Ich schmeiße den ersten Beitrag dieser neuen Serie mal eilig raus, weil ich Doc Acula zuvor kommen will, der die Idee zuerst hatte und dem ich damit hämisch lachend in den Rücken treten möchte. Denn sein Problem ähnelt meinem – unsere beider Webseiten sind in den letzten Monaten etwas content-arm, weil das  Leben und/oder Facebook dazwischen gekommen sind. Um den ein wenig auf die Sprünge zu helfen, denkt Doc darüber nach, bei Badmovies ein eher entspanntes Filmtagebuch zu führen – und weil das eine nicht dumme Idee von einem nicht dummen Menschen ist, klaue ich sie hiermit.

In dieser Rubrik wird man also in Zukunft ganz kurze Absätze über Sachen finden, die ich mir angeschaut habe, die aber keinen kompletten Review rechtfertigen. Das können Kinofilme sein, aber auch TV-Serien, Dokumentation, Specials oder YouTube-Kanäle. Die müssen nicht neu sein, es gehen auch Klassiker oder Produktionen, die mir schlicht durchgerutscht sind. Eine Wundertüte, eine Sammeltasse, ein Überraschungsei.

Heute starten wir mit neuen Cartoons – und alten Freunden…

Bunnicula

Die Trickserie basiert auf den Kinderbüchern von James Howe und handelt von einem kleinen Kaninchen, das als Gemüsevampir jede Menge Unsinn anstellt. Supporting Cast: ein dummer Hund und eine entnervte Katze. Sehr drollig im Chara-Design und gut animiert, ist Bunnicula konzeptionell ein wenig leichtgewichtig und verschluckt sich mitunter an der Notwendigkeit, Horrorthemen kindgerecht umzusetzen. Teils Scooby Doo, teils John Kricfalusi, kann man die Serie am besten mit dem Nachwuchs schauen, den man zum Gorehound erziehen möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=N_ksNCyQurk


Tom and Jerry Tales

Bemühungen, den besten Cartoon Double Act neben Road Runner und Coyote zu reanimieren, gab es immer wieder, meist getragen von ganz schlechten Entscheidungen, z.B. den Figuren Stimmen zu geben. Die Tom and Jerry Tales sind ein Versuch von 2006, den ich seinerzeit völlig übersehen habe. Erfreulich ist dabei der Versuch, stilistisch an die alten Kurzfilme anzuknüpfen, die hierzulande u.a. unter dem Titel „Jagdszenen in Hollywood“ im Abendprogramm liefen. Die Animation ist sauber, die Gewalt knackig, und einige der Plots sind ausreichend hysterisch. Aber immer wieder fällt mir auf, dass das Timing der Gags nicht sitzt und dass die Episoden immer wieder ins Absurde abdriften, wo sie bei T&J einfach nicht hingehören. So ehrt mehr der Versuch als das Ergebnis.


Wabbit

Wabbit hingegen macht alles richtig, was Tom and Jerry Tales falsch macht: Hier werden Ton & Stil der Looney Tunes perfekt getroffen, es gibt grandiose Nebenfiguren (Ninja-Minions!) und der Humor ist so schräg wie angemessen. Kein Vergleich mit den entsetzlichen Loonatics. Wer schon immer ein Fan von Bugs Bunny war, ist hier genau richtig – ich wünsche mir eine Retro-Synchro im Stil von „Was liegt an?“!

Alle drei Serien zeichnen sich übrigens durch hohe Animationsraten und einen klaren HD-Look aus – die Unterstützung durch Computer in der Produktion und der Animation helfen auch dem klassischen 2D-Zeichentrick zu neuem Glanz.



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