Black Panther

USA 2018. Regie: Ryan Coogler. Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Danai Gurira, Lupita Nyong’o, Letitia Wright, Martin Freeman, Andy Serkis, Forest Whitaker, Angela Bassett

Story: T’Challa ist König und Beschützer des versteckten Afrika-Reiches Wakanda, aus dem das gesuchte Material Vibranium stammt. Er möchte sein Land gerne aus allen globalen Konflikten heraushalten, aber der Diebstahl einer Ladung Vibranium und das Auftauchen eines Herausforderers in Sachen Krone zwingt ihn, diese Haltung zu überdenken. Während das Land in Stammeskämpfe und Chaos geworfen wird, entscheidet sich die Zukunft von Wakanda und dem Black Panther.

Kritik: Ich war gestern in „Ant-Man and The Wasp“ – Grund genug, noch schnell die einzige Lücke in meiner MCU-Backlist zu schließen und „Black Panther“ gleich mit zu besprechen. Die beiden Filme passen als Solo-Abenteuer minderer Marvel-Helden ja auch gut zusammen.

Als „Black Panther“ in die Kinos kam, war ich gerade in Amerika und die holde Gattin wollte ihn nicht anschauen. Das habe ich nun mit und dank Kumpel Steffen nachgeholt.

„Black Panther“ ist ein gelebter Widerspruch – und dann wieder doch nicht. Oberflächlich gesehen ist er ein gänzlich unbemerkenswerter, weil durch und durch professioneller Solo-Film für eine B-Figur aus dem Marvel-Universum und damit vergleichbar mit „Ant-Man“ und „Dr. Strange“. Gleichzeitig ist er aber auch sein ganz eigenes Biest, denn Marvel ist mit dem erklärten Ziel angetreten, Black Panther nicht nur der Hautfarbe nach zum ersten schwarzen Solo-Helden der Franchise zu machen, sondern gleich das Subgenre des schwarzen Superheldenkinos zu festigen, wie es mit „Luke Cage“ bei den Netflix-Miniserien schon versucht wurde. Nicht nur ein afrikanischer Charakter, sondern eine afrikanische Kultur sollte etabliert werden. Und in diesem Kontext ist die perfekte Mechanik des Films, die eigene Sprache, die er für die Figuren und ihre Welt findet, eine ganz besondere Leistung – „Black Panther“ wirkt so mühelos, als wäre die gestellte Aufgabe gar nicht schwer gewesen.

In „Black Panther“ geht es nicht gegen eine außerirdische Gefahr oder einen international agierenden Superbösewicht – sogar die Konflikte speisen sich aus der Kultur Wakandas, aus den Stammesriten und alten Feindschaften zwischen den Territorien des Landes. Es geht um Rohstoff-Raubbau, um Thronfolge, um die Beziehungen Afrikas zum Westen in einer postkolonialen Gesellschaft.

Das ist zuerst einmal positiv zu sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass es Marvel so ernst ist mit der Inklusion, mit der Diversität. „Black Panther“ ist ein tiefschwarzer Superheldenfilm und das Studio ist dennoch nicht auf Nummer Sicher gegangen und hat RICHTIG Geld in die Hand genommen. Nicht minder überrascht hat mich der Erfolg: 1,3 Milliarden Dollar sind kein Pappenstiel – noch dazu relativ paritätisch zwischen amerikanischer und globaler Kasse aufgeteilt. Ich hatte nicht erwartet, dass sich der asiatische oder osteuropäische Markt diesem Kulturschock so aufgeschlossen zeigen würden – andererseits: wenn Marvel die Zuschauer nicht locken kann, wer dann?

Trotzdem ist „Black Panther“ nicht fehlerfrei. Sein Versuch, eine homogene und mythentiefe Afrika-Utopie zu bauen, geschieht mit so vorsichtigem Respekt, dass man sich mitunter an die Darstellung der Apachen bei „Winnetou“ erinnert fühlt. Der Wakander(er?) – er ist stolz, groß gewachsen, athletisch, klug und moralisch überlegen. Das kann man „empowering“ nennen, aber eben auch „kitschig“. Das hat so gar keine Kratzer, so gar keine Ecken und Kanten. Selbst die schwarzen Bösewichter haben allesamt hehre Motive und bestenfalls ein sie verkrüppelndes Trauma. Ist diese Präsentation notwendig, um die Welt von Wakanda in künftigen Filmen brechen zu können? Braucht die geschundene schwarze Seele so ein lupenreines Paradies zur Ego-Streichelung? Ist Disney der Mut ausgegangen? Kann ich nicht beantworten – als weißem Mittelklasse-Europäer mangelt es mir an der notwendigen „black experience“.

Die Disneyifizierung des gesamten Wakanda-Mythos zieht sich auch durch Look & Feel von „Black Panther“. Teilweise sieht diese futuristische Welt aus wie „Tomorrowland“ oder Walhalla in den Thor-Filmen, alles ist perfekt, glatt, shiny und SEHR bunt. Das mangelt einen gewissen Sinn fürs Reale, der auch in den Actionszenen negativ auffällt, wenn praktisch völlig die CGI das Ruder übernimmt. Nun ist mir klar, dass gerade die Figur des Black Panther ein Traum jedes Tricktechnikers ist – glattes Kostüm ohne Stoff, kein Gesicht, keine Haut, keine Haare. Das lässt sich auf einer Arschbacke digital animieren – und genau das hat man augenscheinlich getan. Der Schlussfight von „Black Panther“ – er sieht aus wie ein Tron-Level bei „Mortal Kombat“ auf der Playstation 4. Das holt nicht ab, das nimmt nicht mit, leider.

Ich tue mich auch mit dem Charakter Black Panther ein wenig schwer – es ist halt WIEDER ein superstarker, fast unverwundbarer Typ, der seine Konflikte meistens mit großformatigen Schlägereien löst. Das ist nicht anders als Captain America, Thor, Hulk, etc. – ich bevorzuge etwas phantasievollere Superkräfte wie bei Dr. Strange oder eben Ant-Man, deren Actionszenen nicht so austauschbar sind.

Und so lobe ich den Mut, einen afro-amerikanischen Superheldenfilm auf hohem Niveau zu produzieren – bedauere aber die inhaltlich und formell zu glatt geratene Machart. Ein dem Marvel-Universum würdiger Solo-Film – aber kein Highlight des MCU.

Fazit: Ein extrem farbensattes afro-amerikanisches Superhelden-Abenteuer, das dem Ansinnen, anderen Ethnien im Genre gerecht zu werden, durchaus Ehre macht – auch wenn die Darstellung von Wakanda mitunter zu vorsichtig folkloristisch gerät und die CGI zu offensichtliche Überstunden macht.


Ant-Man and the Wasp

USA 2018. Regie: Peyton Reed. Darsteller: Paul Rudd, Judy Greer, Michael Peña, Laurence Fishburne, Bobby Cannavale, Michael Douglas, Evangeline Lilly, Walton Goggins, Hannah John-Kamen, David Dastmalchian, Randall Park, Michelle Pfeiffer

Story: Scott Lang steht unter Hausarrest, seit er sich unerlaubt in die Fehde der Avengers eingemischt hat. Seiner Tochter zuliebe will er sauber bleiben – was torpediert wird, weil Hank Pym ihn braucht: Scott hatte bewiesen, dass man ins Quanten-Universum reisen kann, wo vor 30 Jahren Pyms Frau verschwand. Es ist anzunehmen, dass sie noch lebt – irgendwie, irgendwo. Leider haben ein paar windige Charaktere mitbekommen, dass Pym an einer neuen Supertechnologie arbeitet und schon bald entspannt sich ein wildes Hin und Her um den Besitz des auf Koffergröße geschrumpften Laborkomplexes.

Kritik: Wahrlich, Marvel ist cleverer, als man denkt – die Idee, dem Mega-Film „Avengers: Infinity War“ die Fortsetzung des formell wie mythologisch kleinsten Helden des Universums folgen zu lassen, ist sicher keinem Zufall entsprungen. „Ant-Man and the Wasp“ ist als Atempause gedacht, als launiger Snack zwischen den „Avengers: Infinity War“-Teilen, bewusst knapp in der Fortschreibung des Marvel-Universums, um die Zuschauer nicht mit noch mehr Details zu überladen. Er ist die Sitcom unter den Dramen – und wie „Black Panther“ weiß er genau, was seine Aufgabe ist.

Es hat mich gefreut, dass „Ant-Man“ wie „Black Panther“ nicht versucht, der platten Formel „Bösewicht A sucht Gegenstand B, damit C eintritt, wogegen nur D helfen kann“ zu folgen. Es ist ebenfalls ein „interner“ Film, dessen zentrale Konflikte familiärer Natur sind und mit der Verantwortung für die zu tun haben, die wir lieben. Es ist ein Film, dessen großes Ziel nicht das Erreichen oder Verhindern einer Katastrophe ist – im schlimmsten Fall bleibt alles beim Alten und Hank Pyms Frau wird nicht gerettet. Folgerichtig wachsen Scott, Hank, Hope und Janet im Verlauf des Films noch mehr zu einer Familie zusammen, die im weiteren Umfeld auch Luis & Konsorten sowie Scotts Ex-Frau beinhaltet.

Aber da liegt auch das Problem. „Ant-Man and the Wasp“ ist eine Feelgood-Superheldenkomödie mit Herz, vollgestopft mit sympathischen Szenen, „close calls“, Sprüchen und wirklich einfallsreichen Actionszenen – aber sie spielt mit zu geringem Einsatz und füllt die Laufzeit mit einem Dutzend überflüssiger Charaktere, die sich nur deshalb die Klinke in die Hand geben, weil die Dramaturgie selbst keinen Vorwärtsdrang besitzt. Letztlich erinnert „Ant-Man“ eher an „Is was, Doc?“, nur dass hier ein geschrumpftes Labor statt einer Reisetasche wie beim Ringelreihen rumgereicht wird. Der Film läuft nicht auf ein Finale zu – er verhindert mit immer neuen Kapriolen, dass das Finale nicht schon nach zehn Minuten kommt.

Weil es primär darum geht, Hanks Frau zu retten, gibt es auch keinen wirklichen Antagonisten – alles, was hier an Gegenspielern in die Story gedengelt wird, wirkt halbgar und unentschlossen. Weder hätte man die erschütternd unlogische und blass gestaltete Figur „Ghost“ (samt Laurence Fishburne als Mentor) gebraucht, noch Luis & Konsorten oder den geradezu beleidigend doofen Tech-Schwarzhändler Burch oder die FBI-Niete Woo. Sie alle sollen nur verhindern, dass der Zuschauer merkt, dass es „Ant-Man and the Wasp“ an einem zentralen Konflikt, einem zentralen Dilemma mangelt. Darum hängt er im Mittelteil auch etwas durch.

Trotzdem amüsiert man sich über die Laufzeit sehr gut – „Ant-Man and the Wasp“ sollte nie eins der schweren Dramen des MCU sein und als Leichtgewicht kann der Film in einem zu heißen Sommer prima zwei Stunden rumbringen. Er ist angenehm frei vom Pathos des „Black Panther“ oder der brachialen Weltengestaltung von „Avengers: Infinity War“. Und ja, er macht auch Lust, mehr Abenteuer nicht nur von Scott Lang, sondern vom gesamten Ant-Clan zu sehen.

Nur mit Evangeline Lilly werde ich, wie schon bei Teil 1, nicht warm. Sie und Paul Rudd haben wirklich erschütternd wenig Chemistry – weshalb die zentrale Liebesgeschichte diesmal auch in den kompetenten Händen von Michael Douglas und Michelle Pfeiffer liegt.

Fazit: Als Fortsetzung von „Ant-Man“ und als „Arbeiterklasse-Superheld“-Komödie sehr launig, aber offensichtlich mehr interessiert an Action-Gimmicks und Sprüchen als an einer packenden Story, plausiblen Antagonisten oder einem größeren Erzählbogen. Da wäre mehr drin gewesen. Die erste Post Credits-Sequenz ist allerdings ein fettes Highlight.

 



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Markus

Ja, kann man so sehen. Ich fand „Black Panther“ besser als den zweiten „Ant-Man“, hab aber nur den kurz besprochen:
http://www.sitzkartoffel.de/?p=1310

Bin gespannt, wie “ Captain Marvel“ da reinpasst. Bislang gibt es sehr viele Theorien zur „Infinity War“-Fortsetzung, aber noch kein richtiges Bild.

heino
heino

Ich fand „Black Panther“ sehr enttäuschend. Das war zuviel Malen nach Zahlen, BP ist nur edel, Wakanda erinnert an Pocahontas oder Avatar in seiner künstlichen Kitschigkeit, der so hochgelobte VIllain entpuppt sich am Ende auch nur als durchgeknallter Psycho mit Gotteskomplex und Ulysses Klaw so nebenbei zu entsorgen, halte ich für einen Fehler. Den hätte man noch gut verwenden können. Und der Fight am Ende war nicht besser als der CGI-Fight in „Blade 2“, wirkt aber wesentlich deplatzierter.
Dafür war Shuri ein Knaller und Angela Bassett sollte eh viel mehr Rollen kriegen.

Im Gegensatz zu dir finde ich Evangeline Lilly toll und freue mich darauf, sie im neuen Film zu sehen. Aber schon der erste Film hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, was sehr schade ist.

Dietmar

Ich schließe mich @heino an: Black Panther hat mich enttäuscht.

Ich verstehe vollkommen, was die Verdienste dieses Films sind, die Du beschreibst, und finde das alles klasse. Aber was soll ich machen: Es gibt wenig Filme, bei denen mich gleich so viel gestört hat, dass ich emotional ausgestiegen bin und mich eigentlich über den Unsinn ärgerte.

Meistens neige ich dazu, Widersprüche oder Logik-Löcher glatt zu übersehen. War hier nicht so.

Auf der Plus-Seite: Tolle Schauspieler, schöne Frauen und schöne Männer, die sich phantastisch präsentieren. Und Andy Serkis ist ein Knaller! Das war ja mal ein cooler Charakter!

Um das wieder einmal an einem Beispiel zu verdeutlichen: Ant-Man hat viele Logik-Löcher. Die haben mich aber nicht gestört. Bei Black Panther nur zwei von vielen: 1. Der Black Panther ist der König. Nur nicht bei T´Challa. Der ist Black Panther, bevor er König wird, um der Black Panther zu sein. 2. Sowohl der alte Black Panther als auch T´Challa verhalten sich nach Einsätzen absolut unverantwortlich Schutzlosen gegenüber. Will ich nicht ausführen wegen Spoilern.

Leute toll, Idee grandios, Produktions-Werte herausragend, alles super. Nur: Mitgenommen hat mich der Film überhaupt nicht.

Stefan
Stefan

„Ist Disney der Mut ausgegangen?“

LOL, der war gut. Disney und Mut, ganz köstlich.

Disney hatte noch nie „Mut“. Nicht mal der selige Walt selbst hatte Mut. Aber dafür jede Menge Verschlagenheit, gepaart mit einer großen Portion Geschäftstüchtigkeit und zwei Esslöffeln Skrupellosigkeit.

Sie reisen halt als Trittbrettfahrer, von Beginn an und seit Jahrzehnten schon, und das äußerst erfolgreich. Und sie springen auf jeden Zug auf, der vorbeifährt und ihnen geeignet erscheint. Mal ist es der Bambi-Zug und ein andermal der Tarantino-Zug. Egal. Momentan sind es eben zufällig schwarze Züge. Es könnten aber auch gelbe, rote oder blaue sein. Oder eben weiße. Disney ist völlig wurst, mit welcher Farbe die Züge angemalt sind. Hauptsache sie versprechen, den Gewinn zu maximieren.

Mich wundert lediglich, dass der Black Panther männlich ist. Er könnte (müsste schon fast) doch auch weiblich sein. Oder wenigstens schwul oder zumindest sexuell unentschlossen. Oder behindert. Aber das kommt bestimmt demnächst noch, ein Film mit einer lesbischen schwarzen Superheldin im Rollstuhl, die sich schon seit ihrer Kindheit sicher ist, dass sie viel lieber ein schwuler schwarzer Superheld im Rollstuhl wäre.

Disney ist so ungefähr der zynischste Konzern, der diesseits der IG Farben und der Reichswerke Hermann Göring überhaupt denkbar ist.

Die perfideste Masche von allen ist nämlich die, vorzugeben, man sei nach langer Zeit urplötzlich sensibel für Minderheiten geworden. Und in Wirklichkeit ist man das gar nicht geworden, sondern hat lediglich eiskalt erkannt, dass Minderheiten aller Art gerade satte Gewinne versprechen.

Es freut mich aber, dass dir der Film so gut gefallen hat und beglückwünsche ganz herzlich die LvA. Warum letzteres? Weil sie mit dir nicht in jeden Film geht, nur weil du gerade sagst, den müsse man sich jetzt sofort unbedingt zusammen anschauen. Dieses Verhalten lässt auf Klugheit, wenn nicht sogar große Weisheit schließen.

Und „Vibranium“ ist so peinlich, dass dieser Neologismus schon fast wieder lustig ist. Man darf sich dieses Vibranium nur nicht versehentlich zu tief einführen, sonst kriegt man es nicht mehr raus und dann grummelt es im Magen hinterher so lange, bis die Batterien des Vibraniums leer sind.

Dietmar

Disney hatte noch nie „Mut“. Nicht mal der selige Walt selbst hatte Mut. Aber dafür jede Menge Verschlagenheit, gepaart mit einer großen Portion Geschäftstüchtigkeit und zwei Esslöffeln Skrupellosigkeit.

Wer noch nie einen Betrieb aus eigener Kraft nur mit einer Vision aufgebaut hat, kann so etwas gelassen und selbstgerecht hinschreiben.

Ich weiß ehrlich nicht, was solch ein Rant soll. Trolling as art? Irgendwelche Anmerkungen zu den Filmen? Nein? Dann vielen Dank für nichts.

Es freut mich aber, dass dir der Film so gut gefallen hat und beglückwünsche ganz herzlich die LvA. Warum letzteres? Weil sie mit dir nicht in jeden Film geht, nur weil du gerade sagst, den müsse man sich jetzt sofort unbedingt zusammen anschauen. Dieses Verhalten lässt auf Klugheit, wenn nicht sogar große Weisheit schließen.

Irgendwer, vielleicht hast Du ja Freunde, die das für Dich machen wollen, sollte Dir mal erklären, das Ad-Hominem-Attacken nicht nur keine Argumente sondern vielmehr ekelhafte Rüpeleien sind, insbesondere wenn sie die Lebenspartner und Familie als Waffe missbrauchen.

Du widerst mich gerade sehr an.

Marcus
Marcus

Ich mache es mal kurz und sage: dummes Zeug.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Black Panther ist der Wonder Woman des Marvel-Universums: Riesenhype darum und letztendlich als Film gerade mal ok.

dermax
dermax

Stimme zu, die Milliardenumsätze erschliessen sich mir auch nicht. Herausheben kann man absolut, dass hier endlich mal der Bösewicht durchaus legitime Forderungen hat und man „eigentlich hat er ja recht“ raunt. Aber dann wird das leider wieder durch eine extreme Radikalität „alle bewaffnen und zwar sofort, ohne Rücksicht auf irgendwas“ ausgehebelt, damit man sich beruhigt auf die Seite des Guten schlagen kann.

Dietmar

Und der hat bei Black Panther ja sowas von recht! Was Papa Panther da macht, also ne…

Heino
Heino

Naja, das lässt sich leicht erklären. WW wurde als erster feministischer Superheldenfilm gehypt (totaler Schwachsinn, nichts daran ist feministisch) und Black Panther als erster wirklich schwarzer Superheldenfilm, was tatsächlich insofern war ist, als sowohl die Darsteller als auch das komplette Produktionsteam überwiegend schwarz ist (was bei Spawn und Blade ja noch völlig anders war). Dass der Film letztlich nur „König der Löwen in neuer Verpackung ist, steht auf einem anderen Blatt

Dietmar

Die profitieren beide davon, dass sie sozial brisante Themen aufgreifen: Gleichberechtigung für Frauen und Schwarze. Nichts gegen zu sagen. Aber ja, auch Wonder Woman hat mich nicht so sehr vom Hocker gerissen, nur habe ich den Film mehr genießen können als Black Panther. Gal Gadot ist aber auch eine Show für sich. Sehr sympathisch und wunderschön.

Matts
Matts

Wie einige andere hier war ich von Black Panther nach dem ganzen Hype auch etwas enttäuscht. Er hatte ein schöne Ideen und 1-2 gute Action-Setpieces. Aber angesichts des Budgets sah das CGI stellenweise wirklich mies aus.
Positiv hervorzuheben ist dagegen der Bösewicht. Er ist definitiv nicht die ausgefeilteste und komplexeste Figur, aber nicht zuletzt dank Michael B. Jordans Performance einer der besten Antagonisten im MCU (mit denen tut man sich ja generell schwer). Vielleicht liegt es auch zum guten Teil daran, dass ihm mit T´Challa ein absolut blasser und bliebig-langweiliger Protagonist gegenüber steht. Ganz ehrlich: Wenn Killmonger nicht so ein rassistischer Kriegstrieber wäre, würde ich ihm den Thron sogar gönnen…

Von Ant Man and the Wasp hab ich dagegen ziemlich genau das bekommen, was ich erwartet hatte: Leichte Unterhaltung für zwischendurch. Alles was sie mit dem Schrumpf- bzw. Vergrößerungsthema anstellen hat mich leider nicht mehr ganz so fasziniert, wie im 1. Teil. Schwer zu sagen, ob da schon der Gewöhnungseffekt eingesetzt hat, oder ob sie einfach nicht so gute Ideen hatten.
Was die Marvel Studios aber meiner Meinung nach richtig gut drauf haben, ist das digitale De-Ageing der Schauspieler. Das sah bei Michael Douglas und Michelle Pfeiffer so gut wie noch nie aus.

Dietmar

Aber angesichts des Budgets sah das CGI stellenweise wirklich mies aus.

Ah ja! In der Krönungsszene im stillgelegten Wasserfall erinnerte mich die Menge an die kleinen Männchen, die in der „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ Nemos U-Boot vor dem Abtauchen bevölkerten. Künstlicher geht´s kaum.

heino
heino

Eben gesehen und insgesamt stimme ich dir unumwunden zu. Sympathische kleine Komödie, die wirklich viele gute Gags aus dem Verkleinerungs/Vergrößerungsgimmick zieht und auch die Nebenfiguren meist gut einzusetzen weiß, obwohl einige dieser Figuren brutal überflüssig sind und auch einige Gags nicht zünden. Dafür waren leider beide Post Credit-Szenen komplett überflüssig, da sie weder die Handlung voran treiben noch sonderlich witzig oder interessant sind.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Naja, die erste Post-Credit-Szene hat zumindest zum Stand nach IW aufgeschlossen und war damit nicht so unwichtig. Szene 2 war aber tatsächlich eher noch ein kleiner Gag (inkl. des üblichen Texts mit Kniff).
Der Film selbst hat für einige Lacher gesorgt, auch wenn man sich natürlich wieder bei einigen Ideen des Vorgängers bedient hat (Stichwort: Wahrheitsserum-Geschichte).
Das De-Aging sah tatsächlich richtig gut aus, kein Vergleich mehr zum künstlich verjüngten Robert Downey Jr. in äh… welchem Marvel-Dingens aus jüngerer Vergangenheit war das gleich?!

Heino
Heino

Das war in Age of Ultron

invincible warrior
invincible warrior

Das Deaging war in Civil War, man musste ja die Beziehung zu seinen Eltern aufzeigen. Und da Marvel das bewusst war, haben sie ja auch die Szene so eingebaut, dass das eine nachgestellte Szene mit Tonys neuestem Gadget war während einer Präsentation. Da war die Szene mit Michael Douglas (und Martin Donovan) im ersten Ant-Man noch zweifelhafter.

Christian Siegel

Interessant: Ich empfand gerade den vergleichsweise kleinen, aber dafür umso persönlicheren Einsatz als größte STärke des Films. Es gibt eh schon viel zu viele Superheldenfilme, wo die Welt gerettet werden soll. Und angesichts des absehbaren Resetbuttons im vierten Avengers-Film hatte auch die erste Post-Credits-Szene (wie schon das Ende von „Infinity“ War) keine große Wirkung auf mich. Ich war von Ant-Man 2, als jemand, der den ersten nur so la la fand, jedenfalls positiv überrascht. Bei Black Panther sind wir allerdings auf einer Linie.