13
Jan. 2019
Podcast-Alarm: NostalGeeks! Folge 2 – jetzt noch besser!
Themen: Film, TV & Presse, NostalGeeks Podcast |Aufgrund technischer Unglücklichkeiten heute schon einen Tag früher. Begleitet den Dia und mich an Bord der "Orville", ins Haus nach Amityville, in die Radioarchive der BBC und in die Steinzeit der Videospiele. Und das ist noch nicht alles!
Genaue Shownotes und Links findet ihr auf der Webseite zum Projekt.
Los, her mit euren Meinungen, Vorschlägen, Protesten – zack zack!
Beim Thema TV-Spin Offs irren die Herren: Das ZDF macht genau das aktuell mit "Ein Fall für Zwei": Matula ist in Rente gegangen und darf jetzt jährlich in einem Special die Figur weiterführen. Außerdem gab es auch früher tolles britisches TV, ich sage nur "Mit Schirm, Charme und Melone" .
Weder haben wir behauptet, es gäbe gar keine deutschen Spin-offs (siehe auch "Schimanski"), noch dass es keine guten britischen Serien gab (ich habe ja diverse genannt). Es gibt zu jeder allgemeinen Aussage auch Ausnahmen, das liegt in der Natur der Sache.
MacFarlane zu dumm, um social commentary in einem SciFi-Kontext umzusetzen?
Wie überraschend. Wenn man die komplette erste Staffel nicht gesehen hat. 🙂
Hallo,
über meine Podcast-Android-App (Podcastaddict) kann ich euren Podcast noch nicht finden. Habt ihr ihn noch nicht in die Datenbanken (falls es sowas gibt) eingespeist?
VG
Daniel
Warrior Doctor Paul McGann, der seit kurzem endlich canon ist? Puh.. irgendwas fliegt da durcheinander. McGann ist canon mindestens seit die Serie wiederbelebt wurde, also 2005 mit der allerersten Episode nach dem TV-Film, denn dort wurde sein Doctor bereits mitgezählt. Was es an Kontroverse gab, muss früher gewesen sein. Aber der War/Warrior Doctor, auf den du dich auch zu beziehen scheinst, war nicht McGann, sondern John Hurt, der 2013 als zusätzlicher Doctor in den Canon geretconnt wurde. Hurt als War Doctor würde vermutlich einen klasse DW-Film hergeben – wäre da nicht der hinderliche Umstand, dass der gute Mann mittlerweile leider von uns gegangen ist.
Was die neuen Folgen angeht, kann ich eure Müdigkeit leider nur zu gut nachvollziehen. Meiner Meinung nach vereint Chibnall als neuer Showrunner hier alte Who-Geschichten mit scheinbar modernen Erzählmustern (den Shift auf eine Ensemble-Serie oder die düstere, getragene Stimmung), was in Summe DW leider extrem generisch wirken lässt. Dazu kommt der seltsame Umgang mit Whittakers Doctor, der oft als extrem überfordert und planlos dargestellt wird. Kann man machen, ist unter dem besonderen Umstand, das der Doctor als Frau ohnehin kritisch beäugt wird, aber mindestens unglücklich. Sollte Chibnall tasächlich schon nach der nächsten Staffel das Handtuch schmeißen, fände ich es aktuell nicht schade.
Schön auch, mal eine kritische Einordnung zu Orville zu hören. Ich mag die Idee hinter der Show. Es ist eine Serie, die ich lieben will, weil man jeden Moment spürt, dass hier jemand den Kern von Star Trek verstanden hat, den man bei Discovery lediglich für "SciFi-Adventure mit großer Fanbase" zu halten scheint. Aber MacFarlane kann’s einfach nicht. TNG nacheifernd werden immer wieder soziale Fragen aufgeworfen, aber weder schafft es MacFarlane, sie sauber in einen SciFi-Kontext zu übertragen, noch in die notwendige Tiefe zu gehen. Alles bleibt an der Oberfläche und am Ende kommt der Holzhammer. Mich hat damals "About a Girl", die dritte Folge der Serie, die vielerseits als Meisterwerk gefeiert wurde, unglaublich geärgert. MacFarlane geht das Thema Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau an. Aber in seinem Szenario sind "Mann" und "Frau" eben nur Label, weil er die Konzept nicht sauber überträgt (die Spezies, um die es geht, kennt eigentlich nur ein Geschlecht, pflanzt sich eingeschlechtlich fort und besteht aus gleichgeschlechtlichen Paaren – das Konzept Frau ergibt hier schon rein biologisch gar keinen Sinn mehr). Nimmt man die Labels weg, fällt das ganze Gerüst in sich zusammen und man erkennt, dass die Aliens mit ihren hinterwäldlerischen Vorstellungen wohl Recht haben und die Crew sich in missionarischem Eifer überaus anmaßend in Dinge einmischt, die niemand von ihnen auch nur vestehen will. Das transportiert für mich mehr einen Imperialismus- statt einen Gleichberechtigungs-Gedanken. Und dann kommt natürlich der Deus-Ex-Machina-Holzhammer.
MacFarlanes Humor mag ich auch nicht, aber das ist mein eigenes Problem und nicht der Serie anzulasten.
Sehr schöner Podcast, Altersweisheit statt Fanboy-Geblubber 😉 Gefällt mir.
Jau, beim Doctor habe ich einiges durcheinander geworfen – wird in der nächsten Ausgabe korrigiert.
Kurz zum angesprochenen Bezugsproblem für [i]Cracker[/i]: natürlich gab/gibt es alle elf Folgen einmal als Einzelstaffeln und zweimal als Komplettboxen in Rundum-glücklich-Austattung mit O-Ton, Deutschdub und deutschen subs.
siehe OFDb: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=12885&vid=365351
Da hat der Dia geirrt – danke für den Hinweis.
Und sorry für das falsche kursiv-taggen.
Ich bin es von zwei anderen Websites mit eckigen Klammern gewohnt und nutze nie die Buttons, sondern schreibe die entsprechenden Tags immer gleich mit. 😉
Future Man läuft übrigens auf Amazon Prime
Danke für den Tipp – das findet Verwendung in der nächsten Folge, wo wir über die zweite Staffel reden werden.
Ich höre den Podcast gerade und kann euch direkt eine Frage beantworten:
– ich höre Podcasts immer während der Arbeit, wenn ich monotone Sachen mache (z.B. Scannen) oder in der Telefonzentrale nichts los ist. Und beim Training auch, da allerdings nicht so häufig, weil ich ungern mein Handy mitschleppe