Für mich sind die FFF Nights immer ein prima Kompakt-Festival, bei dem es sich lohnt, per Bus oder Bahn anzureisen. Das ermöglicht mir die Erstellung der Review-Vorlagen auf der Hinfahrt und das Schreiben der letzten fünf Reviews auf der Rückfahrt. Heute war es gar so, dass ich im IC von Nürnberg nach Karlsruhe mangels Internet die Kritiken in Word verfasst und sie dann in den zehn Minuten ICE von Karlsruhe nach Baden-Baden hochgeladen habe. Mit dieser Strategie bleibt das Festival in sich geschlossen und nimmt mir weder vorher noch nachher viel Zeit.

Ein bisschen ärgerlich ist und bleibt die Pausenbemessung zwischen den Filmen, die eigentlich nie genug Zeit für eine warme Mahlzeit lässt. Da wird die Nahrungsaufnahme unnötig stressig. Echte Profis wie ich haben die Dominoes-App auf dem Handy und schaffen es, während des Nachspanns eine Pizza zu ordern, sie in der Filiale abzuholen und sie punktgenau zum Start des nächsten Films zu verputzen. Schön (und gesund) ist anders.

Das Programm? Statistisch ein gutes Jahr mit wenigen Ausfällen, etwas subjektiver betrachtet aber eher schwach. Eine zu starke Dominanz der amerikanisch oder generell englischsprachigen Produktionen, nichts aus Asien, nichts aus Deutschland, nichts aus Südamerika. Und genau genommen hatten 60 Prozent der Filme keinerlei phantastische Elemente.

Was gut war, war aber richtig gut und auch in der Mischung (Splatter-Comedy, Home Invasion, Science Fiction, Jugendabenteuer) breit gestreut.

Zu meiner Freude sind die nächsten Fantasy Filmfest Nights bereits für Ende April terminiert. Auch am großen Haupt-Festival wird schwer gearbeitet – für viele dürfte es keine gute Nachricht sein, dass die Veranstalter dieses Jahr mit unfassbaren 12 TAGEN Programm planen! Das können also locker mehr als 60 Filme werden. Wie viele Fans sich dafür allerdings so viel Urlaub nehmen dürfen, steht auf einem anderen Blatt. Ich halte diese Streckung für Dauerkarten-feindlich und möchte auch gar nicht wissen, was der permanente Sitzplatz im August kosten wird…

Mir egal – ich bin FFF-Oldie und gehöre quasi zum Inventar. Mein Dank geht wie immer an Yeti Doc Acula für den geteilten halben Schmerz und an die ganzen Nasen, die man mittlerweile schon kennt, weil man sie vor Ort jedes Jahr trifft. Es ist mir eine Freude.



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Dr. Acula

Es war mir einmal wieder ein Fest 😉

heino
heino

Das mit den 12 Tagen ist doch schon länger so. Vor 2 Jahren waren es sogar 14 Tage, was vielen (auch mir) richtig sauer aufstieß und dafür gesorgt hat, dass einige Leute aus meinem Bekanntenkreis entweder nur noch vereinzelt oder sogar gar nicht mehr hin gingen. Richtig schlimm daran war die mangelhafte Kommunikation seitens Rosebud Entertainment, die nicht zugeben wollten, dass es für diese Änderungen handfeste finanzielle Gründe gab und bei berechtigter Kritik ihren Dauergästen gegenüber ausfällig wurden.

Wie auch immer, die 2 Tage haben insgesamt Spaß gemacht, obwohl in Köln der erste Tag weit schwächer als der zweite war. Und ob man den bei weiten langsamsten Film des Programms zum Abschluss zeigen muss, darüber kann auch trefflich diskutiert werden.

heino
heino

Die Pausenregelung stößt mir auch sauer auf. Man schafft es so gerade eben noch zum Kiosk, aber richtiges Essen ist zwischen den Filmen nicht drin.

Ebenfalls negativ finde ich, dass sich das FFF immer weiter nach hinten ins Jahr verschiebt. Laut Ansage von Matthias wird es 2017 erst in der zweiten Hälfte vom September starten. Bis dahin wird ein großer Teil der Filme längst erschienen sein und für Angestellte wie mich, die nicht in den Ferien Urlaub nehmen können, kollidieren da schnell die Termine.

comicfreak
comicfreak

..wäre das keine Marktlücke für einen Caterer, in den Pausen mit was warmem vorbei zu kommen?
Oder gäbe es zu wenig Abnehmer?

heino
heino

In der Astor Lounge bei uns in Köln – das teuerste, aber auch edelste Kino vor Ort – würde man das sicher auch nicht gerne sehen. Zumal da nicht mal Nachos verkauft werden, und Essen nur vor der Vorstellung serviert wird. Zum Glück darf man sich beim FFF selbst verpflegen, sonst wäre so ein Filmmarathon kaum machbar

heino
heino

Yep, geht ja auch nicht anders. 12 Stunden Kino können verdammt lang werden, wenn der Hunger nagt:-)

Peroy
Peroy

Fresst ihr halt mal ’nen Tag lang nix. Seid eh fett genug…