Ja, ich hatte geschrieben, dass ich nicht mehr über das SNES Classic Mini schreiben werde. Aber was geht mich mein Geschwätz von gestern an? Ich bin begeistert und habe was mitzuteilen.

Zuerst einmal spiele ich mittlerweile primär die besten Spielautomaten der letzten 40 Jahre, was zwei Probleme mit sich bringt. Das SNES hat einen sehr guten, aber für Automaten eben nicht perfekten Controller. Das ließe sich ändern, denn ich habe noch dieses gute Stück hier rum liegen:

Ein Arcade Stick für die gefloppte Sega Dreamcast-Konsole, umgebaut auf USB zum Anschluss an Notebooks und Tablets. Leider hat das SNES Classic Mini einen proprietären Anschluss und ich konnte bisher noch keinen Adapter auf USB dafür finden. Zu schade, denn mit diesem Controller sollten Games wie Art of Fighting 3, King of Fighters ’97 und Streetfighter 3 Third Strike erst richtig abgehen.

Eine Alternative wäre ein Bluetooth-Receiver, an den ich einen ebensolchen Arcade-Stick anschließe, aber ich habe nicht vor, mir zusätzliche Hardware anzuschaffen. Ein einfacher Adapter von USB auf SNES Mini würde reichen. Gibt’s aber wohl nicht.

Noch nerviger ist der mangelnde Speicherplatz des SNES Classic Mini. Da Nintendo nicht vorgesehen hat, dass man zusätzliche oder gar systemfremde Software installiert, hat man nicht mehr Flash-Speicher eingebaut als nötig: 512 MB. Wenn man mehrere Emulatoren laufen hat, landet man schnell bei gerade mal 113 Megabyte für neue Spiele. Und während SNES-Klassiker sich gerne mit 2 Megabyte begnügen, belegt die Automatenversion von King of Fighters 2002 schon fast 107 Megabyte und damit die komplette Konsole. Wer verschiedene größere Games probieren will, ist demnach gezwungen, immer wieder zu löschen und neu aufzuspielen.

Es ist eine vergebliche Hoffnung, aber eine Erweiterung des SNES Classic Mini um nur 1 Gigabyte Speicher – das wär’s.

Aber genug gemeckert, das sind schließlich alberne Luxusprobleme. Eigentlich wollte ich euch nur zeigen, zu was diese winzige Box fähig ist. Das SNES Classic Mini kann weit mehr als nur Mario. Besonders die aufwändigen, actionreichen Games des Konsolen/Arcade-Systems Neo Geo scheinen der Hardware zuträglich zu sein und brauchen wenig Tweaks, um flüssig zu funktionieren.

Hier zehn der besten Spiele, die ich bisher fehlerfrei zum Laufen gebracht habe:

Beeindruckend, oder?

Was u.a. leider (noch) nicht geht:

Was vermutlich niemals gehen wird:

Aber keine Angst – der hier geht auch nach 35 Jahren noch prima:

 

 



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S-Man
S-Man

Du machst mich fertig.

*geht und sucht nach einem vernünftigen SNES Mini Angebot*

Kaio
Kaio

„Eine Alternative wäre ein Bluetooth-Receiver, an den ich einen ebensolchen Arcade-Stick anschließe, aber ich habe nicht vor, mir zusätzliche Hardware anzuschaffen. Ein einfacher Adapter von USB auf SNES Mini würde reichen. Gibt’s aber wohl nicht.“

Der „einfache Adapter“ wäre genauso neue Hardware. Hat sogar exakt dieselbe Funktion, nur dass eins über Funk die Daten verschickt und das andere über elektrische Leiterbahnen. Wo ist der Unterschied?

Rudi+Ratlos
Rudi+Ratlos

Danke für deine Berichte zu dem Thema, aber dass es KoF XIV niemals für die kleine Kiste geben wird, liegt in der Natur der Sache – das Ding war eine Original-Entwicklung für die PS4 und ist kein Arcade-Spiel (wie die früheren 2D-Teile der Serie) 😉

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[…] wir das letzte Mal vom SNES Classic Mini gesprochen haben, hatte ich gerade haufenweise Spielautomaten-Games auf der Konsole zum Laufen gebracht. Es fiel […]