USA 2016. Regie: Gareth Edwards. Darsteller: Felicity Jones, Diego Luna, Donnie Yen, Wen Jiang, Forest Whitaker, Ben Mendelsohn, Jimmy Smits, Mads Mikkelsen u.a.

Story: Jyn Erso ist eine Kleinkriminelle aus dem Umfeld der Rebellen gegen das Imperium – aber die Tatsache, dass sie auch die Tochter eines der Konstrukteure einer neuen imperialen Superwaffe ist, macht sie für den Widerstand hochinteressant. Eher widerwillig schließt sich Jyn einem kleinen Trupp von Aufständischen an, um die Pläne für den so getauften „Todesstern“ zu finden – und damit auch ihren Vater. Das Imperium wiederum setzt alles daran, den letzten Widerstand und die Reste der alten Republik zu brechen.

Kritik: Klar hätte ich mir am Montag gerne die Pressevorführung des neuen Star Wars-Films angesehen. In Stuttgart, vielleicht in Frankfurt. Aber ich musste beruflich in die Schweiz, haben den Tag in einem bezaubernden, zum Adventscafé umgebauten Bauwagen verbracht. Es gibt schlimmere Schicksale – the force was with me. Always.

Also Mitternachtsvorstellung im modernen Cineplex vor Ort. Baden Baden ist nicht Nerdstadt, das ist offensichtlich – das Kino war gerade mal halb voll und der Saal auch nicht mit Endorphinen überschwemmt. Eine gesittete, halbgare Angelegenheit, eher mühsam gestützt von verdächtig aussehender Security (links im Bild):

Vor dem Film gab’s viel Werbung und Trailer – 2017 wird kein gutes Kinojahr, ich sag’s jetzt schon mal voraus. Ein Big Budget-„Power Rangers“? „The Great Wall“? „Assassin’s Creed“? Noch ein „Pirates of the Caribbean“? Noch ein „Resident Evil“? „Bullyparade – Der Film“? Nichts, wirklich gar nichts hat mich da ernsthaft interessieren können.

Kommen wir aber zum Film. Ich will meine Rezension diesmal aufteilen – erst die Kritik, dann die eher akademische Analyse. Minimale Spoiler sind unvermeidlich, aber ich glaube, damit den Genuss des Kinobesuchs nicht zu schmälern.

Das vorab: „Rogue One“ ist ein Rocker. Wie „Das Erwachen der Macht“ gelingt ihm der Spagat zwischen klassischem Heldenabenteuer und modernem Blockbuster. Er verkauft seine Seele nicht an seine Effekte und braucht für seine Protagonisten keine Muskelmonster oder Monstermöpse. Die Mechanismen, so bekannt sie auch sind, funktionieren weiterhin perfekt. Im Zentrum stehen Figuren, nicht „action set pieces“. Was er tut, ist altbekannt und dennoch frisch, die perfekte Balance zwischen Mythos und Pathos.

Ja, der Film kommt etwas schwer in die Puschen, ist in den ersten 15 Minuten wirr und unfokussiert, bevor er seinen Groove findet. Man spürt mehrere Bruchstellen, seltsam harte Schnitte und hektische Ortswechsel, die vermutlich den weithin berichteten Reshoots zu verdanken sind. Immer wieder werden eigentlich potente Szenen beiläufig weg gewischt und ein paar Dialogzeilen wirken so holperig, als hätte man vergessen, ein letztes Mal drüber zu schleifen. War „Das Erwachen der Macht“ in seiner Perfektion beeindruckend, sieht man bei „Rogue One“ wieder Ecken und Kanten. 

Das gibt dem Film aber auch eine Chance, die er zu nutzen weiß: „Rogue One“ steigert sich nach dem etwas unbeholfenen ersten Akt. Zuerst auf das Niveau von „Das Erwachen der Macht“, in seinen besten Momenten sogar darüber hinaus. Man kann der Lernkurve der Macher förmlich zusehen – und zum Finale hin hat sich der Film auf eine Höhe gearbeitet, die wenige Teile der Franchise bisher erreicht haben.

Die Angst, „Rogue One“ würde sich beim Versuch, einen völlig banalen Nebenstrang der ersten Todesstern-Geschichte auszuwalzen, mit ebenso banalem Füllmaterial überfrachten, erweist sich als unbegründet, ganz im Gegenteil: Gareth Edwards Film finden in der beiläufigen Aussage, viele Rebellen hätten für die Beschaffung der Pläne ihr Leben gelassen, unerwartet viel Potenz. Er gibt den Rebellen Gesichter, Backstory, Leidenschaft – und Schicksal. Es gab wohl kaum je einen Star Wars-Film, dessen Ende uns vorab so bekannt war – und das uns doch so sehr packt. Hier wird richtig gemacht, was Lukas bei den Jugendjahren von Anakin Skywalker falsch gemacht hat.

Zwischen den großen Schlachten und der fulminanten Action von „Rogue One“ verbirgt sich die vielleicht tragischste Star Wars-Geschichte, die je auf die Leinwand gebracht wurde. Und diese Tragik, dieses Pathos pumpen den emotionalen Impact des Films zum Finale hin massiv auf, geben ihm Gewicht und bleibende Wirkung.

Dazu diesmal erheblich abwechslungsreichere Welten und Szenarien sowie die famose, williams-eske Musik von Michael Giacchino – fertig ist der nächste Baustein des generalüberholten Mythen-Meisterwerks. Man muss Disney mittlerweile auf Knien danken, dass sie die Franchise dem Bärtigen weggenommen haben, der uns das „Star Wars Holiday Special“, „Die Ewoks: Karawane der Tapferen“ und die Episoden I-III „schenkte“.  

Immer wenn man denkt, Star Wars könnte nicht noch besser werden, wird es noch besser. Und mein altes Fan-Herz macht hü-hüpf!

Soviel zu meiner persönlichen Begeisterung, meinem Bauchgefühl. Der Star Wars-Fanboy hat gesprochen. Nun ist der Filmkritiker an der Reihe.

„Rogue One“ hat eine schwierige Ausgangsposition: Er soll aus einem Nebensatz in „Star Wars“ von 1977 einen Blockbuster zimmern. Das erinnert an die „extended universe“-Romane, die jedem Hintergrund-Alien eine 1000 Seiten lange Backstory andichten. Disney geht damit den Marvel-Weg: Es gibt nicht mehr eine Reihe von Filmen, sondern diverse Einzelabenteuer, die in großen Events kulminieren. 

Letztlich ist es eine eher philosophische Frage, ob man die hier präsentierte Konstellation für redundant oder für dem Mythos treu hält: es gibt wieder mal die Klischees orphaned rebel, dashing rogue, wise mystic, lost father, funny robot. Die Population von Star Wars befruchtet sich weiterhin ausschließlich aus Star Wars. 

Ähnlich ist es mit den konkreten Querverbindungen primär zu „Star Wars“ von 1977: es gibt mehr Insider-Jokes zu entdecken, als der Weihnachtskalender Türchen hat. Manche sind brillant und fast schon subtil eingewoben, andere werden mit dem Holzhammer in die Handlung gekeilt, dass es schmerzt. Hier zeigt sich die Problematik des Versuchs, einen eigenständigen Film zu schaffen, bei der gleichzeitigen Notwendigkeit, ihn im etablierten Universum zu verankern.

Die Frage ist damit natürlich, wie eigenständig „Rogue One“ sein kann. Steht er wirklich auf eigenen Füßen oder bedarf es doch der Kenntnis bisheriger Star Wars-Abenteuer zum vollständigen Genuss? Meine Antworten darauf sind „schon“ und „doch“. Als Blockbuster-Kino bedient der Film auch unbelecktes Publikum, aber der Mehrwert für altgediente Star Wars-Fans ist beträchtlich.

Die Einbindung in den „overall plot“ von Star Wars bleibt bei „Rogue One“ allerdings nicht ohne Reibungsverluste. So sehr die Bemühungen der Macher begeistern, inhaltlich und visuell wirklich nahtlos an „A new hope“ anzudocken, so sehr hakt die Verbindung doch emotional. Es gibt einen Bruch gerade beim Aufhänger, dem Todesstern. Ist die Superwaffe in „Star Wars“ noch eine düstere Bedrohung, wird sie in „Rogue One“ zeitlich davor konkretisiert und letztlich auch „besiegt“ (mehr will ich um der Spoiler willen nicht sagen). Das „happy end“ (nicht ohne Grund in Anführungszeichen) bedingt eine Einstellung zum Todesstern, die schon in „Star Wars“ wieder verschwunden ist – und das, obwohl die Filme zeitlich ungefähr eine halbe Stunde auseinander liegen. 

Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (die Franchise tut es ja auch): ein Todesstern? Schon wieder?! Zum vierten Mal in acht Filmen?!

Das Bemühen der Einbindung in die Handlung eines konkreten, aber eben doch fast 40 Jahre alten Films hat die Macher zu ein paar Experimenten verführt, die weit über Querverweise hinaus führen und bestenfalls halb erfolgreich sind. Ich werde wieder – wegen der Spoiler – vage bleiben: Es ist in meinen Augen technisch unzulänglich, aber vor allem auch emotional geschmacklos, tote Schauspieler als CGI-Marionetten wieder auferstehen zu lassen. Es hätte absolut gereicht, diese Rollen in den Schatten zu halten und auf Funksprüche zu beschränken. Es mag mittlerweile besser aussehen als der junge Jeff Bridges im „Tron“-Sequel, aber es macht mir Bauchgrimmen.

Und damit sind wir bei den Sünden von „Rogue One“ noch lange nicht am Ende. Inhaltlich werden die Filme nämlich auch immer dünner, opfern ihren Mythos einer immer höheren Erzählgeschwindigkeit und der Notwendigkeit ständiger Actionszenen und Locationwechsel. Neue Welten, so schön sie auch sein mögen, werden nicht mehr entdeckt, sondern durcheilt. Es geht um McGuffins wie bei James Bond, das World Building orientiert sich an Fantasy-Märchenreichen wie im „Herrn der Ringe“, und die wirklich banalen Quests haben den Ruch von Videospielen (hier einen Schalter umlegen, da einen Gegenstand finden, dort ein Kabel einstöpseln). Star Wars ist mittlerweile vieles, aber Science Fiction gehört nicht mehr dazu. Das ausformulierte Universum besteht nicht mehr aus Welten, sondern aus Leveln. Dazu passt, dass Entfernungen endgültig keine Rolle mehr spielen, jede Minute Überbrückung von einem Planeten zum nächsten wird als potenzielle Langeweile durch einen schnellen Schnitt ersetzt. Die Beteiligten durchreisen Sonnensysteme, als wäre es ein Spaziergang von Event-Hotel zu Event-Hotel auf dem Strip in Vegas.

Weil Videospieler es gewohnt sind, Heerscharen von Gegnern niederzumähen, passt sich auch das Star Wars-Universum an: Die behauptete Übermacht des Imperiums ist hier ins Absurde überdreht, die tatsächliche Stärke im Kampf gegen eine Handvoll Rebellen dafür noch weiter herunter gefahren. Weder die Sturmtruppen noch die imperialen „Walker“ sind nennenswerte Bedrohungen, in gigantische Festungsanlagen kann man bequem hinein spazieren, und ein paar X-Wings können gegen mehrere Hundertschaften Tie-Fighter bestehen. Die Rebellen gewinnen jeden Kampf, den sie verlieren müssten. Da geht mitunter doch ein wenig die Plausibilität flöten.

Das klingt alles sehr banal, und darum ist es vielleicht überraschend, dass der Film auch in seinen politischen Projektionsflächen problematisch ist. Tritt man mal einen Schritt zurück, kann man ihn durchaus als Hymne auf religiös motivierten Terrorismus gegen als tyrannisch empfundene Regierungen interpretieren, wobei der Glaube an die eigene Sache jedes Opfer auf allen Seiten rechtfertigt. Es würde den Rahmen dieses Reviews sprengen, das genau zu analysieren, aber wie auch die Hinnahme massiver ziviler Kollateralschäden in einigen Marvel-Filmen drückt sich „Rogue One“ um jede Verantwortung außerhalb des eigenen Quests. Der Zweck heiligt hier auf schreckliche Weise alle Mittel. Aus Star Wars wird Star Massacre.

So ist „Rogue One“ schon im Ansatz, aber auch in der Ausführung problematisch, weil er das Neue im Altbekannten sucht, eine 40 Jahre alte Narrative für eine von Videospielen und Virtual Reality gefütterte Zielgruppe aufhübschen muss, ohne dabei Geschmack und Textur des Originals zu verraten. Wie viele Geschichten kann man mit den immer gleichen Bausteinen erzählen? Ich habe darauf keine Antwort – die Zeit muss es zeigen.

Fazit: Ein nach Startschwierigkeiten rasant besser werdender Spinoff, der genau genommen als Verbindungsstück zwischen den Episoden 3 und 4 funktioniert und am Ende mehr Drama und Pathos zustande bringt als die letzten Akte der letzten vier Filme. Nicht so perfekt wie „Das Erwachen der Macht„, in seiner Wucht aber ebenbürtig. Gratulation an Disney für die gelungene Etablierung einer zweiten Star Wars-Kinofranchise.

P.S.: Im Star Wars-Universum scheint es keine Blondinen zu geben.



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PeroyDietmarExverlobterTimPeroy Recent comment authors
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dermax
dermax

Ja es mag ein toller Film sein, ja, er wird wieder massiv Kasse machen, uund ja, ich werd reingehen, aber genau das:
„ein Todesstern? Schon wieder?! Zum vierten Mal in acht Filmen?!“
ist ein unglaubliches Armutszeugnis für Hollywood im Generellen, zusammen mit dem dritten Spiderman in 10 Jahren…

wolkenfels
wolkenfels

Ich war nicht ganz so begeistert, aber es ist ein richtiger Star Wars im Sinne der ersten drei.
Und ja – die CGI Charaktere sind nicht gut – sie rissen mich jedesmal ziemlich aus der Illusion. Gerde den letzten CGI Charakter hätte ich am Liebsten nur von hinten gesehen.

reptile
reptile

ich freue mich auf 2017 – Stephen Kings ES und Dark Tower – wobei beides auch furchtbar werden kann. Ein neuer Alien kommt auch noch aber sonst .. mal sehen

Donalbain
Donalbain

Das Durchhelcheln der Handlung ist auch etwas, was mich zunehmend in Kinofilmen nervt. Und ich verstehe nicht, warum das für nötig erachtet wird. An sich sollte der Erfolg der langsamer und interessanter erzählten TV-Serien der letzten Jahre doch zeigen, dass es sich lohnt, den Charakteren und der langsamen Entwicklung mehr Zeit einzuräumen. Zumal im Kino weniger die Gefahr besteht, dass die Leute umschalten …

Abgesehen davon: R1 war gut. Chronologische Star-Wars-Marathons fangen jetzt mit Rogue One an.

Peroy
Peroy

Ich erwarte mir von diesem Film gar nichts.

Peroy
Peroy

Und gar nichts habe ich bekommen…

Peroy
Peroy

Was steht da oben…? „Jimmy Smits“…? Oha…

Jetzt erwarte ich mir weniger als nichts.

Jake
Jake

Der Film bietet wirklich einen 1A Fanservice. Da stimmt einfach jedes Detail, inklusive der Porno-Schnauzbärte der Rebellenpiloten. Trotz furios inszenierter Schlachten hat mich der Film allerdings seltsam kalt gelassen. Da war irgendwie nichts, was mich emotional mitgerissen hätte. Aus der Helden-Truppe stach für mich keine Person hervor, deren Schicksal mir nicht relativ egal gewesen wäre. Das betrifft auch die Hauptfigur. Als Heldin fand ich Daisy Ridley in „Das Erwachen der Macht“ jedenfalls charismatischer. Am besten gefiel mir Ben Mendelsohn als Bad Guy. Wer den Kerl schauspielerisch mal so richtig auftrumpfen sehen will, dem sei die Netflix-Serie „Bloodline“ empfohlen.

DJ Doena

@Peroy: Hast du Smits mal in der sechsten und siebten Staffel von West Wing gesehen? Der Mann kann schauspielern, wenn er will. Bitte nimm nicht seine Rolle als Senator Organa in den Prequels als Messlatte.

Die Prequels taugen für niemanden – nicht Jake Lloyd, nicht Christopher Lee – als Darstelleraushängeschild

justus_jonas
justus_jonas

@Donalbain: „Chronologische Star-Wars-Marathons fangen jetzt mit Rogue One an.“ Die Frage stelle ich mir grade. Wahrscheinlich muss man die Reihenfolge mal ausprobieren, um zu sehen, ob das so funktioniert. Aber insbesondere die ganzen – teils überflüssigen – Zwinker-Zwinker-Momente stören doch eher (SPOILER SPOILER SPOILER Cornelius Evazan & Ponda Baba oder – noch unmotivierter – die kurze Einstellung mit den beiden Droiden. Beides funktioniert IMHO ohne das Vorwissen von Episode 4 nicht).

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

„Er verkauft seine Seele nicht an seine Effekte und braucht für seine Protagonisten keine Muskelmonster oder Monstermöpse.“

🙁

Assassin’s Creed startet übrigens bereits nächste Woche, müsste also eigentlich noch zum Kinojahr 2016 gezählt werden 😉

„Rogue One“ gibt es dann nächsten Dienstag für kleines Geld in 2D.

Peroy
Peroy

„@Peroy: Hast du Smits mal in der sechsten und siebten Staffel von West Wing gesehen? Der Mann kann schauspielern, wenn er will. Bitte nimm nicht seine Rolle als Senator Organa in den Prequels als Messlatte.“

Den zieh‘ ich mir in „Tommyknockers“ rein. Beschde Film.

„Die Prequels taugen für niemanden – nicht Jake Lloyd, nicht Christopher Lee – als Darstelleraushängeschild“

Watt? Wovon redest du? Welche Prequels? Es gibt keine Prequels. Umso absurder, dass man im neuen Star Wars einen Schauspieler castet, der vorher in drei nichtexistenten Filmen mitgespielt hat… was das wohl soll…?

invincible warrior
invincible warrior

@justus_jonas: So kann man aber eher den Auftritt von Cornelius Evazan & Ponda Baba in Krieg der Sterne besser begreifen, da sie schon als Ruepel bekannt sind. Somit bekommt die Szene in der Bar etwas mehr wert und da sie diesmal auch gesaebelt werden, einen zufriedenstellenden Abschluss.
C3PO und R2D2 dagegen waren tatsaechlich absolut unnoetig, zumal es hier noch unglaubwuerdiger ist, dass die beiden Robos noch auf die Tantive IV kommen, da ja alles dabei ist zu starten. Der Cameo haette besser gepasst, wenn sie grade die Tantive IV gebordet haetten und C3PO „I have a bad feeling about this“ gesagt haette. Waere immerhin passender gewesen.

Die CGI Gesichter hatten mich auch ganz schoen rausgehauen. Zumal ich nicht verstand, wieso das sein musste. Man kann ja vermuten, dass in den naechsten Jahren die Charaktere noch oefters auftreten und man doch besser aehnlich aussehende Charaktere haette finden koennen. Charles Dance zB wuerde einen grossartigen Grossmoff abgeben, so schwer zu organisieren scheint er ja nicht zu sein, wenn er in Ghostbusters und Dracula auftritt. Waere auf laengere Sicht besser gewesen, aber so muss man sich eben nicht an andere Gesichter gewoehnen.
Was ich allerdings nicht gut fand waren die Stimmen. Der Imitator von Peter Cushing war eher so lala, da haette man mehr wert auf seinen Akzent setzen sollen (das r rollte nicht so schoen, es lebe das Rrrräbel). Aber auch James Earl Jones klang sehr off, falls er es wirklich war. Immerhin ist der gute Herr jetzt 85 und wohl auch gesundheitlich angeschlagen leider.

Exverlobter
Exverlobter

Schade. Das hätte das Potential gehabt der beste Film seit Empire strikes back zu werden. Leider wirkt der Film vor allem in der ersten Hälfte fahrig und unausgegoren. Man merkt, dass 2 Regisseure am Werk waren, das ganze gibt kein stimmiges Ganzes. Der Film hätte definitiv noch weitere 6 Monate in der Postproduktion für einen Neuschnitt gebraucht, der Christmas-Release war zu beengend.

Das letzte Drittel ist aber in der Tat der Hammer! Wäre der ganze Film auf demselben intensiven Niveau des FInales, dann wäre er besser als Return of the Jedi. Und besser als das Nostalgia-Fest FOrce Awakens allemal.

Hier also meine Bewertung sämtlicher Star Wars Filme.

A new Hope: Note 1
Empire strikes back: Note 1
Return of the Jedi: Note 2

Phantom Menace: Note 4
Attack of the crap: Note 6
Revenge of the Shit: Note 5

The Force awakens: Note 3
Rogue 1: Note 3

Gottloser
Gottloser

5 Filme. Es sind nur 5. Ich weigere mich anzuerkennen, dass es eine Prequel-Trilogie gab. Also nur 5.

Grundsätzlich finde ich es aber bemerkenswert, dass der allgemein als „Beste“ der Reihe bezeichnete Film, Empire, der einzige ist, der ohne Todesstern auskommt.

Peroy
Peroy

Boah, der Dewi findet „Jedi“ so gut wie „Shit“… 🙁

PabloD
PabloD

Ich fand zumindest den männlichen CGI gar nicht so schlecht wie er überall beschrieben wird (war aber auch die Standard-2D-Vorstellung am Ende eines langen Tages, vielleicht wirken andere Versionen auf wache Augen da „schlimmer“).
Abgesehen von den oben beschriebenen Plausibilitätslücken* und HdR-Welten hat mich der Film sehr gut unterhalten und war deutlich besser als der einzig auf Nerdpleasing angelegte TFA.

*auch: ENTWEDER überleben alle Helden wie von Zauberhand das Dauerfeuer einer zahlenmäßig weit überlegenen Feindesmacht ODER sie fallen (fast) alle zeitgleich im Sekundentakt

Markus

Stimmige Rezi, kann ich zum Großteil unterschreiben. Meine Meinung: http://www.sitzkartoffel.de/?p=916

Exverlobter
Exverlobter

@Gottloser

„5 Filme. Es sind nur 5. Ich weigere mich anzuerkennen, dass es eine Prequel-Trilogie gab. Also nur 5.“

Tja, für alle die die Prequels als nicht kanonisch anerkennen, Rogue 1 meißelt einige Elemente aus den Prequels definitiv in Stein.

invincible warrior
invincible warrior

@Gottloser: Nur wenn auch Abrams Ding aus der Geschichte getilgt wird!

Peroy
Peroy

„Tja, für alle die die Prequels als nicht kanonisch anerkennen, Rogue 1 meißelt einige Elemente aus den Prequels definitiv in Stein.“

Dann gibt es auch kein Rogue 1, ganz einfach…

Exverlobter
Exverlobter

„Dann gibt es auch kein Rogue 1, ganz einfach…“

Das mit den Prequels könnte ich noch akzeptieren, aber manche Sachen aus Rogue 1 kommen zudem aus den Animationsserien Clone Wars und Rebels. Die Prequels konnte ich noch schauen, bei den Serien bin ich aber endgültig ausgestiegen.

Peroy
Peroy

Arschimationsserien…

invincible warrior
invincible warrior

Also Clone Wars war ich auch erst massiv abgeneigt, besonders als ich die hirnrissige Idee hoerte, dass Darth Maul ueberlebt hatte. ABER die Serie ist echt gut und gibt einen guten Ueberblick ueber die Klonkriege. Natuerlich sind da Gurken (wie der Film) drin, aber auch wirklich gute und erwachsene. Ein paar Folgen handeln zB von einem Klon, der schizophren wird, weil Order 66 bei ihm zu frueh ausgeloest wird und er dann versucht die Verschwoerung aufzuklaeren. Es ist schade, dass die Serie zu frueh eingestellt wurde, haette gerne das Finale mit Order 66 gesehen.
Die Einfuehrung der Kyber Kristalle war auch gut gemacht, indem Yoda mit ein paar Juenglingen auf nem Eisplaneten landet und die dort ihren Kristall aussuchen muessen. Sehr nette Zusammenfassung der Jedi Eigenschaften.

Rebels habe ich noch nicht gesehen, aber auch viel gutes gehoert. Ich warte aber noch ab bis Staffel 3 mit Thrawn durch ist.

Gottloser
Gottloser

@Exverlobter

Die Geschichte kann ich als Canon anerkennen – sie wurde ja auch auf Papier erzählt. Ich weigere mich nur anzuerkennen, dass es angeblich Prequels als Filme gab. Die gab es nie. NIE!

Peroy
Peroy

Das Interesse, mich mit irgendwas bezüglich „Star Wars“ zu beschäftigen, was über „Krieg der Sterne“, “ Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ hinausgeht, geht bei mir stark gen null…

Ich war folglich überrascht, zu erfahren, dass die Braut Mom Mothra heißt… Mush Mantra… Mork Mixer… ’na, die Tusse halt!

Peroy
Peroy

Damit wäre mal wieder alles gesagt…

https://www.youtube.com/watch?v=Kc2kFk5M9x4&t=354s

Tim

Torstens Bemerkungen bezüglich der politischen Dimension von Rogue One finde ich ungeheuer wichtig. 1977 war es relativ egal, was man in eine Sternenoper hineininterpretierte, heute nicht mehr. Meines Erachtens fördern viele Medien und ihre Produkte mittlerweile Extremismus, wenn auch im indirekten, erweiterten Sinne. „Rogue One“ kann beispielsweise Idioten genauso abholen (und wie Torsten schreibt in verstörender Weise) wie Liberale.
Können wir uns das jahrzehntalte Argument „ist doch bloß ein -irgendwiegearteter- Unterhaltungsfilm“ noch leisten? Wann wird Eskapismus schädlich?
Ich bin auch Stars Fan, und ich habe mich auch gut amüsiert. Aber.
Torsten, falls du müde bist ob deiner bisherigen digitalen Präsenz, ich finde, das wäre ein Feld, auf dem du sehr viel zu sagen hättest: Film- (Medien)analyse hinsichtlich von Aussagen über die Gesellschaft.
Hört sich trocken an, ich weiß. Aber könnte nötig sein in diesen Zeiten.

Exverlobter
Exverlobter

„Damit wäre mal wieder alles gesagt“

Zudem auch das

https://www.youtube.com/watch?v=uJgfxlgUIZY

Dietmar

Gerade gesehen: Großartige Kritik! Wobei bei mir „Das Erwachen der Macht“ sich deutlich starwarsiger anfühlte. CGI-Charakter 1 war zu sehr CGI. Bewegung und Mimik sah einfach nach Computerspiel aus. Die philosophische Dimension, die Du da siehst, ist stichhaltig. Da stimme ich Tim zu.