First things first: Frohes Neues!

Wir haben Silvester sehr gesittet verbracht, was man auch als Euphemismus für langweilig lesen kann. Am Abend haben wir einen Drink in einer Bar genommen und sind dann ins Karlsruher Staatstheater gefahren, um uns „Dinner for One“ als Live-Stück mit Musikeinlagen anzusehen. Launig und unterhaltsam, aber eher einer unabhängigen, jungen Bühne würdig.

Um 23.00 Uhr waren wir wieder daheim, um den Katzen zur Seite zu stehen. Glücklicherweise haben wir in der neuen Wohnung rundum elektrische Rollläden, die sehr dicht schließen. Wie in den letzten Jahren blieben Rufus & Becky trotz Knallerei ungestresst, Rufus sprang sogar auf die Fensterbänke, weil er sehen wollte, woher die Geräusche kommen.

Nachgeholt wurde Silvester am Neujahrstag, an dem wir uns am Abend gemütlich vor den Fernseher gesetzt und die TV-Highlights mit 24 Stunden Zeitversetzung genossen haben.

Wortvogel-Veteranen wissen es: In so einem Fall spreche ich von den englischen TV-Highlights, nicht den deutschen. Ich KANN so einen Abend nicht mit Andrea Kiewel, Johannes B. Kerner und den reanimierten Vengaboys verbringen. Mich schert „Das Beste aus 10 Jahren Popshow“ nicht, weil die Nostalgie für den 80er-Pop mittlerweile im Spießertum verankert ist wie der Schlager und die Volksmusik. Das ist nicht mehr lustig, das ist nur noch unsäglich.

In der ARD derweil: das hier (lesenswert). Es erinnert an das hier

Wollt ihr wissen, was auf BBC One vor, zur und nach der Mitternacht lief? Robbie Williams rocks Westminster, ein 90minütiges Live-Konzert der Extraklasse mit einem gut gelaunten Popstar, einem begeisterten Publikum und frisch präsentierten Hits. 

Kurz vor Mitternacht hat Robbie sein Konzert unterbrochen und vom Dach der Westminster Central Hall das Publikum am Themse-Ufer begrüßt, um mit „Auld lang syne“ das Neue Jahr einzuläuten.

Dann gab es dieses unfassbar geile Feuerwerk, das sich bis zum Schluss anzuschauen lohnt: 

Danach rockte Williams noch mal 40 Minuten lang die Hütte. 

SO geht Silvester.

Kerner und Kiewel werden auch nächstes Jahr auf mich verzichten müssen.

Falls es wen interessiert – ich fand im gesamten deutschen Feiertagsprogramm gerade mal die „Winnetou“-Neuverfilmungen mäßig reizvoll, während die Engländer zwischen 20.12. und 1.1. folgendes ausstrahlten (Liste unvollständig):

  • Das Weihnachtsspecial von „The Great British Bake off“
  • Die „Christmas Masterclass“ des „Great British Bake off“
  • Das Weihnachtsspecial von „Victorian Bakers“
  • Eine zweiteilige Neuverfilmung von Agatha Christies „Zeugin der Anklage“
  • Der zweite „Maigret“-Film mit Rowan Atkinson
  • Ein Weihnachtsspecial von „Call the Midwife“ (für die LvA)
  • Die aufwändige Jasper Fforde-Adaption „The last dragonslayer“

  • „Charlie Brooker’s Newswipe 2016“
  • Das „Doctor Who“-Weihnachtsspecial
  • Das „Jonathan Creek“-Weihnachtsspecial
  • Das „Big Fat Quiz of the Year 2016“
  • Adele live in New York
  • Die Weihnachtsausgabe der Sketch-Show „Walliams & Friend“
  • „To walk invisible“, eine Film über das Leben der Brontë-Schwestern
  • Die erste neue Folge „Sherlock“

Es wird langsam Zeit, meine Rundfunkgebühren nicht mehr an ARD und ZDF zu überweisen, sondern an die BBC…



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