17
Nov 2017

Once more unto the breach: bento empört sich mal wieder am Thema vorbei

Themen: Film, TV & Presse |

Es ist keine Überraschung, dass es ausgerechnet dem SPIEGEL-Kindergarten bento mühelos gelingt, zum neuen "Justice League"-Film den (bisher) mit Abstand dümmsten Beitrag zu veröffentlichen. Und es wundert mich nicht, dass der von einem Mann verfasst wurde – manchmal glaube ich, dass Männer dafür prädestiniert sind, diese ganze Feminismus-Kiste falsch zu verstehen und dann in guter Absicht, aber fataler Ignoranz solche Texte zu verfassen.

Was ich auch glaube: Marc Röhlig hat "Justice League" nicht gesehen. Das ist eine Fernanalyse aus zweiter oder dritter Hand.

Gehen wir das wie üblich mal Absatz für Absatz durch.

"Justice League" ist voller nackter Superhelden – was soll das?

Schon die Titelzeile ist ein perfektes Beispiel für bento-Kappes. "Justice League" ist nicht voller "nackter" Superhelden. Es ist mir neu, dass a) Amazonen (um die es primär geht) Superhelden sind und dass b) bauchfrei (Frauen) und topless (Männer) mittlerweile als "nackt" durchgeht. Der gespielt genervte "- was soll das?"-Anhang ist eins dieser ekelhaften Hipspeak-Stilmittel, mit denen nach einem Gedankenstrich schon im Titel suggeriert werden muss, was der Konsument bitteschön davon halten soll. Eine mündige Leserschaft wird weder gesucht noch erwartet.

Dabei war gerade "Wonder Woman" eigentlich weiter

Weil "Wonder Woman" Gal Gadot nicht im knappen Röckchen und als von der Zivilisation überfordert zeigte und weil dort Humor nicht daraus generierte wurde, dass die Hauptdarstellerin erstmal haufenweise Klamotten anprobiert, als wäre es eine RomCom der "Sex and the City"-Macher. Zur Erinnerung:

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"Wonder Woman" war ein Lichtblick. Als die Comic-Verfilmung im Juni in die Kinos kam, machte sie viel richtig: Die dienstälteste Superheldin wurde als selbstbewusste, starke Frau gezeigt, bei der im Sprint auch mal ein Oberschenkel cellulite-verdächtig zitterte. 

"cellulite-verdächtig zitterte" – DUDE!!! Seriously?! Abgesehen davon, dass bei Gal Gadot (durchtrainierte 32) wirklich gar nichts zittert oder schwabbelt oder runzelt, wäre so etwas auch nicht wirklich "empowering". Und Bodyshaming geht nun als Argument FÜR die Bewegung durch?!

"Wonder Woman, das ist eine griechische Amazone und auch wenn diese Kämpferinnen vermutlich irgendeiner Männerfantasie entsprungen sind – im Comic-Original hatte der Stamm immer angenehm selbstbestimmt und selbstbewusst gewirkt."

Das ist nun leider komplett unwahr, wenn man sich auch nur rudimentär mit der Entstehungsgeschichte des Comics und vor allem des Backgrounds von William Moulton Marston beschäftigt hat. Im Wort "vermutlich" liegt die bento-übliche Verweigerung, auch nur Minimalrecherche zu betreiben. Ist ja auch nicht nötig – steht ja "Meinung" drüber. We don’t need no stinkin' facts!

Falls lesen zuviel verlangt ist – man kann das bald auch im Kino erleben:

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Das war auch in den Film transportiert worden, selbst bei kleinen Details wie den Outfits zum Beispiel. Die Garderobe der Amazonen war nicht bauchfrei, nicht zu knapp und nicht gnadenlos-peinlich auf sexy getrimmt.

Na ja, Gal Gadot ist glücklicherweise nicht in das Nuttenkostüm von Adrienne Palicki gesteckt worden, aber über das "nicht auf sexy" getrimmt kann man sicherlich zweierlei Meinung sein:

Nun ist Wonder Woman wieder im Kino zu sehen – in dem Superhelden-Team-up "Justice League". Und plötzlich sind viele Amazonen halbnackt.

Das ist die Kern-Aussage und der Aufreger des Artikels. Man beachte: es ist auf einmal weder von nackten Superhelden die Rede, noch wird impliziert, dass es Wonder Woman ist, die halbnackt herum läuft.

Das ist ein großer Rückschritt für den DC Verlag, der die Comics rund um "Wonder Woman" und "Justice League" verfilmt.

Kann man den Autor mal hauen? Einfach so? Der DC Verlag verlegt die Comics von Wonder Woman und Justice League. Der Hinweis liegt im Namen. Verfilmt werden die Comics hingegen von Warner Brothers. Echt jetzt? Muss man bei solchem Kleinkram schon anfangen?

Klar, Sexismus in großen Hollywoodproduktionen ist keine wirkliche Überraschung. Was aber überrascht, ist, dass die DC-Produzenten aus dem unerwarteten Erfolg von "Wonder Woman" im Sommer offenbar nichts gelernt haben.

Das mag damit zu tun haben, dass der Erfolg eben "unerwartet" war – und "Justice League" zu dem Zeitpunkt bereits abgedeht. Kostet eine Google-Suche und 10 Sekunden, das herauszufinden, aber na ja… Meinung, gell?!

Denn der große Zuspruch war ein Hinweis darauf, dass man dem Publikum durchaus gut durchdachte Geschichten, vielschichtige Frauencharaktere und ein Abweichen von der Hollywoodnorm zumuten kann. Mehr noch, dass es den Zuschauern gefällt.

Weil "Wonder Woman" vor allem mit einer gutdurchdachten Geschichte und einer Abweichung von der Hollywood-Norm punkten konnte, oder? Alter, was für ein Unfug. Und "vielschichtig" ist Wonder Woman auch nicht gerade. Stark, ja. Empathisch, auch. Selbstbewusst, meinetwegen. Aber Wonder Woman in "Wonder Woman" ist ein klassischer "fish out of water" und nicht emanzipierter als Xena, Sarah Connor oder Lara Croft. Um das zu erkennen, hätte man den Blick halt auf mehr richten müssen als die Ausgangsthese, die nun um Gedeih und Verderb gerechtfertigt werden muss.

DC ist eine der erfolgreichsten Comic-Verlage der Welt – und bringt seit 2013 seine Helden in einer neuen Reihe in die Kinos.

Nein. Siehe oben.

Die Filme sollen ein Gegenentwurf zum ewigen Konkurrenten Marvel sein, der bereits vor knapp zehn Jahren ein eigenes Comic-Kinouniversum mit Iron Man, Captain America & Co. gestartet hat.

Dieser Satz ist wahr. Nicht klug, aber wenigstens wahr.

Während die Marvel-Filme von Erfolg zu Erfolg eilen, scheitern die DC-Filme an der Kinokasse.  "Wonder Woman" war dann plötzlich der erste Ausbrecher.

Wir definieren den Begriff  "scheitern" vermutlich unterschiedlich. "Man of Steel": 668 Millionen Dollar weltweit. "Batman v Superman": 873 Millionen Dollar weltweit. Das Problem der DC-Filme war nie ein kommerzielles, es war ein rezeptorisches. Sie spielen Geld ein, aber kaum jemand mag sie wirklich.

Der Film ist im Umgang mit Frauen angenehm entspannt. Während männliche Superhelden oft in ewig gleichen Posen heroisch in der Landschaft herumstehen, wälzt sich Wonder Woman im Dreck. 

Hier wird wieder etwas herbei fabuliert, was keinerlei Überprüfung standhält: Gal Gadot sieht immer makellos aus und Batman und Superman werden in ihren Filmen permanent durch Schlamm, Ruinen und Regen geprügelt – es sind schließlich Zack Snyder-Filme:

Es gilt einen Schurken zu besiegen und die Welt zu retten – schön aussehen kann man später.

Man kann mir gerne die Szene in "Wonder Woman" zeigen, in der die ehemalige Miss Israel Gal Gadot nicht wunderschön aussieht.

Das Schlimme daran? Röhlig will chauvinistischen Fantasien in Sachen Wonder Woman eine Abfuhr erteilen, in dem er sich in feministischen Fantasien ergeht, die nicht weniger aufoktroyiert und behauptet wirken. Damit erweist er den tatsächlichen emanzipatorischen Elementen von "Wonder Woman" einen Bärendienst.

Hinter dem Erfolg steckt vor allem Regisseurin Patty Jenkins, die die Superheldin in den Mittelpunkt rückte, ohne sie dabei zu überhöhen. Und die eine starke Frauenrolle schaffen konnte, ohne dabei die Männer im Film zu Witzfiguren umzudeuten. Umgekehrt geht das in Hollywood oft schief: Wenn Männer einen Film dominieren, sind die Frauen oft nicht mehr als schönes Beiwerk in Nöten. 

Hier könnte ich wirklich wütend werden. Weil so unheimlich gerne das Fass aufgemacht wird, Gal Gadot oder Patty Jenkins hätten diese moderne, emanzipierte Wonder Woman "erschaffen". Mal ganz abgesehen davon, dass Wonder Woman schon in "Batman v Superman" sehr energisch und emanzipiert aufgetreten ist, hat Jenkins die Figur bestenfalls sehr kämpferisch inszeniert und Gadot hat sie sehr stark gespielt. ERSCHAFFEN hat sie – und das wird unfassbar pauschal unter den Teppich gekehrt – der Drehbuchautor. Dass hinter der starken Wonder Woman eben doch wieder Männer stehen – Frauenversteher offensichtlich -, dass passt nicht in die Narrative der Frauenpower-Plärrer.

In diesem speziellen Fall sind zwar auch Zack Snyder und Jason Fuchs als Entwickler der Story ko-kreditiert, aber primär ist "Wonder Woman" das Kind von Allan Heinberg. Und der weiß eben, wie man Frauen unabhängig und unterhaltsam schreibt, wenn man sich seine vielen, vielen Skripts für "Gilmore Girls", "Grey’s Anatomy", "Party of Five" und "Scandal" anschaut.

Die neuen knappen Outfits in "Justice League" zeigen: Jetzt ist wieder alles beim (oder bei den) sexistischen Alten.

Nicht die Story, die Charakterführung, die Konflikte: es ist Rocklänge, die den Sexismus eines Films ausmacht. Meint Röhlig – um es gleich wieder zu demontieren, weil er sich keine zwei Absätze lang auf EIN Argument konzentrieren kann.

Der Fortschritt bei "Wonder Woman" wirkt wie eine feministische Eintagsfliege, eine PR-Nummer – was mindestens unfair ist und weder der Film noch seine Macherinnen verdient haben.

Macherinnen? Eine Regisseuse und schon ist der Film nicht zu 99 Prozent von Männern entwickelt, gestaltet, gedreht und vermarktet worden?!

In "Justice League" stellt Batman (Ben Affleck) ein Team von Superhelden zusammen, um die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung zu schützen. Aquaman (Jason Momoa) und Flash (Ezra Miller) sind unter anderem mit dabei, und eben Wonder Woman (Gal Gadot). So weit, so superhelden-gewöhnlich.

Das lassen wir mal so stehen.

Oh, das ist jetzt doof: In diesem Beitrag verraten wir etwas über die Serie oder den Film. Nicht das komplette Ende. Nicht die Mörder-Überraschung. Aber schon etwas, das ein bisschen überrascht. Falls du dich aber ärgerst, wenn wir hier gleich Ereignisse vorwegnehmen: Lieber erst anschauen und dann hierher zurückkommen.

Serie oder Film? Watt? Und was soll an der nun beschriebenen Szene überraschend sein? Hat Röhlig das Prinzip Spoiler überhaupt verstanden?

Im Film tauchen neben Wonder Woman auch andere Amazonen auf. In einer kurzen Szene werden sie auf ihrer griechischen Insel angegriffen, es kommt zum Schlagabtausch mit den Eindringlingen. 

Ich frag einfach noch mal nach: was ist daran überraschend?

Für diese Kampfszenen wurden die Kostüme geschneidert, die nun für Empörung sorgen. Einige Fans sagen, sie sind deutlich knapper als zuvor – ein Rückschritt.

Tja, und da haben wir das Problem. "Sorgen für Empörung" klingt ja ganz schön berichtenswert. "Einige Fans sagen" ist dann aber doch wieder Internet-Flurfunk. Es gibt auch Fans, die sich beschweren, dass Wonder Woman um der Inklusion willen nicht dick, schwarz, behindert und lesbisch ist. Kann man für berichtenswert halten oder für den üblichem Dummfug, den das Weltnetz an jedem beliebigen Tag ausspuckt.

Nun geht’s in die Details. Und das ist wichtig. Weil Röhlig sein Beweisstück Nummer 1 präsentiert, das corpus delicti sozusagen. Ein Tweet, der genau zwei Amazonen nackt.. nein, warte mal… halbnackt… neee, das isses ja auch nicht… bauchfrei zeigt.

Wichtig AUCH: Der Autor des Tweets hat den Film mit Sicherheit nicht gesehen. Man beachte nämlich: nur ZWEI der Amazonen sind bauchfrei zu sehen, auch im neuen Film. Die anderen sind gekleidet wie in "Wonder Woman". Und das hat einen Grund.

Die beiden (sehr offensichtlich Kraftsport-geschulten) Amazonen sind in einer ganz speziellen Szene des Films zu sehen, in der die stärksten Amazonen für ihre Königin einen wortwörtlichen Kraftakt leisten müssen. Es geht nur um Physis, nur um Muskeln. Und in diesen zwei Sekunden von "Justice League" sieht man die beiden Amazonen, wie sich ihre Bauchmuskeln unter der unerhörten Anstrengung spannen. Vergleichbar mit dem Bizeps von Steve Rogers in "Captain America: Civil War":

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Ganz einfach ausgedrückt: Die zwei Amazonen tragen bauchfreie Kostüme aus dem gleichen Grund, warum Steve Rogers kein Sakko trägt. Hier geht es nicht um Sex oder Sexismus, nicht um nackt oder halbnackt – es geht um die filmische Darstellung von schierer Kraft und Willenskraft. In diese einzelne Szene von zwei Sekunden eine Aufgabe des feministischen Anspruchs zu dengeln, ist schlichtweg doof, im schlimmsten Fall auch bösartig und verlogen.

Der Vorwurf: Nur Männer waren am Entstehen des Filmes beteiligt. Mal wieder, denn nicht nur in der Comic-Branche sind Frauen immer noch massiv unterrepräsentiert.

Bei der Müllabfuhr auch. Oder bei der Feuerwehr. Oder der Bundeswehr. Aber darum geht’s offensichtlich ja nicht.

Allgemein sieht es in der amerikanischen Filmbranche in Sachen Gleichberechtigung schlecht aus. Cutter, Kameramänner, Regisseure – alles Männer dominierte Segmente. Was man dann wiederum in den Produktionen merkt.

Bisher ist Röhlig dafür jeden Beleg schuldig geblieben. Und nun schickt er einen so unfassbar dummen Tweet ins Feld, dass dieser allein schon den gesamten Artikel diskreditieren sollte:

Die Amazonen tragen keine Bikinis. Und ein hysterischer Whedon-Hater, der "he’s gonna fucking ruin that movie" plärrt, ist kein geeigneter Kronzeuge.

Die Art und Weise, wie Superhelden in diesem Film dargestellt werden, ist allgemein recht merkwürdig. Auch die Männerkörper werden in "Justice League" auffällig häufig zur Schau gestellt. Ein paar Beispiele (Achtung, hier gibt’s richtig starke Spoiler, die die Handlung des Films erklären)

Die magere Galerie aus zweieinhalb Beispielen verkneife ich mir jetzt mal, aber dieser Schlenker ist gleich doppelt hanebüchen. Zuerst einmal geht es um SUPERHELDEN-Film, um die VerKÖRPERUNG von Übermenschen, um das griechische Ideal in Sachen Muskulatur, Kraft und Schönheit. Die Präsentation genau dieser Eigenschaften "recht merkwürdig" finden kann eigentlich nur jemand, der grundlegend nicht verstanden hat, worum es geht. Wichtiger aber noch: Wenn Cavill und Momoa ihre Oberkörper entblößen, ist das "eye candy" für die weiblichen Zuschauer und genau genommen gelebte Gleichberechtigung. Es gibt halt auch für die Mädels was zu gucken.

Klar, Aquaman gehört ins Wasser – aber was soll die Botschaft sein, wenn immer nur sein Bizeps oder sein unbekleideter Body im Bild ist? DC packt "Justice League" mit schönen Menschen voll, anstatt sich wirklich für die Entwicklung der Charaktere zu interessieren. Oft stehen sie einfach nur heldenhaft in der Gegend rum – während die Kamera an ihren Waden und Hintern entlangfährt. 

Seufz. Superhelden. Ich hatte es ja schon erklärt.

Das hat leider eher weniger mit gutem Storytelling oder guter Unterhaltung zu tun. 

Das kann man so sehen. Oder nicht.

Mit dem Körperfetisch geht der Film noch weiter vom Comic-Ursprung weg. Zwar werden Superhelden schon immer sehr athletisch gezeichnet. Dass sie in ihren Outfits halbnackt und mit 90-60-90-Figur rumlaufen mussten, war aber nicht immer der Fall.

Schreibt er und zeigt ein Wonder Woman-Bild aus der Zeit, als Comics reiner Kinderkram waren und strengen Auflagen unterworfen waren:

Ich kann soviel dazu schreiben. Dass diese Comic Wonder Woman auch nicht mehr oder weniger Kleidung trägt als Gal Gadot. Dass Gal Gadot keine 90-60-90 Figur hat. Dass es im ganzen Aritkel ja gar nicht um die Kleidung von Wonder Woman geht, sondern um die Kleidung von zwei Amazonen-Statistinnen. Dass Seximus in der Darstellung keine Frage von Rocklänge ist.

Vor allem aber – der Film ist demnach schlimmer als die Comics?!

Je mehr Röhlig versucht, seine These durch fadenscheinige Belege zu untermauern, desto mehr reitet er sich rein. Und so richtige Empörung kommt irgendwie nicht auf.

Immerhin: Die Fortsetzung von "Wonder Woman" könnte wieder besser werden. Nachdem mehrere Frauen Belästigungsvorwürfe gegen den Produzenten erhoben hatten, geht es nun ohne ihn weiter.

Gegen einen der vielen Produzenten. Auch der nächste "Wonder Woman" wird zu 99 Prozent von Männern entwickelt, produziert und vermarktet.

Ende vom Lied? Keine nackten Superhelden – außer vielleicht hier:

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Es so bezeichnend wie vernünftig, dass man bento-Artikel mittlerweile nicht mehr kommentieren kann. Wenn man sich an das Feedback zum ALDI-Debakel erinnert, könnte das den gender-sensibilisierten Schneeflöckchen in der Redaktion weh tun.

Wir halten fest: Marc Röhlig hat keine Ahnung – nicht von Superhelden-Filmen, nicht von Superhelden-Comics, nicht im Allgemeinen, nicht im Speziellen. Er versucht, ein paar alberne Tweets von Leuten, die den Film nicht gesehen haben, zu einer pro-feministischen Empörung aufzubauschen, und scheitert damit krachend am eigenen Unwillen, die Arbeitsthese zu hinterfragen. How very… bento.



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Olli
Olli
17. November, 2017 13:09

Meine Verschwörungstheorie zu Spiegel/Bento: Alles Vorbereitung neuer Monetarisierungsoptioen. Ich habe mich schon mehrfach dabei erwischt wie ich beim SPON lesen dachte "Ich würde zahlen um keinen Bento-Clickbait sehen zu müssen." Qualitätssteigerung durch Auslassung.

Rudi+Ratlos
Rudi+Ratlos
17. November, 2017 14:10

Schöner Artikel, der wieder aufzeigt, warum man diese Kackseite auf jeden Fall meiden sollte.

Meine Vermutung zum Absatz "Oh, das ist jetzt doof: In diesem Beitrag verraten wir etwas über die Serie oder den Film. Nicht das komplette Ende. Nicht die Mörder-Überraschung. Aber schon etwas, das ein bisschen überrascht. Falls du dich aber ärgerst, wenn wir hier gleich Ereignisse vorwegnehmen: Lieber erst anschauen und dann hierher zurückkommen."

Das ist ein funky Copy-Paste-Satzbaustein, der bei allen Artikeln über Filme/Serien benutzt wird und es zu womöglichen Spoilern kommt. Kann ich leider nicht verifizieren, dafür müsste ich der Seite Klicks bescheren, die sie auf keinen Fall kriegen sollte 😉

Marcus
Marcus
17. November, 2017 15:41

"Gegen einen der vielen Produzenten."

Mal abgesehen davon, dass Brett Ratner (ich gehe mal davon aus, dass sie den meinen) mit der Entstehung von WONDER WOMAN so absolut gar nichts zu tun hatte, wenn man davon absieht, dass er an der Peoduktionsfirma RatPac beteiligt ist… weswegen ja sein Name auch nicht in den Credits auftaucht… die man ebenfalls ergoogeln könnte…

Ach bento…

Nune
Nune
17. November, 2017 15:57

Danke für die Kommentierung. Wieder einmal erheiternd und schmerzhaft zugleich. Ich kann/will/werde niemals freiwillig einen Bento-Artikel klicken. Aber ich freue mich immer, wenn du dich der Ausgüsse annimmst.

DMJ
17. November, 2017 18:01

"manchmal glaube ich, dass Manner dafür prädestiniert sind, diese ganze Feminismus-Kiste falsch zu verstehen und dann in guter Absicht, aber fataler Ignoranz solche Texte zu verfassen."

Es gibt die Theorie, dass das schlechte Männerbild vieler Feministinnen daher kommt, dass sie von so vielen männlichen Feministen umgeben sind. Nicht unplausibel.

"How very… bento."
Trifft es deprimierend gut!

Sir+Richfield
Sir+Richfield
17. November, 2017 20:51

Hmm, nur ein kleiner Nitpick: Ich sehe da drei bauchfreie Amazonen in dem Bild.

Und, äh, nein, sorry, zu dem Text fällt mir nichts kluges ein, ausser dass ich solche, ich nenne es mal Tiraden gegen Blödfug, gerne lese.

Marcel
Marcel
17. November, 2017 22:31

These: Der Autor kennt zwar weder die Filme, noch die Comics, hatte aber diesen Tweet in der Timeline und sofort angefangen drauf los zu fabulieren. Zack, feddich, bento-Artikel.

Jake
Jake
17. November, 2017 22:31

bei der im Sprint auch mal ein Oberschenkel cellulite-verdächtig zitterte.

Herr Röhlig, meinen Respekt, da lag ich jetzt echt am Boden. Mal so von Kräutersammler zu Kräutersammler: Was zieht ihr euch in euren Bento-Gemächern eigentlich durch die Nebenhöhlen? Ich rate einfach mal wild drauflos: https://youtu.be/TMTkedIUX8U

JCB
JCB
22. November, 2017 11:19

Böhmermann hatte zu Bento letzten Monat auch einen Beitrag. Gesehen?

Edit: Der Link wird nicht angezeigt? https://youtu.be/mTmGkiltFTc?t=39

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[…] was hat bento damit zu tun, indeed? Ganz einfach: Marc Röhlig haben wir diesen Artikel zu verdanken, den ich ja schon ausführlich zerlegt […]