Kanada/Deutschland/USA 2018. Regie: Anthony Scott Burns. Darsteller: Nicola Peltz, Thomas Mann, Lucius Hoyos, Percy Hynes White, Xavier de Guzman

Offizielle Synopsis: Mithilfe elektromagnetischer Apparaturen gelingt es Technologie-Nerd Ethan, mit den Geistern seiner verstorbenen Eltern Kontakt aufzunehmen. Anfangs funktioniert die Kommunikation mit dem Jenseits ziemlich gut und ist tröstlich für die zurückgebliebenen Geschwister. Schnell gerät das wissenschaftliche Experiment allerdings außer Kontrolle und setzt im Haus der Familie ungeahnt bedrohliche Kräfte frei.

Kritik: Nach Gaspar Noé’s „Climax“ sagte ich zu Philipp: „Ich brauche jetzt ein filmisches Abklingbecken zum runterkommen“. Das habe ich bekommen. Danke dafür, wenn auch für nix sonst.

Wisst ihr, was schlimmer ist als einer dieser typisch farblosen, mäandernden kanadischen Pseudo-Grusler auf TV-Niveau? Genau – diese Sorte Film, koproduziert mit deutschem Geld. So stellt man sicher, dass wirklich JEDE Ecke und Kante abgeschliffen wird, dass alle Beteiligten pünktlich anwesend sind und Feierabend ist, wenn Feierabend ist. Würden Behörden Horrorfilme drehen, würden Sachen wie „Our house“ dabei rauskommen. Beantragt, genehmigt, abgeheftet.

Es ist ja nicht so, dass die Grundidee schlecht ist (wenn auch nicht neu) – Ethan hat ein Gerät entwickelt, das leider nicht kontaktlos Smartphones auflädt, sondern die Membran in eine andere Dimension durchlässig macht. Zuerst glaubt er, die resultierenden Erscheinungen seien seine toten Eltern, aber mitnichten…

It’s all downhill from here…

„Our house“ macht wirklich gar nichts aus seiner Prämisse, produziert Spannung wie ein kanadischer TV-„Poltergeist“-Abklatsch von 1982 und tut so, als hätte sich das Gruselkino in den letzten 35 Jahren keinen Deut weiterentwickelt. Nur nicht hektisch werden, alles schön geordnet durcherzählen. Bitte drauf achten, den Zuschauer nicht zu sehr zu erschrecken, es könnten ja Kinder zuschauen. Und am Ende Friede, Freude, Eierkuchen.

Von der lachhaften CGI fange ich gar nicht erst an…

Ein Film, der Schwierigkeiten haben dürfte, eine 12-Freigabe zu bekommen – weil die 6er völlig ausreicht.

Fazit: Ein unfassbar langweilig und müde gedrehter Geisterfilm, bei dem KEINER der Beteiligten mehr leistet als Dienst nach Vorschrift und bei dem die deutsch-kanadische Koproduktion schon Warnung genug sein sollte. „Poltergeist“ für ZDF-Zuschauer. 3 von 10 Punkten.

Edgar das Ekel-Emoji meint:

Philipps zweite Meinung:

„Sehr betulich und weitgehend spannungsfrei.“



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Das war wirklich nichts Besonderes. Selbst für eine durchschnittliche Bewertung fehlte das gewisse Etwas. Das Plakat ist gruseliger gestaltet als alles was im Film zu sehen ist.