Es mag mit meiner Diät zusammen hängen, aber ich habe in den letzten Wochen eine ungesunde Affinität zu Videos entwickelt, in denen fragwürdige Dosen geöffnet und ihr undefinierbarer Inhalt gekostet wird. Es gibt auf YouTube eine ganze Reihe von Kanälen, die sich nicht dem filmischen, sondern dem kulinarischen Trash verschrieben haben. Bei TheWolfePit z.B. findet sich die Reihe „What are we eating??“, die nicht ohne Grund so heißt – sensible Naturen mögen hier NICHT klicken:

Ein „Subgrenre“ dieser ungewöhnlichen Art des Unboxings sind MRE’s, also militärische Tagesrationen aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten. Auf Kanälen wie MRE Info machen sich furchtlose Omnivoren über 50 Jahre altes Kaugummi und bis zur Unkenntlichkeit verschimmelte Schokolade her. Meine Faszination mag daher rühren, dass wir in unserem Bekanntenkreis einen Berufssoldaten hatten, der uns in den frühen 80ern immer mal wieder solche Tagesrationen mitbrachte, die ich dann neugierig plünderte – mangels Videokamera und Internet allerdings undokumentiert.

In diesem Beispiel wird eine Box aus dem Jahr 1957 liebevoll seziert – und probiert:

Man kann übrigens nicht nur eine bizarre Begeisterung für diese Videos entwickeln, sondern auch einen irrationalen Patriotismus – wer hätte gedacht, dass ausgerechnet eine deutsche Überlebensration von 1961 nicht nur die coolste Verpackung, sondern auch den haltbarsten Inhalt mitbringt?

Bundeswehr FTW!



1 “ YouTube: Finde deinen Food-Fetisch ”

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    Ich finde solche Videos auch ganz unterhaltsam. Meine zwei persönlichen Favoriten sind „Whole Chicken in a Can“ und „Trekking Burger“ von Ashens (den Kanal hast du glaube ich schon mal empfohlen).



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