Man könnte es ärgerlich nennen, aber eigentlich ist es sogar unverschämt: Das ZDF hat sich seinerzeit entschlossen, mit der Einstellung des Hyperland-Blogs auch unsere dort veröffentlichten Beiträge vom Netz zu nehmen. Zwar hat jeder deutsche Haushalt mit den Rundfunkgebühren dafür bezahlt, aber davon kann man sich nun auch kein Ei schnitzen: weg ist weg. Allerdings sind die Artikel unter der „creative commons license“ veröffentlicht worden. Ich kann, darf und werde sie deshalb in den nächsten Wochen an dieser Stelle Stück für Stück neu bereitstellen, versehen mit einem aktuellen Nachwort. Es handelt sich dabei um meine Original-Manuskripte, die teilweise vom ZDF noch etwas gekürzt/angepasst wurden, also um „raw versions“.

Originaltext November 2013:

Es gibt Produkte, die sind erfolgreich, preiswert und praktisch, haben aber nur eine begrenzte Lebenszeit, weil sie den Übergang von einer dominanten Technologie zur nächsten darstellen. Erwischt es nach Zip-Laufwerken und Palm Pilots nun die eBook-Reader?

Wow – 100 Megabyte auf 1 Diskette!

Wer 1995 das brandneue Windows 95 ohne CD-Laufwerk installieren wollte, musste Geduld und gute Hoffnung mitbringen: Microsoft lieferte sein Betriebssystem auf 30 Disketten in Häppchen von je 1,4 Megabyte. Backups und Mitnahme größerer Datenmengen (z.B. aus dem Internet) waren damals teuer und mühselig, CD-Brenner noch nicht für dem Heim-User erschwinglich. Viele Nutzer behalfen sich mit einem Zip-Laufwerk von Iomega, das auf relativ teuren Speicherdisketten 100Mb (später 750Mb) unterbringen konnte. Gerade mal fünf Jahre konnte sich die Hardware behaupten, dann trieben die wiederbeschreibbare CD und vor allem der USB-Stick das Zip-Laufwerk ins Abseits. Der USB-Stick ist Laufwerk und Medium zugleich, klein, preiswert, robust – die Produkte von Iomega hatten dem nichts entgegen zu setzen.

Das Sekretariat in der Hosentasche

Ähnlich erging es dem Palm Pilot, den die Firma Palm aus dem groben Konzept des Apple-Handhelds Newton als eine ganze Reihe von persönlichen digitalen Assistenten (PDA) entwickelte. In der zweiten Hälfte der 90er waren Geräte wie der legendäre Palm III ein absolutes Statussymbol. Sie besaßen Apps, bevor man das Wort App kannte, synchronisierten (über Kabel) Termine und Adressen vom PC, ersetzten oft den halben Inhalt eines Aktenkoffers. Das Problem: sie waren ein Zweitgerät zum Handy – und als die Handys lernten, selber PDA-Aufgaben zu übernehmen, wurden sie schnell überflüssig. Heute ist das Smartphone der bessere PDA – und Palm Pilots sind vom Markt verschwunden.

Momentan mehren sich die Hinweise, dass dem eBook-Reader, der spätestens seit der Einführung des Amazon Kindle einen Boom erlebt, ein vergleichbares Schicksal bevor steht. 2007 stellte Jeff Bezos erstmals das „elektronische Lesegerät“ vor, das die Lektüre von längeren Texten am Bildschirm erträglich machen sollte: klares Schriftbild auch bei Sonneneinstrahlung, lange Batterielaufzeit, wenig Gewicht, vertretbarer Preis.

Aber 2010 verschaffte Apple mit dem iPad dem Tablet den endgültigen Durchbruch auf dem Massenmarkt – ein Gerät, das in Formfaktor, Gewicht und mittlerweile auch Preis dem eBook-Reader Konkurrenz macht, aber eine ungleich größere Mengen an Funktionen und Möglichkeiten mitbringt. Und je mehr die Hersteller versuchen, ihre eBook-Reader technologisch aufzurüsten (Farbe, Video-Playback), desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Reader und Tablet. Der Preiskrieg wird zunehmend ruinös: bei teilweise 39 Euro für einen Amazon Kindle verdient niemand mehr an der Hardware.

Noch bevorzugen viele User die Handlichkeit und Lesbarkeit der eBook-Reader zum Tablet. Aber die Bereitschaft, zwei „Bretter“ mit sich herum zu tragen, nimmt ab. Gut möglich, dass diese Produktkategorie in ein, zwei Jahren als obsolet vom Markt verschwindet. Das Tablet wird zum Reader – und der Reader stirbt aus.

Content is King – Hardware ist wurscht

Die Verlage und Vertriebe werden dem eBook-Reader keine Träne nachweinen, weil ihr Geschäftsmodell darauf angewiesen ist, DASS die Menschen lesen – nicht auf WAS sie lesen. Ob die digitale Variante des neusten Andreas Eschbach-Thrillers auf einem Kindle oder einem iPad gelesen wird, ist Amazon wie Bastei Lübbe egal, solange 15,99 Euro dafür fließen.

NACHGEDANKEN 2017: Mittlerweile stagnieren nicht nur die Verkäufe der Lesegeräte, auch die Absätze von digitaler Buchware wachsen nicht ansatzweise so, wie sich die Branche das erhofft hatte. Den Siegeszug der Digitalmusik kann die Digitalliteratur noch nicht wiederholen. Und für 39 Euro kann man immer mal wieder mit dem Amazon Fire ein Tablet kaufen, das nicht nur eBooks anzeigt, sondern auch Filme streamt, Spiele bereit hält und als multimediale Surfmaschine so manches Laptop überflüssig macht. Die Reader mögen noch nicht tot sein – aber die Tauglichkeitsprüfung für den Wehrdienst würden sie vermutlich nicht mehr schaffen…



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Andi
Andi

Das seh ich anders. Bin selbst in der Buchbranche tätig und es ist klar: E-Reader kann man nicht mit Smartphones vergleichen.
Smartphones werden nach 1-2 Jahren langsamer, träger, es gibt neuere, bessere, schönere Modelle, die mehr können als vorher.
Bei E-Readern ist es so: das Grundprodukt ist gut und der Kunde sieht in der Regel keine Notwendigkeit, einen funktionierenden E-Reader gegen ein neues Gerät auszutauschen, dass den gleichen Dienst tut, wie das bisherige Gerät. Deshalb brechen auch die Verkäufe ein.

Man hat sich zwar erhofft, dass die Kunden alle 1-2 Jahre ein neueres Gerät kaufen (noch mehr Pixel, noch schneller beim Umblättern), aber die neuen Modelle haben alle nur Verbesserungen gebracht, die für einen Neukauf nicht erheblich sind.
Ob die Seite nun in 0.01 Sekunden umblättert oder in 0.05 Sekunden ist egal.

E-Book-Reader-Nutzer spüren scheinbar nicht den Drang, das neueste Modell zu haben, solange sie ihre geliebten Bücher auf dem alten Gerät noch lesen können. Und E-Book-Dateien kann ich selbst auf einen 6 Jahre alten E-Reader lesen, sofern der noch funktioniert.
Smartphone-Apps kann ich teilweise nicht nutzen oder sind auf alten Geräten so langsam, dass ich hier einfach eine Verbesserung habe, wenn ich zu einem neuen Modell greife, obwohl das alte theoretisch noch funktioniert.

Und noch etwas: wer mal einen ganzen Roman auf einem E-Book-Reader gelesen hatte, steigt nicht auf ein Tablet um und ersetzt damit seinen Reader. Die Tablet-Technik ist nicht wirklich dafür geeignet, abends noch 200 Seiten eines Buches runterzulesen. Das geht wirklich auf die Augen. Da haben E-Book-Reader einfach ein wesentlich besseres Display, das geeigneter zum Lesen ist.

noyse
noyse

„auch die Absätze von digitaler Buchware wachsen nicht ansatzweise so, wie sich die Branche das erhofft hatte“
19,99€ für den aktuellen Simon Beckett als kindle eBook, wo mir das Buch noch nicht mal gehört sondern ich nur die Nutzungsrechte erwerbe. 22,99€ als gebundene Version.
Ich weiß auch dass das an der Buchpreisbindung liegt, aber so gewinnt man keine eBook Kunden.

Jake
Jake

„Die Tablet-Technik ist nicht wirklich dafür geeignet, abends noch 200 Seiten eines Buches runterzulesen. Das geht wirklich auf die Augen. Da haben E-Book-Reader einfach ein wesentlich besseres Display, das geeigneter zum Lesen ist.“

Das ist der Punkt. Zumal mal ein Tablet komplett vergessen kann, wenn man z.B. im Sommer im Garten liegt und darauf lesen will. Mein Kindle-Reader bereitet mir hingegen auch bei direkter Sonneneinstrahlung uneingeschränktes Lesevergnügen.

Uli
Uli

Ich gehe da mit Andi mit, ich hatte jahrelang einen Kindle Paperwhite Generation 1 und wenn ich ihn nicht im Urlaub verloren hätte, wäre ich damit vermutlich noch jahrelang glücklich gewesen. Jetzt habe ich einen Kindle Paperwhite Generation 3 mit doppelter Auflösung, besserem Display und Co. aber sehe gefühlt kaum einen Unterschied. Klar, es sieht schon alles etwas besser aus, aber dafür hätte ich mir nie einfach so ein Neugerät gekauft. Ganz im Gegensatz zum Smartphone wo bei mir nach ~2 Jahren zuverlässig der Speicher voll ist…

Die deutschen Buchpreise sind mir auch ein Rätsel, ich wäge das auch immer mit gebrauchten Ausgaben ab. Der Höllenfürst Amazon ist da ja sehr komfortabel und oft genug ist eine gebrauchte Ausgabe günstiger als ein eBook und man kann sie außerdem weiterverschenken oder -verkaufen.

Heino
Heino

Ich habe vor einigen Jahren zunächst mit entsprechenden Apps auf dem Smartphone experimentiert, aber die taugten alle nichts und der grösste Schwachpunkt beim Smartphone/Tablet ist für mich die Akkuleistung. Für den E-Reader spricht einfach, dass ich den nur einmal aufladen muss und dann mindestens eine Woche lesen kann, da kann die technische Konkurrenz auch heute nicht mithalten. Allerdings kaufe ich nur englische Ebooks, weil mir die deutschen zu teuer sind. Für mich ist der E-Reader Ergänzung, er wird bei mir nie das reale Buch ersetzen können.

Heino
Heino

Ich bezweifle nicht, dass sie sich schlechter verkaufen. Allerdings glaube ich nicht, dass es daran liegt, dass die ganzen Leser auf das Tablet umgestiegen sind, sondern – wie schon von den anderen gesagt – dass die Nutzer nicht die Notwendigkeit sehen, so ein Gerät zu ersetzen, solange es funktioniert. Meiner Ansicht nach liegt das daran, dass E-Reader im Gegensatz zu Tablets und Smartphones keine Statussymbole sind. Da muss man nicht ständig das neueste Modell haben, um noch mitreden zu können.

Andi
Andi

@noyse: hier muss man unterscheiden. Während man bei Büchern, die man über Amazon oder Apple kauft, tatsächlich nur die „Nutzungsrechte“ erwirbt (wenn man sein Amazon-Konto kündigt, sind theoretisch auch die ganzen E-Books weg), kauft man im Buchhandel das E-Book und hat es für sich und für immer. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied.

Zum Preis: natürlich ist es frustrierend, dass E-Books oft fast genauso viel kosten wie die gedruckten Bücher. Ein Freund, der bei einem Verlag arbeitet, hat mir das damals so erklärt, dass der Großteil der Kosten für den Verlag trotzdem anfallen, egal ob es gedruckt wird oder nicht (Autorenhonorar, Lektorat, Übersetzung, Werbung usw…)
Vielleicht kann Torsten da auch was dazu sagen.

Ein Bildband, der im Laden oft für 30-40 Euro angeboten wird, hat als reinen Materialwert (also Papier und Druckfarbe) nicht mehr als 3-4 Euro, wenn überhaupt.
Aber der Druckerei-Mitarbeiter will halt auch bezahlt werden für seine Arbeit, genauso wie der Redakteur, der das Buch zusammenstellt usw…

@Torsten: mir ist klar, dass Du von Tablets als Ersatz gesprochen hast. Aber egal ob Handy oder Tablet. Die Probleme sind die gleichen, wenn man ihn als Reader-Ersatz verwenden will: in der Sonne fast nicht möglich zu lesen, Akkulaufzeit, nicht zum langen Einsatz geeignet (geht auf die Augen) und auch Tablets veralten irgendwann mal.

Pogopuschel
Pogopuschel

Ich lese immer noch auf meinem kindle touch von 2012, mit dem ich vollkommen zufrieden bin. Zu 90% englischsprachige E-Books, da mir die Preise der deutschsprachigen meist zu nah an denen der Printausgaben sind.

Thorben
Thorben

Ich finde eBook-Reader auch klasse. DRM, Buchpreisbindung und inkompatible Formate wieder holen aber alle Fehler, die auch die Musikindustrie gemacht hat. Ich hoffe, das haben wir bald hinter uns – dann gehen auch eBooks weiter voran.

Und ein Tablet ist Kein Ersatz für einen eBook-Reader. Zu schwer, zu schnell alle, zu grell, bei Tageslicht kaum zu gebrauchen..

comicfreak
comicfreak

..ich liebe meine Trekstors, damals für 39.-, kein Wlan und nüscht, liest alles was ihm unterkommt.
Meine Bücher sind über Adobe Digital Editions runter geladen.

Und genau das bekomme ich zB weder dem Handy noch dem FireTablet gefüttert, das kotzt mich dermaßen an..

Wahrscheinlich bin ich nur zu doof, aber trotzdem.

Und nachdem ich für den Trekstor mit entspiegeltem Display, mit Karte erweiterbar, Kopfhörerbuchse, Lieder programmierbar, Farbdisplay, brillante Fotowiedergabe etc nur 39.- gezahlt habe, widerstrebt es mir zutiefst, jetzt 89.- für nen schwarzweißen Tolino oä zu blechen

Jake
Jake

„Und ich sehe Tablets da analog zu Readern – keine Statussymbole. Denn auch deren Verkaufszahlen gehen leicht zurück. Die Industrie hat das doofe Problem, dass sie die Dinger zu billig und zu robust gebaut hat. Der Produktzyklus ist zu lang, anders als bei Smartphones.“

Völlig richtig, Torsten. Und genau deswegen haben die zurückgehenden Verkaufszahlen bei den Readern (noch) nichts damit zu tun, dass ihnen die Tablets „den Rang ablaufen“. Es liegt einfach an der langen Halbwertszeit der Reader, dass der Absatz so eingebrochen ist. Gleiches Phänomen wie bei den Tablets, nur eben ausgeprägter, da ein Reader noch weniger zum Statussymbol taugt als ein Tablet und es aufgrund des begrenzten Einsatzfeldes (ein Reader wird halt nur zum lesen und für nichts anderes verwendet) keine großartigen technischen Weiterentwicklungen gibt, die zum Neukauf anregen. Aber, ohne Frage, sobald entsprechende Displaytechniken existieren, die auch auf Tablets den selben Lesekomfort bieten wie heutige Reader, werden Reader in ihrer jetzigen Form obsolet.

Heino
Heino

Mag sein, dass das in ein paar Jahren so sein wird. Aktuell habe ich aber einen Reader, der schon gute 4 Jahre auf dem Buckel hat, jedes Format außer dem von Amazon liest und außerdem Bilder anzeigen und auch Musik abspielen kann. Solange der funktioniert, wird er auch nicht ersetzt.

Dass die Tablets recht robust gebaut sind, ist wahr. Mein Galaxy 3 ist auch schon 4 Jahre alt und zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen. Aber da muss sich trotzdem beim Akku noch viel tun, bis der Reader obsolet wird.

Mencken
Mencken

Ich sehe das ähnlich wie die meisten Kommentatoren. Derzeit nutze ich immer noch den Kindle Keyboard, Gründe auf ein neueres Modell umzusteigen, sehe ich derzeit noch nicht.

Natürlich geht der Fortschritt weiter, aber es spricht wenig dafür, dass E-Ink in absehbarer Zukunft durch eine ebenso lesefreundliche Displaytechnik (die dann komplett neu sein müsste und auch nicht auf der derzeit existierenden Displaytechnik für Tablets basieren dürfte) ersetzt werden kann.
Eine Möglichkeit wären da vielleicht Hybriden, die allerdings auch etliche designspezifische Nachteile haben.

Was die Preise angeht denke ich, dass die ausländischen Märkte durchaus zeigen, dass deutliche Unterschiede zwischen Druckwerk und E-Format auch wirtschaftlich gut machbar sind. Mittelfristig wird man über die Buchpreisbindung nachdenken müssen, ansonsten werden die Leute einfach zusehends auf illegale Kopien zurückgreifen.

Mencken
Mencken

Ganz vergessen: E-Ink Reader sollten mittelfristig auch im Bildungsbereich dominieren, wo die vielfältigeren Anwendungsmöglichkeiten von Tablets sogar eher ein Minuspunkt sein können.

Was es da bisher an Studien gibt, spricht zumindest sehr dafür, dass ein notwendiger Konzentrationsgrad dauerhaft nur so erreicht werden kann (wobei das klassische Buch immer noch die Nase vorn hat).

Olaf
Olaf

So ein Tablet hat ja auch Vorteile gegenüber einem Reader, vor allem, dass alles sofort passiert: Blättern, zu einem anderen Kapitel springen, Text durchsuchen, Text größer und kleiner ziehen. Ich hätte inzwischen nicht mehr die Geduld, bei jedem dieser Schritte 0,7 Sekunden (oder wieviel es sind) zu warten. Und auf einem 10-Zoll-Display kann ich mir besser die Schriftgröße „Großdruck für Senioren“ einstellen.

Eine wichtige Grundeinstellung auf Tablets ist: weiße Schrift auf schwarzem Grund. Das schont die Augen, weil deutlich weniger Licht auf die Netzhaut fällt, und den Akku, weil Strom vor allem zum Erhellen von Pixeln gebraucht wird. Die 8 Stunden, die das Tablet dann mindesten läuft, sind eh länger, als ich mich am Stück auf einen Text konzentrieren kann…

Ich habe meinen Hardware-Reader jahrelang gern benutzt, aber inzwischen ist er für mich nur noch für eine Nische geeignet: Man will an einem sonnigen Tag draußen lesen und hat nichts Gedrucktes zur Hand.

invincible warrior
invincible warrior

@allgemein: Hier in Singapur sehe ich die Entwicklung klar zum Handy hin, vor allem bei den Asiaten. Hier hat einfach die Convenience gewonnen, denn mit dem Handy kann man ohne weiteres seine Soap gucken, ein Spiel spielen, einen Artikel/Buch lesen (hier meist irgendwas in chinesisch) oder einen Instant Messenger nutzen. Wuerde das vom Gefuehl her hier auf 20%/20%/10%/15% aufteilen. Dedizierte Ebook Reader sind hier recht selten und wenn, dann sind die meist im Besitz von Auslaendern wie mir. Das Telefon hat man halt immer dabei. Zu Hause gibts dann meist noch ein Tablet, auch wenn es hierzulande eher als Kinderspielzeug dient.

@Olaf: Also mein Paperwhite ist eigentlich OK fuer all die Operationen, die du nennst. OK, ist jetzt nicht immer so komfortabel erreichbar wie beim Tablet, aber alles da, was man braucht. Auch die Rentnerschrift, auch wenn dann relativ haeufig geblaettert werden muss. Fuer mich das Killerfeature ist aber eben das Gewicht und Groesse, das Ding kann man ueberall mitnehmen ohne das es stoert. Tablets sind da doch schon sperriger. Aber natuerlich Geschmackssache.

Jake
Jake

@Torsten: Passt! Hatte Deine Nachgedanken falsch interpretiert.

@Mencken: „Natürlich geht der Fortschritt weiter, aber es spricht wenig dafür, dass E-Ink in absehbarer Zukunft durch eine ebenso lesefreundliche Displaytechnik (die dann komplett neu sein müsste und auch nicht auf der derzeit existierenden Displaytechnik für Tablets basieren dürfte) ersetzt werden kann. Eine Möglichkeit wären da vielleicht Hybriden, die allerdings auch etliche designspezifische Nachteile haben.“

So ein Hybrid wird wahrscheinlich auch die nächste technologische Evolutionsstufe sein, bevor Tablet und Reader irgendwann endgültig verschmelzen. Geforscht wird in der Richtung ja schon längst. Amazon z.B. hat vor ein paar Jahren ein Tech-Unternehmen gekauft, das eine neue Bildschirmtechnik entwickelt, welche gegenüber heutigen E-Ink Displays einige Vorteile aufweisen soll (u.a. farbige Darstellung).

Stuckimann
Stuckimann

@Torsten: „Ich habe ja an keiner Stelle gesagt, der Reader sei JETZT obsolet und das Tablet in jeder Beziehung besser.“

Dazu s. November 2013: „Gut möglich, dass diese Produktkategorie in ein, zwei Jahren als obsolet vom Markt verschwindet. Das Tablet wird zum Reader – und der Reader stirbt aus.“

Deine damalige Aussage war also mindestens voreilig.

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