Keine Sorge, ich bin nicht abgetaucht – ich war nur mal wieder fünf Tage lang auf Reportagereise für die Liebes Land in der Republik unterwegs (neues Heft seit Mittwoch am Kiosk, btw). Einer muss ja.

Nun wollte ich mal willkürlich zusammen schreiben, was einem dabei so alles passiert.

Fangen wir mit der Hinreise von Baden-Baden nach Berlin an. Eigentlich ganz beschaulich, wenn auch mit gut sieben Stunden arg lang. Schon vor Karlsruhe komme ich an zwei brennenden Lastwagen auf der Gegenspur vorbei. Ich mache ein dokumentarisches Foto für die LvA, das ich hier allerdings nicht zeigen werde – ich finde Gafferei zum Kotzen und außerdem hat es einen Toten gegeben. Das ist kein Thema.

Die lange Fahrtzeit vertreibe ich mir erneut mit Radio-Dokumentationen aus der empfehlenswerten Audiothek: Etwas über die Tochter einer RAF-Terroristin, ein Feature über das Leben in einem Wohnsilo in Gladbeck, neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Glück und Erwartung. Ich spiele mit dem Gedanken, mit auch noch eine aufwändig eingedeutschte Adaption von Orson Welles Radio-Version zu Josef Conrads „Heart of Darkness“ anzufangen, aber das sind fünf Teile und dafür reicht aktuell die Konzentration nicht.

In Höhe Gießen macht es vernehmlich „zackrsch“. Steinschlag vermutlich. Auf der linken Seite der Windschutzscheibe meines Firmenwagens zeigt sich ein knopfgroßer Einschlag. Und dann ein Riss im Glas. Zwei, drei, vier Zentimeter. Die wechselnde Größenangabe ist nicht meiner Unfähigkeit geschuldet, die Länge zu schätzen – der Riss wird größer, zieht sich von nach links nach rechts horizontal über die Scheibe. Es mag der Druck des Fahrtwindes sein, der ihn treibt. Ein unangenehmes Gefühl, auch wenn nach ca. 25 Zentimetern erstmal eine Pause einlegt. So etwas ist mir in 30 Jahren auf deutschen Straßen noch nicht passiert. Ich summe unwillkürlich den Werbejingle „Carglass repariert – Carglass tauscht aus“.

Egal: Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!

Das nächste Ereignis möchte ich anonymisieren, denn niemand hat etwas von albernen Schuldzuweisungen. Sagen wir einfach: eine solide gefüllte Tasse Kaffee (mit Milch und Zucker) breitet sich am nächsten Morgen großflächig über meinem Macbook Air aus. Ich reiße es sofort hoch und halte es kopfüber, um die Schwerkraft an meiner Seite zu haben, die einen Großteil der Flüssigkeit aus dem Inneren meines unersetzbaren Reisecomputers halten soll. In diesem Moment schaltet sich das Gerät bereits aus. Ein Blick auf das Netzteil – es wird auch nicht mehr geladen.

Ach. Du. Scheiße.

Erste Hilfe: Tastatur großzügig mit Küchenpapier abtrocknen, die Ränder der Tasten mit kleinen Schnipseln abstochern, um soviel Kaffee wie möglich aufzusaugen. Dann einen Föhn nehmen, auf kalt stellen und durch den USB-Port blasen lassen. Der Kontakt Kaffee & Motherboard muss minimiert werden. Im Kopf gehe ich schon die Szenarien durch: Ist der Rechner hin, habe ich zumindest keine unverzichtbaren Dateien verloren – Backup und Cloud sei Dank. Email und Routenplanung kann ich mit dem Smartphone erledigen, für die Unterhaltung habe ich mein Tablet dabei. Aber die Arbeit auf der Reportagereise wird erschwert. Und es kommt einfach scheiße ungelegen.

Nach einer Stunde versuche ich den Rechner hochzufahren. Die Tasten schmatzen, aber siehe da – er lebt. Ich teste kurz die Funktionen – kein Ton. Da könnten die Lautsprecher durchgebrannt sein. Damit kann ich leben. Kopfhörer habe ich dabei. Allerdings springt auch sofort der Lüfter an, was beim Macbook ja eher selten vorkommt. Ich beschließe, den Rechner nochmal ein paar Stunden liegen zu lassen.

Ein paar Stunden später. Ich fahre den Rechner erneut hoch. Die Tasten schmatzen nicht mehr, sie kleben. Der Kaffee ist getrocknet. Erfreulicherweise höre ich den Startsound des Betriebssystems. Die Lautsprecher funktionieren wieder. Allerdings kann ich mich nicht einloggen: ein stotterndes Geräusch und ein flackernder Cursor lassen darauf schließen, dass ein paar klemmende Tasten permanenten Input geben und damit jede ordentliche Eingabe unmöglich machen. Und wieder der Lüfter.

Seufz. Also doch Austausch?

Ich versuche es weiter, lege das Macbook in den Firmenwagen auf den Rücksitz. Dort ist es dank der Stauhitze SEHR warm und ich hoffe, der Computer wird auf diese Weise noch etwas mehr Kaffee los. Mehr kann ich nicht tun. Ich beruhige mich mit dem Gedanken, dass moderne Notebooks kaum noch mechanische Teile besitzen. Auch in meinem Macbook werkelt eine SSD. Ein traditionelles Laufwerk hätte den Schwall Kaffee sicher nicht überlebt.

Zum Abend hin beschließe ich einen letzten Versuch. Ich greife mir das Macbook und fahre es mit wenig Hoffnung hoch. Aber siehe da: Es startet. Ich kann mich einloggen. Sound ist da. Die Festplatte meldet keine Fehler. Der Lüfter bleibt still. Ein paar Tasten sind noch etwas schwergängig und klebrig, aber sie verursachen keine Fehler mehr. Zumindest kann ich in diesem Zustand nochmal ein aktuelles Backup machen.

24 Stunden später verhält sich der Computer, als wäre nichts gewesen. Auch die Tasten kleben nicht mehr. Das Macbook scheint die Tasse Kaffee im wahrsten Sinne des Wortes gut verdaut zu haben. Ich sage das selten, Apple, aber: Respekt.

So kann ich die Reportagereise wie geplant durchziehen, auch wenn der Riss in der Windschutzscheibe über Nacht ein paar Zentimeter gewachsen ist und die Richtung gewechselt hat – er geht nun nach oben. Nicht sehr vertrauenserweckend.

Egal, bis auf ein paar Probleme mit dem Wetter läuft alles wie erhofft und wir bekommen viele, viele schöne Bilder in den Kasten. Außerdem werde ich von den Reportagepartnern vor Ort sehr spannend und lecker durchgefüttert (wer kann von sich sagen, schon mal Kresse-Eis und isländische Pfannkuchen gegessen zu haben?).

Trotzdem sind die Tage lang, der Internet-Empfang in den Provinzhotels ist schlecht und ich bin sehr froh, als ich den Fotografen am Samstag nachmittag in Kassel in den Zug nach Berlin setzen kann, um mich danach auf den Weg nach Baden-Baden zurück zu machen. Schließlich spielt auch am Abend die Nationalmannschaft um die weitere Teilnahme bei der WM.

Business as usual: ich höre ein paar Radio-Features über die Audiothek und halte mich mit Kaffee aufrecht. Der Verkehr hält sich in Grenzen, da kann ich auf eine Heimkehr am frühen Abend hoffen. Eigentlich soweit alles easy – bis ich hinter einer langen Baustelle in Höhe Karlsruhe ungefähr fünf Wagen hinter mir ein aggressives Fernlicht aufblitzen sehe.

Aha, da kommt einer, dem sind wir alle nicht schnell genug.

Wie aus dem Klischee – ein Porsche Panamera. Manchmal tut mir Porsche leid, wenn Porsche-Fahrer die Klischees über Porsche-Fahrer derart bestätigen.

Ich schaue auf meinen Tacho: Ich fahre solide 160 km/h. Sofort nach rechts geht nicht, dort fährt man 120 und ich müsste gefährlich abbremsen. Also schaue ich nach einer Lücke, um den drängelnden Herrenmenschen im PS-Monster vorbei zu lassen.

Das reicht ihm nicht. Als der letzte Wagen zwischen uns ausgewichen ist und er mich direkt vor sich hat, tippt er augenblicklich wieder das Fernlicht, als wolle er ein Morse-Signal senden. BAM BAM BAM BAM!!! Aus dem Weg, du Idiot! Er kommt mit locker 220 Sachen angeschossen und bremst erst einen Meter hinter meinem Kofferraum ab.

Ich schaue ihn mir im Rückspiegel an. Silbergraue Haare, tennisschlank, teures Polohemd, Goldkettchen, 30 Jahre jüngere Frau auf dem Beifahrersitz. Ein Alpha-Männchen, das mit seinem Wagen auch exklusives Recht auf freie Fahrt mit beliebiger Geschwindigkeit gekauft hat. Und dieses Recht nehme ich ihm grade. Das kann er so nicht hinnehmen. Wo sind wir denn hier?!

Er bombardiert mich noch einmal mit Lichtblitzen. Die Tatsache, dass ich gerade wegen seiner aggressiven Geschwindigkeit nicht ausreichend abbremsen kann, um auf die rechte Spur zu wechseln, kann oder will er nicht verstehen. Ich brauche ausreichend Platz, um auszuweichen. Das dauert ihm zu lange. Grrr… grrr… grrr…

Ich winke ihm – einmal, um ihm zu zeigen, dass ich ihn durchaus wahrgenommen habe, darüber hinaus, um ihm zu zeigen, dass ich mich nicht provozieren lasse.

I shit you not: Er zieht hektisch sein Handy hervor und beginnt, mich zu filmen oder zu fotografieren! Was hat er vor? Will er Beweise für eine wie auch immer geartete Anzeige? Ich versuche mir das Szenario vorzustellen – er auf dem Revier:

Porsche: Ich habe das alles dokumentiert – hier! Mit dem Handy! Verhaften Sie das Schwein!

Beamter: Und diese Fotos haben Sie während der Fahrt gemacht? Als Fahrer? Mit dem Handy?

Porsche: Das tut doch nichts zur Sache! Schauen Sie mal, wie unverschämt der mich blockiert und dabei auch noch grinst!

Beamter: Das kann ich primär deswegen gut sehen, weil sie anscheinend extrem eng auffahren. Schon mal was von Nötigung im Straßenverkehr gehört?

Porsche: Was soll ich denn machen, wenn dieser PS-Plebs den Weg nicht frei macht?! Ich hatte den doch schon mindestens ein Dutzend Mal mit Fernlicht aufgefordert, gefälligst auszuweichen! Meinen Sie denn, ich fahre auf der A5 aus Spaß an der Freude mickrige 160?

Beamter: Aha… ich denke, ich schreibe mir das besser mal auf.

Porsche: Genau! Den müssen Sie aus dem Verkehr ziehen! Aber pronto!

Ich will ihn gar nicht provozieren. Ich will ihm ausweichen. Aber ich sehe erst jetzt eine Lücke, vielleicht ein paar Hundert Meter vor mir. 10, 20 Sekunden muss er sich noch gedulden. Aber Geduld ist nicht seine Stärke. Er dreht noch mal auf, drängelt sich an mein Heck, als befänden wir uns in einer Verfolgungsjagd von „Mad Max“. Einen Moment spiele ich mit dem Gedanken, kurz die Bremse anzutippen. Aber damit würde ich in dieser Situation auch mit unser aller Leben spielen. Wenn der schon nicht bei Sinnen ist, muss wenigstens ich meine Murmeln beisammen halten.

Die Lücke ist da, ich schere aus. Ich kann an der Art, mit der sein Porsche einen Satz nach vorne macht erkennen, dass er den Fuß auf das Gaspedal gerammt hat. Vielleicht 20 Zentimeter beträgt der Abstand, mit dem er an mir vorbei rauscht – die rechte Handfläche durchgehend auf der Hupe.

Er kommt genau 100 Meter weit, dann hängt er dem nächsten Wagen am Heck. Ich sehe wieder das Fernlicht. Ist es vielleicht doch ein Notarzt auf dem Weg zum Einsatz?

Ich habe diesen unangenehmen Menschen schon vergessen, als ich in Baden-Baden die Autobahn verlasse. Kurioserweise sehe ich ihn aber genau dort auf der B500 wieder – hinter mir. Entweder hat er Kaffeepause gemacht oder sein Fahrstil hat ihn keinen Deut schneller in die Stadt gebracht als mich. Ist das womöglich kein Zufall? Verfolgt der mich? Will er Rache?

Ich fahre zur Tankstelle, damit der Wagen Montag in der Firma sofort zur Reparatur der Scheibe gebracht werden kann. Hinter mir fährt der Porsche raus – an einem edlen Designer-Hotel, das die Protzschlitten der begüterten Gäste nicht in die Parkgarage bringt, sondern vor der Lobby wie im Showroom ausstellt. Von der Zapfsäule aus kann ich ihn sehen. Er ist relativ klein, drahtig, nicht nur tennisschlank, sondern auch tennisbraun. Das Gepäck ist von Louis Vuitton, einen Anzugsack lässt er sofort auf einem Gepäckroller aufhängen. Er wirkt nicht wütend, nicht aufgeregt. Ich glaube fast, der tägliche Zweikampf auf der Autobahn ist für ihn Routine – und in seiner Welt ist er der Überzeugung, dass er ihn ja auch immer gewinnt.

Einen Moment lang denke ich darüber nach, hinzugehen und ihn anzusprechen. Einfach mal fragen, was er sich bei solchen halsbrecherischen Aktionen denkt. Ob er schon mal was von Nötigung gehört hat? Ob er eins auf die Nase möchte? Oder ob er ernsthaft denkt, die völlige Absenz von Vorsicht und Souveränität würde ihn nicht wie ein albernes Würstchen wirken lassen?

Aber mir ist klar, dass dieser Mensch in seiner Welt ein „Player“ ist, dass er sich in ein Selbstverständnis von Macht und Möglichkeiten kleidet, das ich mit meinem Mitleid nicht torpedieren könnte. Sein Kontostand rechtfertigt seine Arschlöchrigkeit, die er nicht als solche wahrnimmt. Es wäre ein fruchtloser Versuch, ihm in ein Gewissen zu reden, das er nicht hat. Schlimm genug, dass ich fast 50 werden musste, um das erkennen. Ich tanke meinen Wagen fertig und mache mich auf den Heimweg.

Ich treffe auf meinen Reisen viele spannende Menschen an vielen spannenden Orten. Und manchmal treffe ich halt auch – solche.



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Dr. Acula

Dass du den Porsche-Idioten nicht zur Schnecke gemacht hast, enttäuscht mich persönlich und menschlich 🙁

Dietmar

Ja. So kennt man den Wortvogel gar nicht. 🙁

Dietmar

Ich fahre nicht mehr so viel Autobahn wie ich früher musste, deshalb sind solche Porsche-Geschichten zum Glück selten geworden.

Brennendes Auto: Auf meiner Strecke zu meinem Betrieb fiel mir im Manövergebiet eine aufgeschmolzene Stelle der Fahrbahndecke und der verbrannte Seitenstreifen auf. Prompt zeigte mir eine Schülerin ein Foto des völlig ausgebrannten Autos ihrer Eltern. Mit dem war ihre Schwester mit einer Freundin an einen See gefahren. Als sie zurückkehrten, fing das Auto unterwegs an zu qualmen. Sie hielt, da verriegelten die Türen! Dann entriegelten sie, verriegelten wieder und das Auto fing an zu brennen. Als die Türen wieder entriegelten, konnten die beiden jungen Frauen aus dem Auto raus. Der Landrover ist so ausgebrannt, dass nicht einmal das Drahtgeflecht der Sitze standgehalten hat. Der Wagen kam gerade von einer 3.000-€-Reparatur aus der Werkstatt.

Reportage: Ich lese sie fleißig (wir wollen unser Badezimmer neu einrichten und werden dafür dank Deiner Reportage wahrscheinlich nach Hamburg fahren, wo diese junge Frau (Name fällt mir gerade nicht ein, aber die Ausgabe habe ich im Haus) Möbel individuell aufbereitet), meine Mutter liebt Liebes Land und es liegt als Lektüre im Warteraum meines Betriebes aus. Bis zur Betriebseinstellung am Donnerstag.

Marcus
Marcus

Zu deiner Entspanntheit bzgl. größerwerdendem Riss in der Fensterscheibe: Aaaaaalter!!!!!

Zu Mr. Mikropinsel im Porsche: we’ve all been there. Ich persönlich entscheide ja immer, wenn ich so einen hinter mir habe, dass ausreichender Sicherheitsabstand auch und gerade beim Spurwechsel ganz, ganz wichtig sind (man will ja niemanden schneiden), und deshalb darf man das Freimachen der Überholspur wirklich nicht übereilen. 🙂

Heino
Heino

In der Tat, solche Idioten begegnen einem auf der Autobahn immer wieder. Das beschränkt sich inzwischen auch nicht mehr auf bestimmte Autohersteller, aber immer öfter sind es in meiner Wahrnehmung SUV-Fahrer/innen (ja, auch Frauen), die ihre Aggressivität auf der Straße ausleben. Generell wird der Straßenverkehr immer mehr zur Nahkampfzone, da macht Auto fahren echt keinen Spaß mehr

Martzell

Autofahren in Deutschland ist Krieg. Den folgenden habe ich gefilmt. Der wollte die anderen Autofahrer erziehen indem er übergefährlich stundenlang zu weit links fuhr. Die Leichtfertigkeit mit der er unser Leben in Gefahr gebracht hat, hat mich rasend gemacht. Vor kurzem hatte ich einen Raser hinter mir den ich dann auch bei nächster Gelegenheit vorbei ließ damit er mir nicht mehr an der Stoßstange klebt. Er fuhr dann neben mir und bremste mich aus während er mir die Nase zeigte. Der Hass ist immer noch mächtig in mir angesichts dieser Unverschämtheit. In meiner Fantasie durchlöcherte ich seine Dreckskarre mit einer Hand-Uzi wie das A-Team. Schade, dass man Schreckschusspistole nicht unterm Fahrersitz dabei haben darf (allerdings wurde mir auch gesagt dass sie rostet wenn man sie im Auto aufbewahrt). https://youtu.be/zcmmWJ-T8OY

Dietmar

Ganz, ganz schlechte Idee mit der Waffe.

Dietmar

Ich habe mir Dein Video mal angesehen: Der Fahrer des Ford verhält sich absolut verantwortungslos. Aber musst Du die Kennzeichen nicht anonymisieren?

Allerdings würde ich Deiner Aussage, Autofahren in Deutschland wäre Krieg, widersprechen. Die weit meisten Fahrer verhalten sich vernünftig, sind höchstens mal unaufmerksam. „Kampfsituationen“ sind klar die Ausnahme. Ich habe mehr als 40.000 km im Jahr zurücklegen müssen, viel auf Autobahnen, und mein Eindruck ist, dass, wenn man sich selbst vernünftig verhält und insbesondere auf Sicherheitsabstände und vorausschauendes Fahren achtet, solche Ereignisse abzählbar selten auftreten.

Bei dem Ford-Fahrer wäre ich auch ärgerlich.

dermax
dermax

Ich kanns nur immer wieder sagen: die rigiden Tempolimits in anderen Ländern mögen uns Deutsche nerven, führen aber zu einem deutlich entspannteren Fahrerlebnis, weil es weniger Verrückte gibt.

Dietmar

Vor ein paar Jahren fuhr ich durch die Schweiz. Anekdoten sind keine Evidenz, aber: Ich habe keinen Unterschied festgestellt und wurde ebenfalls bedrängt.