20
Sep 2015

My name is Hunt… Ethan Hunt: Ein paar Gedanken zu "Mission: Impossible" ./. "James Bond"

Themen: Film, TV & Presse, Neues |

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Okay, ich habe mir gestern dann doch noch den fünften "Mission: Impossible"-Film im Baden-Badener Moviac angesehen (klein, aber fein). Es lohnt keine ausführliche Kritik, denn viele von euch haben das neuste Abenteuer des IMF-Teams sicher schon gesehen und es gilt immer noch, was ich zu Teil 4 schrieb:

„Mission: Impossible“ ist ein krachender, flüssig inszenierter, internationaler Actionthriller mit beeindruckenden Schauwerten, sehenswerten Stunts, genügend Highlights für drei Blockbuster, und einem gut aufgelegten Cast, der schick zu den Locations passt und immer mal wieder dezent zwinkert. Brad Bird ist sympathisch old school, wenn es um Action geht – selbst die absurdesten Verfolgungsjagden riechen noch handgemacht, so dass man mit den Protagonisten durchaus fiebern kann. Es kommt (fast) nie das Gefühl auf, man schaue ein paar gerenderten Charaktermodellen zu, die durch pfiffige Partikelanimationen geschleudert werden.

Was den Film auszeichnet, ist ein unterhaltsamer Einfallsreichtum bei den „Missions“, die oft sehr traditionell angelegt sind, dann aber völlig außer Kontrolle geraten und den Einsatz immer weiter erhöhen. Hunt und sein Team werden wirklich bis an die Grenzen getrieben – und es macht Spass, dabei zu zu schauen.

Ich hatte gestern Abend erstmals das Gefühl, dass die Wende endgültig geschafft ist, dass es nicht mehr "schief" wirkt, dass Cruise sich zum Mittelpunkt einer Franchise macht, die im Kern eine Team-Geschichte sein MUSS. Schaut man sich heute alte "Kobra übernehmen Sie"-Folgen an, ist es erstaunlich, wie sehr das von außen geführte, aber nach innen demokratisch-egalitäre Konzept zu einem fast startrekkingen "Der Captain und die anderen Nasen"-Showcase umgebaut wurde.

Entlarvend ist die Weigerung der Franchise, Hunt einen neuen permanenten Vorgesetzten zu geben. Jon Voight, Anthony Hopkins, Tom Wilkinson, Alec Baldwin – darstellerisch starke Vaterfiguren, die keinen dauerhaften Platz neben oder gar über Cruise' Figur haben dürfen.

Hunt ist Dreh- und Angelpunkt, bestimmt die Action wie die emotionalen Beats, ist oft selber Teil des Konflikts, wo das IMF-Team der früheren Prägung immer auf Distanz zum Auftrag bedacht war. Hunts irrationaler Ehrgeiz, der in früheren Filmen als Problem galt, ist mittlerweile die Trumpfkarte des Teams. In diesem Sinne kann man auch die Aussage des Films "Hunt ist Brandstifter und Feuerwehrmann" doppeldeutig verstehen.

In "Rogue Nation" klappt die Fokussierung auf Hunt noch mal besser als im Vorgänger und die Figur ist so sehr Zentrum, dass ich nicht umhin komme, mich auch dazu noch einmal selber zu zitieren:

Müsste ich einen Vergleich anstellen, wäre „Phantom Protokoll“ weniger mit den „Bourne“-Filmen oder „Ocean’s Eleven“ verwandt, sondern mit den Bond-Filmen der Roger Moore-Ära. Ironie und Absurdität sind nicht verpönt, Gadgets regieren, der zentrale Held kämpft sich souverän und unbesiegbar durch die postkartigsten Metropolen der Welt – und der Gegner ist ein durchgeknallter Megalomane, der den Russen eine Atomrakete geklaut hat. Sogar die Darstellung Russlands ist geradezu lachhaft altmodisch: Uniformen, Kreml, gebellte Befehle, dröhnende Männerchöre.

"Rogue Nation" treibt dieses Spiel noch weiter, wirkt gerade in der Opern-Sequenz und dem Konflikt Hunt/Lane mittlerweile mehr wie ein klassisches Bond-Abenteuer. Diesmal ist der MI6 massiv involviert, viele Schlüsselszenen spielen in London, die Geheimdienste arbeiten permanent gegeneinander und miteinander. Nur einmal nutzt Hunt die IMF-typischen Masken, dafür trägt er gerne Smoking wie ein bestimmter Agent mit der Lizenz zum Töten.

Verstärkt wurde der Eindruck gestern durch den vorgeschalteten "Spectre"-Trailer, der praktisch die gleiche Story erzählt: Der Superagent auf der Spur der Super-Terrorvereinigung, an die keiner außer er selber glaubt und die in vielerlei Beziehung seine eigene Welt dunkel spiegelt.

Müsste man aufzeigen, worin sich Hunt und Bond noch unterscheiden – es bliebe Oberfläche: Bleibt bei Bond das Team daheim (Q, Moneypenny, M), ist es bei Hunt vor Ort. Es gibt dadurch etwas mehr Interaktion, etwas mehr Dialogwitz, auch wenn Cruise das "lone wolf"-Prinzip seines Charakters nicht weniger deutlich heraus streicht.

Ein weiterer, aber überschaubarer Unterschied ist das Level an Geheimhaltung. Während Bond sich gerne auch im größeren Kreis mit seinem echten Namen vorstellt, ist Hunt praktisch immer "deep cover" und damit deutlich näher an "echtem" Spionageprozedere als 007. Allerdings kann man monieren, dass "Mission: Impossible" grundsätzlich bequem darüber hinweg sieht, dass Hunt – auch wenn er von aller Welt gejagt wird – offenbar problemlos Holzklasse u.a. vom Wien nach Marokko fliegen kann, ohne entdeckt zu werden.

Sieht man sich die Mission: Impossible-Filme von Cruise an, in denen er ja nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch treibende Kraft der Franchise hinter der Kamera ist, dann fällt auf, dass Cruise in 20 Jahren nie einen Reboot nötig hatte. Seine Filme sind erheblich homogener und disziplinierter als die Bond-Streifen, die mit jedem neuen Abenteuer in der Kreativabteilung bei Null anfangen. Das liegt auch daran, dass Cruise kein Interesse zeigt, den IMF-Mythos immer weiter auszuarbeiten. Ihn interessiert weder die Backstory von Hunt noch eine fortlaufende Narrative durch die verschiedenen Filme. Jeder Film steht so sehr für sich, wie es früher eben die Bond-Filme taten.

Hunt wird immer mehr zu Bond, während Bond sich nach diversen Reboots immer mehr von sich selbst zu entfernen scheint. Beide umkreisen den Urmythos Bond nur noch auf marginal unterschiedlichen Umlaufbahnen.

Ich will das gar nicht kritisieren, im Gegenteil: Ich finde das Gedankenspiel hoch interessant. Was wäre gewesen, wenn man nach dem Ende der Moore-Ära 1987 nicht wieder auf einen Briten gesetzt hätte, sondern auf einen Amerikaner, um die in Amerika chronisch unterrepräsentierte Franchise für den heimischen Markt attraktiver zu machen? Es wurde ja oft genug diskutiert – u.a. soll vor Connery Cary Grant die Rolle abgelehnt haben, weil er sich nicht an eine Reihe binden wollte.

Fakt ist: Der erste "neue" Mission: Impossible-Film ist mittlerweile fast 20 Jahre alt. Cruise ist derart fit und wenig gealtert, dass man durchaus unterstellen kann, dass er noch 10 Jahre als Ethan Hunt auftreten kann, bevor es peinlich wird. Dann ist er mit 63 im Rentenalter.

Statt 30 Jahre Tom Cruise als Ethan Hunt im Jahr 2026 hätten wir 2017 schon 30 Jahre Tom Cruise als James Bond feiern können. Cruise hätte 007 damit länger spielen können als Connery, Lazenby, Moore und Dalton ZUSAMMEN. Und wenn man zugrunde legt, dass Bond-Filme (außer bei Störungen der Franchise) alle zwei Jahre in die Kinos kommen, hätte Cruise statt in (hochgerechnet) sieben oder acht Mission: Impossible-Filmen in satten 15 Bond-Abenteuern den Superagenten spielen können.

Nun werden viele Leser sagen "Cruise als Bond? Geht ja gar nicht!". Sicher kann man dem amerikanischen Superstar mangelndes Britannia-Feeling vorwerfen, seine Körpergröße und seine Verbindungen zu Scientology. Aber wie Mark Tinta in seiner exzellenten Kritik ausführt, ist Cruise vielleicht genau der Mann, den die Bond-Franchise vor fast 30 Jahren gebraucht hätte: Ein Produzent mit einer klaren Vision, der schon lange nicht mehr des Geldes wegen zu der Rolle zurück kehrt, sondern weil sie ihm am Herzen liegt, Ein Mann, der auch körperlich mehr investiert als alle anderen Bond-Darsteller zusammen und dem "gut" niemals "gut genug" ist. Der cruise’sche Fokus und Ehrgeiz, vielleicht hätten sie der Bond-Franchise ein paar ihrer peinlichsten Aussetzer erspart.

So wie "November Man" ein Art Alternativwelt-Bond war, sehe ich die Mission: Impossible-Franchise mittlerweile als das, was Bond ohne diverse Reboots hätte werden können, eine direkte und konsequente Weiterentwicklung der Moore-Bonds mit einem jüngeren, virileren Darsteller.

Oder fasel ich mir da nur wieder was zusammen?

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P.S.: Ich habe den Film übrigens in der deutschen Synchronisation gesehen, die ziemlich gut ist, mich aber in einem Punkt fassungslos macht: "Secretary" (also Minister) wird konsequent falsch mit "Sekretär" übersetzt! Wie kann das im Jahr 2015 bei einem Major-Release noch passieren?!

P.P.S.: Erinnert sich noch jemand, dass die albernen "xXx"-Filme mal als "James Bond für die neue Generation" gehyped wurden? Was für ein Kappes.



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Pogopuschel
20. September, 2015 15:57

Bei der Sache mit dem "Sekretär" wäre ich fast aus dem Kinositz gefallen.

Mir haben die letzten beiden MI-Filme besser gefallen, als die letzten Bonds mit Daniel Craig.

Holger
20. September, 2015 16:15

Erstaunlich ist tatsächlich, dass die Teile 2 und 3 von Mission Impossible eigentlich eher Durchschnitt sind (vor allem Teil 2 erregt in mir Fremdschämen) und man mit den Teilen 4 und 5 nochmal richtig zugelegt hat. Wobei mir Teil 4 immer noch am besten gefällt. An Teil 5 störten mich einige doch recht dreist geklauten Szenen – vor allem das geplante Attentat in der Oper war ja quasi 1:1 Hitchcocks "Der Mann der zuviel wusste". Aber in jedem Fall große Kino-Unterhaltung.

invincible warrior
invincible warrior
20. September, 2015 18:31

Mir hatte der 5. Teil wirklich gefallen, da wirklich immer mehr Teamarbeit zu sehen ist. Sowas muss eben in nen IMF Film rein. Der erste hatte ja auch noch die gute Absicht, scheiterte aber imo daran, dass Jim Phelps auf einmal ein Verräter sein sollte. Unverschämt sowas und Grund für Graves die Rolle abzulehnen. Mal schaun, ob sie aber nächstes mal auf Tom Cruise auf dem Motorrad verzichten, war diesmal ja schon hart an der Grenze und verdiente einen Gedenk-Jack-Bauer-Stehaufmännchen.
Mal schaun wie Bond wird, der letzte war ja schon sehr gut, mal vom Bösewicht abgesehen. Aber der ist diesmal ja anscheinend auch gut ausgebessert.

zu XXX: Xander Cage kehrt ja zurück, also nicht zu früh freuen! Hoffe auf nen cheesigen 90er Jahre Gedenkactioner, sollte ja mit Freund The Rock garantiert sein.

Martin Däniken
Martin Däniken
20. September, 2015 19:02

Wollte man nicht auch Remo Williams als Gegenstück? zu Bond aufbauen
-habe ich so noch im Hinterkopf 😉
Ich scheitere immer dran Criuse irgenswie sympathisch zufinden oder als "guten" Schauspieler zuverorten…
Er schaut immer aus als wäre alles durchgeplant und hätte alles geblickt,aber damit die Zuschauer nicht abspringen-muss er sich mit sichtbarem Nachdenken quälen!

Teleprompter
Teleprompter
20. September, 2015 19:22

" Nur einmal nutzt Hunt die MI6-typischen Masken"

Ich glaube nicht, dass die besonders typisch für den MI6 sind, Bond etwa hat NIE eine Maske getragen (außer in YOLT, und das wurde eigentlich als böser Stilbruch empfunden). "IMF-typisch", denke ich ist gemeint.

Und das mit dem "Secretary". Sicher, dass das mit "Minister" hier richtig übersetzt wäre ? Ich meine, einer clandestinen, kleinen Spionagetruppe steht ja nun mal üblicherweise kein "Minister" vor. Ich hatte Secretary als sagen wir mal Deck- oder Codename wie "M" als Chef des britischen Geheimdienstes verstanden.

Holger
20. September, 2015 19:33

Wobei "Remo – unbewaffnet und gefährlich" sehr geil war, eine echte vergessene Perle, von der es gern mehr Filme hätten geben dürfen!

Pogopuschel
20. September, 2015 19:44

Und das mit dem „Secretary“. Sicher, dass das mit „Minister“ hier richtig übersetzt wäre ? Ich meine, einer clandestinen, kleinen Spionagetruppe steht ja nun mal üblicherweise kein „Minister“ vor.

Ich habe es so verstanden, dass der Posten des "Secretary of Defense" gemeint war, also der Verteidigungsminister, der ja der Chef über die Spionagetruppen ist. Wobei die "Secretarys" in den USA nicht die gleiche Macht besitzen, wie z. B. bei uns in Deutschland. Sie sind politisch viel stärker dem Präsidenten untergeordnet. Eben "Secretary" und nicht "Minister".

Pogopuschel
20. September, 2015 19:45

"Und das mit dem „Secretary“. Sicher, dass das mit „Minister“ hier richtig übersetzt wäre ? Ich meine, einer clandestinen, kleinen Spionagetruppe steht ja nun mal üblicherweise kein „Minister“ vor."

Ich habe es so verstanden, dass der Posten des "Secretary of Defense" gemeint war, also der Verteidigungsminister, der ja der Chef über die Spionagetruppen ist. Wobei die "Secretarys" in den USA nicht die gleiche Macht besitzen, wie z. B. bei uns in Deutschland. Sie sind politisch viel stärker dem Präsidenten untergeordnet. Eben "Secretary" und nicht "Minister". Die korrekte Übersetzung ist aber trotzdem "Minister".

Teleprompter
Teleprompter
20. September, 2015 21:38

"..der Verteidigungsminister, der ja der Chef über die Spionagetruppen ist"

Das ist ein weites Feld, bei 17 US-Geheimdiensten (geschätzt), wobei ich stichprobenartig für die CIA mal gegoogelt habe, die untersteht wenn ich das richtig sehe nun gerade nicht dem Verteidigungsministerium, sondern hat einen "Director", der dem Geheimdienstkoordinator (Director of National Intelligence) und der wiederum nur noch dem POTUS untersteht.

Ich denke immer noch, dass der Secretary in den MI-Filmen ein fiktiver Funktionsträger der fiktiven Truppe "IMF" ist; im Vorgänger wurde der ja auch mal so eben im Einsatz getötet, was für den US-Verteidigungsminister/-secretary wohl reichlich ungewöhnlich wäre.

Dietmar
20. September, 2015 22:01

@Martin Däniken: Ich hielt seine Vorstellung in Geboren am 4. Juli für oscar-würdig.

Martin Däniken
Martin Däniken
21. September, 2015 00:02

Ja es gibt auch nur drei gute Filme wo der jeweilige Director ihn nicht seine Mätzchen ala McQueen,Paul Newman machen lässt
1. Geboren am 4.Juli
2.Collateral
3.Magnolia

invincible warrior
invincible warrior
21. September, 2015 04:58

Habs hier nur im Original gesehen, daher hatte ich nicht das Problem, aber dachte auch erst, es geht hier um Atlee. Hab das mal aus dem englischen Wiki geklaut: They acted under nonofficial cover status, and if they were ever caught or killed, “the Secretary” (presumably the U.S. Secretary of State) would “disavow” any knowledge of their actions.
In Teil 4 haben sie dann aber halt auch den Secretary of the IMF eingefuehrt, aber das ist wohl eher ein Redcon um eine Doppeldeutigkeit zu haben zum beruehmten Spruch. Im BE ist wohl auch Geschaeftsfuehrer als Uebersetzung moeglich, aber das hier ist ja ein amerikanischer Film. Weitere Nachforschungen brachten mich dann dazu, dass wohl die korrekte Uebersetzung fuer den Chef des IMF Schriftfuehrer waere – und mit etwas Unschaerfe waere da auch wieder Sekretaer moeglich. Jedenfalls waere Minister komplett falsch fuer den Chef des IMF, die Frage ist halt nur, wer nun mit secretary gemeint waere in der IMF Nachricht, da bei Enttarnung eines feindlichen Agenten sich doch wahrscheinlich eher der Aussenminister oeffentlich rechtfertigen muesste.

Fun Fact nach Durchsicht der vorherigen Teile:
Serie: Minister
Film 1: Minister
Film 2: im Original sagt Hopkins secretary, wurde dann in der Synchro zum weniger zweideutigen IMF
Film 3: nicht erwaehnt
Film 4: Sekretaer (dort wird die Rolle des Sekretaers des IMF eingefuehrt)

Dietmar
21. September, 2015 07:54

@Martin Däniken: Collateral! Genau, das war super. Magnolia habe ich nicht gesehen. Wobei mir dann wieder The Last Samurai einfällt.

Ich will den Mätzchen nicht widersprechen. Vor allem, weil ich sie nicht sehe (heißt nicht, dass es sie vielleicht nicht gibt oder so). Aber so blöd und latent gefährlich ich Cruises Überzeugungen und sein Verhalten auch finde, denke ich, sein Erfolg hat auch mit schauspielerischem Können zu tun, nicht nur mit Aussehen und Disziplin.

Aber letztlich habe ich auch nichts gegen Mätzchen: Schauspieler definieren sich durchaus auch über bestimmte Gesten oder Mimiken.

noyse
noyse
21. September, 2015 09:03

den ersten XXX fand ich gut. auch weil er sich für mein Verständnis nicht besonders ernst nahm. die xxx ohne vin diesel waren allerdings furchtbar

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2015 09:18

@ Teleprompter: Aus dem Kontext sollte sich ergeben, dass das ein Schreibfehler war. Nicht MI6-, sondern IMF-Masken.

So wie ich das verstanden habe, untersteht das IMF nicht einem Direktor wie die CIA (was im neuen Film auch thematisiert wird), sondern nur dem Minister direkt.

Mencken
Mencken
21. September, 2015 10:22

Cary Grant war aber auch Brite.

Martin Däniken
Martin Däniken
21. September, 2015 11:51

@Dietmar: Ich habe auch nichts gegen Mätzchen aber wenn mir auffällt das diese eine Persönlichkeitsprothese sind und man das legendäre Lobhudel Video von T.C.für seinen "Kult" sieht von dem Auftritt bei Oprah mal ganz abgesehen..wird klar:
T.C. ist zusammengesetzt;-)
Nöö kein guter Schauspieler aber erfolgreich.
Eine andere "Inspirationsquelle" würde ich auch noch bei John Cassavates verorten!
Trotzdem gucke ich den T.C. gerne-ist ein besserer Schauspieler als Seehofer,den ich nicht als Politiker sehe 🙂

dermax
dermax
21. September, 2015 11:58

Ich bin ja grundsätzlich noch etwas vorsichtig mit diesen Lobhudeleien auf MI, die Teile 2 und 3 waren doch ziemliche Ausfälle, und dann nervt auch noch etwas die ständige Variation des "Verräter"-Themas, ausser im 4.Teil kam der Gegner doch immer irgendwie aus den eigenen Reihen (der Spoiler wird 6 Wochen nach Filmstart ja erlaubt sein).

Wortvogel
Wortvogel
21. September, 2015 12:16

@ Mencken: Nach 1942 – also zu Bond-Zeiten – nicht mehr.

@ dermax: Ich sehe das auch als Konstruktionsfehler der M:I-Filme – zu oft müssen die Agenten untertauchen, werden von den eigenen Leuten gejagt, sind auf sich allein gestellt, etc. Es scheint manchmal, als sehe Cruise selber in der komfortable Situation des IMF-Konstrukts nicht genügend dramatisches Potential.

invincible warrior
invincible warrior
21. September, 2015 15:09

Aber ist das denn nicht das Grundprinzip des IMF? Wie ja auch bei jedem Arbeitsauftrag gesagt wird, wird der Sekretär/Minister jegliches Wissen über die Aktionen des Agenten abstreiten. Das heißt also, dass IMF Agenten aus Prinzip als Rogue Agenten angesehen werden, wenn sie auf Arbeit sind. Und natürlich werden sie dann auch von den Guten gejagt, wenn sie übertreiben. Bei funktionierenden IMF Strukturen werden die Agenten natürlich unterstützt, aber größtenteils agieren die sicherlich schon um einiges autarker als zB ein James Bond.

Exverlobter
Exverlobter
21. September, 2015 17:57

"Während Bond sich gerne auch im größeren Kreis mit seinem echten Namen vorstellt"

Das wird schon seit Jahrzehnten debattiert, aber ich gehöre zu der Seite, die glaubt das James Bond nur ein Pseudonym und kein echter Name ist. So kann man auch den Darstellerwechsel erklären. Ja ich weiß, dass es Verweise auf Ereignisse zu anderen Filmen, wie die tote Ehefrau gibt, aber nichtsdestotrotz macht es im Großen und Ganzen mehr Sinn, wenn jeder neue Darsteller einen anderen Agenten verkörpert, der schlichtweg das Pseudonym vom Vorgänger geerbt hat.

"Erinnert sich noch jemand, dass die albernen „xXx“-Filme mal als „James Bond für die neue Generation“ gehyped wurden? Was für ein Kappes."

Unterschätze nicht den Diesel im Tank. Der hat Fast and Furious aus einem belächeltem Exploitation-Film über die Jahre zu einem Billion-Dollar-Franchise gemacht. Und XXX kommt jetzt nach Jahren auch wieder zurück. Mal schauen ob der Blitz zweimal einschlagen kann.

Zur Übersetzung.
Das ist mir schon in Teil 4 aufgefallen. Zweimal hintereinander einen Fehler in der Übersetzung kann ich mir aber nicht vorstellen. Ich nehme an, dass die Übersetzer sich tatsächlich Gedanken darüber gemacht haben, und wie hier debattiert haben, ob mit dem Secretary jetzt tatsächlich der (Verteidigungs?)minister gemeint ist, oder der Oberboss des IMF, der ja tatsächlich Sekretär genannt werden kann, da es sich um eine fiktive Organisation handelt.

Martin Däniken
Martin Däniken
21. September, 2015 19:12

Ob bei Gehaltsverhandlung auch die Existenz geleugnet wird ;-)?

Hapi
Hapi
21. September, 2015 20:02

Das Problem mit Übersetzung als Sekretär sehe ich darin, dass im deutschen Sprachraum an oberster Spitze einer Organisation der Generalsekretär zu finden ist. Sekretär finde ich unpassend, sogar falsch.

radio-gott
radio-gott
21. September, 2015 20:20

Also ich fand die James Bond XXX filme eher unglücklich besetzt und die Handlung eher marginal

Dietmar
22. September, 2015 10:26

Persönlichkeitsprothese

Sehr schön! 🙂

Mi-mi-kri!