Es passiert gewöhnlich eher wenig im Garten. Wir wohnen ja mitten in der Stadt und da ist es schon ein Ereignis, wenn mal eine Katze durchschlendert oder eine Amsel eine kurze Trinkpause einlegt. Jetzt im Winter ist sowieso Schicht im Schacht.

Bis eben.

Wie es aussieht, wollte ein kleiner Vogel sich entspannt nach Regenwürmern umschauen und hüpfte auf dem verrottenden Laub herum. Und das hat wohl aus der Höhe ein Bussard (Milan? Falke? Adler?) gesehen und zum Sturzflug angesetzt. Whäm! Ein Piepmaz weniger, ein voller Greifvogel-Bauch mehr.

Es ist spannend, das Prozedere (inklusive der Entfederung der Beute und der Entfernung der Organe) mal aus der Nähe und in Ruhe beobachten zu können. Gerade mir als Stadtmensch fällt dabei sehr konkret auf, wie natürlich der Vorgang ist, wie selbstverständlich. Es gibt keine menschlichen Maßstäbe von Täter und Opfer oder von Gut und Böse, die wir dem Vorgang überstülpen können. Fressen und gefressen werden. Es funktioniert so, weil es nur so funktionieren kann.



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Freu mich bei sowas auch immer.

Schwer zu sehen, dafür ist er auf dem Video noch zu klein für mich, würde aber auf Habicht tippen:
https://www.google.de/search?q=habicht+frisst&tbm=isch

CthIngo
CthIngo

Da kommt nur Sperber oder Habicht in Frage, in dem Video schwierig zu differenzieren. Tendenziell wg. der anscheinend dickeren Beine auch von mir: Habicht. So oder so, beides plausibel im Garten 🙂