http://dergoldenealuhut.de/
Der goldene Aluhut

In einem Beitrag vor einem Monat schrieb ich das hier:

Besonders enttäuscht bin ich darüber hinaus von den Mitgliedern der Facebook-Gruppe „Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler“, die den Artikel von Lorenzen heute feixend geteilt haben. Auf meinen Einwand, ob sie denn überhaupt wüssten, worum es bei Illig geht, antworteten sie mit abfälligen Bemerkungen wie „wenn es nach drei Sekunden Nachdenken anfängt wehzutun, gehört es in diesen Topf“ (der Verschwörungstheorien) und „Da muss man doch nicht son Scheiß glauben!!!“. Ich hatte mehr erwartet als pubertäre Überheblichkeit.

Es sollte sich als prophetisch herausstellen…

Ich bin dafür bekannt, nicht nur die Feinde meines eigenen Weltbildes mitunter radikal anzugehen – es kommt immer wieder vor, dass ich Leute attackiere, die eigentlich (oder vorgeblich) meine Meinungen teilen. Das wird dann mit großer Überraschung und Empörung aufgenommen, ist aber leicht erklärbar: Ich erwarte von „uns“ mehr. Wenn die Skeptiker, die Atheisten, die Liberalen tatsächlich die „Guten“ sein wollen, müssen sie zuerst mal an sich selbst einen höheren Maßstab anlegen und diesen auch erfüllen. Es ist nicht angebracht, für „die gerechte Sache“ genauso hämisch, zynisch oder niederträchtig zu argumentieren wie die Proponenten der Gegenseite.

Sich über Polizeigewalt gegen Demonstranten aufregen, aber gleichzeitig begeistert Bilder teilen, wie ein Rechtspopulist während eines Interviews die Faust in die Fresse bekommt? Sorry, da mag ich nicht mitziehen. Dass wir „die Besseren“ sind, ist nicht unserer Agenda immanent, das müssen wir jeden Tag beweisen. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Stand mal in einem Buch.

Ein schönes Beispiel, wie sich der hehre Anspruch schnell ins Gegenteil verkehren kann, habe ich (große Überraschung) vorgestern auf Facebook erlebt. Dort bin ich Mitglied in vergleichsweise wenigen Gruppen, weil ich kein Cliquentyp bin. Aber natürlich ist es z.B. sehr unterhaltsam, die Beiträge des „Politbüro of Teabilly Mockery“ zu lesen.

Als gestandener Skeptiker und Gegner abstruser Verschwörungstheorien habe ich natürlich auch den „goldenen Aluhut“ abonniert und stieß vor einigen Wochen auf „Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler“. Das klang nach meiner Welle und vor allem nach Einsatz. Nicht bloß blöd daher reden, sondern aktiv was gegen die Spinner tun. Venceremos!

Leider zeigte sich in den folgenden Wochen, dass die Aktivitäten der Gruppe sich primär auf das Posten „lustiger“ Screenshots von VT-Deppen und blödes Daherreden beschränkten. Schaut mal den hier, könnt ihr die hier fassen, kann man das nicht verbieten?! Billige Empörung, gepaart mit rotziger Überlegenheit. Keine Spur von tatsächlicher Auseinandersetzung, von Abwägen, von „erst denken, dann posten“. Man findet einen Spinner und schüttet dann kübelweise Gülle drüber aus.

Ich versuch’s. Ich schalte mich ein paar Mal ein und stimme zwar der generellen Richtung einiger Postings zu, mahne aber zur Mäßigung. Ganz besonders, weil in einigen Fällen die Faktenlage eben nicht ganz so eindeutig ist, wie es die nasedrehenden Gruppenmitglieder gerne hätten. Aber ich merke schnell: Introspektion und Selbstkritik sind hier nicht gefragt, selbst nachweislich falsche Verweise werden nicht entfernt, allenfalls im Fortgang ignoriert. Man ist sehr zufrieden mit sich selbst und sehr sicher in seinem Weltbild – genau das Gegenteil von gelebter Skepsis also.

Es ist bizarr: Im Kontext dieser radikalen Klugscheißer bin ICH ein Apologet des Wirrsinns, man unterstellt MIR, Verschwörungstheoretikern und Randgruppen beizustehen. MIR! Es wäre lustig, wenn es nicht so… nein, es IST lustig.

Und so war es vorgestern mal wieder soweit. Kurz zum Auslöser:

Hannah Dette ist eine junge Frau mit vielen, vielen krausen Ansichten, die sie in vielen, vielen krausen Videos verbreitet. Radikal feministisch, ökologisch, aber auch total auf „Selbstliebe“ aus, reist sie mit ihrem Sohn Osmo durch die Welt – bevorzugt auf Kosten und durch die Betten netter Leute, die sich gerne ausnutzen lassen. Ihren parasitären Lebensstil hält sie für Freiheit, auch wenn er komplett darauf baut, dass andere Menschen sie durchfüttern. Hannah Dette rasiert sich nicht, verzichtet auf BH und Slip und probiert (vergleichsweise harmlose) Drogen. Mich erinnert sie nicht an eine klassische Verschwörungstheoretikerin oder Anti-Vaxxerin, sondern an eine verpeilte Hippie-Tussi oder die radikal-ökologischen Selbstverwirklicher der frühen Ökopaxe.

Diese Hannah Dette wurde Gegenstand eines Beitrags in der „Nothing but the Truth“-Gruppe, und zwar mit dieser Einleitung:

Ist euch Hannah Dette ein Begriff? Eine Minimalistin, Veganerin und Esoterikerin. Gegen Veganer ist ja nichts einzuwenden, allerdings ist der Rest schon problematisch. Warum? Sie ist auch Impfgegnerin und mit ihrem kleinen Sohn nach Thailand abgehauen, um ihn vor der pöhsen Schulpflicht in Deutschland zu bewahren, damit er kein „Systemschlafschaf“ wird. Dort konsumiert sie halluzinogene Pilze, während ihr Sohn auf einer Farm arbeiten muss. Das alles präsentiert sie stolz in ihren YouTube-Videos. Einen Shop mit eigenem Merch hat sie natürlich auch.

Holt die Kübel! Heizt die Gülle vor!

Ich mache, was ich in so einem Fall immer mache: mich schlau. Ich schaue mir ein paar Videos von Hannah Dette an. Ja, die spinnt. Keine Frage. Ihr Weltbild ist wahrlich nicht meins. Vieles kann ich mit Schulterzucken abtun, bei manchen kruden Thesen balle ich die Faust. Hier paart sich Ignoranz mit totaler Selbstverehrung – in ihren „kritischen“ Videos setzt sich Frau Dette nämlich nicht wirklich mit ihrem Leben auseinander, sie feiert es. Als richtig. Als alternativlos richtig. Klar, dass sie damit allen Leuten, die anders leben, vor’s Bein pinkelt. Für Reihenhausbewohner mit Job in der Verwaltung und Passat in der Garage ist der vorgelebte Radikalismus schwer erträglich. Für mich auch.

Aber: was für mich nicht richtig ist, muss nicht falsch sein.

Nach zehn, zwölf Videos habe ich den Eindruck, dass Hannah Dette spinnt, aber ich bin überrascht, wie wenig nervig sie dabei ist. Sie ist eloquent, absolut nicht schrill, kann ihre Thesen kompakt und klar formulieren. Sie spart auch nicht mit Einsichten und geriert sich nicht als hysterisches Muttertier. So bizarr ihre Ansichten auch sein mögen – so normal trägt sie sie vor. Dass sie ihren Sohn liebt und nicht ihren radikalen Ansichten opfern will, ist offensichtlich. Im Gegenteil: sie scheint ein sehr natürliches Mutter/Sohn-Verhältnis zu haben, das ich spontan deutlich sympathischer finde als die ganzen widerlichen Cappuccino/Helikopter-Mütter.

Nun habe ich kein Interesse, Hannah Dette zu verteidigen – was geht’s mich an? Ich möchte aber in der Facebook-Gruppe zumindest mal eine leicht alternative Sicht in den Raum stellen. Ich poste also:

„In meinen Augen ist die primär eine ziemlich langweilige Selbstdarstellerin – und es sind Kinder wahrlich schlimmer aufgewachsen als dieser Osmo.“

Böser Fehler. Ich habe es gewagt, der Gruppenhäme etwas entgegen zu setzen. Ich bin nun „für Hannah Dette“ – und damit automatisch gegen alle anderen. Binnen Sekunden schießt eine Administratorin zurück:

„dein whataboutismus ändert aber nichts daran das es hier um Osmo geht und nicht um andere Kinder, Torsten Dewi“

Nun hat mein Kommentar rein gar nichts mit Whataboutismus zu tun und es geht den Beteiligten der Gruppen augenscheinlich auch nicht um das Wohl des Kindes, aber das ist ja wurscht – ich habe gefälligst auf Linie zu bleiben.

Ich vermute, dass die Administratorin mich nicht kennt – Whataboutismus zugunsten der VT-Spinner hat mir noch niemand unterstellt. Allerdings finde ich das noch ekliger, denn es zeigt, wie schnell man zur „persona non grata“ erklärt wird, wenn man der Herde nicht folgen mag. Darum reagiere ich auch bewusst provokant – ich muss mich hier weder rechtfertigen noch vorstellen:

„Heul doch.“

Ich erwarte nicht, dass die Administratorin das als Aufforderung versteht, mal einen Gang runter zu schalten. Und tatsächlich zeigt sich augenblicklich, wie weit es hier mit der Streitkultur her ist:

„vorsicht..ganz dünnes Eis“

Whoa! Nicht schlecht. Ich erkenne, dass meine Zeit in dieser Gruppe sich dem Ende zuneigt und setze auch nicht auf Deeskalation:

„Willst du mir drohen? Echt jetzt?“

Das ist der eine Strang. Der zweite ist ein Administrator, der genau weiß, warum ich auf Hannah Dette „reingefallen“ bin:

„Ich hab mir einige Videos angesehen, was viele täuscht, ist ihr selbstsicheres, direktes und eloquentes Auftreten, könnte man fast schon als manipulativ beschreiben.“

Was für ein Miststück – hinterrücks eloquent und selbstsicher aufzutreten! Damit kommt sie bei UNS natürlich nicht durch! Genau. Ich habe mich von Hannah Dette manipulieren lassen, während die Jungs und Mädels dieser Gruppe mit ihrer Fäkalienwerferei natürlich die Checker sind. Ich bedanke mich artig für die Aufklärung – in ungefähr dem Tonfall, der hier an der Tagesordnung ist:

„Wie gut, dass sie DICH damit nicht täuschen kann!“

Statt einzugestehen, dass man Hannah Dette eben so oder so sehen kann, legt der Administrator prophetisch noch einen drauf:

„In ein paar Jahren kommt sie dann zurück, ihr Sohn ist 10+ und kann nicht oder kaum Lesen und Schreiben, in anderen Schulfächern sieht es noch schlimmer aus. Sie selbst ist durch Drogenkonsum geschädigt und muss erstmal entgiften und in die Psychiatrie um überhaupt wieder klar zu kommen. Der Sohn wird richtig Theater machen weil er zur Mutter will. Ich sehe zwei verpfuschte Leben weil eine Frau ihren Narzissmus und ihre Selbstdarstellerei ausleben will.“

In der Aggression gegen Hannah Dette erkenne ich viel Selbsthass, viel verknöchertes Spießertum. Ich bewundere offen die esoterischen Kräfte der Skeptiker hier:

„Wow, Fernalyse und Vorhersehung deluxe!“

Mittlerweile werden auch andere Vergehen von Hanna Dette eiskalt aufgedeckt:

„Sie hat dort auf Märkten ihre selbstgebastelten Ketten verkauft. Da auch ohne Arbeitserlaubnis.“

Kreisch! Deutsche Schwarzarbeit irgendwo in Asien. Polizei! Polizei! Warum tut denn niemand was?

Man hat Frau Dette übrigens auch beim Jugendamt angeschwärzt, weil ihr Sohn nicht zur Schule geht. Osmo ist 5.

Ich kann nicht mehr. Hier rubbeln sich ein paar verknarzte, selbstgerechte Moralrichter an irgendwelchen gesellschaftlichen Außenseitern zum Aufbau des eigenen Egos. Es regiert der rhetorische Lynchmob, der immer recht hat, solange das Adrenalin fließt. Widerspruch wird nicht geduldet.

Ich verabschiede mich mit entsprechend klaren Worten:

„Ich glaube, ich muss raus aus dieser Gruppe. Hier sind zu viele selbstgerechte Arschlöcher, die nicht weniger vernagelt sind als die Spinner, über die sie sich erheben.“

Bevor ich den Button finde, um die Mitgliedschaft zu beenden (sowas habe ich ja noch nie machen müssen), bin ich bereits ausgesperrt. No soup for you!

Natürlich kann das so nicht stehen bleiben, die Mitglieder der Gruppe müssen schließlich mit ihren Fackeln und Mistgabeln irgendwas anfangen. Also tauchen einige von ihnen in meinem Facebook-Posting, in dem ich diesen Beitrag ankündige, auf. Sie bezichtigen mich der Lüge (ich hätte selber die Gruppe verlassen), sie drohen mit Screenshots, die sie von den Kommentaren gemacht hätten (wozu? Das ist ja alles bestens dokumentiert). Und natürlich die alte Ausrede: Wegen ein paar aggressiven Nasen kann man doch nicht die ganze Gruppe schlecht reden! In Wirklichkeit sind wir doch ganz anders! So argumentiert die AfD auch, die Kirche sowieso.

Es bleibt Frust. Und Ernüchterung. Ich war vielleicht naiv, als ich dachte, dass „meine Seite“ nicht nur die bessere, sondern auch die besser bevölkerte ist. Dass der Anteil an hysterischen Klugscheißern mit dem Finger auf dem Block-Button hier geringer ist, weil die Ziele hehrer sind. Pustekuchen.

Ehrlich? Hannah Dette hat in dieser ganzen Geschichte besser ausgesehen als die Gruppe „Nothing but the Truth – Aktiv gegen Chemmies und andere VT’ler“. Und das KANN doch nicht Sinn und Zweck der Aufklärung sein.



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Dietmar

Es ist immer eine Gradwanderung: Ich halte Polemik, Lächerlichmachen, Satire und Karikatur für angebracht, wenn man gegen Unsinn Position bezieht. Vor allem, wenn nichts in der Argumentation von Crackpots Hand oder Fuß hat. Auf der anderen Seite kann man da schon mal das Maß verlieren und muss eben aufpassen, dass man selbstkritisch bleibt. Ist mir gerade auf Facebook, wo ich relativ schnell antworte, schon öfter passiert, etwas komplett falsch verstanden zu haben und dann ungerecht zu sein. Zurückrudern und sich entschuldigen sollte man können. Auch in der Lage sein die Friedenpfeife kreisen zu lassen.

Dass Satire funktioniert, habe ich selbst an mir erfahren, als es vor nun schon einem Jahrzehnt (!) oder so hier um die Religionsdebatte ging. Ich, noch voll in der Kirche verwurzelt mit meinem halben Theologiestudium, meinte die besseren Argumente zu haben und musste feststellen, wie lächerlich sie waren. Das tat weh. War aber heilsam.

Anna Dette war mir komplett unbekannt. Ich kann nicht sagen, dass sie mir unsympathisch ist. Deine Charakterisierung passt vollkommen. Sich so jemanden herauszusuchen, um darauf herumzudreschen, ist erbärmlich. Es gibt echte und wichtigere Gegner, mit echten und gefährlichen Botschaften. Denen sollte man sich widmen. Und das ist auch kein Whataboutism sondern eine Notwendigkeit.

dermax
dermax

Der Sohn heisst also Osmo Dette?

Achim
Achim

Klar gibt es solche überheblichen Spinner. Es gibt auch vernünftige Menschen, die auf Homöopathie reinfallen. Einfach kritisch bleiben, in alle Richtungen.

Übrigens war ich sehr überrascht, als ich las, dass es wirklich zumindest Überlegungen gibt, so etwas in der Art von Chemtrails auszubringen, um das Klima zu schützen. (Quelle: heise.de) Da ham die Chemtrailgläubigen ja mal einen echten Feind.

Micha
Micha

Es gibt noch mehr Menschen, die an der Schulmedizin verstarben.

Dietmar

Das ist blanker Unsinn. Homöopathie ist eine Scheinmedizin, die keinerlei medizinische Wirkung hat und damit für Todesfälle durch Nichtbehandlung verantwortlich ist. Der medizinische Fortschritt ermöglicht es uns, länger und gesünder zu leben als zu allen Zeiten und an allen anderen Orten dieser Welt. Auch wenn es Todesfälle durch Kunstfehler oder Skandale gibt, ist eine echte medizinische Behandlung mehr wert als eine Nichtbehandlung.

Nikolai
Nikolai

In solchen Gruppen entsteht eben auch oft eine Filterblase.
Genau wie die Anhänger der flachen Erde oder die Gegner des HAARP ist man selbst der Meinung, dass ausschließlich die eigene Meinung richtig ist. Wer sich da dann quer stellt, unter Umständen sogar zu Recht, der wird dann schnell zum neuen Ziel auserkoren und aus der Gruppe entfernt.
Die Mitglieder der Gruppe sind dann genauso fanatisch wie diejenigen über die man sich lustig macht.

dermax
dermax

@Hausherr: Hast ja recht, no jokes with names. Aber da kann man schon den Bogen schlagen, nur weil sich eine Gruppe einen interessanten Namen gibt, muss das ja nicht heissen, dass es nicht trotzdem implizit ein Pranger ist, der eher einen Selbstzweck darstellt.

Heino
Heino

Ich habe mich auf FB nicht dazu geäußert, weil ich die Gruppe nicht kenne und die Hintergründe bis dahin auch nicht. Allerdings muss ich hier sagen, dass mich allenfalls überrascht, dass du von diesem Verhalten überrascht bist. Unter den selbsternannten Skeptikern, und Anti-VTlern tummeln sich schon seit langem jede Menge selbstgerechter Arschgeigen, die nur ihre eigene Agenda gelten lassen. Das kann man in jeder Diskussion sehen, die auch außerhalb solcher Gruppen zu jedem auch nur ganz entfernt verwandten Thema stattfinden, auch im Real Life. Extremisten gibt es überall und sie bestimmen meist den Diskurs, weil sie lauter schreien und direkt zu Mobbing greifen, wenn jemand ihnen nicht zustimmt.

dermax
dermax

Wobei mich schon interessieren würde, was mit dem „dünnen Eis“ gemeint war, oder hat sich das dann auf nur auf einen drohenden Rausschmiss aus der Gruppe beschränkt?

Heino
Heino

@Torsten:ich auch nicht, ich bin in keiner dieser Gruppen. Aber die begegnen einem auch immer dann, wenn man mit Bekannten auf FB über so was redet. dauert nicht lang, dann sind solche Honks dabei.

Dietmar

@Heino: Absolut! Ich war eine Zeitlang bei ScienceBlogs aktiver Kommentator. Da erinnere ich mich mit Grausen an ein paar Leute, die so drauf waren. Nur wenige, so zwei oder drei, aber die dann auch wirklich gruselig. Viele Stammkommentatoren dort sind aber großartig. Auch bei der GWUP gibt es solche Leute. Die schießen dann auch auf Menschen, die auf der gleichen Seite stehen, wenn es nur eine Kleinigkeit an Unterschied gibt. Wie in diesem Falle eben auch.

Vineyard
Vineyard

Habs schon auf FB gesagt:

Es überrascht leider nicht wirklich.

Hab vor einigen Jahren im Psiram Forum leider ähnliches erlebt.
Würde mich nicht wundern, wenn Mitglieder der besagten Gruppe des öfteren Links zum ScSk Blog gepostet hätten.

Dietmar

@Wortvogel: Bei den Science-Blogs stehen ja wie hier Einzelpersonen dahinter, die mit unterschiedlichen Haltungen da rangehen. Aber irgendwann machte das diese Maulaufreißer nicht weniger unerträglich. Ich erhole mich jetzt schon ca. zwei Jahre von denen. Vielleicht schaue ich da mal wieder vorbei.

Meine letzte Debatte ernsthafterer Art hatte ich gerade bei XING zu einem Artikel eines Impfgegners. Da wurde mir, witzig, witzig, geschrieben, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinhaus werfen.

P.K:
P.K:

Wie im echten Leben, die Spinner und *Alles* Gläubige sitzen neben uns nur wir können es nicht sehen. Im Inet kann man sich ja austoben. Wundert mich gar nicht bei dem was im TV konsumiert wird.

P.K:
P.K:

Ach so ich vergaß, sehr netter Blog Torsten ohne h..:))
Mag Deine kritische Berichterstattung und auch die Einblicke in die Autorenwelt.

Mist, ich hätte erst das Video zu Anna Dette schauen sollen..^^ Nur Jammern ist nicht differenziert das ist scheiße, sorry.

Mencken
Mencken

Ich habe mir jetzt nur die Auszüge hier durchgelesen, aber so richtig gut kommt eigentlich keine der diskutierenden und diskutierten Seiten bei weg.

Martin Däniken
Martin Däniken

Wenn ich Hannah Dette mit demMichael Kuhr -Bushido-Beef vergleiche-ist total subjektiv und absolut ungerecht.ich weiss!
Kommt Frau Dette sowas von gut weg,mindestens 2 Galaxien 😉 guck mir mal den Rest von ihr an….
Ein Problem ist ja das es Leute gibt das I-net würde schöner,klüger,toleranter,witzischer machen!
Biste es vorher nicht,kann das I-net das auch nicht ändern
aber man kann sich da bewegen wo es einem immerwieder bestätigt wird.
https://www.youtube.com/watch?v=rhJCQCk3sO0
Ich weiss hier renne ich mit so einem Statement offene Stalltüren ein ;-)!

NbtT
NbtT

So so…
Du beleidigst bei Nbtt die User („alles selbstgerechte Arschlöcher“), führst dich auf wie ein kleines Kind („heul doch“) und schreibst dann einen weinerlichen Blogbeitrag?! Großes Kino „Herr Kritiker“….

Dietmar

@NbbtT: Danke! Endlich mal wieder ein hinter Pseudonym versteckter Trollbeitrag mit dem Klassik-Hit der Troll-Kultur: „Du man selber, bätsch!“ Wie habe ich das vermisst…

Dietmar

Hm, eigenartig: Ich habe gerade die Stelle gesucht, wo Torsten sagt alle (!) wären selbstgerechte Arschlöcher. Habe sie nicht gefunden. Woran mag das wohl liegen, @NbtT?

Dietmar

´tschuldigung … 🙁

Christian Witzel
Christian Witzel

Ich war in der Diskussion dabei.
Von mir kam das Schwarzarbeitsthema und die unterstellte Lüge bzgl. des Austritts.
Ich wusste dies nicht und in der Gruppe sah es wie ein Abgang mit Ankündigung aus. Daher war das ein Fehlschluss, für den ich mich aber unmittelbar sogar entschuldigt habe.
Das Schwarzarbeitsargument bezog sich auch eher darauf, dass sie das stolz breitgetreten hat. In Thailand ist man da allerdings bzgl. Touristen auch etwas intoleranter als in Deutschland. Dann gab es noch eine Abmeldung aus Deutschland und somit unversteuerte Einnahmen (youtube, Patreon, Nacktbildverkauf). Das war aber auch nur ein kleiner Kritikpunkt am Rande

Das Kernproblem ist aber leider nicht erwähnt im Artikel. Es geht nicht um Hannah. Es geht um Osmo.
Mir zumindest geht es primär um die Kindeswohlgefährdung.
Das Kind wurde ungeimpft in ein Risikogebiet mitgenommen. Und badet dann noch in dreckigen Pfützen. Hannah hat Osmo intensiv eingesetzt, um sich zu profilieren und Profit als Youtuberin gemacht – ihn immer wieder vor die Kamera gezerrt.
Inzwischen ist ein Großteil der Videos zum Glück gelöscht.
Die, in denen Osmo nackt beim baden gezeigt wurde.
Die, in denen Osmo mehrfach behauptete, zurück nach Hause zu wollen.
Die, in denen Osmo sagte, keine Lust mehr zu haben, auf der Farm arbeiten zu müssen.
Die in denen über tagelang andauernden Kinderdurchfall geredet wurde, der minimalistisch mit Papayas behandelt wurde.
Ich weiss nicht obs das noch gibt, aber es existierte auch ein Video, in dem gesagt wurde, dass Osmo bis zum Alter von 4 nicht mal alleine aufs Klo konnte.
Oder wie sie stolz vor der Abreise alle Spielzeuge von Osmo verkauft hat um dann voll minimalistisch eine Unterhose für jeden, ein wenig gesponserte Technik und nen Dildo als Startgepäck loszuziehen.

Inzwischen hat all diese öffentliche Kritik etwas bewirkt.
Osmo tritt in den Hintergrund. Der Kanal wurde von „Hannah und Osmo“ umbenannt. Die schlimmsten Videos wuren gelöscht. Der 300Seiten Thread auf lachschon ist weg. Osmo ist bei seiner Tante.
Ein wenig kann man noch im antivegan Form im entsprechenden Thread finden.

Dennoch teile ich deine Auffassung bzgl. der Gruppendynamik. Viele kübeln nur Gülle. Viele sind uneinsichtig. Diskussionskultur oft nicht vorhanden. Deswegen versuche ich z.B., nur etwas beizutragen, womit ich mich beschäftigt habe. Meiner Meinung nach, hast du den Ist-Zustand betrachtet – hier wäre aber noch ein Blick auf die Historie nötig gewesen. Und der Kanal ist inzwischen nach Bereinigung der alten Verfehlungen längst nicht mehr so skandalös wie das im Ferbruar/März noch der Fall war.

Lese ich nur deine Darstellung, teile ich sie so – wäre da nicht noch das Kind…
Ich würde nicht gern in die Schule kommen, gäbe es YoutubeVideos von mir, in denen meine Mutter erzählt, dass ich nichtmal richtig kacken kann.

Amelie
Amelie

Danke Christian Witzel für den Text.
Im Gruppengeschehen, welches ich mitverfolge, gibt es immer mal wieder „Hardliner“, das stimmt. Aber insgesamt gleich gegen die Gruppe zu haten ist nicht der richtige Weg und hinterher dann eine Diskussion mit „ich hab das deswegen und deswegen gesagt, daher bin ich total auf der sicheren Seite“ auf einem Blog zu erörtern ist nicht so sinnvoll: Immerhin zählt das, was bei den Lesern in der Gruppe ankam – dass du auf Krawall bist mit deinem „heul doch“. Habe mich lediglich gefragt, was das schon wieder für ein Spinner ist dass der gleich so platt angreift. Der Begriff „whataboutismus“ bezog sich offenbar auf dein Scheinargument, dass es anderen Kindern wesentlich schlechter geht als Osmo.
Andere Kinder werden blutig geschlagen, ist es daher in Ordnung die eigenen Kinder in Arbeit zu schicken? Jetzt mal unabhängig davon, ob die Dame um die es ursprünglich ging tatsächlich so macht oder nicht. Da würde ich auch „Whataboutismus“ unterstellen.

Alles in allem wirkt der Blog-Eintrag leider sehr wie ein nachträgliches „Ich bin im Recht und ich bin der bessere Mensch“. In der Diskussion selbst hättest du dich viel besser und verständlicher ausdrücken können, anstatt mit „heul doch“ und weiteren Provokationen um dich zu werfen, wenn du nur einmal auch das Argument von Diskussionsgegnern ernsthaft in Betracht gezogen hättest (Stichwort Whataboutismus). Ja, Sabine hat einen scharfen Ton, aber es ist immernoch nur eine schriftliche Diskussion. Anstatt also mit ihr weiter zu erörtern, wie jetzt die Osmo-Geschichte beurteilt werden könnte hast du aber direkt gepöbelt.

Ist das wirklich zielführend? Ich fand deine Kommentare als Außenstehende ziemlich diffus, verwirrend und sehr unpassend.

Dietmar

@Christian Witzel: Das ist sehr interessant! Die Darstellung über den Umgang mit dem Kind zeigt auch in meinen Augen etwas Skandalöses. Da geht es dann darüber hinaus, dass eine Frau sich selbst verwirklicht und etwas krude oder spezielle Ansichten hat, denn da wird ein Kind gefährdet.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Leute, die das verfolgt haben, kurz angebunden reagieren und keine Lust haben solche Dinge neu zu erklären, wenn jemand sagt, dass er die Frau seltsam aber nicht schlimm findet.

Das, was Wortvogel da aber beschreibt, ist etwas mehr und das habe ich auch beobachtet: Eben, dass aus einem Lagerdenken oder Gruppenzugehörigkeit heraus blind draufgehauen wird und Überlegenheit zelebriert.

Ich darf sagen, dass ich Wortvogel nun ein wenig kenne: Es würde mich wundern, wenn eine solche Darstellung wie von Dir nicht klarstellend gewirkt hätte. Dieser ziemlich kurze Austausch eskalierte, weil es keine angemessene Antwort darauf gab, dass Torsten diese Frau irgendwie eigenartig aber nicht sonderlich problematisch findet. Wenn die problematischen Videos nicht da sind oder nicht gesehen wurden, kann man das auch nicht. Mit Whataboutism zu kontern anstatt zu sagen, was da eigentlich wirklich problematisch ist, ist genau das kritikwürdige Verhalten, das Torsten eben kritisiert.

Dietmar

@Amelie: Vorweg: Ich finde Deinen Kommentar vernünftig und lesenswert, Du erscheinst mir sympathisch. Solltest Du meine Antwort jetzt aggressiv finden, täte mir das etwas leid, aber ich versuche deutlich zu sein.

Im Gruppengeschehen, welches ich mitverfolge, gibt es immer mal wieder „Hardliner“, das stimmt.

Und genau darum geht es hier.

Aber insgesamt gleich gegen die Gruppe zu haten ist nicht der richtige Weg

Wo tut er das denn? Nirgends. Denn 1. greift er nicht die gesamte Gruppe an sondern beschreibt und sagt das auch deutlich das Verhalten einiger. Dass Du das als Angriff gegen die Gruppe ansiehst, ist genau das Lagerdenken, das zu solchen Auswüchsen führt. Das ist eine Abwehrreaktion und eine Immunisierungsstrategie gegen Kritik, wovon es mehrere gibt. 2. Es ist kein „Haten“, wenn man Kritik anbringt und begründet. In der Kritik kann man sich irren, klar. Es ist trotzdem kein Haten. Und was haben wir hier? Eine weitere Immunisierungsstrategie gegen Kritik

und hinterher dann eine Diskussion mit „ich hab das deswegen und deswegen gesagt, daher bin ich total auf der sicheren Seite“ auf einem Blog zu erörtern ist nicht so sinnvoll:

Doch. Ist es. Ich lese das gerne, setze mich gerne damit auseinander, bin ein Fan solcher Artikel hier und deshalb ist es sinnvoll. Ich bin nicht der einzige Leser, der das so meint, und deshalb ist das sinnvoll. Es beschäftigt Torsten und er will das deshalb erzählen, deshalb ist das sinnvoll. Du und Christian können sich sachlich äußern und deshalb ist das sinnvoll. Und jetzt Du: Wie willst Du mir jetzt erklären, es wäre nicht sinnvoll?

Immerhin zählt das, was bei den Lesern in der Gruppe ankam

Dann wiederhole ich das noch einmal: Genau das wird kritisiert! Dass da eine Gruppe ist, die einige meinen mit grenzwertigen Mitteln vertreten oder verteidigen zu müssen oder dürfen und sich über andere lustig machen oder aggressiv werden.

– dass du auf Krawall bist mit deinem „heul doch“.

Du erwartest auf Pauschalvorwürfe eine inhaltliche Antwort?

Habe mich lediglich gefragt, was das schon wieder für ein Spinner ist dass der gleich so platt angreift.

Du hast Dich also nicht gefragt, warum ein Kommentator den Eindruck hat, die Frau wäre gar nicht so schlimm und die Attacken gegen sie seien nicht wirklich gerechtfertigt. Du hast ihn gleich für einen aggressiven Spinner gehalten. Genau das ist die kritisierte Haltung.

Der Begriff „whataboutismus“ bezog sich offenbar auf dein Scheinargument, dass es anderen Kindern wesentlich schlechter geht als Osmo.

Das ordnest Du falsch ein: Torsten hat keine (!) falsche oder das Kindeswohl gefährdende Dinge gesehen. Es ist nicht so, dass Osmo ein Finger abgeschlagen wurde und Torsten sagte, was soll´s, andere Kinder verlieren einen Arm. Einen Fünfjährigen nicht zur Schule zu schicken ist keine Missachtung des Kindeswohls. So etwas als Argument zu versuchen ist einfach lächerlich.

Andere Kinder werden blutig geschlagen, ist es daher in Ordnung die eigenen Kinder in Arbeit zu schicken?

Mein Kind hat auch im Vorschulalter gearbeitet. Immer wieder mal und sehr konzentriert. Nach dem, was ich gelesen habe, wurde der Junge da nicht „zur Arbeit geschickt“ sondern war mit Mama auf einem Markt und hat verkauft. Macht mein Junge heute noch manchmal und verdient sich so Taschengeld dazu. Das ist kein Whataboutism, das ist ein Vergleich.

Jetzt mal unabhängig davon, ob die Dame um die es ursprünglich ging tatsächlich so macht oder nicht. Da würde ich auch „Whataboutismus“ unterstellen.

Damit benutzt Du Whataboutism als Totschlagargument und scheinst nicht verstanden zu haben, was der Begriff eigentlich sagt.

Alles in allem wirkt der Blog-Eintrag leider sehr wie ein nachträgliches „Ich bin im Recht und ich bin der bessere Mensch“.

Sehe ich überhaupt nicht so. Aber was soll man da machen…

In der Diskussion selbst hättest du dich viel besser und verständlicher ausdrücken können

Was ist daran unverständlich: „Ich meinen Augen ist die primär eine ziemlich langweilige Selbstdarstellerin – und es sind Kinder wahrlich schlimmer aufgewachsen als dieser Osmo.“ Warum gibt es darauf keine vernünftige Antwort, wo das Problem mit Osmo eigentlich liegt?

anstatt mit „heul doch“ und weiteren Provokationen um dich zu werfen, wenn du nur einmal auch das Argument von Diskussionsgegnern ernsthaft in Betracht gezogen hättest (Stichwort Whataboutismus).

Wenn man das Problem der Kindeswohlgefährdung nicht sieht und sehen kann, ist „Whataboutism“ aber kein Argument. Das ist das Problem. Dann ist nämlich der Vorwurf, man würde Whataboutism betreiben eine Provokation.

Ja, Sabine hat einen scharfen Ton, aber es ist immernoch nur eine schriftliche Diskussion.

Ja, Torsten hat einen scharfen Ton, aber es ist immer noch nur eine schriftliche Diskussion. Und nun?

Anstatt also mit ihr weiter zu erörtern, wie jetzt die Osmo-Geschichte beurteilt werden könnte hast du aber direkt gepöbelt.

Falsch: Sabine hat offenbar eine Vorstellung im Kopf: Osmo ist gefährdet, die Frau ist ganz schlimm. Dann kommt Torsten, sagt, er findet sie gar nicht schlimm. Anstatt das, was Sabine jetzt im Kopf hat, zu erklären, wirft sie mit der Floskel Whataboutism herum. Wo ist da die Erörterung der Osmo-Geschichte? Nirgends. Und da wären wir wieder bei dem Kritikpunkt von Torsten: Darum geht es nämlich gar nicht, sondern offenbar darum, ein gerechter Krieger für eine gerechte Sache zu sein, im Recht zu sein, in einer Gruppe zu sein, und deshalb draufhauen zu dürfen.

Wenn sie die Geduld für solche Gespräche nicht hat, soll sie es lassen.

Ist das wirklich zielführend?

Frag das doch mal Sabine, bitte!

Ich fand deine Kommentare als Außenstehende ziemlich diffus, verwirrend und sehr unpassend.

Was ist daran diffus, wenn man sagt, dass man die Frau für eine harmlose Selbstdarstellerin hält, die ihr Kind nicht gefährdet?

Dietmar

Kann meinen Kommentar nicht auf Komma- und sonstige Fehler hin korrigieren, weil gemeldet wird, er wäre als Spam markiert. Das muss ein automatisierter Fehler sein. Wer also Fehler findet, darf sie behalten. Da bin ich großzügig.

Dietmar

So: Und jetzt ist mein Kommentar an Amelie weg!

Bitte, lieber Admin: Freischalten! Ich habe mir echt viel Mühe gegeben! 🙁

NbtT
NbtT

Ich spreche hier nicht anonym, sondern stellvertretend für Nbt t.
Du trittst einfach nur nach weil du aus der Gruppe geflogen bist wegen deinem Verhalten! Du vergisst genauso, dass es in dem Beitrag und den Kommentaren zu Hannah Dette weniger um sie selbst, als um ihren Sohn Osmo ging!

Heino
Heino

Sich nicht mit Namen oder eigenem Pseudonym anzumelden, sondern angeblich stellvertretend für eine Gruppe zu reden und deshalb nur dessen Kürzel zu benutzen, ist die Definition von „anonym“. Schließlich weiß hier niemand, wer sich hinter dieser Behauptung verbirgt, gelle?

dermax
dermax

Solang es keine handfesten Indizien für einen Missbrauch oder Verwarlosung des Kindes gibt, kann die Frau mehr oder weniger machen, was sie will, so simpel ist das, mal abgesehen von der Tatsache, dass das uns sowieso einen Dreck angeht, wie sie den Kleinen erzieht.
Eine der extrem nervigen Dinge auf FB, dass eine Menge Leute inzwischen denken, ein Video oder ähnliches wäre eine ausreichende Infoquelle, um sich eine eindeutige Meinung bilden zu dürfen.

Völlig davon ab, find ich das Thema „Kinder, deren gesamtes Aufwachsen auf sozialen Netzwerken dokumentiert wurde und wie gehen sie als Erwachsene damit um“ inzwischen ein durchaus interessantes.

Dietmar

@Wortvogel: Danke!

Und trotzdem hast Du den Kern mit viel weniger Worten getroffen *schmollend Steinchen wegkick*

Dietmar

Danke!

Und jetzt warten wir auf den alten Sockenpuppen-Vorwurf. 🙂

Martin Däniken
Martin Däniken

Habe mal Gefährdung des Kindeswohls gesuchmaschint..da ist dann von Vernachlässigung (Unterernährung uä),schä(n)dlichen Verhalten des sorgeberechtigten usw die Rede…
Man macht es beim Entziehen von der Vorgehensweise nicht leicht…Papiertigermässig
andererseits gibts ja die Realität,die ist bekanntlich ne Bitch!
Frau Dette hat ja bestimmte verbale Qualitäten,
die ihr entweder das Genick brechen können
oder sie sauber rauskommen lassen….
Noch,ich betone noch ist kein Verfahren anhängig…

Bugs
Bugs

Nun schert die Leute in der Gruppe aber mal nicht über einen Kamm.
Gibt Leute, die sich da kritisch mit den Themen auseinandersetzen und Leute, die sich einfach nur gerne amüsieren. Da gibt es keinen Aufnahmetest. Und je nach Thema rutscht mir auch gerne mal ein Grinsen über’s Gesicht.

Dietmar

@Bugs: Wer tut das denn und wo? Beleg mal bitte…

Spoiler: Wird Dir nicht gelingen. Denn das Thema ist nicht: „Die sind da alle doof!“ Das Thema ist: „Es gibt in solchen Gruppen Leute, die nicht diskutieren sondern sich überlegen fühlen wollen.“

Dietmar

@Bugs: Und davon abgesehen scher uns bitte mal nicht alle über einen Kamm, dass wir alle alle Anderen über einen Kamm scheren würden …

AlphaOrange
AlphaOrange

Ganz ehrlich: Da seid ihr aber auf beiden Seiten schuld, dass es da am Ende geknallt hat. Schaue ich mir den Dialog oben an sehe ich ab dem zweiten Kommentar nur noch Eskalation.
Torsten schreibt einen sauberen sachlichen Kommentar und darauf folgt ein inhaltlicher Vorwurf (whataboutismus) ohne Argumente (und ohne Grammatik) – Eskalation. Darauf folgt eine plumpe Provokation seitens Torsten – Eskalation. Darauf von der Gegenseite eine Drohung – Eskalation. Da ist in meinen Augen keiner besser als der andere.
Auftritt Admin, der Dummfug von sich gibt (aber sich immerhin zivilisiert verhält) gekontert von persönlichen Angriffen seitens Torsten.
Sorry, aber in meinen Augen hatte da nicht dem ersten Misston keiner von euch mehr Interesse an einem gesitteten Dialog. Sollten sich meiner Meinung nach mal alle Beteiligten an die eigene Nase fassen statt hinterher zu lamentieren, dass der andere alleine schuld war. Hier in den Kommentaren klappts ja offenbar auch wieder mit dem Dialog.

Ändert nichts daran, dass ich in der Sache (also Hannah Dette) voll bei Torsten stehe, zumindest unter dem vorherigen Kenntnisstand als auch mit dem Nachtrag in den Kommentaren, dass man gerade jemanden, der sich offenbar ändert, nicht mit Gülle bewerfen sollte, wenn man eigentlich darauf auf ist, dass sich dumme Menschen ändern sollen.

Dietmar

@AlphaOrange: Ich sehe hier, dass Torsten einfach den Spiegel vorgehalten hat, aber niemand das so wahrnahm. Mache ich auch immer wieder mal.

Mit gleichem Erfolg 🙂

P.K:
P.K:

Wenn es mich wirklich interessieren würde, gerne aber ich halte das für eine Randnotiz.
Die Story an sich und die Analyse ist ok aber die Aufregung nicht wert. Wenn sie nicht missioniert ist alles gut. Die eigentliche Mission, Trolle und ihr Selbstverständnis ist eh obsolet.
Über die kann man sich aufregen oder eben auch nicht.

Feivel
Feivel

@Torsten:
„Sie hatten nach meinem ersten Kommentar die Möglichkeit, mir zu erklären, warum ich mit meiner Einschätzung von Dette falsch liege. Stattdessen haben sie meine Person attackiert“

Das verstehe ich nicht. Warum ist der erste Kommentar („dein whataboutismus ändert aber nichts daran das es hier um Osmo geht und nicht um andere Kinder, Torsten Dew“) ein Angriff auf deine Person?

„und es sind Kinder wahrlich schlimmer aufgewachsen als dieser Osmo“ klingt für mich – ohne die differenzierten Anmerkungen, die du hier in den Kommentaren dazu geschrieben hast – nach einer Relativierung. In Anbetracht von Christian Witzels Ergänzungen könnte ich übrigens mit den Chips-Bier-Eltern besser (über)leben, als ungeimpft in einem Malaria-Gebiet..

Dietmar

könnte ich übrigens mit den Chips-Bier-Eltern besser (über)leben, als ungeimpft in einem Malaria-Gebiet..

Whataboutism!!!111!

Sigur Ros
Sigur Ros

Normalerweise bin ich ja immer auf deiner Seite, Torsten, aber diesmal muss ich auch sagen, dass du es dir hier etwas zu einfach machst und dein Auftreten billig und unsouverän wirkt. Wie du ja selbst zugegeben hast, hast du gleich nach dem ersten etwas unsachlicheren (aber keinesfalls niveaulosen) Posting selbst kein Interesse mehr gehabt, sachlich zu bleiben, weshalb verständlich ist, dass von der Gruppe dann eben auch nichts sachliches mehr kam. Denn wer mir bereits im zweiten Post mit dümmlichen Provokationen wie „Heul doch“ kommt, auf den würde ich auch nicht mehr sachlich und höflich antworten, da er offensichtlich nur trollen will. Folglich finde ich es dann doch etwas billig und perfide, die Gruppe jetzt hier so an den Pranger zu stellen. Denn wie die sehr sachlichen und nachvollziehbaren Postings von Christian und Amelie zeigen, gibt es eben doch sehr wohl gute Gründe, diese Frau kritisch zu sehen, die dich aber nicht wirklich zu interessieren scheinen, da dein Urteil von Anfang an fest stand: „Hier rubbeln sich ein paar verknarzte, selbstgerechte Moralrichter an irgendwelchen gesellschaftlichen Außenseitern zum Aufbau des eigenen Egos. Es regiert der rhetorische Lynchmob, der immer recht hat, solange das Adrenalin fließt. Widerspruch wird nicht geduldet.“ Das ist angesichts der Art deines Auftretens m.E. ein deutlich zu hartes Urteil und genau das billige „Gotcha“, das du bei anderen gerne ankreidest.

Dietmar

@Sigur Ros: Ja, das habe ich mir auch gedacht. Aber: „Ich schalte mich ein paar Mal ein und stimme zwar der generellen Richtung einiger Postings zu, mahne aber zur Mäßigung. Ganz besonders, weil in einigen Fällen die Faktenlage eben nicht ganz so eindeutig ist, wie es die nasedrehenden Gruppenmitglieder gerne hätten. Aber ich merke schnell: Introspektion und Selbstkritik sind hier nicht gefragt, selbst nachweislich falsche Verweise werden nicht entfernt, allenfalls im Fortgang ignoriert. Man ist sehr zufrieden mit sich selbst und sehr sicher in seinem Weltbild – genau das Gegenteil von gelebter Skepsis also.“ Das ist also nur das Ende einer längeren Geschichte.

Mencken
Mencken

Das Problem scheint mir darin zu liegen, dass die Vorgeschichte als Leser ohne Vorkenntnisse nicht wirklich deutlich wird. Feivels Kommentar macht das recht deutlich, ohne den Hintergrund zu kennen, wirkt z.B. der Whataboutism-Vorwurf tatsächlich nicht unbedingt deplatziert oder wie ein persönlicher Angriff.

So ging es mir -wie im ersten Posting ja schon dezent angedeutet- zunächst ähnlich wie Sigur Ros und Dietmar. Glaube natürlich gerne, dass dieser Eindruck getäuscht hat, aber obwohl das eigentliche Anliegen des Textes zwar deutlich wird, erscheint das Beispiel doch recht unglücklich gewählt.