GB 2018. Regie: Tom Edmunds. Darsteller: Tom Wilkinson, Aneurin Barnard, Marion Bailey, Freya Mavor, Christopher Eccleston

Offizielle Synopsis: Schriftsteller William hat genug vom Leben, ist allerdings beim Selbstmord genauso erfolglos wie mit seinen Büchern. Da kommt ihm der alternde Auftragskiller Leslie gerade recht, der ihm anbietet, ihn innerhalb einer Woche ins Jenseits zu befördern. Als die hübsche Verlegerin Ellie aber Gefallen an seinem letzten Manuskript findet, hat William es plötzlich doch nicht mehr so eilig, sich von der Welt zu verabschieden. Sehr zum Missfallen von Leslie, der seiner Gewerkschaft beweisen muss, dass er noch immer das Zeug zum Töten hat.

Kritik: Machen wir uns nichts vor – der Plot ist nicht neu. Es hat immer wieder mal Filme über Suizidale gegeben, die ihre Entscheidung bereuen, die Hilfe eines Killers in Anspruch genommen zu haben – und die dann panisch versuchen, den Hit Contract wieder zurück zu nehmen. Die einzige Neuerung, zu der sich „Dead in a week“ aufraffen kann, ist die Zeichnung des Killers – Leslie ist nicht die eiskalte Killermaschine im Hintergrund, sondern ein netter älterer Herr, der sich Angst um die Rente und seinen Ruf macht. Seine Entschlossenheit entspringt einem altmodischen Pflichtbewusstsein – und seine Ehe ist eigentlich die hübschere Liebesgeschichte des Films, besonders in einer ergreifenden Szene zwischen ihm und Chris Eccleston.

Mag der Inhalt auch bekannt sein, so punktet der Film allerdings mit vielen drolligen Einfällen und vor allem exzellenten Dialogen, die ungefähr so quotable sind wie seinerzeit „Ein Fisch namens Wanda“ – „Assassins don’t wear corduroy!“. Und die auffallend charismatische Freya Mavor dürfte diesen Film nur als weiteren Schritt zur größeren Karriere sehen, mark my words.

Ich habe übrigens den Verdacht, dass „Dead in a week“ ursprünglich für Stephen Fry geschrieben worden war, der als Produzent gelistet ist. Vielleicht hat es was mit seiner Krebserkrankung zu tun, dass Tom Wilkinson eingesprungen ist. Egal.

Nach einigen sehr schwierigen, sperrigen und depressiven Filmen war das hier genau die Abwechslung, die ich heute gebraucht habe.

Fazit: Sympathische Krimikomödie im sehr britischen Stil, die zwar keine Bäume ausreißt, aber besonders durch geschliffene Dialoge zu unterhalten weiß. 7 von 10 Punkten.

Edgar das Ekel-Emoji meint:

Philipps zweite Meinung:

„Eine herzerwärmende Kommödie mit wunderbaren Dialogen. Kommt auf meine Liste der potentiellen Geschenke für liebe Menschen.“

 



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Teleprompter
Teleprompter

Die Grundidee dürfte, wenn ich das richtig sehe, auf Jules Verne zurückgehen („Die Leiden eines Chinesen in China“). Wer noch ältere Versionen kennt, darf mich gerne eines Besseren belehren.

Marcus
Marcus

Sehr britisch und sehr lustig. 9/10.