Das wird ein kurzer Beitrag. Weil ich in einer Stunde nach Berlin muss. Mit dem Auto. Und dann nach Hamburg. Mit dem Auto. Und von da aus wieder nach Baden-Baden. Mit dem Auto. Das ist eine Menge Fahrzeit. Mit dem Auto.

Und genau deshalb komme ich auch jetzt und hier auf dieses Thema.

Ich habe – wie in vielen Dingen – auch in Sachen Auto-Entertainment eine Entwicklung durchgemacht. In den 90er Jahren, als ich viel zwischen Düsseldorf und München gependelt bin, hat es mir völlig ausgereicht, auf der Popwelle des Triples zu reiten: WDR3, SWR3, BR3. Je nachdem, was gerade im Empfangsbereich war.

Irgendwann wurde mir das zu langweilig und redundant. Ich stieg auf Nachrichtensender um. B5, MDR Info und solche Sachen. Kann man sich schlau machen, statt sich nur die Zeit zu vertreiben. Man will ja mitreden können.

Auch das wurde nach ein oder zwei Jahren langweilig, weil die Nachrichtensender ihre Nachrichten manchmal sogar im 15 Minuten-Takt wiederholen. Prima für Pendler, auf weiten Strecken die Hölle. Da kann man nach einer Stunde mitsprechen und hofft immer auf ein paar Minuten „feature“ zwischendrin. Ist man länger als drei Stunden unterwegs, wird das chinesische Wasserfolter.

Ich begann, mir mein Radioprogramm mitzunehmen – in Form eines MP3-Players mit Comedy-Programmen von amerikanischen und deutschen Komikern. Ich bin ein Mensch mit begrenzter Aufmerksamkeitsspanne, 17stündige Hörbücher und Lesungen auf 25 CDs sind für mich nicht (er)tragbar. Ich will unterhalten werden und jederzeit ein- und aussteigen können.

Aber auch DAS wurde irgendwann öde.

Also Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, B2. Das ist schon eine ganz andere Liga. Gerne mal einstündige, gut recherchierte Sendungen, interessante Themen, ganz neue Aspekte. Da ärgert man sich, wenn es auf einmal anfängt zu knarzen und man weiß: hinter dem nächsten Hügel ist es weg. Allerdings ist die Kehrseite der Medaille: Wenn eine Sendung kommt, die man für verzichtbar hält (Neues aus der jüdischen Kultur oder studentische Umtriebe), dann muss man durchhalten.

Als ich vor ein paar Monaten von der Firma ein iPhone bekam, fand ich darauf ein Podcast-Programm. Podcasts – auch so eine Sache, mit der ich mich nie auseinander gesetzt habe. Im Multimedia-Zeitalter selbstproduzierte Radioprogramme aus der Dose? Habe ich nie verstanden. Aber als ich mit dem Programm spielte, stellte ich fest, dass ich damit quasi meinen eigenen, auf meine Interessen reduzierten Deutschlandfunk zusammen stellen konnte: alle Sendungen, die ich spannend fand, übersichtlich gesammelt, insbesondere „Aus Forschung & Technik“ und eine Reihe über die Entstehung großer Pop-Hits.

Letzten Endes sind die Podcast-Abos vergleichbar mit YouTube-Abos, aber ohne Bewegtbild. Man hat schnell Favoriten, Kultfiguren, Reihen und Serien.

Damit war mein Interesse an Podcasts als Auto-Audio geweckt und nach kurzer Zeit hatte ich ein kleines, aber feines Programm automatisiert: Hoaxzilla, Was mit Medien, 1 Stunde History, etc. Vor allem aber: den WDR-Hörspielspeicher.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema: Die langen Fahrten haben mich wieder zum Hörspiel-Junkie gemacht. Faustregel: Alles von 30 Minuten bis 3 Stunden geht. Damit vergehen auch sieben Stunden wie im Flug (was ich in ca. 45 Minuten erneut testen werde).

Thema sollen heute aber NICHT die besten Hörspiele sein, es geht nicht primär um Empfehlungen von Inhalten, sondern von Vertriebswegen. Das kommt ein andermal. Denn bei Hörspielen, anders als bei Filmen und TV-Serien, ist es zu meiner Freude erheblich einfacher, Material legal oder zumindest „leicht grau“ zu bekommen. Die Welt da draußen ist voll von tollen aktuellen Produktionen und Klassikern!

Klar ist Audible eine super Quelle, wenn man Geld ausgeben und primär dem Mainstream folgen will. Aber das ist gar nicht nötig – und spannend wird es (wie so oft) in den dunklen Seitenstraßen…

So produzieren die deutschen Radiosender immer noch und immer wieder hochkarätige Hörspiele, die kostenlos zum Download stehen. Ein besonderes Highlight ist dieser Tage die grandiose Adaption des Romans „Sherlock Holmes und das weiße Seidenband„. Drei Stunden, inszeniert und adaptiert von Bastian Pastewka:

Ladet’s euch runter, bevor es weg ist – ihr habt schließlich mit euren Gebühren schon dafür bezahlt! Und zieht euch in dem Aufwasch auch gleich „Sartana – noch warm und schon Sand drauf“, eine Meta-Hommage an Italo-Western und Rainer Brandt-Synchros, u.a. mit Bela B.

Die öffentlich-rechtlichen Radiosender haben über die Jahrzehnte tausende großartiger Hörspiele produziert. Aus den üblichen albernen Gründen darf man diese nicht in einem großen Archiv für den Zuhörer bereitstellen. Da der Zuhörer allerdings (wie erwähnt) schon dafür bezahlt hat, habe ich keinerlei Skrupel, auf „externe Anbieter“ zurückzugreifen. Wer sich ein bisschen auskennt, vielleicht auch Zugriff auf das Usenet oder Warez-Boards hat, der findet unter dem Suchbegriff NDR oder HR oder SWF schnell Dutzende von Produktionen aus den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren, darunter tonnenweise Adaptionen großer Science Fiction-Klassiker, teilweise mit längst verstorbenen Filmstars an den Mikrofonen. So habe ich neulich eine Robert Silverberg-Adaption mit Dieter Borsche von 1968 aus den Kopfhörern fließen lassen. Großartig.

Auch die BBC lässt sich nicht lumpen, hat sie doch seit Jahrzehnten ein hochkarätiges Radioprogramm nicht nur mit Hörspielen, sondern auch mit Audio-Dokumentationen und Konzerten. Im Gegensatz zu den TV-Produktionen kann man diese Sendungen auch tatsächlich weltweit und kostenlos herunter laden.

Allein mit diesen Quellen kann man bereits das Programm für Jahre bestücken. Aber es gibt ausreichend Alternativen. So kann man auch bei YouTube massenweise Hörspiele finden und laden, deutsch und englisch, von Profis und von Amateuren eingesprochen. Von denen, die eigentlich und aktuell kommerziell angeboten werden, würde ich fairerweise die Finger lassen. Aber auch dann ist das Angebot groß genug. So habe ich kürzlich eine hervorragende Lesung von Lovecrafts „Dagon“ genossen.

Wer gerne englischsprachige Genre-Produktionen mit begrenzter Laufzeit hört, für den ist YouTube eine schier unbegrenzte Quelle. Was an alten Radiosendungen kuratiert dargeboten wird, spottet jeder Beschreibung. Mein Interesse gilt dabei auch hier den Klassikern, Adaptionen großer Kurzgeschichten bekannter Autoren oder Radio-Dramen wie der „Twilight Zone“. Oft lasse ich mich auch einfach überraschen und lade unbekannte Stücke aus dem Bereich Horror/SF/Fantasy. Stellvertretend sei hier nur der Kanal „Horror Radio Shows & Creepy Tales“ genannt.

Einziger Wermutstropfen: Radiosendungen aus den USA, die teilweise 50 oder 60 Jahre alt sind, haben natürlich keinen kristallklaren Sound, da muss man dumpfes Knarzen als Teil des nostalgischen Flairs begreifen.

Natürlich braucht es eine Möglichkeit, die MP3-Spur aus den YouTube-Videos zu extrahieren. Dafür gibt es Tools und Webdienste. Man kann die Sachen aber auch schlicht als Videos (meistens eh nur Standbild) auf dem Tablet oder dem Smartphone abspielen und den Bildschirm ausschalten.

Podcasts, WDR-Hörspielspeicher, BBC, US-Radio – ihr merkt schon: Die Möglichkeiten, sich mit spannenden neuen wie alten Audio-Perlen die Ohren berieseln zu lassen, sind endlos. Und es kommt immer mehr dazu. Ich kann das nur empfehlen – Kino im Kopf ist manchmal bunter als Kino auf der Leinwand. Wer sucht, der findet…

Früher waren so elend lange Fahrten für mich eine Quälerei und ich habe mich gefreut, wenn ich einen Beifahrer zum Plaudern hatte. Heute gehe ich gerne „on the road“ und freue mich, allein unterwegs zu sein – dann kann ich mir wieder meine Xiaomi Pistons in die Gehörgänge pfriemeln und in andere Welten horchen…

Wie sieht’s bei euch aus? Was sind eure Radio-Gewohnheiten, bei welchen Anbietern deckt ihr euch ein, wo liegen eure Interessen? Ich will’s wissen.



20 “ Für unterwegs: Noch mal was auf die Ohren ”

  1. 1
    Sebastian

    Mit der Empfehlung alter Hörspiele aus dem ÖR hast du absolut Recht!
    Einer meiner Lieblinge: Jonas, der letzte Detektiv, produziert vom BR(!). Inhaltlich gestaltet wie eine Mischung aus Sam Spade und Blade Runner, abgerundet mit einem heftigen Schuss Cyberpunk sowie ein paar Gramm Gesellschaftskritik und Zeitkolorit. Wahnsinnig spannend, da hier viele Ideen als Teil des SciFi-Szenarios verhandelt werden, welche heute für uns Gang und Gäbe sind (einheitliche europäische Währung, tragbarer Computer mit jederzeit Zugriff auf große Datenbanken) etc.
    Jede Folge ist fast ne Stunde lang, produziert wurden derer 42 und die Besetzung ist hochkarätig – Jochen Busse als psychopathischer Folterarzt mit BDSM-Vorlieben ist da ein echtes Highlight. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch Peer Augustinski, der Sam, den allwissenden Computer von Jonas, spricht – und zwar als überdrehte Mischung zwischen Max Headroom und Ziggy aus „Quantum Leap“ auf ADHS!
    Wer der Serie mal eine Chance geben möchte, kann sich einfach mal auf Youtube reinhören – aber die Qualität dort ist leider nicht berauschend. Außerdem braucht die Serie die ersten 4 Folgen, bis sie in Fahrt kommt – dann zündet sie aber mächtig!

  2. 2
    mm
    Torsten Dewi

    @ Sebastian: Die Serie habe ich noch irgendwo auf der Festplatte liegen – schon seit mindestens 15 Jahren! Sollte übrigens mal für SAT.1 als Serie produziert werden, kam aber nie über die ersten Drehbücher hinaus.

  3. 3
    Sebastian

    @Torsten: Schade, dass aus einer Fernseh-Serie nichts wurde – das hätte dann mal eine wirklich erfrischende SciFi-Produktion aus Deutschland werden können. Stichwort Hörspiele: ich habe einen echten Faibel für Noir bzw. Serien, die das Noir-Konzept nehmen und es überzeichen, überdrehen oder einfach super durch den Kakao ziehen. Philipp Maloney sagt dir was? 🙂

  4. 4

    Ich habe Podcasts auch lange nicht verstanden, einfach weil ich keine wirklich guten Formate kannte und das mobile Hören in Vor-Smartphone Zeiten arg spaßbefreit war. Inzwischen landen neue Folgen meiner Lieblingspodcasts vollautomatisch auf meinem Smartphone und ich höre fast immer und überall.

    Aktuell neue Highlights für mich: Die Seriensprechstunde, „Methodisch inkorrekt“, die Lage der Nation, sowie die Evergreens „Sternengeschichten“, Chaosradio Express und „Alternativlos“.

  5. 5

    Spannend, die Entwicklung vom Popradio zum Nachrichtenradio zum Deutschlandfunk zum Podcast hab ich so genau auch mitgemacht. Bei den Nachrichtensendern kommt hinzu: Man wird dadurch nicht wirklich „schlau“. Mittlerweile halte ich es für sinnvoller, den täglichen Nachrichtenwirbel gezielt auszublenden, denn der macht nur schlechte Laune und ist nicht wirklich erkenntnisfördernd.

    Hörspiele oder -bücher sind für mich beim Autofahren allerdings eher nicht so mein Ding. Da ertappe ich mich zu oft dabei, mal eine Minute nicht konzentriert zugehört zu haben und dann zurückspulen zu müssen. Aber die Podcastauswahl vom Deutschlandfunk & Co. ist schon großartig. Zu empfehlen sind auch die amerikanischen NPR Podcasts, z.B. Planet Money, wenn man sich für Wirtschaft interessiert.

  6. 6

    Hier in den USA ist das Radio noch schlimmer. Zum einen gibt es keine Mischung aus Talk und Musik, sondern nur das eine oder andere. Zum anderen sind die Sender alle lokal. D.h. du faehrst mehr als 100km und du verlierst den Sender garantiert.
    Deswegen bin ich schon seit Jahren online. Zuerst SWR ueber das webradio. Mitllerweile sind Spotify und BeyondPod meine Freunde. Das erste mehr fuer den Radioersatz, so wie du auch beschrieben hast, das zweite fuers gezielte abonnieren. Sendungen wie ‚Stuff you should know‘ und ‚Pod Save America‘ bieten gute 30-60min Shows an, die sich fuers zwischendrin hoeren anbieten. Und auch den Vorteil haben, offline verfuegbar zu sein, wenn man auf langen Strecken mal die onlineverbindung verliert.

  7. 7
    Stefan Sicherl

    Bin seit Jahren Podcast-Fan, momentan in meiner Abo-Liste:

    – Real Time with Bill Maher, meine Lieblings Talkshow als Audio-Podcast

    – The Infinite Monkey Cage (BBC Radio Wissenschafts-Panel mit u.a. Brian Cox)

    – The Joe Rogan Experience (Stand-Up Comedian der mit interessanten Gästen, häufig Promis über alles mögliche redet, selten unter 3 Stunden und fast jeden Tag ! )

    – Part of the Problem (Podcast von zwei libertären Comedians, man muss ja mal politische die andere Seite hören)

    – Dan Carlins Hardcore History (unregelmäßig erscheinender Amateur Geschichts-Podcast, hat immer eine lange Laufzeit, häufig mehere Teile zum selben Thema,der Typ ist einfach sehr sympathisch und kann super-gut erzählen)

    – The Nerdist (Der Ur-Podcast quasi, Chris Hardwick war einer der ersten Comedians mit Podcast, hat immer interessante aktuelle Gäste, sensationelle Interviews)

    – you made it weird (der Podcast von Comedian Pete Holmes, hat meistens Kollegen zu Gast)

    – The Dana Gould Hour (noch ein Comedian-Podcast, immer sehr gute Gäste und Themen, sehr entspanntes Plaudern)

    – The Rachel Maddow Show Audio-Podcast (Nachrichten halt…)

    – Democracy Now (ziemlich linkes Nachrichten und Talk Netzwerk)

    -Stay Forever (Spiele-Podcast über alte Spiele, von zwei ehemaligen GameStar-Redakteuren)

    – Insert Moin (täglicher Spiele Podcast)

    – Doomian (Talkformat wo Leute zum Thema Spiele anrufen, Neben-Projekt von Insert Moin)
    – Plauschangriff (Talkrunde zu Spiele-Themen, von den Rocketbeans)

    -Alternativlos (Podcast von „Fefe“ Felix Leitner und Frank Rieger, erscheint sehr unregelmäßig aber wenn dann ziemlich lange Diskussion zu interessanten Themen)

  8. 9
    comicfreak

    ..ich hab kein podcastabo, weil die nicht per Brieftaube zugestellt werden..

    Beim Interview mit Pastewka wurden mir eben 7 Stunden Downloadzeit gemeldet, aber nur wenn nichts dazwischen kommt 😛

    Muss ich morgen ganz zufällig mit dem Laptop unterm Arm besuchen.

  9. 11

    Höre auch seit Jahren fast nur noch Podcasts.

    Sehr viele Sachen von Kevin Smith’s Smodcast Network:
    Smodcast
    Hollywood Babble-on
    Jay And Silent Bob Get Old
    Edumacation,
    FEAB und
    mein Favorit Tell ‚em Steve-Dave

    Desweiteren WTF? von Marc Maron – super interessant, immer der Comedian Marc Maron mit einem Gast den er interviewt, viele andere Comedians, Schauspieler und Musiker – prominentester Gast war bis jetzt wahrscheinlich Barack Obama.

    Auch sehr gut sind die Hörspiele von GE Podcast Theater – bis jetzt gibt es 2 SciFi Hörspiele – The Message (8 Episoden) und Lif-e.af/ter (10 Episoden). Die einzelnen Episoden sind meistens nicht länger als 15 Minuten, kann man super eine Folge zwischendurch hören.

  10. 13

    Das ist doch mein Thema ;)!

    Mit Podcasts habe ich bislang allerdings nicht experimentiert, das liegt eher noch in der „Neuland-Schublade“. Hörspiele allerdings sind seit beinahe 15 Jahren wieder ein dominantes Thema bei mir, nicht nur, seit ich auch selbst welche produziere.

    In den letzten vier Jahren bin ich auch verstärkt auf die Rundfunkproduktionen gekommen, wo neben dem wirklich sehr starken WDR-Hörspielspeicher (in dem sich ja auch die 1Live-Hörspiele finden, zudem gibt’s via Kiraka auch tolle Kinderhörspiele) bei mir in den letzten Jahren der Phonostar teilweise wirklich sehr stark genutzt wurde.

    Besonders toll finde ich, dass immer wieder einige Altwerke und mitunter auch Klassiker gesendet werden, so z. B. die Wiederholung des granatenstarken „Der Name der Rose“ im letzten Dezember. Plaisir bereitete mir auch die Aufzeichnung von „Romeo und Julia“ von 1947 mit einem blutjungen Kinski in der Titelrolle. Es gibt echt mächtig viel zu entdecken…

    Der von dir erwähnte neue Holmes war natürlich wieder eine hochklassige Produktion, inhaltlich war’s mir allerdings phasenweise etwas sehr drüber.

    WDR-/ 1Live-seitig möchte ich allerdings auch die stets tollen Produktionen von Bodo Traber und – wer’s eher mit einem Hauch Trash mag – Jörg Buttgereit empfehlen. Und selbstverständlich auch die Werke von Kummer/ Linscheid („The Cruise 1 und 2“ sowie „300 % und die Scheiße mit dem Schulgarten“).

  11. 14
    Aydon_ger

    *Stay Forever – Jawollja. Gunnar Lott und Christian Schmidt kann man auf jeden Fall super hören, auch wenn einem Spiele (PC-Spiele vor allem) nicht ganz so nahe gehen sollten. Die beiden haben wirklich was drauf.

    *Auf ein Bier – das ist auch ein sehr guter Podcast. Ob es nun einer der stärksten im dt. Raum in der Sparte Games-Podcast ist, hmm, keine Ahnung. Aber es ist erfrischend – auch ohne den frischen Gerstensaft.

    *Die Spieleveteranen gibt es auch noch, wobei mir diese zu sehr auf ihren „wir sind die alten Fachjournalisten“-Sockel abgehen. Manchmal informativ, oft recht langwierig.

    Und ja, Podcast ist der „Rückzugsort“, der m. M. nach eigentlich das Radio sein sollte (und was es sicherlich vor Jahrzehnten aus Alternativmangel auch war). Sollte jeder mal ausprobiert haben 🙂

  12. 15
    Stefan Sicherl

    Ach ja, „Auf ein Bier“ habe ich doch glatt unterschlagen in meiner Liste. Auch zwei, mittlerweile 3 Ex-GameStar Leute. Wurde schnell zu einem meiner Lieblinge auch wenn ich mit Jochen Gebauer, ehrlich gesagt, erst warm werden musste.

    Schade dass es imho in Deutschland noch durchaus einen Mangel an Spiele-Podcasts gibt, gerade in diesem Stil wie die genannten. Ich habe schon ein paar amerikanische probiert, aber da waren mir die beteiligten Leute und der Gesprächsstil nicht sehr sympathisch, die sind mir alle zu hyperaktiv und wichtigtuerisch drauf.

  13. 17
    Hendrik M

    Die Sendungen vom Deutschland-Funk höre ich auch gerne als Podcast, ebenso manche Polittalkshow von Phoenix (brauche bei einem Talkformat kein Bild) und die gibt es alle bei iTunes.

    Ansonsten sind das hier meine Lieblingspodcasts, gibt zwar noch ein paar andere Podcasts, die ich ab und zu höre, aber diese hier ziemlich regelmäßig:

    „Young in the 80s“: großartiger Retro-Podcast der Brüder Christian und Peter Schmidt

    „Stay Forever“: Retro-Gaming Podcast mit Christian Schmidt (siehe oben) und Gunnar Lott, zwei ehemaligen Redakteuren der GameStar.

    „Das Podcast UFO“: Podcast der Neo Magazin/Gute Arbeit Originals-Autoren Florentin Will und Stefan Titze

    „Fest & Flauschig“: Podcast mit Jan Böhmermann und Olli Schulz (leider nur exklusiv auf Spotify)

    „Internet History Podcast“

    „Last September in Monaco“: Florentin Will und DechangeMan schauen immer und immer wieder die gleiche Episode von „Royal Pains“ und reden darüber bis sie wahnsinnig werden – wurde vor Kurzem nach 40 Folgen eingestellt, anscheinend sind sie nun wahnsinnig geworden. 😉

    „Here’s the Thing“: Interview-Podcast von Alec Baldwin

    „Sprechplanet“: Interview-Podcast

    „The Paracast“: sehr gut recherchierter Podcast zu paranormalen Phänomenen, vor allem zur UFOlogie.

    „Thinking Sideways“

  14. 18

    @Hendrik M: Wie lustig, Deine Podcast Aboliste sieht ziemlich genau wie meine aus.

    Zu Last September in Monaco: Mitnichten ist der eingestellt, der geht weiter bis zur Folge 50, die dann der Abschluss sein wird in Form eines großen Public Viewings „live“mit den Zuhörern – also noch 10 to go!

    Ich tippe für die Nachwelt einfach mal meine Podcasts runter:

    „Medien-KuH“ – wöchentliche, recht flappsige Besprechung, was in Funk und Film passiert ist (sozusagen „DWDL – der Podcast in weniger nüchtern“)

    „Vinyl Stories“ – Nilz Bokelberg und Gereon Klug sprechen über Platten – immer mit einem Thema pro Folge a la „Vinyl & Humor“

    „SWR2 Wissen“ – wahnsinnige Sammlung an kulturellen, wissenschaftlichen, politischen Themen, ca. alle 3-4 Tage was Neues

    „Stay Forever“ – der Podcast mit der inzwischen glaube ich höchsten eingesammelten Patreon („Kickstarter für Podcasts“)-Summe: Zwei alte Spielehasen nehmen sich ca. monatlich einen Retro-Titel vor.

    „Schlusskonferenz“ und alle anderen „Rasenfunk“ Ableger – DER wöchentliche Nachklapp des Bundesliga-Spieltags – aber noch empfehlenswerter die ca. 8-stündigen Saisonvorschauen zum Start einer Saison

    „Almost Daily“ – wöchentliches Plaudeformat der Rocketbeans, Themen querbeet und sogar 95% abseits von Spielen und Nerdthemen

    „Fest & Flauschig“ – wohl selbsterklärend, inzwischen der wohl bekannteste wöchentliche 2er Podcast Deutschlands

    „Zwei Nasen Tanken“ – Nilz Bokelberg und Uke Bosse trinken einen Abend lang ein bestimmtes Getränk, und philosophieren bei laufendem Mikrofon sich in den Suff

    „Last September in Monaco“ – beklopptes Projekt: Eine Folge einer platten US-Serie jede Woche gucken, und zwar immer die gleiche, ohne zu wissen, was vorher passiert ist und was danach passiert

    „Insert Moin“ – täglich kürzere Games-Themen

    „Übermedien“ – der leider nur sehr sporadisch erscheinende Podcast von Stefan Niggemeier

    „Radio Nukular“ – epische, teilweise 6-Stunden lange Besprechungen von Nerd-Filmen, -Games und sonstigen Themen. Leider manchmal recht grenzwertiges Niveau, aber dafür manchmal auch wieder sehr unterhaltend

    „Antenne Alderaan“ – lose Star Wars Themen von 2 großen Nerds besprochen

    „Auf ein Bier“ – Spielepodcast wie Spieleveteranen oder Stay Forever – komme aber weder mit der Einstellung noch mit der Stimme von Jochen Gebauer inzwischen mehr klar, von daher auf dem Abstellgleis bei mir

    „Das POdcast UFO“ – Manchmal sehr lustiges, manchmal grenzwertig kalauernder Podcast von den ehem. Bildundtonfabrik Autoren Florentin Will und Stefan Titze

    „Gästeliste Geisterbahn“ – quasi „Fest & Flauschig zu dritt“… absolute Empfehlung! Drei sympathische Jungs, vom „elder VIVA statesman“ Nilz Bokelberg zum Jungspund Donnie (auch inzwischen Rocketbeans“ eine extrem lustige und entspannte Plauderei über alles Erdenkliche, jede Woche 1-2 Stunden neu

    „Audioflick“ – ein paar der Rocketbeans schauen einen Nerd-Klassiker (Indiana Jones, Star Wars, Aliens etc) und kommentieren jeden erdenklichen lustigen und Nischenthemen-Mist 🙂

    „Plauschangriff“ – der ca. 2-4 wöchentliche Gaming-Podcast von Rocketbeans-Gregor, absolute Empfehlung

    „Alternativlos“ – „Fefe, der Podcast“

    „Young in the 80s“ – Es gibt Dutzende „lass uns darüber labern, was in den 80ern los war“-Podcasts, aber keiner ist in meinen Augen so entspannt, so sympathisch und authentisch wie dieser hier von den Brüdern Schmidt (einer von beiden ist der von Stay Forever“

    „The Bugle“ – ca. 250 lang ein kongenialer wöchentlicher Podcast von Andy Salzman und John Oliver (Daily Show, heute Last Week Tonight“, seit 2 Jahren aber leider kaum bzw. gar nicht mehr mit John Oliver, schade

    „Spieleveteranen“ – wahrscheinlich die größte Dichte an damaligen Spieleredakteur-„Heroen“, aber inzwischen leider auch bei mir eher auf dem Abstellgleis, da es ein klassischer Vertreter von „zuviele Köche verderben den Brei“ ist: meist sind 5-6 Leute gleichzeitig dabei, was leider bedeutet, dass mindestens 2 mit miesester Skype-Qualität zugeschaltet sind und (übertrieben gesagt) ein Drittel des Podcasts daraus besteht, dass sich 2-3 Leute ins Wort fallen, warten, dass der andere was sagt, der aber nix sagt, dann beider wieder gleichzeitig anfangen….

    „WASD Talk“ – wer die WASD nicht kennt: beste Retro-Zeitschrift überhaupt, wobei „Zeitschrift eigentlich untertrieben ist, da es eigentlich regelrechte Bücher sind, die paar Mal im Jahr zu einem Thema mit Beiträgen von vielen hochkarätigen Gastautoren herausgegeben werden

  15. 19
    Hendrik M

    @Trantor: Danke für deinen Einwand, habe die letzte Folge „Last September“ noch nicht gehört und ging vom Titel der Episode davon aus. 😉
    Dafür schreibst Du beim „Podcast UFO“ von ehemaligen BTF-Autoren. Mitnichten, sie schreiben nur nicht mehr fürs Neo Magazin, aber „Gute Arbeit Originals“, ihr YouTube-Sketch-Comedy-Format für FUNK, wird ja ebenfalls von der BTF produziert.

  16. 20
    Howie Munson

    Was ARD-Hörspiel betrifft so empfehle ich ganz klar die Radio-Tatorte vom WDR mit der „Task Force Hamm“
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLeEJaU600qRRwOx8ZcuTWwC9ZMVN3wgdw

    bei den podcast kann man denjenigen, die „Chaosradio Express“, „Eine Stunde History“ und/oder „Alternativlos“ mögen, noch raten bei WRINT und /oder NSFW reinzuhören…
    http://www.wrint.de/
    https://not-safe-for-work.de/
    (die Folgentitel sollte man eher ignorieren, sind meist zufällig gefallene Wortfragmente…)



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