ACHTUNG: Spoilerfrei ist ein relativer Begriff. Your mileage may vary.

USA 2017. Regie: James Gunn. Darsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Bradley Cooper/Vin Diesel (Stimmen), Kurt Russell, Sylvester Stallone, Michael Rooker, Karen Gillan, Pom Klementieff, Elizabeth Debicki, Laura Haddock, Ben Browder u.a.

Story: Starlord und das Team der Guardians sieht sich nach einer etwas unglücklich verlaufenen Mission mal wieder auf der Flucht vor einer Armada von schießwütigen Raumschiffen. Gerettet werden sie von einem göttlichen Wesen – Peter Quills Vater, der für seinen Nachwuchs große Pläne hat. Aber auch die anderen Guardians hadern mit familiären Bindungen: Rocket, weil er keine Eltern hat; Gamora, weil ihre Schwester Nebula nicht locker lässt; Drax, weil er mit der in ihn verknallten Empathin Mantis nichts anfangen kann; und sogar Yondu, der sich als eine Art Ersatzvater von Peter Quill fühlt. Doch all diese Zwists treten in den Hintergrund, denn die Galaxis ist mal wieder von mehreren Enden aus bedroht – und wenn man schon „Guardians of the Galaxy“ heißt, kann man sich schlecht um ihre Rettung drücken…

Kritik: Ich möchte diese Kritik mit ein wenig Presseschau beginnen. Es ist bekannt, dass ich Peter Osteried nicht nur als Mensch schätze, sondern gerade auch als Autor. Darum war ich vor ein paar Wochen auch angemessen erschüttert, diesen hummeldummen Text aus seiner Feder zu lesen. Zusammen gefasst: DC ist im Kino besser als Marvel, weil die Filme schlechter sind, denn schlechter bedeutet irgendwie mutiger. „Man of Steel“ war erfolgreich, weil er mit der bekanntesten Comicfigur aller Zeiten zum Höhepunkt des Superhelden-Booms soviel Geld gemacht hat wie „Iron Man“ am Anfang der MCU-Ära mit einem Protagonisten, der außerhalb der Bildheftchen praktisch unbekannt war. Und die Fans sind unangemessen dogmatisch, besonders die „Marvel-Zombies“. Man kann sich für so einen „Das ist FAKT, weil ich das so empfinde!“-Text nicht ausreichend fremdschämen – wenn Peter selbst es offensichtlich schon nicht tut.

Aber Fakt ist tatsächlich: Die hier vertretene Meinung ist durchaus weit verbreitet. Die Marvel-Filme werden abgelehnt, weil sie „zu perfekt“ sind, „zu glatt“. Ihr sauber durchkonstruiertes Universum ist plötzlich nicht mehr eine Leistung, an der vorher Franchises wie „James Bond“, „Star Trek“ und „Star Wars“ gescheitert sind, sondern ein Malus, ein Beleg für Hollywoods Mega-Marketing-Maschine, die alles homogenisiert, die Filme nicht mehr produziert, sondern ausspuckt. Wer Marvel mag, ist ein Zombie, der sich mit den immer gleichen Figuren und Plots abfüttern lässt, während DC-Fans zwar die Mängel des Snyderversums knurrend anerkennen, aber penetrant darauf verweisen, dahinter verberge sich Genius. Das Behauptete wiegt schwerer als das Geleistete. Und ich sitze davor, schüttele den Kopf und denke „oh, brother…“.

Halten wir doch mal fest: Der EINZIGE Maßstab eines Films ist, ob er funktioniert. Ob er das Publikum begeistert, den Figuren gerecht wird, stimmig bleibt, nachwirkt. Inwieweit Anspruch auch ein Wert an und für sich ist, wird immer erst dann thematisiert, wenn ein Film gescheitert ist. Das ist aber nicht legitim: Der Vergleich kann nicht zwischen einem (vorgeblich) anspruchslosen, erfolgreichen Film und einem (vorgeblich) anspruchsvollen, gescheiterten Film gezogen werden. Wenn überhaupt, kann man einen anspruchsvollen, aber gescheiterten Film einem anspruchslosen, ebenfalls gescheiterten Film vorziehen. Oder einen anspruchsvollen, erfolgreichen Film einem anspruchslosen, erfolgreichen Film.

Ich gehe nicht ins Kino, um Filmemacher scheitern zu sehen.

In short: Die Argumentation „DC ist viel besser – weil die Filme besser wären, wenn sie nur besser wären“ ist unhaltbarer Kinderkram.

Und obendrein: All das hat mit „Guardians of the Galaxy Vol.2“ nichts zu tun. Weil der präventive Ansatz der DC-Fans, als Marvel-Film müsse dieses Sequel ja per se homogenisiert und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebügelt sein, spektakulär nach hinten losgeht. Weil perfektes Kino eben doch nicht totale Langeweile, sondern unfassbares Entertainment bedeutet.

„Guardians of the Galaxy Vol.2“ ist perfektes Kino. Und ich bin mit der Schwere dieser Aussage durchaus bewusst.

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War der Vorgänger schon ein großes Feuerwerk comic-bunten Entertainments, das „Farscape“, „Star Trek“, „Star Wars“ und die „Legion der Superhelden“ begeistert in einen Topf warf und daraus den perfekten SciFi-Schnaps destillierte, poliert das Sequel noch mal alle Details, schraubt dem Kino-Chrysler neue Chromflügel an und einen doppelten Auspuff. Und das funktioniert nicht nur an der Oberfläche shiny shiny – auch in Sachen emotionale und dramatische Tiefe ist „Guardians of the Galaxy Vol.2“ nochmal in die Werkstatt gegangen.

Ich weiß nicht, ob es die Story ist, die mich so begeistert. Klar, die ist diesmal deutlich persönlicher (für ALLE Figuren) als im ersten Film, es geht diesmal um mehr (und dann wieder doch nicht, aber das werdet ihr ja sehen) als um einen austauschbaren megalomanen Bösewicht. Zwar werden alle üblichen Marvel-Maßstäbe angelegt und alle Dramaturgie unterwirft sich einem wahnwitzigen Vorwärtsdrang, aber der Treibstoff dieser Geschichte ist kein banaler MacGuffin, sondern die persönliche Historie der Protagonisten.

Es geht um familiäre Werte, um die Frage, was wir vom Leben wollen – und wen wir dafür an unserer Seite brauchen. Es geht um Verzeihen, um Nachsicht, vor allem aber um „who’s your daddy?“ im übertragenen wie wortwörtlichen Sinne. „Guardians of the Galaxy Vol.2“ schafft es mühelos, aus der Backstory von gerade mal einem Film mehr Substanz zu pressen als z.B. „Captain America: Civil War“ aus dem gesamten MCU. Weil seine Figuren im ersten Film nicht nur präzise entwickelt wurden, sondern auch in ihrer Interaktion perfekt funktionieren.

Der Schlüssel zur Brillanz von „Guardians of the Galaxy Vol.2“ ist auch nicht die technische Perfektion. Klar wird hier ganz dick aufgefahren, im Grunde genommen ist der Film eine einzige Actionsequenz von 125 Minuten Länge mit wechselnden Schauplätzen und Schwerpunkten. Hier ist nichts halbgar, nichts halbfertig – das moderne Kino mit der dicken Brieftasche kann alles zeigen, was Autoren sich ausdenken können. Und James Gunn kann sich verdammt viel ausdenken. Die Schlachten in „Guardians Vol.2“ erinnern an alte „Schwermetall“-Hefte, an fiebrige „Perry Rhodan“-Fantasien, an die omnipotenten Space-Gemälde von Jack Kirby und an alles, was wir uns im „Star Wars“-Universum immer hinzu gedacht haben. War „Vol.1“ teilweise wie die groß budgetierte und gelackte Version von „Farscape“ zu sehen, sprengt „Vol.2“ endgültig alle Ketten und wandelt streckenweise auf wahnwitzigen „Lexx“-Territorium. In diesem Universum geht wirklich alles. Da ist es nur die Kirsche auf der Sahne, dass „Farscape“-Hauptdarsteller Ben Browder mit dabei ist.

Es ist nicht die Story, es ist nicht die Action. Was ist es dann?

Es ist die Tatsache, dass „Guardians“ (kalkuliert, aber erfolgreich) „unser“ Film ist. Vollgestopft mit Querverweisen, Gastauftritten und Easter Eggs, die den Flow nicht stören, sondern ergänzen. Weil im Universum der Guardians eben alles möglich ist und demnach nichts fehl am Platz. Weil man den großen Showdown eben doch nicht mit Rummsbumms-Hymnen unterlegen muss, sondern auf „Father and Son“ von Cat Stevens Verlass ist. Weil man auch für einen gottverdammten kleptomanen Waschbären ein paar Tränen abdrücken kann.

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Vor allem aber: Kein Film der letzten zwanzig oder dreißig Jahre hat ein derartig liebevolles und schräges Trüppchen erschaffen, dem wir mit solcher Begeisterung in die Hölle und zurück folgen würden. Die Guardians sind das Team, dem wir genau so sehnsüchtig angehören wollen wie einst der Brücken-Crew der „Enterprise“. Wir wollen sie als unsere Freunde, möchten die Jacke von Starlord tragen und halten unseren Fahrradhelm künftig für seine ausklappbare Schutzmaske.

Ich kann mich an keinen Film seit dem ersten „Star Wars“ mehr erinnern, aus dem ich mit einem derartigen Wunsch kam, in diesem Universum zu bleiben, seine Ecken und Enden zu erforschen, mit seinen Helden ein Bier trinken zu gehen und dabei lässig ein paar Bösewichte wegzublastern.

„Guardians of the Galaxy Vol.2“ ist cool, nicht hip. Jung, nicht infantil.

Ist es ein wichtiger Film, ein introspektiver Film, der dem Kino neue Möglichkeiten eröffnet? Nein. Aber in seinem monströsen Unterhaltungswert erinnert er uns durchaus daran, dass wir Entertainment nicht mit Hirntod bezahlen müssen, dass Spaß nicht mit Anspruchslosigkeit erkauft werden muss. Und wie ich in meinem Review-Teaser schon schrieb: Das wird Folgen haben. Alle MCU-Filme sind auf der Werteskala einen Rang runter gerutscht, um nach oben ausreichend Platz für „Vol.2“ zu schaffen. Filme wie „Transformers“ haben endgültig keine Rechtfertigung mehr für ihren Fake-Spektakulismus. Und ich selbst muss einsehen, dass ich Filme wie z.B. „Ghost in the Shell“ zu gut gefunden habe – weil es augenscheinlich viel, viel besser geht.

Auch in dieser Beziehung ist „Vol.2“ wie 1978 „Star Wars“ und 1994 „Jurassic Park“: Er legt eine neue Messlatte, an der alle anderen sich justieren müssen. Er zeigt, was auf ALLEN Ebenen möglich ist. Wer künftig weniger leistet, hat keine Ausrede.

Wir leben in schwierigen Zeiten. Brexit, Trump, Erdogan. Geht ins Kino, schaut euch „Guardians of the Galaxy Vol.2“ an. Kommt danach fingerschnippend und groovend aus dem Saal, gut gelaunt und glücklich. Dafür ist Kino da, dafür ist es vor 110 Jahren erfunden worden. Von Georges Méliès bis James Gunn – das ist eine direkte Linie.

Fazit: Die neue Messlatte für totales Entertainment. Kinetisches Kino pur. Künftig kann man seine Freunde, Komplizen und potenzielle Geschlechtspartnerinnen solide nach der Antwort auf die Frage „Wie hat dir Guardians Vol.2 gefallen?“ wählen.

 



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Dietmar

Breit grinsend gelesen. Wir freuen uns darauf!

Aber: Junior hat sich mit einem Kumpel zu dem Film verabredet. Unser Filmbuddytum fand aber einen würdigen Abschluss in der Kino-Aufführung der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie.

Thorben
Thorben

Hm, ich habe den ersten Teil gesehen und fand den so doof, dass ich mich an nichts mehr erinnern kann…. Jetzt bin ich etwas skeptisch ob mich ein zweiter Teil nun derart zu begeistern vermag…

comicfreak
comicfreak

..Junior weint bitterlich, weil der nicht letzte Woche schon anlief, als wir in Nürnberg im Deluxe Kino waren

Daniel
Daniel

Oha, das liest sich hervorragend. „Cool, nicht hip, jung, nicht infantil“. Ist gebucht.

Jake
Jake

Bin zwar nicht der große Superhelden-Fan, aber neben „Deadpool“ fand ich auch „Guardians of the Galaxy“ richtig klasse. Freue mich, wie bei ersterem, auf den Nachfolger. Danke für die lesenswerte Kritik!

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Feine Kritik, die meine Erwartungshaltung noch weiter in die Höhe schnellen lässt. Freu mich riesig drauf!

gerrit
gerrit

Hm, potentielle Sexualpartner vor der Bettkante auf Filmgeschmack abzuklopfen, das können sich die wenigsten leisten. Ungeachtet der Qualität des Films, würde ich mich darob befragt, wieder anziehen und gehen.

comicfreak
comicfreak

@gerrit

..sich für oder gegen einen Sexualpartner ohne vorheriges Gespräch erst dann zu entscheiden, wenn der nackt auf der Bettkante sitzt, ist aber auch nicht nett

gerrit
gerrit

Das ist wohl wahr, die Redensart „jmd nicht von der Bettkante schubsen“ fand ich schon immer sehr gemein, impliziert sie doch, dass man andere durchaus schubsen würde. Ab davon war die Rezension toll geschrieben, nur halt überflüssig, wir gehen ja eh rein. 🙂

comicfreak
comicfreak

😀 same here

Rainer
Rainer

Komme gerade aus dem Kino und bin absolut begeistert, hab jetzt noch mal Deine Kritik durchgelesen – Kompliment, das trifft meine Meinung fast zu 100%. Ist schon sehr lange her das man im Kinosaal richtig spürte wie gut die Stimmung war und wie gut man unterhalten wird.

Ja es ist unser Film, voller kleiner Geekmomente. Alle Figuren sind nicht nur Abziehbilder sondern echte Personen zum mitfühlen. Der Plot ist durchdacht und nimmt den Zuseher ernst.

Und Ja, ich will ein Guardian sein ! 🙂

Dietmar

Junior quengelt: „Wann gehen wir in´s Kino?! Den muss (!) ich nochmal sehen!“

S-Man
S-Man

Hi,

ich hatte nun am Sonntag endlich das Vergnügen. Ich bin natürlich extrem gut unterhalten worden.

Allerdings gehe mit deiner Kritik nicht mit. Ich verstehe deine Kritik so, dass du erst V2 als total tollen Meilenstein ansiehst, also den ersten nicht so gelungen fandest wie den jetzigen, richtig?

[Kleine SPOILER voraus!]

Ich sehe das anders. Vol.1 finde ich sowohl humoristisch, als auch dramaturgisch stärker. In Vol. 2 gabe es doch einige Szenen, die ich als nicht gut gelungen betrachte, für mich zT. sogar einen Fremdschäm-Charakter entwickelten. Die Szene mit dem Lichtball – ohne jegliche Ironie – fand ich schon sehr peinlich.

Zusätzlich finde ich, dass es zu viele Witze gab, die zu oft wiederholt wurden: Stichworte „Hässlich“, „Taserface“. Das hat es so mMn in V1 nicht gegeben.

Auch einige kleine Handlungsstränge fand ich unnötig: Bspw. hätte der Sovereign-Strang nach dem Intro prima zu Ende sein können (bzw. nach dem Abgang aus dem Thronsaal). Haben die danach noch was zur Story beigetragen?

Nicht falsch verstehen, ich meckere hier auf ganz hohem Niveau. Es war ein unglaublich toller Film, bei dem ich sehr viel gelacht habe. Aber besser als V1 finde ich ihn in der Gesamtheit nicht.

Btw.: Ich habe mich schon im ersten Film gefragt, wie man die Guardians jemals an das restliche MCU in seiner relativen Ernsthaftigkeit anschließen will. Es ist mir einfach völlig schleierhaft, wie Cap & Co. jemals mit den Guardians überzeugend interagieren soll. Der zweite Film jetzt hat sich mMn noch weiter vom RestMCU entfernt anstatt sich ihm zu nähern. Noch bunter, noch komödiantischer, noch toon-iger (wie die Gesichter bei den Raumsprüngen.).
Auch frage ich mich, ob Vol.2 generell etwas zur großen Gesamthandlung beigetragen hat: Wurde die Infinity-Saga durch Vol.2 vorangetrieben oder ist der Film einfach mehr oder weniger getrennt davon zu sehen?

Andreas
Andreas

Hmm, ich war echt hin- und hergerissen. Denn Vol. 2 ist die volle Breitseite: Gags, Spannung, alles da. Als alleinstehender Film eine Wundertüte, die man nicht schnell genug auspacken kann und die dennoch langsam genossen wird.

Aber in Verbindung mit Vol. 1 … hmm. Da wird die Wundertüte irgendwie aufgeblasen, aber halt shiny shiny blink blink. Denn was mir beim zweiten Teil abgegangen ist, das war die Story insgesamt. Nicht falsch verstehen; der zweite Teil hat sogar viel mehr Wendungen, viel Drama und viel (hier bitte einfügen). Aber der Impact ging mir durch zuviel „Shiny“, zuviel „Bämm“ und zuviel „Ui“ verloren. Wenn ich zwei Tonnen Zuckerwatte aufgetischt bekomme, freue ich mich – aber irgendwann wird es mir zuviel.

Der 1. Teil ist nicht besser, nur als „Film“ funktioniert er für mich besser. Er nimmt sich ernster, ist gepackter und steht auf eigenen Beinen. Der zweite ist eine einzige, fröhlich krachende Verbeugung vor allem, was Sci-Fi-Filme (Romane, Comics, etc) ausmacht. Aber er ist mir oft zu lustig, oft zu vollgepackt. Zu perfekt vielleicht …

Aber so ist das mit dem undankbaren Publikum. Kaum kriegt es mal, was es immer wollte, ist das auch nicht richtig 🙂

Freue mich jedenfalls dolle auf Teil 3

Heino
Heino

Joah, hat mächtig Spaß gemacht und war definitiv einer der besten Marvel-Filme. Zwei, drei Sachen haben mich aber doch etwas gestört:es hätte nicht wirklich die kaputte Familiengeschichte jeder Figur aufgearbeitet werden müssen, da wäre auch noch Stoff für einen weiteren Film drin gewesen. So war mir das zu viel und an einigen Stellen auch deutlich zu kitschig. Die tonalen Schwankungen waren diesmal nicht so heftig wie bei Teil 1, allerdings ging teil 2 da auch etwas die Unberechenbarkeit durch flöten. 5 Abspannszenen waren mir auch zu viel, zumal nur zwei davon für die kommenden Filme Bedeutung haben werden. Aber insgesamt ist das ein großer Spaß mit vielen sympathischen Figuren.

@S-Man:die Anbindung erfolgt durch die letzte Szene mit den Sovereign, das wird mit Sicherheit Auswikungen auf „Infinity War“ haben.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Gestern auch endlich gesehen – sehr geil, aber eher 9/10 denn 10/10 😉

Was hat es denn mit dem Adam-Dingens auf sich (Abspann)?

Heino
Heino

@Rudi Ratlos:das ist Adam Warlock, eines der mächtigsten Wesen im Marvel-Universum und im „Infinity War“-Comic derjenige, der die Helden der Erde gegen Thanos anführt. Wird wohl im IW-Film nicht so sein, aber in GOTG 3 wird er eine große Rolle spielen

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

@Torsten/Heino: Danke für die Info. Da kann ich mich mal zu dem Charakter belesen, bis dato sagte mir der Name nämlich nix.

Markus Hahn
Markus Hahn

Danke für diesen wunderbaren Review Tortsen!
We are Groot!
Markus