Einige Leser werden ein deja vu haben – der Dewi und das Tablet, das kennen wir doch schon?! In der Tat habe ich bereits zweimal Tablets gekauft, getestet und wieder zurück gegeben.

Da war das Archos-Schrottmodell anno 2011, bei dem die Qualität dem damaligen Bodensatz-Preis von 97 Euro entsprach: Katastrophales Display, miserable Bedienung, elende Verarbeitung und nicht mal genug Prozessorpower für „Angry Birds“.

Vor ziemlich exakt zwei Jahren folgte das deutlich edlere Medion-Tablet, das mir zwar besser gefallen hat, für das ich letztlich aber keine Verwendung fand. Als Autor und Vielschreiber ist mir das Macbook Air halt doch der liebere Begleiter in allen Lebenslagen.

Ich bin halt so einer:

Warum ich vor einer Woche doch wieder ein Tablet gekauft habe, diesmal mit 7 Zoll sogar in einer Größenordnung, die ich selber vorher als unguten Kompromiss zwischen Smartphone und Laptop abgelehnt habe? Aus dem denkbar dämlichsten Grund: Es war billig. So billig, dass ich wieder dieses Scheiß drauf-Kribbeln im One Click-Finger bekam.

fire549 Euro für ein Amazon Kindle Fire der 5. Generation. 

Mir ist schon klar, dass man Hardware auch (gerade!) dann nicht anschaffen sollte, wenn sie so billig ist, dass das Produkt kaum ein Bringer sein kann.

Ich hatte auch gelesen, dass man den niedrigen Preis nicht nur mit mäßig potenter Hardware, sondern auch mit einer Amazon-Biosphäre und einem „angepassten“ Android-Betriebssystem bezahlt. Und dass das Kindle Fire nur per WLAN ins Netz geht. Und Werbeeinblendungen mitbringt.

All das wusste ich. Und hätte deshalb Freunden wie Lesern von dem Gerät abgeraten. Lieber ein paar Euro mehr installieren und ein unkastriertes Android-Tablet kaufen, im Idealfall mit 10 Zoll Diagonale.

Ich wettere gerne gegen Impulskäufe, die meistens mit Konsumentenkater enden. Und doch bin ich nicht immun. 49 Euro! Für ein aktuelles Tablet! Alder! Her damit!

Wer einen „regulären“ Test sucht, den verweise ich auf Netzwelt. Hier geht es nur im meine subjektiven Eindrücke des Gerätes.

Eigentlich kostet das Fire Tablet in dieser, der einfachsten Ausführung, 59,99 Euro. Aber immer wieder mal gibt der Konzern einen Preisnachlass, in diesem Fall zur „Cyber-Week“. 49 Euro also. Kam auch binnen 18 Stunden – mittlerweile ist der Ansturm so groß, dass man sich fast bis Weihnachten gedulden muss.

Die Verpackung ist vorbildlich – Pappe, wenig Folie, wenig Müll, leicht zu öffnen. Einziges Extra: Ein USB-Kabel mit aufsteckbarem Stecker. Gleichzeitig Ladegerät und Verbindung zu meinem Mac. Baugleich zur Hardware meines Moto G-Handys, da kann ich die Kabel also wechselnd verwenden, bzw. brauche ich immer nur eins mitzunehmen. In Kombination mit einem Auto-Adapter ist man damit schon mal auf der sicheren Seite.

Ein Kollege hat hier ein brauchbares Unboxing hochgeladen, das erspart mir viele Erklärungen zu Aussehen und Haptik des Gerätes:

Auspacken, anschalten, mit WLAN verbinden – und updaten. Wie eigentlich immer bei solchen Geräten liegt „out of the box“ ein Systemupdate vor, das erst einmal geladen und installiert werden muss. Was gut 10 Minuten dauert.

Da ich nie länger mit Tablets gearbeitet habe, kann ich nicht beurteilen, ob die 311 Gramm des Fire vergleichsweise schwer sind, wie mancher Reviewer kritisiert. Ich selber finde das Gewicht angenehm, das Format auch, die Verarbeitung wertig. Das hatte ich deutlich klapperiger erwartet.

Auch der Bildschirm, dessen Auflösung von gerade mal 1024 x 600 viele potenzielle Käufer abschreckt, wirkt auf mich als Laie klar, knackig und durchaus nicht pixelig. In meinen Augen ist der Auflösungs-Schwanzvergleich ungefähr so sinnvoll wie der Megapixel-Schwanzvergleich bei Digitalkameras. Es kommt immer darauf an, was man tatsächlich braucht.

Die Micro-SD-Karte ist schnell einsteckt, an Speichermangel wird es nicht scheitern. Zu Testzwecken packe ich einen Haufen Bilder, Videos, Ebooks und andere Dokumente drauf.

Zu meiner Überraschung stellt sich das von Amazon zurecht gebogene Android-Betriebssystem als sehr gefällig heraus, man hat sich ja auch mittlerweile von der Idee verabschiedet, die Oberfläche bis zur Unkenntlichkeit zu skinnen. Letztlich hat man einen android-typischen Startbildschirm. Wenn man nach links wischt, rutschen rechts Seiten auf den Schirm, die den schnellen Zugriff auf die Amazon-Angebote ermöglichen: Bücher, Videos, Spiele, Shop, Apps, Musik, Hörbücher. Alles sehr klar strukturiert.

Ich verbringe erstmal eine Stunde damit, das Fire-Tablet nach meinen Bedürfnissen einzurichten: So wie ich die Apple-Biosphäre ablehne, lehne ich die Amazon-Biosphäre ab, wenn es um meine eigenen Dateien geht. Ich spiele also den VLC Media Player und den EFS File Explorer auf. Damit habe ich Zugriff auf alle Dateien, kann so ziemlich alles abspielen – und nichts geht in die Cloud. Außerdem installiere ich noch meine Dropbox.

Beschäftigt man sich mit dem Fire Tablet ein wenig genauer, wird sehr schnell klar, dass man es eigentlich unter zwei gänzlich verschiedenen Gesichtspunkten besprechen muss – mit Amazon und ohne.

Lehnt man Amazon grundsätzlich ab und hat auch kein Prime-Konto, dann kann man durchaus trotzdem seinen Spaß mit dem Fire haben. Zwar kastriert Amazon den Zugang zum Google Playstore, aber die meisten Apps kann man „sideloaden“, wenn man sich die APKs besorgt. So lassen sich fast alle auf Amazon zurück greifenden Programme relativ stressfrei ersetzen. Wer es hardcore mag, kann das Fire auch rooten – auf eigene Gefahr. Und hier kommt wieder der Preis ins Spiel: bei 49 Euro ist das Risiko vergleichsweise gering, selbst WENN es gelingt, das Tablet zu schrotten. Und bei Amazons Retourenpolitik würde mich nicht wundern, wenn sie selbst das zurück nehmen.

Man könnte sich also aus dem Fire ein ziemlich normales Android-Tablet „retro engineeren“. Ich denke mal, die zwei bis fünf Stunde Zeitinvestition ist es allemal wert.

Allerdings: Wer Amazon-Prime-Kunde ist, hat tatsächlich einen massiven Mehrwert durch die Einbindung in die Amazon-Biosphäre – was ich als Malus gesehen hatte, entpuppt sich als womöglich kaufentscheidender Bonus.

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Zuerst einmal tauchten auf der Ebook-Seite des Tablets wie von Geisterhand alle Ebooks auf, die ich in den letzten Jahren (zumeist kostenlos) bei Amazon erstanden hatte. Ich konnte sie sofort laden und lesen. Die Shop-Seite hatte meine letzten Einkäufe und schlug gleich vor, ich solle vielleicht Katzenstreu kaufen. Das kann man „creepy“ finden, ich habe mich dank Google an diese Querverwendung von Informationen allerdings stressfrei gewöhnt. Auf der App-Seite konnte ich alle Amazon-Apps, die ich bisher für mein Smartphone gekauft hatte, per Knopfdruck auch auf dem Tablet installieren.

Besonders drollig natürlich die Leihbücherei von Amazon. Ich lese nicht viele Romane. Es reicht völlig, dass ich mir als Prime-Kunde eine Neuerscheinung pro Monat kostenlos ausleihen und lesen kann. Was für ein geiles Konzept.

Noch besser wurde es allerdings in Sachen Filme, Serien und Musik. Als Amazon-Prime-Kunde hat man mit dem Tablet gleich „all access“. Stundenlang kostenlos Musik hören? Check. Neue Serien wie „Mr. Robot“ anschauen, wahlweise in deutsch oder englisch? Check. Einen verpassten Spielfilm nachholen, ohne entweder bezahlen oder illegal downloaden zu müssen? Check.

Klar, das Amazon-Prime-Angebot ist nicht vergleichbar mit Netflix und Spotify. Aber ich bringe meine eigenen Bibliotheken mit und es ist eine hervorragende Ergänzung als Zeitvertreib. Tatsächlich verbrachte ich den ersten Abend damit, die verpassten Folgen von „The Bitch in Apartment 23“ zu schauen.

Obendrein kann man sich noch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender installieren, was endgültig für mehr als genug Nachschub sorgt.

Auch bei den Apps hat die Amazon-Biosphäre ihre Vorteile: Bei Amazon Underground kann man sich viele Sachen kostenlos laden, die sonst kostenpflichtig sind. So kam ich u.a. zu „Riptide GP 2“, dessen butterweiche Darstellung auf dem Fire mir doch ein wenig die Kinnlade herunter klappen ließ – dieses Video solltet ihr euch auf YouTube in HD ansehen:

Kein Vergleich mit dem Archos und für mich als Casual Gamer eine absolute Offenbarung. Die LvA war auch ziemlich begeistert, „Bejeweled“ mal mit dem großen Touchscreen statt dem Trackpad ihres Macbooks spielen zu können.

Ich sag’s ungern, weil ich damit den früheren Torsten als Klugscheißer entlarve, aber: Für treue Amazon-Kunden ist die Einbindung in die Amazon-Prime-Biosphäre kein Einschränkung, das Tablet gewinnt durch sie deutlich an Bedienerfreundlichkeit und kostenfreiem Content.

Nun will das Fire wie viele andere Geräte seiner Klasse eine eierlegende Wollmilchsau in Sachen Entertainment sein. Wie gut schlägt es sich in meinen Augen in den einzelnen Disziplinen?

Als Ebook-Reader: Sauber. Die Software von Amazon ist okay, für andere Formate gibt es andere Apps. Der Bildschirm ist hintergrundbeleuchtet und recht scharf, ich kann mich auch bei 1280 x 600 nicht über Pixelisierung beschweren. Sicher mag ein dedizierter Reader wie der Kindle oder der Kobo das besser können und mit einer Akkuladung länger durchhalten, aber für den Ubahn-Leser oder für die Lektüre im Bett ist das hier allemal gut genug.

Als Videoplayer: Sehr gut. Absolut flüssig. Dank VLC lässt sich fast alles abspielen, die Bedienung ist intuitiv. Für ruhige Umgebungen und weniger anspruchsvolle Soundkulissen reicht sogar der eingebaute Lautsprecher völlig aus. Will man die Umwelt nicht nerven, empfehle ich Ohrhörer wie die Xiaomi Piston 3. Die Größe von 7 Zoll reicht – zu meiner Überraschung – völlig, um sich (entsprechende Nähe zum Gerät vorausgesetzt) in fremden Welten zu verlieren.

Als Musikabspieler: Vielseitig. Eigene MP3, Musik aus dem Amazon Prime Angebot, Klassikradio über App – alles geht, alles geht gut. Es gilt allerdings wie beim Videoplayer: Wenn man kein WLAN hat, ist alles Streaming hinfällig. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die SD-Karte gut bestückt zu halten.

Als Spielekonsole: Ein Spaßbringer. Solange man bei Casual Games bleibt, die keine komplexe Steuerung verlangen. Für mich wird die Bedienung über den Touchscreen immer etwas unnatürlich bleiben. Davon abgesehen lässt es das Fire 5 grafisch ganz schön krachen, ohne in die Knie zu gehen. Waren mir die 4,5 Zoll meines Moto G für Spiele immer zu klein, ist das Fire genau richtig. Ich mag es auch, die Aufgaben zu splitten – ich möchte nicht an dem Ding spielen, das im nächsten Moment mit einem Anruf der LvA klingelt.

Als Surfmaschine: Besser als ein Handy, aber verbesserungswürdig. Amazon hat den recht soliden Silk-Browser eingebaut, man kann natürlich auch Chrome sideloaden. Es ist mir noch nicht gelungen, die Browser auf Mobil-Ansicht zur besseren Lesbarkeit umzustellen. Im Falle von Silk ist das allerdings nur ein sekundäres Problem, weil der eine eigene Leselampen-Funktion mitbringt, die das ausreichend ausgleicht. Ich bleibe auch weiterhin dabei, dass im Internet gilt: je größer der Bildschirm, desto besser die Experience. Es ist wie bei den Spielen: Der Sprung von 4,5 auf 7 Zoll macht aus der Quälerei zumindest eine brauchbare Alternative. Wenn man sich in einem WLAN-Netz befindet.

Als Social Media-Connector: Da hapert’s in meinen Augen. Weil ich bei Facebook u.ä. Angeboten viele Kommentare und Postings schreibe. Texte auf der virtuellen Tastatur tippen wird nie meins werden. Your mileage may vary.

Als Arbeitsgerät: Das ist der einzige Punkt, wo das Fire die weiße Flagge hissen muss – was allerdings auch an mir liegen kann. Ich schreibe keine Texte auf Tablets. Das gehört sich nicht. Das ist widernatürlich. Unter meine zehn Finger gehört eine Tastatur von ausreichender Größe mit haptischem Feedback. Blogpostings wie dieses und Artikel für die Liebes Land werden auch künftig noch mit meinem Macbook Air bestritten.

Nun ist es eine Sache, inwieweit ein Tablet die Aufgaben eines Notebooks ersetzen kann – spannender ist aber die Frage, was es an Mehrwert bietet. Genau daran war es bei mir bisher ja immer gescheitert – ich habe einfach keinen Grund gefunden, ein Tablet haben zu müssen. Mein Macbook Air hat den größeren Bildschirm, die besseren Lautsprecher, die vernünftigere Tastatur.

Nun war ich diese Woche drei Tage lang in der Oberpfalz unterwegs, um für die „Liebes Land“ drei Reportagen heimzubringen. Weil es immer mal wieder vorkommt, dass ich darauf warten muss, dass der Fotograf sein Equipment aufgebaut hat und weil es immer mal wieder Pausen und Nächte im Hotel zu überbrücken gibt, entschied ich mich, das Fire „on the road“ zu testen, als tragbaren Entertainment-Maschine für unterwegs.

Und das, meine Damen und Herren, hat sich als der heilige Gral entpuppt.

Die Größe des Fire macht es ideal für die Jackentasche, innen wie außen. Wenn es drauf ankommt, passt es sogar hinten in die Jeans, dann sollte man sich allerdings nicht hinsetzen. Man kann es überall unauffällig ablegen, es fällt nirgendwo so auf wie ein Laptop. Man muss es nicht groß hochfahren, es merkt sich die Stelle, an der man den Film abgebrochen hat, und die Seite, auf der man im neusten Stephen King-Roman gelandet war. Einschalten, weiter lesen/zocken/gucken/hören, ausschalten. Unauffällig, schnell, allzeit bereit.

Ich habe in den drei Tagen in einer mittelalterlichen Bauernstube Peter Osterieds neuen Interview-Band gelesen, habe in einer verregneten Nacht im geparkten Wagen das Tablet auf das Lenkrad gestellt und „Jessica Jones“ geschaut, habe im Motel Klassikradio laufen lassen, während ich duschte. Das Tablet hatte meine Reiseplanung zur Hand, ich konnte den Reportagepartnern Bilder von anderen Foto-Sessions zeigen. Von meinem sanierten Haus in München habe ich mit der eingebauten Kamera eine Video-Tour gedreht. Allein im Restaurant? Kein Problem: Einfach die neusten Nachrichten der FAZ per App lesen.

Es zeigte sich der Vorteil eines „Billig-Tablets“: Man geht damit entspannter um, wirft es so lässig auf das Hotelbett wie auf den Beifahrersitz. Schutzhülle? Unnötig. Erster Kratzer ist schon drin – auch egal. Es ist ein Arbeitstier, kein Luxusgeschöpf. Es tut, was es soll. Klaglos, solide.

Natürlich kann man mäkeln. Die Außenmaße des Fire würden auch 8 Zoll Diagonale erlauben. Die verbauten zwei Kameras sind bestenfalls Notlösungen. Ohne Sim-Karte ist man außerhalb eines WLAN-Netzes aufgeschmissen, was gerade deshalb ärgerlich ist, weil das Fire auch ein prima Navi sein könnte. Man könnte sich über die Auflösung beschweren oder über Spiegelungen des Bildschirms.

Für solche Kritik habe ich zwei Worte: 49 Euro.

Nun werden einige Leser einwerfen: „Halt – der Preis ist nicht realistisch, weil das Gerät ja mit Werbung subventioniert wird!“. Das ist richtig und doch falsch. Erstens kann man die Werbung mit ein paar Tricks entfernen (was ich für unnötig halte), zweitens macht der Preisunterschied zur Variante ohne Werbung gerade mal 15 Euro aus. Vor allem aber und drittens: Stellt euch nicht so an. Wir reden hier lediglich von einer statischen Werbung auf dem Login-Screen, die bei ausgeschaltetem Fire nicht sichtbar ist und beim Start per Wischgeste sofort verschwindet. Während der tatsächlichen Benutzung des Tablets gibt es keine unerwünschte Werbung.

Daheim ist mein Macbook immer noch das Gerät meiner Wahl, aber unterwegs ist ein Tablet für vielfältige Aufgaben unschlagbar. Es war nicht nur praktisch, immer auf das Fire zurück greifen zu können – es hat Spaß gemacht.

Fazit

Nach einer Woche intensiver Nutzung bin ich regelrecht besoffen von meinem Fire. Nicht nur wegen der Möglichkeiten – sondern auch wegen des Preises. Die Kombination macht’s. Natürlich kann das Tablet nicht alles so gut wie den Einzelfunktionen gewidmete Geräte – aber es macht nichts so schlecht, dass es dadurch unbrauchbar wird. Ist es der beste tragbare Videoplayer? Nein, aber ein guter. Ist es die beste tragbare Spielekonsole? Nein, aber allemal großes Entertainment. Die Abstriche, die man bei so einem Universalgerät machen muss, sind überraschend gering.

Was mich erstaunt: Der erstaunliche Nutzen des Gerätes führt nicht zum Drang, nun noch ein besseres, größeres und teureres Tablet kaufen zu wollen. Das Fire reicht. Wie mein Moto G der ersten Generation und mein vier Jahre altes Macbook Air. Equi­li­b­ri­um ist erreicht.

Wird die Begeisterung anhalten? Ich glaube schon. Zumindest für unterwegs (und ich bin ja viel unterwegs) hat sich das Fire schnell einen Platz in meinem Herzen erobert. Weil es viel bequemer, kleiner, schneller und vielseitiger ist als mein Macbook, aber gleichzeitig größer, bedienerfreundlicher und unterhaltsamer als mein Smartphone. Es ist mein Fenster in die Welt – Fire in der Jackentasche, Piston-Ohrhörer in der Hosentasche. Ready to go.

Und weil man’s nicht oft genug sagen kann: 49 Euro.



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Tante Jay

Als Arbeitsgerät: Das ist der einzige Punkt, wo das Fire die weiße Flagge hissen muss – was allerdings auch an mir liegen kann. Ich schreibe keine Texte auf Tablets. Das gehört sich nicht. Das ist widernatürlich. Unter meine zehn Finger gehört eine Tastatur von ausreichender Größe mit haptischem Feedback.

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Jawoll!! Kann man gar nicht oft genug unterschreiben.

Stephan
Stephan

Das W-Lan-„Problem“ lässt sich sehr leicht und effektiv über die Tethering-Funktion des Mobiltelephons lösen. Funktioniert bei mir einwandfrei.

Rudi Ratlos
Rudi Ratlos

Wie lange hält denn der Akku, wenn man das unterwegs öfter so nutzt wie oben beschrieben?

enk

Was das Thema Arbeiten mit dem Tablet angeht: Probier mal eine Bluetooth Tastatur aus, damit wird das Tablet unterwegs zur vollwertigen Schreibmaschine. Ich hab z.B. eine Perixx Periboard, zusammengeklappt nicht viel größer als ein Handy, ausgeklappt eine vollwertige Tastatur mit Drucktasten.
Wenn man vorher weiss, dass es was zu arbeiten gibt, macht es natürlich mehr Sinn, gleich das Macbook einzupacken. Aber für ein paar Seiten tippen im Hotelzimmer ist es sehr cool, so eine Tastatur im Reisegepäck zu haben. Im Notfall kann man damit sogar halbwegs komfortabel mit dem Handy schreiben: Da man die eingeblendete Tastatur ja nicht braucht, hat man die ganze Bildschirmfläche für die Textansicht zur Verfügung.

Einziger Haken: die etwas besseren Tastaturen kosten schon fast so viel (oder sogar mehr) als dein neues Tablet.

Jake
Jake

Habe das gleiche Tablet seit ca. drei Wochen im Einsatz. Ist mein erstes Tablet, deshalb habe ich auch keinen Vergleich zu anderen, teureren Geräten. Für meine bescheidenen Bedürfnisse verrichtet das Teil ganz hervorragende Dienste. Toll auch, wie Torsten ja schon schrüb, dass sich der Google Play Store schnell und ohne Komplikationen „nachrüsten“ lässt. Als Amazon Prime-Mitglied hat man natürlich einen deutlichen Mehrwert. Alleine wegen Prime Music hat sich das Tablet für mich schon gelohnt. Mit Stereoanlage oder Kopfhörer verbunden habe ich jetzt immer eine coole kleine Musicbox an der Hand, mit der ich mir tausende Alben meiner favorisierten Musikrichtung kostenfrei um die Ohren hauen kann. Das ist schon ziemlich geil.

Randpop

Ein schöner Praxisbericht. Hat mich glatt endgültig dazu gebracht das Fire als Heim- und Unterwegs-Tablet zu bestellen. Bei aller Liebe zu Apple Produkten brauchen wir hier, jedenfalls außerhalb der Agentur, eigentlich nur ein kleines, handliches Ding für die meisten Lebenslagen. Ich bin gespannt! 😉

PS: Hatte übrigens mit dem Fire Stick ein ähnliches Aha-Erlebnis. Läuft gut, ist schnell ins WLAN gebracht und lässt sich per Sideload auch noch mit Sachen wie Kodi bestücken. Und das Allerbeste: Es passt in jede Tasche und manche Hotels legen die HDMI-Eingänge nicht lahm 😉

martzell

Schön dass Google Maps und Play Store mittlerweile funktionieren. Neben der Werbung und da ich Poweruser bin war das der Hauptgrund mein Kindle Fire weiterzuverkaufen und mir ein iPad mini zu kaufen. Das Gewicht war auch etwas zu hoch und kommt man mit dem Daumen an den Bildschirm wird das beim iPad nicht als Eingabe gewertet, was sehr angenehm ist.

Am angenehmsten war beim Kindle Fire der niedrige Preis und die damit verbundene psychologische Unbeschwertheit; und trotzdem ein leistungsfähiges Tablet mit gutem Bildschirm und den besten Lautsprechern überhaupt.

milan8888
milan8888

Kriegt man denn den playstore auf den fire ohne zu rooten? Und wenn nicht, wo gibts ne Anleitung für MacUser zum Sideloaden?

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[…] ein kurzes Update in Sachen Amazon Fire Tablet. Tatsächlich hat sich der preisgünstige Flachmann als idealer Jackentaschen-Allrounder und […]

Marko

So, jetzt hab ich mir auch so ein Teil zugelegt … bei 49,- Euro als Prime-Kunde kann man ja wirklich nicht viel falsch machen.

Ich hab’s allerdings nur fünf Minuten „original“ getestet, dann hab ich es mit CyanogenMod 12.1 geflasht. Rekord für mich, die meisten Geräte hab ich zumindest anfänglich unangetastet gelassen. 😉

Vielen Dank für die Empfehlung, Torsten, ich hab jetzt für knappe fünfzig Euro (und zehn Minuten flashen) ein vollwertiges, kleines und feines Android-Tablet bekommen.

Marko

Hm, joa … ich bin mit CM 12.1 und den Pico GApps aber sehr zufrieden. Reduce to the Max, sozusagen.

Lustigerweise ist der Kerl, der das Video gemacht hat, auch der, der das CM-Flashing erklärt. Sein „SuperTool“ hab ich auch genutzt. Immer wieder schön, ein Android-Tablet vor sich zu haben, das man von Grund auf neu einrichten kann. 🙂

Marko

Eine kleine Anmerkung: Mein Fire hat einen Pixelfehler. Bei 49,- Euro kann man da ja nichts sagen, ist auch nicht wirklich schlimm – fällt bei der geringen Displayauflösung aber durchaus auf. Schade.

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[…] die Digitalliteratur noch nicht wiederholen. Und für 39 Euro kann man immer mal wieder mit dem Amazon Fire ein Tablet kaufen, das nicht nur eBooks anzeigt, sondern auch Filme streamt, Spiele bereit hält […]

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[…] bin gestern Abend umgestiegen – vom altgedienten Fire Tablet 7 auf das Fire HD 8. Das hat die LvA sowieso nicht wirklich benutzt, da ist es bei mir besser […]