das von der 2013er TBS-Doku Superheroes: A Never-ending Battle gelernt habe.

Den Film selbst fand ich ok, aber nicht weltbewegend. Direkt beim Gucken aufgefallen waren mir drei Dinge.

Spoiler
1) Kampfszene auf dem Zug. Dieser hatte am Anfang eine Oberleitung und einen Stormabnehmer, dem einer der Skrull zu nahe kam. Als es aber plötzlich in den Tunnel ging, war kaum eine handbreit Platz über dem Zug.
2) Worüber ich mehrfach nachgedacht habe, war diese ganze Überlichtantriebsgeschichte. Keine Ahnung, ob das unterschiedliche Antriebskonzepte sein sollten, aber die Kree-Schiffe fliegen doch jetzt schon offensichtlich mit einem Antrieb, der zwei Punkte im dreidimensionalen Raum so verbindet, dass die Reisezeit weniger als Lichtgeschwindigkeit*Strecke im 3D-Raum ist. Was war jetzt das besondere an diesem Antrieb? Das kam für mich nicht aus dem Film hervor, aber vielleicht hab ich es auch verpasst.
3) Ich fand die Begründung, für die Skrull eine neue Heimat zu suchen, sehr schwach dafür, dass sie in keine der bisherigen Erdinvasionen aufgetaucht ist.

Eine Frage, die mir nicht selbst aufgefallen war, sondern die ich in einem Review laß, die aber nichtsdestotrotz berechtigt ist, ist die danach, was Annette Benning eigentlich auf der Erde gemacht hat. Sie als Kree hat sich einer Erdarmee angeschlossen (anscheinend hat sich sich gut durch jede Blutprobe gemogelt) um was genau zu erreichen, was sie auf ihrem unsichtbaren Superlabor im Erdorbit nicht erreichen konnte?

Und dann gabs da noch eine gewisse Namensverwirrung für mich. Soweit ich das mitbekommen habe (weil, auf sowas wartet man ja) wurde Danvers im ganzen Film nicht einmal „Captain Marvel“ genannt, als Testpilotin wurde sie meiner Erinnerung nach (die täuschen kann) mehrfach „Ace“ gerufen, wobei das eigentlich Fliegern vorbehalten ist, die eine gewisse Anzahl von Abschüssen nachweisen können. Aber warum war ihr Callsign

Spoiler
- und Inspiration für Furys Teamnamen – dann eigentlich „Avenger“, wenn sie doch gar keine Kampfpilotin war?

Oibert
Oibert

Zum ersten Spoiler:

Spoiler
ja das mit dem Lightspeed hat mich auch gestört, das war auf Englisch auch nicht besser, Sinn gemacht hat das auf jeden Fall nicht

Marcus
Marcus

Spoiler

Zu 1) Gute Frage. 🙂

Zu 2.) Nicht drüber nachdenken. Wie schnell die normalen Antriebe auf den Schiffen der Kree, der Guardians etc sind bzw wie weit voneinander alle bisher gesehenen Planeten entfernt sind, wurde ja nie thematisiert. Der „neue“ Antrieb von Mar-Vell ist der einzige, mit dem man völlig neue Territorien erschließen kann, das ist der wichtige Punkt.

Zu 3.) Das liegt daran, dass die Skrull in den bisherigen Filmen nie auf der Erde gewesen sind. Die Aliens in Avengers 1 waren die Chitauri, aka die Fußtruppen von Thanos.

DJ Doena
DJ Doena

@Marcus: Die Antwort zu 3) versteh ich nicht.

Spoiler
Fury hat Marvel im Einsatz gesehen und wie sie alleine eine ganze Alienflotte davon gejagt hat, wie es der Doktor nicht besser hätte machen können. Beim Avengers-Film verlässt sich dann Fury aber auf ein „unkontrollierbares Rage-Monster“, einen Mann mit Aluhut, einen genetisch aufgepumpten Supersoldaten, der gerade 70 Jahre Eis-Koma hinter sich hat und einen Wikinger-Gott von dem im Film selbst gesagt wurde, dass nicht sicher sei, ob er überhaupt auftauchen würde. Warum sollte da Fury nicht die Notrufnummer wählen?

Marcus
Marcus

Spoiler

Weil er a) „seinen“ Avengers, die er extra für diesen Fall rekrutiert hat, vertraut, und b) zwischen der Erkenntnis, dass Loki eine Alienarmee auf NYC loslassen will und der Öffnung des Wurmlochs vielleicht 24 Stunden liegen und er sich ausrechnen kann, dass Carol, selbst wenn sie sofort kommen kann, nicht rechtzeitig kommen wird.

Marcus
Marcus

Spoiler

Missverständnis – ich hatte dein „sie“ auf die Erklärung bezogen und nicht auf Carol selber.

invincible warrior
invincible warrior

Spoiler
1)comment image Also die Ubahn fährt anscheinend in LA wirklich in den Tunnel, für den Film wurde die Szene da aber natürlich bearbeitet, da die ansonsten wohl elektrifiziert worden wären, da die Leitung ja runtergeht. Ansonsten hatten die wohl aber genug Platz dort zu kämpfen (https://www.youtube.com/watch?v=2w8qI45xTKU) Für mich akzeptabler Filmfehler.
3)Man sieht ja in der ersten End-Credit Szene, das Marvel auftaucht. Dabei sind die schon alle wieder im Hauptquartier der Avengers in New York und auch Furys Pager wurde entdeckt und schon inspiziert. Selbst wenn die via Thor rübergebeamt worden wären, muss mindestens 1 Tag vergangen sein, aber von den gewechselten Sätzen her würde ich doch eher von ausgehen, dass das schon mehrere Tage nach Avengers 3 ist.

Matts
Matts

[spoiler title=“]Zu der Sache mit dem Antrieb: Ich habe das so verstanden, dass die meisten Raumschiffe in diesem Setting nur zwischen gesetzten Sprungpunkten reisen können. Diese Sprungpunkte werden im Film mehrmals erwähnt. Auch in den Guardians-Filmen scheint das so zu funktionieren. Der Clou an dem neuen Überlichtantrieb ist also, dass die Skrulls damit einfach ins Blaue fliegen können. Und deshalb können die Kree sie auch nicht finden

kaio
kaio

Boah, die Einleitung von dir verbietet ja praktisch jede Kritik, weil wer kritisiert ist gleich ein macho Arsch. Erinnert mich unschön an die „Debatten“ um das Ghostbusters Remake wo auch nur eine Meinung von oben akzeptiert wurde…

Ich habe ihn mir gestern ziemlich unbefleckt was die Vorgeschichte und die Stimmung im Netz angeht angesehen und war ziemlich enttäuscht. Der Film ist nicht wirklich schlecht (dafür ist Marvel dann doch zu kompetent). aber für mich landet er leider klar im letzten Drittel der MCU Filme.

Dem Film fehlen Schauwerte und Gegner die der Heldin irgend etwas anhaben können. Zum ersten kann ich nur sagen dass die Kräfte von Carol leider einfach visuell sehr langweilig sind. Sie kann aus ihren Händen Licht schießen… und das wars. Sowas konnte Iron Man in leicht abgewandelter Form auch schon, nur gab es da zusätzlich Raketen, er war viel dynamischer am rumfliegen und der Anzug hatte auch sonst das eine oder andere Gimmick zu bieten. Bei CM gibt es sehr handzahme Martial Arts und ab und zu ein paar Lichtblitze aus der Hand. Das als Vergleich oben herangezogene Wonder Woman hatte abseits des überfrachteten CGI Endkampfgewusels ein paar richtig coole Szenen, besonders in der Weltkriegsschlacht in der Mitte. Die Szene in der WW mit erhobenem Schild durch das Maschinengewehrinferno schreitet werde ich in 10 Jahren noch zitieren. Bei CM habe ich bis auf die Gags mit der Katze eigentlich jetzt schon alles vergessen. Da ist nicht ein Bild drin was hängen bleibt in dem Film.

Zum zweiten Punkt, CM fehlt ein würdiger Antagonist. An keiner Stelle im Film hat man das Gefühl sie ist in Gefahr oder muss sich jetzt mal richtig anstrengen um nicht zu sterben. Einmal wird sie betäubt weil sie überrascht wird, ein anderes mal ergibt sie sich um Zivilisten nicht zu gefährden. Sonst verprügelt sie einfach alles und jeden ohne Mühe. Wo soll da Spannung aufkommen?

Dass der Film ein paar Twists hat oder Erzählkonventionen entgegenläuft, naja. Der wichtigste Twist mit den Kree ist leider keiner wenn man Agents of Shield schaut (der Cameo von Coulson war btw die schönste Überraschung), da wurde das schon vor Jahren thematisiert.

Tut mir leid, aber für mich war der Film im MCU der schwächste seit Thor 2 oder so. Mir ist egal was die Hauptdarstellerin in ihrer Freizeit über Politik auf Twitter ablässt, ich hätte einfach gerne eine besseren Film gehabt.

Marcus
Marcus

Deinen ersten Abschnitt zu löschen wäre alles gewesen, was du hättest machen müssen, um hier eine vollkommen legitime Meinung zum Film abzugeben. Eine, die viele hier nicht geteilt hätten, für die du aber keineswegs kritisiert worden wärst – Geschmäcker sind verschieden, es ist gut und richtig, dass jeder gewisse Aspekte für sich selbst anders bewertet oder gewichtet.

Alternativ hättest du Torstens ersten Abschnitt richtig lesen sollen. Er beschreibt sehr genau, welche Art von Kritik am (oder besser gesagt: Reaktion auf den) Film denjenigen, der es äußert, als antifeministische Torfnase disqualifiziert. Deine fällt da eigentlich nicht drunter.

luc
luc

@Marcus:

„Deinen ersten Abschnitt zu löschen wäre alles gewesen, was du hättest machen müssen … Alternativ hättest du Torstens ersten Abschnitt richtig lesen sollen.“

Das ist doch jetzt aber genauso Quatsch. Ich zB habe (offensichtlich ;-)) Torstens Intro eher so verstanden wie kaio. Willst du jetzt letztgültig entscheiden, wer was wie zu verstehen hat und unter welchen Umständen eine Filmkritik als valide anzusehen ist? Torsten hat sich entschieden, zu den politischen Kontroversen Stellung zu nehmen und macht dabei keine Gefangenen. Selbstverständlich kann man zu diesem Teil seiner Filmkritik genauso anderer Meinung sein wie zum inhaltlichen Teil, ohne dass das die Filmkritk auch nur irgendwie entwertet (wenn man den Film wie kaio denn gesehen hat). Ich denke es täte der Diskussionskultur wirklich gut, das anzuerkennen und auch dort zu sagen, man einigt sich notfalls, sich nicht einig zu sein, und Ende, anstatt plötzlich mit „deine Meinung ist objektiv falsch du hast bloß nicht richtig gelesen!1“ zu kommen. Aber das ist natürlich auch wieder bloß meine Meinung 😀

Mencken
Mencken

Ich komme da grundsätzlich zu einer ähnlichen Bewertung, bin allerdings generell nicht sonderlich an Superheldenfilmen interessiert, was eine Rolle gespielt haben mag (ich glaube, der zuletzt im Kino gesehen Film war Thor, den ich ziemlich mies fand). Als Spektakel hat der Film wenig zu bieten, wobei die genannten Kräfte und die offensichtliche Überlegenheit der HKauptfigur / Abwesenheit eines ernstzunehmenden Gegners da sicherlich eine gewichtige Rolle gespielt haben. Die Martial-Arts-Szenen fand ich sogar ganz ok, dafür fand ich den Charakter selbst mit seiner sarkastisch-überheblichen Art eher anstrengend. Mag aber auch sein, dass das der Vorlage entspricht. Die Handlung empfand ich hingegen als typisch und arg vorhersehbar, wobei dies vermutlich bei allen Marvelfilmen gelten kann. Wenn der Film wirklich als „erfrischend“ im Vergleich zum Rest gelten kann, dann wirft dies zumindest kein gutes Licht auf das gesamte Filmuniversum.
Von den Kontroversen hatte ich vorab nichts mitbekommen, Raum dafür gibt der Film meines Erachtens auch nicht wirklich her, letztendlich ist es einfach „nur“ eine weitere Comicverfilmung.

invincible warrior
invincible warrior

Mit der Geekheulerei muss ich dir echt recht geben. Dank Discovery bin ich irgendwie in die Filterblase dieser Trolle geraten, einige machen es sehr offensichtlich (Doomcock, Mecha (eine Frau btw) und Nerdrotic), andere sind dagegen nicht so offensichtliche Hater wie MidnightEdge (imo gefährlicher). Die hatten Discovery schon abgesetzt bevor es anlief, gerne mit Beweisen, doch – oh Wunder – die Serie wurde verlaengert. Es wird auch viel an der Serie rumgemeckert, was immerhin teilweise gerechtfertigt ist (Michelle Yeoh beschwört ihren inneren Nicholas Cage, Burnham ist immer noch zu präsent).
Jedenfalls fings dann vor paar Wochen mit dem Kaputtreden von Captain Marvel an, wo die wirklich keine Chance ausgelassen haben, den Film schlecht zu reden. Zum Beispiel war da die Situation mit den „Will ich sehen“ Rating auf Rottentomatos, was die erst zum Anlass nahmen sich bestätigt zu sehen, dass niemand an dem Film interessiert ist, da er ja eh nur ein Propagandafilm wäre. Die hatten so getan als wäre es ein Rating und deswegen hatte dann eben Rottentomatos reagiert und das deaktiviert. DAS hatten die dann wiederum groß aufgebauscht als ob sie komplett unschuldig an der Reaktion gewesen wären. Und ich will gar nicht über die Einnahmevoraussagen reden, wo die wirklich alles überanalysiert hatten. Und jetzt geben einige eben immer noch nicht auf, warten auf den großen Einnahmeeinfall.

Ich kann ja verstehen, dass man über einige Hollywoodentscheidungen unglücklich ist. Bin ich auch, ich finde auch einige zum kotzen. Aber die Hater wollen halt immer ihr Recht haben und bekommen, es gibt kein zurück. Besonders schlimm finde ich das persönlich ja bei den Leuten, die sich Fans von Star Trek nennen. Denn deren Einstellung ist gegen alles, was Star Trek ausmacht.

luc
luc

Das hat sicher teilweise System, weil es sich lohnt, das denke ich auch. Schon allein wie hart manche Titel Geclickbaite sind spricht ja Bände.

Dass Discovery verlängert wurde ist allerdings kein Argument in meinen Augen, denn mittlerweile ist ja bekannt, dass Netflix für Staffel 1 derart viel bezahlt hat, dass CBS kein eigenes Risiko mehr hatte.

AlphaOrange
AlphaOrange

Discovery wurde mittlerweile aber für S3 verlängert und die Leute, die über die vergangenen Wochen beharrlich berichteten, dass die Serie insgeheim bereits abgesetzt sei, sind dieselben, die auch die Monate vorher beharrlich berichteten, dass Netflix seine Zuschüsse drastisch gekürzt hätte und die Serie nicht mehr rentabel sei. Raum für Ausreden bleibt da so viel jetzt nicht mehr.
Ich hab wahrlich so meine Problem mit Discovery und mich zu so einigen Gelegenheiten ordentlich ausgelassen, aber was da von einigen Seiten an negativ aufgeladenem Schein-Enthüllungsjournalismus betrieben wird ist reinste Trollerei und ist insbesondere an inhaltlicher Auseinandersetzung auch gar nicht mehr interessiert. Da geht es nicht mehr um die Diskussion, warum etwas schlecht ist, sondern nur um das Herbeireden des Scheiterns und den hämischen Triumph, wenn man irgendwann Recht behält.

Luc
Luc

Dass einige keine inhaltliche Auseinandersetzung mehr führen, würde ich voll unterschreiben. Teilweise, siehe oben, sicher auch schlicht, weil das Drama-Geclickbaite funktioniert. Ist auf youtube letztlich nicht anders als bei Buzzfeed..

invincible warrior
invincible warrior

Ja, das clickbaiting ist mir bewusst, habe das auch freundlich angeprangert (nicht das die mit ihren Heugabeln zu mir kommen). Aber wie ich sagte, mache ich mir auch sorgen, dass da einige der Hater das sehr gut verstecken unter ihrem seriösen Anschein. MidnightEdge macht im Grunde nix anderes als die anderen, aber er wirkt viel seriöser, da er eben mit angeblichen Beweisen und geheimen Information arbeitet. Dabei ist das im Grunde alles bestenfalls sehr einseitig. Aber das hat anscheinend in den USA ja Methode, wie man z.B. an der Michael Jackson Debatte sieht (die Doku blendet ja auch angeblich alles widersprüchliche aus).
Das war mir bei ihm zum ersten Mal bei seinem Bericht über Discovery sei basierend auf der Paramount-Lizenz, was totaler Humbug ist, wenn man sich mal genauer mit CBS Star Trek Lizenzen beschäftigt, aber in seinem Bericht wirkte das schon schlüssig. Aber irgendwie wollen die halt auf Teufel komm raus das mit Paramounts Lizenz verbinden, da die halt unter Fans (imo zu Recht) einen schlechten Ruf hat. Ich bin aber doch stark überzeugt, dass das alles einfach nur bewusste Designentscheidungen sind, weil die eben im Grunde das gleiche Team wie bei den Paramount Filmen einsetzen, die eben ihre Ästhetik mögen. Ganz offensichtlich wurde es dann eben als es um die Verlängerung um Staffel 2 ging.

Wo sie aber wohl mit Recht haben: Netflix war definitiv angepisst, da die bei Discovery über den Tisch gezogen wurden. Aber das ist auch wenig verwunderlich, wenn der CBS Boss sich öffentlich hämisch darüber äußert (https://variety.com/2016/biz/news/leslie-moonves-star-trek-netflix-nil-1201865908/). Und deswegen werden die Short Treks auch von Netflix mehr als stiefmütterlich behandelt. CBS hat die 100% nur produziert um kurzfristig an Kohle zu kommen, unter anderem um die All Access Kunden zu halten (wäre die Serie unerfolgreich, würde das ja nicht helfen) und das dann an Netflix zu verkaufen. Netflix hat da aber nicht angebissen und wohl am Ende einen Deal ausgehandelt, dass die pro x Zuschauer bezahlen. Das hat CBS natürlich akzeptiert, nichtsahnend, dass Netflix die dann schön unter Trailer versteckt.

Dietmar

Hui! Hier ist ja etwas los! Mann, wie ich bedauere, dass ich nicht mehr selbständig bin und mir meine Zeit einteilen kann! Feste Arbeitszeiten und volle Kanne abliefern – dann ist man abends platt und will noch etwas für seinen ehemaligen Beruf tun.

Also ohne mich auf die Debatte einzulassen: Ich habe nur am Rande mitbekommen, dass der Film ganz schlecht und die Hauptdarstellerin eine extrem unsympathische Schlunze sein soll, was mit entsprechenden Bildern und Clips dokumentiert wurde. Gal Gadot oder Scarlett Johannsson fand ich auf Anhieb sympathisch, Brie Larson nicht. Und nun? Logisch: Warten, bis der Kritiker meines Vertrauens etwas dazu sagt!

Was er nun hier tat und nein: Das bist nicht Du, @Thomas Liesner 😉

Ohne den Wortvogel hätte ich nicht einen einzigen der Superhelden-Filme gesehen. Nicht einen! Iron Man?! Was soll das für ein lächerlicher Quatsch sein?! Guardians of the Galaxy?! Mit sprechendem Waschbären?! Meike und ich waren uns einig: So einen Schwachsinn gucken wir nicht! Und immer schießt der Torsten quer…

Also ist klar: Familie wird eingepackt, der Film wird geguckt.

Zum Feminismus-Gedöns: Ja, diese Form des Feminismus geht auch mir auf den Zwirn. Insbesondere, wenn ein grottiger Film wie der neue „Ghostbusters“ („Ghostbustiers“! Hihihi! Von mir! Bruahaha!) kritisiert wird und diese Kritik dann als Frauenfeindlichkeit diskreditiert wird. Ob Larson Hardcore-Feministin ist oder nicht, ist dem Film egal. Der soll nur gut sein. Ich finde den Batman nach Bale auch hochgradig bescheuert, obwohl Affleck als Batman fantastisch aussieht (der beste Batman-Look von allen, wie ich finde) und nicht weil Affleck ein undifferenziert babbelndes Großmaul ist, wie man an seiner „Debatte“ mit Sam Harris und Bill Maher sehen konnte.

Der Schauspieler, männlich wie weiblich, ist nicht die Rolle, und was diese Person sagt und meint, hat nicht mehr Gewicht als das, was irgendein Sänger sagt oder meint.

Sollte Brie Larson als Mensch mir unsympathisch sein, wäre das schade. Aber egal, wenn sie toll spielt und mir der Film gefällt.

So einer bin ich: Popcorn mampfend im Kino abhängen und der Debatte den Stinkefinger zeigen.

Luc
Luc

„Ghostbustiers“
Du übler Sexist! Verbrennt ihn! 😀

Dietmar

Danke, danke, danke! *verbeug*

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Ich wünsche dir ganz ehrlich einen angenehmen Kinobesuch – ob er dich wie Torsten ernsthaft begeistert oder nur halbwegs unterhält, mit Familie dürfte es in beiden Fällen keine vertane Zeit sein.

Dietmar

Die Übereinstimmungsquote ist erfahrungsgemäß sehr hoch. Aber es gibt Ausreißer. Beispielsweise habe ich „Star Trek Beyond“ ausgelassen. Begründung: „Also Torsten schreibt ja, der ist nicht so gut.“ Family: „Pöh! Wir geh´n trotzdem.“ Ich saß schmollend zuhause und sie hatten Spaß. Wird mir heute noch vorgehalten.

Ist aber auch das Einzige, was sie mir vorhalten können. Mehr gibt´s da nicht. Nahezu unfehlbar ich. Echt jetzt.

Grundsätzlich gilt aber: Egal was, mit Familie ist immer schön.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Mit Tochter hatte ich auch mit einem der Schlumpf-Filme und Justice Leaque Spass. Demnächst wird Shazam angepeilt, der Trailer macht zumindest Laune. Und in letzter Zeit haben wir Alita, Spiderman A New Universe und die 2018er MCU-Filme genossen, von denen im nachhinein Black Panther der schwächste war…

invincible warrior
invincible warrior

Der neue Ghostbuster war bei weitem nicht so schlecht wie er gemacht wurde. Grade der Anfang ist wirklich gut… bis die dann zu Melissa McCarthy kamen. Der Rest ist aber auch immer noch zumindest unterhaltend, solange keine Männer auftauchen (alte Ghostbuster sind ne Schande an vergeudeten Cameos, Hemsworth ist so blöd, da hätte man sich sogar in den 80ern drüber beschwert, wenns ne Frau gewesen wäre)
Aber definitiv Ghostbuster ist ein Beispiel wo die andere Seite, die der angeblich liberalen durchgedreht ist und viel viel falsch gemacht hat, Captain Marvel ist definitiv ne Reaktion darauf und nur der Beweis, dass beide Seiten einfach nur Scheiße sind und die tiefere Gräben haben als in Verdun.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Den habe ich erstmalig vor ca 2 Wochen im TV gesehen – neben deinen berechtigten Kritikpunkten hatte ich das Problem, dass der Humor bei mir nicht funktionierte, die Action Videospiel-like war, zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkam und die klare Einteilung gut (Frau)/böse oder Idiot (Mann) etwas zu plump daher kam. Aber es war sehr farbig und die Musik ist mir auch nicht negativ aufgefallen und bei mindestens einer Darstellerin weiss ich, dass sie mir in einem anderen Feige-Film als Ersatz-Spionin sogar gut gefallen hat .

heino
heino

ich habe den letztens nochmal im TV gesehen (ich war damals auch dafür im Kino) und finde den leider sehr lahm. Besonders der Humor – den ich sonst bei Paul Feig in der Regel mag – ging hier völlig an mir vorbei. Hemsworth fand ich trotz des peinlichen Klischees noch am besten, McKinnon ging mir auf die Nerven und die Rolle der schwarzen Darstellerin war ein übler Rückfall in rassistische Stereotype, den ich so zuletzt in „Evolution“ gesehen habe.

Mencken
Mencken

Doch, der neue Ghostbusters war und bleibt ein miserabler Film. Wird mittlerweile anscheinend auch quer durch alle politischen Lager hindurch so gesehen. Daher bin ich auch nicht sicher, ob man Captain Marvel wirklich als Reaktion betrachten kann. Habe das nicht wirklich verfolgt und jetzt erst in Nachhinein ein paar Kommentare gelesen, aber mir scheint, wenn Verbindungen gezogen werden, dann doch eher zu Star Wars.

Matts
Matts

Oho, Stimmung hier!
Zunächst mal bin ich doch sehr dankbar, dass Torsten hier deutliche Worte findet, was für ein Haufen Bockmist diese „Kontroverse“ ist. Die Geek-Community wird scheinbar wirklich immer giftiger…
Es ist ja schon ein bisschen peinlich, dass das MCU 20(!) Filme gebraucht hat, um mit einem Eintrag daher zu kommen, in dem eine weibliche Figur aus dem Canon die Hauptrolle übernehmen darf. Das DCEU hat das nach 2(!) gemacht.
Und es ist ein guter Marvel-Film dabei herausgekommen. Nicht der beste – aber wohl wirklich einer von den besseren Origin-Filmen. Ich finde auch nicht mal, dass er zu lange braucht, um actionmäßig in den Tritt zu kommen. Allgemein war das Pacing für mich sehr gefällig. Und Brie Larson macht ihre Sache deutlich besser, als ich erwartet hatte (ich hab das Gefühl, die haben nur die schlechtesten Szenen mit ihr in die Trailer gepackt). Wirklich weggeblasen hat mich der verjüngte Samuel L. Jackson. Vor allem nachdem er, im Gegensatz zu jüngeren Versionen in anderen Filmen, viel Sreentime hat. Und gut so: Sein Zusammenspiel mit Captain Marvel gehöt ebenfalls zu den Pluspunkten hier.
Ein paar Sachen, die mir nicht gefallen haben: Die finale Klopperei zu dem No-Doubt Song hat mir echt nicht gefallen. Da wurde schlecht versucht den Vibe der Guardians-Filme einzufangen. Und die Geschichte, wie Fury sein Auge verloren hat, fand ich extrem lame.
Also bin ich jetzt gespannt, wie sie „Endgame“ aufziehen. Es wäre schon langweilig, wenn Captain Marvel das Kind allein schaukelt. Nach der bisherigen MCU-Qualität kann ich mir also nicht vorstellen, das sie diesen Weg gehen. Vielleicht machen sie es wie mit Vision in „Infinity War“, wo er ja gleich am Anfang massiv geschwächt wurde. Aber das wäre wieder auf eine andere Art billig…

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Marvel hat relativ wenig halbwegs bekannte und beliebte Superheldinnen, die meisten sind Teamplayer (Susan Storm, diverse X-Women) oder „Derivate“ von den Originalen (She-Hulk etc). Allerdings wäre ein Black Widow-Film schon lange fällig und vermutlich auch erfolgreich gewesen, aber da gab es meiner Erinnerung nach auch eine Blockade von dem, der die TV-Seite macht und damals noch mehr Einfluss auf die Filme hatte.

Bei DC ist dagegen die Trinity aus Superman, Batman und Wonder Woman schon seit langem legendär, wobei Supergirl immerhin schon der 3. (?) DC-Film war und vor dem offiziellen DCEU immerhin 7 Batman- und 5 Superman-Film im Kino waren, da war Wonder Woman eine angenehme Abwechslung.

Matts
Matts

Ich kenn mich mit den Comics sehr wenig aus, also will ich nicht abstreiten, dass du damit recht haben könntest.
Aber was den Bekannt- und Beliebtheitsgrad angeht: Keine Sau außerhalb der Comic-Community hat sich für Iron Man interessiert, bevor der Film das ganze MCU eröffnet hat. Ich zumindest definitiv nicht.
Nebenbei gefragt: Musst du nicht langsam mal ein bisschen Software entwickeln? ; )

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Mit Iron Man hast du recht, der war auch in meinen Augen zweit- bis drittklassig, wobei meine aktive Comic-Zeit auch bald 30 Jahre zurückliegt. Allerdings hatte Marvel ja keinen Zugriff auf Spider-Man, die X-Men, die Fantastic Four und auch etliche Solo-Helden waren geblockt, die Avengers waren daher das nächstbekannte und mit Robert Downey Jr. hat man den Jackpot erwischt.

Aber immerhin hatte Iron Man meines Wissens nach genauso eine Soloserie wie die anderen Phase 1-Helden und war relativ bodenständig, also durchaus eine brauchbare Grundlage.

Wirklich mutig fand ich später die Guardians – von denen hatte ich auch noch nie was gehört, bzgl. Captain Marvel habe ich eigentlich nur mal das Sonderheft über den Krebstod von Mar-Vell gelesen, alles weitere habe ich mir auch erst letztes Jahr grob angelesen, um die Figur einordnen zu können.

Zum Nebenbei: Auf dem Hauptmonitor ist die SAP-VPN-Verbindung zu meinem aktuellen Hauptkunden offen und ich analysiere nach dieser Antwort die Statusgeschichten in der Artikelübersicht weiter – Remote-Arbeit hat ihre Vorteile, auch wenn ich mich hier beiteilige, ist das immer noch ein voller Arbeitstag.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Hier geht’s ja ab 😀 Über 100 Kommentare gab es schon lange nicht mehr (auch nicht zu weitaus spannenderen Themen als den x-ten Marvel-Film). Vielen Dank fürs Review, liest sich ja so, als ob der Film ganz brauchbar wäre. Leider läuft der zumeist ja wieder nur in 3D, hoffentlich folgen in den nächsten Wochen noch ein paar 2D-Vorstellungen (zumindest am Nachmittag…).

Gibt es denn – falls möglich ohne Spoiler – eine halbwegs plausible Erklärung, warum Cpt. Marvel dann bis zu (vermutlich) Endgame verschwunden bleibt und niemand sie bis dahin (abseits von Fury) kennt?

Knulf Spakkenhauth
Knulf Spakkenhauth

Ich habe CM am Starttag gesehen, und weil ich mir nicht gerne was vorwegspoilere, habe ich die komplette Berichterstattung ignoriert – entsprechend im Vorfeld auch absolut nichts von dieser befremdlichen politischen Debatte mitbekommen.

Spoiler
Ich mochte den Film nicht besonders. Im Rahmen des MCU kommt er schlicht zur falschen Zeit – wäre der einer aus Phase 1 gewesen, dann wäre der Rückgriff auf CM in Avengers: Endgame ein großartiger, unerwarteter Payoff. So hingegen wirkt er wie ein reingeklemmter Deus (bzw. Deam) ex Machina, um sich aus einer Drehbuch-Sackgasse zu befreien. Ich guck mir gerne erst mal Endgame an, bevor ich das wirklich bewerte, aber ahne nichts Gutes.
Brie Larson macht auf mich den ganzen Film über den Eindruck, als wüsste sie nicht genau, was sie mit der Rolle anfangen soll. Gelegentlich schimmert mal ein bisschen echte Spielfreude durch, aber meistens eiert sie irgendwie herum. Die Schuld sehe ich beim Drehbuch, das mal eine Fish-out-of-water-Geschichte sein will, dann Sci-Fi-Action, dann einen Gestaltwandler-Paranoia-Plot andeutet, aus dem leider nicht viel wird, und so weiter. Mir war das zu viel. Weil die Hauptfigur für mich nicht funktioniert, funktioniert für mich entsprechend auch die Montage im Finale nicht, in der sie immer wieder aufsteht, ohne dass diese Sequenzen vorher genutzt worden wären, um wirklich etwas über ihren Charakter zu erzählen. Mich hat das völlig kalt gelassen, weil der Film hier behauptet, etwas über das menschliche Wesen an sich zu erzählen, ohne dass diese Botschaft über den Film hinweg von einem menschlichen Wesen (…also Carol halt) getragen worden wäre.
Was der Film gut macht: er erzählt eine verdammt komplexe Geschichte nachvollziehbar in letztendlich sehr kurzer Zeit, er spart sich Szenen, in denen die Kamera Carols Körper entlanggeifert, und er verzichtet auf ein auf deibelkommraus reingequetschtes Love Interest (ich hatte allerdings während des Films gewettet, dass es eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihrer Piloten-Freundin gibt – die Andeutungen sind da, aber das wäre den Disney-Bossen vermutlich zu heikel gewesen).
Unterm Strich bestimmt nicht der schlechteste Marvel-Film (das dürfte immer noch Iron Man 2 sein), aber irgendwie ist – zumindest für mich – die Luft raus. Mit zehn Jahren Routine sind die Dinger mittlerweile perfekt durchgetaktet und derartig ohne Ecken und Kanten, dass ich keine Freude mehr daran habe. In Doctor Strange, Thor 3 und Infinity War hab ich mich ziemlich gelangweilt (Guardians of the Galaxy 2 war hingegen ein völlig unerwarteter Ausreißer nach ganz weit oben). In sechs Wochen gibt’s noch Endgame, und dann (so zumindest mein Plan) werde ich dem MCU den Rücken kehren. War schön, aber man muss auch wissen, wann’s reicht.

heino
heino

So , eben gesehen und jetzt kann ich auch mitreden. Inhaltlich stimme ich dir voll und ganz zu, der Film ist äußerst solide (und tricktechnisch deutlich besser als der letzte Thor oder Black Panther), hat viel Humor, ohne peinlich zu werden, hat einen guten 90er -Soundtrack (sogar die mir verhassten No Doubt kann ich da mal akzeptieren) und funktioniert an der wichtigsten Stelle, nämlich den Charakteren, hervorragend. Lashana Lynch hat mir noch einen Ticken besser als Brie Lrson gefallen, weil sie aus ihren wenigen Szenen alles herausgeholt hat. Und auch mich hat er sehr an die besseren animierten GL-Filme erinnert, die Ähnlichkeiten zwischen den Figuren sind einfach zu deutlich. Mit den Änderungen gegenüber dem Comic-Kanon kann ich gut leben, nur Jude Law sollte endlich mal selbst eine Rolle als Superheld bekommen, der Mann ist einfach zu gut, um immer nur die zweite Geige zu spielen. Es ist auch richtig erschreckend, wie gut Marvel inzwischen die digitale Verjüngerung der Schauspieler beherrscht. Nur die Begründungen für Furys fehlendes Auge und den Teamnamen der Avengers fand ich etwas zu platt. Insgesamt abgesehen von infinity War für mich der beste MCU-Film seit Doctor Strange, mit dem er auch den ungewöhnlichen Showdon teilt.

Marcus
Marcus

„sogar die mir verhassten No Doubt kann ich da mal akzeptieren“

WAAAAAAAAAAAAAAS? 😮 🙁

Pascal
Pascal

So, gestern auch gesehen und für sehr gut befunden. Da passte alles

invincible warrior
invincible warrior

Jetzt versuchen die Trolle auch noch den Erfolg von Captain Marvel dadurch zu rechtfertigen, dass Disney Kinositze aufkauft. Erst dachte ich, dass das komplett schwachsinnig wäre, immerhin verlieren die dadurch massiv Geld. Allerdings muss man dann auch bedenken, dass die morgen, am 20. den Fox Deal abschließen und damit immerhin 40% der Fox-Aktieninhaber pro Fox Aktie 38USD an Disneyaktien geben. Da ist es natürlich wichtig, dass der Kurs möglichst weit oben ist und ein Flop mit Captain Marvel hätte dem bestimmt geschadet.
Aber andererseits ists halt auch lächerlich, da ja wie gesagt, Geld ausgegeben werden muss um das zu machen. Zudem ist ja nach Aussage der Verschwörungstrolle alles weit im Voraus gebucht worden, was imo nicht viel Sinn macht, da man so ja der Laufkundschaft die Karten wegnimmt.

Ansonsten nehmen die Trolle auch die Zweitwochenergebnisse auseinander wie ich sonst noch nie erlebt habe. Alles, damit die sich doch noch irgendwie bestätigt fühlen. Lächerlich und erbärmlich.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Warum „Trolle“? Ich halte die Kinositz-Aufkauf-Theorie auch für sehr fragwürdig und einige You-Tuber (John talks, StarwarsGirl) haben sich in das Thema extrem verrant, aber den Begriff halte ich trotzdem für übertrieben. Das zweite Wochenende ist insoweit interessant, dass viele Schrottfilme spätestens dann brutal abschmieren, aber Captain Marvel ist bzgl. Besucherrückgang gegenüber dem Startwochenende sogar im eher oberen Marvel-Bereich angesiedelt (im positiven Sinne). Disney hat den Film gepushed wie noch keinen vorher – Startfenster, Rotten Tomatoes, Google-News-Definition für Larson/Captain Marvel – aber spätestens jetzt muss auch jeder Larson-Hasser akzeptieren, dass die breite Masse den Film zumindest als solide einstuft.

Ich werde ihn trotzdem erst von Scheibe nachholen und hoffe erst mal, dass Endgame den alten Helden noch ihren finalen Sieg gönnt. Captain Marvel ist ja offensichtlich mit von der Partie, aber eine zu wichtige Rolle für sie im Endkampf wäre dramaturgisch wirklich schade, dazu ist sie mE einfach zu spät eingeführt worden.

hilti
hilti

War grade drin und hat mir gefallen. Wie schon vom Vogel erwähnt das Erzähltempo erfreulich unhektisch. Schön, wenn die Helden nicht atemlos die Plotpunkte abhaken müssen. Humor in der richtigen Dosis und nicht gezwungen und hatte seine Momente, die bei mit alten Sack gut funktioniert haben ( „Hach ja, Altavista“). Der jüngere Nick Fury ist sehr gut gelungen, aber der jüngere Coulson sah aber in meinen Augen irgendwie falsch aus.

Meine Befürchtung, dass sie zu stark sei trifft für den Film nicht zu. Wobei der Kampf gegen die Kree am Schluss schon sehr schnell und leicht war und ich bin gespannt wie sie es in Endgame lösen, dass CM nicht zur Deus ex Machina wird.

invincible warrior
invincible warrior

Ja, Jackson war echt gut getroffen. Bin mir da aber auch nicht sicher, ob das nur so überzeugend aussah, weil man durch den dunklen Teint die Effekte nicht so stark sah oder es einfach daran liegt, dass man von Jackson aus diesen Jahren genug Material in HD hat um den Computer zu trainieren. Ich vermute ein Mix aus beidem, aber das verfügbare HD Material hilft sicherlich viel. Das sah man ja imo schon sehr gut bei Ant-Man 2, wo sowohl Michelle Pfeifer als auch Michael Douglas sehr gut rüberkamen, aber da waren es auch meist dunkle Szenen.

Clark Gregg dagegen war nur ein Nebendarsteller in den 90ern und die Filme, die in HD vorliegen sollten sind auch eher mau. Durch das fehlende Referenzmaterial muss das weit schwerer sein und deswegen sieht er auch so künstlich aus. Dachte auch, dass Gregg eigentlich zu alt aussieht für die 90er, aber wie man in der Werbung von 1992 sieht, hat er sich echt nicht mehr groß verändert in all den Jahren: https://www.youtube.com/watch?v=d5CO8VefSNE

KuangGm2
KuangGm2

Ich habe mir den Film nun auch angeschaut.
Diese ganze Gender-War Thematik wirkt auf mich so merkwürdig.
Der Film ist mMn ein gefälliger Marvel Blockbuster der sich qualitativ irgendwo in der oberen Hälfte der Marvel Franchise ansiedelt.
Vers ist sympathisch und ihr Charakter gut definiert.

Die „feministische Agenda“ besteht aus zwei, drei Minuten „girl-power“ lip service der in den 90ern genauso gut in einem Film mit einer weiblichen Protagonistin hätte auftauchen können wie heute.

Diese eigenradikalisierung die man aktuell dank Youtube und Twitter online beobachten kann ist echt erschreckend.
Den Film nicht zu schauen und dann Stunden damit zu verbringen sich darüber aufzuregen weil Youtuber xy einem sagt dass das alles eine linke Verschwörung ist finde ich richtig traurig.
Das sind doch Leute die sich selbst sicher als skeptisch und rational bezeichnen würden.
Die sich aber ihre Meinung dann aber schön vorgefertigt abholen.

Dietmar

Jou, mal wieder nicht geschafft. Arbeite einfach zu viel.

Dietmar

Unser kleines Kino hat den nicht mehr laufen, also sind wir in die Großstadt gefahren:

Zeit verging wie im Flug. Wir fühlten und prächtig unterhalten.

Vor allem muss gesagt werden: Wir fanden Brie Larson großartig! Die spielt toll und sie kommt sehr sympathisch rüber. Mag ja sein, dass sie als Person nicht so ist, aber im Film ist sie toll. Emotionen schwingen immer mit und schwappen gelegentlich über. Das ist ihr Charakter und kommt perfekt an. Nicht eine Sekunde, in der ich ihr die Gefühle nicht abnahm.

Passt 100 % ins Heldenuniversum und die Vorfreude auf „Endgame“ und ihre Rolle darin ist groß.

Nach Sichtung also: „Fuck you, fanboys!“ unterschreiben wir.

Thomas Liesner
Thomas Liesner

Zu Captain Marvel und End-Game – sie ist dabei, aber der Focus liegt zum Glück bei den Ur-Avengern, die Endcredit-Szene von Captain Marvel kommt in End-Game selber nicht mal vor, sondern wird dort als bekannt vorausgesetzt.