Diesen Text hatte ich heute schon im Reisebericht zu Porto drin – aber da blockierte er mir letztlich den Flow der Geschichte etwas zu sehr. Also hier noch mal separat.

Ein Geständnis: Ich verachte „man bags“. Eigentlich. Mein Vater brauchte als Taxifahrer in den 70er Jahren so ein Ding für das Handgelenk, in dem sich meistens Unmengen von Quittungen, Tabletten und Schlüsseln sammelten. „Friends“ hat schon vor 20 Jahren zu dem Thema eine ganze Episode gemacht:

Männertaschen sind der Gipfel der Uncoolness. Sie erinnern an die unsäglichen „fanny packs“, die man in den 90ern um die Hüfte schnallte. Ein echter Mann braucht so etwas nicht, der bringt Schlüssel, Brieftasche und Handy lässig in den Hosentaschen unter.

Leider sieht die Hose dann aus, als hätte sie Beulenpest. Und spätestens bei einer Flasche Wasser und einem kleinen Reiseführer ist Schicht im Schacht. Hinzu kommt, dass mir in den letzten Monaten immer bewusster wurde, wie praktisch so ein (kleines!) Teil bei Reportagen und Festivals wäre, wenn der Rucksack einfach zu groß und unhandlich ist. Also machte ich mich auf die Suche und fand die hier:

Gerade groß genug, um ein 10 Zoll-Tablet aufnehmen zu können, mit ausreichend Taschen für wirklich jeden Schnickschnack – UND zwei Äpfel. Wurde erst kürzlich beim B-Film Basterds-Festival, einer Reportagereise letzte Woche und in Porto ausführlich getestet und für gut befunden. Wird mir ein steter und treuer Begleiter sein.

Wie steht ihr zu dem Thema?



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Ingo Ahrens
Ingo Ahrens

Hab seit 1-2 Jahren eine ähnliche in braun, etwas kleiner vielleicht. Find‘ die fantastisch, wenn ich mal „normale“ Hosen anhabe z.B. zum Tanzen (also keine Cargo mit Seitentaschen für Smartphone und Portemonnaie). Nichts hasse ich mehr als dicke Brieftasche am Gesäß, Smartphone erst recht.

Für mich außerdem ideal als Tasche für Zeichenutensilien (Urban Sketching).

Weiß auch gar nicht wo da das Problem ist, Männlichkeit und so, neulich erst eine Gruppe junger Türken gesehen die mit Nike-Man Bags rumliefen. Also, nur zu 🙂

Marko

Furchtbar. Aber jetzt nicht speziell das Teil da oben, sondern generell. Ich hab drei Rucksäcke in verschiedenen Größen, das langt. Und ist auch auf dem Rad einfacher.

hilti
hilti

Ah, der Wortvogel hat das Alter erreicht wo es ihm egal ist obs cool ist oder nicht. Ich bevorzuge Rucksäcke, weils beim Fahradfahren praktischer ist. Aber ansonsten ist gegen so Umhängetaschen nichts einzuwengen.

Squirrelius

Zufall, das diese FRIENDS Folge heute kam? Ich glaube kaum 😉

frater mosses von lobdenberg

Alles, was einseitig zieht, macht mir binnen Minuten Rückenschmerzen, also: Rucksack. Das hat auch damit zu tun, dass ich oft mit Hund oder ÖPNV unterwegs bin, auch in Kombination. Da will moss die Hände frei und sicher nicht noch so ein loses Geschlampe an der Schulter hängen haben, das immer dann in den Weg schwingt, wenn mans nicht brauchen kann.

Thorben
Thorben

Habe tatsächlich ein Sammelsurium an Taschen, 2 Rucksäcke (einer groß, einer für Laptop und Co) und 2 Umhängetaschen (eine für A4-Dinge und eine genau Tablet passend), so dass ich eigentlich immer mitnehmen kann, was ich brauche. Dazu noch einen Halfter für die Kamera (cooles Teil, wie ein Colt-Halfter) und so habe ich eigentlich für alle Anlässe was zur Hand.

Stephan
Stephan

Aktentasche. Am Henkel. In der Hand. Alles andere ist Firlefanz. Schlüssel, Telefon und Geldbeutel in Hosen- bzw. Jacketttaschen.

Und wer mit 25+ Rucksäcke trägt – außer zum Wandern oder zur Jagd – hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

Dietmar

🙂

Rucksack beim Fahrradfahren geht auch!

Marko

Ich habe nicht die Kontrolle über mein Leben verloren, ich habe sie nie besessen.

Dietmar

Manchmal sind Taschen unvermeidlich. Ich vermeide sie, wenn sie vermeidbar sind.

Meine ist alt und abgeschrabbelt. Ich kaufte sie 1990 für mein Abitur. Sie begleitet mich seitdem in Beruf und Studium, hat kleinere Löcher, die ich als shabby chic bezeichne, wurde mehrfach geflickt. Kein Bedarf, etwas Neues zu kaufen. Bis sie auseinanderfällt. Wenn ich sie trage, dann wie Indiana Jones.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Bin eigentlich eher der Rucksack-Typ, weil einfach mehr reinpasst, aber gerade im Sommer ist mit dem Ding auf dem Rücken nach zehn Minuten das T-Shirt durch :/ Daher nutze ich eine „etwas größer als DinA4“-Umhängetasche für die warmen Tage und für Konzerte – aufgrund der zu vermutenden Terrorgefahr von „etwas größer als DinA4“-Umhängetaschen – noch ein wesentlich kleineres Äquivalent, in das die Geldbörse und das Brillenetui reinpassen (damit die Sehhilfe im Circle Pit nicht kaputtgeht :D)

frater mosses von lobdenberg

Gestern war hier mal wieder TeXie-Stammtisch. Einer der Regulars kommt immer mit dem Rad und bevorzugt Schultertaschen. Gestern hatte er eine wunderschöne Diplomatenschärpe aus Schweiss schräg über Brust und Rücken. ’nuff said. 😉

HendrikM

Ich trage inzwischen seit ca. 8-10 Jahren diese sogenannten „Messenger Bags“ oder auch „Man Bags“ und finde diese extrem praktisch und stylish noch dazu. Gibt es ja dazu in jeder erdenklichen Größe, Farbe und Verarbeitung, mit oder ohne Leder u.s.w. – also kann man dir zu deinem Kauf nur gratulieren!

Halbblut
Halbblut

Der Mann hat sich das früher auch nie vorstellen können – aber seit 3 Jahren fühlt er sich nackt, sobald er ohne Tasche das Haus verlässt 😉 und: ich hab genug an meinem eigenen Kram zu schleppen, als daß es noch sein Sammelsurium in meiner Tasche braucht… Daher: dafür!

oliver becker
oliver becker

Es hilft nix. Die Dinger sind so uncool wie Campino.